Gut zu wissen

Es gibt viele Dinge, die man von und über Hooksiel wissen sollte – oder die man zumindest hier und dort gut gebrauchen kann. Oft Kleinigkeiten, nach denen man aber immer dann, wenn es erforderlich wird, aufwendig suchen muss. Unter der Rubrik „Gut zu wissen!“ werden Notizen oder Hinweise auf andere Quellen zu Hooksieler Belangen gesammelt, mit denen man sich als Hooksieler im Bedarfsfall schnell helfen kann.

Öffentlicher Personennahverkehr

Hooksiel als Küstenbadeort ist nicht optimal ans Bus- und Bahnnetz angeschlossen. Die nächsten Bahnhöfe, die im Regionalverkehr von der Nordwest-Bahn bedient werden, sind Wilhelmshaven, Jever und Sande. Die Busverbindungen ins Wangerland sind lückenhaft.

Hooksiel ist in drei Buslinien eingebunden. Die Verbindungen nach Jever und Hohenkirchen orientieren sich hinsichtlich Abfahrtzeiten und Taktung aber stark am Bedarf des Schülertransports zur Oberschule (Hohenkirchen) oder Zum Mariengymnasium (Jever). Durchgehend im Stundentakt (sonn- und feiertags zweistündlich) bedient wird lediglich die Linie 121 Schillig-Hooksiel-Sengwarden-Wilhelmshaven. Die Fahrzeit zum ZOB beträgt von den Hooksieler Bushaltestellen (Schmidtshörn, Nordstraße, ZOB, Alter Hafen) 35 bzw. 38 Minuten. 

Gezeiten

Anfrage eines Urlaubers bei einem Vermieter einer Ferienwohnung in Hooksiel: „Wann ist bei Ihnen eigentlich immer Hochwasser?“ Der Gast möchte gern stets vormittags durchs Watt spazieren und nachmittags baden. Die Gezeiten bestimmen das Leben im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer mit seiner atemberaubenden Vielfalt an Flora und Fauna. Zweimal am Tag läuft das Wasser auf bis zum Hochwasserpunkt (Flut), zweimal läuft es wieder ab bis zum Niedrigwasserpunkt (Ebbe). Der Unterschied beim Wasserstand zwischen Hoch- und Niedrigwasser beträgt an der Nordsee bis zu fünf Metern. Entscheidender Auslöse des Gezeiten-Phänomens sind die Anziehungskräfte von Sonne und Mond auf die Erde. 

Die Erde dreht sich im Laufe eines Tages um ihre eigene Achse. Auf der mondzugewandten Seite wird das Wasser Richtung Mond gezogen. Es entsteht ein Flutberg. Auf der mondabgewandten Seite wird gleichsam die Erde vom Wasser weggezogen. Erneut entsteht ein Flutberg. 

Alle 24 Stunden haben wir also zweimal Flut und zweimal Ebbe? Nicht ganz. Da sich auch die Position des Mondes zur Erde verändert, verschiebt sich die Tide innerhalb eines Tages um 50 Minuten. Die optimale Badezeit rückt also in der Regel von Tag zu Tag um 50 Minuten vor.

Wer sich keinen Gezeitenkalender besorgen möchte, kann sich die aktuellen Zeiten von Ebbe und Flut für alle Nordseeorte auf der Internetseite des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) anzeigen lassen.

Kultur

Im Künstlerhaus Hooksiel werden ständig wechselnde Ausstellungen gezeigt. Foto: hol

Das kulturelle Angebot in Hooksiel ist ausbaufähig. Im gemeindeeigenen Künstlerhaus, untergebracht in einem ehemaligen Feuerwehrhaus im Ortskern, sind wechselnde Ausstellungen von regional, aber auch überregional bekannten Künstlerinnen und Künstlern zu sehen. Der Eintritt ist frei. Immer wieder werden auch Stipendiaten eingeladen, mehrere Wochen lang in Hooksiel zu leben und zu wirken. Unterstützt wird das Künstlerhaus vom Verein „Kunst- und Erlebnispfad Hooksiel“, der sich zudem um Kunst im öffentlichen Raum des Sielortes kümmert. Im Sielort gehören eine Reihe von Skulpturen zu den beliebtesten Fotomotiven. 

Auf einer Bühne am Gästehaus und in der Kirche in Pakens werden gelegentlich Theaterstücke und Konzerte gegeben. Ebenso im Rahmen verschiedener Traditionsveranstaltungen im Ort wie die Krabben- und Heringstage oder dem Hafenfest des FC Nordsee Hooksiel. Hinzu kommen kulturelle Angebote gastronomischer Betriebe. Zur festen Infrastruktur im Ort gehört die Bücherei im Gästehaus. 

Abfallentsorgung

Der Landkreis Friesland ist im Landkreis für die Abfallentsorgung zuständig. Alle Haushalte werden mit Behältern für Restabfall (80 bis 240 Liter), Biomüll, Altpapier und „Wertstoffe“ (unter anderem Plastikverpackungen) versorgt. Großbehälter für Altglas und Altkleider finden sich davon unabhängig im gesamten Kreisgebiet – in Hooksiel zum Beispiel an der Nee Straat. Die regulären Abfuhrtermine sind im „Abfallkalender“ des Landkreises ausgewiesen; ebenso die speziellen Abholpunkte für Problem- und Sonderabfälle sowie für Ast- und Strauchschnitt. Individuelle Sperrmüll-Abfuhrtermine lassen sich online vereinbart werden. In der Regel sind sie kostenlos. Darüber hinaus können Abfälle (zum Teil kostenpflichtig) direkt im Abfallwirtschaftszentrum in Wiefels entsorgt werden. Allerdings ist dafür eine vorherige Online-Terminbuchung erforderlich. Dadurch sollen Warteschlangen vermieden werden.

Die Wochentage für die regelmäßigen Abfuhrtermine für Restabfälle (alle 2, 4 oder sechs Wochen), die Bio- und die Papiertonne (alle vier Wochen) sowie die Wertstofftonne (alle zwei Wochen) kann man der „Abfallfibel“ des Landkreises Friesland entnehmen, die jedem Haushalt jährlich zugeschickt wird, die aber auch im Internet unter friesland.de heruntergeladen werden kann. Eine nützliche Alternative: die App MyMüll.de, auf der alle Abfuhrtermine erfasst sind und die auf Wunsche zudem noch am Vortag automatisch auf den nahenden Termin hinweist. Im Hooksieler Ortskern wird aktuell in der Regel Restmüll und Bioabfall donnerstags, Papier montags und Wertstoffe dienstags abgeholt. Verschiebungen ergeben sich durch Feiertage. 

Deiche

„De nich will dieken, de mut wieken.“ Diese Jahrhunderte alte Weisheit von Deichbaupionier Albert Brahms (1692-1758), der im heutigen Sande lebte, ist in Zeiten des Klimawandels so aktuell wie nie zuvor. Angesichts potenziell steigender Meeresspiegel dürfte die Sicherheit der Menschen und des Kulturlandes hinter den Deichen künftig noch stärker als bislang von sicheren Bollwerken gegen die Flut abhängen.

Der Schutz der Seedeiche ist in Niedersachen eine Gemeinschaftsaufgabe. Eine Schlüsselrolle für Sicherheit der Küstenlinie von Friesland und Wilhelmshaven spielt der III. Oldenburgische Deichband, eine Körperschaft des öffentlichen Rechtes, deren Verbandsgebiet von Varel-Dangast über Wilhelmshaven bis Harlesiel an der Grenze vom Wangerland zu Wittmund reicht. Unter anderem gestützt auf die Expertise von so genannten Deichgeschworenen unternimmt der Deichband zusammen mit den Deichbehörden beim Landkreis Friesland und der Stadt Wilhelmshaven zweimal im Jahr – im Frühjahr und im Herbst – Deichschauen, um die Sicherheit der Deiche festzustellen, Schwachstellen zu identifizieren und gegebenenfalls Unterhaltungs- oder Investitionsmaßnahmen festzulegen. 

Kleinere Projekte werden aus den Abgaben bezahlt, die alle hinter den Deichen lebenden Grundeigentümer an den Verband zahlen. Investitionen in große Maßnahmen wie etwa die Erhöhung und Neuprofilierung von Deichen sind Aufgabe der öffentlichen Hand, vornehmlich von Land (30 Prozent) und Bund (70 Prozent), die wiederum von der EU unterstützt werden.

Aktuell wird der Hooksieler Seedeich zwischen Bäderstraße und Badestränden vom Außenhafen bis zum Campingplatz erhöht. Der dafür erforderliche Baustoff Klei ist Mangelware. Die Sommer 2021/2022 hindurch wurde am Deich ein Depot mit dem Baustoff angelegt, der zum Teil im Sommer 2023 verbaut wurde. Im Frühjahr 2024 werden die Arbeiten fortgesetzt. Über die Wintermonate ruht die Baustelle, um die Sicherheit der Deiche während der Sturmflutsaison nicht zu gefährden.

2022 hatte bereits der Deich entlang der Viethstraße zum Hooksmeer hin ein neues Profil bekommen. 

Tourismus

Heringsfest am Hooksieler Hafen
Rund um den Alten Hafen werden in der Sommersaison verschiedene kleine Feste angeboten, die von Einheimischen sowie von den Urlaubsgästen meist gut angenommen werden. Foto: hol

Der Tourismus ist einer der, wenn nicht der wichtigste Wirtschaftsfaktor in Hooksiel. Die gemeindeeigene Wangerland Touristik GmbH (WTG) weist für 2021, das stark unter dem Einfluss der Corona-Pandemie stand, allein für den Ort Hooksiel 83.764 Urlaubsgäste (Wangerland insgesamt: 274.755) sowie 601 086 (1.877.562) gewerbliche Übernachtungen aus. Vor dem Ausbruch von Corona lag die jährliche Übernachtungszahl in der gesamten Gemeinde Wangerland deutlich über zwei Millionen. In Hotels und Privatunterkünften wurden dabei 41.189 Gäste gezählt. Hinzu kommen Camper und Wohnmobilisten sowie mehrere Zehntausend Tagesgäste am Badestrand. Ein besonderer Anziehungspunkt hier: der FKK-Strand.

Zu den touristischen Attraktionen von Hooksiel gehören der vor dem Deich, also unmittelbar am Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer liegende Campingplatz mit 1400 Stellplätzen sowie das Meerwasser-Hallenwellenbad im Ort. Beide Einrichtungen werden von der WTG betrieben, die ihren Sitz in Horumersiel hat, in Hooksiel aber mit einem „Gästehaus“ (Hohe Weg 1) präsent ist. Hier sind neben der Tourist-Information (Tel. 04425/95800) eine Bücherei sowie ein Kinderspielhaus mit großem Außenspielplatz untergebracht. 

In Hooksiel ist der Historische Sielhafen der Hauptanziehungspunkt. Im Ort finden sich eine Reihe von gastronomischen Betrieben und Einkaufsmöglichkeiten. Darüber hinaus haben Kleinode wie das „Muschelmuseum“ oder das privat betriebene Geisterhaus „Gruseleum“ ihre Fans. Neben Strand, Watt und Wassersport sind Sparziergänge und Radtouren an der Wasserlinie entlang oder quer durchs idyllische Wangerland empfehlenswert. Zum Pflichtprogramm zählt neben Besuch der Heilig-Kreuz-Kirche in Pakens auch ein Ausflug auf dem Wasser; sei es als Fahrt mit einem Ausflugsdampfer vom Außenhafen zu den Seehundbänken, mit einem Wikingerschiff quer durchs Hooksmeer oder mit einem Tretboot durch den Seglerhafen. Weitere Hinweise unter wangerland.de.

Dass Hooksiel touristisch etwas ganz Besonderes ist, verdeutlicht auch ein Artikel von Mare und Chris in ihren Reiseblog. Die beiden Globetrotter, die seit 2013 weltweit unterwegs sind und über mögliche Urlaubsziele berichten, reisen seit ihren Kindheitstagen gern ins Wangerland, wie sie beteuern. Gerade Hooksiel kann nach ihrer Überzeugung auch jüngere Menschen als Reiseziel begeistern.

Gästebeitrag

Damit die Wangerländer Bürger nicht allein für die Kosten von Einrichtungen und Veranstaltungen zahlen müssen, die vornehmlich von Touristen genutzt werden, erhebt die Gemeinde einen „Gästebeitrag“ (früher: Kurtaxe) . Das darf sie, weil Hohenkirchen (Erholungsort), Hooksiel und Minsen-Förrien (Küstenbadeorte) und Horumersiel-Schillig (Nordseeheilbad) staatlich anerkannt sind.

Gästebeitrag müssen Personen zahlen, die sich in Hooksiel oder Horumersiel-Schillig (Zone I) beziehungsweise in Hohenkirchen oder in der „fremdenverkehrlichen Schwerpunktzone“, grob zwischen L 810 und Deich, aufhalten (Zone 2), aber keinen Hauptwohnsitz im Wangerland haben. Ausgenommen von der Zahlungspflicht sind unter anderem so genannte Verwandtenbesuche, Kinder bis Ende des vierten Lebensjahres und Personen, die sich berufsbedingt in der Gemeinde aufhalten.

Der Betrag bemisst sich nach Aufenthaltsdauer und Saison. Die Hauptsaison beginnt mit Beginn der Osterferien in einem Bundesland und endet am 31. Oktober. In dieser Zeit wird für Erwachsene je Tag ein Gästebeitrag von 3,80 Euro (Zone 1) bzw. 1,90 Euro (Zone 2) fällig. In der übrigen Zeit 1,50 (Zone 1) bzw. 0,75 Euro (Zone 2). Kinder ab vier Jahre und Jugendliche zahlen weniger.

Um die touristischen Einrichtungen und Veranstaltungen kümmert sich die Wangerland Touristik GmbH (WTG). Sie darf mit den Gästebeiträgen ein Drittel der Kosten unter anderem für den Strandbetrieb, die Friesland-Therme (Horumersiel) sowie das Meerwasser-Hallenwellenbad Hooksiel, der Kinderspiel- und Gästebetreuungshäuser, des Nationalpark-Hauses Wangerland und der Gästeveranstaltungen decken.

Sicherheit

Eine eigenen Polizeistation in Hooksiel gibt es schon seit fast 50 Jahren nicht mehr. Vorletzter „Dorfsheriff“ war Jürgen Pasche (1938-2022), der hier von 1967 bis 1975 als junger Ordnungshüter seinen Dienst versah – und unterstützt von seinem Schäferhund Blanka alle Hände voll zu tun hatte. Ein Einsatzschwerpunkt, so erinnerte es sich später, sei die Kneipe „To’n Veermaster“ in der Langen Straße gewesen. Messerstechereien, Schlägereien, selbst Schießereien habe es gegeben, was wohl daran gelegen hat, dass der Sielort damals das Domizil vieler Montagearbeiter war, die beim Aufbau der Industriebetriebe in Wilhelmshaven arbeiteten – und einen stattlichen Anteil ihres Lohns abends in Alkohol umsetzten (Quelle: „Streifzüge durch das Wangerland“, 2001, Brune-Mettcker Verlag).

Heute taucht Hooksiel nur noch selten in Polizeiberichten auf. Der Sielort wird polizeilich von der in Hohenkirchen stationierten Polizeistation Wangerland betreut. Nachts und an den Wochenende rücken im Bedarfsfall Beamtinnen und Beamte aus dem Polizeikommissariat Jever an. 

Den Brandschutz gewährleisten die ehrenamtlich tätigen Frauen und Männer der Freiwilligen Feuerwehr Hooksiel, die 2023 ihr 100-jähriges Bestehen feiert. Für sicheren Badebetrieb an den Stränden sorgen Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer der DLRG.

Hundehaltung

Schild Hunde anleinen
In Hooksiel gilt eine generelle Anleinpflicht für Hunde. Foto: hol

Hooksiel ist ein hundefreundlicher Ort. So gibt es eine Vielzahl von Ferienunterkünften, in denen Hundehalter ausdrücklich erwünscht sind. Am Badestrand gibt es einen „Hundestrand“ mit ausgewiesener Freilauffläche.

Allerdings gibt es strikte Verhaltensregel für Hundehalter, für Einheimische wie für Gäste, die die Gemeinde Wangerland festgelegt hat. So gilt in allen Erholungsorten in der Gemeinde, also auch im Küstenbadeort Hooksiel, eine generelle Anleinpflicht für Hunde.

Einheimische Hundehalter müssen Hundesteuer zahlen. Laut Hundesteuersatzung beträgt die Steuer ab 2014 für den ersten Hund 60 Euro, 120 Euro für den zweiten und 180 Euro für den dritten Hund. Für den ersten „gefährlichen Hund“ werden 288 Euro fällig. Aus Sicht der Gemeinde zählen dazu besonders bissige Vierbeiner, deren Aggressivität behördlich festgestellt wurden. Aber auch für bestimmte Hunderassen wird laut Satzung der erhöhe Steuersatz fällig (u. a. American Staffordshire Terrier, Staffordshire-Bullterrier, Bullterrier, Pittbull-Terrier). Weitere Details im Internet unter wangerland.org

Lärmschutz 

In der kommunalen Satzung zur „Sicherheit und Ordnung“ vom 20. Juni 2017 hat der Wangerländer Gemeinderat eine Reihe von Lärmschutzbestimmungen und Ruhezeiten festgelegt. So soll insbesondere in den Urlaubsorten das Nebeneinander von gewerblicher Tätigkeit und Erholung gewährleistet werden. Als „Ruhezeiten“ gelten für das gesamte Gemeindegebiet Sonn- und Feiertage sowie an Werktagen die Zeitspannen von 13 bis 15 Uhr (Mittagsruhe) und 21 bis 7 Uhr (Nachtruhe). In den Ruhezeiten sind lärmintensive Tätigkeiten wie Hämmern, Sägen, laute Gartenarbeit, der Betrieb von motorisierten Geräten und so weiter untersagt. 

Für die Erholungsorte, darunter auch Hooksiel, gelten vom 15. März bis zum 31. Oktober, verschärfte Regelungen. Ruhestörender Lärm ist hier mittags von 13 bis 15 Uhr und darüber hinaus von 19 bis 8 Uhr morgens untersagt. Weitere Details im Internet unter wangerland.org. 

Politische Vertretung

Der Ort Hooksiel gehört seit 1972 zur Gemeinde Wangerland. Verwaltungssitz ist Hohenkirchen. Direkt gewählter Bürgermeister und damit erster politischer Repräsentant und zugleich Chef der Verwaltung ist seit 2021 Mario Szlezak (SPD). Wesentliche politische Belange der Hooksieler werden im Gemeinderat entschieden. Mit Wohnsitz in Hooksiel oder in unmittelbarer Nachbarschaft gehören dem Gremium an: Holger Ulfers (SPD), Dieter Schäfermeier, Hedde Hobbie (beide WPW) und Immo Müller (UWW). Alle Ratsmitglieder unter wangerland.org.

Im Kreistag des Landkreises Friesland sind als Wangerländer Mandatsträger vertreten: Wolfgang Weidemann (WPW, Hooksiel), Katharina Jensen (CDU, Minsen), Reiner Tammen (Bündnis 90/Die Grünen, Hohenkirchen) sowie Marianne Kaiser-Fuchs (SPD, Wiarden) und Jannes Wiesner (SPD, Minsen).

Die Gemeinde Wangerland gehört zum Landtagswahlkreis Friesland/Gemeinde Jade, der im niedersächsischen Landtag in Hannover durch den SPD-Abgeordneten Olaf Lies (Sande) sowie seit November 2022 zudem durch Katharina Jensen (CDU) aus dem Wangerland und Sina Beckmann (Grüne) aus Jever vertreten wird. Lies, der das Direktmandat gewann, hat bereits seit 2008 ein Landtagsmandat. Von 2017 bis 2022 war er Minister für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz. In der aktuellen rot-grünen Landesregierung fungiert der erneut (wie bereits von 2013 bis 2017) als Wirtschaftsminister.

Die Agrarwissenschaftlerin Katharina Jensen vertritt die CDU im Landtagsausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Darüber hinaus ist sie stellvertretende Vorsitzende des Unterausschusses für Verbraucherschutz sowie Mitglied im Unterausschuss Häfen und Schifffahrt. Sina Beckmann ist finanzpolitische Sprecherin ihrer Fraktion und Mitglied im Haushalts- und Finanzausschuss. Zusätzlich wirkt sie als Mitglied in den Unterausschüssen Häfen und Schifffahrt sowie Tourismus. „Ich freue mich sehr, für meine Fraktion als Sprecherin für Maritime Wirtschaft, Innovationen und Startups sowie Wirtschaftsdigitalisierung zuständig zu sein und so auch die relevanten Themen in meinem Portfolio und in unserer Region weiter voran zu bringen“, so Beckmann.

Bei der Landtagswahl wählten die Hooksieler: SPD (279/38,7%), CDU (182/25,2%), Grüne (81/11,2%), FDP (35/4,8%), AfD (94/13,0%). Die Linke erhielt 14 Stimmen, die Tierschutzpartei 12 und Die Partei 10. Die Walbeteiligung lag lediglich bei 37,8 Prozent.

Auf Bundesebene vertreten die Abgeordnete Siemtje Möller (SPD) aus Varel und Anne Janssen (CDU) aus Wittmund die regionalen Interessen des Wahlkreises Friesland-Wilhelmshaven-Wittmund.

Sportangebote

Hooksiel bietet ein reichhaltiges Sportangebot. Zu verdanken ist das mehreren Vereinen, aber auch privaten Anbietern, wie zum Beispiel den Betreibern der örtlichen Wasserskianlage oder einer Surfschule. Der Küstenbadeort ist ein Paradies für Wassersportler aller Art: Neben Wasserskifahrern, Surfern, Kitern und Stand-Up-Padlern sind hier mehrere Segelclubs beheimatet. Die Wangerland Touristik betreibt im Hooksmeer eine große Marina. Die DLRG steht für den Schwimmsport und die Ausbildung von Rettungsschwimmern und nutzt dafür auch das Meerwasser-Hallenwellenbad vor Ort. Mit Blick auf die Energiekrise hat die Gemeinde Wangerland Ende Oktober 2022 entschieden, die Hallenbäder in Hooksiel und Horumersiel ab dem 14. November zu schließen. Die Friesland Therme wird am 3. April wieder geöffnet, das Hallenbad Hooksiel voraussichtlich im Juni.

Der FC Nordsee Hooksiel hat mehrere Sparten – Fußball, Tennis, Tischtennis, Boul und Freizeitsport. Der MTV Hooksiel bietet Turnen und Gymnastik für Kinder und Erwachsene. Der Boßelverein engagiert sich im Friesensport. Der Reit- und Fahrverein Hooksiel betreibt vor den Toren des Ortes eine große Reitsportanlage. Der Rennverein Hooksiel richtet in den Sommermonaten auf der Hooksieler Trabrennbahn mehrere Renntage aus. Selbst zum Golfen ist es nicht weit. Die Anlage des Golfclub Wilhelmshaven in Schortens-Mennhausen ist keine 20 Kilometer entfernt. 

Schulen

In Hooksiel gibt es am Kreuzhamm eine Verlässliche Grundschule, an der Mädchen und Jungen von der 1. bis zur 4. Klasse unterrichtet werden. Die Betreuung der Kinder wird – selbst für den Fall, dass Lehrkräfte ausfallen sollten – von 7.45 bis 12.30 Uhr garantiert. Zur Schule gehört eine große Turnhalle. Ein Förderverein unterstützt die Schulaktivitäten. Weitere Informationen im Internet unter grundschule-hooksiel.de. Weiterführende Schulen besuchen die Kinder aus Hooksiel und Umgebung in Hohenkirchen (Oberschule), in Jever (Mariengymnasium). Integrierte Gesamtschulen (IGS) gibt es in den Nachbarkommunen Schortens und Wilhelmshaven. In Trägerschaft der katholischen Kirche sind in Wilhelmshaven die Cäcilienschule (Gymnasium) und die Franziskusschule (Oberschulel), an der ebenfalls Kinder aus Hooksiel unterrichtet werden.

Kindergarten

In der Kindertagesstätte „Küstenkinder“ in unmittelbarer Nachbarschaft zur Grundschule Hooksiel werden Kindergartenkinder in fünf Gruppen sowie Krippenkinder betreut. Die Betreungskosten für die Krippenplätze und die Verpflegung wird durch eine kommunale Satzung der Gemeinde Wangerland festgelegt (wangerland.org).

Medizinische Versorgung

Schnelle Hilfe aus der Luft: Der ADAC-Rettungshubschrauber „Christoph 26“ ist in Hooksiel im Notfall innerhalb weniger Minuten vor Ort. Foto: hol

In Hooksiel gibt es zwei Hausarztpraxen, eine Zahnärztin und eine Apotheke. Darüber hinaus physiotherapeutische Angebote und Pflegedienste. Für intensivmedizinsche Betreuung sind zwei Krankenhäuser in erreichbarer Nähe, das Klinikum Wilhelmshaven und das Nordwest-Krankenhaus Sanderbusch als Teil der Friesland-Kliniken, an dem auch der ADAC-Rettungshubschrauber „Christoph 26“ stationiert ist. Rettungswagen des Kommunalen Rettungsdienstes Friesland stehen in der Rettungswache Hohensminde zwischen Hooskiel und Horumersiel rund um die Uhr bereit.

Wochenmarkt

Mitten im Ort, am dem Marktplatz an der Nee Straat (hinter dem ZOB), findet jeden Freitag in der Zeit von 14 bis 17 Uhr ein Wochenmarkt statt. Händler aus der Region bieten hier frische Lebensmittel von Obst und Gemüse über Käse und Eier bis Fisch und Fleisch an. Saisonal kommen Angebote wie etwa Blumen und Pflanzen hinzu. Die Organisation des Wochenmarktes liegt in den Händen von Marktmeister Jens Dekena.

Reinigungspflicht

Immobilieneigentümer oder auch Mieter sind im Bereich der Gemeinde Wangerland zur Straßenreinigung verpflichtet. Die Pflicht umfasst alle Straßen, Wege und Plätze in geschlossenen Ortschaften. Hier müssen Anwohner (mindestens einmal wöchentlich) die Straßen und Gehwege vor ihren Grundstücken von Unrat, Papier, Laub oder Unkraut befreien. Unkraut darf ausdrücklich nicht mit chemischen Mitteln bekämpft werden.

Wichtig für Ferienhaus-Besitzer: Mit Genehmigung der Gemeinde kann die Reinigungspflicht auf Dritte übertragen werden. Und noch ein Hinweis der Gemeinde: Es ist nicht erlaubt, Unrat oder auch Laub dem jeweiligen Nachbarn zuzukehren. Unabhängig davon, ob der Lau möglicherweise von dessen Baum herabgefallen ist …

Zur Reinigungspflicht gehört auch die Beseitigung von Schnee und Eis. Anlieger haben auf Geh- und Radwegen, gegebenenfalls am Fahrbahnrand, einen ein Meter breiten Streifen von Eis und Schnee zu befreien. Die Räumpflicht beginnt werktags um 8 Uhr, an Sonn- und Feiertagen um 9 Uhr. Sie erstreckt sich bis 20 Uhr. Anwohner dürfen Sand oder andere abstumpfende Mittel streuen. Der Einsatz von Streusalz ist „auf das unumgänglich notwendige Maß“ zu beschränken.