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Hooksiel-life: Vom Leben an der Küste

Klarer Sieg für Hooksieler Tennisspieler

Hooksiel (9. 2. 2026) – Die ü60-Tennispieler des FC Nordsee Hooksiel haben den Sprung ins Mittelfeld geschafft. Nach einem verkorksten Saisonstart gelang dem Team um Mannschaftsführer Reiner Meints am Sonntag in der Halle in Varel der zweite Sieg – ein deutliches 5:1 gegen den TV Varel. Mi 4:8 Punkten belegt man jetzt Platz vier in der Tabelle der Bezirksklasse. Eine Position, die man beim letzten Saisonspiel in zwei Wochen in Wardenburg festigen kann.

Beim Spiel in Varel kam den Hooksielern allerdings auch das Verletzungspech der Gegner zugute. Beim TV Varel konnten zwei der stärksten Spieler nicht antreten. Spitzenspieler Thomas Otte hatte in einem gutklassigen Spiel seinen Gegner jederzeit im Griff (6:2/6:0). Etwas enger war es bei Harald Fischer (6:1/7:5 an Position 2) und bei Helmut Petermann (6:4/6:3). Sein Einzel verlor lediglich Gerd Abeldt an Position 3, der sich seinem Gegner im dritten Satz geschlagen geben musste, nachdem er im Matchtiebreak schon deutlich geführt hatte (2:6:7:6, 8:10).

Die endgültige Entscheidung dann in den Doppeln. Otte/Abeldt (6:4/6:0) ließen ebenso wenig etwas anbrennen wie Fischer/Petermann (6:2/6:4).

„Bernhard Gruben“ holt Notfall-Patientin an Land

Hooksiel (7. 2. 2026) – Die Seenotretter der Station Hooksiel der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) sind in der Nacht zu Sonntag für eine Frau mit einem medizinischen Notfall im Einsatz gewesen. Nördlich der Ostfriesischen Inseln holte der Seenotrettungskreuzer „Bernhard Gruben“ die Engländerin vom Kreuzfahrtschiff „Poesia“ und brachte sie nach Hooksiel, von wo aus sie in eine Spezialklinik gebracht wurden.

Auf hoher See übernahm die „Bernhard Gruben“ eine Patientin vom deutlich größeren Kreuzfahrtschiff „Poesia“ und brachte die Frau nach Hooksiel. Foto: DGzRS

Auf dem Weg von Southampton nach Hamburg war eine Passagierin des Kreuzfahrtschiffes plötzlich auf einem Auge erblindet. Der schnellstmögliche Transport in eine Spezialklinik war erforderlich. Hubschrauber konnten aufgrund der Temperaturverhältnisse wegen Vereisungsgefahr nicht fliegen.

Die von der DGzRS betriebene deutsche Rettungsleitstelle See, das Maritime Rescue Co-ordination Centre (MRCC) Bremen, alarmierte den Seenotrettungskreuzer. Die „Poesia“ befand sich zu diesem Zeitpunkt nördlich der Ostfriesischen Inseln. Während der Seenotrettungskreuzer unter Höchstgeschwindigkeit auslief, lief das Kreuzfahrtschiff ihm entgegen. Gegen 22.30 Uhr trafen sich die Schiffe nördlich von Langeoog.

Für das Revier relativ ruhige Seegangsbedingungen mit etwa einem Meter See ermöglichten die sichere Übergabe der Patientin von dem 300 Meter langen Kreuzfahrtschiff auf den 23 Meter langen Seenotrettungskreuzer.

Mit 24 Knoten Geschwindigkeit (knapp 45 km/h) lief der Seenotrettungskreuzer nach Hooksiel zurück. Gegen Mitternacht traf nahezu zeitgleich der angeforderte Rettungswagen im Hafen ein. Er brachte die Patientin in eine Spezialklinik.

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Neue Macher gesucht: „FCN Hafenfest“ droht das Aus

Hooksiel (8. 2. 2026) – Das traditionelle „FCN Hafenfest“ steht vor dem Aus. Zumindest für 2026. Marina Doyen und Christian Doyen aus dem Vorstand des SC Wangerland haben am Wochenende einen letzten Aufruf auf den Weg gebracht, um doch noch Verstärkung für das Organisationsteam zu finden. Spätestens bis Ende Februar müssten sich danach noch ein paar Frauen und Männer melden, die Lust darauf haben, ehrenamtlich ein Fest für einen guten Zweck zu organisieren.

Christian Doyen (Mitte), der bislang unter anderem die Tombola für das „FCN Hafenfest“ organisiert hat, hofft, dass sich für das Organisationsteam des Volksfestes neue Mitstreiter finden. Archiv-Foto: hol

Die Krise kommt nicht ganz unerwartet. Seit über zehn Jahren managte das derzeitige Orga-Team das Fest am Alten Hafen in nahezu unveränderter Zusammensetzung. Mit Christian Doyen und Mirko Ortmanns hatten zwei Aktivposten nach dem Hafenfest 2025 ihren Rückzug angekündigt. Nach einer beruflichen Veränderung musste jetzt auch Vereins-Geschäftsführerin Marina Doyen passen. Ein erster Hilferuf im Herbst 2025 blieb ohne die erhoffte Resonanz.

Große Lücken im Orga-Team

Die personellen Ausfälle reißen große Lücken ins Orga-Team. Wer kümmert sich um die Tombola? Wer um die Cocktailbar? Wer besorgt Bands und Musik? Wer spricht mit der Gemeinde Wangerland, mit der Brauerei, mit den Schaustellern? Wer koordiniert den Aufbau des Festplatzes? Die verbliebenen Mitglieder des ursprünglich achtköpfigen Teams würden sich zwar weiter um ihre bisherigen Aufgaben wie etwa die Ausrichtung des Drachenboot-Rennens, die Organisation der Arbeitsdienste der Vereinsmitglieder sowie den Auf- und Abbau der Festmeile kümmern. Kapazitäten für Zusatzaufgaben haben sie aber nicht.

Drachenbootrennen 2024
Drachenboot-Rennen im Alten Hafen von Hooskiel sind seit etlichen Jahren ein fester Programmpunkt der FCN Hafenfeste. Archiv-Foto: hol

„Selbstverständlich werden Neueinsteiger mit Rat und Tat unterstützt“, versichert Christian Doyen. Aber benötigt würden weniger Mitläufer, sondern Macher, die Lust haben, in den nächsten Jahren Verantwortung für die Gestaltung des FCN-Hafenfestes zu übernehmen. Gern auch mit neuen Ideen. Interessentinnen und Interessenten werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0172/1663370 oder per Email unter c.doyen@sc-wangerland.de zu melden.

Erlös für die Jugendarbeit

Das FCN Hafenfest wird seit Jahrzehnten jeweils von Freitag bis Sonntag am dritten August-Wochenende gefeiert. Die Großveranstaltung ist dabei weit mehr als ein Vereinsfest. Sie ist bislang ein fester Bestandteil des touristischen Jahreskalenders des Ortes gewesen. Lohn der Mühe: Da ein Großteil der Mitglieder des Sportvereins FC Nordsee Hooksiel das Fest durch ehrenamtliche Arbeit oder Spenden unterstützt haben, konnte jährlich ein stattlicher Überschuss erwirtschaftet werden, der vornehmlich der Jugendarbeit des Verein zugute kam.

Kein Zusammenhang besteht laut Christian Doyen zwischen dem drohenden Aus der Hafenfestes und der Verschmelzung des FCN Hooksiel mit den Nachbarvereinen Rot-Weiß Tettens und Eintracht Wangerland zum SC Wangerland Ende vergangenen Jahres. „Als SCW haben wir uns ausdrücklich auf die Fahnen geschrieben, die Traditionen der Altvereine weiter zu pflegen“, so Doyen. „Schon in den vergangenen Jahren haben Kollegen aus Hohenkirchen und Tettens bei der Besetzung der Buden geholfen. Aber die Gesamtverantwortung für das Fest sollte schon in Hooksieler Hand liegen.“

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Weg frei für Bau des Wattenmeer-Partnerschaftszentrms

Wilhelmshaven/Wangerland (7. 2. 2026) – Nach jahrelangem Vorlauf könnte jetzt der finale Knoten für den Bau des Trilateralen Weltnaturerbe-Wattenmeer-Partnerschaftszentrum (TWWP) am Banter See in Wilhelmshaven durchschlagen worden sein. Am Rande des Festaktes zum 40-jährigen Bestehens des Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer am Freitag haben Petra Burmeister und Tim Menke vom städtischen Eigenbetrieb GGS, Peter Südbeck von der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer und Sascha Klöpper vom Gemeinsamen Wattenmeersekretariat die ersten Mietverträge unterschrieben.

Bei der Unterzeichnung der Mietverträge (von links): Wilhelmshavens Oberbürgermeister Carsten Feist, Umweltminister Christian Meyer, Exekutivsekretär Sascha Klöpper, Nationalpark-Leiter Peter Südbeck, GGS-Betriebsleiterin Petra Burmeister, Stadtbaurat Niksa Marusic, GGS-Betriebsleiter Tim Menke und Nationalpark-Dezernatsleiter Normann Grabow. Foto: Stadt Wilhelmshaven

„Das war ein wichtiger Beschluss des Rates, um das Projekt trotz der Kostensteigerung umzusetzen. Zuvor war es uns gemeinsam gelungen, 14 Millionen Euro Förderung durch den Bund und rund 5 Millionen Euro Städtebauförderung zu erhalten“, sagte Wilhelmshavens Oberbürgermeister Carsten Feist (parteilos) im Beisein von Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer (Grüne). „Durch die Mietvorverträge haben wir als Bauherrin die Sicherheit und Verbindlichkeit, dass das Gebäude nach der Fertigstellung mit Leben gefüllt und im wahrsten Sinne des Wortes die erste Adresse des Weltnaturerbe Wattenmeer wird.“

Baubeginn voraussichtlich im Sommer

Der städtische Eigenbetrieb GGS hat nach Auskunft der Stadt die Vorarbeiten soweit abgeschlossen, dass nun die erste größere Ausschreibung für die Baumaßnahmen auf dem Bunker-Grundstück veröffentlicht werden könne. Mit einem tatsächlichen Baustart könne im Sommer dieses Jahres gerechnet werden. Neben der Nationalparkverwaltung und dem Gemeinsamen Wattenmeersekretariat wird dann auch die Tourismusagentur Nordsee (Tano) Büroräume in dem neuen Gebäude am Banter See beziehen. 

Bekenntnis zum Nationalpark

Beim Festakt zum 40-jährigen Bestehen des Nationalparks würdige Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) den damaligen Mut, ein 240.000 Hektar großes Areal zum Nationalpark auszuweisen – im Spannungsfeld zwischen Naturschutz und Fischerei. Als entscheidender Wegbereiter im Jahr 1986 gilt der damalige Ministerpräsident Ernst Albrecht (CDU). 

Würdigten zum 40-jährigen Bestehen die Bedeutung des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer (von links) Ministerpräsident Olaf Lies, der Leiter der Nationalparkverwaltung Peter Südbeck und Umweltminister Christian Meyer. Foto: Umweltministerium

Umweltminister Meyer unterstrich die zentrale Bedeutung des Wattenmeeres als natürlicher Klimaregulator. „Zugleich steht der Lebensraum vor großen Herausforderungen – von steigendem Meeresspiegel, massiven Seegrasverlusten, Plastikmüll, Rohstoffabbau, russischen Schattenöltankern bis hin zu zunehmenden Nutzungsansprüchen.“ Niedersachsen stehe zum Weltnaturerbe und werde es durch die Biosphärenregion und Umwelt-, Naturschutz- und Klimaschutzprojekte stärken.

Der Leiter der Nationalparkverwaltung Peter Südbeck stellte im Rückblick auf vier Jahrzehnte fest: „Nationalpark wirkt!“ Die Naturlandschaft werde erhalten, die Artenvielfalt könne sich entfaltend. Zudem sei das gemeinsame Handeln für den Schutz von Natur und Küste wegweisend für eine sinnstiftende Zusammenarbeit in der Region und über Grenzen hinweg.

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Behörden warnen: Eisdecke vielerorts noch nicht dick genug

Hooksiel (7. 2. 2025) – Wenn man von den Tücken auf Wegen und Straßen sowie den hohen Heizkosten einmal absieht, kann Winterwetter durchaus Spaß machen. Schneefiguren bauen, mit Schlitten Hügel herunter rutschen, Ski fahren. Sogar Eislauf und „Ganzjahres-Wasserski“ ist in Hooksiel möglich – zumindest wenn man Bernhard Köster folgt und alle behördlichen Warnungen in den eisigen Wind schlägt.

Die Behörden warnen nachdrücklich vor dem Betreten von nicht freigegebenen Eisflächen. Die zugefrorenen Feuchtwiesen im Freizeitgelände eignen sich aber zumindest aus Sicht vieler Hooksieler bestens zum Eishockeyspielen. Foto: privat

Der Landkreis Friesland und die Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland jedenfalls warnen dringend vor den Gefahren, die vom Betreten zugefrorener Seen, Teiche und sonstiger Gewässer ausgehen. Derzeit seien kaum Eisflächen freigegeben und – auch gerade vor dem Hintergrund der leicht steigenden Temperaturen – sei deren Tragfähigkeit in der Regel nicht ausreichend. „Das Betreten solcher Flächen stellt eine erhebliche Gefahr für Leib und Leben dar.“ 

Noch keine Freigaben

Eine sichere Eisdecke bilde sich erst nach längeren Perioden mit durchgängigen Minusgraden. Gegenwärtig würden unter anderem die Bodentemperaturen, Strömungen, Gasblasen, Zu- und Abflüsse sowie punktuelle Wärmequellen eine verlässliche Eisbildung noch verhindern, mahnen die Behörden und weisen darauf hin: „Eisflächen dürfen erst nach ausdrücklicher Freigabe durch die zuständigen Städte und Gemeinden betreten werden.“

Bernhard Köster testet das Potenzial des Hooksieler Freizeitgeländes für Wintersportarten. Mit seinen Landlauf-Skiern hat er dabei sogar den Dietrichtsberg erklommen. Foto: privat

Bei stehenden Gewässern gilt eine Mindest-Eisdicke von etwa 15 Zentimetern als Voraussetzung für eine ausreichende Tragfähigkeit. Diese Bedingungen seien derzeit nicht erfüllt, so Landkreis und Polizei. Eltern werden gebeten, ihre Kinder ausdrücklich über die Gefahren aufzuklären und auf ein entsprechendes Verhalten hinzuwirken. Hundebesitzer sollten auf ihre Tiere achten. Auch sie können im Eis einbrechen.

Im Notfall 112 wählen

Wenn es dennoch zu gefährlichen Situationen kommt, sollten Betroffene den Notruf 112 wählen. „Rettungsmaßnahmen auf Eis sind äußerst gefährlich und sollten ausschließlich durch speziell ausgebildete Einsatzkräfte der Feuerwehr oder der DLRG durchgeführt werden, die über entsprechende Schutzausrüstung verfügen.“

Gefahrlos geschöfelt werden kann unterdessen unter anderem auf einer eigens von der Feuerwehr aufgespülten Eisfläche am Wangermeer in Hohenkirchen. Oder im Freizeitgelände in Hooksiel, wie der Wintersport erfahrene Hooksieler Bernhard Köster beteuert. Pünktlich mit Beginn der Olympischen Winterspiele in Italien sei auch das Hooksieler Eisstadion „Die Kuhle“ zugefroren – ein Flachgewässer in dem weitgehend naturbelassenen Areal. In den vergangenen Tagen hätten sich dort zahlreiche Menschen getummelt, wären Schlittschuh gelaufen oder hätten Eishockey gespielt.

Viele Wintersportarten möglich

Köster weist schon seit Wochen dafür hin, dass Hooksiel bei der aktuellen Wetterlage Potenzial für eine ganze Reihe von Wintersportarten habe. Rodeln am Deich oder am Dietrichsberg etwa, Skispringen an der Jaderennbahn, Skilanglauf durchs Freizeitgelände und eben Eislaufen auf zugefrorenen, sehr flachen Feuchtgebieten. Als verwegen, wenn nicht gar als etwas verrückt, darf man wohl den Versuch von Köster aus der ablaufenden Woche bewerten, sich mit Skiern aufs Hooksmeer zu begeben. „Zumindest die ersten 15 Meter hat das Eis gehalten.“

Obwohl: Ältere Hooksieler werden sich daran erinnern, dass es noch bis in die 1990er Jahren durchaus Winter gab, in denen das Hooksmeer komplett zugefroren war. Derzeit aber dürfen die Bedingungen für sichere Schlittschuhfahrten vom Alten Hafen bis zur Wasserskianlage noch längst nicht gegeben sein. 

Projekt mit Signalwirkung: Abenteuer-Golfplatz an der Wasserskianlage

Hooksiel (6. 2. 2026) – Hooksiel darf sich auf eine neue Attraktion freuen. In unmittelbarer Nachbarschaft zur den „Hooksieler Skiterrassen“ entsteht eine „Adventure Golfanlage“. Investor Hans-Ott Vogt stellte das Millionen-Projekt jetzt im Beisein von Landrat Sven Ambrosy, dem Allgemeinen Vertreter des Bürgermeisters der Gemeinde Wangerland, Peter Podein, und Marko Meyer von der landeseigenen Hafengesellschaft Niedersachsen-Ports (NPorts) vor.

Durch die Investition in einen Abenteuer-Golfplatz will Hans-Ott Vogt die touristische Vor- und Nachsaison im Wangerland aufwerten und den Restauratinsbetrieb der „Hooksieler Skitetrassen“ ganzjährig auslasten. Foto: hol

Die ersten Aktivitäten sind schon sichtbar. Zwischen Restauration mit Außentrasse und dem Reitweg durch das Hooksieler Freizeitgelände ist entlang der Wasserski-Anlage eine 3500 Quadratmeter große Fläche eingeebnet. Auch wenn das aktuelle Winterwetter die Tiefbauarbeiten noch blockiert, zeigte sich Vogt zuversichtlich, dass die Abenteuer-Golfanlage mit 18 Bahnen bis Ende Mai eingeweiht werden kann. 

Angebot auch für Familien und Schulklassen

„Wir wollen mit der Anlage ein Angebot gerade für die Vor- und Nachsaison für Einzelpersonen, Familien, aber auch für Schulklassen schaffen“, erläuterten Anja Seidl-Vogt und Hans-Ott Vogt. Die Anlage, ein Mittelding aus Minigolf-Anlage und Golfplatz, soll für jedermann ohne Vorkenntnisse nutzbar sein – gerade auch für Besucher der Wasserskianlage, die sich selbst nicht aufs Wasser trauen. 

Der Parcours besteht aus 18 zwischen 15 und 26 Meter langen, mit Hindernissen versehenen Bahnen, die mit regionalem Bezug gestaltet werden sollen. Hier ein Leuchtturm, dort eine Brücke oder ein Steg über einen Wasserlauf. Auch ein brechender Deich ist geplant und natürlich Sandbunker, die die Spieler, wie beim richtigen Golf, möglichst meiden sollten. Je nach Leistungsstand können Spieler sich an den Bahnen unterschiedlichen Herausforderungen stellen. Ein Spieldurchgang soll eine bis anderthalb Stunden dauern und 12 bis 14 Euro kosten.

Millionen-Investition

Das Investitionsvolumen für das Projekt liegt bei einer Million Euro. Vogt und sein Berater Reiner Graalfs, ehemals Wirtschaftsförderer beim Landkreis Friesland, hoffen dabei auf eine Förderung vom Land Niedersachsen in Höhe von bis zu 400.000 Euro. Immerhin: Der als touristische Attraktion eingestufte Abenteuer-Golfplatz schafft selbst Arbeitsplätze und sichert den Ganzjahresbetrieb der „Skiterrassen“ mit 25 festangestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ab.

Bei der Besichtigung der Golfplatz-Baustelle: (von links) Landrat Sven Ambrosy, Peter Podein von der Gemeinde, Anja Seidl-Vogt und Hans-Ott Vogt sowie Berater Reiner Graalfs. Foto: hol

Das gesamte Adventure-Golfplatz wird barrierefrei und ganzjährig bis in die Abendstunden hinein nutzbar sein. Voraussetzung dafür schaffen unter anderem eine Beleuchtungsanlage und eine umfassende Entwässerung des Platzes. Photovoltaik-Anlagen sorgen für Strom, eine Zisterne fängt Wasser auf und wasserdurchlässiger Kunstrasen auf den Bahnen sorgt dafür, dass die versiegelte Fläche gering bleibt. Eine weitere ökologische Herausforderung, die gemeistert werden musste: Wildbienen, die sich in einem Erdhügel eingenistet hatten. Der Hügel wurde nach gutachterlicher Empfehlung um einige Hundert Meter verlegt.

Passgenau fürs Freizeitgelände

Der Golfplatz passe genau in die Zielvorgaben, die die Bauleitplanung der Gemeinde und die Raumordnungsplanung des Landkreises Friesland für die „touristische Schwerpunktzone“ vorgesehen hätten, sagte Landrat Ambrosy. Zum einen habe die Gemeinde einen Flächennutzungsplan für das Areal im Außenbereich aufgestellt, zum anderen ermögliche eine städtebauliche Vereinbarung mit der Stadt Wilhelmshaven derartige Projekte in Sichtweite des Voslapper Grodens.

Grundeigentümer der Ende der 1970er Jahre aufgespülten Flächen des Freizeitgeländes ist NPorts. Der für Immobilien zuständige Abteilungsleiter Marko Meyer sieht in dem Golfplatz den ersten Schritt in Richtung touristischer Entwicklung des Freizeitgeländes insgesamt. „So etwas ist genau das, was wir uns vorgestellt haben.“ 

Interesse bei Investoren

NPorts hatte kürzlich ein Konzept für die Entwicklung des Freizeitgeländes vorgestellt, mit dem potenzielle Investoren angesprochen und Projekte angeregt werden sollen. „Wir haben bereits eine sehr gute Nachfrage“, sagte Meyer gegenüber „Hooksiel-Life“. Auch wenn die Pläne der Familie Vogt schon älter seien als das NPorts-Konzept, könne die Eröffnung des Adventure-Golfplatzes zu einem Startsignal für andere werden. 

Für Anja und Hans-Ott Vogt, die den vor 46 Jahren aus der Taufe gehobenen Familienbetrieb seit 21 Jahren führen, ist ein anderer Effekt noch wichtiger: „Wir wollen unseren Gästen ein Lächeln ins Gesicht zaubern.“ 

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Winterausstellung mit Werken von Künstlerinnen aus der Region

Hooksiel (6. 2. 2026) – „Mit Kunst durch den Winter“, so heißt die diesjährige Winterausstellung im  Künstlerhaus Hooksiel. Seit mehr als zehn Jahren ist es dessen Leiterin Renate Janßen-Niemann ein Anliegen, auch in der Winterzeit den Ausstellungsraum für Besucher zu öffnen, auch wenn viele andere Bereiche im Ort geschlossen sind. 

„Woge retour“ heißt die Skulptur von Uta Grams, die am Elisabethaußengroden im Wangerland zu bewundern ist. Archiv-Foto: hol

Von Samstag, 14. Februar, bis Sonntag, 15. März, zeigen drei Künstlerinnen aus der Region ihre Werke und übernehmen auch persönlich die Aufsichten, um mit den Kunstinteressierten ins Gespräch zu kommen. Eröffnet wird die Ausstellung am Samstag um 15 Uhr. Geöffnet sein wird sie jeweils samstags und sonntags sowie am Rosenmontag von 14  bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei. 

Gefühle sichtbar machen

Uta Grams aus Bassens zeigt Skulpturen aus Stein. Sie gibt dem Material eine besondere Art der Leichtigkeit und verwendet neben Alabaster auch selteneres Gestein wie Selenit und Serpentin oder entwickelt freie Formen aus Ytong. Im Wangerland bekannt ist Uta Grams durch die große Skulptur „Woge retour“ am Elisabethgrodendeich. 

Gaby Skudelny-Furth aus Wilhelmshaven beschreibt ihre Kunst als eine Ausdrucksform, um Emotionen, Stimmungen und Gefühle aus ihrem Leben sichtbar zu machen. Mit ihren vorwiegend mit Acryl gemalten Gemälden möchte sie Menschen berühren und inspirieren und Verborgenes freilegen. 

Schlagzeilen werden zu Kunst

Birgit Luiken aus Schortens malt, fotografiert, schreibt, filmt und spricht selbst verfasste Hörgeschichten ein. Beim Fotografieren macht es ihr besonderen Spaß, Dinge und Situationen aus dem Alltag abzubilden, die nicht auf den ersten Blick auffallen. Diese Bilder ergänzt sie mit Überschriften, die aus Tageszeitungen ausgeschnitten wurden und dreht damit die Aussage der Bilder in eine unerwartete Richtung. 

Klebearsch-Gemeinschaft trotzt Schnee und Eis

Hooksiel (5. 2. 2026) – Die Strecke war anspruchsvoll. Auf dem von Eis und Schnee eingesäumten Deichverteidigungsweg zwischen dem Hooksieler Außenhafen und dem Campingplatz benötigen die Boßler der Friesischen Stiftung Goldener Klebearsch (FSGKS) auch ein wenig Glück, um weite Würfe zu erzielen – und dabei nicht auszurutschen.

Gingen trotz Schnee und Eis auf ihre traditionelle Boßeltour: die Mitglieder der „Friesischen Stiftung Goldener Klebearsch“. Foto: FSGKS

Die jährliche Boßeltour ist traditioneller Bestandteil des Jahresprogramms der FSGKS, deren Wurzeln bis Ende der 1980-er Jahre zurückreichen. Die Keimzelle war eine Boßelgruppe der Firma „ICI Wilhelmshaven“. Im Laufe der folgenden Jahre kamen Mitarbeiter von verbandelten Firmen sowie Akteure der Hafenwirtschaft hinzu. Anfang 2004 wurde die „Friesische Stiftung Goldener Klebearsch“ gegründet, die bis heute als selbstständiger Verein existiert.

Beim jetzigen Treffen mit Boßeltour und anschließendem Grünkohl-Essen im Restaurant „Zur Brücke“ erinnerte die Cheforganisatorin Angela Homuth an kürzlich verstorbene Mitglieder, darunter den Gründungspräsidenten Hans-Peter Kramer, der über viele Jahre hinweg mit launigen Ansprachen und Ideen die Klebearsch-Tradition gepflegt hat. Der Name der Stiftung steht übrigens für „hartnäckiges Sitzfleisch“, das der Wilhelmshavener Künstler Hartmut Wiesner in einer Skulptur anschaulich gemacht hat. 

Klaus Stock wurde wegen seiner ständigen Präsenz seit Gründung des Vereins mit einem „Arschkarten-T-Shirt“ nebst A-Karte bedacht. Sieger beim Kampf um den Goldenen Klebearsch wurde Eckart Klasing, Kohlkönig Harald Naraschewski. Zur Interims-Präsidenten ernannte die Runde die Hooksielerin Angela Homuth. Neuwahlen sind für die Sommerveranstaltung im September geplant.

Im Landkreis Friesland fällt auch Donnerstag die Schule aus

Hooksiel/Friesland (4. 2. 2026) – Die Landkreise Friesland und Wittmund haben aufgrund der anhaltenden winterlichen Wetterlage auch für den morgigen Donnerstag, 5. Februar, den Schulunterricht an allen allgemein bildenden und berufsbildenden Schulen abgesagt. Glatteis und die Gefahr von Eisregen lassen keinen sicheren Schülertransport zu. 

Für Notbetreuungen an den Schulen sei gesorgt, heißt es in der Mitteilung, die zuerst über die App „Katwarn“ verbreitet wurde. Ob Distanzunterricht angeboten wird, entscheide die jeweilige Schule nach eigenem Ermessen. 

Spende als Zeichen der Anerkennung für Shantychor Likedeeler

Wangerland (4. 2. 2026) – Der Shantychor Likedeeler ist so etwas wie das musikalische Aushängeschild des Wangerlandes. Im Rahmen eines Übungsabends in Schillig hat Bürgermeister Mario Szlezak dem Shantychor aus Horumersiel jetzt eine Spende in Höhe von 807,95 Euro überreicht. Die Summe war von den Gästen des Neujahrsempfangs der Gemeinde Wangerland gesammelt worden, bei dem der Chor mit einem musikalischen Beiträgen für gute Stimmung sorgte.

Bürgermeister Mario Szlezak (7. von links) überreichte den Sängern des Shantychores Likedeeler um Vorsitzenden Hardwig Gerdes (ganz rechts) die Saalspende vom Neujahrsempfang der Gemeinde. Foto: Gemeinde

Hintergrund der Sammlung ist ein Jubiläum: Der Shantychor Likedeeler feiert in diesem Jahr sein 55-jähriges Bestehen. Mit der Spende möchte die Gemeinde Wangerland die langjährige ehrenamtliche Arbeit und den Beitrag des Chores zum kulturellen Leben in der Region würdigen, so Szlezak.

Szlezak nutzte die Übergabe auch, seine eigene Stimme zu trainieren. Er nahm am Übungsabend teil und sang einige Lieder mit. „Der Shantychor Likedeeler steht für Gemeinschaft, Tradition und große Leidenschaft für die Musik. Solche Vereine prägen unser Wangerland und verdienen Anerkennung und Unterstützung“, so Szlezak.