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Hooksiel-life: Vom Leben an der Küste

„JobTour“: Bei Premiere gleich drei Arbeitsplätze besetzt

Friesland/Hooksiel (6. 5. 2026) – Ein neues, arbeitsmarktnahes Format des Arbeitgeberservice des Jobcenters des Landkreises Friesland zeigt bereits bei seiner Premiere Wirkung: Bei der ersten „JobTour“ im Hotel- und Gastronomiebereich fanden drei Teilnehmende noch am selben Tag einen passenden Job. 

Unternehmer und Arbeitsplatz–Suchende lernen sich bei der „JobTour“ des Arbeitgeberservice direkt kennen. Das Bild zeigt Steve Christenfeldt (rechts) vom Hooksieler „Hotel Packhaus“ im Gespräch mit den Bewerbern. Foto: Landkreis Friesland.

Beim Auftakt der „JobTour“ in der Gemeinde Wangerland starteten neun Teilnehmende vom Jobcenter in Jever in Richtung Küste. Dort besuchten sie gemeinsam mit dem Arbeitgeberservice mehrere Betriebe im Hotel- und Gastronomiebereich. Sie erhielten praxisnahe Einblicke in die Tätigkeiten, stellten Fragen und kamen direkt mit Verantwortlichen ins Gespräch. Stationen waren die „Hooksieler Skiterrassen“, das „Hotel Packhaus“ in Hooksiel sowie das „Wangerland Resort“ in Hohenkirchen.

Mit dem neuen Angebot will der Arbeitgeberservice einen Impuls für die Integration in den regionalen Arbeitsmarkt setzten. „Solche Formate bauen Hemmschwellen ab, schaffen direkte Kontakte und eröffnen realistische Perspektiven. Gerade in Branchen mit hohem Personalbedarf lassen sich so neue Wege der Ansprache erfolgreich nutzen“, sagt Anne Hanenkamp, Leiterin des Arbeitgeberservices. 

Dass das funktionieren kann, belege die Vermittlung von gleich drei Teilnehmenden während der Tour. Auch die anderen Bewerberinnen und Bewerber würden weiterhin intensiv vom Jobcenter des Landkreises Friesland begleitet, um passende Beschäftigungsmöglichkeiten zu finden.

Auch bei den Beteiligten sei das Projekt gut angekommen. Die Job-Suchenden schätzten insbesondere die Möglichkeit, Betriebe unmittelbar vor Ort kennenzulernen – statt ausschließlich über Stellenangebote auf dem Papier. Lob auch von den Unternehmen: „Das ist ein gutes Format. Die Menschen kommen direkt zu uns, sehen den Betrieb live und wir kommen unkompliziert ins Gespräch. Genau so wünscht man sich das“, sagt Anja Seidel-Vogt, Geschäftsführerin der „Hooksieler Skiterrassen“.

Nach dem erfolgreichen Auftakt ist bereits eine Fortsetzung geplant: Eine weitere „JobTour“ im südlichen Landkreis Friesland soll weitere Unternehmen einbinden und das Angebot ausweiten. Interessierte Unternehmen können sich an den Arbeitgeberservice wenden, per E-Mail an arbeitgeberservice-jobcenter@friesland.de sowie telefonisch unter: 04461 919-5292.

Weltenbummler nimmt Menschen am Hooksieler Strand ins Visier

Hooksiel (2. 5. 2026) – Gerade von einem Abenteuer aus Neuseeland zurück mit vielen Fotografien zieht Jean-Noël Schramm ins Künstlerhaus Hooksiel ein, um dort ab Sonntag, 10. Mai, 11.15 Uhr seine Aquarelle zu präsentieren. Das Thema: Menschen am Strand. 

Der Weltenbummler ist der erste Residenzkünstler des Jahres. Er hat ein Atelier in Paris, eines in Berlin und viele Plätze auf der Welt zum künstlerischen Arbeiten. Während seines Aufenthaltes in Hooksiel will er Eindrücke am Strand und von der Nordseeküste aufnehmen und zu Kunstwerken verarbeiten.

Jean-Noël Schramm, Jahrgang 1959, studierte an der Akademie der Bildenden Künste in München. Nach Auslandsaufenthalten in Burkina Faso setzte er sein Studium an der Ecole Speciale d’Architecture in Paris fort und war im 2025 „Artist in Residence“ am „Museum Kunst der Westküste“ auf Föhr. 

Und jetzt in Hooksiel bis zum 5. Juli. Seine Ausstellung hat er betitelt mit „Flüchtige Ewigkeiten – Menschen am Strand“. Strände sind Orte der Leichtigkeit. Menschen kommen, um sich zu entkleiden – körperlich wie seelisch. Die im Künstlerhaus gezeigten Aquarelle zeigen Menschen an den Stränden. Sie wirken in seinen Bildern seltsam entrückt. Als hätte man sie aus der Zeit gehoben. 

Die Ausstellung ist im Künstlerhaus nach der Vernissage am kommenden Sonntag jeweils dienstags bis sonntags von 14 bis 18 Uhr zu sehen. Der Eintritt ist frei. 

Zwischenruf: Lokaljournalismus ist wichtig für die demokratischen Strukturen

Von Gerd Abeldt

Hooksiel (5. 5. 2026) – Gedenktage richtet man häuft für Dinge ein, um die man sich Sorgen macht. Die Tage für Gleichberechtigung, für Menschenrechte, fürs Wassers und für die Pressefreiheit sind Beispiele dafür. Der heutige 5. Mai gilt als „Tag des Lokaljournalismus“. 

Müssen wir uns um den Lokaljournalismus Sorgen machen? Ja, müssen wir. International, national und auch direkt vor Ort. Das hat auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in einer Gesprächsrunde mit Journalistinnen und Journalisten im Schloss Bellevue unterstrichen. 

Printmedien im Überlebenskampf

Der morgendliche Griff zur Lokalzeitung sei für ihn über Jahre mehr als ein Ritual gewesen, „es war Teil des Ankommens im neuen Tag“. Aber: Heute gebe es in vielen Regionen schon keine klassische Lokalzeitung mehr. Die Printmedien stünden unter wirtschaftlichem Druck. Ein Überlebenskampf, der nach Überzeugung von Steinmeier nicht nur für Verlage, sondern auch für die Demokratie wichtig ist.

„Ohne Lokaljournalismus gibt es kein gemeinsames Fundament vor Ort, das die Demokratie braucht; gibt es kein Bewusstsein, dass es Menschen sind, die vor Ort in der Gemeinde, in der Kleinstadt das Leben lebenswert halten, Tradition bewahren und für die Zukunft vorsorgen. Dass Demokratie vom Machen und Mitmachen lebt, vom gemeinsamen Engagement, nicht von allfälliger Empörung.“ 

Wahrheitsgehalt überprüfbar

Und, so der Bundespräsident weiter: „In Zeiten erodierenden Vertrauens in Politik, Medien, Kirchen und Institutionen hat die Lokalzeitung etwas Besonderes: Sie bewahrt Überschaubarkeit im Nahraum, der die eigentliche Befindlichkeit noch mehr prägt als die so genannte große Politik. Lokalzeitung ist im besten Sinne ein Stück Heimat – mit einem besonderen Verhältnis zu ihren Leserinnen und Lesern. Was die Lokalzeitung berichtet, lässt sich fast immer an Ort und Stelle auf seinen Wahrheitsgehalt überprüfen. Reporter und Redakteure, die zu haltlosen Übertreibungen neigen, müssen damit rechnen, schon am nächsten Morgen beim Bäcker zur Rede gestellt zu werden. Dieses Vertrauen ist ein hohes Gut. Mehr: Das Lokale ist – weil leicht und von vielen überprüfbar – eine kleine, aber wichtige Bastion gegen das Postfaktische.“

Demokratische Strukturen stärken

In diesem Sinne versucht auch die Netzzeitung „Hooksiel-life“ den Lokaljournalismus zu stärken – auch wenn sie ganz ohne Papier auskommt. Sogar ohne Verlag und Abogebühren. Aber, was gerade am „Tag des Lokaljournalismus“ wichtig ist zu betonen: „Hooksiel-life“ versteht sich als Ergänzung zur kommerziellen Lokalpresse – auch und gerade um die Kommunikation vor Ort zu stärken und damit demokratische Strukturen zu schützen.

Wenn Fakten beliebig würden, zwischen schnellem Like und lauter Empörung kein Raum mehr bliebe für Zwischentöne; wenn die Suche nach dem täglichen Skandal den Blick auf das Wichtige vernebelte, dann, so Frank-Walter Steinmeier, dann drohe ein Kommunikationsinfarkt. Dann gerate in Gefahr, was jede Demokratie brauche: die Fähigkeit zum Kompromiss.

„In einer Gesellschaft der Verschiedenen können wir nicht alle einer Meinung sein. Aber umso wichtiger ist dieses gemeinsame Fundament, das eine gemeinsame Wahrnehmung der Wirklichkeit voraussetzt. Und diese gemeinsame Wahrnehmung entsteht nicht durch Klicks, sondern durch unabhängige Information. Dafür stehen viele Journalistinnen und Journalisten in vielen Medien in unserem Land.“ Wir als „Hooksiel-life“ sind stolz darauf, seit fast vier Jahren dazuzugehören.

Umfrage von Studenten: Welches Potenzial hat das Hooksmeer?

Hooksiel (5. 5. 2025) – Segeln, surfen, Wasserski- und Tretboot fahren – das Hooksmeer gehört schon jetzt zur touristischen Marke Hooksiel. Eine Gruppe vom Studenten im Masterstudiengang der Jade Hochschule will jetzt erkunden, wie groß das Entwicklungspotenzial des vor an die 50 Jahren künstlich angelegten Gewässers ist. 

Student Jonas zu Jeddeloh hofft, dass sich zahlreiche Bürgerinnen und Bürger an der wissenschaftlichen Umfrage zum Hooksmeer beteiligten. Unter anderem geht es darum, wie sich das touristische Potenzial weiter entwickeln lässt. Foto: hol

Kern der Untersuchung ist eine Umfrage, an der alle Frauen und Männer ab 18 Jahren teilnehmen dürfen. Der Link zur wissenschaftlichen Erhebung:  https://ww2.unipark.de/uc/Hooksmeer_Jade_Hochschule/ . Teilnehmen können Hooksieler ebenso wie Urlauber, Menschen aus der hiesigen Region ebenso wie potenzielle Nordseeurlauber, die bislang von dem „Hooksmeer in Hooksiel“ noch nie etwas gehört haben.

Ideen der Nutzer sind gefragt

Bekanntlich wurde das Hooksmeer im Zuge der Industrialisierung in den 1970er Jahren angelegt. Es verbindet den historischen Sielhafen Hooksiel über eine Außenschleuse mit der Jade. Das umliegende Freizeitgelände ist schon heute ein beliebtes Naherholungsgebiet. 

Abgefragt werden im Rahmen der Untersuchung unter anderem die Kenntnisse über das Gewässer und das umliegende Freizeitgelände, das nach Überzeugung von Touristikern ebenfalls jede Menge Entwicklungspotenzial hat. Wie wird der bisherige Zustand des Areals bewertet? Gibt es Mängel? Verbesserungsvorschläge? Wünsche an künftige Entwicklungen? 

„Ziel der Befragung ist es, mehr darüber zu erfahren, wie bekannt das Hooksmeer ist, wie es genutzt und wahrgenommen wird und welche Wünsche oder Verbesserungsvorschläge Besucher und auch Noch-Nicht-Besucher haben“, erläutert Studentin Julia Liedke. „Die Ergebnisse der Umfrage sollen dazu beitragen, Ansätze zur Weiterentwicklung des Hooksmeeres als Freizeit- und Erholungsstandort abzuleiten.“

Umfrage läuft bis zum 10. Mai

Die Studierenden sollen im Rahmen des Projektes vor allem das wissenschaftliche Arbeiten, das Erstellen von Umfragen und Methoden zu deren Auswertung erlernen, sagt Jonas zu Jeddeloh. Aber natürlich gehe es nicht nur um die Form, sondern auch um die Inhalte. So werde man zum Thema Hooksmeer auch mehrere Experten-Gespräche führen, so etwa mit einem Vertreter der Grundeigentümerin, der landeseigenen Hafengesellschaft NPorts, die sich ganz aktuell auf die Fahne geschrieben hat, das Freizeitgelände am Hooksmeer weiter zu entwickeln.

An dem studentischen Projekt sind neben Julia Liedke und Jonas zu Jeddeloh, Mariam Mohseni und Rabiya Sungur beteiligt. Der Fragebogen steht noch bis Sonntag, 10. Mai, online. Die Beantwortung dauert rund acht bis zehn Minuten. Und, so versichern die Studierenden: „Alle Angaben werden anonym erhoben und ausschließlich im Rahmen dieses Projekts verwendet.“

Öffentliches „Bürgergespräch“ zur Zukunft Horumersiels

Horumersiel (30. 4. 2026) – Die insolvente Wangerland Touristik GmbH (WTG) trennt sich von dem Großteil ihrer Immobilien, um sich wirtschaftlich neu aufstellen zu können. Aktuell wird unter anderem ein Investor für das das Grundstück „Zum Hafen 3“ in Horumersiel gesucht. Die Hoffnung: Es findet sich jemand, der in unmittelbarer Nachbarschaft zum neuen „Thalasso Meeres Spa“ ein Hotel bauen und den Gesundheitstempel gleich mit nutzen möchte.

Die WTG will sich von ihrem Grundstück in Horumersiel trennen. In unmittelbarer Nachbarschaft zum Thalassa Meeres Spa (weißes Gebäude rechts) könnte ein Hotel entstehen. Die Überlegungen lösten im Ort nicht nur Freune aus. Foto: hol

Um ein derartiges Projekt zu verwirklichen, müssten voraussichtlich die vorhandenen Gebäude wie der Verwaltungskomplex der WTG, das Haus des Gastes und der Kursaal abgerissen werden. Das hätte nach Ansicht eine Reihe von Horumersielern, ganz unabhängig von Größe und Architektur eines Neubaus, erhebliche Auswirkungen auf das Leben im Ort.

Der Handel, Handwerk und Gewerbeverein veranstaltet vor diesem Hintergrund zusammen mit dem Seebadeverein Horumersiel-Schillig ein „Bürgergespräch“, in dem es um die Zukunft Horumersiels gehen soll. Es wird am Dienstag, 12. Mai, ab 20 Uhr im Kursaal im Dorfgemeinschaftshaus stattfinden. Eingeladen sind alle Bürgerinnen und Bürger aus dem Ort sowie sonstige Interessierte.

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US-Konzern will insolventen PVC-Hersteller Vynova übernehmen

Wilhelmshaven (4. 5. 2026) – Hoffnung für die insolvente Vynova Wilhelmshaven GmbH. Wie der vorläufige Insolvenzverwalter Dr. Christian Kaufmann von der Pluta Rechtsanwalts GmbH heute mitteilte, hat der börsennotierte US-Chemiekonzern Westlake Corporation eine Absichtserklärung (Letter of Intent) über den Erwerb des Produktionsstandorts für Polyvinylchlorid und Vinylchloridmonomer in Wilhelmshaven unterzeichnet.

Hoffnung für Vynova. Der US-Konzern Westlake Vinnolit will das Werk mit allen 350 Mitarbeitern übernehmen. Foto: Vynova

Die Westlake Vinnolit GmbH & Co. KG (Westlake Vinnolit), eine deutsche Tochtergesellschaft der Westlake Corporation, beabsichtige die Übernahme des Geschäftsbetriebs sowie aller rund 350 Mitarbeiter der Vynova Wilhelmshaven. „Die geplante Übernahme wurde bei den zuständigen Behörden zur Freigabe angemeldet“, so Kaufmann. 

Behördliche Prüfung der Transaktion läuft

Der Abschluss des Kaufvertrags und der Vollzug der Transaktion sollen danach unmittelbar nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens sowie der Erteilung der erforderlichen regulatorischen Freigaben erfolgen. Bis zu der angestrebten Übernahme bleibe die Vynova Wilhelmshaven GmbH operativ in die Vynova-Gruppe eingebunden.

Im Verfahren seien einige Herausforderungen zu meistern gewesen. Aber der Geschäftsbetrieb habe erfolgreich stabilisiert und die Produktion der PVC-Produkte weitergeführt werden können, so Kaufmann: „In den vergangenen Wochen haben wir gute Gespräche mit Westlake geführt und ich freue mich, dass dieser strategische Investor den Betrieb übernehmen will.“

Lob für Moral der Mitarbeiter

Ausdrücklich bedankte der Sanierungsfachmann bei den Vynova-Mitarbeitern, die seit der Insolvenzanmeldung im Dezember 2025 trotz aller Unsicherheiten immer vollen Einsatz gezeigt hätten. Der strukturierte Investorenprozess wurde begleitet von der Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Das Pluta-Team geht davon aus, nach der regulatorischen Freigaben die Transaktion noch im Juni vollziehen zu können. Der Geschäftsbetrieb von Vynova Wilhelmshaven gehe nahtlos weiter und die Produktion werde auch im Mai und Juni vollumfänglich fortgeführt.

Während des bisherigen Verfahrens habe man im engen Austausch mit der niedersächsischen Landesregierung gestanden, heißt es in der Pluta-Mitteilung. Zudem sei ein Massekredit der Nord/LB und der Volksbank Wilhelmshaven eG ein wesentlicher Baustein gewesen, um die weitere Betriebsfortführung zu ermöglichen.

Das Vynova Werk liegt an der Stadtgrenze zu Hooksiel. Es gehört zur Vynova Gruppe mit Hauptsitz in Belgien. Vynova Wilhelmshaven betreibt seit 1981 eines der größten europäischen Werke für die Produktion von Suspensions-PVC (S-PVC), ein hochwertiges Material, das in zahlreichen Produkten des täglichen Gebrauchs verarbeitet wird. Darüber hinaus produziert das Unternehmen Vinylchlorid-Monomer (VCM), ein wesentlicher Baustein zur Herstellung von PVC. 

Weltweit tätiger Konzern

Westlake Vinnolit ist ein führender europäischer Hersteller von PVC und wichtiger Partner für Natronlauge. Die Kunden des Unternehmens kommen unter anderem aus dem Bausektor, der Automobilindustrie, dem Gesundheitswesen oder der Zellstoff- und Papierindustrie. Das Unternehmen beschäftigt in Deutschland rund 1.400 Mitarbeiter in der Zentrale in Ismaning bei München sowie an seinen vier Produktionsstandorten in Bayern und Nordrhein-Westfalen.

Westlake Vinnolit ist Mitglied der Westlake Unternehmensgruppe mit Hauptsitz in Housten sowie Betrieben in Asien, Europa und Nordamerika. Der 1986 gegründete Konzern beschäftigt weltweit rund 14.600 Mitarbeiter.

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„Küstenkinder“ traurig: Unbekannte haben Maibaum zerstört

Hooksiel (4. 5. 2026) – Große Trauer bei den „Küstenkindern“. Unbekannte haben den Maibaum des Kindergartens zerstört, den die Kinder am vergangenen Donnerstag in einem kleinen Festakt im Beisein von Bürgermeister Mario Szlezak auf dem durch einen Zaun gesicherten Grundstück der Einrichtung aufgestellt hatten.

Erheblich beschädigt wurde der Maibaum, der vom Gelände der Hooksieler Kindertagesstätte entwendet wurde. Foto: Manfred Janßen

Als Erster entdeckt hatte den ramponierten Baum Hausmeister Manfred Janßen heute früh. Der zum Teil aus der Bodenhülse gebrochene Mast lag neben dem Zaun. Wenig später bemerkten die ersten Kinder das Malheur. „Unser Baum ist weg!“

Für einige der Kinder sei das ein gehöriger Schock gewesen, schildert Kita-Leiterin Claudia Bruns gegenüber „Hooksiel-life“. Die „Küstenkinder“ hatten im Vorfeld in den verschiedenen Gruppen den Baumschmuck gebastelt und das Prunkstück dann am Donnerstag im Rahmen eines kleinen Festaktes gemeinsam zum Aufstellplatz getragen. 

Claudia Bruns hält es für unwahrscheinlich, dass es sich bei der Vandalismus-Aktion um einen Versuch gehandelt hat, den Maibaum nach traditionell geregelter Art und Weise zu „klauen“. „Dafür sind die Zerstörungen einfach zu groß.“ Etwaige Zeugen, die Hinweise auf die Täter geben können, werden gebeten, sich zu melden.

Nach unbestätigten Meldungen sollen die Täter den Baum tatsächlich vom Kita-Gelände entwendet und ihn bis zur Pakenser Straße getragen haben. Dort sei die „Beute“ zwischenzeitlich auf dem Dach der Schul-Bushaltestelle abgelegt, dann aber wohl zum Kita-Gelände zurückgebracht worden.

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Politik nach gewaltsamem Angriff auf Kandidaten schockiert

Schortens/Friesland (4. 3. 2026) – Nach einem mutmaßlichen gewaltsamen Angriff auf den CDU-Oberbürgermeister in der Stadt Schortens, Axel Homfeldt, haben heute Sprecher von SPD, Grünen und FDP ihre Solidarität mit dem Betroffenen zum Ausdruck gebracht. Der Vorfall sei ein „ernstes Signal über den Einzelfall hinaus“.

Stein in Autoscheibe geworfen

Am Sonntag gen 7.40 Uhr sollen Unbekannte mutwillig vor dem Wohnhaus des Kommunalpolitikers einen Stein in die Heckscheibe seines Autos geworfen haben. Zudem sei das Haus mit Eiern und Steinen beworfen worden. Homfeldt hatte die Vorfall am Sonntags selbst öffentlich gemacht. Die Polizei hat inzwischen die Ermittlungen aufgenommen. Hinweise von möglichen Zeugen werden unter Telefon 04461/74490 erbeten.

Heute meldeten sich Landrad Sven Ambrosy sowie der „Friesischen Ampel“ im Kreistag zu Wort. Gruppensprecher Jannes Wiesner (SPD): „Ich verurteile die gewaltsamen Angriffe gegen unseren Kollegen zutiefst und bin schockiert, welches Ausmaß Anfeindungen gegen Politiker auch in Friesland erreicht haben.“ Und, so der Wangerländer weiter: „Gewalt hat in der politischen Auseinandersetzung keinen Platz!“

Einschüchterungsversuch nicht hinnehmbar

Die Ampel stehe zu Homfeldt und dessen Familie. Martina Esser (Grüne): „Gerade im kommunalen Bereich engagieren sich viele Menschen ehrenamtlich, mit hohem zeitlichen Einsatz – auch zu Lasten der eigenen Familie. Es ist nicht hinnehmbar, wenn dieses Engagement mit Einschüchterungsversuchen beantwortet wird.“

Auch Gerhard Ratzel von der FDP warnte vor einer drohenden Verrohung in der Kommunalpolitik. „Wir müssen dem entschieden entgegentreten. Wer Verantwortung übernimmt, darf nicht Ziel von Angriffen werden. Hier sind alle demokratischen Kräfte gefordert, gemeinsam Haltung zu zeigen!“

„Wer sich politisch engagiert, Verantwortung übernehmen will und für ein Amt kandidiert, verdient Respekt – und darf kein Ziel von Angriffen und Einschüchterungen sein“, betonte Landrat Ambrosy (SPD). Politisches Engagement sei ein zentraler Bestandteil von Demokratie. Solche Taten träfen nicht nur die Betroffenen und ihr Umfeld, sie seien zugleich ein Angriff auf das demokratische Miteinander. „Unsere Demokratie lebt davon, dass wir unterschiedliche Ideen austauschen, verschiedene Meinungen aushalten und miteinander diskutieren – fair und ohne Gewalt. Diese Grenze wurde hier klar überschritten, was ich ausdrücklich verurteile.“

Anmerkung: Dieser Artikel wurde im Laufe des Tages aktualisiert

Vandalismus am Alten Hafen: Feuer in Toilette gelegt

Hooksiel (3. 5. 2026) – In der Nacht auf Sonntag haben Unbekannte in der öffentlichen Toilettenanlage am Alten Hafen von Hooksiel Feuer gelegt. Gegen 1.15 Uhr ging die Alarm-Meldung bei der Leitstelle ein. Die Botschaft: „Das ehemalige Feuerwehrgebäude an der Lange Straße brennt.“

Erleichterung dann bei Feuerwehr und Polizei am Einsatzort. Es brannte lediglich die benachbarte Toilette. Das Feuer konnte schnell gelöscht werden. Durch das Brandgeschehen entstand Schaden am Gebäude. Niemand wurde verletzt. 

Die Brandursache ist bislang noch unbekannt. Die Ermittlungen hierzu dauern an. Zeugen, die Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit der Polizei in Jever (Tel: 04461/7449-0) in Verbindung zu setzen.

Christenfeldt beklagt Missmanagement

Fest stehen dürfte aber, dass die von der Wangerland Touristik GmbH betreute Sanitäranlage vorerst nicht genutzt werden kann. Zum Leidwesen von Steve Cristenfeldt, der das nahe gelegene Hotel „Packhaus“ betreibt. „Der Alten Hafen braucht unbedingt eine ordentliche Toilette und einen Duschraum. Wir wollen nicht das öffentliche Klo von Hooksiel sein.“

Wie Christenfeld schildert, habe er der WTG in den vergangenen Jahren mehrfach angeboten, die Toilettenanlage zu betreuen, sie vor allem abends abzuschließen, um Vandalismus vorzubeugen – und sie morgens wieder aufzuschließen. Es sei schon mehrfach zu Zerstörungen gekommen. Zuletzt habe die Anlage zu Ostern ganz schlimm ausgesehen. Für Christenfeldt ist das auch die Folge von Missmanagement bei der WTG.

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Sieg, Niederlage und Verlängerung zum Auftakt der Tennis-Saison

Hooksiel (3. 5. 2026) – Bilderbuchstart für die A-Junioren des SC Wangerland. Mit einem 6:0-Sieg gegen den TC Esens hat die von Andre Abels trainierte Mannschaft am Samstag die Tennis-Saison eröffnet. 

Konnte nach fehlerhaftem Start sein Spiel noch gewinnen: SCW-Spitzenspieler Lorenz Kramer. Foto: hol

Auf der Platzanlage in Hooksiel bezwangen Lorenz Conrad Kramer (5:7/6:3/10:7), Niko Gauzel (6:4/6:1), Mateo Doyen (6:2/7:5) und Niklas Doyen (6:2/6:0) alle Einzelpaarungen. Lediglich Kramer musste einen Satz abgeben. Und auch bei den beiden folgenden Doppeln ließen die Hooksieler nichts anbrennen. Kramer/Gauzel (6:0/6:0) und Doyen/Doyen (6:0/6:3) gewannen deutlich. Mehr gefordert werden dürfte das Team am kommenden Freitag beim Auswärtsspiel beim TV Varel. Die Vareler gewannen am Samstag ihr erstes Spiel mit 5:1. 

Erwartungsgemäß einen schweren Stand hatte die neu formierte Damen-Mannschaft des SCW. Sie verlor ihr Auswärtsspiel in Esens mit 1:5. Den Ehrenpunkt sicherte Martha Sophie Kramer, die an Position drei mit 6: /6:4 gewinnen konnte. Alina Fiebig, Marina Doyen und Lena Taddigs musste die Überlegenheit ihrer Gegnerinnen anerkennen. Auch die beiden Doppeln blieben chancenlos.

Am Sonntag, 10. Mai, erwartet die Damen-Mannschaft SV Eintracht Ihlow zum Heimspiel. Beginn auf der Hooksieler Platzanlage ist um 10 Uhr.

In die Verlängerung geht das ü50-Spiel Stücklingen gegen SC Wangerland. Nach den vier am heutigen Sonntag ausgetragenen Einzeln steht es 2:2. Die Doppel konnten aufgrund einsetzen Regens nicht mehr gespielt werden. Die Hooksieler werden voraussichtlich am 29. Mai erneut ins Saterland reisen müssen, um den Spieltag abzuschließen.

Die beiden Siege für den SCW holten der an Postion 1 spielende Andre Abels, der seinen um einige Leistungsklassen höher eingestuften Gegner mit 7:5, 5:7, 10:8 niederringen konnte. Weniger Mühe hatte Jan Alter, der an Position 2 nach 0:3 Rückstand sicher mit 6:4/6:2 gewann. Chancenlos blieben hingegen in ihren Speilen Mirko Ortmanns und Gerd Abeldt.

Anmerkung: Der Artikel wurde im Laufe des Tages aktualisiert

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