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Hooksiel-life: Vom Leben an der Küste

Kommentar: Gemeinde muss offene Fragen zum Thalasso-Debakel zügig aufklären

Von Gerd Abeldt

Hooksiel (8. 5. 2026) – Vertrauen ist eine hohes Gut. Vor allem in einer Demokratie. Wählerinnen und Wähler delegieren mit ihren Stimmen Entscheidungsgewalt. Auf Zeit – und im Vertrauen darauf, dass die Mächtigen auf Zeit, seien es Ehrenamtliche oder Hauptamtliche, ihre Arbeit so gut wie möglich erledigen. 

Die gewählten Vertreter an der Spitze des Wangerlandes laufen im Moment Gefahr, das Vertrauen vieler Bürgerinnen und Bürger zu verspielen. Deutlich spürbar ist der Unmut darüber, dass die Gemeinde sich dazu entschieden hat, den „vorläufige Abschlussbericht“ zum Desaster beim Bau des Thalasso Meeres Spa (TMS) entgegen ursprünglichen Zusagen doch nicht öffentlich zu machen. Aus ermittlungstechnischen Gründen, wie es heißt.

Es geht nicht nur um Straftaten

Polizei und Staatsanwaltschaft suchen schon seit Monaten nach Ansatzpunkten für strafrechtlich relevante Taten im Umfeld der gemeindeeigenen Wangerland Touristik GmbH. Insolvenzverschleppung? Untreue? Verstöße gegen das Vergaberecht oder Buchhaltungspflichten?

Es ist schwer vorstellbar. Aber wenn es wirklich so sein sollte, dass die Veröffentlichung des Gutachtens zur Kostenexplosion beim Bau des TNS von 8,8 auf mindestens 23 Millionen diese Ermittlungen behindern würde, könnte man die Geheimniskrämerei um die WTG-Interna nachvollziehen. Zumindest teilweise. 

Aber es geht beim Thalasso-Desaster ja nicht nur um Straftaten und Schuld. Mindestens genau so wichtig ist die Aufarbeitung von Verantwortlichkeiten, etwa durch Unterlassungen – und zwar nicht nur bei der Tourismus GmbH, sondern auch bei ihrer Mutter, der Gemeinde Wangerland.

Wer hat wann was gewusst?

Mit Ausnahme einer Teil-Chronik zu den Entscheidungsabläufen durch die Wählergruppe Pro Wangerland liegt bislang noch keine kritische Auseinandersetzung mit möglichen Versäumnissen im Rathaus vor. Gerade dazu gibt es aber jede Menge Aufklärungsbedarf.

Was hätte der Gemeinderat als Gesellschafterversammlung der WTG wissen müssen und was hat er tatsächlich zu welchem Zeitpunkt gewusst? Warum hat niemand in Politik und Verwaltung gemerkt, dass die WTG mit dem Bauvorhaben überfordert war und es faktisch offenbar so gut wie keine Bauaufsicht gab? Wer hätte wann Alarm schlagen müssen, als die Kosten aus dem Ruder liefen? Zumindest aus heutiger Sicht und mit Blick auf die gravierenden Folgen für die touristische Infrastruktur im Wangerland wäre wohl selbst ein später Ausstieg aus dem Projekt sinnvoller gewesen als ein „Augen zu und durch“.

Konzept war nie schlüssig

Wer hat die erheblichen Mehrausgaben – unabhängig davon, ob sie durch Zusatzwünsche des Bauherrn oder durch unerwartete Preisentwicklungen verursacht wurden – eigentlich abgesegnet? Nur der Architekt und der WTG-Geschäftsführer, der dem Vernehmen nach ja nur über ein sehr begrenztes Zeichnungsrecht verfügte? Oder auch der Verwaltungsausschuss im Rathaus?

Was auch zum Strauß an offenen Fragen gehört: Wer hat eigentlich beim Land Niedersachsen und beim Landkreis Friesland wie geprüft, ob das Thalasso-Konzept tatsächlich zuschussfähig war? Offenbar niemand, denn wie lässt sich sonst erklären, dass der inzwischen fertig gestellte Gesundheitstempel – und zwar auch ohne Baukostenexplosion – nicht wirtschaftlich auskömmlich zu betreiben ist, selbst wenn er komplett ausgelastet wäre. 

Quittung droht am Wahltag

Fragen über Fragen also, die nicht oder nur am Rande etwas mit den Ermittlungen von Polizei und Anklagebehörde zu tun haben. Ohne Antworten darauf wird es den Verantwortlichen bei der Gemeinde Wangerland aber kaum gelingen, verloren gegangenes Vertrauen zurückzugewinnen

Fatal wäre es, wenn – unabhängig von der juristischen Aufarbeitung – die nötige Aufklärung zu Verantwortlichkeiten und möglichen Fehlern im Rathaus nicht vor der Kommunalwahl am 13. September erfolgen sollte. Man muss kein Prophet sein, um vorherzusagen, was dann passiert. Die Wählerinnen und Wähler bekunden ihren Unmut an den Wahlurnen – zu Lasten aller unter Generalverdacht stehenden Kommunalpolitikern – und der Demokratie.

Was heißt das? Aufklärung tut Not. Und zwar so schnell wir möglich. Für Fehler, die man begangen hat, kann man sich entschuldigen. Auch das kann Vertrauen schaffen. Berechtigte Fragen aber, auf die Antworten verweigert werden, sind der Nährboden für Misstrauen und Unmut.

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Thalasso: CDU fordert weiterhin größtmögliche Transparenz

Wangerland (8. 5. 2026) – Die CDU Wangerland fordert größtmögliche Transparenz bei der Aufarbeitung der erheblichen Kostensteigerungen rund um den Bau des Thalasso Meeres Spa (TMS) aus. Nachdem Bürgermeister Mario Szlezak (SPD) mitgeteilt hat, dass die angekündigte öffentliche Vorstellung des Gutachtens dazu vorerst nicht stattfinden wird, sieht die CDU die Gemeinde in der Verantwortung, die Öffentlichkeit im rechtlich möglichen Rahmen über den aktuellen Stand zu informieren.

„Die Entwicklung der Projektkosten und die daraus entstandenen Folgen für die Gemeinde beschäftigen viele Bürgerinnen und Bürger bis heute“, so der CDU-Bürgermeisterkandidat Thies Fischer (Foto). „Deshalb ist es wichtig, die bisherigen Erkenntnisse nachvollziehbar darzustellen und offene Fragen transparent aufzuarbeiten.“

Die ursprünglich kalkulierten Baukosten von 8,8 Millionen Euro waren im Verlauf des Projekts auf zuletzt rund 23 Millionen Euro angestiegen. Die wirtschaftlichen Folgen hätten erhebliche Auswirkungen auf die Wangerland Touristik GmbH sowie auf verschiedene kommunale Entscheidungen.

Transparente Aufarbeitung

Nach Auffassung der CDU wäre es sinnvoll gewesen, zumindest die Inhalte des vorliegenden Zwischengutachtens soweit möglich öffentlich einzuordnen. Fischer. „Dabei geht es nicht um Vorverurteilungen, sondern um eine transparente Aufarbeitung.“

Selbstverständlich dürfe eine Veröffentlichung keine laufenden Ermittlungen oder mögliche rechtliche Ansprüche beeinträchtige. „Dennoch sollte die Gemeinde die Öffentlichkeit über alle Inhalte informieren, die rechtlich bereits offengelegt werden können“, stellt der CDU-Gemeindeverbands-Vorsitzende Christian Burchardt fest.

Probleme beim Projektmanagement

Bereits frühere Untersuchungen hatten organisatorische und strukturelle Probleme beim Projektmanagement des TMS thematisiert. Im Raum standen unter anderem Fragen zur Projektsteuerung, zu Rechnungsprüfungen sowie zu Nachforderungen während der Bauphase.

„Eine umfassende Aufarbeitung ist wichtig, damit aus den Vorgängen die notwendigen Konsequenzen gezogen werden können“, soFischer. Gerade bei Projekten dieser Größenordnung brauche es nachvollziehbare Abläufe und eine transparente Kommunikation.

Die CDU Wangerland sieht die Gemeindeverwaltung weiterhin in der Verantwortung, den angekündigten Aufklärungsprozess offen und nachvollziehbar zu gestalten. Burchardt. „Die Bürgerinnen und Bürger sollten nachvollziehen können, welche Erkenntnisse bereits vorliegen und welche Fragen noch geprüft werden.“

Landratswahl: Vorstand der Grünen für Neuhaus

Friesland/Wangerland (8. 5. 2026) – Der Kreisvorstand von Bündnis 90/Die Grünen Friesland unterstützt die Empfehlung der grünen Kreistagsfraktion für die Landratswahl im September. Das Gremium hat sich einstimmig für Rolf Neuhaus (parteilos) als Kandidaten ausgesprochen. Die endgültige Entscheidung trifft die Mitgliederversammlung der Partei Ende Mai. Die SPD-Delegiertenkonferenz hat Neuhaus bereits zu ihrem Kandidaten erkoren. 

Der Kreisvorstand der Grünen unterstützt Rolf Neuhaus als Landrats-Kandidat. Mit ihm im Bild Martina Esser (li.) und Dr. Jutta Helmerichs. Foto Reiner Tammen

Die Grünen sehen in Neuhaus den Kandidaten mit der größten inhaltlichen Schnittmenge für eine zukunftsorientierte Entwicklung Frieslands. „Für uns war entscheidend, wer die besten Voraussetzungen mitbringt, um Klimaschutz, Natur- und Artenschutz, soziale Gerechtigkeit und eine nachhaltige Entwicklung des Landkreises verbindlich voranzubringen“, wird Kreisvorsitzende Dr. Jutta Helmerichs in einer Mitteilung zitiert. Neuhaus, der seit über 16 Jahren beim Landkreis beschäftigt ist, ist in als Dezernent in der Kreisverwaltung aktuell für die Bereiche Planung und Bauen, Klimaschutz, Umwelt, Straßenverkehr und Gebäudemanagement verantwortlich. 

Mit Blick auf die zukünftige Rolle des Landkreises sehen die Grünenn die Notwendigkeit, Klimaschutz strukturell zu verankern und zu verstetigen. „Klimaschutz und Klimafolgeanpassung müssen von punktuellen Projektmaßnahmen zur Regelaufgabe des Landkreises Friesland werden“, so Helmerichs und die Vorsitzende der Kreistagsfraktion Martina Esser.Der Kreisvorstand der Partei hatte vor dem Votum für Neuhaus auch mit Sibylle Raquet, Kandidatin von CDU/FDP, und Jan Ole Möller, Kandidat von „Die Partei“, gesprochen. 

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Bücher- und Spieleflohmarkt zugunsten des Hospiz

Hooksiel (8. 5. 2026) – Im vergangenen Jahr feierte er Premiere. Für diesen Himmelfahrtstag ist eine Neuauflage geplant. Im ehemaligen Awo-Heim neben dem Hooksieler Gästehaus findet am Donnerstag, 14. Mai, ein Bücher- und Spieleflohmarkt statt, zu dem auch ein Büfett mit Kaffee und Kuchen gehört.

Geöffnet hat der Flohmarkt von 10 bis 17 Uhr. Mit den Erlösen wollen die Veranstalter Ingrid und Bernd Tscherney sowie Bernd Howanietz die Arbeit des Kinder- und Jugendhospiz Joshuas Himmelreich in Wilhelmshaven unterstützen. Wer selbst noch gut erhaltene Bücher oder Spiele zu der Aktion beisteuern möchte, kann sich bei Bernd Tscherny (Telefon: 0163/2658589) melden.

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Kehrtwende bei der Gemeinde: Gutachten zum Thalasso-Debakel wird nicht veröffentlicht

Wangerland (7. 5. 2026) – Die Hoffnung auf eine möglichst schnelle Klärung der Ursachen und Verantwortlichkeiten für die Kostenexplosion beim Bau des Thalasso Meeres Spa (TMS) sind zerplatzt. Wie Bürgermeister Mario Szlezak heute mitteilte, wird es die für „nach Ostern“ angekündigte öffentliche Präsentation eines Gutachtens zum Sachverhalt nicht geben. 

Die Ursachen für die Kostenexplosion beim Bau des Thalasso-Zentrums in Horumersiels liegen weiter Im Dunkeln. Die Gemeinde Wangerland will ein aktuelles Gutachten dazu entgegen ursprünglichen Zusagen nicht öffentlich machen. Archiv-Foto: hol

Der Kostenanstieg von geplanten 8,8 auf zuletzt genannten 23 Millionen Euro gilt als maßgeblicher Baustein für die Insolvenz der gemeindeeigenen Wangerland Touristik GmbH (WTG) und damit für die erheblichen Umbrüche im touristischen Angebote der Gemeinde seither. Unter anderem wurden der Campingplatz Hooksiel privatisiert und die öffentlichen Schwimmbäder geschlossen. Eine Reihe weiterer Immobilien stehen zum Verkauf.

Verantwortlichkeiten ungeklärt

Bürgermeister und Gemeinderat hatten mehrfach größtmögliche Transparenz und eine frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit versprochen und angekündigt. Unter anderem sollte dabei die Frage geklärt werden, wer wann welche Entscheidungen getroffen oder nicht getroffen hat, um vergleichbare Pannen für die Zukunft ausschließen zu können. Dabei sollte auch geklärt werden, inwieweit es die Gemeinde selbst versäumt hat, Fehlentwicklungen bei ihrem Tochterunternehmen frühzeitig entgegen zu wirken.

Ein Fachbüro prüft seit deutlich über einem Jahr die Vorgänge rund um den Bau des TMS. Beschlüsse, Aufträge, Rechnungen, Überweisungen, die Plausibilität von Preissteigerungen, Versäumnisse und, und, und. Aber auch bei einem jetzt der Gemeinde vorliegenden Gutachten handle es sich lediglich um einen „vorläufigen Abschlussbericht“, heißt es in der Mitteilung. „Dieser Status ergibt sich daraus, dass das zugrunde liegende Zahlenwerk noch nicht abschließend belastbar ist, da einzelne Rechnungen weiterhin geprüft werden.“ 

Es fehlen immer noch Rechnungen

Es lägen noch nicht alle prüfbaren Abschlussrechnungen vor. Eine abschließende Bewertung der abgerechneten Leistungen sei daher derzeit noch nicht in allen Fällen möglich. Aber, so wörtlich: „Das Gutachten ermöglicht bereits eine erste Einordnung der Kostenentwicklung. Teilaspekte lassen sich im Kontext allgemeiner Entwicklungen im Bauwesen nachvollziehen. Gleichzeitig enthält das Gutachten Hinweise und Bewertungen, aus denen sich weiterer rechtlicher Prüfbedarf ergibt.“

Angaben zum aktuellen Kostenstand oder zu möglicherweise strafbaren Handlungen einzelner Akteure machte die Gemeinde heute nicht. Man stehe dazu „im engen und konstruktiven Austausch mit den zuständigen Ermittlungsbehörden“, denen man bereis sämtliche relevanten Unterlagen, Dokumente und Protokolle vollständig zur Verfügung gestellt habe, heißt es. 

Rechtliche Prüfung läuft

Die Inhalte des Gutachtens seien bei der Gemeinde in den vergangenen Wochen intensiv ausgewertet und eingeordnet worden, so Szlezak. „Nach sorgfältiger rechtlicher Prüfung sowie in enger Abstimmung mit den beratenden Juristen ist die Gemeinde Wangerland zu der Auffassung gelangt, dass eine Veröffentlichung zum jetzigen Zeitpunkt nicht angezeigt ist. Hintergrund hierfür ist, dass es sich um ein laufendes Verfahren handelt.“

Parallel zu den Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft lasse die Gemeinde die Sachverhalte rechtlich im Hinblick auf mögliche zivilrechtliche Ansprüche prüfen. „Ziel ist es, etwaige Forderungen zu sichern und sofern erforderlich geltend zu machen.“ Eine abschließende rechtliche Bewertung möglicher Verantwortlichkeiten sei aber zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht möglich. 

Inkompetente Projektleitung

Klar war schon bisher: Nur ein Teil der immensen Kostensteigerungen lassen sich durch die allgemeine Preisentwicklung im Bausektor während der Corona-Pandemie erklären. Schon in einem ersten Gutachten waren eine Fülle von Fragen von Fehlern und Versäumnissen von Seiten der WTG aus Auftraggeberin und dem beauftragten Architektenbüro aufgeworfen worden. So habe es offenbar keine kompetente Projektleitung geben, Rechnungen und Nachforderungen von Unternehmen seien nicht oder nicht hinreichend geprüft worden. Letztlich soll auch das Honorar für die Architekten selbst strittig sein. 

Polizei sucht Zeugen für Einbruch in Geschäft in der Lange Straße

Hooksiel (7. 5. 2026) – Unbekannte sind in eine Geschäft in der Lange Straße in Hooksiel eingebrochen und haben Schmuck gestohlen. Wie die Polizei mitteilte, hat die geschädigte Geschäftsinhaberin den Einbruch in ihren Verkaufsraum erst am gestrigen Mittwoch bemerkt. Der Einbruch selbst könnte zwischen Sonntagnachmittag und gestern Mittag erfolgt sein.

Die Täter haben die Eingangstür des Geschäftes mit Gewalt aufgebrochen und sich so Zugang zum Verkaufsraum verschafft. Nach bisherigen Erkenntnissen wurden Schmuckgegenstände entwendet. Personen, die sachdienliche Angaben machen können, werden gebeten, sich mit der Polizei in Jever (Telefon. 04461/74490) in Verbindung zu setzen.

Heringstage: Jugendinitiative erbittet Kuchenspenden

Hooksiel (7. 5. 2026) – Die Vorbereitungen für die „Heringstage“ kaufen auf Hochtouren. Unter Federführung der Hooksieler Dorfgemeinschaft wird sich der Ort am Pfingstwochenende (22. bis 25. Mai) wieder in eine Festmeile verwandeln. 

Neben zahlreichen Schaustellern wird auch die Jugendinitiative „Weil wir Hooksieler sind“ (WWHS) einen Stand aufbauen. Unter anderm soll da neben „Slush Ice“ aus der Eismaschine frisch gebackener Kuchen angeboten werden. Bei der Kuchenproduktion, so die Hoffnung von Nico Müller aus dem WWHS-Sprecherteam, werden viele Hooksieler und Hooksielerin die Jugendlichen unterstützen.

„Wer uns einen Kuchen spenden möchte, möge sich bitte per Email und weilwirhooksielersind@gmail.com bei uns melden“, so Müller. Die Spender werden zudem gebeten, bei der Abgabe der Kuchen eine Liste der Inhaltsstoffe mitzubringen, damit es bei Kunden nicht zu allergischen Reaktionen kommen kann. Der Stand von WWHS wird an den „Heringstagen“ am Freitag von 14 bis 16 Uhr sowie die übrigen Tagen jeweils von 10 bis 15 Uhr geöffnet haben. 

Tag der offenen Tür bei der Freiwilligen Feuerwehr

Hooksiel (7. 5. 2026) – Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Die Freiwillige Feuerwehr Hooksiel erwartet für den Himmelfahrtstag wieder zahlreiche Gäste. Am Donnerstag, 14. Mai, werden sich die Tore des Gerätehauses am Hohe Weg 112 zum Tag der offenen Tür öffnen.

Beim Tag der offenen Tür der Hooksieler Feuerwehr gibt es auch wieder eine Programm für Kinder. Archiv-Foto: hol

Neues Fahrzeug

Die Feuerwehr hat für diesen Tag ein buntes Programm ausgearbeitet. Im Rahmen einer großen Fahrzeugausstellung können die Einsatzfahrzeuge der ehrenamtlichen Helfer aus nächster Nähe besichtigt werden. Als Höhepunkte des Tages, so Ortsbrandmeister Jörg Nöchel, wird Bürgermeister Mario Szlezak, um 13 Uhr ein neues Mannschafts-Transportfahrzeug an die Feuerwehr übergeben. Spannend auch: Um 14.30 Uhr wird die Jugendfeuerwehr eine Übung vorführen. 

Buntes Programm

Als Gäste präsentieren sich im Rahmen des Tages der offenen Tür eine Reihe von befreundeten Organisation. Erwartet werden unter anderem das THW, die DLRG, die Notfallseelsorge und die Rettungshundestaffel (mit Vorführungen). Das Objektschutzregiment der Luftwaffe stellt sich vor. Vor Ort sein werden zudem ein Pkw-Überschlagsimulator der Verkehrswacht und die Oldtimerfreunde Ostfriesland.

Für die jüngsten Gäste werden eine Hüpfburg und ein „Spritzenhaus“ aufgestellt. Die Feuerwehr sorgt zudem mit freiwilligen Helfern für das leibliche Wohl. Die Besucher dürfen sich auf leckere Speisen, Getränke und Kuchen freuen. 

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Sanierte Torlinien wieder in der Hooksieler Schleuse

Hooksiel (6. 5. 2026) – Im Bereich der Schleuse Hooksiel weiterhin zu Verkehrsbeschränkungen. Der Grund: Die noch laufenden Bau- und Sanierungsarbeiten an dem Bauwerk. Wie die landeseigene Hafengesellschaft Niedersachsen Ports (NPorts) mitteilt, ist für den nächsten Bauabschnitte eine weitere Sperrung der „Bäderstraße“ für den Auto-, Rad- und Fußverkehr notwendig. 

Ein beeindruckendes Bild: In den vergangenen Tagen wurden die umfangreich sanierten Torlinien 2 und 3 wieder in die Hooksieler Außenschleuse eingelassen. Ebenfalls an ihre Plätze in der Schleusenkammer zurückkehrt sind die Schwimmstege. Foto: NPorts

Straßensperrung vom 11. bis 20. Mai

Die Sperrung ist für den Zeitraum von Montag, 11. Mai, bis voraussichtlich Mittwoch, 20. Mai, vorgesehen. Für das Himmelfahrtswochenende plant NPorts, die Bäderstraße – vorbehaltlich des Baufortschritts – vorübergehend wieder für den Verkehr zu öffnen.

„Die Sanierungsmaßnahmen schreiten planmäßig voran, sodass wir weiter von einer Fertigstellung dieses Bauabschnitts rund um Pfingsten ausgehen“, heißt es in der Pressemitteilung von NPorts. Damit könnte dann die Schleuse auch wieder für den Schiffsverkehr genutzt werden. Aktuell warten Hunderte von Seglern und anderem Freizeitskippern mit Liegeplätzen im Hooksmeer darauf, mit Booten auf die Jade fahren zu können.

Um Pfingsten herum wieder Schleusenbetrieb

In den kommenden Tagen sollen laut NPorts erste Dichtigkeits- und Funktionsprüfungen der Torlinien im Trockenen durchgeführt werden. Im Anschluss könne eingeschätzt werden, ob der Schleusenbetrieb bereits vor oder erst nach Pfingsten wieder aufgenommen werden kann.

Seit September 2025 führt NPorts umfassende Modernisierungsmaßnahmen an der Hooksieler Schleuse Hooksiel durch. Dazu gehört die schrittweise Sanierung sämtlicher Stemmtorpaare („Torlinien“). Insgesamt verfügt die Schleuse über fünf Torlinien, die bis 2028 modernisiert und damit auf den neuesten Stand der Technik gebracht werden sollen. Während der Arbeiten sind zeitweilige Einschränkungen für Auto-, Rad- und Fußverkehr sowie für den Schiffsverkehr unvermeidlich.

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„JobTour“: Bei Premiere gleich drei Arbeitsplätze besetzt

Friesland/Hooksiel (6. 5. 2026) – Ein neues, arbeitsmarktnahes Format des Arbeitgeberservice des Jobcenters des Landkreises Friesland zeigt bereits bei seiner Premiere Wirkung: Bei der ersten „JobTour“ im Hotel- und Gastronomiebereich fanden drei Teilnehmende noch am selben Tag einen passenden Job. 

Unternehmer und Arbeitsplatz–Suchende lernen sich bei der „JobTour“ des Arbeitgeberservice direkt kennen. Das Bild zeigt Steve Christenfeldt (rechts) vom Hooksieler „Hotel Packhaus“ im Gespräch mit den Bewerbern. Foto: Landkreis Friesland.

Beim Auftakt der „JobTour“ in der Gemeinde Wangerland starteten neun Teilnehmende vom Jobcenter in Jever in Richtung Küste. Dort besuchten sie gemeinsam mit dem Arbeitgeberservice mehrere Betriebe im Hotel- und Gastronomiebereich. Sie erhielten praxisnahe Einblicke in die Tätigkeiten, stellten Fragen und kamen direkt mit Verantwortlichen ins Gespräch. Stationen waren die „Hooksieler Skiterrassen“, das „Hotel Packhaus“ in Hooksiel sowie das „Wangerland Resort“ in Hohenkirchen.

Mit dem neuen Angebot will der Arbeitgeberservice einen Impuls für die Integration in den regionalen Arbeitsmarkt setzten. „Solche Formate bauen Hemmschwellen ab, schaffen direkte Kontakte und eröffnen realistische Perspektiven. Gerade in Branchen mit hohem Personalbedarf lassen sich so neue Wege der Ansprache erfolgreich nutzen“, sagt Anne Hanenkamp, Leiterin des Arbeitgeberservices. 

Dass das funktionieren kann, belege die Vermittlung von gleich drei Teilnehmenden während der Tour. Auch die anderen Bewerberinnen und Bewerber würden weiterhin intensiv vom Jobcenter des Landkreises Friesland begleitet, um passende Beschäftigungsmöglichkeiten zu finden.

Auch bei den Beteiligten sei das Projekt gut angekommen. Die Job-Suchenden schätzten insbesondere die Möglichkeit, Betriebe unmittelbar vor Ort kennenzulernen – statt ausschließlich über Stellenangebote auf dem Papier. Lob auch von den Unternehmen: „Das ist ein gutes Format. Die Menschen kommen direkt zu uns, sehen den Betrieb live und wir kommen unkompliziert ins Gespräch. Genau so wünscht man sich das“, sagt Anja Seidel-Vogt, Geschäftsführerin der „Hooksieler Skiterrassen“.

Nach dem erfolgreichen Auftakt ist bereits eine Fortsetzung geplant: Eine weitere „JobTour“ im südlichen Landkreis Friesland soll weitere Unternehmen einbinden und das Angebot ausweiten. Interessierte Unternehmen können sich an den Arbeitgeberservice wenden, per E-Mail an arbeitgeberservice-jobcenter@friesland.de sowie telefonisch unter: 04461 919-5292.