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Hooksiel-life: Vom Leben an der Küste

Auch zum kindgerechten Unterricht gehört Fachsprache dazu

Hooksiel (31. 3. 2026) – In der Reithalle des Reit- und Fahrverein (RuF) Hooksiel in Oesterdieken fand eine Fortbildung für Reitlehrerinnen und Reitlehrer unter dem Motto „Kleine Reiter ganz groß“ statt. Geleitet wurde die Veranstaltung von Pferdewirtschaftsmeisterin Ina Tapken, Lehrbeauftragte des Pferdesportverbandes Weser-Ems. 

Das Bild zeigt die Teilnehmerinnen sowie drei Springreiter mit Lehrgangsleiterin Ina Tapken (4. von rechts). Foto: RuF Hooksiel

Initiiert worden war die Weiterbildung vom Kreisreiterverband Friesland-Wilhelmshaven. Im theoretischen Teil der Fortbildung stand die Frage im Mittelpunkt, wie Reitunterricht abwechslungsreich und kindgerecht gestaltet werden kann. Gemeinsam mit elf Teilnehmerinnen erarbeitete Tapken praxisnahe Ansätze zu Themen wie den Unterschieden zwischen Einzel- und Gruppenunterricht sowie zur Unfallverhütung im Reitbetrieb.

Ein wichtiger Punkt war, dass auch in kindgerechtem Unterricht die Fachsprache nicht zu kurz kommen darf – damit das Lernen sowohl altersgerecht als auch fachlich fundiert bleibt. 

Im praktischen Teil folgte die Umsetzung: Je drei Dressur- und drei Springreiter standen zur Verfügung, um das Erlernte direkt in der Praxis auszuprobieren. Die Teilnehmenden übernahmen abwechselnd den Unterricht und setzten die theoretischen Erkenntnisse in die Tat um. Anschließend wurden die Einheiten gemeinsam besprochen – ein wertvoller Austausch für alle Beteiligten, der neue Impulse für die Arbeit mit jungen Reitschülerinnen und Reitschülern bot. 

 

Verstöße gegen Anleinpflicht für Hunde können teuer werden

Friesland (27. 3. 2026) –Die untere Naturschutzbehörde des Landkreises Friesland weist auf die generelle Anleinpflicht für Hunde während der allgemeinen Brut-, Setz- und Aufzuchtzeit hin.Zum Schutz der Wildtiere gilt, dass zwischen dem 1. April und dem 15. Juli jeden Jahres Hunde beim Aufenthalt in der freien Landschaft an der Leine zu führen sind. 

Ab dem 1. April gilt eine generelle Anleinpflicht für Hunde in der freien Natur. Foto: Landkreis Friesland

Verschiedene wildlebende Tiere ziehen im Frühjahr auf Wiesen und in Wäldern ihren Nachwuchs auf. Freilaufende Hunde können nicht nur selbst jagen, sondern auch durch Annäherung ein Fluchtverhalten bei Elterntieren auslösen. Dadurch zurückgelassene Eier oder Jungtiere können Opfer von Fressfeinden werden, auskühlen oder verhungern. 

Festgesetzt wird diese Pflicht durch das Niedersächsische Gesetz über den Wald und die Landschaftsordnung (NwaldLG). Wer gegen die Anleinpflicht verstößt, begeht eine Ordnungswidrigkeit, die mit einem Bußgeld von bis zu 5.000 Euro geahndet werden kann.

Unabhängig von der generellen Anleinpflicht in der freien Natur gibt es lokale Regelungen. So gilt etwa für die in Erholungsorte in der Gemeinde Wangerland, also auch das Nordseebad Hooksiel, ganzjährig eine generelle Anleinpflicht für Hunde.

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Im Hafen von Horumersiel Außenbordmotor gestohlen

Horumersiel (30. 3. 2026) – Unbekannte sollen im Bereich der Hafenanlage in Horumersiel einen Außenbordmotor und einen Handwagen gestohlen haben. Die Polizei sucht nach möglichen Zeugen, die im Zeitraum von Samstag, den 21.März, 16 Uhr, bis Samstag, 28. März, 10 Uhr, entsprechende Beobachtungen gemacht haben. Hinweise zum Sachverhalt können unter der Telefonnummer 04461/7449-0 gemeldet werden.

Wangerländer Künstlerin erzählt Geschichten aus dem Meer

Hooksiel (29. 3. 2026) – Kunstwerke erzählen Geschichten. Zumindest viele. Und die von Karin Mennen geschaffenen Bilder und Bronzen allemal. Überzeugen kann man sich davon in der Ausstellung „Maritime Malereien und Bronzeplastiken“, die Künstlerhaus-Leiterin Renate Janßen-Niemann zusammen mit Wangerlands stellvertretender Bürgermeisterin Alice Brandenburg-Bienek an diesem Sonntag eröffnet hat.

Die maritimen Bilder von Karin Meinen werden zum Teil vom Meer und vom Watt selbst gestaltet. Foto: hol

Die Wangerländerin gehört zu jenen Kulturschaffenden, für die Kunst neben Kreativität und Inspiration auch viel mit Können zu tun hat. Sie hat nach dem Lehrerstudium (Kunst und Deutsch für Gymnasien) an den Kunsthochschulen Düsseldorf und Wien studiert. Vor allem das Studium in Wien habe sie genossen, sagte Karin Mennen im Gespräch mit „Hooksiel-Life“. Vor allem die zahlreichen Stunden in Ausstellungen und Museen. Jede Menge Werke aus aller Welt, gespickt mit Symbolen, die Sprache der großen Künstler.

Leidenschaft als Grundlage

Zuhause gefühlt aber habe sie sich aber nur im Wangerland, sagt die Künstlerin. Hier wollte sie leben und arbeiten. Und genau diese leidenschaftliche Verbindung von Karin Meinen mit ihrer Heimat spüre man in ihren Arbeiten, sagte Renate Janßen-Niemann.

Es geht Karin Mennen um Geschichten, mal aus der Geschichte, mal aus der Natur, mal aus der Technik oder der Zukunft. Wichtig für ihre Inspirationen sei zudem das Material, mit dem sie arbeite. Dazu gehören stets selbst gemachte Farben, manchmal besondere Leinwände oder die Bronze für die Skulpturen.

„Bevor ich mich an die Arbeit mache, versuche ich möglichst viel zu recherchieren – zu den Materialien, aber auch zum jeweiligen Thema.“ So etwa zur „Seewiefken“-Skulptur, die hinter dem Deich in Minsen steht. Als Karin Mennen die lebensgroße Figur, das Wappenbild der Gemeinde Wangerland, schuf, war die Seewiefken-Sage kaum bekannt. 

Vor der maritimen Malerei steht für die Künstlerin der Kontakt mit dem Meer, dem Watt, den Salzwiesen. Ein Projekt, deren Ergebnisse in der Ausstellung zu bewundern sind: Watt-Gemälde, die das Weltnaturerbe lebendig werden lassen. Karin Mennen legt dafür teilweise mit blauer Farbe unterlegte Leinwand (oder auch Sackmaterial) direkt ins Watt – und wartet. Tage, manchmal Wochen, spielt die Natur mit der Materie und hinterlässt ihre Spuren. Die sind dann – wenn sie nicht gerade von Urlaubern als Souvenir mitgenommen werden – die Basis für die weitere Gestaltung des Kunstwerks. Federreste werden zu einem Vogel, Wasserschlieren zur Welle, Sandkörner zu einer Düne. Stabilisiert wird die dreidimensionale Kunst durch mehrere Lasuren. Natürlich aus eigener Herstellung.

Männchen tragen Kinder aus

Spannend auch die Seepferdchen-Bronzen (auf dem Bild mit der Künstlerin und Künstlerhaus-Leiterin Renate Janßen-Niemann). Der „Hippocampus“ galt lange als ausgestorben – hat aber überlebt. Für seine Existenz benötigt das in mehrfacher Hinsicht bemerkenswerte Tier Salzwiesen, wie sie im Wattenmeer vorkommen. Übrigens: Bei den Seepferdchen tragen die ihren Weibchen stets treuen Männchen den Nachwuchs aus. Ihr nach außen gerichtetes Skelett ist extrem stabil und gilt als Vorbild für moderne Robo-Technik. 

Die Recherche geht der Kunst voraus. Am Ende steht eine wunderschöne Bronze im Künstlerhaus. Sie ist mehr als Kunst – sie steht für eine der vielen spannenden Geschichten von Karin Mennen mit Bezügen zum Wangerland. 

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Innovative Technik könnte bald den Weidezaun ersetzten

Jever/Wangerland (28. 3. 2026) – Mit knapp 100 Teilnehmern aus Landwirtschaft, Beratung und Agrarwirtschaft war das „AgrarForum 2026“ der Volksbank Jade-Weser eG aus Sicht der Veranstalter ein voller Erfolg. Im Immobilien- und Finanzzentrum in Jever ging es dabei um ein Zukunftsthema – die digitale Transformation in der Tierhaltung.

Referentin Dr. Christina Umstätter (Mitte) beim „AgrarForum“ mit (von links): Tanja Daugill (Vorstand Volksbank Jade-Weser), Frank Marquardt (Volksbank)), Manfred Ostendorf (Kreislandvolk Friesland/Wesermarsch) und Andreas Titze (Volksbank). Foto: Volksbank

Dr. Christina Umstätter, Professorin für Digitale Landwirtschaft an der TU Braunschweig und Leiterin des Thünen-Instituts für Agrartechnologie, umriss die Potenziale und Herausforderungen digitaler Überwachungssysteme in der Tierhaltung. Sensoren, Kameras und intelligente Auswertungssysteme ermöglichten es schon heute, Gesundheitszustand, Verhalten und Leistungsdaten von Nutztieren in Echtzeit zu erfassen. Die Technik können nicht nur die Arbeitsbelastung reduzieren, sondern auch frühzeitig Auffälligkeiten erkennen und damit das Tierwohl verbessern.

Mehrwert entscheidend

Aber die Expertin machte auch deutlich, dass nicht jede Technologie automatisch einen Mehrwert biete. Entscheidend seien: Betriebsspezifische Anforderungen, Zuverlässigkeit und Datenqualität der Systeme, Wirtschaftlichkeit und Investitionskosten sowie die Integration in bestehende Arbeitsabläufe.

Spannend wurde es beim Ausblick auf virtuelle Zaunsysteme. Innovative Technologien würden es ermöglichen, Weideflächen digital zu begrenzen – ganz ohne physische Zäune. Tiere werden dabei über akustische Signale oder leichte Impulse gelenkt. Gerade für extensive Weidehaltung und schwer zugängliche Flächen würden sich hierdurch neue Möglichkeiten eröffnen, so Christina Umstätter. Auch hierbei aber müssten Fragen des Tierwohls, der Akzeptanz und der praktischen Umsetzbarkeit noch intensiv untersucht werden.

Regelmäßige Veranstaltungsreihe

Das Veranstaltungsreihe „AgrarForum“ soll künftig einmal jährlich im gesamten Geschäftsgebiet des Geldinstitutes ausgerichtet werden. Dabei wolle man jeweils aktuelle Themen der Landwirtschaft aufgreifen und den Austausch innerhalb der Region aktiv fördern, so die Volksbank. Für den Austausch untereinander hatten die Teilnehmer bei einem gemeinsamen Frühstück reichlich Gelegenheit. 

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Kommentar: Gemeinderat stellt sich ein Armutszeugnis aus

Von Gerd Abeldt 

Hooksiel (27. 3. 2026) – Man kann trotzt des Thalasso-Desasters unterschiedlicher Auffassung darüber sein, ob die Gremien der Gemeinde Wangerland Nachhilfeunterricht in punkto wirtschaftliches Handeln benötigen. Oder ob überhaupt exklusive Informationen für Entscheider für nicht demokratisch legitimierte Bürger zugänglich sein sollten. Verständnis könnte man auch für Zweifel daran haben, ob Interessenvertreter die besten Berater für Politiker sind – zumal dann, wenn es um Dinge geht, die die Ratgeber gegebenenfalls selbst betreffen. 

Scheu vor der Öffentlichkeit

Ein echtes Armutszeugnis ist es aber, dass der Gemeinderat nicht die Traute hatte, diese und vielleicht auch noch andere kritische Argumente in öffentlicher Debatte zu benennen. Die einstimmige Entscheidung gegen den Antrag der Gewerbevereine aus Hooksiel, Horumersiel und Hohenkirchen, die gern Vertreter als beratende Mitglieder in den Wirtschaftsausschuss der Gemeinde entsandt hätten, fiel in der Ratssitzung am 17. März, im nicht-öffentlichen Teil. Zum Bild passt, dass die Gemeinde dann noch einmal über eine Woche benötigte, ihren Beschluss öffentlich zu machen. 

Die Begründung ist klar: Im nicht-öffentlichen Teil der Sitzungen des Wirtschaftsausschusses, an dem auch die beratende Mitglieder teilnehmen dürften, gehe es häufig um vertrauliche Informationen und um die Belange Dritter. So die Argumentation des Rates. Heißt übersetzt: Die gewählten Ratsvertreter glauben nicht, dass sich beratende Mitglieder an das Gebot der Vertraulichkeit halten, zu dem sie natürlich ebenso wie die ehrenamtlich tätigen Politiker vergattert würden. 

Angst vor eigenen Argumenten?

Als Botschaft angekommen ist außerhalb des Rathauses, dass die Politiker bei der Beratung kniffliger Angelegenheiten – fehlendes Fachwissen hin oder hier – lieber unter sich bleiben. Ebenso wie bei der Beratung des im Vorfeld öffentlich verbreiteten Antrages der Gewebevereine, der zumindest nach den Vorgaben der niedersächsischen Kommunalverfassung fast schon zwingend öffentlich zu beraten gewesen wäre.

„Die Sitzungen der Vertretung sind öffentlich, soweit nicht das öffentliche Wohl oder berechtigte Interessen Einzelner den Ausschluss der Öffentlichkeit erfordern“, heißt es im Niedersächsischen Kommunal-Verfassungsgesetz wörtlich. Dass eine Absage an die Gewerbetreibenden das „öffentliche Wohl“ gefährdet hätte, wird wohl niemand behaupten wollen. Und: Berechtigte Interessen Einzelner, die gegen einen Diskurs vor den drei Ratszuschauern gesprochen hätten, sind auch nicht zu erkennen. 

Höchstens die Interesse jener Ratsmitglieder, die nur ungern öffentlich gegen ihnen nahe stehende Gewerbevereine argumentieren. Aber deren Sorge ist durch die Verbannung der Zuhörer nicht kleiner geworden. Da der Rat sich geschlossen gegen den Antrag der Wirtschaftsvertreter gestellt hat, ist ja das Abstimmungsverhalten eines jeden einzelnen Ratsmitgliedes bekannt. 

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Erdkabel schließt die Lücke zum Seekabel nach England

Hooksiel/Wilhelmshaven (27. 3. 2026) – Das Milliarden-Projekt wird die Stromversorgung in Großbritannien und in Deutschland sicherer machen. Da sind sich die Experten einig. Derzeit erleben viele Hooksieler die begleitenden Bauarbeiten für den NeuConnect Interkonnektor hautnah mit. 

Die Arbeiten an der Erdkabeltrasse entlang der L 810 schreiten schnell voran. Foto: hol

Entlang der Landesstraße 810 zwischen Hooksiel und Sengwarden sind derzeit etliche (niederländische) Bagger dabei, in „Deutschland-Geschwindigkeit“ die Trasse für ein Erdkabel zu buddeln, das den Anlandepunkt des Seekabels – südlich des Hooksieler Außenhafens – mit der im Bau befindlichen, riesigen Konverterstation in Wilhelmshaven-Fedderwarden (direkt an der A 29) verbinden soll. Für die Dauer der Arbeiten sind entlang der L 810 (siehe Grafik von NeuConnect) zum Schutz der Baustellenzufahrten mehrere Tempo-50-Zonen eingerichtet worden. Vorsicht: Hier wird auch geblitzt!

Die neue Stromverbindung NeuConnect mit einer Kapazität von 1,4 Gigawatt (GW) soll 2028 in Betrieb gehen. Sie wird den direkten Stromaustausch zwischen Deutschland und Großbritannien ermöglichen. Überschüssiger Strom kann wechselseitig importiert oder exportiert werden.

Herzstück des Projektes ist die Hochspannungs-Gleichstromübertragung quer durch den Ärmelkanal. Das Seekabel ist rund 725 Kilometer lang. Deren Endpunkte sind Konverterstationen im britischen Isle of Grain und in Wilhelmshaven, in denen Gleichstrom in Wechselstrom umgewandelt werden kann. 

Das mit einem Investitionsvolumen von rund 2,8 Milliarden Euro veranschlagte Projekt wird privat finanziert. Zu den Investoren zählen unter anderem Unternehmen wie Meridiam, Allianz, Kansai Electric Power und Tepco.

Gemeindepolitik lehnt beratende Stimmen aus der Wirtschaft ab

Wangerland (26. 3. 2026) – Die gewählten Politiker und die Verwaltungsvertreter der Gemeinde Wangerland wollen bei den Beratungen im Wirtschaftsausschuss des Gemeinderates unter sich bleiben. Wie die Gemeinde heute mitteilte, habe der Rat bereits in seiner Sitzung am 17. März den Antrag der örtlichen Interessenvertretungen aus Handel, Handwerk und Gewerbe abgelehnt, die für sich einen Sitz mit beratender Stimme im Ausschusses für Wirtschaft, Finanzen und Energie beantragt hatten.

Vertrauliche Beratungen

Man habe hierzu eine grundsätzliche Entscheidung getroffen, heißt es in der Mitteilung. Offenbar im nicht-öffentlichen Teil der Ratssitzung. Im öffentlichen Teil war der Antrag nicht Gegenstand der Beratungen. Nach der Entscheidung bleibt der Fachausschuss weiterhin ausschließlich mit gewählten Ratsmitgliedern besetzt.

Das niedersächsische Kommunalverfassungsrecht lässt es grundsätzlich zu, beratene Mitglieder zum Ausschuss hinzuzuziehen. Eine Verpflichtung dafür gibt es nicht. In anderen Ausschüssen wie etwa im Schul- und Sozialausschuss oder im Tourismusausschuss werden auch im Wangerland beratende Mitglieder eingebunden. 

In diesen Gremien, so ein Argument der Gemeinde, stünden aber in der Regel keine vergleichbar sensiblen Inhalte in den nicht öffentlichen Beratungen auf der Tagesordnung. Beratende Mitglieder hätten auch Zugang zum nicht-öffentlichen Teil der Sitzungen. Darin gehe es häufig um vertrauliche Informationen oder um die Belange Dritter.

Einstimmige Entscheidung

Die Entscheidung des Rates gegen den Antrag der Wirtschaftsvertreter aus Horumersiel, Hohenkirchen und Hooksiel sei einstimmig gefallen, so die Gemeinde. Die Vereine hatten auch mit Blick auf das Desaster bei wirtschaftlichen Entscheidungen zur gemeindeeigenen Wangerland Touristik GmbH die Ansicht vertreten, das Fachwissen in wirtschaftlichen Fragen den Entscheidungen im Rat gut tun könnte.

Der Austausch mit der örtlichen Wirtschaft bleibe trotz der negativen Entscheidung ein wichtiger Bestandteil der Arbeit der Gemeinde. „Externe Fachleute sowie Vertreterinnen und Vertreter von Verbänden können weiterhin bei Bedarf zu einzelnen Themen hinzugezogen werden“, heißt es aus dem Rathaus Die Gemeinde Wangerland setze weiterhin auf eine „transparente, verantwortungsvolle und dialogorientierte Zusammenarbeit mit allen Akteuren vor Ort“.

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Polizei sucht nach einem Tankbetrüger

Wangerland (26. 3. 2026) – Die Polizei im Wangerland sucht nach einem Tankbetrüger. Wie die Polizei heute mitteilte, habe ein Mann bereits am Mittwoch, 18. März, gegen 13.15 Uhr, an der Tankstelle in der Jeverschen Straße in Hohenkirchen für 40 Euro getankt, aber nicht bezahlt.

Der Beschuldigte habe einen silbernen Ford C Max mit tschechischem Kennzeichen (Länderkennung CZ) gefahren. Auf der Heckklappe rechts soll sich der Schriftzug „GO VEGAN“ befinden. Der Gesuchte soll zwischen 50 und 55 Jahr alt und schlank sein. Er hat kurze dunkle Haare, trug eine dunkle Latzhose und einen auffälligen weißen Pullover. 

Die Ermittler bitten Personen, die den Vorfall beobachtet haben oder Angaben zur Identität des Fahrers beziehungsweise zum Fahrzeug machen können, sich bei der Polizeistation Wangerland unter der Rufnummer 04463/808910 zu melden.

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Ortsrundgang schärft den Blick für Schwachstellen im Ort

Hooksiel (26. 3. 2026) – Der Alten Hafen zählt zu den schönsten Plätzen in Hooksiel. Aber er hat auch eine Reihe von Problemen. Nicht nur, dass die Zukunft des ehemaligen Feuerwehrareals zwischen Lange Straße und Hafen noch ungeklärt ist. Das Hafenbecken und vor allem das Binnentief hinter dem Siel drohen zu verschlammen, Kai- und Hafenmauer müssten saniert, das schlecht begehbare Kopfsteinpflaster auf dem Hafenplatz ausgetauscht werden – zumindest wenn der Festplatz behindertengerecht werden soll.

Alter Hafen
Der Alte Hafen, das Markenzeichen von Hooksiel. Aber auch hier gibt es jede Menge Baustellen. Archiv-Foto: hol

Der Strauß an Handlungsfeldern am Alten Hafen war eines der Themen, mit der sich Vertreter des Seebadevereins Hooksiel und eine hochkarätige Delegation der Gemeinde Wangerland bei einem gut zweistündigen Rundgang durch das Dorf beschäftigen. Dazu hatte Bürgermeister Mario Szlezak Bauhofleiter Renke Oltmanns sowie den Leiter des Ordnungs- und Sozialamtes Markus Gellert mitgebracht. Sie wurden von Seiten des Seebadevereins von dessen Vorsitzenden Wolfgang Ademes, Vorstandsmitglied Thomas Leimkühler sowie dem Lotsen der „Arbeitsgruppe Infrastruktur“, Frank Müller, begleitet.

Schnelle Abhilfe zugesagt

Szlezak bewertet die Aktion im Anschluss gegenüber „Hooksiel-Life“ als sehr aufschlussreich. Es sei schon sinnvoll, wenn Bürger, gerade Neu-Bürger, auf tatsächliche oder vermeintliche Missstände hinweisen. „Wenn man mit den Themen seit Jahren zu tun hat, wird man ja auch ein Stückweit betriebsblind.“ Der Bürgermeister sagte schnelle Hilfe und Abhilfe dort zu, wo es möglich und geboten sei – und wo die Gemeinde auch tatsächlich zuständig ist. 

Unternahmen einen Ortsrundgang: Bürgermeister Mario Szlezak (2. von rechts) mit (von links) Frank Müller (Seebadeverein), Markus Gellert (Gemeinde), Wolfgang Ademes und Thomas Leimkühler (beide Seebadeverein) sowie Renke Oltmanns (Gemeinde). Foto: hol

Dazu gehört die Beschilderung. Viele Verkehrsschilder im Ort sind verdreckt, einige Hinweistafeln überflüssig und einige falsch montiert. So etwa die neuen Verkehrsschilder „Verkehrsberuhigter Bereich“ an den Eingängen zum Neubaugebiet zwischen Bäderstraße und Hohe Weg. Sie hängen zu hoch. Szlezak: „Das werden wir in Kürze ändern.“

Investitionen müssen geplant werden

Schwieriger zu beseitigen sind die Mängel etwa am Radweg an der Bäderstraße oder auf Fahrbahn und Gehweg an der Straße „An der Jaderennbahn“. Sanierungsarbeiten dort müssten geplant und auch finanziell machbar sein. Nach und nach abgebaut und gegebenenfalls durch Blumenkübel ersetzt werden sollen die Pflanzbeete an der Friesenstraße. Deren Betoneinfassungen sind zum Teil massiv beschädigt.

Gemeinsam begutachtet die Gruppe den in der vergangenen Woche vom Bauhof der Gemeinde sanierten Fußweg zwischen ehemaligem Hallenbad und zweiter Deichlinie. Offenkundigen Handlungsbedarf gibt es aber auf dem Deich selbst. Die Gehwegplatten sind verrutscht, teilweise stehen sie fast senkrecht. „Echte Gefahrenpunkte gehen wir natürlich sofort an“, versicherte Szlezak. Aber Grundsätzlich sei für die Unterhaltung des Weges auf dem Deich die Wangerland Touristik GmbH zuständig. Warum das die inzwischen insolvente Gemeinde-Tochter in der Vergangenheit nicht ordentlich gemacht habe, könne er nicht beurteilen.

Großbaustelle Alter Hafen

Wie der Bürgermeister versicherte, werde die Gemeinde jetzt auch die vielfältigen Aufgaben rund um den Alten Hafen angehen, auch wenn hier unterschiedlichste Institutionen und Behörden zuständig seien. Zumindest für Investitionen in den Bereichen „Denkmalschutz“ und „Behindertengerechtigkeit“ müsste es auch Fördermöglichkeiten geben. Dass es Schritt für Schritt voran gehen kann, zeigt die Absperrung am Sieltor. Nach einem entsprechenden Hinweis hatte hier der Bauhof ein marodes Teilstück innerhalb weniger Tage saniert und neu montiert. Frank Müller: „Es ist doch gut, wenn wir gemeinsam daran arbeiten, dass Hooksiel noch schöner wird.“

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