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Hooksiel-life: Vom Leben an der Küste

Fünf Hochbeete für die Hooksieler „Küstenkinder“

Hooksiel (24. 4. 2026) – Die „Küstenkinder“ der Kindertagesstätte Hooksiel dürfen sich schon jetzt auf frisches Obst, Kräuter und Gemüse aus eigenem Anbau freuen. Auch wenn es bis dahin noch ein Weile dauern wird. 

Ehrenamtliche Helfer der Arbeitsgruppe Hooksiel haben die Hochbeete für die Kindertagesstätte „Küstenkinder“ aufgebaut. Foto: hol

In dieser Woche haben ehrenamtliche Helfer der Arbeitsgruppe Hooksiel fünf Hochbeete montiert und aufgestellt. Die sollen nach den Worten von Kita-Leiterin Claudia Bruns in den nächsten Monaten in die Kita-Arbeit eingebunden werden. „Wir wollen mit den Kindern pflanzen und säen, die Beete pflegen – und am Ende natürlich auch ernten.“

Die Hochbeete selbst hat die Kita von der Volksbank Jade-Weser gespendet bekommen. Das Geld dafür stammt auch den Erlösen des VR-Gewinnsparens. Der Bauhof der Gemeinde hat zudem das Material für die Gründung der Stellflächen für die Hochbeete geliefert. 

Die Aktiven der Arbeitsgruppe hoben die Stellplatzflächen aus, verlegten Bodenplatten und installierten die Hochbeete. Arbeitsgruppen-Sprecher Bodo Zeiger: „Es ist toll, wenn alles so Hand in Hand geht. Wenn die Kinder dann ihren Spaß mit den Beeten haben, haben wie alles richtig gemacht.“ 

Helfer gesucht: Garten-Oase wächst Ehrenamtlichen über den Kopf

Hohenkirchen (23. 4. 2026) – In das Projekt ist über die Jahre viel Geld geflossen. Jetzt droht es zu scheitern. Die Ehrenamtlichen, die sich seit Jahren um den Gemeinschafts-Garten in Hohenkirchen kümmern, brauchen dringend Verstärkung. 

Hoffen auf weitere helfende Hände für die Pflege des ökologischen Gemeinschaftsgartens i Hohenkirchen: (von links, stehend) Dieter Moosen, Silke Niemeyer, Marion Hinz sowie (sitzend) Rita Schürholz, Ilsen Moosen und Hanna Faull. Fptp: ho

Marion Hinz, Ehrenamtsbeauftragte der Gemeinde Wangerland, versucht das Team um Hanna Faull, Rita Schürholz, Silke Niemeyer sowie Ilse und Dieter Molsen durch einen Hilferuf zu unterstützten. „Das ist ein wunderschönes Kleinod hier. Es wäre wirklich schade, wenn der Garten keinen Zukunft mehr hätte.“

Bunte Vielfalt braucht Pflege

Unkraut zupfen, hacken, säen, ernten. So ein bunter Garten, in dem biologisch einwandfrei ohne Giftspritze unter anderem Kartoffeln, Tomaten und Kürbisse angebaut, Zwiebeln, Schnittlauch und Beeren geerntet sowie Äpfel, Birnen und Quitten gepflückt werden wollen, macht sich nicht von allein. Hinzu kommt die Pflege der Wege, Einfassungen und Zäune, des Insektenhotels und der Rosenbüsche. Und auch der Wohncontainer, den der Bauhof der Gemeinde für die Ehrenamtlichen als Geräteschuppen und Pausenraum aufgestellt hat, will unterhalten werden. 

Die Belohnung für die Mühe: Ein Plätzchen in einer wunderschönen Öko-Oase in Jelliestede, zwischen Neubaugebiet und Reisemobil-Stellplatz. Nicht nur aufgrund des wunderschönen Seeblicks ein Ort zum Ausspannen. „Die Arbeit hier macht schon Spaß“, sagt Silke Niemeyer. „Aber es darf für den Einzelnen auch nicht zu viel werden.“

Als „internationaler Garten“ gegründet

Der rund 400 Quadratmeer große Kräutergarten ist vor rund zehn Jahren im Rahmen des Projektes „Erde und Flut“ angelegt worden. Damals als „Internationaler Garten“, erinnert sich Marion Hinz. In den ersten Jahre sei der Garten auch Treffpunkt von Einheimischen und Familien mit Migrationshintergrund gewesen. Als Labor für botanisches Wissen und Börse für Rezepte aller Art. Dann kam Corona. Eine besonders aktive ausländische Familie zog weg, die Ehrenamtlichen der ersten Stunde kamen in die Jahre …

Eine bunte Vielfalt aus Blumen, Kräutern und sonstigen Pflanzen erwartet Besucher im Gemeinschafts-Garten am Wangermeer. Angelegt worden ist das Kleinod vor rund zehn Jahren im Rahmen des Projektes „Erde und Flut“ , damals als „Internationaler Garten“. Foto: hol

Nutznießer sind unter anderem die Reisemobilisten, die in Hohenkirchen Halt machen. „Was kosten denn die schönen Erdbeeren?“ sei sie schon oft gefragt werden, sagt Hanna Faull. Aber verkaufen dürfen die Aktiven ihre Waren nicht. „Wir geben aber gern ab, gegen eine kleine Spende für das Projekt.“

Geld allein reicht nicht

Wie eine mit Firmennamen gut bestückte Schautafel zeigt, gab es in der Vergangenheit schon eine ganze Reihe von Unterstützern für den Gemeinschafts-Garten. Jetzt aber reicht Geld allein nicht mehr aus. Es werden Gartenfreunde aus dem gesamten Wangerland als ehrenamtliche Helfer gesucht. Das derzeitige Team trifft sich jeden Dienstag von 10 bis 12 Uhr in Jelliestede. „Wenn aber jemand lieber an einem anderen Tag arbeiten will, ist das auch in Ordnung“, sagte Silke Niemeyer. 

Die Kontaktaufnahme zu der Gruppe erfolgt am besten per Email über das Rathaus. Dort steht Marion Hinz unter m.hinz@wangerland.org als Ansprechpartnerin zur Verfügung.

Bund fördert Sportstätten: Hooksiel muss aber noch warten

Hooksiel (23. 4. 2026) – Die Erwartungen haben sich (leider) bestätigt. Das von der Gemeinde Wangerland unterstützte Bauvorhaben des SC Wangerland auf der Sportanlage in Hooksiel ist in der ersten Vergaberunde des Förderprogramms des Bundes für kommunale Sportstätten nicht berücksichtigt worden.

Zwei Projekte in der Region

Wie die SPD-Bundestagsabgeordnete Siemtje Möller am Mittwoch mitteilte, fließen in der ersten Förderrunde erhebliche Mittel nach Wilhelmshaven und Friesland. „Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat die Förderungen über 1,083 Mio. Euro für die Sanierung der Sportstätte Güterstraße in Wilhelmshaven sowie über 875.250 Euro für die Sanierung der Außensportanlage an der IGS Friesland Nord in Schortens beschlossen.“ 

Der Bund fördert in den kommenden vier Jahren mit einer Investitionssumme von insgesamt einer Milliarde Euro sanierungsbedürftige Sportanlagen. Im ersten Topf stehen 333 Millionen Euro zur Verfügung. Antragsteller sind Kommunen, die auf einen Zuschuss in Höhe von 45 Prozent der Gesamtkosten durch den Bund hoffen dürfen – unabhängig von weiteren Fördertöpfen.

Rat unterstützt SC Wangerland 

Vor diesem Hintergrund hatte der Rat der Gemeinde Wangerland Anfang dieses Jahres das vom SC Wangerland vorgestellte Neubauprojekt eines barrierefreien Sanitärgebäudes mit Umkleide- und Aufenthaltsräumen zwischen Fußballplatz und Tennisanlage in Hooksiel einstimmig unterstützt. Der Neubau könnte das deutlich in die Jahre gekommene Stelzengebäude ersetzen, das derzeit auch von den Sportlern genutzt wird.

Dass nicht alle beantragten Projekte gefördert werden konnten, war zu erwarten.  „Mit einer beantragten Gesamtfördersumme von über 7,5 Milliarden Euro war der Projektaufruf 23-fach überzeichnet“, so CDU-Bundestagsabgeordnete Anne Janssen. Vor diesem Hintergrund freue sie sich besonders, dass die Sanierung der IGS-Sporthalle unterstützt wird.

Markus Gellert, für den Sport zuständiger Abteilungsleiter im Rathaus in Hohenkirchen, beteuert in einer ersten Stellungnahme, dass die Gemeinde Wangerland alles tun werde, dass das Projekt in Hooksiel in der zweiten Förder-Tranche berücksichtigt wird. 

Grüne erinnern an Atom-Katastrophe von Tschernobyl

Friesland (22. 4. 2026) – In der Nacht des 26. April 1986 ereignete sich im Atomkraftwerk Tschernobyl der weltweit schwerste Unfall in der zivilen Nutzung der Atomenergie. Wissenschaftler gehen von über 90.000 Todesfällen durch strahlungsbedingten Krebs und weitere Spätfolgen aus.

Noch immer ist der havarierte Reaktor nicht beseitigt. Im Februar 2025 wurde die Schutzhülle von einer russischen Drohne schwer beschädigt. Im Dezember 2025 kam die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) zu dem Schluss: Die Hülle ist nicht mehr dicht. 

Für die Grünen gilt seit der Parteigründung vor fast fünfzig Jahren: „Atomkraft? Nein Danke.“ Als zentrale Veranstaltung „40 Jahre Tschernobyl“ ist in Friesland am Donnerstag, 23. April, ab 13 Uhr eine Informations- und Diskussionsveranstaltung auf dem Bockhorner Marktplatz geplant. 

Dabei soll es auch um die Stimmen gehen, die aktuell für Deutschland eine Rückkehr zur friedlichen Nutzung der Atomenergie fordern. Für die Grünen ist das keine Option. „Es gibt mehr als genug Gefahren und ungelöste Probleme, die gegen die Atomkraft sprechen: Reaktorunfälle, gefährliche Transporte, wachsende strahlende Müllberge, die Weiterverbreitung der Atombombentechnologie sowie die Gefahr terroristischer Anschläge“, sagte dazu die Kreisvorsitzender Grünen in Friesland, Dr. Jutta Helmerichs. Technisch und wirtschaftlich sei die Atomenergie weltweit ein Auslaufmodell. 

Umstellung ohne Probleme: Wangerland heizt jetzt mit H-Gas

Hooksiel (22. 4. 2026) – Die Umstellung auf H-Gas im Bereich der Gemeinde Wangerland hat reibungslos geklappt. Wie ein Sprecher des Gasnetzbetreibers EWE Netz gegenüber „Hooksiel-Life“ mitteilte, habe es an diesem Dienstag, dem dafür vorgesehenen Termin, keinerlei Probleme gegeben. „Die Versorgung der Haushalte läuft seitdem mit dem neuen, energiehaltigeren Erdgas stabil und ohne Komplikationen.“

Für die Verbraucher selbst sei die Umstellung grundsätzlich unproblematisch verlaufen, so der Sprecher. Wichtig sei jedoch, dass Kundinnen und Kunden, deren Erdgasgeräte im Zuge der Umstellung noch angepasst werden müssen, die bereits schriftlich angekündigten Termine unbedingt einhalten.

„Diese Anpassungen sind erforderlich, um einen weiterhin sicheren und effizienten Betrieb der Geräte zu gewährleisten.“ Für alle anderen Kunden sieht die EWE Netz keinen Handlungsbedarf.

Die Umstellung war seit Monaten geplant und intensiv vorbereitet worden. Notwendig geworden ist der Abschied vom so genannten L-Gas vor allem deshalb, weil die Niederlande angekündigt hatten, in den kommenden Jahren kein Erdgas mehr nach Deutschland exportieren zu können. Das energiehaltigere H-Gas kommt vornehmlich aus Norwegen – oder im steigenden Anteil auch über Importe von Flüssigerdgas (LNG).

Im Vorfeld hatten von der EWE beauftrage Techniker alle Gasverbraucher in den Haushalten inspiziert und sie auf die neue Gas-Art eingestellt. Nicht möglich ist die Umstellung nur bei sehr alten Heizungen, die im Fall der Fälle notfalls ausgetauscht werden müssen. 

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Unternehmen fordern dringend konsequenten Bürokratie-Abbau

Wilhelmshaven/Friesland (22. 4. 2026) – Die allermeisten Unternehmen (97 Prozent) in der Jade-Region kämpfen mit steigenden Kosten. Als Konsequenz wollen über 40 Prozent der im Rahmen der „Wirtschaftsumfrage Frühjahr 2026“ befragten Unternehmen ihre eigenen Preise anpassen. Aber längst nicht alle gehen davon aus, dass sie ihre Umsätze steigern können. Als Unsicherheitsfaktor wird zudem die weltpolitische Lage wahrgenommen. 

Im Durchschnitt verzeichneten die Unternehmen bei den Energiekosten eine Zunahme von 8,43 Prozent. Auch in anderen Bereichen sei der Kostendruck hoch. Die Materialkosten lagen im Schnitt um 7,64 Prozent über dem Vorjahresniveau, während sich die Lohnkosten durchschnittlich um 7,95 Prozent erhöht hätten. 

Kostendruck gefährdet Investitionen

„Die Folgen der Kostensteigerungen zeigen sich bereits deutlich: Sinkende Margen und Erträge führen in einigen Fällen zu negativen Gewinnsituationen“, befürchtet Tom Nietiedt, Präsident des Arbeitgeber- und Wirtschaftsverband Jade (AWV): „Viele Unternehmen verfügen nur über begrenzte Möglichkeiten, ihre Preise anzupassen, was langfristig dazu führen kann, dass sie notwendige Investitionen aufschieben. Gleichzeitig bleibt der Wettbewerbs- und Preisdruck im Vergleich zum europäischen Ausland hoch.“ 

Die Daten gehen aus der Wirtschaftsumfrage hervor, deren Ergebnisse jetzt vom AWV, vom Wirtschaftsförderkreis Harlingerland und dem Netzwerk Wirtschaft Varel vorgestellt wurden. An der Umfrage beteiligten sich 166 Unternehmen mit insgesamt über 33.265 sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten aus der Stadt Wilhelmshaven, dem Landkreis Wittmund und dem Landkreis Friesland. 

Bei der Abfrage, die vor dem Ausbruch des Iran-Krieges stattfand, ging es um aktuelle politische Themen, die Einschätzung der wirtschaftlichen Lage, der Prognose für die kommenden sechs Monate und die Bewertung der Standort-Rahmenbedingungen in der Jade Wirtschaftsregion. 

Knapp ein Drittel der Betriebe unzufrieden

Als gut bezeichnen 37 Prozent (39 %) der Unternehmen die aktuelle wirtschaftliche Lage – damit ähnlich viele wie im letzten Jahr. 43 Prozent (32 %) empfinden die Situation als befriedigend. 20 Prozent (29%) beschreiben ihre Lage als unbefriedigend bzw. schlecht.

25 Prozent der Unternehmen bezeichnen ihren Auftragsbestand als „relativ hoch“. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Wert damit auf einem ähnlichen Niveau. 54 Prozent (52 %) bewerteten ihren derzeitigen Auftragsbestand als ausreichend, 21Prozent (25 %) als zu gering. Der Auftragsbestand reicht bei den Unternehmen durchschnittlich für die nächsten 10 Monate (12 Monate). 

Für die kommenden sechs Monate gehen 9,9 Prozent (10,3 %) der Unternehmen von einem deutlichen Umsatzanstieg von mehr als zehn Prozent aus. Weitere 34,2 Prozent (41,6 %) rechnen mit einer positiven Umsatzentwicklung zwischen drei bis zehn Prozent. Der größte Anteil (39,6 %) erwartet hingegen keine nennenswerten Veränderungen. 16,2 Prozent (11,7 %) gehen davon aus, dass sich ihre Umsätze negativ entwickeln.

Zurückhaltung bei Investitionen

Mit Blick auf die steigenden Kosten gaben 40,6 Prozent (37,8 %) der Befragten an, ihre Preise erhöhen zu wollen. Gleichzeitig rechnet fast die Hälfte der Unternehmen damit, ihre Verkaufspreise stabil halten zu können. Preissenkungen planen lediglich 2,8 Prozent der Antwortenden.

Bei den Investitionen zeigt sich die Wirtschaft weiter zurückhaltend. Nur 26,8 Prozent (24,7 %) der Befragten planen, ihr Investitionsbudget in der kommenden Zeit auszuweiten. Die Mehrheit der Betriebe beabsichtigt, ihr derzeitiges Investitionsniveau beizubehalten. Mit 14.3 Prozent deutlich geringer als im Vorjahr fällt der Anteil der Unternehmen aus, die ihre Investitionen zurückfahren wollen. 2025 waren es noch 25 Prozent. 

Schlechte Noten für Bundesregierung

Kritisch sehen die Unternehmen die Arbeit der Bundesregierung. Nur ein Befragter bewertete die bisherige Arbeit der Koalition aus CDU und SPD als sehr gut, lediglich acht Prozent als gut. Weit über die Hälfte stellte den politisch Verantwortlichen ein befriedigendes oder nur ausreichendes Zeugnis aus (75,2 %). 16 Prozent der Unternehmen bewerteten den bisherigen Kurs der Bundesregierung sogar als mangelhaft. 

Der Bedarf an politischer Unterstützung und spürbaren Entlastungen wird von den Unternehmen weiterhin als sehr hoch eingeschätzt. Mit großem Abstand an erster Stelle steht dabei wie im Vorjahr der Wunsch nach einem konsequenten Bürokratieabbau (91,1 %). Deutlich dahinter folgen Forderungen nach einer Senkung der Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung (48,8 %), Verbesserungen im Bildungssystem (33,1 %) sowie eine Reform der Unternehmensbesteuerung (32,2 %). Darüber hinaus wünschen sich 30,6 % der Unternehmen stärkere politische Impulse zur Förderung der Digitalisierung. 

Unternehmen erwarten Unterstützung

Weitere Themen, bei denen viele Unternehmen Unterstützung erwarten, sind Maßnahmen gegen den Arbeitskräftemangel (29,8 %), eine stärkere Förderung von Investitionen (29%) sowie Verbesserungen bei der Verkehrsinfrastruktur (28,2 %). Gefragt nach den wirksamsten Impulsen zur Belebung der Wirtschaft setzen die Unternehmen vor allem auf steuerliche Entlastungen. 

Im Vergleich zur Bundesregierung schneidet die niedersächsische SPD/Grüne-Landesregierung besser ab. Knapp über 20 Prozent bewerten ihre Arbeit mit gut bis sehr gut und über die Hälfte der Unternehmen vergibt die Note drei. Lediglich 6,5 Prozent schätzen die Leistungen der Landesregierung als „mangelhaft“ ein.

Unsicherheiten durch Trump

Allgemeine Planungsunsicherheit befürchten viele Unternehmen von den Entscheidungen des US-Präsidenten Donald Trump. Seine Zollpolitik könne sich auf den Handel insgesamt und auf die Lieferketten und die Rohstoffpreise auswirken. Auch die Stärkung der Verteidigungsausgaben/Rüstung wirke sich aus.

Die Bewertung der Standortattraktivität der Jade Wirtschaftsregion fällt überwiegend stabil aus. Drei Viertel der befragten Unternehmen (75,2 %) sehen derzeit keine Veränderungen. 18,1 Prozent (29,2 %) der Unternehmen nehmen hingegen eine positive Entwicklung wahr und sind der Ansicht, dass sich die Attraktivität des Standorts in letzter Zeit verbessert habe – auch für ansiedlungsinteressierte Betriebe. 

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Ein Flugzeugträger als Symbol für Völkerverständigung

Hooksiel/Wilhelmshaven (21. 4. 2026) – Er war das Symbol militärischer Stärke – und zugleich wurde er zum Botschafter für verlässliche Bündnispolitik und transatlantische Freundschaft. Der amerikanische Flugzeugträger „USS Nimitz“ war zuletzt vor knapp 40 Jahren, im September 1986, zu Gast in Wilhelmshaven. 

Christa Klostermann präsentiert eine „Nimitz“-Kappe, die an den Besuch von US-Navy-Soldaten 1978 in Hooksiel erinnert. Foto: hol

Wie bei den Besuchen zuvor in den Jahren 1975, 1978 und 1980 zog das 333 Meter lange Kriegsschiff Tausende Schaulustige an. Zeitzeugen berichten, dass der Deich voller Menschen stand, um das Einlaufen des mit Nuklearreaktoren angetriebenen Flugzeugträgers und seiner über 5000-köpfigen Besatzung zu verfolgen. Interessierte aus ganz Deutschland nutzten die Gelegenheit, sich beim „Open Ship“ oder bei kleinen Bootstouren auf der Jade einen Eindruck von dem Meeresgiganten zu verschaffen.

Während der Besuche der Besatzungsmitglieder an Land kam es dann zu unzähligen Begegnungen und Gesprächen von Menschen – von Deutschen und Amerikanern, aus denen auch dauerhafte Freundschaften bis hin zu Ehen entstanden. Viele Erinnerungen daran sind bis zum heutigen Tag lebendig. Deutlich wird das in einer aktuellen Artikelserie der „Wilhelmshavener Zeitung“, in der Leser zu Wort kommen, die erzählen, wie sie die „Nimitz“-Besuche erlebt haben.

Das alterst Kriegsschiff der US-Navy, der Flugzeugträger „Nimtz“, soll 2027 außer Dienst gestellt werden. Das gigantische Schiff war vier Mal zu Besuch in Wilhelmshaven, zuletzt vor knapp 40 Jahren. Foto: privat

Zeugnisse des Truppenbesuchs von 1978 kann man auch in der Hooksieler Gaststätte „Zum schwarzen Bären“ bewundern. Stolz zeigt Christa Klostermann an eine Wand mit Analen, an der ein Blechschild mit dem Schriftzug „Nimitz“ verewigt ist – eingerahmt von den Flaggen der USA und dem Rüstringer Friesen aus Wilhelmshaven. Daneben hängt die Kappe eines Besatzungsmitglieds. „Bei uns war damals eine Gruppe von Offizieren de US-Navy zum Essen zu Gast. Ich glaube, die haben sich ganz wohl gefühlt“, erinnert sich die Gastronomin.

Die Tage der 1975 in Dienst gestellten „Nimitz“ sind inzwischen gezählt. Das Kriegsschiff soll im nächsten Jahr ausrangiert werden.

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Saisonstart für Helgoland-Ausflüge verschiebt sich weiter

Hooksiel/Wilhelmshaven (20. 4. 2026) – Der Start in die Helgoland-Saison steht aus Hooksieler Sicht unter einem schlechten Stern. Auch für diese Woche hat die Rederei Adler & Eils (Büsum) alle geplanten Fahrten von Hooksiel und Wilhelmshaven aus zur „roten Insel“ abgesagt.

Als Begründung verweist die Reederei auf die „aktuelle weltpolitische Lage“. Dadurch würde sich die Lieferung eines Ersatzteils verzögern, das für den sicheren Betrieb des Katamarans „Adler Cat“ zwingend erforderlich sei. Angaben dazu, wann das Ersatzteil voraussichtlich eintreffen wird und ab wann Interessierte einen Helgoland-Ausflug sicher planen können, macht das Unternehmen nicht.

„Bereits gekaufte Tickets können kostenfrei bei den jeweiligen Vorverkaufsstellen zurückgegeben werden“, teilt die Reederei mit. Online gekaufte Tickets würden automatisch auf das bei der Buchung genutzte Zahlungsmittel erstattet.

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Großübung auf der Jade: Schiffbrüchige suchen, retten und bergen

Wilhelmshaven/Hooksiel (20. 4. 2026) – Schiffbrüchige suchen und retten, Verletzte versorgen und Havaristen schleppen: Das sind einige der Herausforderungen für die Seenotretter bei der „SAREx Wilhelmshaven 2026“. Die Abkürzung SAREx steht dabei für =Search and Rescue Exercise, Such- und Rettungsübung.

Trainingsszenarien wie am „Havaristen“ längsseits gehen erwarten die Seenotretter bei der Großübung „SAREx Wilhelmshaven“. In der Luft darüber ein NH90-Rettungshubschrauber der Deutschen Marine. Foto: DGzRS/Alexander Krüger

Ausrichter der Übung, die von Mittwoch bis Sonntag, 22. bis 26. April, auf der Jade stattfinden wird, ist die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS). Sieben Rettungseinheiten der DGzRS sowie einige externe Schiffe und Hubschrauber nehmen daran teil.

Während der Übung trainieren die Seenotretter vor allem die Koordinierung gemeinsamer Einsätze. Die genauen Szenarien werden den beteiligten Besatzungen erst mit der jeweiligen „Alarmierung“ mitgeteilt, um möglichst realistische Situationen zu erzeugen. Auch die medizinische Erstversorgung und der Verletztentransport sind Bestandteile der geplanten Trainings an den Kernübungstagen Donnerstag, Freitag und Samstag.

Am Donnerstag- und Freitagmorgen trainieren die Besatzungen im Wechsel wichtige Handgriffe und Fertigkeiten im Hafen an Bord und an Land, darunter die Übergabe Schiffbrüchiger von Schiff zu Schiff, die Rettung aus engen Schiffsinnenräumen, international einheitliche SAR-Einsatzverfahren wie Suchmuster und Führungsaufgaben sowie technische Navigation.

Die jahrzehntelange Erfahrung der Seenotretter zeigt: Ständiges Training ist entscheidend für den erfolgreichen Einsatz. Größere Übungen dieser Art fanden in den vergangenen Jahren auch in der Lübecker Bucht, in der Eckernförder Bucht, vor Büsum und im Greifswalder Bodden statt. Wilhelmshaven ist in diesem Jahr zum insgesamt sechsten Mal Gastgeber der SAREx.

An der „SAREx Wilhelmshaven 2026“ teilnehmen werden die Seenotrettungskreuzer „Hans Hackmann“, „Eugen“ (Station Norderney) und „Pider Lüng“ (List) sowie die Seenotrettungsboote „Peter Habig“ (Wilhelmshaven), „Wolfgang Paul Lorenz“ (Horumersiel), „Secretarius“ (Langeoog) und „Paul Nesse“ (Eiderdamm).

Außerdem werden das Zollschiff „Friesland“ sowie drei Rettungshubschrauber erwartet. Für realistische Szenarien stehen mehrere Schiffe als Havaristen-Darsteller zur Verfügung, darunter der Schlepper „Fairplay 34“ der Fairplay Towage Group.

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Auch Wangerländer dürfen beim „Stadtradeln“ mitmachen

Wangerland/Friesland (20.4. 2026) – Ab Sonntag, 3. Mai, ist es wieder so weit: Bis einschließlich Samstag, 23. Mai, sind alle Friesländerinnen und Friesländer aufgefordert, möglichst viele Kilometer mit dem Fahrrad zurückzulegen. Der Appell des Landkreises Friesland ist Teil der bundesweiten Klimaschutzkampagne „Stadtradeln“.

Neben dem Landkreis beteiligen sich die Städte Jever und Varel sowie die Gemeinden Wangerooge und Zetel an der Aktion. Die Gemeinde Wangerland hatte sich nach zuletzt sehr dürftigen Teilnehmerzahlen schon im vergangen Jahr aus der Aktion zurückgezogen.

Wangerländer können trotzdem mitradeln. Als Friesländer gelten alle, die im Landkreis leben, arbeiten, einem Verein angehören oder eine Schule besuchen. „Durch die CO2-freie Fortbewegung mit dem Fahrrad leisten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz“, wirbt der Landkreis.

Einzel- und Team-Preise warten auf die fleißigsten Radler. Zudem werden erneut gemeinsam mit der EWE als Sponsor Schulen bzw. Schulklassen mit den meist geradelten Kilometern pro Kopf in den drei Kategorien 1. bis 4. Klasse, 5. bis 9. Klasse und 10. bis 13. Klasse mit je 500 Euro für die Klassenkasse ausgezeichnet.

Eine Neuerung: In einem Stempelpass können Teilnehmende im Kreisgebiet Stempel sammeln. Es gibt 24 Stationen, an denen zum Kampagnenstart die Stempelpässe zum Mitnehmen bereit liegen. Im Wangerland gibt es die Pässe im Rathaus in Hohenkirchen, im Restaurant „8 Grad Ost“ in Schillig und bei Zweirad Lüpkes im Gewerbegebiet in Hooksiel. Wer die Karte ausfüllt und einreicht, hat eine weitere Chance auf attraktive Gewinne. Infos zum Stadtradeln unter www.stadtradeln.de und www.friesland.de/klimaschutz.

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