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Hooksiel-life: Vom Leben an der Küste

Gezielter Schlag gegen mutmaßlich kriminelle Autohändler

Friesland/Wilhelmshaven (26. 5. 2026) – Die Ermittlungsbehörden haben heute zwölf Objekte in Wilhelmshaven und Friesland durchsucht und dabei Haftbefehle gegen zwei männliche Beschuldigte im Alter von 25 und 49 Jahren vollstreckt. Die Razzien fanden im Rahmen umfangreicher, behördenübergreifender Ermittlungen zur Bekämpfung der Organisierten Kriminalität statt. Die Leitung lag bei der Zentralstelle zur Bekämpfung krimineller Clanstrukturen bei der Staatsanwaltschaft Osnabrück.

Zwei Beschuldigte verhaftet

Im Einsatz waren Kräfte Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland, die von zahlreichen weiteren Kräften unterstützt wurden. Durchsucht wurden Gebäude und Wohnungen in Wilhelmshaven, Sande und Schortens. Hintergrund der Maßnahmen, so die Behörden, sei ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des gewerbs- und bandenmäßigen Betruges sowie weiterer Straftaten im Zusammenhang mit dem Handel von Kraftfahrzeugen. 

Nach bisherigen Erkenntnissen sollen Fahrzeuge mit hoher Laufleistung, darunter ehemalige Taxen, Mietwagen und Transporter, angekauft und anschließend durch manipulierte Kilometerstände gewinnbringend weiterverkauft worden sein. Die manipulierten Fahrzeuge sollen dabei über Zulassungsdienste gezielt auf Dritte zugelassen worden sein, um deren tatsächliche Herkunft zu verschleiern. 

Manipulierte Autos verkauft

Die anschließenden Verkäufe erfolgten mutmaßlich als vermeintliche Privatverkäufe. Bei den Durchsuchungen sei diverses Beweismaterial sichergestellt worden. Gegen die Beschuldigten wurden vom Amtsgericht Wilhelmshaven Haftbefehle erlassen. Sie seien im Anschluss in Justizvollzugsanstalten gebracht worden.

Beteiligt an den Maßnahmen seien neben Beamtinnen und Beamten der örtlichen Polizei unter anderem Kräften der Zentralen Polizeidirektion Niedersachsen, der Verfügungseinheiten Delmenhorst und Oldenburg sowie der Diensthundeführerstaffel.  Der Leiter der PI Wilhelmshaven/Friesland, Jörg Beensen, betont die besondere Bedeutung solcher Einsätze: „Clanähnliche Täterstrukturen beeinträchtigen in erheblichem Maße das Sicherheitsgefühl und das Vertrauen der Bevölkerung in den Rechtsstaat. Wer systematisch, organisiert und bandenmäßig Straftaten begeht, erhebliche illegale Gewinne erzielt und dabei Gesetze missachtet, muss konsequent mit dem Einschreiten der Sicherheitsbehörden rechnen. Unser Ziel bleibt es, kriminelle Clanstrukturen nachhaltig zu zerschlagen.“

Knodel sicher: Herings- und Krabbentage haben Zukunft

Hooksiel (26. 5. 2026) – Die „Heringstage“ sind Geschichte. Es leben die „Krabbentage“. Die Dorfgemeinschaft Hooksiel bereitet sich nach der rundum gelungen Veranstaltung über die Pfingsttage auf das nächste große Fest vor. Die „Krabbentage“ werden von Freitag, 31. Juli, bis Sonntag, 2. August, gefeiert.

Drachenboot
Die „Hooksieler Drachenboot-Regatta“ findet am 1. August im Rahmen der „Hooksieler Krabbentage“ statt. Archiv-Foto: hol

„Die Zukunft der Herings- und der Krabbentage ist nicht in Gefahr“, versichert Marco Knodel. Er tritt damit Gerüchten entgegen, die nach der Absage des „FCN Hafenfestes“ für dieses Jahr offenbar im Umlauf sind. Bekanntlich hatte der Festausschuss des Hafenfestes nach einigen personellen Veränderungen beschlossen, sein Fest, das seit etlichen Jahren stets am dritten August-Wochenende stattfand, in 2026 ausfallen zu lassen. Der neu formierte Festausschuss hat sich aber fest vorgenommen, das „FCN Hafenfest“ für das nächste Jahr wieder auf die Beine zu stellen.

Ein fester Bestandteil des Hafenfestes, die „Hooksieler Drachenboot-Regatta“, findet auch in diesem Jahr statt. Die Wettfahrten auf dem Wasser im Alten Hafen werden jetzt im Rahmen der „Krabbentage“ am Samstag, 1. August, ab 12.30 Uhr ausgetragen.

Der Organisator der „Drachenboot-Regatta“, Jan-Eike Doyen, wirbt derzeit bereits um Mannschaften, die sich in eines der beiden vom Verein zur Verfügung gestellten Boote setzen wollen, um sich in Ausscheidungsrennen mit anderen Teams zu messen. Jede Mannschaft muss zwei Vorläufe bestreiten. Die dabei erzielten Zeiten qualifizieren für die Endläufe. 

Für die „Heringstage“ zieht Knodel eine durchweg positive Bilanz. Herrliches Wetter, Tausende Besucher, zufriedene Schausteller, tolle musikalische Darbietungen. „Schön ist es vor allem, wenn man bei der Organisation eines solchen Festes von vielen Seiten unterstützt wird.“ Neben privaten Sponsoren nennt Knodel dabei ausdrücklich auch die Gemeinde Wangerland und die Wangerland Touristik GmbH. 

Und noch ein Gerücht weist der Vorsitzende der Dorfgemeinschaft als haltlos zurück. Dass er persönlich im kommenden Jahr nicht wieder für den Vorsitz im Verein der Hooksieler Vereine kandidieren werde, habe nichts mit den Volksfesten zu tun. Knodel zeigt sich überzeugt: „Die Herings- und Krabbentage wird es auch in Zukunft geben.“

Freibad in Tettens eröffnet: „Kleine Oase“ wird 70

Wangerland (26. 5. 2026) – Am Pfingstwochenende hat das letzte Freibad die Wangerland die Saison eröffnet eröffnet. Das Freibad Tettens, gut 13 Kilometer von Hooksiel entfernt, hat ab sofort täglich von 13 bis 19 Uhr geöffnet – bei freiem Eintritt. Bei zweifelhafter Wetterlage empfiehlt die 2. Vorsitzende des Fördervereins, Susanne Lammers, einen Anruf im Kiosk (Tel. 04463/5910), um zu klären, ob das Bad genutzt werden kann.

Der Badebetrieb in Tettens hat begonnen. Das Freibad ist bei schönem Wetter täglich von 13 bis 19 Uhr geöffnet. Foto: Alter

Das Schwimmbecken ist 10 mal 33 Meter groß. Nach der Schließung des Meerwasser-Hallenwellenbades in Hooksiel und der „Friesland-Therme“ in Horumersiel ist das Freibad in Tettens das letzte verbliebene Bad im Gemeindegebiet. Getragen wird es von einem über 500 Mitglieder starken Förderverein, der – unterstützt von Ehrenamtlichen, Firmen und der Gemeinde Wangerland – die „kleine Oase im Ort“ unterhält. Die technische Betreuung liegt in den Händen des Dienstleisters Jan Alter.

Für Samstag, 4. Juli, plant der Förderverein ein Jubiläumsfest. Dann wird das Schwimmbad 70 Jahre alt. 

„Grüne Hausnummer“ für energieeffiziente Gebäude

Friesland/Wangerland (26. 5. 2926) – Hauseigentümer aus dem Landkreis Friesland, die besonders energieeffizient gebaut oder saniert haben, haben die Chance, dafür mit der „Grünen Hausnummer“ ausgezeichnet zu werden. Interessierte können sich bis Freitag, 24. Juli, bewerben.

Ansprechpartner ist Jens-Uwe Lalk aus dem Bereich Klimaschutz und Klimafolgenanpassung des Landkreises Friesland. Die Kampagne wird in Kooperation mit der Niedersächsischen Energie- und Klimaschutzagentur (KEAN) durchgeführt. Weitere Informationen gibt es online  www.klimaschutz-niedersachsen.de/gruenehausnummer oder unter www.friesland.de/klimaschutz herunterladen.  Erfolgreiche Bewerber erhalten eine individuelle „Grüne Hausnummer“ zum Anbringen an ihrem Haus sowie eine Urkunde. Die offizielle Verleihung ist für September 2026 geplant.

„Die ‚Grüne Hausnummer‘ ist ein sichtbares Zeichen für das Engagement im Bereich von energieeffizientem und nachhaltigem Bauen und Sanieren. Mit ihr wollen wir die vielen guten Beispiele im Landkreis Friesland würdigen und zeigen“, sagt Lalk. Für die Auszeichung in Frage kommen Eigentümer, die ihren Altbau besonders energieeffizient saniert oder die ihren Neubau mindestens als Effizienzhaus 40 fertiggestellt haben.

Neue Sirene auf Mast am Feuerwehrgerätehaus einsatzbereit

Friesland/Wangerland (25. 5. 2026) – In der zweiten Jahreshälfte soll das neue Sirenenanlagen-Netz im Landkreis Friesland einsatzbereit sein. Aktuell sind bereits die allermeisten Dachanlagen installiert, an einigen Mastanlagen werde noch gearbeitet. Insgesamt soll das Alarmnetz 65 Anlagen umfassen.

Die neue Sirenenanlage am Hooksieler Feuerwehrhaus am Hohe Weg soll künftig den Ort vor Gefahrenlagen warnen. Foto: hol

„Die geplante Verteilung der Sirenen stellt sicher, dass nahezu alle Bereiche im Landkreis abgedeckt sind“, so der Landkreis. Mit den neuen Anlagen werde ein flächendeckendes, zuverlässiges und modernes Warnsystem im Landkreis Friesland geschaffen. Die Gesamtkosten werden mit rund zwei Millionen Euro beziffert. Daran sollen sich die kreisangehörigen Kommunen mit 50 Prozent beteiligen. Die Gemeinde Wangerland und die Stadt Schortens haben dem Paket bislang mi Blick auf ihre angespannten Haushaltslagen nicht zugestimmt.

Zuschuss vom Bund

Jetzt könnten dazu neue Überlegungen angestellt werden. Der Landkreis erhält 737.550 Euro aus dem Sirenenförderprogramm 2.0 des Bundes. Die Mittel werden über das Land Niedersachsen vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) bereitgestellt. Der Zuschuss soll je zur Hälfte den Kommunen und dem Landkreis zugute kommen. Damit verringert sich der Eigenanteil der Kommunen um 368.775 Euro. 

„Ein schöner Erfolg!“, findet Landrat Sven Ambrosy. Er wirbt weiter darum, dass auch die Gemeinde Wangerland und die Stadt Schortens dem Pakt für Sicherheit im Landkreis Friesland beitreten. „Angesichts der Förderung gibt es gute Gründe dafür, die bisherige Entscheidung zu überdenken.“

15 Anlagen im Wangerland

Für die Gemeinde Wangerland sind insgesamt 15 Sirenen vorgesehen. Eine davon steht seit einigen Tagen mitten in Hooksiel. Am neuen Feuerwehrgerätehaus am Hohe Weg wurde eine entsprechende Mastanlage aufgestellt. In Varel werden künftig elf, in Jever neun, in Schortens und Bockhorn jeweils acht, in Sande und Zetel jeweils sechs und auf Wangerooge zwei Sirenen bei Not- oder Katastrophenlagen ertönen.

Die neuen Sirene können deutlich mehr als klassische Heultöne: Neben den bundesweit einheitlichen Sirenensignalen seien auch Sprachdurchsagen in verschiedenen Sprachen möglich, so der Landkreis. „Zudem lassen sich die Anlagen gezielt und abhängig von Windrichtung oder Gefahrenlage ansteuern, so dass Warnungen nur dort ausgelöst werden, wo sie benötigt werden.“

Wichtig bei Stromausfällen

Das Sirenennetz soll moderne Warnsysteme wie Apps und Mobilfunkmeldungen ergänzen. Es sei vor allem dann unverzichtbar, wenn technische Störungen oder Stromausfälle auftreten. Die wichtigsten Sirenensignale im Überblick. Warnung vor einer Gefahr: Eine Minute lang auf- und abschwellender Heulton. Entwarnung: Eine Minute gleichbleibender Dauerton.

Heringstage: Tolle Partystimmung am Alten Hafen

Hooksiel (24. 4. 2026) – Dass Sascha Kränkel sich in Hooksiel wohl fühlt, das merkt man. Ohne jede Berührungsangst spielte der Frontmanm und Sänger der Partyband Hamburger Partyband „Hitfluencer“ am Samstagabende am Alten Hafen mit seinem Publikum. Mal von der Bühne herab, mal mitten im Publikum in seiner weißen Kapitäns-Uniform.

Sascha Kränkel von den „Hitfluencern“ mischte sich als Kapitän direkt unter das Publikum. Foto: hol

Das Ergebnis: Stimmung pur bei den zahlreichen Besuchern der Hooksieler Heringstage; darunter viele Urlauber, aber auch jede Mengen Menschen aus dem Ort und der Region. Bei zahlreichen der Coverhits aus der deutschen und der internationalen Musikgeschichte, die die vier Profimusiker gekonnt vortrugen, konnte das Publikum mitsingen. Gelegentlicher Konfetti-Regen vermittelte zusätzlich Konzertatmosphäre.

Wunderschönes Ambiente

Und das bei herrlichem Wetter, umrahmt vom wunderschönen Ambiente am Alten Hafen zwischen Fischkuttern, Packhäusern und Schaustellerbuden – alles kostenlos. Sieht man von dem Obolus einmal ab, der für Bier, Wein, Cocktail und die ein oder andere Leckerei zu entrichten war. 

Die Heringstage werden noch bis Pfingstmontag gefeiert. Schon ab Freitag nachmittag drängten sich Tausende Besucher durch die Lange Straße, vorbei an Kinderkarussells und Verkaufsbunden hin zum Alten Hafen, wo das Fest am Abend offiziell eröffnet worden war. Aber nicht, wie eigentlich erwartet, vom amtierenden Bürgermeister, der verhindert war.

Für Mario Szlezak sprangen kurzerhand die Kandidaten Thies Fischer (CDU) und Bernd Abrahams (Pro Wangerland) ein, die den SPD-Amtsinhaber bei der Kommunalwahl im Herbst beerben möchten. Sie widerstanden der Versuchung, die Bühne für Wahlkampfparolen zu nutzten. Die CDU spendierte zudem ein Fass Freibier.

Doppel-Auftritt für Janine Meyer

Am Samstagnachmittag zog die Schlagersängerin Janine Meyer das Publikum mit keinen Geschichten und zahlreichen Hits in ihren Bann. Die Varelerin, die am Montagnachmittag noch einmal in Hooksiel auftreten wird, war kurzfristig für die Band „Tonic Brothers“ eingesprungen, die krankheitsbedingt absagen musste. 

Gut besucht war auch der Gottesdienst am Sonntagmorgen, der von Pastorin Hanja Harke und dem Gospelchor „Free Voices“ gestaltet wurde. Für heute Nachmittag wird Gerrit Akkermann erwartet, bevor ab 20 Uhr die „Rock Shots“ erneut für Partystimmung sorgen sollen. 

Die Lange Straße verwandelt sich zu den Heringstagen zu einer bunten Flaniermeile. Foto: hol
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Bei der Kommunalwahl geht Genauigkeit vor Schnelligkeit

Hooksiel/Wangerland (18. 5. 2026) – Freie und gleiche Wahlen sind die Basis einer Demokratie. Ebenso wichtig: Der formal korrekte Ablauf des Urnengangs. Alle potenziellen Wählerinnen und Wähler müssen erfasst, die Kandidaten nominiert und am Ende die Stimmen ordnungsgemäß gezählt werden. Gerade bei Kommunalwahlen in Niedersachsen ist das alles andere als trivial. Jeder Wähler hat dabei drei Stimmen, die er „kumulieren“ und „panaschieren“ kann. 

Gemeindewahlleiterin Bianca Situs und ihre Stellvertreter Thomas Hayen stehen im Rathaus an der Spitze des Teams, das die Kommunalwahl im September vorbereitet und durchführt. Foto: hol

Was das bedeutet, erläutert Bianca Siuts. Die Leiterin der Abteilung 1 („Zentrale Dienste“) im Rathaus ist vom Rat der Gemeinde Wangerland zur Gemeindewahlleiterin gewählt worden. Damit liegen Vorbereitung, Planung, Organisation und Durchführung der Kommunalwahl am 13. September in ihrer Verantwortung. „Üblicherweise ist das die Aufgabe des Hauptverwaltungsbeamten“, erläutert Bianca Siuts. „Aber unser Bürgermeister steht ja diesmal selbst zur Wahl. Da kann er natürlich nicht die Wahlleitung übernehmen.“

Viele gesetzliche Vorgaben

Bianca Siuts hat schon etliche Wahlen mit organisiert. Sie zählt zu den Urgesteinen in der Gemeindeverwaltung. Hier hat sie 1987 ihre Ausbildung begonnen und abgeschlossen, hat sich fortgebildet und war lange fürs Personalwesen in der Gemeindeverwaltung zuständig. Im vergangenen Jahr wurde sie zur Abteilungsleiterin gewählt. 

Die allermeisten Arbeiten bei der Vorbereitung der Kommunalwahl erledige „ihr Team“, zu dem auch ihr Stellvertreter Thomas Hayen zählt, so Siuts. Ihre wesentliche Aufgabe sei es, darauf zu achten, dass die gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden. Und davon gibt es jede Menge.

8261 Wahlberechtigte

Am 13. September bestimmen die Wählerinnen und Wähler über die Zusammensetzung des künftigen Gemeinderates und wählen den neuen Bürgermeister. Darüber hinaus werden auch ein neuer Landrat und die friesländischen Kreistagsabgeordneten gewählt. Stand heute gibt es im Gemeindegebiet 8261 Wahlberechtigte.

Wer darf eigentlich den Gemeinderat wählen? „Wahlberichtigt sind alle deutschen Bürgerinnen und Bürger sowie Staatsangehörige eines EU-Staates, wenn sie am Wahltag 16 Jahre alt sind und zuvor mindestens drei Monate lang ihren Wohnsitz im Wangerland hatten“, erläutert Bianca Siuts. Hört sich einfach an, will aber im Detail geprüft sein. Ein Problem: Ins Wählerverzeichnis der Gemeinde werden Neubürger nur dann eingetragen, wenn sie hier auch offiziell ihren Wohnsitz angemeldet haben. 

Kandidaten-Nominierungen

Derzeit laufen bei den Parteien und Wählergruppen die Kandidaten-Nominierungen an. Wahlvorschläge für das Amt des Bürgermeisters müssen bis zum 6. Juli, die für die Wahl zum Gemeinderat bis zum 20. Juli bei der Wahlleitung vorliegen. Warum müssen Bürgermeister-Kandidaten sich früher melden? „Bürgermeister sind Wahlbeamte. Bei den Bewerbern wird geprüft, ob sie für die freiheitlich-demokratische Grundordnung eintreten“, erläutert Bianca Siuts. Ihre Bitte an alle Parteien und Einzelkandidaten: „Bitte reichen Sie ihre Wahlvorschläge möglichst früh ein. Das erleichtert die Arbeit im Rathaus enorm.“

Jeder Wahlvorschlag fürs Bürgermeisteramt, der nicht von im Rat oder im Landtag vertretenen Parteien oder Gruppen kommt, muss zudem von 120 Wahlberechtigten aus dem Wangerland persönlich und handschriftlich unterschrieben sein. Und natürlich müssen diese Angaben kontrolliert werden. Dabei sei es hilfreich, so eine weitere Bitte der Wahlleitung, wenn die Formulare vollständig ausgefüllt und die Namen lesbar sind. 

24 Sitze im Gemeinderat

Parteien und Wählergruppen dürfen Kandidatenlisten mit bis zu 29 Bewerberinnen und Bewerbern einreichen. Aber auch Einzelbewerber können sich um einen der 24 Sitze im Gemeinderat bemühen. Dafür benötigen sie ebenfalls Unterstützer-Unterschriften, allerdings nur von 20 wahlberechtigten Wangerländern. Wählbar sind übrigens für den Rat alle über 18-Jährigen, die mindestens seit sechs Monaten einen Wohnsitz im Wangerland haben. Bürgermeister-Kandidaten hingegen können auch von außerhalb kommen.

Eine Herausforderung ist auch der Wahltag selbst. Auch er will gut vorbereitet sein. Froh ist Bianca Siuts, dass der Rat vor geraumer Zeit die Zahl der Wahlbezirke verringert hat. Das erleichtere die Besetzung der jeweils Wahlvorstände mit jeweils acht Wahlhelfern. Hooksiel ist einer der Wahlbezirke. Die weiteren: Hohenkirchen, Horumersiel-Altebrücke-Wiarden, Minsen-Friederikensiel, Neugarmssiel, Tettens-Oldorf-Wiefels und in Waddewarden. Hinzu kommen zwei Briefwahlbezirke.

Briefwahl liegt im Trend

Die Vorbereitung der Briefwahl ist ebenfalls anspruchsvoll. Bei der Gemeinde geht man davon aus, dass der Anteil der Briefwähler weiter steigen wird. Gaben bei der Kommunalwahl 2021 noch 21 Prozent der Wähler ihre Stimmen per Brief ab, könnten es im diesem Herbst bis zu 30 Prozent werden. Entsprechende Mengen an Papier und Umschlägen müssen geordert und Druckkapazitäten gesichert werden. 

Die Stimmzettel für die verschiedenen Wahlen werden übrigens unterschiedliche Farben haben. Der für die Bürgermeisterwahl ist weiß, der für den Gemeinderat hellgrüne und der für die Stichwahl hellblau. Zu einer Stichwahl am 27. September würde es aber nur dann kommen, wenn keiner der (bislang drei) Bewerber um das Bürgermeisteramt im ersten Wahlgang mehr als die Hälfe der gültigen Stimmen erhalten sollte. Die beiden Kandidaten mit den meisten Stimmen müssten sich dann erneut den Wählern stellen.

Konzentration erforderlich

Das Auszählen der Stimmen bei der Bürgermeisterwahl ist vergleichsweise einfach. Jeder Wähler hat hier nur eine Stimme. Anders als bei Gemeinderats- und Kreistagswahl. Hier können die Wählerinnen und Wähler auf den Stimmzetteln jeweils drei Stimmen verteilen – entweder indem sie alle ihre drei Stimmen der Kandidatenliste einer Partei oder einem einzelnen Kandidaten zuordnen (kumulieren) oder indem sie ihre drei Stimmen auf unterschiedliche Listen oder Kandidaten verteilen (panaschieren). 

„Gerade das Panaschieren erfordert beim Auszählen der Stimmen höchste Konzentration“, sagt Bianca Siuts. Auch deshalb weiß die Gemeindewahlleiterin schon heute, dass sie am Sonntag, den 13. September, einen langen Arbeitstag haben wird. „Ich gehen davon aus, dass es bis 23 Uhr, vielleicht auch bis 24 Uhr, dauern wird, bis die letzten Stimmen gezählt sind. Hier geht eben Genauigkeit vor Schnelligkeit.“ 

Anmerkung: Weitere Informationen zur anstehende Kommunalwahl in Gemeinde und Landkreis finden sich auf „Hooksiel-life“ unter dem Menüpunkt „Kommunalwahl 2026“

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Meppen und Fuchs kandidieren für die FDP

Wangerland (22. 5. 2026) – Die FDP Wangerland zieht mit zwei Kandidaten in den Kommunalwahlkampf. Wie Ratsherr Lübbo Meppen gegenüber „Hooksiel-Life“ bestätigte, habe man die Liste bereits bei der Gemeinde eingereicht. Neben Meppen bewirbt sich, wie schon 2021, Christian Fuchs um ein Mandat der Wählerinnen und Wähler.

Meppen (Waddewarden) gilt seit Jahren als Urgestein der Liberalen im Wangerland. Er zählt zu den führenden Köpfen in der Gruppe „Gemeinsam fürs Wangerland“ (GfW), zu der sich CDU, Grüne und FDP zusammengeschlossen haben. Fuchs (Wiardergroden) war vor wenigen Monaten ins politische Rampenlicht gerückt, als er seine Kandidatur als unabhängiger Bewerber für das Bürgermeisteramt angekündigt, wenig später aber wieder zurückgezogen hatte. 

Die Kommunalwahl ist für den 13. September angesetzt. Bei der Wahl 2021 kam die FDP auf 3,2 Prozent der Stimmen, was für einen Sitz im Gemeinderat reichte.

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„Round Table 167 Jever“ unterstützt Jugendarbeit im Reitverein

Hooksiel (22. 5. 2026) – Der „Round Table 167 Jever“ hat dem Reit- und Fahrverein (RuF) Hooksiel e.V. eine Spende im Wert von 500 Euro übergeben. Der Serviceclub unterstützt regelmäßig soziale Projekte sowie bedürftige Menschen. 

Janto Müller (stehend 2. von links) und Niklas Stiller (3. v. l.) vom „Round Table 167 Jever“ überreichten die Spende an den RuF Hooksiel. Mit auf dem Bild die Reitlehrerinnen Anja Stiller (links, stehend) und Freya Heinen (rechts, stehend). Foto Elsbeth Noatzsch 

Janto Müller und Niklas Stiller überreichten die vom Round Table finanzierten Anschaffungen an den Verein. Dazu gehören gelbe „Agility-Pylonen“, gelbe und blaue Schaumstoffstangen, so genannte „Dual Gassen“, sowie neue Halfter mit Führstricken für die Schulpferde. 

Der RuF Hooksiel bedankt sich für die Unterstützung. Die neue Ausstattung werde insbesondere der Kinder- und Jugendarbeit zugute kommen. Das Equipment eignet sich hervorragend für die Bodenarbeit sowie als Orientierungshilfe beim Reiten verschiedener Bahnfiguren. Besonders in den Wintermonaten habe die Bodenarbeit einen hohen Stellenwert. Auch für die Vorbereitung auf die Prüfungen der Reitabzeichen seien die Artikel ist eine große Bereicherung. 

Der „Round Table 167 Jever“ zählt an die 20 Mitglieder. Mit Vollendung des 40. Lebensjahres endet die Mitgliedschaft automatisch, anschließend wechseln die Mitglieder innerhalb des international aufgestellten Serviceclubs zum Old Table. 

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Verwaltungsgericht stoppt schnellen Bau von LNG-Terminal

Wilhelmshaven/Lüneburg (21. 5. 2026) – Das Oberverwaltungsgericht (OVG) Lüneburg hat am Donnerstag einem Eilantrag von Natur- und Umweltschutzverbänden stattgegeben. Danach wird der vom Rat der Stadt Wilhelmshaven beschlossene Bebauungsplan Nr. 225 vorerst auf Eis gelegt. Der Bebauungsplan darf danach erst umgesetzt werden, wenn das OVG seine Entscheidung im Normenkontrollverfahren gefasst hat.

Umweltschützer haben auch in Hooksiel gegen das geplante LNG-Terminal auf dem Voslapper Groden demonstriert. Archiv-Foto: ho

Das „Schutzbündnis“, bestehend aus Nabu, Deutsche Umwelthilfe (DUH) und BUND, hatte am 18. Februar Klage eingereicht, um die „Zerschlagung“ des Natur- und EU-Vogelschutzgebietes Voslapper Groden Nord in Wilhelmshaven zu verhindern. Der Bebauungsplan wäre Voraussetzung für die Pläne der Deutschen Grüngas und Energieversorgung GmbH (DGGEV), auf dem Voslapper Groden Nord ein LNG-Terminal und weitere fossile Energieimport-Infrastruktur zu bauen. Das Bündnis hält den Bebauungsplan für unrechtmäßig.

Vogelschutzgebiet darf nicht entwertet werden

„Diese Entscheidung ist ein großer Erfolg für den Natur- und Vogelschutz in Niedersachsen“, sagte Holger Buschmann, Landesvorsitzender NABU Niedersachsen. „Das Oberverwaltungsgericht hat verhindert, dass im Voslapper Groden Nord Fakten geschaffen werden, bevor die Rechtmäßigkeit des Bebauungsplans geprüft ist. Genau das war unser Ziel. Ein europäisches Vogelschutzgebiet darf nicht erst trockengelegt, gerodet und entwertet werden, während noch offen ist, ob dieser massive Eingriff überhaupt zulässig ist.“ 

Ähnlich auch Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH: „Die Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg im Eilverfahren ist ein richtiger und wichtiger Schritt für den Schutz wertvoller und einzigartiger Natur vor den Interessen eines fossilen Konzerns. Das von der DGGEV geplante fossile Großprojekt bleibt nun bis zur Entscheidung über die Rechtmäßigkeit des Bebauungsplans auf Eis.“ Die Entscheidung sei ein ermutigendes Signal für das noch ausstehende Hauptverfahren, so Susanne Gerstner, Vorsitzende des BUND Niedersachsen.

Stadt sieht im Beschlusss einen Erfolg

Aber auch die Stadt Wilhelmshaven kann der Entscheidung des OVG gute Seiten abgewinnen. „Das ist noch kein Urteil, sondern ein Beschluss, der eine vorläufige Aussage trifft“, heißt es in einer ersten Stellungnahme aus dem Rathaus. Zwar sei der Bebauungsplan 225 in seiner Vollziehbarkeit gestoppt worden und es könnten bis auf Weiteres auf dieser Grundlage keine Genehmigungen erstellt werden. „Aber trotz dieser vermeintlichen Niederlage ist der Beschluss für die Stadt ein Erfolg“, so Stadtbaurat Niksa Marusic. „Schließlich hat das OVG die vollständige Entwertung des Vogelschutzgebietes für den Energiepark bestätigt und anerkannt, dass ein überwiegendes öffentliches Interesse vorliegt und es keine zumutbare Alternativ zum Standort Voslapper Groden Nord gibt.“

In seinem Beschluss hat das OVG aus Sicht von Marusic zwei Punkte angeführt, die zur vorläufigen Außervollzugsetzung des Bebauungsplanes geführt hätten. Zum einen sei unsicher, ob die Maßnahmen zum Ausgleich des Schutzgebietes tatsächlich ausreichend zeitnah umgesetzt werden können. Dieser Punkt könne aber schnell geheilt werden, ist die Stadt überzeugt. 

Der zweite Punkt betreffe eine fehlende konkrete Frist für den Umstieg von der Verarbeitung von Flüssigerdgas (LNG) auf Wasserstoff und Wasserstoff-Derivate. Auch hier weise das OVG auf eine Regelungsmöglichkeit hin und gebe entsprechende Hinweise.