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Hooksiel-life: Vom Leben an der Küste

Hooksiel leuchtet selbst bei herbstlichem Dauerregen

Hooksiel (11. 10. 2026) – Herbstlich war es, stimmungsvoll und nass. Phasenweise sehr nass. So nass, dass Feuerschlucker Rüdiger Krüger anbot, seinen Auftritt lieber ausfallen zu lassen. Aber Anke Müller und Anja Dittmer, die Macherinnen von der Interessengemeinschaft De Hooksieler, ließen sich nicht beirren. „Der Feuerschlucker tritt auf!“

Immerhin: Zwischen den Schauern am Samstagnachmittag zeigte sich am Himmel ein wunderschöner Regenbogen. Foto: Köster

Die Veranstalter hatten bei der 15. Auflage ihrer Veranstaltung „Herbstleuchten“ tatsächlich ein wenig Pech. Die Wetterlage am Samstag schwankte zwischen Schauern und Dauerregen. „Immer, wenn es trocken war, war der Platz gut gefüllt“, schildert eine Schaustellerinnen, die ihren Verkaufswagen am Alten Hafen aufgebaut hatten.

Der Ort war rappelvoll, die Parkplätze ausgebucht. Und auch die gastronomischen Betriebe im Ortskern, so der Eindruck, brauchten über mangelnde Umsätze nicht zu klagen. Schließlich hatten sie Plätze im Trocknen anzubieten.

Die waren am Alten Hafen eher knapp. Das Kuchen- und Pfannkuchenzelt boten Schutz. Dazu die Überdachungen der Verkaufsstände und -zelte. Wer dort ein Plätzchen ergattern hatte, konnte sich an dem Programm erfreuen, zu dem am Nachmittag Musik von „De Platters“ sowie verschiedene Kinderspiel- und Bastelangebote gehörten.

Fackeln am Deich und Installation auf dem Wasser

Mit Einbruch der Dunkelheit dann das fürs Herbstleuchten typische Bild. Der gesamte Hafenbereich samt der historischen Packhäuser stimmungsvoll illuminiert. Zur Zahl 15 zusammengestellte Fackeln am Deich und eine von der Initiative „Weil wir Hooksieler sind“ kreierte Installation zu dem kleinen Jubiläum rundeten das Bild ab.

Dazu die zur Jahreszeit gut passende Folkmusik der Band „Beltane“ und – als Höhepunkt des Abends die Feuershow. Im Anschluss zogen Jugendlichen mit selbst gebastelten Lichtfiguren mit einem „Walkact“ quer durch die Menge. Kommentar des Feuerspuckers: „Es ist schon etwas ganz Besonderes hier.“

Der stimmungsvollen Illumination verdankt das „Herbstleuchten“ seinen Namen. Foto: hol

„Das Wetter war schlecht, die Stimmung war trotzdem gut“, fasste eine Besucherin ihre Eindrücke zusammen. Sie hatte vorsorglich eine dicke Jacke angezogen und einen Regenschirm dabei. Ähnlich das Fazit von Anke Müller: „Es war wirklich toll, wie viele Helfer und Unterstützer wir hatten. Und eigentlich ist auch alles gut gelaufen. Aber das schlechte Wetter drückt dann doch ein wenig die Stimmung.“

Trotz des schlechten Wetters war die Stimmung am Alten Hafen gut. Großen Anteil daran hatte die Musik der Folkband „Beltane“. Fotos: hol

Künstlerhaus: Werkstattgespräch zum Anfassen

Hooksiel (11. 10. 2026) – Die Bildhauerin Nic Schaatsbergen, die aktuell im Künstlerhaus Hooksiel ausstellt, gibt am kommenden Mittwoch, 14. Oktober, einen exklusiven Einblick in ihre Arbeitsweise.

Die Künstlerin aus Ostfriesland (auf dem Foto rechts; links Kunsthallenleiterin Renate Janßen-Niemann) bietet ab 15 Uhr eine Führung durch ihre Ausstellung „Körper“ an. Dabei zeigt sie, wie Backstein-Skulpturen entstehen und klingen.

Interessiere dürfen das Material gern einmal anfassen und sich selbst ausprobieren. Der Eintritt in die Ausstellung und die Teilnahme an dem Werkstattgespräch sind kostenfrei.

Abgeordnete auf der Suche nach richtigem Ort für die eigene Energie

Jever/Wangerland (10. 10. 2026) – Sina Beckmanns Tage als Landtagsabgeordnete sind gezählt. Die Grünen-Politikerin aus Jever wird für die Landtagswahl 2027 nicht erneut kandidieren. Das hat die 45-Jährige, die dem Parlament seit 2022 angehört, jetzt mitgeteilt. „Ich möchte nicht einfach ein politisches Mandat verlängern, nur weil ich es bereits habe. Fünf weitere Jahre Landtag sind fünf Jahre Lebenszeit. Dafür muss man wirklich überzeugt sein, dass genau das der richtige Ort für die eigene Energie ist.“

Sina Beckmann kandidiert nicht erneut

Was nach dem Ende ihres Landtagsmandates kommt, habe sie noch nicht entschieden. Eine Rückkehr ins Unternehmertum könne sie sich ebenso vorstellen wie neue Projekte an der Schnittstelle von Wirtschaft, Innovation und Gesellschaft.

Auch ein späteres politisches Amt wolle sie nicht grundsätzlich ausschließen, so Sina Beckmann (Foto). „Ich habe mit Mitte vierzig noch keine Lust, meinen Lebenslauf zu verwalten. Ich möchte etwas Neues anfangen und aufbauen.

Beckmanns Weg in die Politik begann spät und verlief dann schnell. 2018 trat die Unternehmerin, die ein Laborunternehmen aufgebaut und im Bereich der Erneuerbaren Energien gearbeitet hat, den Grünen bei und übernahm noch im selben Jahr den Vorsitz des Kreisverbandes Friesland. 2021 kandidierte sie für den Bundestag und wurde in den Rat der Stadt Jever sowie den Kreistag Friesland gewählt. 2022 folgte der Einzug in den Landtag. Bis dahin war sie zudem Sprecherin der grünen Landesarbeitsgemeinschaft Wirtschaft und Finanzen. 

KI-Grundsatzpapier

Im Landtag engagierte sich in der Finanzpolitik, kümmerte sich um Häfen und Schifffahrt und arbeitet als stellvertretende Vorsitzende im Tourismusausschuss. 2025 wechselte sie in den Petitionsausschuss. Inhaltlich setzte Beckmann zunehmend Schwerpunkte bei Startups, Innovation und Künstlicher Intelligenz. Zu den Arbeiten, die ihr besonders wichtig sind, gehören ihr umfangreicher Startup-Antrag und das KI-Grundsatzpapier der grünen Landtagsfraktion.

Weiter in Jever aktiv

Aus der Politik zieht sich Beckmann aber nicht komplett zurück. Sie wurde bei der Kommunalwahl in Jevers Stadtrat gewählt und wird dort den Vorsitz der grünen Ratsfraktion übernehmen. „Ich mag Kommunalpolitik, weil sie unmittelbar ist“, so Beckmann. „Man kennt die Menschen, über deren Anliegen man entscheidet. Man sieht die Straße, das Unternehmen oder den Platz in Jever, um den es gerade geht. Und irgendwann muss man gemeinsam eine Lösung finden. Das liegt mir.“ 

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Nach 50 Jahren Kraftwerk: Schornstein wird im Frühjahr 2027 gesprengt

Wilhelmshaven – Das ehemalige Uniper Steinkohlekraftwerk Wilhelmshaven ist in diesem Jahr 50 Jahre alt geworden. Es wurde am 24. September 1976 von der Nordwestdeutschen Kraftwerke AG in Betrieb genommen und zuletzt von Uniper betrieben. Im Rahmen des deutschen Kohleausstiegsbeschlusses wurde das Steinkohlekraftwerk am 7. Dezember 2021 stillgelegt.

Rückbau beginnt im Herbst

Das Unternehmen Uniper hat sich Ende 2025 dazu entschlossen, das Kraftwerk zurückzubauen. Damit werden die Weichen für die nächste Phase der Entwicklung des ehemaligen Kraftwerksstandorts gestellt. Der Rückbau soll im Herbst 2026 beginnen und bis voraussichtlich Ende 2029 abgeschlossen werden. Ein wesentlicher Meilenstein ist die für das Frühjahr 2027 vorgesehene Sprengung des 275 Meter hohen Schornsteins. 

ex-Uniper-Kohlekraftwerk
Ein Stück Energie-Geschichte der Stadt. Das erste Wilhelmshaven Steinkohlekraftwerk wurde 1976 in Betrieb genommen. Foto: Piper

Das Wilhelmshavener Steinkohlekraftwerk war 45 Jahre lang Bestandteil der deutschenStromversorgung. Mit einer Leistung von zuletzt 777 Megawatt gehörte das Kraftwerk zu den leistungsstärksten Steinkohlekraftwerken Deutschlands. In dieser Zeit wurden mehr als 58 Millionen Tonnen Steinkohle verbrannt und über 151 Millionen Megawattstunden Strom erzeugt. Mit der endgültigen Stilllegung im Dezember 2021 endete die Stromproduktion am Standort. 

Raum für neue Projekte

Nicolai Bülles, Leiter des Standortes Wilhelmshaven: „Hinter 50 Jahren Kraftwerksgeschichte stehen Generationen engagierter Kolleginnen und Kollegen. Sie haben die Stilllegung verantwortungsvoll gemeistert und zugleich die Zukunft des Standorts vorbereitet. Dafür gebührt ihnen unser großer Dank und Respekt. Mit dem geplanten Start des Rückbaus Anfang Oktober beginnt nun ein neues Kapitel für unseren Standort.“ 

Mit dem Rückbau entsteht auf dem ehemaligen Kraftwerksgelände schrittweise Raum für die Umsetzung von neuen Projekten. Uniper entwickelt das rund 100 Hektar große Areal im Rahmen der Energiewende weiter. Ziel ist es, die vorhandene Infrastruktur für neue Energie- und Industrieprojekte zu nutzen und am Standort neue Ansiedlungen zu schaffen.

Der Solarpark Voslapper Groden auf der ehemaligen Aschedeponie des Kraftwerks befindet sich bereits in der Fertigstellung. Die Photovoltaikanlage verfügt über eine Leistung von rund 17 Megawatt-Peak. Ein weiteres Projekt, das sich bereits im Bau befindet, ist ein Batteriespeicher (BESS) mit einer Leistung von 50 Megawatt bzw. einer Speicherkapazität von 100 Megawattstunden. Für Oktober ist die Anlieferung von 26 Batterien geplant. 

Batteriespeicher im Bau

Harald Poppinga, Projektleiter BESS: „Mit der Anlieferung der Batterien erreichen wir einen wichtigen Meilenstein beim Bau unseres Batteriespeichers in Wilhelmshaven. Die Anlage zeigt, wie wir den traditionsreichen Energiestandort konsequent für die Anforderungen eines zunehmend erneuerbaren Energiesystems weiterentwickeln. Mit 50 Megawatt Leistung beziehungsweise 100 Megawatt-Stunden Speicherkapazität wird der Batteriespeicher künftig einen wichtigen Beitrag zu Flexibilität und Stabilität im Stromnetz leisten.“ 

So soll der Batteriespeicher künftig aussehen. Grafik: Uniper

Darüber hinaus sind am Standort weitere Projekte zur Erzeugung und Nutzung erneuerbarer Energie vorgesehen. Dazu zählt unter anderem eine Großelektrolyse zur Erzeugung von erneuerbarem Wasserstoff aus Offshore-Strom. Die Projekte sind Bestandteil der Entwicklung des Energy Transformation Hubs Nordwest in Wilhelmshaven und sollen an die künftige Wasserstoffinfrastruktur angebunden werden. 

Aus- und Fordbildungszentrum

Der Rückbau des Kraftwerks umfasst die ehemaligen Anlagen des Steinkohleblocks und des Gasturbinenkraftwerks. Vor dem maschinellen Abbruch ist eine Schadstoffsanierung vorgesehen. Verwaltungsgebäude, Werkstatt- und Lagergebäude sowie einzelne für die künftige Nutzung relevante Gebäude und Einrichtungen sollen erhalten bleiben.

Insbesondere das Werkstattgebäude ist von besonderer Bedeutung, da der Kraftwerksstandort seit mehr als 20 Jahren ununterbrochen Heimat einer Ausbildungsstätte ist. Diese wurde im Zuge der Transformation zu einem Aus- und Fortbildungszentrum weiterentwickelt, um junge Menschen in technischen Berufen auszubilden und Fachkräfte für die Energiewende zu qualifizieren. 

Caro Hilbert, Gesamtprojektleiterin des Rückbauprojektes: „Das Rückbaukonzept setzt auf einen sicheren mechanischen Rückbau durch den Einsatz von speziellen Longfrontbaggern und minimiert Arbeiten von Personal in der Höhe. Darüber hinaus fiel die Wahl auf Rückbauexperten, die in der jüngeren Vergangenheit vergleichbare Projekte bei Uniper als auch anderen großen Kraftwerksbetreibern sicher durchgeführt haben.“ 

Uniper mit Sitz in Düsseldorf ist ein europäisches Energieunternehmen mit globaler Reichweite. Mit rund 7000 Mitarbeitern spielt das Unternehmen eine zentrale Rolle bei der Sicherung der Energieversorgung in Europa – insbesondere in seinen Kernmärkten Deutschland, Großbritannien, Schweden und den Niederlanden. 

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Faszinierende Leistungen der Zugvögel im Visier

Wilhelmshaven/Wangerland (9. 10. 2026) – Mit einer festlichen Auftaktveranstaltung im Unesco-Weltnaturerbe Wattenmeer-Besucherzentrum Wilhelmshaven sind heute die 18. Zugvogeltage im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer eröffnet worden. Bis zum 18. Oktober,dreht sich an der Küste und auf den Inseln alles um die faszinierende Welt der Zugvögel. Mehr als 300 Veranstaltungen laden dazu ein, den Vogelzug im Wattenmeer hautnah zu erleben. 

Die Küstenseeschwalbe ist der Titelvogel der 18. Zugvogeltage im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Foto: Ingo Arndt

Nationalpark-Leiter Peter Südbeck begrüßte annähernd 100 Gäste aus Politik und Verwaltung, Umweltbildung, Wissenschaft, Umweltverbänden und Tourismus. In diesem Jahr stehen die Zugvogeltage im Zeichen der Küstenseeschwalbe als Titelvogel – einer Art, die wie kaum eine andere für die außergewöhnlichen Leistungen des Vogelzugs steht. Partnerland der 18. Zugvogeltage ist Namibia, ein bedeutender Durchzugsraum der Küstenseeschwalbe auf dem Ostatlantischen Zugweg. 

Wattenmeer als Drehscheibe

In einer Videobotschaft hob Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer die Bedeutung des Wattenmeers als Drehscheibe des internationalen Vogelzugs hervor. Daraus erwachse für Niedersachsen eine besondere Verantwortung, diesen einzigartigen Lebensraum zu schützen und für kommende Generationen zu bewahren. Weitere Grußworte sprachen Avril Coetzee, Botschaftsrätin der Republik Namibia, sowie Ralf Kohlwes, Leiter des Fachbereichs „Umwelt- und Klimaschutz“ der Stadt Wilhelmshaven. 

Den fachlichen Schwerpunkt bildete ein Vortrag von Ruben Fijn von der Universität Amsterdam. Er zeigte, welche enormen Distanzen Seeschwalben auf ihren jährlichen Wanderungen zwischen Brut-, Rast- und Überwinterungsgebieten zurücklegen und wie moderne Forschung dazu beiträgt, ihre Zugwege besser zu verstehen.

Zugvogelfest in Horumersiel

Für die nächste Tagen sind eine Fülle von Exkursionen, Vorträgen, Führungen, Mitmachaktionen, Filmvorführungen und Veranstaltungen für Familien geplant. Ab Samstag treten die ostfriesischen Inseln sowie die Festlandsregionen entlang der Küste beim „Aviathlon“gegeneinander an. Gesucht wird die Region, in der während der Zugvogeltage die meisten Vogelarten beobachtet werden. Die Gewinnerregion wird beim Zugvogelfest am Sonntag, 18. Oktober, 10 bis 18 Uhr, im Gästehaus in Horumersiel bekannt gegeben.

Unter dem Motto „Eine lebenswerte Welt für Zugvögel“ sind Kinder bis 14 Jahre eingeladen, kreativ zu zeigen, was Zugvögel brauchen, um sich für ihre langen Reisen zu stärken und unterwegs geschützt zu sein. Noch bis zum 14. Oktober können Beiträge bei der Nationalparkverwaltung eingereicht werden. 

Am Freitag, 16. Oktober, um 8 Uhr startet in Schillig einen vogelkundliche Wanderung zur Vogelschutzinsel Minsener Oog. Begleitet wie die Tür um Umweltschutzverband WWF. Das vollständige Veranstaltungsprogramm der 18. Zugvogeltage sowie aktuelle Informationen sind online verfügbar.

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Handgemachte Musik sorgt für beste Stimmung

Hooksiel (9. 10. 2026) – Wer bislang noch Zweifel hatte, ob die Konzertreihe „Live hinterm Deich“ im Herbst wirklich eine kulturelle Bereicherung für Hooksiel ist, kann die seit diesem Donnerstag getrost beiseite schieben. „Die ungesteckerten 3“, die bereits einmal im Sommer auf der Musikbühne neben dem Gästehaus aufgetreten waren, begeisterten ihr Publikum mit einer über zweieinhalbstündigen Reise durch die internationale Musikgeschichte.

Ein wunderbares Konzert: „Die ungesteckerten 3“ überzeugten mit handgemachter Musik und guten Stimmen. Foto: hol

Der Dauerapplaus der gut 70 Besucherinnen und Besucher am Ende des Konzertes wurde mit zwei Zugaben belohnt. Mit zum Erfolg beigetragen haben dürfte die Wohnzimmer-Atmosphäre im Saal des Gästehauses. Das Publikum konnte aus nächster Nähe miterleben, wie Musik von Hand gemacht wird und welcher Sound zwei Gitarren, einem Cajon und einer zu einem Schlaginstrument umgebauten Holzkiste zu entlocken sind.

Die Dreistimmigkeit der Musiker aus Ihlow (Ostfriesland) sorgte dafür, dass manche der vorgetragenen Coverversionen besser klang als wie sie die Zuhörer in Erinnerung gehabt haben dürften. Dazu die Augen schließen und man könnte meinen, Pat Benetar („We belong“), Mick Jagger („Paint lt, Black“) oder John Lennon („Imagine“) treten direkt in Hooksiel auf.

Musikgenuss pur zum Vergnügen von Publikum und Künstlern auf der Bühne – und das zum Nulltarif. Zum nächsten von der Wangerland Touristik GmbH organisierten Konzert am kommenden Donnerstag, 15. Oktober, 19 Uhr wird die Band „Honeybird“ in Hooksiel erwartet. 

Polizei sucht Zeugen für Einbruchversuch

Horumersiel (9. 10. 2026) – In dem Zeitraum von Freitag, 18 Uhr, bis Montag, 5. Oktober, 9.30 Uhr, haben bislang unbekannte Täter versucht, in einen zu diesem Zeitpunkt geschlossenen Souvernirladen in der Goldstraße in Horumersiel einzudringen. Nach Angaben der Polizei wurden an der Eingangstür mehrere Hebelmarken festgestellt.

Nach bisherigen Erkenntnissen seien die Täter aber nicht in die Geschäftsräume gelangt. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet Zeugen die verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich bei der Polizei in Jever unter Telefon 04461/7449-0 zu melden.

Anwachsende Biomasse im Vorland wird zur Gefahr für die Deiche

Wangerland/Hooksiel (9. 10. 2026) – Die Deiche in Friesland und Wilhelmshaven sind „schaufrei“. Diese beruhigende Feststellung stand gestern am Ende der Herbstdeichschau des III. Oldenburgischen Deichbandes. Das heißt: Die Sturmflutsaison über Herbst und Winter kann kommen, ohne dass sich die Menschen hinter der rund 60 Kilometer langen Hauptdeichlinie allzu große Sorgen um ihr Hab und Gut machen müssen.

Der zunehmende Bewuchs im Deichvorland bereitet den Deichschützern sorgen. Die Biomasse kann bei Sturmfluten zu Treibgut werden, das sich an den Deichen ablagert und deren Standsicherheit gefährdet. Archiv-Foto: hol

Insgesamt sind die Deiche in der Region in einem guten Zustand. Nahezu auf der gesamten Strecke wird die vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) festgesetzte Bestickhöhe, also die vorgeschriebene Sollhöhe der Deiche, erfüllt. Einzige Ausnahme ist ein 2,4 Kilometer langes Teilstück im Bereich des Rüstersieler Grodens in Wilhelmshaven, der in den nächsten Jahren erhöht werden soll. Die Vorbereitungen für das wohl 15 bis 20 Millionen Euro teure Projekt laufen mit Hochdruck.

Ein Meter Klima-Zuschlag für die Deiche

Der Unterbestick, der am Rüstersieler Groden ausgeglichen werden soll, beträgt nach den Worten von Thorsten Wehrmann vom NLWKN1,35 Meter. In diese Berechnung ist bereits ein so genannter Klimazuschlag eingerechnet worden. Die Fachleute erwarteten mit Blick auf die Klimaerwärmung, dass die Deich in 100 Jahren einen Meter höher sein müssen als heute.

„Für die nächsten 15 bis 20 Jahre sind die Deich schon jetzt absolut sicher“, ist Rolf Neuhaus überzeugt. Der künftige Landrat nahm an der Deichschau teil, weil der Landkreis Friesland die Untere Deichschutzbehörde darstellt. Die Untere Deichschutzbehörde der Stadt Wilhelmshaven war durch Ulrich Wegener vertreten.

Nach den Worten von Deichband-Vorsteher Eilt-Onno Garlichs hat der Deichband im laufenden Jahr rund sechs Millionen Euro aus dem eigene Haushalt sowie aus Küstenschutzmitteln von Bund und Land in die Unterhaltung seiner Deiche investiert. Alle Baumaßnahmen wurde pünktlich zum 15. September beendet. Laufende Projekte müsse bis zum 15. April nächsten Jahres ruhen.

Schwerpunkt Lahnungsbau

Ein Schwerpunkt im Wangerland war der Lahnungsbau im Elisabethaußengroden. Lahnungen sind kleine Anlagen aus Holzpfählen, Reisig und Wasserbausteinen, die im Deichvorland dafür sorgen, dass das Sediment nicht weggespült wird. Dadurch können Salzwiesen entstehen – und das auflaufende Wasser wird bereits im Vorfeld abgebremst, bevor es bei einer Sturmflut gegen den Deich läuft.

Zogen nach der Herbstdeichschau im „Deichgrafen“ in Förrien Bilanz: (von links) Thorsten Wehrmann (NLWKN), Ulrich Wegener (Stadt Wilhelmshaven), Deichbandvorsteher Eilt-Onno Garlichs und Rolf Neuhaus (Landkreis Friesland), Foto: hol

Sorge bereitet den Deichschützern vor diesem Hintergrund, dass die von Landwirten bewirtschaftet Fläche im Deichvorland immer weiter zurückgeht. Der Grund dafür ist die zunehmende Vernässung des Deichvorlandes, die selbst eine Nutzung der Flächen als Grünland unwirtschaftlich macht. „Als Folge der mangelnden Bewirtschaftung wächst immer mehr Vegetation im Deichvorland“, schildert Garlichs. Aus der anwachsenden Biomasse wird bei Sturmfluten Treibgut, das sich als „Teek“ am Deichfuß ablagert, mit der Folge, dass die darunter liegende Grasnarbe abstirbt und die Standfestigkeit des Deiches gefährdet.

Die Beseitigung des Teeks, so Garlichs, ist aufwendig und teuer. Die Mittel dafür könne der Deichband nicht aus seinen Haushaltsmitteln tragen. Rolf Neuhaus zeigte sich zuversichtlich, dass sich im Dialog mit den beteiligten Behörden von Land bis zur Nationalparkverwaltung eine Lösung für das Problem finden wird.

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Hinweisschilder werben für mehr Respekt und Rücksichtnahme

Wangerland (8. 10. 2026) – Gerade während der Erntezeit sind viele landwirtschaftliche Maschinen auf den Wegen unterwegs. Gleichzeitig nutzen zahlreiche Menschen die ländlichen Wege für Spaziergänge, Fahrradtouren und Freizeitfahrten. Ein respektvoller Umgang miteinander hilft dabei, dass alle sicher ans Ziel kommen.

Wollen für mehr Rücksichtnahme auf den Straßen im Wangerland werben. Von links: Jörg Fathke (stellv. Bauhofsleiter), Landwirt Burkhard Mennen, und Ordnungsamtleiter Markus Gellert. Foto: Gemeinde

Das Wangerland will deshalb ein Zeichen für ein gutes Miteinander aller Verkehrsteilnehmer setzen. Im Gemeindegebietwerden in den kommenden Wochen insgesamt 50 Hinweisschilder aufgestellt. Die Botschaft und der Appell: Rücksicht nehmen, aufmerksam sein und miteinander unterwegs sein. 

Ob mit dem Fahrrad, zu Fuß, mit dem Auto oder mit landwirtschaftlichen Fahrzeugen – auf den Straßen und Wegen treffen täglich ganz unterschiedliche Verkehrsteilnehmer aufeinander. Besonders auf schmalen Straßen und Wegen im Außenbereich kann es dabei schnell eng werden. 

„Dabei steht für uns ganz klar das Miteinander im Vordergrund“, betont Burkhard Mennen, Landwirt im Wangerland. Er setzt sich bereits seit längerer Zeit für mehr Rücksichtnahme und Verständnis im Straßenverkehr ein. „Es geht nicht darum, dass jemand die Wege nicht nutzen soll. Vielmehr geht es darum, dass wir alle aufeinander achten und Verständnis haben.“ 

Die neuen Schilder sollen deshalb nicht belehren, sondern daran erinnern, im Straßenverkehr aufmerksam und rücksichtsvoll miteinander umzugehen. Das ist gerade dort wichtig, wo unterschiedliche Interessen und Geschwindigkeiten aufeinandertreffen. 

Markus Gellert, Leiter des Ordnungsamtes der Gemeinde Wangerland, Jörg Fathke, stellvertretender Bauhofsleiter, und das Team vom Bauhof der Gemeinde kümmern sich um die Aufstellung der Schilder. Diese werden an verschiedenen Punkten im gesamten Wangerland angebracht und sollen sowohl Einheimische als auch Gäste für das Thema sensibilisieren. 

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Kreisverband der Grünen hat einen neuen Vorsitzenden

Friesland (8. 10. 2026) – Der Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen in Friesland hat einen neuen Vorsitzenden: Jan Szymanski (50) aus Varel wurde am Mittwoch von der Kreismitgliederversammlung einstimmig gewählt. Er war der einzige Kandidat.

Co-Vorsitzende Dr. Jutta Helmerichs gehörte zu den ersten Gratulanten des neuen Kreisvorsitzenden der Grünen, Jan Szymanski. Foto: Grüne

Szymanski löst Cornelius Geertsema aus Bockhorn ab, der aus familiären Gründen sein Amt niedergelegt hatte. Der neue Kreisvorsitzende ist verheiratet und Vater von vier Kindern. Seine Amtszeit beträgt zwei Jahre. 

Szymanski, von Beruf Förderschullehrer, berichtete von seinem Engagement in der Anti-Atomkraft-Bewegung Mitte der 1990er Jahre, seinem Einsatz für Demokratie und Transparenz, gegen Diskriminierung jeder Art und für eine bessere Art der Energieerzeugung: „Ich bringe viel Erfahrung aus zivilgesellschaftlichem Engagement mit. Das beinhaltet Austausch und Erfahrung in der Vernetzung mit anderen Gruppen.“

Szymanski kündigte an, sich im Kreisverband der Grünen für Demokratie und echte Teilhabe engagieren zu willen. „Wir müssen klar gegen Rechtsextremismus und Desinformation stehen.“ 

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