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Hooksiel-life: Vom Leben an der Küste

Jochen Holzschuh dominiert den dritten Renntag in Hooksiel

Hooksiel (23. 7. 2026) – Es war der Abend von Jochen Holzschuh. Der Trainer aus Düren fuhr mit drei unterschiedlichen Pferden drei Siege ein und buchte zudem noch zwei zweite Plätze auf sein Konto. Das mit 3000 Euro höchst dotierte Rennen des Abends um den Großen Preis der Nordfrost GmbH allerdings ging an Christa Louwersheimer, die mit „Joan Collins“ vor Holzschuh durchs Ziel fuhr. Das dieser Sieg durchaus überraschend war, zeigte die Wettquote. Wer „Joan Collins“ als Sieger getippt hatte, konnte für 10 Euro Einsatz immerhin 87 Euro einheimsen.

Die Besucher des zweiten Renntages des Hooksieler Rennvereins nutzten fleißig die Gelegenheit, ihre Eintrittsgeld durch die richtige Vorhersagte von Renneinläufen zurückzugewonnen. Foto: hol

Insgesamt dürfte der Rennverein Hooksiel mit dem Verlauf seines zweiten Renntages zufrieden gewesen sein. Gut 2500 Zuschauer säumten die Rennbahn im Hooksieler Freizeitgelände. Und auch das Wetter spielte zumindest den überwiegenden Teil des Abends mit. Dem Geläuf jedenfalls konnten die leichten Schauer nichts anhaben. Und die Zuschauer waren durchweg mit Regenjacken und Schirmen ausgestattet oder konnten sich unterstellen, um die wenigen feuchten Minuten zu überbrücken.

Der Umsatz an den Totalisatoren und bei den Online-Wetten lag mit an die 30.000 Euro deutlich höhe als am ersten Renntag vor einer Woche. Aber auch diesmal waren die Wetter gut beraten, wenn sie sich an den Empfehlungen und Wett-Tipps der Trabsport-Experten des Veranstalters orientierten.

Die gut 2500 Besucher an der Hooksieler Trabrennbahn erlebten etliche spannende Rennverläufe. Foto: hol

Als überraschend eingestuft waren darf noch der Sieg von Danny den Dubbeleden im Rennen um den Großen Preis der Volksbank Jade-Weser. Auch hier wurden wurde die richtige Sieg-Wette 88 bis 10 Euro ausgezahlt. Wer gar den Einlauf der ersten drei Pferde richtig vorhergesagt hatte, durfte sich über über 3786 Euro freuen.

Spannend auch das sechste Rennen, das „Napoleon“ mit Thies Cordes aus dem Ammerland im Sulky auf den letzten Metern vor der Zielgerade knapp für sich entschied. Kurios: Unmittelbar vor dem Start wurden drei Zuschauer nach ihrer Einschätzung für das Rennen gefragt. Alle setzten fest auf Cordes. Das Duell der Amazonen im einzigen Trabreiten-Wettkampf des Abends entschied übrigens Favoritin Ronja Walter auf „DeAngelo ForChildren“ für sich. In der Vorwoche hatte sich sich noch Sytske de Vries geschlagen geben müssen. Einen Sieg fuhre zudem noch Dennis von Holdt ein.

Der dritte und letzte Renntag auf der Hooksieler Trabrennbahn startet am nächsten Mittwoch, 29. Juli, um 18 Uhr. Dann, so der Plan, will auch der Vorsitzende des Hooksieler Rennverein, Immo Müller, wieder persönlich mit einem Gespann ins sportliche Geschehen auf der Grasrennbahn eingreifen.

Anlegemanöver missglückt: Loch in der Bordwand

Wilhelmshaven (23. 7. 2026) – Aufgrund eines verunglückten Anlegemanövers wurde am Container-Terminal Wilhelmshaven (CTW) ein unter dänischer Flagge fahrendes Seeschiff leicht beschädigt. Wie die Wasserschutzpolizei mitteilt, weist das Heck des Schiffes ein etwa 20 Zentimeter großes Loch in der Bordwand auf, das sich rund einen Meter oberhalb der Wasserlinie befindet.

Die Aufnahme zeigt die Beschädigung an der Bordwand des dänischen Seeschiffes. Foto:Wassesrschutzpolizei

Der Hintergrund: Das Frachtschiff hatte infolge eines medizinischen Notfalls den CTW anlaufen müssen. Während des Anlegemanövers, das unter Begleitung von Lotsen stattfand, sei das Seeschiff im Bugbereich von der Pier abgeklappt und infolgedessen achtern im Heckbereich mit einem feststehenden Dalben zusammen.

Ob der Aufprall die tatsächliche Grund für das Loch in de Bordwand ist, müssten die wasserschutzpolizeiliche Ermittlung ergeben. Festgestellt worden sei aber bereits, dass durch den Aufprall keine Gefahrstoffe ausgetreten sind und dabei auch keine Personen verletzt wurden. Die Beschädigung führte allerdings zu einem Auslaufverbot, das die Beamten der Wasserschutzpolizei Wilhelmshaven nach Rücksprache mit der BG Verkehr – Dienststelle Schiffssicherheit – aussprachen.

Wahlausschuss lässt alle Wangerländer Kandidaten zu

Wangerland (23. 7. 2026) – Die Kandidaten für die Kommunalwahl im Bereich der Gemeinde Wangerland stehen fest. Der Gemeindewahlausschuss hat  am Mittwochabend in öffentlicher Sitzung sämtliche von den Parteien und Wählervereinigungen angemeldeten Bewerberinnen und Bewerber für einen Sitz im künftigen Gemeinderat der Gemeinde Wangerland und für das Bürgermeisteramt abgesegnet, darunter auch eine Kandidatin der Alternative für Deutschland (AfD).

Wie die Prüfung der Listen ergab, erfüllen alle Kandidaten die formalen Voraussetzungen für die Bekleidung eines Ehrenamtes im Rat. Unter anderem müssen die Bewerberinnen und Bewerber ihren Wohnsitz im Wangerland haben. Deutlich strenger sind die Anforderungen an die Kandidaten für das Bürgermeisteramt. Ein hauptamtlicher Bürgermeister ist eine Beamter auf Zeit. Von ihm wird eine besondere Treuepflicht erwartet, die unter anderem ein Bekenntnis zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung umfasst.

Besondere Treuepflicht

Wie Gemeindewahlleiterin Bianca Situs erläuterte, bestehen daran bei den drei Bürgermeister-Kandidaten im Wangerland keine Zweifel. Amtsinhaber Mario Szlezak (SPD) wurde ebenso zur Wahl zugelassen wie seine Herausforderer Thies Fischer (CDU) und Bernd Abrahams (Pro Wangerland).

Keine Beanstandungen gab es auch gegen die eingereichten Kandidatenlisten für den Rat. Die Liste der SPD umfasst elfNamen: Holger Ulfers, Stefanie BremersFlorian WirthRonja Hildebrand, Jannes Wiesner, Elke BrüggestrathReiner Meints , Ina JanssenJann-Peter BoomgaardenJürgen Stille und Sven Ambrosy.

CDU mit den meisten Kandidaten

Die CDU hat 23 Kandidaten benannt: Thies Fischer, Alice Brandenburg-Bienek, Christian BurchardtBeate WedermannMario KrarAndy StrümpelJan WanowiusDieter Behrens-FockenAndree Lüken, Arndt LowienKatharina JensenTobias GeisenMarco KnodelRolf Bäuerle, Joachim JanßenWolfgang WeidemannBjörn ChristiansenMatthias PothFranz HönerMatthias SuckertRolf FranzenRomuald Samul und Theo Hakvoort.

Die Liste der Grünen umfasst acht Namen: Gaby Szlezak, Sven PohleWaltraud Rohde, Thomas Schweers, Geesche JanßenSusanne Tibke sowie Robert und Michaela Lebin.

Freie Wähler und AfD dabei

Für Pro Wangerland treten zehn Kandidaten an: Dieter Schäfermeier,  Géraldine Vogdt, Bernd Abrahams, Hermann Wilken, Carsten Ihnken, Marten Vogdt, Deike Müller, Renate Schüller, Dirk Henneicke und Andreas Voege. 

Für die FDP werben mit Lübbo Meppen und Christian Fuchs zwei Bewerber um die Stimmen der Wähler. Bislang noch nicht öffentlich bekannt war, dass auch die Freien Wähler mit zwei Bewerbern (Fabian Ulbrich und Enno Peters) und die AfD mit einer Bewerberin (Martina Müller) ins Rennen geht.

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Blutspendetermin in Hooksiel: Neuerung bei Kontrollen

Hooksiel (22. 7. 2026) – Am Montag, 27. Juli, kommt der DRK-Blutspendedienst nach Hooksiel. In der Zeit von 16 bis 20 Uhr haben Spendenwillige Gelegenheit, im Walter-Spitta-Haus, Lange Straße 60, ihre Blutspende abzugeben. Zur Stärkung gibt es anschließend es einen Imbiss vom Grill. 

Neu im Ablauf ist, dass der Lichtbild-Ausweis zusätzlich auch am Laborarbeitsplatz vorgezeigt werden muss. Schon bislang galt, dass Personen nur zur Blutspende zugelassen werden können, die sich mit einem amtlich gültigen Personalausweis oder Reisepass ausweisen. Außerdem muss das Betreuungsteam an jeder Spendestation die Identität des Blutspenders abfragen.

Seit Mitte Mai gilt die Neuerung. „Wir sind von unseren Aufsichtsbehörden angehalten, künftig auch am Laborarbeitsplatz eine Prüfung des Lichtbildausweises sicherzustellen“, schildert Sieglinde Schandinat, die zusammen mit anderen Ehrenamtlichen den Blutspendetermin begleitet.

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Buntes Spielefest verbindet Kinder und ältere Generationen

Hooksiel (22. 7. 2026) – Hier die Senioren aus dem Wohnstift bei einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen. Dort Kinder, die beim Eierlaufen das Gleichgewicht suchen oder kleine Bälle in einen Korb werfen. Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte: Das „Spielefest“ der Interessengemeinschaft „De Hooksieler“ hat an diesem Dienstag erneut gezeigt, dass der „Garten der Generationen“ im Herzen von Hooksiel seinen Namen zurecht trägt.

Anke Müller (links), Sprecherin von „De Hooksiel“, war hoch zufrieden. Das Spielefest in Hooksiel hat nicht nur Kinder glücklich gemacht, sondern auch Vertreter älterer Generationen Freude bereitet. Foto: hol

Der mit Schautafeln von Prominenten und zahlreichen Fitnessgeräten bestückte Garten verwandelte sich zum Spielefest in eine abwechslungsreiche Abenteuerlandschaft. An zwölf, von ehrenamtlichen aus verschiedenen Vereinen betreuten Stationen dürfen Kinder ihr Geschick beweisen oder ihr Glück herausfordern.

Die Feuerwehrjugend lud zum Zielspritzen ein, die DLRG zum Puzzeln, das Nationalparkhaus Minsen zum Forschen mit Mikroskop und Lupe. Besonders lange Schlangen gab es bei den Zielboßel-Ständen des SC Wangerland und des MTV Hooksiel. Auf einer so genannte Klöterbahn mussten die Kinder eine Boßelkugel so rollen, dass sie am Ende der Bahn in ein Loch fällt. Der MTV nutzte die Petang-Bahn für die Zielwürfe mit Boßelkugeln.

Treffer oder auch kein Treffer – das war am Ende egal. Es ging um den Spaß am Spiel. Zur Belohnung erhielten alle teilnehmenden Kinder Stempel auf ihre Laufzettel und durften sich auf einer Hüpfburg austoben. Und noch wichtiger: Für die Stempel auf dem Zettel gab es zur Belohnung ein Eis.

Nicht nur aufgrund des perfekten Wetters für die Veranstaltung war Anke Müller, Sprecherin von „De Hooksieler“, hoch zufrieden. An 287 Mädchen und Jungen wurden Laufzettel ausgegeben. Viele weitere probierten sich ohne Zettel an den Ständen aus, beobachtet von Eltern, Großeltern und den Senioren des benachbarten Wohnstifts.

Der Parcours fürs Eierlaufen erforderte von den teilnehmenden Kindern höchste Konzentration. Foto: hol

Anke Müller, die unter anderem auch Bürgermeister Mario Szlezak im Garten der Generationen begrüßen durfte, danke den zahlreichen ehrenamtlichen Helfern die durch ihre Präsenz an den Spiel- und Versorgungsständen das Fest erst ermöglichen. Ihr besonderer Dank ging an die Bäckerei Ulfers-Eden, die die Brötchen für den Bratwurststand gesponsert hat. 

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AfD-Kandidat Sichert nicht zur Landratswahl zugelassen

Friesland (21.7. 2026) – Der AfD-Bewerber Martin Sichert darf nach dem Willen des Kreiswahlausschusses am 13. September nicht über als Landratskandidat antreten. Der Ausschuss entschied heute über die die eingereichten Wahlvorschläge für die Landratswahl und die Kreistagswahl.

Für die Landratswahl zugelassen sind danach lediglich Rolf Neuhaus (SPD), Sibylle Raquet (FDP) und Jan-Ole Möller (Die Partei). Amtsinhaber Sven Ambrosy (SPD) tritt nicht wieder an. Vor der Ablehnung des Wahlvorschlags Sichert (Foto) hatte der Kreiswahlleiter die Kommunalaufsicht beim Innenministerium in Hannover eingeschaltet, um die Verfassungstreue des Bundestagsabgeordneten aus Zetel zu überprüfen.

Offenbar hält man es dort für nicht gewährleistet, dass der Bewerber zweifelsfrei am dem Boden der freiheitlich-demokratischen Grundordnung steht. Das allerdings ist für die Wahl in ein Beamtenverhältnis Voraussetzung. Ein Rolle dabei dürfe gespielt haben, dass der AfD-Landesverband Niedersachen nach Einschätzung des Verfassungsschutzes als gesichert rechtsextrem gilt. Allerdings: Die Alternative für Deutschland ist dennoch eine zugelassene Partei.

Sichert kündigt Rechtsmittel an

„Ich bin fassungslos“, kommentierte Sichert seinen Ausschluss von der Landratswahl. „Ich werde dagegen selbstverständlich alle zur Verfügung stehenden Rechtsmittel ergreifen, denn es geht hierbei nicht um mich, es geht um die Demokratie als solches.“ Es sei ein schwerer Verstoß gegen das Grundprinzip der freien und gleichen Wahl, einen Bewerber vor der Wahl auszuschließen. Offensichtlich sei in den anderen Parteien die Angst zu groß, dass er die Wahl gewinnen könnte. 

Kreiswahlleiter Bernd Niebuhr und seine Stellvertreterin Andrea Jeske koordinieren gemeinsam mit den Städten und Gemeinden die organisatorischen Vorbereitungen für die Kommunalwahl. Zu den Aufgaben der Kreiswahlleitung gehören unter anderem die Annahme und Prüfung der Wahlvorschläge, die Beschaffung der Stimmzettel für die Kreistags- und Landratswahl sowie die Organisation der Sitzungen des Kreiswahlausschusses. 

46 Plätze im künftigen Kreistag

Im Landkreis Friesland sind derzeit 83.939 Bürgerinnen und Bürger wahlberechtigt (Stand: Mai 2026). Je nach Wohnort erhalten sie bis zu vier Stimmzettel: für die Kreistagswahl, die Landratswahl, die Stadt- beziehungsweise Gemeinderatswahl sowie – in den Städten und Gemeinden Bockhorn, Sande, Schortens, Varel und Wangerland – zusätzlich für die Bürgermeisterwahl.

Aufgrund der gestiegenen Einwohnerzahl des Landkreises auf über 100.000 werden in diesem Jahr erstmals 46 Mitglieder des Kreistages gewählt. Bei der vergangenen Kommunalwahl waren es noch 42 Sitze. Durch eine Änderung des Niedersächsischen Kommunalwahlrechtes ist in diesem Jahr erstmals die Prüfung der Verfassungstreue der Bewerberinnen und Bewerber für ein Amt als Hauptverwaltungsbeamter vorgesehen.

Nachricht bis zum 23. August

Die Wahlbenachrichtigungskarten werden durch die Städte und Gemeinden voraussichtlich Anfang August versandt. Spätestens bis zum 23. August müssen alle Wahlberechtigten ihre Benachrichtigung erhalten haben. Die Beantragung der Briefwahl sollte möglichst erst nach Erhalt der Wahlbenachrichtigung erfolgen und kann vorzugsweise online bei der jeweiligen Stadt oder Gemeinde beantragt werden. Außerdem besteht die Möglichkeit, die Briefwahl direkt vor Ort in den Rathäusern auszuüben. 

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Wangerland bekundet Solidarität mit heimischen Fischern

Wangerland (21. 7. 2026) – Die Gemeinde Wangerland bekundet „uneingeschränkte Solidarität mit den heimischen Fischereibetrieben aus Hooksiel und Horumersiel“. Der Verwaltungsausschuss hat sich gestern der Resolution des Landkreises Friesland für den Erhalt der heimischen Küstenfischerei angeschlossen. Die geplanten weiteren fischereifreien Schutzgebiete dürfen nicht dazu führen, dass traditionsreiche Familienbetriebe ihre wirtschaftliche Existenz verlieren.

Der Verkauf von fangfrischen Krabben in den Häfen im Wangerland gehört seit Jahrzehnten zur regionalen Kultur. Archiv-Foto: Klaus Schreiber

„Die Küstenfischerei ist weit mehr als ein Wirtschaftszweig. Sie ist Teil unserer Geschichte, unserer Identität und prägt seit Generationen unsere Häfen, unsere Küstenorte und das Gesicht des Wangerlandes. Unsere Fischer leisten seit Generationen einen unverzichtbaren Beitrag für das Wangerland. Sie sichern Arbeitsplätze, schaffen regionale Wertschöpfung und sind ein wichtiger Bestandteil unseres Tourismus“, stellt Bürgermeister Mario Szlezak fest. „Wer den Fischern ihre traditionellen Fanggründe nimmt, nimmt vielen Familien ihre wirtschaftliche Grundlage und gefährdet ein Stück norddeutscher Kultur.“

Keine Gegner des Naturschutzes

Die Gemeinde Wangerland bekenne sich ausdrücklich zum Schutz des Wattenmeeres und zur Verantwortung für den Natur und Meeresschutz. Gleichzeitig macht der Ausschuss aber deutlich, dass Naturschutz und nachhaltige Küstenfischerei keine Gegensätze sein dürften. „Unsere Fischer sind keine Gegner des Naturschutzes. Im Gegenteil. Sie leben seit Generationen mit und von der Natur und haben ein eigenes Interesse an einem gesunden Wattenmeer.“ 

„Für das Wangerland ist die Sache eindeutig: Wir stehen an der Seite unserer heimischen Fischer. Sie dürfen nicht die Leidtragenden einer Politik werden, die die Realität an unserer Küste aus dem Blick verliert“, so Szlezak.

Land bekräftigt Vorschlag

Grundlage der heiligen Gesprächsrunde im Fischereidialog war eine Karte mit den ausgewählten Gebietsvorschlägen für künftige fischereifreie Zonen in der Nordsee, die das niedersächsische Umwelt- und Landwirtschaftsministerium heute mit Vertretern der teilnehmenden Verbände und Organisationen erörtert hat. Hintergrund sind Vorgaben der EU-Biodiversitätsstrategie 2030, die umzusetzen sind.

Wie die Ministerien nach dem Gespräch ankündigten, werde man erneut „geringfügige Anpassungen“ vornehmen, um die Belange sowohl der Fischerei als auch des Meeresnaturschutzes noch besser zu berücksichtigen. Beispielsweise sollen Vorschläge im Bereich der Vogelinsel Mellum geprüft werden, die von Krabbenfischern und Umweltverbänden gemeinsam vorgeschlagen worden seien.

Umwelthilfe droht mit Klage

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hatte im Vorfeld des heutigen Fischereidialogs zwischen Landesbehörden, Fischernsowie Umweltverbände  gefordert, die Krabbenfischerei mit Grundschleppnetzen im Wattenmeer grundsätzlich zu untersagen. Die Vorschläge, diese Form der Fischerei nur in zehn Prozent des Nationalparks auszuschließen, würden nicht weit genug gegen.

Zu den vorgeschlagenen Gebieten gehören auch Fischgründe unmittelbar vor der Küste des Wangerlandes. Da die Wangerländer Fischer mit ihren kleinen Booten keine anderen Fanggebiete erreichen können, gefährdet der Vorschlag ihre Existenz. Für den Fall, dass die negativen Folgen der Krabbenfischerei nicht ausgeschlossen würden, kündigt die DUH an, den Klageweg beschreiten zu wollen.

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„Hooksiel sicher“: Wenn Schilder mehr verwirren als helfen

Hooksiel (21. 7. 2026) – Es kommt vor, dass Verkehrsteilnehmer nicht alle Vorschriften genau kennen. Aber es gibt auch unglücklich gestaltete Beschilderungen, irreführende Regelungen oder überflüssige Hinweise, die zu Verunsicherungen führen. Mit der Veröffentlichung der Artikelserien „Hooksiel sicher“ haben wir Sie, liebe Leserinnen und Leser von „Hooksiel-Life“, gebeten, uns solche Fälle zu nennen – wenn es sich denn in Hooksiel geben sollte.

Dass sich die „Vorfahrt geändert“ hat, ist für Autofahrer gut zu wissen. Noch besser wäre es, sie wüssten, dass an der Einmündung der Straße Spielhamm in die Lange Straße jetzt rechts vor links gilt. Foto: hol

Die meisten Hinweise, die uns erreichten, betreffen die Hauptzufahrt in den Ort über den Pakenser Altendeich und die Lange Straße. Seit über einem Jahr gilt hier Tempo 30. Im Herbst 2025 wurde die Straße offiziell als „Tempo-30-Zone“ ausgewiesen und entsprechend ausgeschildert.

Radfahrer gehören auf die Straße

Ein Problem: Nur die wenigsten Verkehrsteilnehmer halten sich an die Höchstgeschwindigkeit. Und das liegt nicht nur daran, dass der ein oder andere Urlauber die 30-Schilder übersehen hat. „Häufig sind es die Einheimischen, die hier gern 50 oder auch 60 km/h fahren“, schildert ein Anwohner. Sein Vorschlag: Gelegentliche Geschindigkeitskontrollen.

Gedrosselt würde das Tempo aber auch, wenn die Radfahrer – mit Ausnahme von Kindern – konsequent auf der Straße fahren würden. Das dürfen sie, machen es aber häufig nicht, weil der parallel verlaufende, sehr schmale und zum Teil holprige Gehweg mit dem Zusatzschild „Radfahrer frei“ ausgeschildert ist. Da nur die wenigsten Radler wissen, dass dieses Schild bedeutet, dass sie die gesamte Stracke nur Schrittgeschwindigkeiten fahren dürfen, wählen sie die vermeintlich sicherere Alternative zur Straße – zum Leidwesen von Kindern, Fußgängern, und Rollator-Nutzern. Die Empfehlung von „Hooksiel-life“: Die Zusatzschilder „Radfahrer frei“ abschrauben! 

Verwirrende Botschaft

Schwerere Unfälle in der Lange Straße sind bislang nicht bekannt geworden. Auch nicht an der Einmündung Sielhamm. Hier gilt, wie generell in Tempo-30-Zonen, die Regel rechts vor links. Um die Verkehrsteilnehmer dafür zu sensibilisieren, steht vor der Einmündung ein Schild mit einem dicken Ausrufezeichen und dem Zusatz: „Vorfahrt geändert“.

Die Botschaft scheint sich nicht jedem zu erschließen. Geändert? Was war denn da vorher? Habe ich jetzt Vorfahrt oder nicht? – Bis dieser Überlegungsprozess beendet ist, haben viele Autofahrer die Einmündung Sielhamm längst passiert. Nur gut, dass viele Sielhammer selbst nicht an ihrer Vorfahrt glauben und im Zweifel lieber abwarten …. Die Empfehlung: Das vorhandene Schild durch eine Warnung ersetzen: „Achtung! Rechts vor links!“

Schilder überflüssig

Zu den überflüssigen Hinweisen im Bereich der Lange Straße gehören mit Sicherheit die Schilder, die am Übergang von der Tempo-30-Zone und der Tempo-20-Zone (Friesenstraße/Lange Straße) die jeweilige Zone aufheben. Das Hinweisschild für die nächste Zone steht fünf Meter weiter und würde ohnehin für Klarheit sorgen. Richtig schaden tut die doppelt gemoppelte Beschilderung nicht. Aber vielleicht, so vermutet Leserinnen, könne die Gemeinde die überflüssigen Schilder an anderen Stellen noch gebrauchen. 

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„Friesenfestival“ mit viel Musik und Crossläufen durchs Watt

Wangerland/Schillig (21. 7. 2926) – Am kommenden Wochenende, vom 24. bis 26. Juli, verwandelt sich der Strand von Schillig in ein Festivalgelände. Das „Friesenfestival“ lädt Einheimische und Gäste zu einem Wochenende mit Meerblick, Livemusik und kulinarischer Vielfalt ein.

Von Shantys bis Ed Sheeran

Am Freitag eröffnen der Shantycor Likedeeler, Die Ungesteckerten 3, Brass von Monte Disco und die Hitfluencer das Festivalwochenende mit maritimer Stimmung und tanzbaren Rhythmen. Der Samstag steht im Zeichen von Bühnenshows: Ed Sheeran Tribute, Adenalin und die Kultband BIG Maggas sorgen gemeinsam mit DJ Flöcki bis in den Abend für musikalische Vielfalt. Am Sonntag klingt das Festival mit dem Auftritt von De Platters, der Band Honeybird, einer Kinderdisco und der traditionellen Neptun-Taufe aus.

Aussteller und Food‑Stände sorgen für regionale Leckereien, handwerkliche Produkte und gesellige Momente. Die DLRG Wangerland gestaltet am Sonntag ein Kinderprogramm mit Drachenbemalen, Kinderschminken und spielerischen Aktionen am Strand.

Friesencross für alle Lauffreunde

Parallel dazu erwartet sportlich Aktive am Samstag der „21. Friesencross“, ein Lauf durch Sand, Wiesen und das Weltnaturerbe Wattenmeer. 
Laufbegeisterte, Naturfreunde und Familien können gemeinsam die Dynamik der Nordseeküste zu erleben. Beginnend am Strand führen die Strecken durch Sand, Dünen, Wiesen und zum Teil über den schlickigen Meeresboden.

Es gibt Wettbewerbe für verschiedenste Alters- und Leistungsgruppen. Für die Jüngsten werden Bambini-, U10- und U16-Läufe angeboten. Erwachsene können sich beim 5‑Kilometer-Strandlauf, beim 5‑Kilometer‑Walking oder beim 10‑Kilometer‑Strand‑ und Wattlauf messen. Hoch- und Niedrigwasserphasen machen den Lauf zusätzlich besonders und verleihen ihm seinen unverwechselbaren Charakter.

Anmeldungen für alle Laufkategorien sind online unter wangerland.de/friesencross möglich. Weitere Informationen, Startzeiten und Teilnahmebedingungen sind dort ebenfalls abrufbar.



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Zeugen gesucht: Schlauchboot am Wangermeer gestohlen

Wangerland (20. 7. 2026) – Unbekannte haben am Wangermeer in Hohenkirchen ein Schlauchboot gestohlen. Nach Mitteilung der Polizei muss sich der Einbruchdiebstahl in der Zeit von Donnerstag, 16. Juli, 18 Uhr, bis Freitag, 17. Juli, 10.30 Uhr, zugetragen haben. 

Die Täter öffneten am Tatort mehrere Verschlüsse einer Sichtplane, die als Fenster- und Seitenwand eines Betriebs- und Aufenthaltsgebäudes für Wassersport dient. Durch diese Öffnung hätte sie sich Zutritt zum Innenraum des Gebäudes verschafft und zwei schwarz-blaue Paddel entwendet. Zudem hätten sie ein auf dem Außengelände abgestelltes, weiß-graues Schlauchboot der Marke Suzumar gestohlen.

Die Polizei bittet Zeugen, die im relevanten Tatzeitraum verdächtige Personen oder Fahrzeuge am Wangermeer beobachtet haben oder Angaben zum Verbleib des auffälligen weiß-grauen Schlauchbootes machen können, sich mit der Polizei in Jever unter der Rufnummer 04461/74490 in Verbindung zu setzen.

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