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Hooksiel-life: Vom Leben an der Küste

Mülltonnen versperren über Tage Hooksieler Gehwege

Hooksiel (8. 8. 2026) – Mülltonnen versperren die Gehwege. Sperrmüll wartet in Grundstückseinfahrten wochenlang darauf, abgefahren zu werden. Kein schönes Bild. Schon gar nicht für einen Urlaubsort wie Hooksiel – und das in der Hauptsaison.

Am Montag der abgelaufenen Woche blieben die Papiertonnen stehen. Sie wurden erst am Dienstag abgeholt. Zumindest die, die noch an der Straße standen. Am Donnerstag waren die Biotonnen dran. Derselbe Ablauf: Die Tonnen wurden nicht wie geplant abgeholt. Die Fahrzeuge des vom Landkreis Friesland beauftragen Entsorgers rollten erst am Freitag durch Hooksiel. Immerhin recht früh am Tag.

Personalprobleme beim Entsorger

Der Landkreis Friesland als Untere Abfallbehörde räumt die Abfuhr-Verspätungen gegenüber „Hooksiel-life“ ein. „Hintergrund ist eine aktuell angespannte Personalsituation aufgrund von Urlaub und Krankheitsfällen“, heißt es in einer Erklärung aus dem Kreishaus.

Konsequenzen haben die Pannen für das Entsorgungsunternehmen offenbar nicht. Tourenabbrüche seien verständlicherweise ärgerlich, aber sofern diese am Folgetag nachgeholt würden, handle der Entsorger noch entsprechend des Vertrages, erläutert der Landkreis.

Von spontanen Terminverschiebungen oder nicht eingehaltenen Abfuhrterminen bei der Sperrmüll-Entsorgung sei dem Landkreis nichts bekannt. Betroffenen Bürgerinnen und Bürger sollten sich direkt beim Landkreis unter abfallwirtschaft@friesland.de melden, falls es hier zu Problemen kommen sollte.

Barrieren für Senioren und Kinder

Gerade im Kreis von Bürgern und Unternehmern, denen Hooksiel als Urlaubsort am Herzen liegt, ist die Situation wenig befriedigend. Schon bei regulär ablaufenden Müllabfuhren versperren Tonnen die Gehwege fast einen ganzen Tag lang. Verschieben sich die Termine, sind die zum Teil recht schmalen Fußwege im Ort entsprechend länger blockiert – zumindest für Menschen mit Gehbeeinträchtigungen und Rollatoren oder auch für Rad fahrende Kleinkinder.

Hinzu kommt, dass gerade bei vielen Ferienwohnungen, der Tonnendienst von Dienstleistern übernommen wird. Die wiederum können auf Verschiebungen der Abfuhrtermine kaum reagieren, so dass die verspätet geleerten Mülltonnen an den von ihnen betreuten Objekten auch schon mal eine ganze Woche lang nicht wieder auf die Grundstücke zurückgebracht werden. Ein Vermieter, der seinen Namen nicht öffentlich nennen möchte: „So lange wir das Mülltonnen-Problem nicht in den Griff bekommen, brauchen wir uns über Barrierefreiheit im Ort keine Gedanken machen.“

„De Hooksieler“ laden ein: Drei Lokale – dreimal Livemusik

Hooksiel (7. 8. 2026) – Die Interessengemeinschaft „De Hooksieler“ plant ein neues Veranstaltungsformat. Am Samstag, 19. September, ab 19.30 Uhr soll „Hooksiel live“ Premiere feiern. Die Idee: „Drei Lokalitäten – drei Musikrichtungen“. Das Publikum kann dabei von Spielstätte zu Spielstätte pendeln oder auch in seiner Lieblings-Lokalität länger verweilen. 

Anke Müller (rechts) will mit „De Hooksieler“ ein neues Musikformat rund um den Alten Hafen etablieren. Auf dem Foto (von links) Kathrin Klostermann („Zum Schwarzen Bären“), Vanessa Müller (Feuerwehr), Sven Klostermann („Zum Schwarzen Bären“,), Monika Stamer „Packhaus/Ahoi““ und davor Anja Dittmer („De Hooksieler“). Foto: privat

Als gastronomische Partner haben „De Hooksieler“ die Cocktailbar „Ahoi“ und das Restaurant „Zum Schwarzen Bären“ gewonnen. Als dritte Spielstätte ist das Alte Feuerwehrgerätehaus am Alten Hafen vorgesehen. Im „Ahoi“ spielt  Rolf Buers Kneipenmusik im „old american Style“. Sein Motto: Musik ohne Effekte, einfach nur Stimme und Gitarre, ehrlich und zu 100 Prozent live.

Im „Schwarzen Bären“ tritt das Duo „B.ART“ – Berko Barnes und Andreas Reinhold Tomec –  mit einer Mischung aus bekannten und unbekannten Songs aus dem Bereich Irish-Folk auf.
Im Alten Feuerwehrgebäude gastiert der Wangerländer Tom Thomssen (Foto), der unter anderem seine neue Single „Can I say“ vorstellen wird.  Hier wird die Freiwillige Feuerwehr Hooksiel für die Getränke sorgen.


Der Vorverkauf der Eintrittskarten (15 Euro) beginnt am kommenden Montag, 10. August, im Frische-Kiosk Dekena. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl werden nur vier Karten pro Person verkauft.

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Jubiläum: 25 Jahre Tennis-Meisterschaften am Strand von Schillig

Schillig (7. 8. 2026) – Ab heute trägt der Tennisverband Niedersachsen-Bremen (TNB) am Strand von Schillig seine 25. Beach-Tennis-Meisterschaften aus. Rund 150 Spielerinnen und Spieler werden den Strand bis Sonntag in Deutschlands größte Beach-Tennis-Bühne verwandelnt.

„25 Jahre Beach Tennis in Schillig stehen für sportliche Entwicklung, große Begeisterung und eine besondere Gemeinschaft“, sagt Turnierveranstalter Fabian Flügel. „Wir freuen uns auf ein Jubiläumswochenende, das den Wettbewerb auf dem Platz mit vielen außergewöhnlichen Erlebnissen am Strand verbindet.“

In der Herrenkonkurrenz treten 28 Teams an, bei den Damen haben 18 Doppel gemeldet. Besonders groß ist das Interesse an der gemischten Doppelkonkurrenz: Hier stehen derzeit 42 Teams in der Meldeliste. Kurzentschlossene können sich fürs Mixed noch bis Samstag, 8. August, um 11 Uhr vor Ort anmelden. Insgesamt stehen maximal 48 Startplätze zur Verfügung. Darüber hinaus gehen vier Teams bei den U18-Junioren, drei Doppel bei den Herren 50, acht Teams bei den Damen 40 und elf Mannschaften bei den Herren 40 an den Start.

Auch abseits der Meisterschaftswettbewerbe bietet der TNB Möglichkeiten zum Mitspielen. Für das Hobbyturnier ist kein fester Doppelpartner erforderlich. Die Spielpartner werden in jeder Runde neu zugelost. Anmeldungen sind auch kurzfristig vor Ort möglich.

Am Samstag beginnt der sportliche Wettbewerb um 10 Uhr mit den Herren und dem Hobbyturnier. Die Damen starten um 11 Uhr, ehe ab 13.30 Uhr die gemischten Doppel auf die Plätze gehen. Ab 20 Uhr steht das 25-jährige Jubiläum im Mittelpunkt. Der TNB blickt mit Geschichten, Erinnerungen und unterhaltsamen Besonderheiten auf die Entwicklung des Beach-Tennis im Verband zurück.

Außerdem wird erstmals ein Schillig-Song präsentiert. Um 21 Uhr beginnt das Finale der gemischten Doppel unter Flutlicht. Danach wird das Jubiläum bei der großen Feier am Strand fortgesetzt.

Der Sonntag gehört den Entscheidungen bei Damen und Herren. Ab 9.30 Uhr werden die Haupt- und Nebenrunden fortgesetzt. Um 10 Uhr beginnen das zweite Hobbyturnier und die Konkurrenz der Herren 50.

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Muster und Mimesis: Die „Badende“ aus Hooksiel

Hooksiel (6. 8. 2026) – Die Zeit des Residenz-Stipendiums der Berliner Künstlerin Agnes Lörincz 
im Künstlerhaus Hooksiel neigt sich dem Ende zu. Bevor die Malerin und Designerin am Sonntag, 16. August, ihre Ausstellung abbaut, gibt sie interessierten Besuchern eine Woche vorher, 
am Sonnabend, 8. August, ab 15 Uhr einen Einblick in ihre in Hooksiel entstandenen Kunstwerke.

Wie angekündigt, hat Agnes Lörincz unter dem Titel „Muster und Mimesis“ Hooksiel und das Badeleben am Strand auf sich wirken.  Diese Impressionen hat sie künstlerisch verarbeitet.
Entstanden ist so unter anderem das Acrylbild „Badende“ (Foto). Die Ausstellung insgesamt ist noch bis zum kommenden Wochenende zu den üblichen Öffnungszeiten zu sehen.

Wangerland Touristik Thalassa
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Wellen zu hoch: Reederei sagt Helgoland-Fahrt ab

Hooksiel (6. 8. 2026) – Die für den morgigen Freitag, 7. August, geplante Helgoland-Fahrt ab Hooksiel fällt aus. Die Reederei Alder-Eils begründet die Entscheidung mit der Wetterprognose und der vorhergesagten Wellenhöhen.

Betroffene Fahrgäste werden gebeten, sich für  Umbuchungen oder Erstattungen mit ihrer jeweiligen Vorverkaufsstelle in Verbindung zu setzen. Wer sein Ticket online gekauft hat, hat bis 14.30 Uhr die Möglichkeit, sich wegen einer gewünschten Umbuchung mit der Reederei in Verbindung zu setzen (per Mail unter info@adler-eils.de) und seinen neuen Wunschtermin für eine Helgoland-Reise zu übermitteln. „Danach werden alle online gekauften Tickets automatisch auf das bei der Buchung genutzte Zahlungsmittel erstattet“, so die Reederei. 

Die für Freitag geplanten Fahrt ab Wilhelmshaven (Abfahrt 12.30 Uhr / Rückfahrt 18.30 Uhr) findet nach aktuellem Stand wie geplant statt.

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Hunde und Pferd warteten vergebens auf Schildkröte

Hooksiel (6. 8. 2026) – Browny ist ein Pferd. Der Wallach lebt seit 23 Jahren bei Inken Müller. Vielleicht lag es daran, dass seine Halterin eng an seiner Seite den Gottesdienst auf einer Koppel in Oesterdieken mit verfolgte. Oder die Musik vom Organisten Axel Scholz hat ihm so gut gefallen. Auf jeden Fall begleitete der Vierbeiner geduldig und mit fröhlichen Schnaufen die kirchliche Veranstaltung bis zu ihrem Höhepunkt. Der Tiersegnng.

Pastor i. R. Jürgen Walter segnete das Pony Browny und deren Halterin Inken Müller. Foto: hol

Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Wangerland hatte für Mittwochabend Mensch und Tier zu dem außergewöhnlichen Gottesdienst auf dem Anwesen in Sichtweite der Reitanlage des Reit- und Fahrverein Hooksiel geladen. Gekommen waren eine Reihe von Hunden und das Pony Browny. „Eigentlich war noch eine Schildkröte angemeldet“, sagte Diakon Fredo Eilts, der zusammen mit Pastorin Hanja Harke und Pastor i. R. Jürgen Walter den geistlichen Teil des Gottesdienstes gestaltete. Aber rechtzeitig zur Segnung schaffte es das Reptil nicht mehr.

Mensch und Tier sind bei der Rettungshundestaffel ein untrennbares Team. Diakon Fredo Eilts verband mit dem Segen das Dankeschön für das Engagement der Staffel bei der Suche und der Rettung von Menschen. Foto: hol

Tiere sind nicht nur wie Menschen Teil der Schöpfung, sie sind häufig genug auch Begleiter, Freunde und Seelentröster ihrer menschlichen Bezugspersonen. Oder auch echte Partner, wie etwa die Hunde der Mitglieder der Rettungshundestaffel Wilhelmshaven-Friesland, die mit einer großen Abordnung an dem Gottesdienst teilnahmen. Der Segen, so Eilts, sei auch ein Dankeschön an die Hunde, die schon vielen Menschen in schwierigen Situationen geholfen haben.

Hanja Harke, Fredo Eilts und Jürgen Walter sprachen zum Abschluss der Veranstaltung Gottes Segen für jedes einzelne Tier und seinen Halter aus, verbunden mit der Bitte um Schutz und Gesundheit. Gerade Gesundheit ist auch für Browny ein wichtiges Thema. Schließlich ist das Pony mit 28 Jahren schon im gehobenen Seniorenalter. 

Die ersten Schollenfilets erhielten 60 Wattwanderer

Hooksiel (5. 8. 2026) – Mehr Erlebnis-Gastronomie geht nicht. Bei herrlichem Wetter genossen zahllose Menschen am Badestrand von Hooksiel leckere, mitten im Watt gebratene Schollenfilets. Dabei brachte der Ansturm der vierstelligen Zahl an Kunden die Köche und Servicekräfte der Wangerländer Betriebe, die sich für die Aktion zu den „Seesternen“ zusammengeschlossen haben, heute sichtbar an ihre Grenzen.

Auf riesiges Interesse stieß heute das Schollenbraten am Strand von Hooksiel. Foto: hol

„Ich wollte mich bei ihnen recht herzlich bedanken“, sagt eine Urlauberin, die die Gastronomin Ute Eden vom „Friesland-Stern“ in Horum beim Tellerwaschen unterbricht. „Wir hatten von der Veranstaltung bisher nur gelesen. Aber das das so schön ist …“

Großer Andrang von Urlaubern

Ute Eden freut sich sichtbar über das Kompliment, das man an diesem Schollentag immer wieder hört. Zeit für ein Gespräche mit der Urlauberin hat sie aber nicht. Die Zeit drängt, die Teller wollen gespült werden. Nicht nur, weil noch eine lange Schlange von Fischfreunden an der Tellerausgabe steht.

Das Zeitfenster für das „Schollenbraten im Watt“ ist durch die Gezeiten begrenzt. Mit dem ablaufen Wasser hatten 30 bis 40 Mitarbeiter der Seesterne-Restaurants die Verkaufsstände im Watt aufgebaut. Dem zum Teil aufkommenden Wind zum Trotz lagen um 11 Uhr die ersten Schollenfilets in den Pfannen.

Das geduldige Warten im Watt wurde mit einem frisch gebratenen Schollenfilets belohnt. Foto Hol

Bis 13.30 Uhr ging es dann Schlag auf Schlag. „Als der erste Priel hinter uns voll Wasser gelaufen war, mussten wird den Verkauf abbrechen“, sagte Sven Klostermann vom „Schwarzen Bären“ in Hooksiel. Da waren bereits über 300 Kilogramm Schollenfilets vertilgt. „Die letzen acht verbliebenen Schollen haben dann unsere Mitarbeiter gegessen.“

Insgesamt dürfte das Schollenbraten in Höhe des Strandhauses 2 in diesem Jahr eine rundum gelungene Sache gewesen sein. Die vergleichbare Aktion am Strand von Schillig hatte vor wenigen Tagen witterungsbedingt noch an den Strand verlegt werden müssen. Aber: Scholle mit Kartoffelsalat und Apfelsahnesoße, dazu ein erfrischendes Kaltgetränk – für viele Urlauber ist das offenbar „Friesland-Urlaub pur“. Geduldig standen sie barfuß an, um im Anschluss das Menü auf Holzbänken am Strand zu genießen – und sich dann zu bedanken.

Geburtsstunde 2004

Die Gründung der „Seesterne“ geht auf die Initiative der Wangerland Touristik GmbH im Jahr 2004 zurück. Unter Federführung eines Gastronomieberaters suchten Vertreter von gut zehn Betrieben aus dem Jeverland ein Konzept für ein Angebot, das Kreativität und Erfahrung der jeweiligen Partner unter Beweis stellen sollte, ohne die jeweiligen Eigenarten zu verwässern.

Mit der Geburtsstunde der Gastronomie-Kooperation wurden Sprecher gewählt sowie ein Ehrenkodex, ein Logo und einige Direktiven entwickelt. Dazu gehört etwa die Überzeugung: „Zusammen sind wir Stärker“ und „Gemeinsame Aktionen und Öffentlichkeitsarbeit“. 

Grundlage für Kooperation von Gastronomen

Im Sommer 2004 wurde das „Erste Schollenbraten im Watt vor Schillig“ ins Leben gerufen. Nach unzähligen Meetings, Meinungsverschiedenheiten, jeder Menge Vorarbeit und Probeläufe war der Tag X gekommen. „Im Morgengrauen des 23. August 2004 wurden Kocher, frische Fischfilet, Pfannen, Deko, Stühle, Bänke, Getränke, . . . eben alles was man so braucht, um die geplanten 60 Wattwanderer zu verpflegen, ins Watt gekarrt“, heißt es in einer Chronik.

Die Aktion fand schnell überregional Anklang, war Gegenstand von Presse- und Fernsehberichterstattung. Der Grundstein für die Kooperation und viele weitere Aktivitäten war gelegt wie etwa für gemeinsame Messebesuche, Kartoffelfeste oder die Entwicklung einer gemeinsamen Fahrradkarte. Aber das sind andere Geschichten. 

Zeugen für einen Unfall auf einem Fahrradweg gesucht

Hooksiel/Sengwarden (5. 8. 2026) – Die Polizei sucht nach möglichen Zeugen für einen Fahrrad-Unfall, der sich am vergangenen Samstag, 1. August , gegen 14.20 Uhr auf dem Radweg der Hooksieler Landstraße zwischen Sengwarden und Hooksiel ereignet hat. Dabei sollen zwei Fahrradfahrer zusammengestoßen sein.

Bei der Kollision sei eine Person verletzt worden, berichtet die Polizei. Zudem entstand Sachschaden. Der Unfallverursacher habe sich anschließend von der Unfallstelle entfernt, ohne seinen gesetzlichen Pflichten nachzukommen. Die Polizei in Wilhelmshaven bittet Zeugen, die Angaben zum Unfallhergang oder zum flüchtigen Radfahrer machen können, sich unter der Telefonnummer 04421/942-0 zu melden.

Gemeinde Wangerland fragt Bedarf an Gewerbeflächen ab

Wangerland (5. 8. 2025) –  Die Gemeinde Wangerland Woll über ein Interessenbekundungs-Verfahren den aktuellen und künftigen Bedarf an Gewerbeflächen im Gemeindegebiet ermitteln. Angesprochen sind sowohl bereits im Wangerland ansässige Betriebe als auch Unternehmen, Existenzgründerinnen und Existenzgründer sowie Investoren von außerhalb, die an einer gewerblichen Entwicklung im Wangerland interessiert sind.

Onlineformular abrufbar

Vor der Sommerpause hatte der Gemeinderat die Verwaltung beauftragt, nach potenziellen Gewerbeflächen sowie nach Flächen für Wohnbebauung zu suchen. Bevor konkrete Planungen und Erschließungsmaßnahmen auf den Weg gebracht werden, soll aber zunächst eine belastbare Grundlage zum tatsächlichen Flächenbedarf geschaffen werden. 

Interessierte Gewerbetreibende können ab sofort über ein Onlineformular auf der Internetseite der Gemeinde Angaben zu ihrem Unternehmen und zu ihrem geplanten Vorhaben machen. Abgefragt werden unter anderem die Art des Betriebes, die benötigte Grundstücksgröße, ein möglicher Bedarf an Hallen-, Büro- oder Lagerflächen sowie der geplante Zeitpunkt der Umsetzung. 

Entwicklungsmöglichkeiten ausloten

„Wir möchten nicht am Bedarf vorbei planen. Deshalb wollen wir möglichst genau wissen, welche Unternehmen Flächen benötigen, welche Anforderungen bestehen und in welchem Zeitraum eine Ansiedlung oder Erweiterung vorgesehen ist“, so Bürgermeister Mario Szlezak. „Dabei geht es sowohl um die Entwicklungsmöglichkeiten unserer bestehenden Wangerländer Betriebe als auch um neue Unternehmen, die sich eine Zukunft im Wangerland vorstellen können.“ 

Die Interessenbekundung ist unverbindlich und stellt noch keine Zusage für die Vergabe oder Bereitstellung einer Gewerbefläche dar. Die eingehenden Angaben dienen der Gemeinde und der Politik als Grundlage für die weitere Beratung und Planung. Das Onlineformular ist ab sofort aufrufbar. Interessenbekundungen können zunächst bis zum 5. September abgegeben werden. 

Ausschluss von Landratswahl: Sichert setzt auf Gericht

Friesland (5. 8. 2026) – Der AfD-Bundestagsabgeordnete Martin Sichert (Zetel) will juristisch erzwingen, dass er doch noch als Kandidat zur Landratswahl in Friesland am 13. September zugelassen wird. Um das zu erreichen, habe er eine „einstweilige Anordnung“ gegen den Ausschluss von der Wahl durch den Kreiswahlausschuss beim Verwaltungsgericht Oldenburg beantragt, teilt Sichert mit.

Fehler bei Entscheidung?

Der Kreiswahlausschuss hatte unter anderem auf der Basis von Informationen des Verfassungsschutzes entschieden, Sichert nicht zur Wahl ins Landratsamt und damit einem Beamtenverhältnis auf Zeit zuzulassen, da nicht gewährleistet sei, dass er jederzeit für die freiheitlich-demokratische Grundordnung einstehe. Der Verfassungsschutz stuft des AfD-Landesverband Niedersachen, zu dessen führenden Köpfen der Abgeordnete gehört, als „gesichert rechtsextrem“ ein.

In seinem Antrag hat Sichert nach einen Angaben auf 45 Seiten plus Anhängen zahlreiche vermeintliche Verstöße des Wahlausschusses aufgelistet. Unter anderem bemängelt er die fehlende Auseinandersetzung der Ausschussmitglieder mit den Ausschlussgründen. Der Ausschussvorsitzende habe in der Sitzung gesagt, dass die Prüfung der Landesregierung obliege.

Sichert: Demokratiefeindlich

„Die Betonung der Landesregierung als auch des Wahlausschusses, dass die Tätigkeit als Funktionär in einer zugelassenen Partei als Ausschlussgrund für die Landratswahl ausreicht, ist absolut demokratiefeindlich“, so Sichert, der sich als Opfer „politischer Willkür“ sieht. Er habe die einstweilige Anordnung auch eingereicht, um den Schaden zu vermeiden, der durch eine Wiederholung der Wahl entsteht, die dann erforderlich wird, wenn die Wahl im Nachgang als juristisch fehlerhaft bewertet werden sollte.