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Hooksiel-life: Vom Leben an der Küste

Neue Pfarrerin lässt sich von schwieriger Lage nicht abschrecken

Hooksiel (21. 10. 2026) – Hooksiel bekommt einen neue Pfarrerin. Im Wangerland ist Vera Rosin schon seit dem 1. September angekommen. Voraussichtlich im November wird sie dann aus einer Ferienwohnung in Schillig in ein Häuschen in der Friesenstraße umzuziehen. Endlich, so sagte die 60-Jährige bei ihrer Vorstellung vor dem Männerkreis der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde im Walter-Spitta-Haus, werde dann das Leben aus Koffernein Ende haben.

Strahl Zuversicht und Tatkraft aus: die neue Pfarrerin der ev.-luth. Kirchengemeinde Wangerland: Vera Rosin. Foto: hol

Vera Rosin ist Nachfolgerin von Stefan Grünefeld, der Hooksiel in Richtung Oldenburg verlassen hat. Auf Anraten ihres Sohnes habe sie sich auf die freie Stelle an der niedersächsischen Küste beworben und dafür ihre Pastoren-Stellung im westfälischen Herten verlassen. Damit geht ein Lebenswunsch etwas frühe als geplant in Erfüllung.

Der Hektik im Ruhrgebiet entflohen

Wie die gebürtige Dortmunderin schilderte, hätten sie und ihr Ehemann stets vorgehabt, mit dem Eintritt in den Ruhestand in ihren Urlaubsort Wangerland umzuziehen, um sich der Hektik und der Feinstaub-Belastung im Ruhrgebiet zu entziehen. Ihr Mann sei inzwischen Rentner. Die freie Stelle im Wangerland habe dem Paar die Chance eröffnet, die geplanten Umzug um fünf Jahre vorzuziehen.

Ein Glücksfall für beide Seiten, wie Kirchenältester Heinz Martin unterstrich. Auf die erste bundesweite Ausschreibung hätte sich nur ein Interessent gemeldet, dessen Bewerbung aber an arbeitsrechtlichen Fragen gescheitert sei. In der zweiten Runde habe sich dann Vera Rosin gemeldet. Künftig, so die Gefahr, würden viele frei werdende Stellen vakant bleiben. Martin: „Es gibt aktuell so gut wie eine Studierenden der evangelischen Theologie und damit keinen Pastoren-Nachwuchs.“ 

Sorgenkind Walter-Spitta-Haus

15 Männer um Männerkreis-Sprecher Herbert Ulfers nutzten am Dienstagabend die Gelegenheit, die neue Pfarrerin kennenzulernen und einige Themen aus dem aktuellen Gemeindeleben anzusprechen. Davon gibt es genug, sie sich zeigte. Die Fusion von ehemals acht selbstständigen Gemeinde zur Kirchengemeinte Wangerland ist erst vor wenigen Monaten abgeschlossen worden.

Die Organisationsstruktur sieht nur noch zweieinhalb Stellen für Geistliche vor. Dafür gibt es im Gemeindegebiet aber zehn unter Denkmalschutz stehende Kirchen, ebenso viele Friedhöfe und Gemeindehäuser, von denen mittelfristig die meisten aufgegeben werden sollen. Auch das Walter-Spitta-Haus in Hooksiel. Männerkreis-Mitglied Dietrich Gabbey forderte Vera Rosin auf, sich mit dafür einzusetzen, dass die Kirche mit ihren Mitgliedern über die Zukunft des Gebäudes ins Gespräch kommt. Es wäre ein schwerer Verlust für Kirche und Ort, wenn dieser soziale Treffpunkt verloren ginge.

„Es gibt immer eine Lösung“

Vera Rosin ließ sich von den Problemlagen nicht schrecken. Sie vermittelte den Eindruck, für pragmatische Lösungen zu stehen. Ihr Lebensmotto, was sie von ihrem Vater, einem Bergmann, übernommen habe: „Es gibt immer eine Lösung. Und wenn etwas nicht passt, dann wird es passend gemacht.“

Das künftige Theologen-Team, zu dem noch Hanja Harke und Fredo Eilts gehören, ist jeweils für das gesamte Wangerland zuständig. Gottesdienste, Taufen, Konfirmationen, Trauungen, Beerdigungen. Ihren persönlichen Schwerpunkt sehe sie bei Trauerfeiern, sagte Vera Rosin. „Hier schlägt mein seelsorgerisches Herz.“ Sie werde sich Zeit nehmen für Gespräche, um den Angehörigen beim Trauergottesdienst die Gelegenheit zu geben, sich von den Verstorbenen zu verabschieden. Einen zweiten Schwerpunkt ihrer Arbeit im Wangerland soll die Urlauberseelsorge bilden. 

Vortragsabend zur Volkskrankheit Vorhof-Flimmern

Sanderbusch/Wangerland (21. 10. 2026) – Die Deutsche Herzstiftung, die Kardiopraxis Friesland und Friesland Kliniken laden für Mittwoch, 4. November, zu einem kostenlosen Vortragsabend in das Nordwest-Krankenhaus (NWK) Sanderbusch ein. Im Rahmen der „Herzwochen“ der Deutschen Herzstiftung steht das Thema „Herz aus dem Takt – Vorhofflimmern erkennen und handeln“ im Mittelpunkt.

Eintritt kostenlos

Die kostenlose Veranstaltung findet von 18 bis 20 Uhr im „Bistro“ des NWK, Am Gut Sanderbusch 1, statt. Um Anmeldung unter Telefon 04422/80-1837 oder per Mail an bildungszentrum@friesland-kliniken.de wird gebeten.

Vorhofflimmern wird im Gesundheitswesen als Volkskrankheit eingestuft. Es ist die am häufigsten auftretende anhaltende Herzrhythmusstörung, die unbehandelt zu großen Komplikationen bis hin zum Schlaganfall führen kann.

„Deshalb ist Aufklärung sehr wichtig, denn frühzeitig erkannt, bestehen gute Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten“, sagt der Chefarzt der Kardiologie und internistischen Intensivmedizin der Friesland Kliniken am Standort Sanderbusch, Privatdozent Dr. Claus Lüers (Foto). 

Praktische Tipps von Medizinern

In seiner Funktion als Mitglied des Beirats der Deutschen Herzstiftung lädt er mit Helmut Hüskes, ehrenamtlich tätiger Beauftragter der Herzstiftung, sowie der Kardiopraxis Friesland zu dem Informations- und Vortragsabend ein. Neben Lüers werden seine Kollegin und Oberärztin Dr. Susanne Heipke-Thiem sowie die Kardiologen Dr. Tobias Härle und Dr. Felix Wahldiek von der Kardiopraxis Friesland (Sanderbusch) unterschiedliche Aspekte des Themas beleuchten.

Ursachen und Symptome von Vorhofflimmern, Risiken, mögliche Begleiterkrankungen sowie Behandlungsmöglichkeiten von Medikamenten bis hin zu interventionellen Verfahren stehen dabei im Fokus. Darüber hinaus gibt es praktische Tipps, wie man seine Herzgesundheit erhält und stärkt. 

Blutspende: Leckereien versüßen den Umzug zur Feuerwehr

Hooksiel (20. 10. 2026) – Keinen Personalausweis dabei? Kein Blutspende! Da kennt der Blutspendedienst des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) kein Pardon. Selbst der auf dem Handy hinterlegte digitale Ausweise erlaubt keine Ausnahme. Also zurück nach Hause. Neuer Anlauf.

Haben sich über Jahre um das leibliche Wohl der Blutspender im Walter-Spitta-Haus gekümmert: (von links) Annegrete Neumann, Marianne Bruns, Kerstin Woitak, Dora Claasen, Sieglinde Schandinat und Rosi Engelbrecht. Foto: Schriever

Registrieren lassen. Fragebogen zu Gesundheitszustand, Impfungen und Sexualpraktiken ausfüllen. Eisenwert im Blut und Blutdruck überprüfen lassen. Noch einmal den Personalausweis vorzeigen. Schon sitzt man auf dem Spenderplatz im großen Saal des Walter-Spitta-Hauses.

Stärkung nach der guten Tat

„Name und Geburtsdatum?“ Natürlich. Auf jeden Fall muss vermieden werden, dass die Blutspende einer falschen Person zugeordnet wird. Ein kurzer Piks in die Armbeute und das Blut läuft. Tropfen für Tropfen steigt das Gefühl, etwas Gutes zu tun. Anderen Menschen möglicherweise zu helfen.

Der Spendenbeutel ist voll. Kanüle raus, Pflaster auf die Einstichstelle und ab in den Nebenraum. Hier wartet ein reichlich gefülltes Büfett zur Stärkung. Kaffee und Kuchen, leckere belegte Brote, Suppen und sogar Schokoküsse. Was isst man nicht alles gern, um wieder zu Kräften zu kommen?

Für die Leckereien verantwortlich ist ein Kreis von Helferinnen der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Wangerland. Seit Jahren. Die Frauen backen und Kochen dreimal jährliche für die Blutspender. Von Anfang an, seit genau 14 Jahren, dabei war die Hooksielerin Sieglinde Schandinat, die auch die Registrierung der Spender im Gemeindehaus der Kirchengemeinde übernommen hat.

Damit ist jetzt Schluss. Der Blutspendedienst zieht zum nächsten Jahr um ins Feuerwehrgerätehaus am Hohe Weg. Dann übernimmt die Freiwillige Feuerwehr Hooksiel die Organisation der Termine und die Beköstigung der Spender.

Dankeschön an Helferinnen

Kirchenälteste Bettina Schriever dankte an diesem Montag allen Helferinnen aus der Kirchengemeinde für ihre Engagement in den vergangenen Jahren und überreichte ihnen eine kleine Aufmerksamkeit.

Zum Blutspendeteam gehörten neben Sieglinde Schandinat, Rosi Engelbrecht, Marianne Bruns, Annegrete Neumann, Dora Claasen und Kerstin Woitak. Mit Ausnahme von Kerstin Woitak ziehen sich die Damen mit dem Umzug zur Feuerwehr aus dem Blutspende-Dienst zurück. Ein Dankeschön überbrachte Bettina Schriever auch an Eike Frerichs und Fred Jacobi für deren logistische Unterstützung bei der Ausrichtung der Blutspenetermine. 

Von Nachhaltigkeit zu Natur: Einblick in regionale Vielfalt

Wangerland (20.10. 2026) – Am Wochenende, 24. und 25. Oktober, öffnet der Wanama, der „Wangerländer Naturmarkt“, zum sechsten Mal seine Türen. Samstag und Sonntag können Gäste und Einheimische in der einst als Nachhaltigskeits-Markt etablierten Veranstaltung jeweils von 10 bis 16 Uhr Produkte aus der Region kennenlernen und sich über die Arbeit lokaler Initiativen informieren. Der Eintritt ist kostenfrei.

Die Besucher erwartet ein vielseitiges Angebot aus handgefertigten Produkten, kulinarischen Spezialitäten und Kunsthandwerk. Das Sortiment reicht von Erzeugnissen rund um das Schaf und friesischem Honig über Kosmetikprodukte und Makramee-Arbeiten bis hin zu Dekorationen für Haus und Garten. Die Aussteller präsentieren ihre Produkte und Projekte, berichten von ihren Erfahrungen und geben praktische Tipps für den Alltag. 

Informationen und Mitmachangebote rund um Natur- und Umweltschutz bieten unter anderem lokale Verbände und Initiativen wie WAU, BUND Wilhelmshaven, JadeWale e. V. sowie Erde und Flut. Am Stand des Nationalpark-Hauses Wangerland erfahren Besucher mehr über die Tierwelt der Region und können einen Blick durch das Mikroskop werfen. Beim Spinnkreis Neustadtgödens kann gefilzt und das traditionelle Spinnen beobachtet werden. 

Für Kinder finden an beiden Tagen um 11 und15 Uhr kostenfreie Vorstellungen des beliebten Bilderbuchkinos in der Bücherei statt. Von 11.30 bis 15 Uhr wird eine Bücherei-Rallye angeboten. Zudem informieren das Fairmobil aus Aurich und die Jägerschaft Friesland-Wilhelmshaven über ihre Arbeit. 

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Überland will jetzt Stromnetz und Wasserleitungen ausbauen

Hooksiel (19. 10. 2026) – Die erste Saison auf dem Nordsee-Campingplatz Hooksiel unter der Führung von „Überland Camping“ ist beendet. Auf der Agenda des privaten Betreibers, der den Platz zu Jahresbeginn von der insolventen Wangerland Touristik GmbH übernommen hatte, standen unter anderem Investitionen in die Infrastruktur, die Neuordnung der Stellplätze nach Dauercampern und Saisoncampern und das Ende des FKK-Campings ab 2027. „Hooksiel-life“ hat vor diesem Hintergrund einige Fragen an „Überland Camping“ gestellt.

Die Saison 2026 auf dem Nordsee-Campingplatz ist beendet. Am Wochenende reisten die letzten Camper ab. Bekanntlich muss der vor dem Deich direkt am Wattenmeer liegende Platz mit Beginn der Sturflutsaison geräumt werden. Foto: hol

Betreiber mit Campingsaison zufrieden

Frage: Wie ist Überland Camping mit dem Saisonverlauf in Hooksiel zufrieden? Welche der zu Saisonbeginn geplanten Investitionen und Verbesserungen auf dem Platz konnten umgesetzt werden?Überland Camping: Wir sind sehr zufrieden mit dem Verlauf der Campingsaison 2026 am Nordsee Campingplatz Hooksiel und konnten viele unserer geplanten Neuerungen erfolgreich umsetzen. Ein neuer Abenteuerspielplatz mit Leuchtturm und Kletterwelt, ein großes Hüpfkissen sowie ein Indoorspielplatz sorgen ab sofort für noch mehr Abwechslung bei unseren jungen Gästen. Zudem wurden ein Sanitärgebäude modernisiert, eine Minigolfanlage realisiert und eine neue Sommerlounge geschaffen.

Frage: Hält die Überland-Gruppe an den konzeptionellen Neuerungen – zum Beispiel dem FKK-Aus ab der nächsten Saison – fest?
Überland Camping: Ja, an der Ausrichtung und den Plänen für die Saison 2027 hat sich nichts geändert. Wir halten wie geplant an der konzeptionellen Neuausrichtung fest, die sehr positiv von unseren Gästen aufgenommen wird. Das zeigt sich in Rückmeldungen vor Ort wie auch im Netz.

Verbundenheit mit dem Standort

Frage: Konnten bisherige FKK-Camper als Textilcamper gewonnen werden?
Überland Camping: Ja, von den bisherigen FKK-Saisoncampen konnten wir eine Vielzahl überzeugen, auch im kommenden Jahr als Textilcamper bei uns zu bleiben. Das freut uns sehr und zeigt die hohe Verbundenheit mit dem Standort Hooksiel und unserem Nordsee Campingplatz Hooksiel.

Ein Abenteuerspielplatz mit Leuchtturm und Kletterwelt gehört zu den gelungenen Neuerungen auf dem Nordsee Campingplatz. Foto: hol

Frage: Wie läuft die Neuverteilung der Stellplätze für Dauercamper? Stellenweise soll es zu Doppelvergaben gekommen sein.
Überland Camping: Die Neuvergabe der Saisonplätze ist weit fortgeschritten. Wir freuen uns aber weiterhin über neue Camper. In einigen wenigen Fällen kam es systembedingt zu Doppelvergaben. Diese haben wir gemeinsam mit allen Beteiligten einvernehmlich gelöst.

Frage: Überland Camping wirbt derzeit um Dauercamper. Lag die Zahl der Saisoncamper unter den Erwartungen?
Überland Camping: Nein, die gezielte Bewerbung sowohl von touristischen Plätzen als auch von Saisonplätzen gehört zu unserem regulären Vorgehen. Der Herbst und der Winter sind ideal geeignet, um das Thema Saisoncamping rechtzeitig vor der neuen Saison bei Interessierten zu platzieren und Plätze vorausschauend zu vergeben.

2027 „Kids Club“ und Kettcar-Bahn

Frage: Was ist mit Blick auf die Saison 2027 an Investitionen geplant? Sind für 2027 sonstige Neuerungen vorgesehen?
Überland Camping: In diesem Winter steht die Modernisierung der Infrastruktur im Mittelpunkt:
Strom: Wir modernisieren das Stromnetz, damit künftig 16 Ampere an den Stellplätzen zur Verfügung stehen. Leitungen: Die Wasser-, Abwasser- und Regenwasserleitungen werden instandgesetzt bzw. ausgebaut. Wohnmobilhafen: Der Wohnmobilhafen an der Ostdüne wird modernisiert und digitalisiert.

Auch für Spiel und Spaß ist gesorgt. Ab der kommenden Saison gibt es einen „Kids Club“ und eine Kettcar-Bahn. Die Kettcars können schon jetzt an der Rezeption ausgeliehen werden.

Frage: Stehen die Preise für 2027 bereits fest?
Überland Camping: Ja, die Preislisten für die Saison 2027 stehen bereits fest. Die Tarife und Konditionen sind seit mehreren Wochen transparent auf unserer Website einsehbar.

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Neuer Höchststand bei Zahl der beobachteten Zugvogel-Arten

Horumersiel (19. 10. 2026) – Mit dem großen Zugvogelfest im Gästehaus Horumersiel sind die 18. Zugvogeltage im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer am Sonntag zu Ende gegangen. Neun Tage stand der Vogelzug im Fokus: Mehr als 300 Veranstaltungen entlang der niedersächsischen Küste und auf den Inseln luden Einheimische und Gäste dazu ein, Zugvögel zu beobachten, ihre außergewöhnlichen Leistungen kennenzulernen und die Bedeutung ihrer Rast-, Brut- und Überwinterungsgebiete zu entdecken. Insgesamt nutzten nach Angaben der Nationalparkverwaltung über 13.000 Teilnehmende das Angebot, davon rund 2.500 Kinder. 

Voller Kursaal (nicht nur) bei der großen Verlosung.Foto: Michael Räder / NLPV

Im Mittelpunkt der diesjährigen Zugvogeltage standen die Küstenseeschwalbe als Titelvogel und Namibia als Partnerland. Die Küstenseeschwalbe verbindet das Wattenmeer mit Regionen im südwestlichen Afrika und darüber hinaus: Auf ihren jährlichen Zügen legt sie rund 90.000 Kilometer zurück. Namibia ist mit bedeutenden Rastgebieten wie Walvis Bay und Sandwich Harbour eine wichtige Station für Zugvögel auf dem Ostatlantischen Zugweg.

Zugvogelfest gut besucht

Das Zugvogelfest in Horumersiel bot zum Abschluss ein vielfältiges Programm für alle Altersgruppen. An Informationsständen, bei Vorträgen und Mitmachangeboten konnten über 900 Besucher Wissenswertes über den Vogelzug, den Nationalpark und Möglichkeiten zur Vogelbeobachtung erfahren. Ferngläser, Spektive und Kameras konnten mit fachkundiger Beratung ausprobiert werden.

Fachvorträge widmeten sich der Küstenseeschwalbe, dem 40-jährigen Jubiläum des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer, der Wahl der passenden Beobachtungsoptik sowie der Entwicklungszusammenarbeit in Namibia. Das Programm bot auch für Kinder vielfältige Erlebnisse – vom Bilderbuchkino über Bastelangebote bis zur „Wattpolizei“. 

200 Kinderbilder

Zudem war auch die Kinderaktion in diesem Jahr ein besonderer Anziehungspunkt beim Zugvogelfest. Die über 200 eingereichten Bilder zum Motto „Eine lebenswerte Welt für Vögel“ wurden im Kleinen Kursaal ausgestellt und zeigten die kreativen Ideen der jungen Teilnehmer. 

Ein sportlicher Höhepunkt der Zugvogeltage mit mehreren Rekorden war erneut der Aviathlon. Dabei traten Küstenregionen in einem Wettbewerb um die meisten beobachteten Vogelarten gegeneinander an. Norderney konnte mit 180 beobachteten Arten einen neuen Regionen-Rekord aufstellen. Insgesamt wurden 221 Arten beobachtet, auch das ist ein neuer Höchststand. Zu den erstmals im Rahmen des Aviathlon beobachteten Arten gehören Tannenhäher, Gleitaar, Temminckstrandläufer und Waldlaubsänger.

Verantwortung fürs Wattenmeer

„Der Aviathlon zeigt eindrucksvoll, wie artenreich das Wattenmeer und die angrenzenden Küstenlandschaften sind“, sagt Peter Südbeck, Leiter der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer. „Jede Beobachtung steht zugleich für die besondere Verantwortung, die wir für diese Lebensräume tragen. Zugvögel sind auf ein Netzwerk geeigneter Rast-, Brut- und Überwinterungsgebiete angewiesen – bis nach Namibia und darüber hinaus. Der Schutz des Wattenmeers ist deshalb immer auch internationaler Naturschutz.“ 

Die Vorbereitungen für die nächsten Zugvogeltage beginnen bereits. Die 19. Zugvogeltage im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer finden vom 9. bis 17. Oktober 2027 statt.

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Unbekannte haben auf Parkplatz KFZ-Kennzeichen gestohlen

Hooksiel (18. 10. 2026) –  Unbekannte haben auf dem Parkplatz in Höhe des FKK-Strandes an der Bäderstraße die Kennzeichen eines geparkten Pkw entwendet. Der  Diebstahl soll sich am Samstag, 17. Oktober, im Zeitraum von 10.30 Uhr bis 15 Uhr  ereignet haben. Die Polizei bittet  Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, sich unter  Telefon 04461/7449-0 mit der Polizei Jever in Verbindung zu setzen. 

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Abschied vom FKK-Camping mit Tränen in den Augen

Hooksiel (18. 10. 2026) – An diesem Sonntag endet vor den Deichen des Wangerlandes nicht nur eine Saison. Es endet eine Ära. Auf dem Nordsee Campingplatz in Hooksiel gibt es künftig keinen FKK-Bereich mehr. Der letzte Nudisten-Campingbereich an der Nordseeküste schließt seine Tore.

In Hooksiel endet eine Ära

Klaus Fischer, langjähriger 2. Vorsitzender des Naturistenbundes Wilhelmshaven-Friesland (NBWF), ist immer noch enttäuscht über die Entscheidung der Überland-Gruppe, die Anfang 2026 den Platz von der insolventen Wangerland Touristik GmbH (WTG) übernommen hat: „Hier gehen Lebensträume kaputt – und das ohne Not.“

Die Wahl-Hooksieler Christa Batke und Klaus Fischer sind enttäuscht. Aus ihrer Sicht hätte der FKK-Bereich auf dem Nordsee Campingplatz Hooksiel auf verringerter Fläche gut weiterbetrieben werden können. Foto: hol

Die Überland-Gruppe hatte ihre Entscheidung mit betriebswirtschaftlichen und organisatorischen Überlegungen für den Großcampingplatz mit insgesamt 1500 Stellplätzen begründet. Bislang waren 412 Stellplätze den Nudisten vorbehalten. Davon waren aber zuletzt nur noch gut 120 Plätze von Saisoncampern belegt.

Kein Kompromiss möglich

Fischer (73) und seine Lebenspartnerin Christa Batke beklagen die mangelnde Kompromissbereitschaft der Platzbetreiber. „Man hätten den FFK-Teil einvernehmlich deutlich verkleinern können“, sagt Fischer. Und Christa Batke, Schriftführerin im NBWF, ergänzt: „Unsere Mitglieder wären auch bereit gewesen, angekleidet ins Waschhaus zu gehen.“ Aber bei Überland habe man davon nichts hören wollen. Selbst eine Petition mit über 1000 Unterschriften gegen die Schließung des FFK-Campingplatzes habe keine Wirkung gezeigt.

„Die Geschäftsführung hat uns schon im Frühjahr gesagt: Die Entscheidung steht!“ Das war aus Sicht von Batke und Fischer zu wenig, auch wenn Überland den Betroffenen neue Dauer-Stellplätze angeboten habe. „Für viele unserer Mitglieder war Hooksiel über Jahrzehnte so etwas wie die zweite Heimat“, so Fischer. Ein Großteil orientiere sich jetzt um, beispielsweise zu FKK-Stellplätzen im Binnenland. 

Vegetarier und Nichtraucher

Die Geschichte des 1952 gegründeten Naturistenbundes ist untrennbar mit Hooksiel verbunden. In dem Sielort sollen sich bereits Ende des 19. Jahrhunderts Menschen ohne Badeanzüge auf einsamen Wiesen am Watt getummelt haben. Wie Heimatkundler Hans Ney einst berichtete, soll es sich bei den Naturisten der ersten Stunden überwiegend um Vegetarier und Nichtraucher gehandelt haben. In den 1950/60er Jahren gab es einen Nacktbadestrand in Höhe der heutigen Trabrennbahn. Dort, in der Nähe der „Muschel“, hätten sich seinerzeit zehn FKK-Anhänger getroffen und den Naturistenbund Wilhelmshaven-Friesland gegründet.

Der Bund mit seinen rund 250 Mitgliedern habe auch nach Inbetriebnahme des Nordsee-Campingplatzes vor dem Deich Mitte der 1970er Jahre eng und durchweg gut mit der Wangerland Touristik zusammengearbeitet. Der Campingplatz wurde zum Vereinsgelände. In einem der Servicegebäude befand sich Räume für Zusammenkünfte und eine Werkstatt für Gerätschaften aller Art. Zuletzt wehte die FKK-Flagge auf dem Platz auf Halbmast (Foto: NBWF).

„Die Naturisten haben sich in Absprache mit der WTG intensiv mit in die Platzpflege eingebracht“, so Fischer, der dem NBWF schon seit 45 Jahren angehört. Im Gegenzug erhielten die Mitglieder Vergünstigungen. Hinzu kamen Vereinsaktivitäten etwa beim Platzaufbau, bei Oster- und Pfingstfesten oder auch gemeinsame Essen oder Ringtennis-Spiele. Ziel sei die Stärkung des sozialen Miteinanders gewesen. 

Spenden für DLRG und DGzRS

Der Beschluss zur Auflösung des Vereins fiel bereits Anfang September. Entschieden werden musste auch, wie das Vereinsvermögen verwendet wird. Nach den Worten von Fischer finanziert der NBWF für all seine Mitglieder einen Ausweis für 2027 beim Deutschen Verband für Freikörperkultur (DFK) – eine Art Eintrittskarte für andere FKK-Campingplätze. Das Restguthaben soll der DLRG Ortsgruppe Wangerland und der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) gespendet werden. 

Der Naturistenbund Wilhelmshaven-Friesland ist Geschichte. Die Mitglieder haben ihr Vereinsschild am Campingplatz abgesägt. Foto: NBWF

Zuletzt trafen sich gut 70 Mitglieder des NBWF zu einer Abschiedsfeier in den Vereinsräumen auf dem Campingplatz. Es gab Pizza und die Band „Hey Brothers“ machte Musik. Die Stimmung sei – unabhängig vom traurigen Anlass – hervorragend gewesen, berichtet Christa Batke. „Bei der Abschiedsrede von Klaus ist dann die eine oder andere Träne geflossen.“

Auch Christa Batke und Klaus Fischer haben sich schweren Herzens entschieden, Hooksiel ade zu sagen. 2027 will das Paar ausgiebig durch Deutschland reisen und sich andere Campingplätze anschauen. Ihrem Stellplatz direkt am Rande des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer werden sie sicher noch eine Weile nachtrauern. Allerdings: „Wenn wir hier geblieben wären, hätten wir im nächsten Jahr 600 Euro mehr zahlen sollen“, so Klaus Fischer. „Das sehe ich gar nicht ein. Überland sieht uns nie wieder.“

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Neue Rektorin wirbt für Hochbegabten-Förderung und Umbau des Schulhofs

Hooksiel (16. 10. 2026) – Die Grundschule Hooksiel hat eine neue Schulleiterin. Die Landesschulbehörde hat Johanna Schemering mit Wirkung zum 1. Oktober zur neuen Rektorin ernannt. Die 39-jährige Hooksielerin, die die Schule bereits seit den Sommerferien kommissarisch geleitet hat, tritt damit die Nachfolge von Peter Nußbaum an, der die Schule im Frühjahr dieses Jahres auf eigenen Wunsch verlassen hatte.

Ist stolz auf ihre Ernennung zur Rektorin: Die neue Leiterin der Grundschule Hooksiel, Johanna Schemering. Foto: hol

„Für mich geht ein Lebenswunsch in Erfüllung“, sagte Johanna Schemering (geborene Donker) im Gespräch mit „Hooksiel-life“. Die Mutter von zwei Kindern ist in Hooksiel geboren und aufgewachsen. Nach der Grundschule besuchte sie die Cäcilienschule in Wilhelmshaven und studierte nach dem Abitur in Vechta und Oldenburg auf Lehramt für die Fächer Deutsch und Sport.

Selbst in Hooksiel zur Schule gegangen

„Als ich hier zur Schule ging, war noch Renate Mörgenthaler Schulleiterin und die kürzlich verstorbene Elfriede Janßen meine Klassenlehrerin“, erinnert sich die Pädagogin. „Ich bin stolz darauf, in ihrer Nachfolge zu stehen.“

Johanna Schemering ist eine erfahrene Lehrerin. Ihr Referendariat machte sie an der Grundschule Tettens. Danach arbeitete sie als Lehrerin an der Grundschule Hohenkirchen, an der sie bis zur Geburt ihres zweiten Kindes drei Jahre lang auch als Schulleiterin fungierte.

Nach der Erziehungszeit wurde sie 2024 nach Hooksiel abgeordnet. Damals war noch nicht abzusehen, dass die Leitungsstelle bald frei werden würde. Nach Rücksprache mit dem Kollegium habe sie sich dann auf die Stelle beworben.

„Schule muss allen Spaß machen“

Die verlässliche Grundschule Hooksiel mit Ganztagsangeboten für Erstklässler sei rundum gut aufgestellt. Neun erfahrene Lehrkräften und eine Referendarin unterrichten hier aktuell sechs Klassen. „Wir haben genug Klassenräume, eine eigene Turnhalle und einen Sportplatz in der Nähe“, so Schemering. Dennoch habe sie sich vorgenommen, das pädagogische Angebot und die bauliche Situation der Schule weiter zu verbessern. Dabei setze sie auf die Unterstützung ihres Kollegiums, des engagierten Fördervereins der Schule und auf die Gemeinde Wangerland als Schulträger.

Das Motto der neuen Rektorin: „Die Schule muss allen Spaß machen!“ Das gelte gerade vor dem Hintergrund, dass das Ganztagsangebot in den nächsten Jahren für alle Jahrgangsstufen gelten soll. Wichtig sei ihr, dass auch die Grundschule Hooksiel eine Hochbegabten-Förderung bekommt, wie es sie etwa in Tettens schon gibt. Die neue Schulleiterin setzt zudem auf eine enge Zusammenarbeit mit der Bildungsregion, die zahlreiche sinnvolle Projekte unterstütze.

Neuer Eingangsbereich

Aktuell wird der Eingangsbereich der Schule so umgebaut, dass der Weg zu den Unterrichtsräumen verriegelt werden kann. Das sei wichtig, da zum Beispiel die Turnhalle nachmittags und abends auch von externen Gruppen genutzt wird. Und Kinder können sich künftig bei schlechtem Wetter im Foyer unterstellen.

Mit Blick auf den Ganztagsunterricht fehlen zusätzliche Räume fürs Differenzierungs-Angebote. Ebenso wichtig ist aus Sicht von Johanna Schemering die Umgestaltung des Schulhofes, der in Teilen einer Betonwüste gleiche. „Wir brauchen dringend mehr Grün auf dem Schulhof.“ Die Schulleiterin will hier zusammen mit Förderverein, Eltern und möglichen Sponsoren Ideen entwickeln, die dann im Verbund von Schule und Gemeinde umgesetzt werden sollen. Gemeinsam mit der Gemeinde würden außerdem Überlegungen angestellt, wie die Parkplatzsituation an der Schule entzerrt und die Nutzung des öffentlichen Fußweges quer über den Schulhof zumindest während der Pausen eingeschränkt werden könnten.

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Polizei: Ladendiebstahl an der Selbstbedienungskasse

Hooksiel (16. 10. 2026) – Selbstbedienungskassen gehören inzwischen in vielen Märkten zum Standart. Auch im Supermarkt an der Hooksieler Bäderstraße müssen Kunden ihre Waren nicht unbedingt aufs Laufband einer Kassiererin legen. Wer das System beherrscht, kann seinen Einkauf schon am Einkaufswagen einscannen. Ein weiterer Scan an der Selbstbedienungskasse und der Kunde kann per Bankkarte selbstständig den Einkauf bezahlen. Der dann ausgedruckte Bon dient als Türöffner für den Weg nach draußen.

Aber es gibt Einschränkungen. Beim Kauf von Zigaretten oder alkoholischen Getränken fordert das System eine Altersfreigabe durch einen Supermarkt-Mitarbeiter. Und natürlich werden auch immer wieder Kunden daraufhin kontrolliert, ob sie beim einscannen nicht das eine oder andere Produkt vergessen haben. Oder Kunden schlagen Alarm, weil sie mit den Anweisungen der Selbstbedienungskasse nicht klar kommen.

Soweit der normale Ablauf. Am gestrigen Mittwoch aber hatte wohl ein Kunde die Absicht, das System auszutricksen. So jedenfalls der Verdacht der Polizei, die von einem geplanten Ladendiebstahl ausgeht.

Gegen 15 Uhr passierte ein 38-jähriger Mann den Bereich der Selbstbedienungskassen, ohne die mitgeführten Waren zuvor zu bezahlen. Im Rahmen der anschließenden Befragung habe der Mann angegeben, dass er nicht gewusst habe, wie die Waren an der Selbstbedienungskasse eingescannt werden müssen. Auch wenn das der Fall gewesen sein mag, dürfte der Beschuldigte die Waren nicht ohne Bezahlung mitnehmen. Die Polizei nahm den Sachverhalt auf und hat ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.