Wilhelmshaven/Hooksiel (27. 2. 2026) – Naturschützer wollen mit einer Mahnwache für den Erhalt des Naturschutzgebietes auf dem Voslapper Groden-Nord demonstrieren. Dafür treffen sich die Aktivisten am Samstag, 28. Februar, um 11 Uhr an der Straße Am Tiefen Fahrwasser zwischen Hooksiel und Wilhelmshaven im Bereich zwischen den Anlegern von Vynova und HES.
Der Rat der Stadt Wilhelmshaven im Januar die Naturschutzverordnung für ein Areal aufgehoben, auf dem ein Konsortium um die Firma Tree Energy Solutions (TES) einen Terminal für den Export von CO2 und den Import von flüssigen Gasen sowie einen Wasserstoffpark bauen will. Befürworter sehen darin einen „zentralen Beitrag zur Energiesouveränität und Klimaneutralität“ vor allem der Industrie. Naturschützer hingegen betonen den Verlust des EU-Vogelschutzgebietes, das durch die Milliarden-Investition zerstört wird.
Der Nabu Landesverband Niedersachsen beklagt zudem, dass bereits seit Beginn dieser Woche im Voslapper Groden Nord umfangreiche Arbeiten durchgeführt würden. Unter anderem würden Flächen gefräst, Entwässerungs-Maßnahmen vorgenommen, Amphibienzäune gesetzt und Flächen markiert.
„Beobachtet werden täglich mehrere Fahrzeuge und bis zu zehn Personen im Gebiet“, so der Nabu. „Nach unserer Einschätzung handelt es sich dabei um vorbereitende Maßnahmen im Zusammenhang mit dem beantragten vorzeitigen Baubeginn für ein Industrieprojekt. Die dafür erforderliche Genehmigung des zuständigen Gewerbeaufsichtsamtes liegt nach unserem Kenntnisstand bislang nicht vor.“
Die Stadt Wilhelmshaven habe die Eingriffe gegenüber den Naturschützern als Gewässerunterhaltung eingestuft, die nicht genehmigungsbedürftig sei. Dabei sei aber auch eingeräumt worden, dass die Maßnahmen je nach Ausgang der behördlichen Entscheidung entweder dem beantragten Vorhaben oder dem Gebietsschutz dienen könnten. „Diese widersprüchliche Darstellung werten wir als hochgradig unseriös.“
Da der Managementplan für das Naturschutzgebiet ausdrücklich eine Vernässung der Fläche vorsehe, werde das erklärte Schutzziel durch die aktuellen Entwässerungsmaßnahmen faktisch unterlaufen. Der Nabu: „Wir fordern einen sofortigen Stopp aller Arbeiten, solange keine rechtskräftige Genehmigung vorliegt und die naturschutzrechtlichen Fragen nicht abschließend geklärt sind.“
Hooksiel (26. 2. 2026) – Die „Überland Gruppe“ will den Campingplatz Hooksiel schon für die Saison 2026 deutlich aufwerten. Weitere Investitionen in die Infrastruktur seien für 2027 geplant. Für das laufende Jahr, so bekräftigen die neuen Eigentümer der zu Jahresbeginn von der Wangerland Touristik GmbH (WTG) übernommenen Anlage, hätten alle noch von der WTG abgeschlossenen Verträge Bestand.
Ab 2027 wird es Änderungen geben. Unter anderem heißt es in der schriftlichen Stellungnahme des Unternehmens: „Der bisherige FFK-Bereich wird ab der Saison 2027 aufgelöst.“
Die Überland-Gruppe will den Instandsetzungsstau auf dem Campingplatz Hooksiel auflösen. Die Anlagen und Einrichtungen im Sanitärgebäude B zum Beispiel sind inzwischen komplett erneuert. Foto: hol
Der Campingplatz Hooksiel soll künftig für die Slogan „Familie & Abenteuer“ und „Natur & Entspannung“ stehen. Die Zielgruppen: Familien, Ruhesuchende und Naturfreunde. Dafür stehe zum einen die Lage des Platzes vor dem Deich, direkt am Unesco-Weltnaturerbe Wattenmeer. Zum anderen werde man moderne Einrichtungen, großzügige Stellplätze und vielseitige Freizeitangebot entwickeln.
Stau bei Instandhaltung und Pflege
Der Platz habe bei der Übernahme einen erheblichen Instandhaltungsstau aufgewiesen, insbesondere im Bereich der Sanitäranlagen und der Platzinfrastruktur (Strom). Der Pflegezustand sei mangelhaft gewesen und Angebote für Familien habe es zuletzt keine mehr gegeben. „Seit der Übernahme Anfang des Jahres haben wir bereits erste wichtige Maßnahmen umgesetzt und planen weitere Verbesserungen noch in diesem Jahr sowie zur kommenden Saison 2027“, so die Überland-Management.
Für 2026 habe man die grundlegende Instandsetzung der Stromversorgung vorgesehen. Das Sanitärhaus B sei bereits vollständig modernisiert worden. „Im Mai entsteht auf der Wiese ein großer Abenteuerspielplatz. Zudem bauen wir eine 18-Loch Minigolfanlage bis voraussichtlich Mitte April.“
Minigolf und Mountainbike-Bahn
Weitere geplante Neuerungen für dieses Jahr: Eine Mountainbike-Strecke („PumpTrack“) für Kinder und Jugendliche (ab Ende Mai); ein Indoorspielpatz in der ehemaligen Camperscheune mit Kettcarverleih; eine gemütliche Sommerlounge vor der „Kajüte“; ein Hunde-Agility-Parcours.
Man habe die Müll-Entsorgungs-Container vom Eingangsbereich an einen unauffälligeren Standort verlegt. Ver- und Entsorgungsstation seien künftig kostenlos und an der Einlassschranke werde es von 12 bis 13 Uhr eine Mittagsruhe geben (neue Schrankenzeiten: 7 bis 12 Uhr und 13 bis 20 Uhr).
Kein FKK-Platz mehr ab 2027
Für die Saison 2027 ist nach den Angaben der Überland-Gruppe die Sanierung aller weiteren Sanitärhäuser sowie die Modernisierung und der Ausbau der gesamten Platzinfrastruktur (Strom, Wasser, Abwasser) geplant.
Die Entscheidung, den bisherigen FFK-Bereich ab der Saison 2027 auflösen zu wollen, begründen die neuen Betreiber mit wirtschaftlichen Gründen. „Die Nachfrage für FKK-Camping ist gering – von den 412 Stellplätzen sind lediglich 125 an Saisoncamper vergeben. Auch die touristische Auslastung ist nicht ausreichend.“ Im Ergebnis sei das FKK-Camping damit nicht tragbar. Für 2026 soll es aber keine Einschränkungen für FKK-Saisoncamper und Gäste geben.
Stellplätze werden neu geordnet
Im heutigen FFK-Bereich sollen ab 2027 attraktive Saisoncamping-Stellplätze entstehen. Die WTG habe bislang in allen Bereichen des Platzes Saisoncamping-Stellplätze vergeben. „Touristische Camper konnten lediglich die Lücken zwischen den Saisoncampern buchen.“ Künftig, so die Planung, werde man die insgesamt rund 1500 Stellplätze neu ordnen – mit am Ende rund 500 touristischen Stellplätzen und etwa 1000 Saison-Campingstellplätzen. Damit werde man den unterschiedlichen Zielgruppen gerechter. „Die neuen Saisoncamper-Bereiche werden ruhiger, da es weniger touristischen Durchgangsverkehr gibt.“
Den etwa 275 Saisoncampern, deren Stellplätze von der Neuordnung betroffen sind, bietet man einen Platz an anderer Stelle an. Auch alle aktuellen Saisoncamper im FKK-Bereich seien eingeladen, weiterhin Saisoncamper in Hooksiel zu bleiben. Preise und Konditionen für die Saison 2027 werde man ab dem 1. April bekannt geben.
Friesland/Sanderbusch (27. 2. 2026) – Die „Friesland Kliniken“ laden am Welt-Adipositas-Tag am Mittwoch, 4. März, von 17 bis 19.30 Uhr zu einer Info-Veranstaltung in die Cafeteria im Nordwest-Krankenhaus Sanderbusch ein. Der Eintritt ist frei.
„Wir wollen damit vor allem Menschen erreichen, die von der Krankheit betroffen sind, aber nicht wissen, wie ihnen geholfen werden kann oder die sich erstmal nur ungezwungen informieren möchten“, sagt Dr. Christian Delfs, Leiter des zertifizierten Adipositas-Zentrums der Friesland Kliniken. Übergewicht und Adipositas sind ein gesellschaftliches Problem. Laut Deutscher Adipositas Gesellschaft sind zwei Drittel der Männer und die Hälfte der Frauen in Deutschland übergewichtig – und jedes sechste Kind.
Mit Adipositas geht eine geringere Lebenserwartung einher, etwa durch ein höheres Herzinfarkt-Risiko, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Typ-2-Diabetes. Hinzu kommen psychische Erkrankungen und soziale Ausgrenzung. Die verschiedenen Aspekte werden die Vortragenden Antje Lüken, Ernährungsberaterin (Schortens), Fachärztin Hanna Frenzke (Medicover Oldenburg MVZ), Dr. Christian Delfs („Friesland Kliniken“) und Facharzt Dr. Ertan Dogu (Herzzentrum Bremen) beleuchten.
Um Anmeldungen beim Bildungszentrum der „Friesland Kliniken“ wird gebeten; per E-Mail: bildungszentrum@friesland-kliniken.de oder per Telefon: 04422 80-1835.
Hooksiel (27. 2. 2026) – Die Polizeiinspektion Wilhelmshaven-Friesland hat ein Strafverfahren gegen einen 39-jährigen Mann eingeleitet, der am Donnerstag dieser Woche im Supermarkt an der Bäderstraße in Hooksiel einen Diebstahl begangen haben soll. Der Vorfall hat sich gegen 14.15 Uhr zugetragen.
Nach bisherigen Erkenntnissen soll der Beschuldigte eine Haarschneidemaschine aus einem Verkaufsregal genommen haben. Danach habe er die Verpackung entfernt und die Einzelteile ihres Inhalts in die Bauchtasche seines Hoodies gesteckt. Anschließend soll der mutmaßliche Ladendieb den Kassenbereich passiert haben, ohne die Ware zu bezahlen, so die Polizei.
Friesland (22. 2. 2026) – Rund um den Internationalen Weltfrauentag am 8. März wird es im Landkreis Friesland und der Stadt Wilhelmshaven informativ und inspirierend: Die Arbeitsgemeinschaft der Gleichstellungsbeauftragten Friesland/Wilhelmshaven hat mit Partnerinnen und Partnern einen Veranstaltungskalender erarbeitet. Der Kalender mit allen Terminen und Informationen ist online unter www.friesland.de/weltfrauentag zu finden.
Von Frauenkino über Frauenfrühstück bis zu Vorträgen zu verschiedenen Themen wie Gesundheit, Künstliche Intelligenz und Finanzen, das Angebot ist vielseitig und lädt zum Austausch ein. Kreative und praktische Workshops runden das Programm ab. Im Wangerland finden keine Veranstaltungen statt.
Ein Angebot in der Nähe: Der Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen lädt zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung am Freitag, 6. März, um 14.30 Uhr in das „LOK Kulturzentrum“ Jever. Unter dem Motto „Ein Mann ist keine Altersvorsorge – warum finanzielle Unabhängigkeit für Frauen so wichtig ist“ gibt es einen Vortrag von Betriebswirtin Helma Sick.
Der Internationale Frauentag wird seit über 100 Jahren begangen. Seine Wurzeln hat der Weltfrauentag in der Arbeiterinnenbewegung des frühen 20. Jahrhunderts. 1910 schlug die deutsche Frauenrechtlerin Clara Zetkin auf der Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz die Einführung eines internationalen Frauentages vor. Seit 1911 wird dieser in vielen Ländern begangen.
Heute steht der 8. März weltweit für den Einsatz für Gleichberechtigung, faire Arbeitsbedingungen, gleiche Bezahlung, politische Teilhabe sowie den Schutz vor Diskriminierung und Gewalt. Der Tag wird genutzt, um auf Fortschritte aufmerksam zu machen und auch auf die Herausforderungen, die nach wie vor bestehen.
Hooksiel (26. 2. 2026) – Helle Aufregung unter den FKK-Campern in Hooksiel. Die Überland-Gruppe hat angekündigt, ab 2027 keine Stellplätze mehr für Anhänger der Freikörperkultur anbieten zu wollen. Damit würde der letzte FKK-Campingplatz an der Nordseeküste verschwinden.
Noch ist auf dem Hooksieler Campingplatz Winterpause. Der FKK-Bereich ist deutlich abgegrenzt von den übrigen Stellplätzen. Foto: hol
Die private Überland-Gruppe hatte den Großcampingplatz vor dem Hooksieler Deich mit rund 1500 Stellplätzen zu Jahresbeginn von der gemeindeeigenen Wangerland Touristik GmbH (WTG) übernommen. Erklärtes Ziel der neuen Eigentümer war es , den allgemeinen Pflegezustand sowie die Aufenthaltsqualität des Campingplatzes deutlich zu steigern. Unter anderem sollen die Sanitärgebäude modernisiert, die Platzinfrastruktur samt Energieversorgung und gerade mit Blick auf Familien die Kinderspielangebote deutlich verbessert werden.
Nach Informationen von „Hooksiel-Life“ haben Überland-Vertreter jetzt in einem Gespräch mit dem Naturistenbund mitgeteilt, dass die Nudisten in der Saison 2026 mit keinen Änderungen ihrer Situation rechnen müssen. Aber ab 2027 werde es auf dem Platz kein FKK-Camping mehr geben. Die Aufgabe des Angebotes habe rein wirtschaftliche Gründe.
Eine Anfrage von „Hooksiel-life“ mit der Bitte zum Stellungnahme von Mittwoch blieb bislang unbeantwortet. Das Unternehmen will sich am Freitag erklären.
Für viele Vereinsmitglieder war die Nachricht ein Schock. Ein Teil von ihnen dürfte Hooksiel den Rücken kehren, wenn es hier kein Stellplatz-Angebot für Nudisten mehr gibt. Nicht wenige der Camper sind seit Jahrzehnten als Dauergäste auf dem FKK-Teil des Campingplatzes zu Hause. Der FKK-Bereich mit etwa 400 Stellplätzen macht etwa ein Viertel der Gesamtfläche des Campingplatzes aus. Er liegt unweit des Hooksieler FKK-Strandes.
Wangerland (26. 2. 2026) – War es nur Wahlkampfgetöse oder haben die Kritiker im Ratsausschuss für Gemeindeentwicklung und Sanierung ein echtes strukturelles Problem der Gemeinde Wangerland identifiziert? Bei der lebendigen Debatte ging es eigentlich „nur“ um die Verlängerung von so genannten Veränderungssperren für verschiedene Bebauungspläne. Einige davon sind allerdings bereits ausgelaufen, ohne dass die Verwaltung den Rat darüber rechtzeitig informiert hat.
Veränderungssperren abgelaufen
Veränderungssperren sind eine Art Notbremse für Kommunen, zu deren Kernaufgaben die Bauleitplanung gehört. Die Bauleitplanung umfasst Flächennutzungspläne und Bebauungspläne, die regeln, was ist einem Ortsteil oder auch nur einem Straßenzug gebaut werden darf – oder eben nicht.
Unterschiede zwischen Wohn- und Gewerbegebieten etwa liegen auf der Hand. Aber auch im Bereich der Wohngebiete gibt es etliche Differenzierungsmöglichkeiten. Hier sollen Häuser maximal eingeschossig sein, dort sind Mehrfamilienkomplexe möglich. Die Größe des Bauteppichs, der Abstand zum Nachbarhaus, die Dachform; die Liste der regelbaren Details ist lang. Unter anderm geht es im Wangerland auch um die Frage, wo in welchem Umfang die Vermietung Ferienwohnungen zulässig ist und wo nicht.
Die Veränderungssperre ist eine kommunale Satzung. Mit ihr wird eine allgemeine Bausperre für neue Vorhaben in Gebieten verhängt, in denen die Gemeinde Änderungsbedarf sieht. Ausnahmen für Projekte, die dem politischen Willen entsprechen, können erteilt werden. Die Sperrzeit, in der die Gemeine neue Bauregeln aufstellen kann, umfasst zwei Jahre, kann aber bei Bedarf um weitere zwei Jahre verlängert werden.
Personalmangel im Bauamt
Zwei Jahre haben der Gemeinde Wangerland in einer Reihe von Fällen aber nicht ausgereicht. Bei der Personalstärke im Bauamt der Gemeinde gibt es schon seit längerem Engpässe. „Das Aufstellen eines neuen Bebauungsplanes dauert in der Regel ein gutes Jahr“, sagte Bürgermeister Mario Szlezak. Und da die Gemeinde Wangerland im Zuge der Umsetzung ihres Gemeindeentwicklung-Konzeptes seit gut zwei Jahren eine Vielzahl von Bebauungsplänen überarbeitet und auch noch andere wichtige Planungsvorhaben auf dem Tisch liegen, hätten Prioritäten gesetzt werden müssen.
Soweit so einleuchtend. Aber: Teilweise sei außer dem Aufstellungsbeschluss nichts mehr passiert, räumte Bauamtsleiter Peter Podein ein. Eigentlich müssten die Pläne danach im Detail ausgearbeitet, öffentlich ausgelegt und Bedenken abgewogen werden. Bevor der neue Plan Rechtskraft gewinnt, sind zwei weitere Ratsbeschlüsse nötig. Flächennutzungspläne müssen zudem noch vom Landkreis abgesegnet werden.
Politik kritisiert Verwaltung
Alice Brandenburg-Bienek (CDU) zeigte sich „verwundert, nein verärgert“. Die von ihre geführte Gruppe „Gemeinsam fürs Wangerland“ (CDU, Grüne, FDP) habe mehrfach nach dem Stand der Planungen gefragt, aber keine Rückmeldung erhalten. Entsprechend überrascht sei man gewesen, dass die Verwaltung jetzt gleich sieben Veränderungssperren in die Beratungen eingebracht habe – die meisten davon betreffen Teile von Horumersiel – , von denen einige bereits im vergangenen Jahr abgelaufen waren. Brandenburg-Bienek: „Ich finde das dramatisch.“
Auch Immo Müller (UWW) hält die Sachlage für „nicht akzeptabel“. SPD-Fraktionschef Holger Ulfers stufte die Sachlage hingegen als „ärgerlich, aber nicht dramatisch“ ein. Er regte mehr Transparenz und regelmäßige Informationen für die politischen Gremien über den Bearbeitungsstand sämtlicher Planungsprojekte an.
Nur Wahlkampfgeplänkel?
Zu den Engpässen in der Bauverwaltung sei es gekommen, obwohl ein Teil der Arbeit bereits an private Planungsbüros vergeben wird, sagte Podein. Aber auch die müssten aus der Verwaltung heraus begleitet werden. Dafür hätten lange die nötigen Fachkräfte gefehlt. Inzwischen habe sich die Personallage ein wenig entspannt. „Die Mitarbeiter im Bauamt haben fleißig gearbeitet“, beteuerte Bürgermeister Szlezak. Faktisch gebe es bislang auch keine Probleme. Es seien keine Bauanträge eingegangen, die entgegen dem politischen Willen der Gemeinde hätten genehmigt werden müssen. Die scharfe Kritik an der Verwaltung stufte er als „Wahlkampfgeplänkel“ ein.
Immobilienbesitzer müssen warten
Heiko Manott, als Vertreter des Seebadevereins Horumersiel beratendes Mitglied im Ausschuss, wies Politiker und die Verwaltung darauf hin, dass der Streit um die Laufzeit von Veränderungssperren keineswegs nur von akademischer Bedeutung ist. „Dahinter stehen menschliche Schicksale. Da warten im Zweifelsfall Besitzer von Immobilien, die nicht wissen, was sie mit ihren Gebäude anfangen können.“
Hooksiel/Förrien (25. 2. 2026) – Der Hooksieler Rennverein e.V. plant für dieses Jahr erneut drei Renntage. Die Großveranstaltungen sollen am 15., 22. und 29. Juli, jeweils Mittwochs, auf der Trabrennbahn in Hooksiel stattfinden. Der Vorstand zeigte sich auf der Mitgliederversammlung im Restaurant „Zum Deichgrafen“ in Förrien vorsichtig optimistisch, da in diesem Zeitraum weniger Konkurrenz-Veranstaltungen erwartet werden als in den Vorjahren. Entscheidend für den Erfolg bleibe jedoch die Zahl der teilnehmenden Pferde sowie die Wetterlage.
Blicken zuversichtlich in die Zukunft: Die Vorstandsmitglieder (von links) Petra Kohlbuß (Planung), Jana-Sophie Kohnke (Kassenwart), Immo Müller (1. Vorsitzender), Anna Janssen (3. Vorsitzende) und Marco Will (Pressewart). Foto: Rennverein
An der Versammlung nahmen rund 50 Mitglieder teil. Der 1. Vorsitzende Immo Müller blickte in seinem Jahresbericht auf ein herausforderndes Rennjahr 2025 zurück. Von drei geplanten Renntagen konnten aufgrund anhaltend schlechter Witterung lediglich zwei durchgeführt werden. Neben dem Wetter stellte auch der weiterhin spürbare Pferdemangel eine Belastung dar. Müller dankte ausdrücklich den zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern sowie der Landjugend für deren engagierte Unterstützung bei den Vorbereitungen und während der Renntage.
Kassenwartin Jana-Sophie Kohnke stellte den Kassenbericht vor. Bedingt durch den Ausfall des letzten Renntages verzeichnete der Verein im Vergleich zum Vorjahr deutliche Einnahmerückgänge, insbesondere bei den Eintrittsgeldern und im Toto-Bereich. Dennoch konnte das Geschäftsjahr durch reduzierte Ausgaben sowie eine Erbschaft mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen werden.
Unter dem Tagesordnungspunkt „Verschiedenes“ informierte der Vorstand über die Überlegungen der Flächeneigentümerin, der Niedersächsischen Hafengesellschaft NPorts, zur möglichen touristischen Entwicklung des Hooksieler Freizeitgeländes und der Rennbahn. Der Verein werde die weiteren Entwicklungen aufmerksam begleiten. Die Versammlung klang in geselliger Atmosphäre mit dem traditionellen Kohlessen aus.
Wangerland/Hooksiel (25. 2. 2026) – Bei der Wangerland Touristik GmbH (WTG) und der Gemeinde Wangerland glaubt offenbar niemand mehr daran, einen Käufer oder Betreiber für das seit Oktober 2025 geschlossene Meerwasser-Hallenwellenbad in Hooksiel zu finden. Eine erste Suchrunde blieb ohne Ergebnis. Für ein zweites, bereits laufendes Interessenbekundungs-Verfahren will die Gemeinde jetzt ein Signal an potenzielle Investoren senden.
Die Wangerland Touristik sucht für das Areal rund um das Hallenwellenbad Hooksiel samd Reisemobil-Stellplatz sowie für das Grundstück Zum Hafen (Kurverwaltung. Friesland Therme, Thalasso Meeres Spa) Investoren. Archiv-Foto: hol
Ohne Gegenstimme hat am Dienstagabend der Ausschuss für Gemeindeentwicklung und Sanierung einen so genannten Aufstellungsbeschluss für das zum Verkauf stehende Areal zwischen der Straße Am Hallenbad, Deich und benachbarter Ferienhaussiedlung auf den Weg gebracht. Die Botschaft an potenzielle Interessenten: Ein Projekt soll nicht an den vorhandenen baurechtlichen Festsetzungen scheitern. Die Gemeinde ist bereit, das Baurecht nach den Bedürfnissen eines Investors anzupassen – wenn dieser ein zum Ort passendes Vorhaben umsetzen möchte.
Hoffnung: Hotel mit Schwimmbecken
Der Bebauungsplan III/6a „Hooksiel-Ost“, zu dem das Hallenbad mit Parkplätzen und Reisemobil-Stellplatz sowie Grünflächen rund ums Bad gehören, sei jetzt so etwas wie ein „weißes Blatt Papier“, erläuterte der SPD-Fraktionsvorsitzende Holger Ulfers. Über die künftigen Inhalte des Blattes können man mit einem Interessenten diskutieren, so der Hooksieler. Möglicherweise über einen Hotelbau mit Blick über den Deich und einem großen Spa-Bereich mit Schwimmbecken, in dem die DLRG künftig weiterhin Schwimmkurse anbieten kann …
Die Hoffnung stirbt zuletzt. Im Bebauungsplan-Entwurf des beauftragten Planungsbüros jedenfalls findet sich der Begriff Hallenbad nicht mehr, stellte der Hooksieler Tobias Geisen fest, der dem Ausschuss als beratendes Mitglied angehört. In dem Papier wird das „große touristische Potenzial“ der Fläche mit Stichworten wie Hotel, Restaurant/Café, Wellness/Spa, Ferienwohnungen und Einrichtungen der Kurverwaltung umrissen. Das seien aber nur Beispiele, versicherte der im Rathaus seit einigen Monaten für die Bauleitplanungen zuständige Abteilungsleiter Peter Podein. „Grundsätzlich ist alles möglich …“.
Unterstützung für die WTG
Der Hintergrund der Planungsoffensive: Das vom neuen Bebauungsplan umrissene, 20.800 Quadratmeter große Grundstück gehört der WTG, die sich bekanntlich in Insolvenz in Eigenregie befindet. Durch den Verkauf des Grundstücks soll die finanzielle Schieflage des gemeindeeigenen Unternehmens abgemildert werden. Durch den neuen B-Plan-Beschluss, so die Hoffnung, könnten die Höhe der Gebote für die Fläche deutlich steigen.
Allerdings hat die Gemeinde keinen Einfluss darauf, an wenn die WTG das Grundstück verkauft. Entscheidungen für das Unternehmen fällen in dem nicht-öffentlichen Sanierungsverfahren Gläubigerausschuss, Insolvenzverwalter und Sachwalter. Aber, so betonte Bürgermeister Mario Szlezak: „Das Planungsrecht liegt weiter bei der Gemeinde. Das letzte Wort haben also wir.“
Hotelbau in Horumersiel?
Mit der gleichen Logik arbeitet die Gemeinde an einem Ausstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan für das Areal „Horumersiel-Nordseeforum Zum Hafen“, zu dem die Gebäude der Kurverwaltung, die „Friesland Therme“ und das neue Thalasso Meeres Spa gehören. Auch hierfür sucht die WTG einen Investor, zum Beispiel für einen Hotelbau.
Das Signal „Aufstellung von Bebauungsplänen“ sei wichtig, damit die WTG einen möglichst hohen Preis für den Verkauf der Grundstücke bekommen kann. Dieser bereits in der nicht-öffentlich tagenden Lenkungsgruppe besprochenen Strategie stimmten Alice Brandenburg-Bienek für die Gruppe „Gemeinsam fürs Wangerland“ (CDU, Grüne, FDP) und die SPD-Fraktion für beide zum Verkauf stehenden Grundstücke zu.
Mehr Transparenz gefordert
Vorbehalte signalisierten lediglich die Ausschuss-Mitglieder der ZUW-Gruppe der Unabhängigen. Immo Müller (UWW) forderte von Seiten der WTG mehr Transparenz gegenüber den Ratsmitgliedern und der Öffentlichkeit. Schließlich wolle das Unternehmen ja etwas von der Gemeinde. Geraldinie Vogdt (Pro Wangerland) erinnerte daran, dass gerade das Bemühen um den Erhalt des Hallenwellenbades in Hooksiel und der Widerstand gegen ein seinerzeit geplantes Hotel in Horumersiel die zentralen Themen bei der Gründung der Wählerinitiative „Pro Wangerland“ gewesen seien. Beide Unabhängigen enthielten sich bei der Abstimmung.
Horumersiel (25. 2. 2026) – Das „Thalasso Meers Spa“ (TMS) erweitert seine Öffnungszeiten. Ab dem 1. März hat der Spa-Bereich donnerstags von 11 bis 20 Uhr geöffnet. Mit dem „langen Donnerstag“ will die Wangerland Touristik GmbH (WTG) insbesondere Berufstätige ansprechen, die mit den Angeboten des Hauses Erholung und Bewegung am Meer suchen.
Eine weitere Neuerung: Ab dem 6. März bietet der Gesundheitstempel in Horumersiel einen „Aqua Jumping Kursus“ an. Immer freitags um 17.30 Uhr können Teilnehmende in einer 45-minütigen Einheit auf Unterwasser-Trampolinen klassische Sprungabläufe trainieren und so Körperhaltung und Muskulatur stärken.
Entsprechende Ganzkörpertrainings-Kurse hatte es bereits in der inzwischen geschlossenen „Friesland Therme“ gegeben. Die Einheiten finden in kleinen Gruppen mit maximal acht Teilnehmenden statt. Eine Anmeldung ist erforderlich und kann online oder direkt im TMS erfolgen.