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Hooksiel-life: Vom Leben an der Küste

Sturz zum Ausklang der Skisaison gut überstanden

Hooksiel (11. 3. 2026) – Nach seinem überraschenden zweiten Platz Anfang Januar beim „KidsCup“ des Westdeutschen Skiverbandes gegen etablierte Konkurrenten aus den Skiclubs der Wintersport-Region Sauerland hatte sich Leonard Köster vom SC Wangerland für den Saisonabschluss in Willingen im Riesenslalom einiges vorgenommen. Nach sehr gutem Start ins Rennen hielt dann aber auf halber Strecke leider die Piste bei frühlingshaften Temperaturen nicht. 

Das Training am Deich hat sich ausgezahlt: Auch wenn für den Hooksieler Leonard Köder die Skisaison etwas unglücklich endete, konnte er beweisen, dass auch Talente aus dem friesischen Flachland im Wintersport mithalten können. Archiv-Foto: privat

Der Hooksieler flog Mitte des Rennens bei hohem Tempo aus der Kurve. Leonard blieb zum Glück unverletzt. „Selbst die Videoanalyse ließ keinen Fahrfehler erkennen“, versicherte sein Vater Bernhard Köster gegenüber „Hooksiel-Life“. 

Was möglich gewesen wäre, lässt die Zeit im zweiten Lauf erahnen, bei dem der Hooksieler trotz seines Sturzes noch einmal an den Start gehen durfte. Leonard, der den Durchgang etwas verhalten angegangen war, passierte trotzdem mit der drittbesten Zeit die Ziellinie. 

Am Sonntag stand dann ein Slalom auf dem Programm. Den Sturz vom Samstag wohl noch im Kopf, fuhr Leonard zunächst eher verhalten. Dennoch reichte es im ersten Durchgang zum vierten Platz. Danach hieß die Devise für den zweien Lauf: Volles Risiko.

Diesmal deutlich ambitionierter kam der Hooksieler sehr gut in den Parcours rein. Doch das Pech blieb ihm treu. Am viertletzten Tor fädelte Leonard ein und stand somit am Ende mit leeren Händen da. 

Auto rammt Mauer in Viethstraße: Polizei sucht Zeugen

Hooksiel (11. 3. 2026) – Die Polizei sucht nach Zeugen für einen Unfall, der sich im Zeitraum von Freitag, 6. März, gegen 13 Uhr bis Dienstag, 10. März, gegen 12 Uhr in der Viethstraße in Hooksiel ereignet haben soll. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde dabei ein etwa kniehoher, seitlich angebrachter Maueraufsatz an der Zufahrt eines Grundstücks durch ein Fahrzeug beschädigt. 

Der Schaden in der Viethstraße. Die betroffenen Mauerteile liegen im Straßengraben. Foto: Polizei

Vermutlich durch den Aufprall des Fahrzeugs stürzte ein Teil der Mauer ins Wasser des darunter verlaufenden Straßengrabens. Der Unfallverursacher entfernte sich anschließend vom Unfallort, ohne seinen gesetzlichen Pflichten nachzukommen und sich zu melden. Mögliche Zeugen werden gebeten, sich mit der Polizeistation Wangerland unter der Telefon 04463/808910 in Verbindung zu setzen.

Aqua-Fitness und Beckenboden-Training im Thalasso-Zentrum

Horumersiel (10. 3. 2026) – Das Kursusangebot im Thalasso Meeres Spa in Horumersiel wird größer. Die Wangerland Touristik GmbH beitet am kommenden Montag, 16. März, in dem in die Schlagzeilen geratenen Gesundheitstempel jeweils zehn 45-Minuten-Einheiten Aquafitness und Beckenbodengymnastik mit Maike Lackner an. 

Das Schwimmbecken im Thalasso Meeres Spa eignet sich sehr gut für wassergymnastische Übungen. Foto: Wangerland Touristik GmbH

Gesundheitsfördernde Bewegungskurse im Zeichen des Meerwassers würden gut zur Thalasso-Tradition passen. Das neue Angebot förderte gezielt Kraft, Beweglichkeit und das Körperbewusstsein. Bei Aquafitness-Kursen werde dafür die Eigenschaften des Wassers als schonendes Trainingsmedium genutzt. Der Auftrieb entlaste Muskeln und Gelenke, so dass auch Teilnehmende mit körperlichen Einschränkungen aktiv trainieren können. 

Der zweite Kurs, die Beckenbodengymnastik, richtet den Fokus auf die Körpermitte. Maike Lackner vermittle dabei Techniken zur Wahrnehmung und Kräftigung des Beckenbodens – ergänzt durch praktische Alltagstipps zur Entlastung. 

Die Kurse finden jeweils montags statt. Informationen zu Terminen und Buchung stehen online unter meeresspa.de/kurse. 

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Energiewende vor Ort schafft neue berufliche Perspektiven

Wilhelmshaven/Hooksiel (11. 3. 2026) – Die Energiewende findet unmittelbar vor den Toren Hooksiels statt. Die zum „Energy Hub“ zusammen geschlossenen Unternehmen treiben dort die Transformation der Region voran – mit Risiken und Herausforderungen, aber auch mit Chancen. 

Messe zur Berufsorientierung

Bei der Berufsorientierungsmesse „Energy Up 2026“ am Mittwoch, 19. März, stehen die Chancen gerade für heutige und künftige Arbeitnehmer im Mittelpunkt. Im Zuge der Veranstaltung, die von 10 bis 18 Uhr in der Nordseepassage in Wilhelmshaven stattfindet, stehen die beruflichen Perspektiven im Fokus. 

Die Messe bietet Unternehmen aus den Bereichen Energie, Industrie, Handwerk und Zukunftstechnologien eine Plattform, um mit Interessierten sowie potenziellen künftigen Mitarbeitern ins Gespräch zu kommen. Gleichzeitig erhalten Schülerinnen und Schüler, Studierende, Fachkräfte und Quereinsteigende Einblicke in Berufsbilder, Karrierewege und aktuelle Stellenangebote.

Perspektiven für die Region

„Mit der Energy Up 2026 verbinden wir regionale Wirtschaftsentwicklung, Fachkräftesicherung und Zukunftsthemen wie die Energiewende vor Ort auf erlebbare Weise“, sagt Susann Schäfer-Biscan, Netzwerkmanagerin des Energy Hub. „Die Messe soll Orientierung geben, Netzwerke stärken und Perspektiven für die Zukunft in unserer Region aufzeigen “, ergänzt Ingo Theilen vom gemeinsamen Arbeitgeber-Service Wilhelmshaven. 

Organisiert wird die Veranstaltung vom Energy Hub in Kooperation mit dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Oldenburg-Wilhelmshaven und des Jobcenters Wilhelmshaven sowie der Wirtschaftsförderung Wilhelmshaven GmbH. 

Wangerland Touristik Thalassa
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Vorwurf der sexuellen Nötigung gegen Chefarzt

Friesland/Varel (10. 3. 2026) – Nach Missbrauch-Vorwürfen gegen den Chefarzt der Frauenklinik haben die „Friesland Klinken“ jetzt die Führungsposition neu besetzt. Wie das Krankenhaus heute mitteilte, ist der Leitende Oberarzt Dr. Christoph Messner mit der kommissarischen Leitung der Geburtshilfe und Gynäkologie im St. Johannes-Hospital in Varel betraut worden. 

Staatsanwaltschaft ermittelt

Die Klinik-Leitung hatte den Chefarzt am vergangenen Freitag aufgrund klärungsbedürftiger Vorwürfe bis auf Weiteres freigestellt. Diese Entscheidung war in Abstimmung mit den Gremien des Krankenhauses getroffen worden, die im Vorfeld anonymisiert über den Sachverhalt informiert worden waren. 

Die Staatsanwaltschaft Oldenburg ermittelt gegen den Beschuldigen wegen des Verdachts der sexuellen Nötigung. Der im Februar angezeigte Vorfall soll sich im vergangenen November zugetragen haben. Nach der Freistellung hatten sich die Mitarbeitenden in der betroffenen Abteilung in einem offenen Brief „vollumfänglich“ hinter ihren Chefarzt gestellt.

Es gilt die Unschuldsvermutung

Die Geschäftsführung der „Friesland Kliniken“ nennt mit Verweis auf die Unschuldsvermutung und die Persönlichkeitsrechte der Beteiligten keine Details zu den Vorgängen. Die Freistellung des Mitarbeiters bis zur Klärung noch offener Punkte sei in vergleichbaren Situation eine „übliche Vorgehensweise“. 

Mit der Übernahme der Leitungsfunktion durch Dr. Messner sei die Patientenversorgung der Gynäkologie und Geburtshilfe weiterhin sichergestellt. Messner hatte bereits 2025 kommissarisch die Abteilung der Gynäkologie und Geburtshilfe geleitet. Aufgrund der kurzfristigen personellen Veränderung komme es aber zu Terminverschiebungen von geplanten Behandlungen. „Die Patientinnen und Patienten werden umgehend benachrichtigt“, versichert die Geschäftsleitung.

Es wird immer schwerer, die Kirche im Dorf zu lassen

Hooksiel (10. 3. 2026) – Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Wangerland steht vor großen Herausforderungen. Die Zahl der Mitglieder sinkt, die Kosten fürs Personal sowie den Unterhalt von Gebäuden und Friedhöfen seien kaum noch zu stemmen, sagte Fredo Eilts am Montagabend vor dem Männerkreis im Walter-Spitta-Haus. Vor diesem Hintergrund werde es immer schwerer, „die Kirche im Dorf“ zu lassen. 

Diakon Fredo Eilts (rechts) stellte sich als neuer Seelsorger beim Männerkreis der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Wangerland in Hooksiel vor. Links im Bild: Männerkreis-Leiter Herbert Ulfers. Foto: hol

Treffen könnte das auch Hooksiel, räumte der Diakon ein, der seit dem 1. Februar Teil des Seelsorge-Teams im Wangerland ist. Nach den aktuellen Plänen der Oldenburgischen Landeskirche soll das zentral gelegene Stephanus-Haus in Hohenkirchen das Gemeindehaus fürs ganze Wangerland werden. Es soll entsprechend erweitert und energetisch saniert werden. Vom 1983 gebauten, von zahlreichen kirchlichen und anderen Gruppen genutzten Walter-Spitta-Haus in Hooksiel wolle sich die Kirche mittelfristig trennen. 

Walter-Spitta-Haus steht zum Verkauf

„Es gibt schon jetzt mehrere Interessenten“, sagte Eilts, der zusagte, sich dafür einsetzen zu wollen, dass die Menschen vor Ort bei den wirtschaftlich notwendig erscheinenden Veränderungen mitgenommen werden. Das Walter-Spitta-Haus gehört zur zentralen Infrastruktur im Ort. Vor allem dann, wenn die Wangerland Touristik GmbH das Gästehaus nicht mehr halten könne, sei das Haus als Treffpunkt für Vereine und Gruppen aller Art unverzichtbar, zumal es in Hooksiel kein Dorfgemeinschaftshaus gebe, hieß es aus der Runde des von Herbert Ulfers geleiteten Männerkreises.

Die ev.-luth. Kirchengemeinde Wangerland deckt nach dem Beitritt der Kirchengemeinden Wiarden und Minsen zum Jahresbeginn nahezu das gesamte Gemeindegebiet ab. Zu ihr gehören rund 4700 Christen, 13 überwiegend historische Kirchen sowie zahlreiche Friedhöfe und sonstige Gebäude. Wo sich früher acht Geistliche um das Seelenheil der Gläubigen kümmerten, war nach der Verabschiedung von Pastor Jürgen Walter (Hohenkirchen) und Sabine Kullik (Minsen) in den Ruhestand und dem Wechsel von Pastor Stefan Grünefeld (Hooksiel) nach Oldenburg Hanja Harke (Waddewarden), trotzt Unterstützung von einigen Interimskräften, weitgehend auf sich allein gestellt – mit einer Halbtagsstelle. 

Diakon darf trauen und beerdigen

Fredo Eilts (57) besetzt jetzt eine der Stellen im künftigen interprofessionellen Team, das sich um die Aufgaben in der Kirchengemeinde kümmern soll. Der aus Ostfriesland stammende Diakon, der im nördlichen Wangerland lebt, hat sein Theologiestudium mit einem Diplom absolviert, aber keine kirchlichen Examen abgelegt. Als Angestellter der Kirche darf er aber alle Aufgaben von Pastoren erledigen: Also predigen, taufen, trauen, beerdigen, seelsorgerische Gespräche führen und, wie Eilts mit einem gewissen Bedauern schilderte, bürokratische Pflichten erfüllen.

Die Zukunft des Walter-Spitta-Hauses ist ungewiss. Die Kirche will sich von dem Gemeindehaus mittelfristig trennen. Foto: hol

Zurzeit sei er mit der energetischen Bestandsaufnahme aller Kirchengebäude beschäftigt. Die Oldenburgische Landeskirche möchte bis spätestens 2045 klimaneutral sein. Wichtiger für ihn seien aber die persönlichen Gespräche mit Menschen, versichert der Geistliche.

Weitere Pastorin in Sicht

Eilts hatte zuletzt mit einer halben Stelle als Diakon in Jever sowie einer halben Stelle als Religionslehrer gearbeitet. Das Wangerland, und auch Hooksiel, seien ihm aus der Jugendarbeit wohl vertraut, aber auch aus eigenem Erleben. „Ich habe noch zu Zeiten von Pastor Rudolf Brahms in meiner Studienzeit in Hooksiel Orgel gespielt.“ 

Möglicherweise bekommen Hanja Harke und Fredo Eilts demnächst weiter Verstärkung. Wie Eilts sagte, gebe es auf die erneut ausgeschriebene Stelle von Pastor Grünefeld eine Bewerbung einer erfahrenen Pastorin. Man könne aber nicht davon ausgehen, dass die Geistliche künftig in der Pastorei in Hooksiel wohnen werde. 

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Seebadeverein lädt für Samstag zum Frühjahrsputz

Hooksiel (10. 3. 2026) – Der Seebadeverein Hooksiel lädt zum Frühjahrsputz. Alle Freiwilligen, die sich an der Verschönerung des Ortsbildes beteiligen wollen, sind dazu für Samstag, 14. März, eingeladen. Treffpunkt ist um 13 Uhr an der Bühne neben dem Hooksieler Gästehaus.

Den Frühjahrsputz gibt es seit 1997. Getragen wird die einst von der „Wilhelmshavener Zeitung“ aus der Taufe gehobene Aktion heute von den Kommunen in der Region – der Stadt Wilhelmshaven sowie den Landkreisen Friesland und Wittmund. Zu den Teilnehmern gehören neben Vereinen, Schulen, Bundeswehr, Verbänden und anderen Institutionen auch Privatleute. 

Geputzt wird in der Regel freitags und samstags. Der Seebadeverein würde sich über eine möglichst gute Beteiligung in Hooksiel freuen. Im Anschluss an den Putz- und Aufräumdienst ist ein gemütliches Beisammensein geplant. Anmeldungen dazu per Mail möglichst umgehend unter info@seebadeverein-hooksiel.de.

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Feuerwehr warnt: Trockene Hecken brennen wie Zunder

Hooksiel (9. 3. 2026) – Die Feuerwehr warnt vor erhöhter Waldbrandgefahr – und das nicht nur in Wäldern oder im Hooksieler Freizeitgelände. Erster Beleg dafür: Heute gegen 15 Uhr stand am Sielhamm eine Tuja-Hecke in Flammen. Die Freiwilligen Feuerwehren und Waddewarden rückten aus und konnten verhindern, dass die Flammen ein etwa fünf Meter entfernt stehendes Gebäude erfassen konnten. 

Trockene Hecken brennen zurzeit wie Zunder. Das Bild zeigt den Feuerwehreinsatz am Sielhamm. Foto: Feuerwehr

Etwa zehn Meter Hecke waren jedoch nicht mehr zu retten. Im Anschluss kontrollierten die Feuerwehrleute die Brandstelle mit Wärmebildkameras, um auszuschließen, dass sich Glutnester gebildet haben.

„Die Hecken sind von innen knochentrocken“, erläutert Hooksiels Ortsbrandmeister Jörg Nöchel das Gefahrenpotenzial. Da reiche häufig ein einziger Funke, um einen Brand auszulösen. Die Feuerwehr warnt insbesondere vor dem Einssatz von Unkraut-Brennern. Auch wer die ersten Sonnenstrahlen schon fürs Angrillen nutzen möchte, sollte aufpassen, dass die Hitze tatsächlich nur die Wurst trifft. Und Vorsicht beim Umgang mit der heißen Asche. 

Sind das nicht alles Selbstverständlichkeiten? Aus Sicht der Feuerwehr nicht. Viele Menschen würden die Gefahren offenbar unterschätzen. „Wenn der Frühling naht, können wir die Uhr danach stellen, bis irgendwo eine Hecke brennt.“ Zu rund drei entsprechenden Einsätzen muss die Hooksieler Wehr jedes Jahr ausrücken. Und was war der Grund für das heutige Feuer am Sielhamm? „Das wissen wir nicht“, so Nöchel. „Die Brandursache ist noch völlig unklar.“ Darum kümmert sich jetzt die Polizei, die ebenfalls vor Ort war. 

Glück im Unglück hatte heute ein Grundbesitzer am Sielhamm. Ein Feuer hat zwar einen Teil der Tuja-Hecke zerstört. Das Wohngebäude erreichten die Flammen aber nicht. Foto: Feuerwehr

SV Brake eine Nummer zu groß über FCN-Tennisspieler

Hooksiel (9. 3. 2026) – Die Herren ü50-Tennisspieler des FC Nordsee Hooksiel haben eine Überraschung verpasst. Gegen den Bezirksklassen-Meister SV Brake kam das Team um Mannschaftsführer Thomas Otte am Sonntag über ein 1:5 nicht hinaus. Aufgabe im letzten Saisonspiel am 22. März gegen Varel wird es jetzt sein, den eigenen Mittelfeldplatz zu festigen.

Gegen Brake konnte lediglich Jan Alter an Postion 3 punkten. Mit einem souveränen 6:1/6:1-Sieg fügte er seinem Gegenüber die erste Saisonniederlage zu und bewies damit, dass er selbst nach längerer Verletzungspause auf dem Weg zu alter Form ist. Die anderen Einzel gingen klar an Brake. Thomas Otte an 1 (2:6/1:6), Torsten Csikos an 2 (2:6, 3:6) und Mirko Ortmanns an 4 (2:6, 3:6) mussten die Überlegenheit ihrer Gegner anerkennen.

Auch in den Doppeln blieben Thomas Otte/Helmut Petermann (2:6/3:6) und Torsten Csikos/Jörg Kase (1:6, 1:6) ohne echte Chance. Der FCN belegt mit nunmehr 2:6 Punkten den vierten Tabellenplatz.

Klimaschutz statt Konzernprofite: Schulterschluss gegen LNG-Importe

Hooksiel (8. 3. 2026) – Ein rotes Band zieht sich auf der Südseite des Hooksieler Außenhafens. Gehalten wird es von einer Menschenkette, die sich vom Radweg Richtung Wilhelmshöhe bis zum Hafenbecken aufgebaut hat. Die rund 100 Aktivisten verschiedener Umwelt- und Naturschutzverbände halten Plakate und Schilder in die Höhe. „Stop Gas“ ist darauf zu lesen. 

Rund 100 Umweltschutzaktivisten aus der Region warnten zusammen mit ausländischen Gästen vor den weltweiten ökologischen, wirtschaftlichen und machtpolitischen Folgen von LNG-Importen. Foto: hol

Dazu erklingen Gesänge und Parolen, teils auf Englisch, teils auf Deutsch. Die Aktivisten eint die Sorge um das Klima, die Umwelt, aber auch um die Menschen, die im Umfeld von Im- und Exporteinrichtungen für fossile Energieträger wohnen. 

Großes Sicherheitsaufgebot

„LNG ist Kacke. Attacke!“ lautet eine der Kampfansagen. Wobei sich der Kampf an diesem Samstagvormittag auf Reden und Appelle beschränkt. Die Wilhelmshavener LNG-Terminals mit den Import-Fabrikschiffen „Höegh Esperanza“ und „Excelsior“ sind nicht in Gefahr. Aufgrund des dichten Nebels auf der Jade sind sie ohnehin kaum zu sehen. 

Gut erkennbar ist nur ein Wachboot der Wasserschutzpolizei, was zwischen Außenhafen und LNG-Terminal patrouilliert. Und auch an Land haben sich eine Reihe von Polizisten eingefunden, die die „kritische Infrastruktur“ schützen sollen. Immerhin gelten die LNG-Terminals als Garanten dafür, dass die Versorgung Deutschlands mit Energie gewährleistet bleibt.

Friedliche Demonstration

Oder geht es gar nicht in erster Linie um eine sichere Energieversorgung? Geht es vielmehr um die Profite von weltweit agierenden Großkonzernen, die nicht auf ihre Geschäfte mit Öl und Gas verzichten wollen? Trotz aller Warnungen vor einem Klimakollaps. Trotz der Folgen für künftige Generationen. Trotz der Beeinträchtigungen von Natur und Mensch schon heute – weltweit.

Anlass für die auch nach Wahrnehmung der Sicherheitskräfte friedliche Demonstration am Hooksieler Außenhafen unter dem Motto „Stoppt den LNG-Wahn und die fossile Ausbeutung“ waren die Pläne eines Energiekonsortiums, in Wilhelmshaven ein drittes Importterminal für flüssige Gase wie LNG zu bauen. Dafür soll das als EU-Vogelschutzgebiet ausgewiesene Naturschutzgebiet auf dem Voslapper Groden-Nord geopfert werden. Dagegen – aber auch gegen die Industrialisierung des Wattenmeeres insgesamt etwa durch Ölbohrungen – laufen unter anderen die Initiative „Fridays for Future“, der Naturschutzbund (Nabu) und das Netzwerk Energiedrehscheibe, einem Bündnis aus 28 Verbänden und 180 Einzelpersonen, seit Wochen Sturm. 

Demonstrieren am Hooksieler Außenhafen den ökologischen Schulterschluss von Küste zu Küste: Stefanie Eilers, des Netzwerkes Energiedrehscheibe, und der US-Umweltaktivist James Hiatt aus Louisiana. Foto: hol

Unterstützt werden sie von internationalen Aktivisten, die ihrerseits vor den globalen Folgen des „Gasrausches“, so Martin Lüdders von Fridays for Future, warnten. Nach Ansicht von Milena Pressentin (Deutsche Umwelthilfe) sei der geplante Energiepark im Voslapper Groden-Nord ein Teil des Problems – und entgegen aller Versprechung kein Wegweiser hin zur Nutzung von „grünem Wasserstoff“. 

Fracking macht Menschen krank

Für einen Schulterschluss für eine globale Energiewende warb der US-Amerikaner James Hiatt, der in Louisiana am Golf von Texas mit der Umweltschutzgruppe „For A Better Bayou“ gegen die LNG-Industrie kämpft, die durch das so genannte Fracking und den Bau von Gasexport-Infrastruktur paradiesische Natur zerstöre sowie Gesundheit und Wohlstand von Menschen gefährde. Das allermeiste über Wilhelmshaven importierte Flüssigerdgas kommt aus den USA. Hiatt berichtete von giftigen Chemikalien, von Methan-Austritten und verdreckter Luft – und das bei steigenden Preisen für Lebensmittel und Energie. Es gehe nicht um Wohlstand, sondern nur um Profite. Dagegen müssten sich die Menschen wehren – von Küste zu Küste. 

Die ukrainische Klimaaktivistin Dr. Svitlana Romanko, Gründerin der Umweltkampagne „Razom We Stand“, wies auf die machtpolitischen Folgen hin. Das Festhaltens an fossilen Energieträgern nütze Exportländern wie Russland. Sie würden dadurch Milliarden über Milliarden verdienen. Geld, mit dem Russland unter anderem den Angriffskrieg auf die Ukraine finanziere. Die Rednerin forderte vor diesem Hintergrund ein lückenloses und dauerhaftes Embargo für fossile Brennstoffe aus Russland.

Im Anschluss an die Demonstration kamen die Aktivisten in Wilhelmshaven zu einer Buchlesung zusammen. Autorin Kathrin Hartmann, die auch in Hooksiel dabei war, stellte ihr Buch „Öl ins Feuer“ vor. Darin geht es um die verfehlte Klimapolitik und deren globalen Folgen.