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Hooksiel-life: Vom Leben an der Küste

Wangerland streicht die Standgebühren für Wochenmärkte

Wangerland (1. 7. 2026) – Die Marktbeschicker dürfen sich freuen. Der Rat der Gemeinde Wangerland hat am Dienstagabend beschlossen, die Standgebühren auf Wochenmärkten abzuschaffen. Die entsprechende Satzung wurde einvernehmlich aufgehoben.

Wochenmarkt Hooksiel
Der Hooksieler Marktvogt Jens Dekana (links) braucht künftig keine Standgebühren mehr von den Marktbeschickern kassieren. Archiv-Foto: hol

Die Politik folgte mit dem Beschluss einem Vorschlag der Gemeindeverwaltung. Ziel ist es dabei, die Wochenmärkte für die Marktbeschicker und damit letztlich auch für die Kunden – Einheimische wie Urlauber – attraktiver zu machen.

Märkte sollen attraktiver werden

Aktuell gibt es regelmäßig Wochenmärkte in Hooksiel, Horumersiel und Hohenkirchen. Bislang mussten die Beschicke eine Standgebühr von 1,20 Euro je laufenden Meter für ihre Verkaufsstände, mindestens aber 6 Euro, zahlen. In der Summe beliefen sich die Einnahmen bei der Gemeinde im Jahr auf rund 4000 Euro.

Die Verwaltung hatte argumentiert, dass der Einnahmeausfall verkraftbar sei, da ja auch der Aufwand vom Einkassieren bis zum Verbuchen des Geldes entfalle. Die Marktvögte, die die Märkte betreuen, sollen auf auch weiterhin als Ansprechpartner vor Ort bleiben, beteuerte Markus Gellert aus der Verwaltung.

Die Empfehlung aus dem Landwirtschafts-Ausschuss, wonach die Marktbeschicker künftig zumindest noch eine Pauschale für ihren Stromverbrauch vor Ort zahlen sollten, hatte im Vorfeld der Ratssitzung bereits der Verwaltungsausschuss einvernehmlich verworfen. Der Verbrauch sei so gering, dass die Kosten dafür vernachlässigenswert seien.

Baurecht für Supermarkt

In zwei weiteren Beschlüssen befasste sich der Rat mit der Bauleitplanung. Zum einen wurden Bebauungspläne an der Hooksieler Bäderstraße so geändert, dass der dortige Supermarkt um acht Meter verlängert werden darf. Zum anderen verabschiedete der Rat einvernehmlich die nicht unumstrittene Änderung von Flächenutzngs- und Bebauungsplan für den Bereich „Horumersiel Zentrum“ (Goldstraße, Pommernweg, Am Tief). Hier ging es vor allem darum, im Rahmen der Gemeindeentwickluungsplanung den über Jahrzehnte entstandenen Wildwuchs an Ferien- und Zweitwohnungen zu ordnen und das Dauerwohnen zu sichern.

Weniger Ferienwohnungen

Ziel sei es gewesen, so Bürgermeister Mario Szlezak, den aktuellen Bestand zu legalisieren. „Aber wir konnten nicht alle retten.“ Ratsherr Carsten Ihnken hatte auf gefühlte Ungerechtigkeiten hingewiesen. Im Pommernweg etwa, eine Wohnstraße, seien von 16 Häusern nur drei Dauerwohnungen. Zudem sei die Zahl der künftig zulässigen Ferienwohnungen je Grundstücken stark.

SPD-Fraktionssprecher Holger Ulfers hielt dem entgegen, dass es zu den Kernaufgaben eines Gemeinderates gehöre, negative Entwicklungen in einem Ort zu erkennen und diese möglichst umzukehren. Wie die Verwaltung ergänzte, gelte für derzeit genehmigte Zweit- und Ferienwohnungen Bestandsschutz. Die neuen Regelungen würden erst bei Umbauten oder dem Verkauf der Immobilien greifen.

Rat gibt Startschuss für finale Planung der Strandsicherung

Hooksiel (1. 7. 2026) – Der Rat der Gemeinde Wangerland steht einmütig hinter dem Projekt „Strandumbau“ Hooksiel. Einstimmig fassten die Ratsmitglieder am Dienstag Abend den Grundsatzbeschluss für das auf 16 Millionen Euro veranschlagte Großprojekt zur Sicherung des Hooksieler Badestrandes.

Der Hooksieler Badestrand soll durch ein Deckwerk gesichert werden. Foto: hol

Der Beschluss hat zwei konkrete Folgen. Zum einen kann jetzt das Planfeststellungsverfahren beim Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft-, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) anlaufen, in dem Bürger und Behörden aller Art ihre Vorbehalte gegen das Projekt vorbringen können. Zum anderem eröffnet der Beschluss die Aussicht auf Fördergelder aus dem so genannten „Kohlestrukturfonds“, mit dem der Bund die wirtschaftlichen Nachteils in Folge des Ausstieges aus der Kohleverstromung für die Region ausgleichen will. In Aussicht gestellt ist eine Übernahme von 90 Prozent der Kosten. Das zuständige Vergabegremium tagt im September.

Wangerland setzt auf Fördermittel

Im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens, das nach Einschätzung von Ratsherr Dieter Schäfermeier (Pro Wangerland) mindestens ein Jahr lang dauern dürfte, müssen weitere Modelle und Studien zu möglichen Auswirkungen des Projektes auf Natur und Umwelt erstellt werden. Der Rat gab dafür bis zu 500.000 Euro frei, die aber auch durch Fördermittel abgedeckt werden, wenn das Projekt am Ende genehmig wird. Falls nicht, könnte die Gemeinde auf einem Teil der Kosten sitzen bleiben.

Das „finanzielle Restrisiko“ habe in der Gruppe „Gemeinsam fürs Wangerland“ (GfW) Bauchschmerzen ausgelöst, sagte Gruppensprecherin Alice Brandenburg-Bienek (CDU). Dennoch stehe man zu dem Projekt, auch weil bereits in eine Machbarkeitsstudie Geld geflossen sei. Holger Ulfers (SPD) bekundete für seine Fraktion volle Zustimmung, „ohne jegliche Bauchschmerzen“. Ausdrücklich dankte er Schäfermeier, der das Vorhaben seit 2022 maßgeblich vorangetrieben habe. Für ihn, so Ulfers, sei der Umbau des Badestrandes nicht nur von touristische Bedeutung. Die Sicherung des Standkörpers im Umfeld des Strandhauses 1 verbessere auch den Küstenschutz für Hooksiel.

Massives Bauwerk soll Sand sichern

Schäfermeier hatte vor der Abstimmung noch einmal die Eckpunkte des Strandumbaus umrissen. Vom Strandhaus 1 würde in einem Bogen ein 650 Meter langes Deckwerk aus Schüttsteinen und Beton gebaut. Der 3,70 Meter Damm, der den Strand 30 bis 50 Jahre sichern soll, sei vergleichbar mit der aktuell laufenden Sicherung des Deichfußes zwischen dem LNG-Terminal und dem Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven.

Die Fläche zwischen dem mit einer Deckwerk und dem Deich werde mit 250.000 Kubikmeer Sand auf Höhe des Deichsicherungsweges aufgefüllt. In der Beschlussvorlage war noch von 100.000 Kubikmetern die Rede. Auf dem Sand entstehen Flächen für Gastronomie und Erholung sowie für Sport und Freizeit.

Der Strandzugang werde barrierefrei möglich sein. Dafür werde ein Weg vom Parkplatz am Außenhafen bis zum Strandhaus 1 gebaut. Im Deckwerk sind entsprechende Durchlässe vorgesehen. Ein ursprünglich vom Strandhaus 3 durch den naturbelassenen Strandbereich bis zum Standhaus 1 geplanten Holzsteg werde verkürzt, das Holz durch Kunststoff-Bohlen ersetzt. Dadurch sollen Kosten und Unterhaltungsaufwand deutlich verringert werden.

Wichtig für die Sicherung des Sandes am Badestrand sind nach den Worten von Schäfermeister Anfang der 1990er Jahre angelegte Buhnen. Die vier ins Watt ragenden Bauwerke sollen um zwei ergänzt und möglicherweise etwas verlängert werden. Schäfermeier zeigte sich zuversichtlich, dass die Mittel aus dem Kohlestrukturfonds bewilligt werde. Das Projekt habe regional Bedeutung und sei auch für Wilhelmshaven wichtig.

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Hilferuf der Wangerländer Fischer: Vorschlag kommt Berufsverbot gleich

Wangerland/Hannover (1. 7. 2026) – Das niedersächsische Umwelt- sowie das Landwirtschaftsministerium haben heute ihren Vorschlag für fischereifreie Zonen im küstennahen Gebiet vorgelegt. Die Karte mit den Gebietsvorschlägen soll mit Verbänden und Organisationen des „Fischereidialogs“ am 21. Juli erörtert werden und die Grundlage für den Abschluss des „Niedersächsischen Fischereidialog“ bilden, heißt es in einer Mitteilung aus Hannover.

Der Vorschlag für den „Fischereidialog“: In den dunkelgelb unterlegten Flächen etwa vor dem Wangerland und im Jadebusen soll künftig die Küstenfischerei verboten werden.

Die Wangerländer Fischer reagierten auf den Vorschlag mit einem „Hilferuf“. In einem heute veröffentlichen „Offenen Brief“ stellen Nils Schröder („Trotz“/Hooksiel), Klaas Peters („Aggi“/Hooksiel) und Sven Kaiser („Odin“ und „Achat“/Hooksiel und Horumersiel) fest, dass der Vorschlag ihre wirtschaftliche Existenz und das maritime Erbe der Region unmittelbar bedrohe.

Karte als finalen Vorschlag vorgelegt

In einer von den Ministerien vorgelegten Karte werden Gebiete ausgewiesen, in denen in nach den Vorgaben der EU-Biodiversitätsstrategie in Zukunft die Krabbenfischerin verboten werden soll. Insgesamt sollen danach zehn Prozent des niedersächsischen Küstemeeres nicht mehr befischt werden.

Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte (Grüne) sieht in dem vorliegenden Flächenkonzept „einen ausgewogener Vorschlag, der auch die Interessen der Küstenfischerei und Küstenkommunen maßgeblich berücksichtigt“. Kutter gehörten zu Niedersachsen und das solle auch so bleiben. Dazu sollen Strukturanpassungen beitragen, zu denen auch Fördermöglichkeiten für Betreibe gehören, die ihre Fangtätigkeit einstellen. 

Ausgewogener Vorschlag?

 „Wir wollen einen Ausgleich zwischen Meeresnaturschutz und eine dauerhaft nachhaltige Perspektive der Krabben- und Muschelfischerei im Nationalpark Wattenmeer und dem Naturschutzgebiet Borkum Riff“, so Umweltminister Christian Meyer (Grüne). Die Gebietsauswahl sei so getroffen worden, dass eine Umsetzung der fischereifreien strengen Schutzgebiete weder die Existenz einzelner Betriebe noch der Hafenstandorte in Frage stelle.

Hooksieler Fischer
Für die Wangerländer Fischereibetriebe könnte die Ausweisung von fischereifreien Zonen direkt vor den Häfen Hooksiel und Horumersiel zum wirschaftlichen Aus führen. Auf dem Archiv-Bild (von links): Jörg Peters, Sven Kaiser, Nils Schröder und Sebastian Dreyer. Foto: hol

Das sehen die Wangerländer Fischer ganz anders. Während in einer ersten Präsentationen des Fischereidialogs Suchgebiete für fischereifreie Zonen vorgestellt worden seien, die für die hiesigen Betriebe zwar Einschnitte bedeutet hätten, aber unter Schmerzen tragbar erschienen, ziehe die nun vorliegende finale Fassung ihnen „sprichwörtlich den Boden unter den Füßen weg“.

Sperrgebiet direkt vor dem Wangerland

Das geplante Sperrgebiet umfasse in der finalen Fassung das komplette Fanggebiet direkt vor den hiesigen Häfen Hooksiel und Horumersiel bis hin zur Insel Minsener Oog. Schröder, Peters und Kaiser empfinden die Auswahl als ungerecht. „Auffällig ist, dass an keiner anderen Stelle der niedersächsischen Küste Häfen und die direkt vorgelagerten, küstennahen Fanggebiete derart radikal gesperrt werden. Es trifft im gesamten Untersuchungsraum exklusiv und gezielt die Fanggebiete der Wangerländer Kutter. Während andere Regionen ihre küstennahen Korridore behalten, wird uns jegliche Lebensgrundlage entzogen.“

Sollte der Vorschlag umgesetzt werden, käme das einem „Berufsverbot“ gleich. „Unsere kleinen, traditionsreichen Kutter sind nicht für die Hochseefischerei gebaut; wir sind auf die küstennahenFanggründe angewiesen. Fällt dieses Gebiet weg, sind unsere Betriebe am Ende.“

Fischer keine Naturzerstörer

Die radikalen Sperrungen seien weder verhältnismäßig noch ergäben sie einen ökologischen Sinn. „Alle unsere Betriebe arbeiten streng nachhaltig und richten sich nach den anspruchsvollen Statuten des MSC-Siegels (Marine Stewardship Council). Wir fischen ausschließlich mit leichten Netzen, wie sie für die traditionelle Krabben- und Küstenfischerei in unserer Region typisch sind. Der Meeresboden wird hierdurch nachweislich geschont“, betonen die Wangerländer Fischer.

Durch den konsequenten Einsatz moderner Selektivnetze werde schon jetzt unerwünschter Beifang auf ein Minimum reduziert und effektiv vermieden. „Wir Fischer sind keine Naturzerstörer – wir leben mit und von der Natur und haben das größte Eigeninteresse an gesunden Beständen und einem intakten Ökosystem. Dass man uns nun ausgerechnet die letzten verbliebenen Gebiete nimmt, die wir seit Generationen nachhaltig bewirtschaften, ist für uns nicht nachvollziehbar und entbehrt jeder fachlichen Grundlage.“

Hilfe von Politik erhofft

Mit der Vernichtung der Betriebe würde nicht nur ein Berufsstand sterben. Es gehe auch ein Stück Identität und Kultur des Wangerlandes und des Landkreises Friesland verloren, das Touristen anziehe und die Häfen von Hooksiel und Horumersiel lebendig mache. Die Fischer fordern die politischen Vertreter des Wangerlandes und des Landkreises auf, sich für die Existenz der hiesigen Fischerbetriebe einzusetzen. 

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Nahkämpfer will Abläufe im Rathaus effizienter machen

Hooksiel (30. 6. 2026) – Man sieht ihn zu Fuß, mit dem Fahrrad oder auch auf einem Motorroller. Mit dabei immer ein Paket Flyer mit Informationen. Bernd Abrahams, Bürgermeisterkandidat der Wählergruppe Pro Wangerland, ist im Wahlkampfmodus. Seine Paradedisziplin: der Nahkampf.

Bernd Abrahams (links) will im zweien Anlauf den Sprung auf den Bürgermeistersessel im Wangerland schaffen. Unterstützt wird er von Dieter Schäfermeier und der Wählergemeinschaft Pro Wangerland. Foto: hol

Seit einigen Tagen zieht der 57-Jährige im gesamten Wangerland Haustür zu Haustür. „Ich möchte möglichst viele Menschen persönlich kennen lernen“, sagt Abrahams, der vermutet, dass seine Mitbewerber ihm auf großen Bühnen oder in öffentlichen Redeschlachten überlegen sein könnten. Auch deshalb hofft er, dass er bei den Haustür-Besuchen die Wähler von sich überzeugen kann.

Abrahams besucht Bürger

Seine ersten Eindrücke seien positiv, sagte Abrahams im Gespräch mit „Hooksiel-Life“. Viele Bürgerinnen und Bürger würden ihn noch aus seinem ersten Anlauf aufs Bürgermeisteramt vor fünf Jahren kennen. 2021 hatte er als unabhängiger Kandidat mehr oder weniger aus dem Stand den Sprung in die Stichwahl geschafft, in der er dann dem heutigen Bürgermeister Mario Szlezak (SPD) knapp unterlag.

Allerdings: Die Vorkenntnisse der Bürger seien extrem unterschiedlich. „Die einen winken einem schon zu, wenn man kommt, und freuen sich auf ein Gespräch mit einem Kandidaten. Andere hingegen haben von der Kommunalwahl im September noch gar nichts gehört und kennen nicht mal den Namen des Bürgermeisters.“

Hauptthema: Das Thalasso-Desaster

Bei vielen von denen, die kommunalpolitisch interessiert sind, gebe es ein Hauptthema: Die Insolvenz der Wangerland Touristik GmbH (WTG). „Viele Menschen sind sauer und enttäuscht“, so der Eindruck von Abrahams, der einräumt, dass er sich ohne eigenen Zugang zu den vertraulichen Details der Affäre noch kein abschließendes Bild über Schuld und Verantwortung für den Ausverkauf bei der Tochtergesellschaft der Gemeinde habe machen können. „Ich bin nur froh, dass Pro Wangerland erst seit 2021 im Rat ist …“. Die Entscheidung für das finanziell völlig aus dem Ruder gelaufene Bauprojekt „Thalasso Meeres Spa“ war da bereits gefallen.

Für Abrahams seht fest: Schon die Strategie, die hinter dem Bau des Thalasso-Zentrums stand, nämlich das Werben um neue, wohlhabendere Zielgruppen, war ein Fehler. „Wir sollten uns bei unserer Tourismusförderung in ersten Linie auf die Menschen konzentrieren, die schon bislang zu unserem Stammpublikum gehören.“ Dafür wäre es ratsam, wenn die Gemeinde und eine auf Marketing und Veranstaltungs-Management reduzierte WTG („Mit Immobilienverwaltung sollte die lieber nichts mehr zu tun haben“) den engen Schulterschluss mit den touristischen Leistungsträgern wie Hoteliers, Vermietern und Gastronomen suchen. Ein gutes Beispiel für eine gelungene private Initiative war aus seiner Sicht die Strandparty „Wave & Sand“ am vergangenen Wochenende in Hooksiel.

Expertise im Bauingenieurwesen

Abrahams, gebürtiger Wangerländer, lebt seit der Rückkehr in die Gemeinde seit drei Jahren in Hooksiel. Der Vater von zwei erwachsenen Töchtern (24 und 27 Jahre alt) hat nach Schule, abgeschlossener landwirtschaftlicher Lehre und Bundeswehrzeit bei der Luftwaffe Bauingenieurwesen studiert. Seit 1996 habe er für verschiedene Ingenieurbüros, Baufirmen und Kommunen gearbeitet und habe dabei ausgewiesene Kenntnisse unter anderem im Bauvertrags- und Vergaberecht erworben. Heute ist er bei der niedersächsischen Hafengesellschaft NPorts beschäftigt.

Unter anderem durch seine Tätigkeit bei der Volkswagen AG habe er gelernt, Projekte sicher und im Rahmen des geplanten Budgets umzusetzen, so der Kandidat. „Das kann der Gemeinde zugute kommen. Immerhin habe wir ja noch den Bau einer Grundschule und von drei Feuerwehren vor der Brust.“

„Ein Bürgermeister muss zuhören können“

Verwaltungserfahrung habe er unter anderm durch seine siebenjährige Tätigkeit bei der Samtgemeinde Gellersen als Bauhofleiter und Hausmeister. Aber auch durch Erfahrungen aus der Stadt Lübeck und NPorts. Sein Eindruck mit Blick auf das Rathaus in Hohenkirchen: „Die Abläufe müssen effizienter werden.“ Möglicherweise könnten Entscheidungswege verkürzt, Organisationsformern verändert und die Software des interne Kommunikationssystems optimiert werden.

Ein Erfolgsrezept, das er von VW-Sanierer Jose Lopez gelernt habe: „Jeder Mitarbeiter sollte möglichst das machen, was er am liebsten macht – und dafür dann die nötigen Mittel bekommen.“ Wichtig für einen Verwaltungschef im Umgang mit den Mitarbeitern sei dabei eine Tugend, die Abrahams für sich selbst reklamiert: „Man muss zuhören können.“

Lebensqualität erhöhen

Inhaltlich ist das mit Pro Wangerland abgestimmte Wahlprogramm überschaubar. Den Tourismus maßvoll weiterentwickeln, vorhandene Fördermittel stärker nutzen, durch kleine Projekte wie etwa die Absenkung von Bordsteinen, die Sanierung von Gehwegen sowie mehr Mülleimer und zusätzliche Sitzgelegenheiten die Lebensqualität erhöhen. Neue Windparks jenseits dem Ersatz von Altanlage durch moderne Konverter (Repowering) lehnt man ab. Und: Vor der Ausweisung neuer Gewerbegebiete, sollte zunächst einmal der tatsächlich Bedarf geprüft werden.

Das gelte auch für Hooksiel. Abrahams und Pro Wangerland wollen die derzeit noch landwirtschaftlichen Flächen zwischen Bäderstraße und Altendeich bedarfsgerecht entwickeln – für Wohnzwecke, aber teilweise vielleicht auch für „stilles“ Gewerbe, sagte Pro-Wangerland-Vorsitzender Dieter Schäfermeier. Skeptisch sei man, ob sich die Markthallen-Pläne auf dem Areal des ehemaligen Feuerwehrgerätehauses am Alten Hafen wirtschaftlich umsetzen lassen. Der ursprünglich geplante Hotelbau sei aber wohl ebenso schwierig.

Suche nach Maßnahmen gegen Schießlärm

Persönlich kümmert sich Abrahams seit Wochen um das Thema „Schießlärm“, der von der Wurftaubenschießanlage aus Wilhelmshaven ins Wangerland schallt und viele Bürger nervt. Einfache Lösungen werde es aber auch hier nicht geben, räumt der Bürgermeister-Kandidat ein. Rechtlich sei die Anlage aus seiner Sicht nicht anfechtbar. Einschränkungen im Schießbetrieb wolle und könne der Betreiberverein nicht hinnehmen.

Leisere Munition gebe es zwar, die sei aber auch langsamer und für Sportschützen deshalb nicht akzeptabel. Ein Erdwall? „Der schützt den Bereich unmittelbar dahinter, aber nicht Hooksiel“, ist Abrahams überzeugt. Seine letzte Hoffnung: Schalldämmende Maßnahmen. Dazu müsste aus seiner Sicht ein Schlallschutzexperte gehört werden.

Was dabei herauskommt, dürften die Bürgerinnen und Bürger für den Fall, dass Abrahams im September zum neuen Bürgermeister gewählt wird, auf jeden Fall schnell erfahren. Sein Versprechen: Die Ratsarbeit wird transparent sein. „Alles was rechtlich möglich ist, soll auch öffentlich beraten werden.“ 

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Kampfansage geben Verunglimpfungen und Hetze

Friesland/Wangerland (30. 6. 2026) – Die Grünen in Friesland stehen für Klima- und Naturschutz, Demokratie, soziale Gerechtigkeit und Integration. So jedenfalls geht es aus dem Wahlprogramm hervor, das die Mitglieder von Bündnis 90/Die Grünen – nach lebhafter Diskussion – in Schortens einstimmig verabschiedet haben. 

Wahlprogramm der Grünen

Kreisvorsitzende Dr. Jutta Helmerichs erinnerte an die Entstehung des Programms für die Kreiswahl am 13. September. In einem mehrmonatigen Diskussionsprozess war es unter Beteiligung von mehreren Dutzend grünen Parteimitgliedern und Funktionsträgern erarbeitet worden.

„Klimaschutz und der Erhalt der Artenvielfalt sind unsere dringendsten Aufgaben: mehr grüne Flächen und Orte, mehr Bahn, Bus und Rad und weniger Autoverkehr sowie eine sozial gerechte Energiewende. Klimaschutz betrifft fast jede kommunalpolitische Entscheidung – vom Wohnungsbau bis zur Bildungspolitik. Klimaneutralität bis 2040 ist unser Ziel“, so die Kreisvorsitzende. Aber auch die Verteidigung der Demokratie gehört zum grünen Themenspektrum. „Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit. Wir verteidigen Vielfalt und Rechtsstaatlichkeit gegen rechte Hetze und populistische Erzählungen.“

Teilhabe statt Ausgrenzung

Die Grünen wollen Armut und Diskriminierung bekämpfen und sich gegen Antifeminismus, Rassismus und Queerfeindlichkeit stark machen. „Unser Landkreis ist vielfältig und international“, so Helmerichs. „Wir setzen auf Teilhabe statt Ausgrenzung. Alle Menschen, ob zugezogen oder alteingesessen, sollen unseren Landkreis mitgestalten können – das macht eine demokratische Gemeinschaft aus.“ 

In der Präambel zum Programm sprechen sich die Grünen für  einen fairen Dialog aus. Man wolle Menschen mit Respekt begegnen, auch wenn sie andere Meinungen hätten. „Wir kritisieren Positionen, verunglimpfen aber keine Personen. Wir orientieren uns an Fakten, diskutieren ehrlich und haben keinen Platz für Fake News, Hass oder Hetze.“

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Krankenhaus: 40 Hitze-Notfälle allein am Wochenende

Sanderbusch (29. 6. 2026) – Die hohen Temperaturen am Wochenende haben sich auch auf der Interdisziplinären Notaufnahme (INA) der Friesland Kliniken bemerkbar gemacht. „Wir hatten am Sonnabend und Sonntag etwa 40 hitzebedingte Fälle zu versorgen“, sagte Dr. Henning Fründt, Chefarzt der INA am Nordwest-Krankenhaus Sanderbusch. Dabei waren nahezu ausschließlich Patientinnen und Patienten ab 60 Jahren und älter betroffen.

Meist Herz-Kreislauf-Probleme

Damit war laut Angaben des Krankenhauses rund ein Viertel der insgesamt rund 160 Notfälle auf die hohen Temperaturen zurückzuführen. Insbesondere Herz-Kreislauf-Probleme mussten in diesem Zusammenhang behandelt werden. „Glücklicherweise konnte allen Betroffenen geholfen werden, so dass keine lebensbedrohlichen Situationen entstanden sind“, heißt es in einer Mitteilung. 

Das zusätzliche Aufkommen habe mit dem bestehenden Personalstamm bewältigt werden können. Die Zahl sonstiger Notfälle sei dabei geringer als im Durchschnitt gewesen. Offensichtlich habe die Hitze dazu geführt, dass viele Menschen weniger aktiv gewesen sind und somit auch eine geringere Zahl akuter Verletzungen und Erkrankungen in der stationären und akuten Versorgung aufgenommen werden musste. 

Klimaveränderungen berücksichtigen

Fründt betont, dass die hitzebedingten Notfälle angesichts der Klimaveränderung eine zunehmende Herausforderung darstellen. „Wir brauchen gerade angesichts der zunehmenden Temperaturen, aber auch angesichts der insgesamt steigenden Patientenzahlen in den Notaufnahmen perspektivisch einen Ausbau der Notfallkapazitäten.“ Dies sollte in der aktuellen Diskussion um die Sparpläne der Bundesregierung im Gesundheitsbereich stärker berücksichtigt werden. 

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Großes Interesse am christlichen Segen im Meer

Hooksiel (29. 6. 2026) – Die christliche Gemeinschaft ist am Sonntag um 29 Personen angewachsen. Im Rahmen einer imposanten „Tauffeier am Meer“ tauften bei herrlichem Sommerwetter Pastorin Hanja Harke, Diakon Fredo Eilts, Pastorin Sophia Ihnen und Pastor Thorsten Harland vor dem Hooksieler Badestand 29 Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Gottesdienst als Event: Zahlreiche Menschen verfolgen am Sonntag am Hooskieler Badestrand die Taufe am Meer. Foto: hol

Dabei standen die Geistlichen knietief im Wasser der Jade. Umringt von den Täuflingen, deren Eltern und Paten, die die Verantwortung für die christliche Erziehung beteuerten. Die Täuflinge wurden mit Salzwasser gesegnet, die Angehörigen pusteten dazu Seifenblasen in den Himmel. Auf dem am Strand aufgebauten Altar wurden Taufkerzen entzündet.

Diakon Frede Eilts gehörte zu den Geistlichen, die die insgesamt 29 Täuflinge segneten. Foto: hol

Zu denen, die sich bei dem Taufakt der christlichen Gemeinschaft anschlossen, gehörten neben Menschen aus dem Wangerland und Jever auch einige Urlaubsgäste. Eingebunden war die Massentaufe der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden Wangerland und Jever in einen stilvollen Gottesdienst, der musikalisch von Chor „Free Voices“ und dem Bläserkreis der Kirchengemeinden begleitet wurde. Die organisatorische Leitung lag in den Händen von Jugenddiakonin Veronika Breuer. Für die Sicherheit sorgten Angehörige der DLRG-Ortsgruppe Wangerland.

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A-Junioren beenden Tennis-Saison mit Unentschieden

Hooksiel (29. 6. 2026) – Die Tennis-A-Junioren des SC Wangerland haben in einer Hitzeschlacht in Leer einen Auswärtssieg nur knapp verpasst. Die Hooksieler Lorenz Kramer, Mateo Doyen, Nikolas Doyen und Lenonard Köster mussten sich beim Post-SV Leer mit einem 3:3 Unentschieden begnügen.

Dabei wäre mit etwas Glück mehr drin gewesen. Kramer (6:1/6:3) und Mateo Doyen (6:2/6:1) hatten ihr Team schnell in Führung gebracht. Und auch Niklas Doyen hatte seinen Gegner lange im Griff. Dann aber raubten ihm die Temperaturen von bis zu 30 Grad und vielleicht auch einige unsportliche Einmischungen aus dem Umfeld der Heimmannschaft ins Spielgeschehen die Nerven. Das Spiel kippte und ging 6:0/0:6/4:10 verloren.

Nachdem auch Leonard Köster sein Spiel mit 3:6/3:6 abgeben musste, kam es auf die Doppel an. Im ersten Doppel setzen sich Niklas und Mateo Doyen klar durch (3:6/3:6). Kramer und Köster aber mussten sich am Ende knapp im Match-Tiebreak geschlagen geben (6:4/4:6/6:10).

Die Saison der A-Junioren ist damit abgeschlossen. Mit nunmehr 5:5 Punkten belegt der SCW in der Regionsliga Platz 3.

Zum Abschied dem Stipendiaten über die Schulter schauen

Hooksiel (26. 6. 2026) – Jean-Noel Schramm, erster Stipendiat des Künstlerhauses in diesem Jahr, hat mit feinem Pinselstrich Aquarelle mit Motiven aus dem Ort gemalt sowie seine Beobachtungen von Menschen am Strand zeichnerisch festgehalten. Am Samstag, 4. Juli, lässt er sich ab 15 Uhr beim künstlerischen Gestalten über die Schulter schauen und erklärt seine Intentionen. 

Am Tag danach wird seine Ausstellung abgebaut. Das Künstlerhaus bleibt dann für eine Woche geschlossen. In dieser Zeit bereitet sich die nächste Stipendiatin, Agnes Lörincz aus Berlin, auf ihre Vernissage am Sonntag, 12. Juli, um 11.15 Uhr vor.

Lörincz fasziniert durch ihre Malerei (Foto), in der sie gesellschaftliche Themen, überwiegend aus dem Bereichen Mode, Werbung und Nachrichten, in „Muster und Mimesis“ umsetzt. Das Prinzip der Täuschung durchzieht ihr Werk auf mehreren Ebenen: Erst bei näherem Hinsehen entpuppen sich ihre Bilder als Collagen. Während ihres Residenzstipendiums wird sie bis zum 16. August im Wangerland auf Motivsuche gehen und diese künstlerisch verarbeiten. 

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Land unter nach Starkregen: Gräben können Wassermassen nicht aufnehmen

Hooksiel (28. 6. 2026) – Blitz und Donner, Sturmböen, Hagelschauer mit bis zu zwei Zentimeter großen Körnern, dazu über Stunden Starkregen. In der Nacht zum Sonntag konnte man in Hooksiel und in weiten Teilen des Wangerlandes Angst bekommen. Das von Meteorologen nach der extremen Hitze über den gesamten Tag angekündigte Unwetter zog sich von 24 Uhr bis in die Morgenstunden hin.

Seit 5 Uhr waren die Freiwilligen der Feuerwehr Hooksiel im Dauereinsatz. Vornehmlich mussten die Helfer Wasser von Grundstücken sowie aus Gräben und Kellerwohnungen abpumpen. Foto: Ulfers

Die Folgen: Viele Dinge, die nicht sicher verstaut waren, flogen durch die Gegend. Der Sturm knickte Äste ab. An der Jaderennbahn schlug ein Blitz in einen mächtigen Baum. Die Hagelkörner zerschlugen Vordächer und Garten-Ausstattungen und sollen auch an einigen Wagen Spuren hinterlassen haben. Auf Straßen, Wegen und befestigten Grundstücksteilen stand mehrere Zentimeter hoch das Wasser und drang in eine ganze Reihe von Kellern und Kellerwohnungen ein. Menschen aber kamen offenbar nicht zu Schaden.

Etliche Grundstücke überflutet

Der Starkregen zeigte zum wiederholten Mal die Schwächen des Entwässerungsystems in Hooksiel auf. Vor allem der zum Teil verrohrte Gräben entlang der Viethstraße war nicht in der Lage, die Unmengen an Wasser aufzunehmen oder abzuführen. In der Folge wurde etliche Grundstücke überflutet.

Die Freiwillige Feuerwehr Hooksiel war seit 5 Uhr mit 14 Frauen und Männern im Dauereinsatz. Später alarmierte Ortsbrandmeister Jörg Nöchel noch in Nachbarwehr aus Waddewarden, die in gleicher Stärke ausrückte, um Straßen und Wege in Hooksiel und Umland zu sichern. Hier mussten Äste von den Fahrbahnen geräumt, dort welche abgesägt werden, die auf die Straße zu fallen drohten.

Blitz in Baum eingeschlagen

Die Hooksieler Wehr pumpte unterdessen vornehmlich Wasser aus dem Grabensystem, aus Kellern und von den Grundstücken ab, die zum Teil knietief überflutet waren. Zur Verstärkung rückte am Morgen das Technische Hilfswerk (THW) aus Varel an und pumpte mit leistungsstarken Aggregaten im Bereich Viethstraße Wasser aus den Gräben ins Hooksmeer.

Viethstraße und Altendeich waren für den allgemeinen Verkehr während der Einsätze weitgehend gesperrt. Auch die Straße An der Jaderennbahn war nicht mehr passierbar. Hier musste ein vom Blitz geradezu gespaltener Baum zerlegt und beseitigt werden. Zudem lagen etliche weitere Äste auf der Fahrbahn.

Ärgerlich. Die Wassermassen drückten zum Teil durch die Außenwände in die Keller und Kellerwohnungen. Foto: Feuerwehr

Feuerwehrchef kritisiert Entwässerung

Die Einsatzbilanz von Jörg Nöchel fiel gegen Mittag zweigeteilt aus. Der Ortsbrandmeister zeigte sich sehr zufrieden mit der Arbeit seiner Leute. Es könne aber nicht angehen, dass die Gräben trotz einer Reihe von vergleichbaren Vorfällen in den zurückliegenden Jahren immer noch nicht sauber und zum Teil völlig unzureichend verrohrt seien. Sein Appell an die Gemeinde Wangerland und den Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband (OOWV), der die Entwässerung von der Gemeinde übernommen hat: „Hier muss endlich mal etwas geschehen, damit sich die Lage dauerhaft verbessert.“

Ulfers sieht OOWV in der Pflicht

In die gleiche Kerbe schlägt der Hooksieler Ratsherr Holger Ulfers, selbst Anwohner und Betroffener der Überschwemmungen an der Viethstraße. Der SPD-Politiker sieht neben den Anwohnern, die auch selbst ein Auge auf ihren Graben haben sollten, vor allem den OOWV in der Pflicht. Der Verband habe die Oberflächenentwässerung „vollumfänglich“ von der Gemeinde übernommen. Dazu gehöre dann auch im gewissen Umfang die Pflege der Gräben.

„Es wird viel geredet. Aber es passiert nichts“, beklagt Ulfers mit Blick auf den vom OOWV für dieses Jahr angekündigten Entwässerungsplan. In dem Plan soll für acht Orte im Wangerland die Entwässerungssituation erfasst werden – unabhängig davon, ob der OOWV, die Gemeinde, Verbände oder die Anwohner in der Unterhaltungspflicht für Anlagen oder Gräben sind.

Unhaltbarer Zustand

Eine umfassende Entwässerungsplanung sei für Hooksiel auch für die geplante Erschließung der Freiflächen zwischen der Bäderstraße und dem Altendeich unverzichtbar. Bevor hier zum Beispiel ein Wohngebiet ausgewiesen werden kann, müsse geklärt sein, wohin das Oberflächenwasser fließen kann und soll, so Ulfers. 

Aus Sicht des Kommunalpolitikers ist es ein unhaltbarer Zustand, dass seit rund 14 Jahren bei Starkregen jedes Mal die Feuerwehr ausrücken muss. Die Belastung der Feuerwehrleute sei dabei ein Aspekt. Ein anderer: Die teuren Pumpen der Wehr seien eigentlich gar nicht dafür ausgelegt, schmutziges Grabenwasser zu befördern.

Anmerkung: Dieser Artikel wurde im Laufe des Tages aktualisiert.

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