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Hooksiel-life: Vom Leben an der Küste

Polizei sucht nach Zeugen für einen Unfall in Wiefels

Wangerland (22. 9. 2026) – Am Dienstagvormittag kam es auf der Landesstraße 808 in Wiefels zu einem Verkehrsunfall mit einem Sattelzug. Nach bisherigen Erkenntnissen kam dem Sattelzug ein Pkw auf dessen Fahrstreifen entgegen. Um einen Zusammenstoß zu verhindern, wich der Fahrer des Sattelzuges aus, kam dabei von der Fahrbahn ab und kippte mit seinem Fahrzeug in den angrenzenden Straßengraben.

Der bislang unbekannte Pkw-Fahrer habe seine Fahrt anschließend fortgesetzt, so die Polizei. Verletzt wurde bei dem Unfall niemand. An dem Sattelzug entstand Sachschaden. Aufgrund der aufwendigen Bergungsarbeiten musste die L 808 bis in die frühen Abendstunden voll gesperrt werden. Hierdurch kam es zu entsprechenden Verkehrsbeeinträchtigungen.

Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht insbesondere nach dem bislang unbekannten Pkw. Personen, die den Unfall beobachtet haben oder Hinweise zu dem beteiligten Fahrzeug geben können, werden gebeten, sich bei der Polizei Jever unter 04461/ 74490 zu melden.

Am Sonntag wählt das Wangerland seinen Bürgermeister

Wangerland/Hooksiel (22. 9. 2026) – Nach der Wahl ist vor der Wahl. Zumindest im Wangerland. Am kommenden Sonntag, 27. September, sind 8174 wahlberechtigte Frauen und Männer ab 16 Jahren aufgefordert, in einer Stichwahl zu entscheiden, wer der künftige Bürgermeister der Gemeinde wird.

Von den ursprünglich drei Bürgeermeister-Kandidaten fürs Wangerland sind bei der Stichwahl am kommenden Sonntag nur noch zwei dabei: Thies Fischer (links) und Mario Szlezak (Mitte). Rechts im Bild: Bernd Abrahams, der die Stichwahl knapp verpasst hat. Archiv-Foto: hol

Für die Stichwahl qualifiziert haben sich Thies Fischer (CDU) und Amtsinhaber Mario Szlezak (SPD). Beide hatten bei der Kommunalwahl am 13. September mehr Stimmen erhalten als der dritte Bewerber, Bernd Abrahams (Pro Wangerland) – aber nicht die absolute Mehrheit. Für Fischer hatten 2263 Wählerinnen und Wähler gestimmt, auf Szlezak entfielen 1655 Stimmen. Für die absolute Mehrheit wären bei 5272 abgegebenen Stimmen 2687 Stimmen erforderlich gewesen. Wie viele Stimmen bei der Stichwahl reichen, hängt von der Wahlbeteiligung ab.

Ergebnis gegen 19.30 Uhr

Der Sieger der Stichwahl, der nach Einschätzung des stellvertretenden Gemeindewahlleiters, Thomas Hayen, am Sonntag gegen 19.30 Uhr feststehen dürfte, wird acht Jahre lang an der Spitze der Gemeindeverwaltung stehen. Zudem hat der Bürgermeister qua Amt einen Sitz im Gemeinderat. Sollte Fischer, der bereits in den Rat gewählt wurde, Bürgermeister werden, würde für ihn ein weiteres CDU-Mitglied in das Kommunalparlament nachrücken: der Hooksieler Björn Christiansen.

Das Wahlprozedere gleicht dem im ersten Wahlgang. In den sechs Wahlbezirken im Gemeindegebiet ist am Sonntag jeweils von 8 bis 18 Uhr ein Wahllokal geöffnet. In Hooksiel können die Bürgerinnen und Bürger ihre Stimmen in der Turnhalle der Grundschule abgeben. Bei der Stichwahl hat jeder Bürger nur eine Stimme, was die Auszählung im Nachgang gegenüber der Gemeinderatswahl deutlich erleichtert.

Wahl im Rathaus möglich

Auch zur Stichwahl können Bürger ihre Stimme per Briefwahl abgeben. Nach dem Druck der Stimmzettel habe die Gemeinde bereits am vergangenen Mittwoch 2205 Briefwahl-Unterlagen an diejenigen verschickt, die bereits im Vorfeld der Kommunalwahl kund getan hatten, das sie auch zwei Wochen später ihre Stimme nicht in einem Wahllokal abgeben wollen oder können. Wählern, die jetzt noch kurzfristig feststellen, dass sie am Sonntag gar nicht vor Ort sind, rät Hayen, persönlich im Rathaus in Hohenkirchen vorbei zu kommen, um noch Briefwahl-Unterlagen zu beantragen und dann gegebenenfalls dort umgehend zu wählen.

Alle Wahlberechtigten haben zur Kommunalwahl Wahlbenachrichtigungs-Karten bekommen, die sie im Wahllokal vorzeigen sollen, um Stimmzettel ausgehändigt zu bekommen. Aber auch Wähler, die ihre Benachrichtigung nach der Gemeinderatswahl weggeworfen oder verlegt haben, können an der Stichwahl teilnehmen. Hayen: „Die Wähler müssen dann einfach ihren Personalausweis vorzeigen, damit überprüft werden kann, ob sie im Wählerverzeichnis stehen.“

Stimmabgabe ist geheim

Dass sich vor den Wahlkabinen erneut lange Schlangen bilden werden, wie bei der Wahl am 13. September, gilt als unwahrscheinlich. Der Stimmzettel ist überschaubar, ein Kreuz schnell gemacht. Sollte es dennoch dazu kommen, warnt Hayen davor, das Kreuz bereits im Warteraum zu setzten. „Die Kommunalwahlen sind geheim. Das bedeutet, dass die Stimmzettel nur in den Kabinen ausgefüllt werden dürfen – unabhängig davon, ob es dem Wähler egal ist, ob andere Wähler mitbekommen, wie er abstimmt.“

Stimmzettel, die mehr oder weniger öffentlich ausgefüllt wurden, dürfen die Wahlvorstände nicht annehmen. Vorgesehen sei für einen solchen Fall, so Hayen, dass der öffentlich ausgefüllte Stimmzettel vernichtet wird und der Wähler einen neuen bekommt, den er dann in der Wahlkabine auszufüllen hat.

Heidmühler Schwimmer stellten sich zum Jubiläum aufs Wasser

Hooksiel (22. 9. 2026) – Wasser ist für Schwimmer und für Wasserskifahrer gleichermaßen unverzichtbar. Insofern gibt eine gewisse Nähe beider Sportarten. Auch aus diesem Grunde haben Schwimmer aller Generationen zum 40-jährige Bestehen der Schwimmabteilung des Heidmühler FC die Skiterrassen in Hooksiel besucht und zunächst auf dem Wasser und danach auf der neuen Adventure-Golfanlage einen schönen Nachmittag verbracht.

Viel Spaß an der Wasserskianlage hatten vor allem die Nachwuchsschwimmer des Heidmühler FC. Foto: hol

Angeführt wurde die rund 30-köpfige Gruppe vom HFC-Vorsitzenden Reinhold Fischer und dem Leiter der Schwimmsparte, Arne Krüger. Die Idee für den Abstecher nach Hooksiel hatte allerdings Frank Wenzel, der in Heidmühle die Master-Schwimmer betreut, also die leistungs- und wettkampforientierten Athleten.

Seit 40 Jahren aktiv

Insgesamt hat die HFC-Schwimmabteilung derzeit rund 200 Mitglieder. Einen Einbruch bei der Zahl der Aktiven habe es während der Corona-Pandemie und durch den Umbau des Schortenser Hallenbades „Aqua Fit“ gegeben, schildert Fischer. Aber insgesamt habe die Schwimmer-Familie mit ihrem ganz besonderen Zusammenhalt diese Dellen gut überstanden. Ein Beleg dafür: Mit Claus Burmeister (88) und Fred Harms (83) waren auch zwei immer noch aktive Leistungsschwimmer mit nach Hooksiel gekommen, die von Anbeginn an beim HFC schwimmen.

HFC-Vorsitzender Reinhold Fischer (rechts) und der Leiter der Schwimmsparte, Arne Krüger (links), freuten sich besonders, dass mit Claus Burmeister (2. v. l.) und Fred Harms Schwimmer der ersten Stunde beim HFC den Jubiläumsausflug nach Hooksiel begleitet haben. Foto: hol

Ein Schwerpunkt der Vereinsarbeit liege bei der Schwimmausbildung, so Krüger. „Der Anteil der Kinder, die nicht schwimmen können, ist sehr groß.“ Aktuell gebe man rund 50 Kindern Schwimmunterricht. Aber die Warteliste sei lang.

Schwerpunkt Schwimmausbildung

Wie wichtig eine anerkannte Schwimmausbildung ist, erfuhren die HFC-Mitglieder auch an der Wasserskianlage. Nur Kinder, die mit einem Bronze-Abzeichen ihre Schwimmfähigkeit nachweisen können, dürfen sich nach einer kurzen Einweisung auf Wasserski stellen und versuchen, eine Runde zu fahren. Warum das wichtig ist? Gerade die ersten Fahrten enden meist nach wenigen Metern im Wasser, so dass man mit seinen Skiern zurück an Land schwimmen muss. 

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Trotz Platzregen: Erfolgreiche Premiere für „Hooksiel-Live“

Hooksiel (21. 9. 2026) – Die Premiere ist gelungen. Anke Müller, Vorsitzende der Interessengemeinschaft „De Hooksieler“, zeigte sich gegenüber „Hookiel-Life“ hoch zufrieden. Von den 150 Besuchern der Erstauflage der Veranstaltung „Hooksiel-Live“ – das Kartenkontingent war limitiert – habe sie nur positive Rückmeldungen bekommen. „Gute Musik, gute Stimmung. Die Leute waren zufrieden.“

Das Duo „B.ART“ verwandelte das Restaurant „Zum Schwarzen Bären“ musikalisch in einen irischen Pub. Foto: hol

Am Samstag traten in drei Hooksieler Lokalitäten zeitgleich Musiker auf, die über drei Stunden lang Live-Musik darboten. In der Cocktailbar „Ahoi“ unterstrich Rolf Buers seine Qualitäten als Gitarrist und Sänger. Im Saal des Restaurants „Zum Schwarzen Bären“ animierte das Duo „B.ART“, bestehend aus Berko Barnes und Andreas Reinhold Tomec, das Publikum mit Irish-Folk-Klängen und modernen Shantys zum Mitsingen und Mitklatschen.

Den schwersten Stand hatte der Wangerländer Sänger und Song-Schreiber Tom Thomssen, der in der Halle des ehemaligen Feuerwehrgerätehauses am Alten Hafen auftrat. Die für dieses Format etwas zu große Halle lässt auch akustisch zu wünschen übrig. Dennoch: Der Noch-Ratsherr mühte sich nach Kräften, den Raum musikalisch zu füllen und wurde dafür mit reichlich Applaus belohnt.

„Das Format hat sich bewährt“, so Anke Müller. Die Idee, eine Veranstaltung außerhalb der Hauptsaison, vornehmlich für Hooksieler anzubieten, sei gut angenommen worden. Schade sei es gewesen, dass der am Samstagabend vorherrschende Platzregen den einen oder anderen Besucher abgeschreckt haben dürfte, so dass gerade zum Start die Lokalitäten noch nicht voll besetzt waren. Wer einen Platz im Trocknen erobert hatte, verzichtete zudem zunächst darauf, zu den anderen Spielstätten zu pendeln. 

Ausdrücklich bedankten sich „De Hooksieler“ bei der Gemeinde Wangerland, die das ehemalige Feuerwehrgerätehaus als Musikbühne zur Verfügung gestellt hatte, und bei der örtlichen Feuerwehr, die die Bewirtung an ihrer ehemaligen Wirkungsstätte übernahm. Ob und wann es eine zweite Auflage von „Hooksiel-Live“ gegen wird, steht noch nicht fest.

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Feuerwehr löscht brennendes Elektro-Fahrzeug

Wangerland (21. 9 . 2026) – Am gestrigen Sonntag hat in der Lessingstraße in Hohenkirchen ein elektrisch betriebenen Firmenfahrzeugs gebrannt. Nach bisherigen Erkenntnissen, so die Polizei, hatte die Fahrzeugführerin den Transporter gegen 10.40 Uhr in einer Grundstücksauffahrt abgestellt. Kurz darauf bemerkte sie zunächst einen ungewöhnlichen Geruch und anschließend Rauchentwicklung aus dem Frontbereich des Wagens.

Das Lieferfahrzeug wurde durch das Feuer massiv beschädigt. Die Feuerwehr Hohenkirchen konnte verhindern, dass die Flammen auf ein nahestehendes Gebäude übergreifen konnten. Foto: Feuerwehr

Wenig später sei das Fahrzeug in Brand geraten. Die Freiwillige Feuerwehr Hohenkirchen löschte das Fahrzeug. Der Transporter wurde insbesondere im Frontbereich erheblich beschädigt. Personen wurden nicht verletzt. Nach derzeitigem Ermittlungsstand liegen keine Hinweise auf eine Fremdeinwirkung vor. Die genaue Brandursache ist noch Gegenstand der Ermittlungen.

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Hooksieler „Wolle“ Heibeck rast in Rekordtempo um Fünen

Von Theo Kruse und Dörte Salverius 

Hooksiel (21. 9. 2026) – Er hat es wieder geschafft: Der Hooksieler Segler Wolfram Heibeck hat mit seiner Rennjacht „Black Maggy“ beim größten Einhand-Rennen der Welt in Svendborg (Dänemark) einen neuen Rekord aufgestellt. Er lief bei der Regatta „Rund Fünen“ nach 134 Seemeilen mit seinem Boot als erster durchs Ziel und unterbot seinen eigenen Rekord aus dem Jahr 2021 um 26 Minuten und 16 Sekunden. Der Rekordpreis, das „Silverrudder“, ging erneut an den Hooksieler. „Es war meine elfte Verteidigung, und bei diesem Rennen konnte ich meinen alten Rekord noch verbessern“, freute sich Heibeck.

Der Hooksieler Bootsbaumeister Wolfram Heibeck gewann vor hunderte von Mitseglern die begehre Trophäe „Silverrudder“ in Dänemark zum wiederholten Mal. Bild: Christian Gossmann.

Die größte Solo-Regatta war am Freitag in Svendborg gestartet worden. Gemeldet waren 443 Segelboote; an den Start gingen letztendlich 332 Schiffe mit Skippern aus 15 Nationen, wovon 258 im Rahmen des Zeitlimits den Kurs um die größte dänische Insel schafften.

Nach über 17 Stunden im Ziel

Aus dem Jaderevier nahmen sechs Regatta-Cracks teil; unter ihnen zum wiederholten Mal Wolfram Heibeck (Wassersportverein Hooksiel/SK Horumersiel). Er war bereits 2015 und 2021 in den jeweiligen Bootsklassen Sieger geworden. „Wolle“ segelte nach 17:10:34 Stunden als erster über die Ziellinie und wurde im Morgengrauen des Sonnabends begrüßt. 

Am Vormittag des voran gegangenen Tages war vor Svendborg der Startschuss gefallen. Bei gutem Wind ging es zunächst durch den Großen Belt. „Im Norden der Insel war dann eine stramme Kreuz angesagt“, berichtete der Solosegler. Das hieß: Wendemanöver, dazu heftige Schauer, eine hackige See, starke Windböen mit bis zu 28 Knoten und wahnsinnige Winddreher, die immer wieder Wenden erforderten.“ Mit Dunkelwerden erreichte die „Black Maggy“ den Kleinen Belt. Danach folgte die für Heibeck anstrengendste Strecke. „Von Middelfart bis Horne Naes war reine Knüppelei.“ Um kurz vor 5 Uhr morgens erreichte er das Ziel.

Größte Einhand-Regatta der Welt

Gegründet im Jahr 2012 war die erste Auflage des inzwischen legendären Rennens mit 15 Einhand-Seglern gestartet. In den folgenden Jahren nahm die Zahl stetig zu. Inzwischen ist die Meldeliste auf 450 Boote begrenzt. Aktuell ist das „Silverrudder“ die größte internationale Einhand-Regatta der Welt. Die Wettfahrt gilt als Mutter der populär gewordenen Solo-Regatten und ist auch bei deutschen Solisten sehr beliebt. Der Rundkurs in der zeitlichen Nähe zum Herbstanfang stellt die Einhand-Segler vor besondere Herausforderungen. 

Die „Black Maggy“ aus Hooksiel raste erneut in neuer Rekordzeit um die dänische Insel Fünen. Bild: Kalle Klein 

Die Segelvereine an der Jade vermelden beachtliche Teilnehmerzahlen. Neben dem Favoriten Bootsbaumeister Wolfram Heibeck mit seinem Carbonracer „Black Maggy“ nahmen weitere fünf Soloseglerinnen und -segler aus dem Jaderevier teil.

Gute Platzierungen

In der Klasse der kleinen Kielboote ging Beke Katharina Eckert (Wilhelmshavener Segelclub) mit „Röde Orm“ erstmals an den Start und war damit eine von insgesamt nur fünf Frauen. Bei den mittelgroßen Jachten setzten sich „Arrabiata“ (Jochen Denkena, Sail Lollipop Regattaverein) auf Platz 15 und „Heartbeat2“ (Marlene Brudek, SLRV) auf Platz 17 gegen 105 Mitbewerber hervorragend durch. In der Klasse der großen Boote mit 71 Startern fuhr „Black Maggy“ einsam an die Spitze. „Njord“ (Matthias Müller, WSC) belegte den 41. Platz. Ulf Rosskamp (SLRV) verzichtete angesichts der Wetterprognosen mit seinem Trimaran „Tribelle“ auf den Start. 

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Hoffnung auf Goldring hat sich schnell zerschlagen

Hooksiel (21. 9. 2026) – Der Hooksieler Badestrand ist sauber. Und das liegt nicht nur am „World Cleanup Days“, an dem sich Aktivistinnen und Aktivisten weltweit um den Schutz der Meere und Küsten kümmern. Dazu hatten sich am Sonntagnachmittag an die 20 Freiwillige aus dem gesamten Wangerland bei strammem Wind am Strandhaus 1 getroffen.

Ließen sich vom herbstlichen Wetter nicht am Sonntag nicht abhalten, den Hooksieler Badestrand von Müll und Abfall zu befreien. Foto: hol

Für sie war es nicht einfach, die Sammelbeutel mit Müll zu füllen. „Es lag hier wirklich nur sehr wenig Abfall herum“, sagte Julian Dreßel von „Weil wir Hooksieler sind“. Die Initiative hatte die Sammelaktion zusammen mit der Wangerland Touristik GmbH (WTG) und der DLRG Jugend organisiert.

Das kurioseste Fundstück präsentierte eine Müllsammlerin aus Hooksiel: „Ein Goldring.“ Bei näherer Betrachtung zeigte sich allerdings, dass das Schmuckstück keine Punze hat und vermutlich eher aus einem Kaugummi-Automaten als aus einem Juweliergeschäft stammt. 

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Tipps zu energetischer Sanierung und Fördermitteln

Jever/Wangerland (21. 9. 2026) – Wie kann das Zuhause (klima-)fit gemacht werden? Welche Sanierungsmaßnahmen sind sinnvoll und ist eine Wärmepumpe für das eigene Haus geeignet? Und welche Fördermöglichkeiten gibt es? Antworten auf Fragen zum Thema energieeffizientes Sanieren gibt in zwei kostenfreien Veranstaltungen, zu denen der Landkreis Friesland mit der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen (KEAN) einlädt.

Am Montag, 28. September, 17 bis 18.30 Uhr, findet die erste unter dem Titel „Energieeffizient sanieren und die passenden Fördermittel finden“ im Sitzungssaal (1. OG) des Kreisamts, Lindenallee 1, 26441 Jever statt. Klaus Tapken, lizenzierter Energieberater im Auftrag der Verbraucherzentrale, über Möglichkeiten der energetischen Sanierung und stellt verschiedene Fördermöglichkeiten vor. Um Anmeldung bis Freitag, 25. September unter https://lmy.de/ZywPc wird gebeten.

Am Mittwoch, 30. September, folgt die zweite Veranstaltung unter dem Titel „Funktioniert eine Wärmepumpe in meinem Haus? Welche Förderungen gibt es?“. Zielgruppe sind hier auch hier vornehmlich Hauseigentümer. Los geht es hier um 17.30 bis etwa 19 Uhr ebenfalls im Sitzungssaal (1. OG) des Kreisamts. Anmeldung bis Freitag, 25. September, unter https://lmy.de/XsEOq

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Tennis: Markus Doyen nach Vater-Sohn-Duell Vereinsmeister

Hooksiel (20. 9. 2026) – Es war ein gewisses Risiko. Gibt es genug Interessenten für eine Herren-Vereinsmeisterschaft unter den Tennisspielern des SC Wangerland? Spielt das Wetter mit? Am Ende wurde der Mut von Organisator Andre Abels belohnt.

Spielten in Hooksiel die Tennis-Vereinsmeisterschaft aus: (von links) Marina Doyen, Markus Doyen, Niklas Doyen, Andre Abels, Leonard Köster und Mateo Doyen. Nicht auf dem Bild Cornelius Lorenz Kramer. Foto: hol

Trotz zweiter kurzfristiger Absagen nahmen an diesem Samstag immerhin noch sieben Aktive an dem Turnier auf der Hooksieler Tennisanlage teil. Und das Wetter hielt sich so, dass zumindest gut gespielt werden konnte.

Knappe Entscheidungen

Zum Vereinsmeister 2026 wurde Markus Doyen (Jahrgang 1983) gekürt. Der Hooksieler, der in der Punktrund für den MTV Jever spielt, war mit seiner Leistungsklasse 12,0 als Favorit ins Turnier gegangen und konnte auch alle vier ihm zugelosten Gegner schlagen. Besonders knapp war es dabei im Spiel gegen seinen Sohn Mateo (2010, LK 17,6). Im Vater-Sohn-Duell hatte Markus Doyen schließlich mit 29:27 die Nase vorn.

Ebenfalls vier Siege verbuchte bei den 30-Minuten-Spielen Cornelius Lorenz Kramer (2010, LK 16,0). Nur aufgrund der insgesamt weniger gewonnen Punkte musste der Nachwuchsspieler dem neuen Vereinsmeister den Vortritt lassen. Dem Turnier-Modus war es geschuldet, dass es zu keinem direkten Duell der beiden Bestplatzierten kam.

Sportwart zieht positive Bilanz

Auf den weiteren Plätzen folgten mit je zwei Siegen Mateo Doyen und Niklas Doyen (2009/ LK 18,7) sowie mit je einem Sieg Andre Abels (1966/ LK 18,4) und Leonard Köster (2010/ LK 25). Ohne Sieg blieb Marina Doyen, die kurzfristig für einen Ausfall eingesprungen war, um das Spielerfeld zu komplettieren.

„Es war ein schöner Tag mit vielen tollen, interessanten und auch knappen Spielen“, so Sportwart Abels. Sein Fazit: „Markus hat verdient gewonnen.“

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Neuausrichtung der Verlage sorgt für Wettbewerb in der Medienlandschaft

Von Gerd Abeldt

Wangerland/Friesland (19. 9. 2026) – Die Leser von Tageszeitungen in der Region Wilhelmshaven/Friesland müssen sich ab dem 1. Oktober auf erhebliche Veränderungen einstellen. Auslöser ist die Übernahme der Blätter „Wilhelmshavener Zeitung“ und „Jeversches Wochenblatt“ durch die NOZ/mh:n-Mediengruppe (Osnabrück). Bislang erschienen beide vom Medienhaus BruneMettcker (Wilhelmshaven/Jever) herausgegebenen Zeitungen im Verbund mit der seit Anfang 2026 zur Madsack-Gruppe (Hannover) gehörenden Nordwest-Zeitung (NWZ) aus Oldenburg

Die Trennung zwischen der NWZ (Madsack Mediengruppe) auf der einen sowie Wilhelmshavener Zeitung“ und „Jeversches Wochenblatt“ (NOZ-Mediengruppe) auf der anderen Seiten wird Ende September offenkundig. Auch die digitalen Plattformen werden getrennt. Foto: hol

Mit dem Ende dieser Kooperation endet für die Leser der NWZ der Zugriff auf die Inhalte von WZ und Wochenblatt. Die redaktionellen Angebote aus Wilhelmshaven und dem Jeverland sollen dann vollständig durch eigene Reporterteams erstellt werden, heißt es aus Oldenburg. Die NWZ hat auch eine Redaktion in Jever  („Jeverland-Bote“) und baut eine weitere in Wilhelmshaven auf.

Für Digital-Leser ärgerlich: Die nicht mehr zur jeweiligen Verlagsgruppe gehörenden Titel (Epaper-Ausgaben) werden nicht mehr im Digitalangebot der jeweils anderen Gruppe enthalten sein. Abonnenten der NWZ haben also keinen Zugriff mehr auf die Ausgaben von WZ und Wochenblatt. WZ-und Wochenblatt-Abonnenten müssen im Gegenzug unter anderem auf den Zugriff auf die NWZ und der zu ihr gehörenden Titel wie „Emder Zeitung“ und „Anzeiger fürs Harlingerland“ verzichten. Dafür ergänzen die „Neue Osnabrücker Zeitung“ und die „Rheiderland Zeitung“ aus dem Portfolio der NOZ-Mediengruppe künftig ihr Angebot.

Zwei Abonnements nötig

Konkret bedeutet das: Für Leser, die ausschließlich gedruckte Zeitungen lesen, ändert sich nichts. Menschen, die auf alle in Friesland erscheinenden Zeitungen Zugriff haben möchten – sei es in der Print- oder in einer Epaper-Ausgabe -, benötigen dafür künftig wieder zwei Abonnements.

Beide Verlags-Gruppen versichern, dass sie den Verlust für ihre Leserinnen und Leser durch neue digitale Angebote ausgleichen werden. So hat etwa die NWZ ihr Angebot unter anderem um ein digitales Wochenmagazin mit dem Titel „Leben in Wilhelmshaven“ erweitert. Die Online-Auftritte von WZ und Wochenblatt ziehen zum 1. Oktober auf ein eigenes Portal um. Als Neuerung soll dabei unter anderem ein Mitmachportal mit dem Titel „Wir von hier“ etabliert werden. Hier erhalten künftig Vereine, Initiativen und ehrenamtlich engagierte Gruppen die Gelegenheit, sich als eine Art Leser-Reporter kostenlos selbst zu präsentieren.

Vertiefte Berichterstattung?

Das Bemerkenswerte an der aktuellen Entwicklung mit einem sich abzeichnen Konkurrenzkampf auf dem Medienmarkt der Region: Während sich in weiten Teilen der Republik Tageszeitungsverlage aus der Fläche zurückziehen und die Berichterstattungen ausdünnen, dürfen sich die Leser in der Region Wilhelmshaven/Friesland auf einen redaktionellen Wettbewerb freuen, der – so steht zu erwarten – tendenziell eher zu einer vertieften Berichterstattung führen dürfte … zumindest für die nächsten Monate.

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