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Hooksiel-life: Vom Leben an der Küste

Mitmachen-Aktion: Foto-Rahmen für Hooksiel gesucht

Hooksiel (26. 5. 2026) – Erinnerungen prägen das künftige Handeln. Gerade Urlaubsorte sollten deshalb ein großes Interesse daran haben, dass Gäste sie mit positiven Eindrucken verbinden. Vor diesem Hintergrund haben der Seebadeverein Hooksiel und die Interessengemeinschaft De Hooksieler eine gemeinsame Mitmach-Aktion gestartet. 

Alter Hafen
Bilderbuchkulisse Aller Hafen von Hooksiel. Ein Motiv, das positive Erinnerungen wecken kann. Archiv-Foto: Giesers

Alle Hooksielerinnen und Hooksieler sind aufgefordert, sich Gedanken darüber zu machen, wie und wo in welcher Form attraktive Foto-Punkte im Ort gestaltet werden könnten und sollten. Frank Müller, Sprecher des „Kompetenzteams Infrastruktur“ des Seebadeverein, erläuterte das Projekt beim jüngsten Bürger- und Gästesnak und stellte Beispiele aus anderen Orten vor.

Ideen von Bürgern gefragt

Den klassischen Bilderrahmen im Großformat, in den sich Menschen für eine Aufnahme vor einem besonders schönen Hintergrund hineinstellen können. Denkbarer Punkt in Hooksiel: der Alte Hafen. Aber auch andere Hingucker sind denkbar. Große Schriftzüge etwa von Hooksiel oder Rahmen in Herzform oder, oder, oder.

Wer bei der Aktion mitmachen möchte, kann seine Idee in Form eines Textes, eine Skizze oder eines vielleicht sogar mit Hilfe von künstlicher Intelligenz kreierten Fotos an die Email-Adresse des Seebadevereins: info@seebadeverein-hooksiel.de senden. Vorgestellt werden sollen die Ergebnisse beim nächsten Bürger- und Gästesnak am Donnerstag, 23. Juni, im Gästehaus. Beginn der Veranstaltung wird dann 19 Uhr (bislang stets 18 Uhr) sein. Der beste „Foto-Rahmen“-Vorschlag soll möglichst umgesetzt, der Ideengeber aber auf jeden Fall prämiert werden.

Fischereidialog: Jensen warnt vor übereilten Entscheidungen

Wangerland/Hannover (28. 5. 2026) – Die Krabben- und Muschelfischer an der niedersächsischen Nordseeküste bangen um ihre Existenz: Derzeit arbeitet die niedersächsische Landesregierung an einem Konzept für so genannte „fangfreie Gebiete“. „Leider zeigt sich, dass der von der Regierung durchgeführte Fischereidialog zu einem Monolog geworden ist“, kritisiert die fischereipolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, die Abgeordnete Katharina Jensen aus dem Wangerland. „Statt echter Beteiligung der Fischer und der Küstenkommunen werden die Beteiligten zunehmend vor vollendete Tatsachen gestellt.“ 

Existenzen von Fischern bedroht

Künftig sollen zehn Prozent des Küstenmeeres streng geschützt werden. Fischen ist dort dann nicht mehr erlaubt. „Besonders problematisch ist, dass sich Rot-Grün immer wieder hinter Vorgaben aus Brüssel versteckt“, so Jensen. „Ja, es gibt europäische Zielsetzungen. Aber die konkrete Umsetzung liegt in der Verantwortung des Landes Niedersachsen.“ Deshalb sei es nicht akzeptabel, ohne ausreichende Abstimmung mit den Betroffenen Fakten schaffen zu wollen. 

Die Zukunft der Krabbenfischerei ist ungewiss. Zehn Prozent des Küstenmeeres sollen geschützt werden. Archiv-Foto: hol

Die CDU-Politikerin berichtet von zahlreichen Gesprächen mit Fischern aus der Region. „Viele Betriebe befinden sich in großer Sorge und teilweise echter Existenzangst. Viele Betriebe, auch in meinem Wahlkreis, machen sich Sorgen.“ Aus ihrer Sicht habe die Landesregierung den direkten Kontakt mit vielen Fischern lange vernachlässigt. Stattdessen seien überwiegend Verbände in den Prozess eingebunden worden. 

CDU: Noch viel Klärungsbedarf

Aus Sicht der CDU werde der Prozess derzeit unnötig beschleunigt. Trotz vieler offener Fragen und erheblichem Klärungsbedarf stehe bereits ein Einstieg in das Gesetzgebungsverfahren Ende August im Raum. Ein Kritikpunkt aus Sicht der Fischer: Viele der vorgeschlagenen Suchräume für fangfreie Gebiete lägen genau auf den aktuellen Fangrouten der Krabbenfischer. „Das wäre dann keine Flächenreduktion um zehn Prozent, sondern für manche Betriebe faktisch ein vollständiger Verlust ihrer Arbeitsgrundlage“, warnt Jensen. Einen Plan B gebe es für viele Familienbetriebe nicht. „Wenn ein Fischer seine Fanggründe verliert, verliert er unter Umständen seinen gesamten Beruf. Das gleicht für viele einem Berufsverbot.“ 

Die Flächenkonkurrenz sei bereits jetzt hoch: Durch den Ausbau der Offshore-Windkraft, durch Infrastrukturmaßnahmen sowie durch Kabeltrassen und Schutzkorridore seien die Fanggebiete schon heute massiv eingeschränkt, erklärt Jensen. Gerade deshalb müsse jede weitere Einschränkung besonders sorgfältig geprüft und belastbar begründet werden. „Fischereifreie Gebiete erscheinen mir wissenschaftlich nicht gerechtfertigt. Viele Entscheidungen wirken derzeit eher politisch motiviert“, erklärt die CDU-Abgeordnete. 

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Zwei Schwerverletzte bei Unfall auf der Bundesstraße 210

Jever (25. 5. 2026) – Bei einem schweren Unfall auf der Bundesstraße 210 sind am Mittwoch gegen 17.08 Uhr zwei Menschen schwer verletzt worden. Wie die Polizei mitteilt, wurde eine 49-jährige Frau mit lebensgefährlichen Verletzungen mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen. Die B 210 war für die Dauer der Rettungsmaßnahmen und die Unfallaufnahme voll gesperrt.

Zu dem Unfall war es aus ungeklärter Ursache im Bereich der Anschlussstelle Jever-Mitte gekommen.Nach bisherigen Erkenntnissen befuhr die 49-Jährige mit ihrem Pkw die B 210 aus Richtung Wittmund kommend in Richtung Jever. „Unterhalb der Brücke der Anschlussstelle Jever-Mitte geriet sie aus bislang ungeklärter Ursache auf die Gegenfahrbahn und kollidierte dort frontal mit dem entgegenkommenden Pkw eines 27-jährigen Mannes“, heißt es im Polizeibericht.

Durch die Wucht des Zusammenstoßes habe sich eines der Fahrzeuge mehrfach überschlagen. Beide Fahrzeugführer wurden in ihren Autos eingeklemmt und mussten durch Feurerwehrkräfte befreit werden. Auch der 27-jährige Fahrer des zweiten Fahrzeuges erlitt schwere Verletzungen und wurde in ein Krankenhaus n gebracht. Neben Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr war auch die Straßenmeisterei im Einsatz.

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Finanzspritze fürs Wangerland: 3,5 Mio. Euro aus Sondervermögen

Wangerland/Friesland (27. 5. 2026) – Die Gemeinde Wangerland darf sich auf rund 3,5 Millionen Euro für Investitionen freuen. Das Geld stammt aus dem Bundessondervermögen „Infrastruktur und Klimaneutralität“, aus dem das Land Niedersachsen insgesamt rund 9,4 Milliarden Euro erhält. 50 Prozent davon, so erläutert Frieslands Landrat Sven Ambrosy, also rund 4,7 Milliarden Euro, sollen direkt und pauschal an die niedersächsischen Kommunen für Investitionen weitergegeben werden. Weitere zehn Prozent wolle das Land selbst für Maßnahmen verwenden, die auch im Interesse der Kommunen liegen.

Geld für Investitionsvorhaben

Das Geld soll für für zusätzliche Investitionen in Bildung, Betreuung, Straßen, Radwege und so weiter eingesetzt werden. In Friesland profitieren unter anderem Jever mit gut 5 Millionen Euro, Schortens mit 8,3 Und Sande mit 3,75 Millionen Euro. Der Landkreis selbst erhält 27,9 Millionen Euro zusätzlich. Die Stadt Wilhelmshaven darf mit rund 50 Millionen Euro rechnen. 

Ambrosy, der in der Verhandlungsrunde über die Aufteilung der Mittel mitgearbeitet hat, dankte insbesondere Ministerpräsident Olaf Lies (SPD), der maßgeblich diese kommunalfreundlich Lösung ermöglicht habe. Das Land setze bei der Vergabe der Mittel auf ein einfaches und bürokratiearmes Verfahren, das vollständig digital abgewickelt werden soll.

Entscheidung liegt bei Kommunen

Alle niedersächsischen Kommunen sollen ein eigenes Budget zugewiesen bekommen. Die Höhe richtet sich nach Einwohnerzahl und dem Anteil von Schlüsselzuweisungen nach dem Niedersächsischen Finanzausgleichsgesetz. Die Fördermittel könnten für Investitionsmaßnahmen eingesetzt werden, die ab dem 1. Januar 2025 begonnen wurden und bis Ende 2042 fertiggestellt werden. Welche Investitionsprojekte umgesetzt werden, entscheiden die jeweiligen Kommunen selbst. 

Lies: „Der Landesregierung ist die schwierige finanzielle Lage der Kommunen sehr bewusst. Mit den 4,7 Milliarden Euro aus dem Bundessondervermögen und unseren eigenen Mitteln in Höhe von 600 Millionen Euro aus dem Pakt für Kommunalinvestitionen stärken wir Landkreise, Städte und Gemeinden. Uns ist wichtig, dass das Geld unbürokratisch und direkt an die Kommunen fließt, damit möglichst schnell investiert werden kann und die Bürgerinnen und Bürger vor Ort davon profitieren.“

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Freizeitgelände: B-Plan soll Rahmen für Investoren schaffen

Hooksiel (27. 5. 2026) – Die Gemeinde Wangerland will einen Bebauungsplan (B-Plan) für den westlichen Teil des Freizeitgeländes in Hooksiel aufstellen. Damit sollen die Vermarktungspläne der landeseigenen Hafengesellschaft Niedersachsen Ports GmbH (NPorts) unterstützt werden. 

Das Freizeitgelände in Hooksiel soll naturnah bleiben, aber touristisch besser erschlossen werden. Archiv-Foto: hol

Das Areal umfasst unter anderem die Trabrennbahn, die Sportplätze und die jenseits der Straße an der Jaderennbahn liegenden Grünflächen zwischen der Bäderstraße und dem Hooksmeer. Der dort derzeit bereits gültige Flächennutzungsplan sieht die Zweckbestimmung „Freizeit, Erholung, Hotel und Fremdenbeherbergung“ vor. Die Gestaltung des künftigen Baurechts soll am kommenden Dienstag ab 19.30 Uhr im Rathaus in Hohenkirchen im zuständigen Fachausschuss beraten werden.

Lüdicke Gast beim Seebadeverein

Nach Ansicht von Mathias Lüdicke, Leiter der NPorts-Geschäftsstelle Wilhelmshaven, wäre die Ausweisung eines Bebauungsplanes der nächste logische Schritt, um mit potenziellen Investoren in konkrete Verhandlungen treten zu können. Lüdicke war am Dienstagabend Gast beim „Bürger- und Gästesnak“ des Seebadevereins Hooksiel im Gästehaus. Nach seinen Worten haben sich bereits Interessenten für entsprechende Investitionen gemeldet. Die Aufstellung eines Bebauungsplanes wäre die Grundlage dafür, die Verhandlungen zu konkretisieren. 

Die NPorts GmbH ist seit 2023 Eigentümer des Freizeitgeländes, das zuvor direkt vom Land verwaltet wurde. Das Gesamtareal erstreckt sich vom Außenhafen über das Hooksmeer (ohne den Alten Hafen) bis zur zweiten Deichlinie und zur Bäderstraße. Innerhalb der Fläche gibt es bereits eine Reihe von Nutzungen – etwa durch durch Sportvereine und Gastronomie. 

Lüdicke (Foto) versicherte, dass man keinem Nutzer kündigten werden, sondern mit den Anrainern, der Gemeinde und dem Landkreis Friesland zusammen das Areal weiter entwickeln möchte. Auch werde man keine Grundstücke verkaufen, sondern Flächen lediglich auf Erbpacht vergeben. Dass sich NPorts um seine Anlagen und Immobilien kümmere, könne man unter anderem auch an der laufenden Modernisierung der Hooksieler Schleuse sehen. 

Grundlage für die Entwicklung ist eine Nutzungskonzept, das die Firma Robert C. Spieß für NPorts erarbeitet hat und das Ende vergangenen Jahres vorgestellt worden war. Ziel sei es, das Potenzial der attraktiven Lage zwischen dem Binnentief Hooksmeer und der Nordsee zu nutzen, das Gebiet nachhaltig aufzuwerten und in den nächsten fünf bis zehn Jahren eine touristische Entwicklung zu verwirklichen. Dabei solle die Attraktivität für Urlauber und Einheimische gleichermaßen gesichert werden.

NPorts selbst wird kein Investor

Dabei werde NPorts nicht selbst als Investor auftreten, sagte Lüdicke. Denkbar sei aber, dass Investoren sich für den Bau von Hotels, alternativen Wohnformen wie Baumhäuser, von Sportanlagen wie etwa einen Klettergarten interessieren. Auch eine Hausboot-Siedlung sei schon einmal im Gespräch gewesen. Wald und Natur dabei im Freizeitgelände aber erhalten bleiben, versichter Lüdicke.

Am Außenhafen könnte sich NPorts den Bau eines „Hafenhauses“ als maritimes Sehzeichen vorstellen, etwa mit Büros, Gastronomie oder auch mit einer Ausstellung über Wissenswertes zur Energiewende – in Sichtweite der Energiedrehscheibe Wilhelmshaven. 

Die Pläne von NPorts seien dabei keineswegs abgeschlossen „Wenn Sie zu viel Geld haben oder auch nur eine gute Idee für eine Nutzung – kommen Sie auf uns zu“, appellierte der NPorts-Manager an die Gäste des Seebadevereins. Lüdicke sagte zu, auch künftig gern vor Ort über die weitere Entwicklung informieren zu wollen.

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Pro Wangerland hat noch Platz für kurzentschlossene Kandidaten

Wangerland (27. 5. 2026) – Die Wählergemeinschaft Pro-Wangerland (WPW) stellt am Donnerstag, 28. Mai, in einer nicht öffentlichen Versammlung ihre Kandidatenlisten für die Kommunalwahl auf. Beginn ist um 19 Uhr im kleinen Kursaal im Haus des Gastes in Horumersiel. Festgelegt werden sollen die Wahlvorschläge für die Listenplätze der Kandidatinnen und Kandidaten für den Gemeinderat und den Kreistag, deren Zusammensetzung am 13. September neu bestimmt wird.

Vorsitzender Dieter Schäfermeier bittet um rege Teilnahme der WPW-Mitglieder. „Es sind noch Listenplätze frei.“ Interessierte, die die Wählergemeinschaft im Rat oder im Kreistag vertreten möchten, könnten noch in der Veranstaltung ihre Bewerbung vortragen.

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Energie Hub: Mängel in Bauleitplanung lassen sich beheben

Wilhelmshaven (27. 5. 2026) – Die im „Energie Hub Port of Wilhelmshaven“ zusammengeschlossenen Unternehmen bedauern, dass der Bebauungsplan Nr. 225 „Voslapper Groden-Nord/Nördlich Tanklager“ nach einem Beschluss des Niedersächsischen Oberverwaltungsgerichts (OVG) Baugenehmigungen für die geplanten Projekte kurzfristig nicht möglich sind. Man begrüße aber, so heißt es in einer Mitteilung, dass das Gericht die Bedeutung der Pläne für Klimaschutz und Versorgungssicherheit klargestellt habe.

„Die durch das Gericht aufgeworfenen Punkte können im Rahmen eines üblichen ergänzenden Verfahrens geheilt und damit Planungssicherheit abschließen hergestellt werden“, ist man beim Energie Hub überzeugt.  In seinem Beschluss vom 20. Mai habe das OVG lediglich bemängelt, dass nicht gesichert sei, dass die Umsetzung der Ausgleichsmaßnahmen für Umwelt und Natur sowie die B-Plan-Umsetzung zeitlich parallel verlaufen. Zudem sei ein einzelner formeller Fehler bei den planerischen Festsetzungen beanstandet worden. Die Mängel könnten in enger Zusammenarbeit aller Beteiligten geheilt werden. 

Alle weiteren inhaltlichen Argumente der klagenden Naturschützer habe das Gericht verworfen, stellt der Energie Hub fest. So sei unter anderem die Inanspruchnahme des EU-Vogelschutzgebietes grundsätzlich gerechtfertigt, da die Transformation des Energiesektors hin zur Nutzung erneuerbarer Energien zwingend sei. Alternative Standorte im Stadtgebiet sowie an anderen Hafenstandorten seien fehlerfrei geprüft worden. Es komme kein anderer Standort als Wilhelmshaven in Frage. 

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Gezielter Schlag gegen mutmaßlich kriminelle Autohändler

Friesland/Wilhelmshaven (26. 5. 2026) – Die Ermittlungsbehörden haben heute zwölf Objekte in Wilhelmshaven und Friesland durchsucht und dabei Haftbefehle gegen zwei männliche Beschuldigte im Alter von 25 und 49 Jahren vollstreckt. Die Razzien fanden im Rahmen umfangreicher, behördenübergreifender Ermittlungen zur Bekämpfung der Organisierten Kriminalität statt. Die Leitung lag bei der Zentralstelle zur Bekämpfung krimineller Clanstrukturen bei der Staatsanwaltschaft Osnabrück.

Zwei Beschuldigte verhaftet

Im Einsatz waren Kräfte Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland, die von zahlreichen weiteren Kräften unterstützt wurden. Durchsucht wurden Gebäude und Wohnungen in Wilhelmshaven, Sande und Schortens. Hintergrund der Maßnahmen, so die Behörden, sei ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des gewerbs- und bandenmäßigen Betruges sowie weiterer Straftaten im Zusammenhang mit dem Handel von Kraftfahrzeugen. 

Nach bisherigen Erkenntnissen sollen Fahrzeuge mit hoher Laufleistung, darunter ehemalige Taxen, Mietwagen und Transporter, angekauft und anschließend durch manipulierte Kilometerstände gewinnbringend weiterverkauft worden sein. Die manipulierten Fahrzeuge sollen dabei über Zulassungsdienste gezielt auf Dritte zugelassen worden sein, um deren tatsächliche Herkunft zu verschleiern. 

Manipulierte Autos verkauft

Die anschließenden Verkäufe erfolgten mutmaßlich als vermeintliche Privatverkäufe. Bei den Durchsuchungen sei diverses Beweismaterial sichergestellt worden. Gegen die Beschuldigten wurden vom Amtsgericht Wilhelmshaven Haftbefehle erlassen. Sie seien im Anschluss in Justizvollzugsanstalten gebracht worden.

Beteiligt an den Maßnahmen seien neben Beamtinnen und Beamten der örtlichen Polizei unter anderem Kräften der Zentralen Polizeidirektion Niedersachsen, der Verfügungseinheiten Delmenhorst und Oldenburg sowie der Diensthundeführerstaffel.  Der Leiter der PI Wilhelmshaven/Friesland, Jörg Beensen, betont die besondere Bedeutung solcher Einsätze: „Clanähnliche Täterstrukturen beeinträchtigen in erheblichem Maße das Sicherheitsgefühl und das Vertrauen der Bevölkerung in den Rechtsstaat. Wer systematisch, organisiert und bandenmäßig Straftaten begeht, erhebliche illegale Gewinne erzielt und dabei Gesetze missachtet, muss konsequent mit dem Einschreiten der Sicherheitsbehörden rechnen. Unser Ziel bleibt es, kriminelle Clanstrukturen nachhaltig zu zerschlagen.“

Knodel sicher: Herings- und Krabbentage haben Zukunft

Hooksiel (26. 5. 2026) – Die „Heringstage“ sind Geschichte. Es leben die „Krabbentage“. Die Dorfgemeinschaft Hooksiel bereitet sich nach der rundum gelungen Veranstaltung über die Pfingsttage auf das nächste große Fest vor. Die „Krabbentage“ werden von Freitag, 31. Juli, bis Sonntag, 2. August, gefeiert.

Drachenboot
Die „Hooksieler Drachenboot-Regatta“ findet am 1. August im Rahmen der „Hooksieler Krabbentage“ statt. Archiv-Foto: hol

„Die Zukunft der Herings- und der Krabbentage ist nicht in Gefahr“, versichert Marco Knodel. Er tritt damit Gerüchten entgegen, die nach der Absage des „FCN Hafenfestes“ für dieses Jahr offenbar im Umlauf sind. Bekanntlich hatte der Festausschuss des Hafenfestes nach einigen personellen Veränderungen beschlossen, sein Fest, das seit etlichen Jahren stets am dritten August-Wochenende stattfand, in 2026 ausfallen zu lassen. Der neu formierte Festausschuss hat sich aber fest vorgenommen, das „FCN Hafenfest“ für das nächste Jahr wieder auf die Beine zu stellen.

Ein fester Bestandteil des Hafenfestes, die „Hooksieler Drachenboot-Regatta“, findet auch in diesem Jahr statt. Die Wettfahrten auf dem Wasser im Alten Hafen werden jetzt im Rahmen der „Krabbentage“ am Samstag, 1. August, ab 12.30 Uhr ausgetragen.

Der Organisator der „Drachenboot-Regatta“, Jan-Eike Doyen, wirbt derzeit bereits um Mannschaften, die sich in eines der beiden vom Verein zur Verfügung gestellten Boote setzen wollen, um sich in Ausscheidungsrennen mit anderen Teams zu messen. Jede Mannschaft muss zwei Vorläufe bestreiten. Die dabei erzielten Zeiten qualifizieren für die Endläufe. 

Für die „Heringstage“ zieht Knodel eine durchweg positive Bilanz. Herrliches Wetter, Tausende Besucher, zufriedene Schausteller, tolle musikalische Darbietungen. „Schön ist es vor allem, wenn man bei der Organisation eines solchen Festes von vielen Seiten unterstützt wird.“ Neben privaten Sponsoren nennt Knodel dabei ausdrücklich auch die Gemeinde Wangerland und die Wangerland Touristik GmbH. 

Und noch ein Gerücht weist der Vorsitzende der Dorfgemeinschaft als haltlos zurück. Dass er persönlich im kommenden Jahr nicht wieder für den Vorsitz im Verein der Hooksieler Vereine kandidieren werde, habe nichts mit den Volksfesten zu tun. Knodel zeigt sich überzeugt: „Die Herings- und Krabbentage wird es auch in Zukunft geben.“

Freibad in Tettens eröffnet: „Kleine Oase“ wird 70

Wangerland (26. 5. 2026) – Am Pfingstwochenende hat das letzte Freibad die Wangerland die Saison eröffnet eröffnet. Das Freibad Tettens, gut 13 Kilometer von Hooksiel entfernt, hat ab sofort täglich von 13 bis 19 Uhr geöffnet – bei freiem Eintritt. Bei zweifelhafter Wetterlage empfiehlt die 2. Vorsitzende des Fördervereins, Susanne Lammers, einen Anruf im Kiosk (Tel. 04463/5910), um zu klären, ob das Bad genutzt werden kann.

Der Badebetrieb in Tettens hat begonnen. Das Freibad ist bei schönem Wetter täglich von 13 bis 19 Uhr geöffnet. Foto: Alter

Das Schwimmbecken ist 10 mal 33 Meter groß. Nach der Schließung des Meerwasser-Hallenwellenbades in Hooksiel und der „Friesland-Therme“ in Horumersiel ist das Freibad in Tettens das letzte verbliebene Bad im Gemeindegebiet. Getragen wird es von einem über 500 Mitglieder starken Förderverein, der – unterstützt von Ehrenamtlichen, Firmen und der Gemeinde Wangerland – die „kleine Oase im Ort“ unterhält. Die technische Betreuung liegt in den Händen des Dienstleisters Jan Alter.

Für Samstag, 4. Juli, plant der Förderverein ein Jubiläumsfest. Dann wird das Schwimmbad 70 Jahre alt.