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Hooksiel-life: Vom Leben an der Küste

Motorboot am Außenhafen aus Notlage befreit

Hooksiel (17. 7. 2026) – Großes Treffen von Rettungs- und Einsatzkräften am Hooksieler Außenhafen. Am heutigen Freitagmorgen gegen 8.30 Uhr war ein Motorboot im Bereich der Hafenzufahrt in eine Notlage geraten. Durch den Wellengang drang Wasser ein. Das Boot setzte auf Grund auf, war manövierunfähig und drohte zu sinken.

Mit gemeinsamen Kräften kamen Feuerwehr, DLRG und Rettungsdienst zwei Personen zur Hilfe, die vor dem Hooksieler Außenhafen mit ihrem Boot gekentert waren. Foto: Feuerwehr

„Die zweiköpfige Bootsbesatzung reagierte zügig und wählte den Notruf“, lobte die Freiwillige Feuerwehr Hooksiel, die zusammen mit ihrer Partnerwehr aus Waddewarden ausrückte. Vor Ort traf man auf Kräfte des Rettungsdienstes Friesland und der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG). Auf dem Wasser kam auch noch die Wasserschutzpolizei und die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) zur Hilfe. 

Die Lage für die Bootsfahrer war dabei durchaus kritisch. Ihr Boot war gekentert und durch den starken Seegang erheblich beschädigt worden. Die DLRG-Kräfte rückten mit ihren Motorrettungsbooten „Otto Gehrke“ und „Wangerland 1“ zur Einsatzstelle aus und prüften den Gesundheitszustand der Havaristen. Beide waren wohlauf und unverletzt.

Das gekenterte Boot war jedoch zerstört. Zahlreiche Gegenstände und Ausrüstungsteile trieben über eine größere Fläche verteilt im Wasser, darunter Sitzbänke, Benzinkanister, persönliche Gegenstände sowie weiteres Bootsmaterial. Unter erschwerten Bedingungen bargen die DLRG-Kräfte die Gegenstände und sicherten das beschädigte Boot. Anschließend wurden die beiden Havaristen und das Boot in die Marina Hooksiel geschleppt und dort an die Polizei übergeben.

Köche laden ins Watt: Schollenbraten als Gourmeterlebnis

Schillig/Hooksiel (17. 7. 2026) – Ebbe und Flut kann man vorhersagen. Mit dem Wetter ist das schon ein wenig schwieriger. Aber noch die „Seesterne“ zuversichtlich, dass die geplanten Termine für das diesjährige Schollenbraten im Watt gehalten werden können. 

Ein echtes Erlebnis für Einheimische und Gäste: Das „Schollenbraten im Watt“ der Seesterne-Gastronomen. Foto: Seesterne

Am kommenden Montag, 20. Juli, bauen die Gastronomen ihre Stände am Strand von Schillig auf. Niedrigwasser ist für 11.38 Uhr vorhergesagt. Der Verkauf soll um 11 Uhr starten. Ähnlich ist das Zeitfester für die zweite Auflage des maritimen Speisefestes am Mittwoch, 5. August, am Strand von Hooksiel. Niedrigwasser um 11.36 Uhr, geplanter Verkaufsbeginn um 11 Uhr.

Abhängig von den Gezeiten

„Schollenbraten im Watt“ ist längst zu einer Marke fürs Wangerland geworden. Tausende Menschen, Einheimische und Gäste, sind in den vergangenen Jahren jeweils an die Strände und ins Watt gezogen, um sich mit dem frisch gebratenen Schollen plus Beilagen zu versorgen. Ein echtes Gourmeterlebnis. 

Für die Inhaber und die Köche der Seesterne-Restaurants, ein Zusammenschluss von Gastronomiebetrieben aus dem Wangerland, ist die Aktion Teil ihrer Qualitätsoffensive. Dabei ist ihr Aufwand erheblich:  Am frühen Morgen, bei ablaufendem Wasser, beginnen die Aufbauarbeiten. Mit schwerem Fahrzeug wird unter Mitwirkung der Wangerland-Touristik GmbH die notwendige Ausrüstung ins Watt transportiert und aufgebaut. 

Frische als Markenzeichen

Die Köche aus den Kooperationsbetrieben werden dann mit hochgekrempelten Kochhosen barfuss im Watt stehend frische Schollenfilets braten und dazu leckeren Kartoffelsalat und Apfelsahnesoße anbieten. „Noch frischer kann man wohl Fisch nicht zubereiten“, sind sich die Seesterne-Sprecher Mario Krar („Leuchtfeuer“) und Sven Klostermann („Zum Schwarzen Bären“) sicher. 

Zeitlich beschränkt wird die Veranstaltung durch die Gezeiten. Mit auflaufendem Wasser am Nachmittag müssen das letzte Schollenfilet gegessen, die Kochstellen, Zelte, Tische, Bänke und anderen Utensilien aus dem Watt verschwunden sein. 

Für den Fall, dass das Wetter wider Erwarten doch schlecht werden sollte, behalten sich die Veranstalter vor, die Veranstaltung abzusagen.

3000 Besucher verfolgten gelungenen Auftakt in die Rennsaison

Hooksiel (16. 7. 2026) – Der Auftakt in die Rennsaison auf der Hooksieler Trabrennbahn ist gelungen. Bei herrlichem Wetter begrüßte der Hooksieler Rennverein am Mittwochabend rund 3000 Zuschauerinnen und Zuschauer zu insgesamt sieben Rennen. Überwiegend belegten dabei die von Fachleuten favorisierten Gespanne die vorderen Plätze. Wer bei seinen Wetten auf Sieg und Platzierungen den vom Rennverein im Vorfeld verbreiteten Tipps gefolgt war, dürfte jedenfalls einen guten Schnitt gemacht haben.

Gebannt verfolgen die Zuschauer die Positionskämpfe bei den Rennen auf der Hooksieler Trabrennbahn. Foto: hol

Rennvereins-Vorsitzender Immo Müller begrüßte die Besucher auf der bestens präparierten Anlage und dankte insbesondere den Sponsoren aus der regionalen Wirtschaft, ohne deren Unterstützung die Trabrenn-Veranstaltungen so nicht möglich wären. Er zeigte sich zuversichtlich, dass die Traditionsveranstaltung auch in den nächsten zwei bis drei Jahren noch in gewohnter Form angeboten werden kann.

Hintergrund für die zeitliche Begrenzung dürften die Überlegungen der Niedersächsischen Hafengesellschaft (NPorts), der Grundeigentümerin, sein, die aktuell für das Rennbahn-Areal Investoren etwa für einen Hotelbau sucht. Die nächsten Renntage am Mittwoch 22. und 29. Juli, Beginn jeweils um 18 Uhr, werden davon aber auf keinen Fall beeinträchtigt sein.

Der Stimmung an diesem Mittwoch litt unter der ungewissen Zukunftsperspektive nicht. Sowohl die am Deich verteilten Zuschauerinnen und Zuschauer sowie Gäste im Innenbereich der Rennbahn hatten sichtlich Spaß an den sportlichen Wettkämpfen, feuerte Fahrer und Pferde an und bejubelten die Sieger und dien Platzierten.

Trabrennfahrer Frank Boenke bei der Siegerehrung. Er sicherte sich mit „Paljas Vryenesse“ den Sieg im Auftaktrennen der Saison. Foto: hol

Mit zwei ersten Plätzen erfolgreichste Fahrer waren Frank Westerveld und Jochen Holzschuh. Darüber hinaus trugen sich in die Siegerliste Frank Boenke, Joachim Hay und Sytske de Vries ein, die mit „Ginkgo Rocq“ die favorisierte Ronja Walter mit „Huis Clos“ beim einzigen Trab-Reiten-Wettbewerb des Tages auf Platz zwei verwies.

Vereinsvorsitzender Müller war selbst nicht am Start, da er aktuell kein konkurrenzfähiges Pferd habe. Vereinsikone Günther Lühring (83), Mitglied der „Hall of Fame“ des deutschen Trabrennsports, hat nach gesundheitlichen Problemen seine aktive Trabrennfahrer-Karriere beendet.

Flächenbrand-Gefahr im Freizeitgelände schnell gebannt

Hooksiel (16. 7. 2026) – Nicht nur Hecken im privaten Umfeld fangen bei sommerlichen Temperaturen schnell Feuer. Auch die Waldbrandgefahr steigt. Am späten Mittwochnachmittag wurde die Freiwillige Feuerwahr alarmiert. Der Grund: Eine unklare Rauchentwicklung im Waldgebiet im Freizeitgelände hinter dem Wasserskilift.

Feuerwehrleute löschen die verbliebenen Glutnester im Freizeitgelände. Foto: Feuerwehr

Dort waren dort aus ungeklärter Ursache Gräser und Sträucher in Brand geraten. Zum Flächenbrand kam es glücklicherweise nicht. „Als wir an der Einsatzstelle eintrafen, hatten die Mitarbeitenden des Wasserskilifts bereits vorbildlich reagiert. Durch ihr schnelles und umsichtiges Eingreifen konnten erste Löscherfolge erzielt werden“, berichtet die Feuerwehr. Die Mitarbeiter hätten bereits umliegendes Gestrüpp entfernt gehabt und den betroffene Bereich mit einem Radlader umgewälzt, um eine weitere Ausbreitung des Feuers zu verhindern.

Die Feuerwehrleute kontrollierten die Brandstelle und löschten die verbliebenen Glutnester mit Wasser ab. Anschließend sei der Bereich nochmals sorgfältig überprüft worden. Der Einsatz habe nach kurzer Zeit beendet werden können.

Ausdrücklich lobt die Feuerwehr das schnelle und besonnene Handeln des privaten Löschteams, warnt jedoch vor Nachahmung. „Die eigene Sicherheit hat oberste Priorität. Niemand sollte sich bei Löschversuchen selbst in Gefahr bringen.“

Kinder gehen auf Streifzug durch die Salzwiesen

Wangerland/Hooksiel (16. 7. 2026) – Wangerländer Kinder mit Ferienpass können die Ferien dazu nutzten, die Wunder der Natur vor ihrer Haustür zu erkunden. Das Künstlerhaus Hooksiel lädt zusammen mit dem Nationalparkhaus Minsen zu zwei Ausflügen in die Salzwiesen ein. Die Leitung der Führungen übernimmt Sylke Barkmann, Nationalparkführerin und Hobbyforografin.

Die Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren (am Dienstag, 4. August) beziehungsweise von 10 bis 14 Jahren (Mittwoch, 5. August) sind ausdrücklich aufgefordert, ein Smartphone oder eine Kamera mitzubringen, mit dem sie ihre Impressionen festhalten können. Zudem sind wetterfeste Kleidung und festes Schuhwerk ratsam.

Salzwiesen liegen am Rande des Nationalparks Niedersächsischen Wattenmeer. Sie werden mal vom Wasser überspült und mal nicht. Die extremen Lebensbedingungen der dort anssäsisgen Pflanzen haben mit zur Verleihung des Titels „Weltnaturerbe“ beigetragen.

Die im Rahmen des „Kunstkarussells 2026“ angebotenen, etwa dreistündigen Exkursionen starten jeweils um 10 Uhr am Nationalparkhaus. Der Unkostenbeitrag beträgt 3 Euro. Anmeldungen werden erbeten unter Telefon 04463/235.

Unkraut-Brenner entzündet Garten-Hecke

Hooksiel (15. 7. 2026) – Unkräuter unter der Gartenhecke sind vielen Hauseigentümern ein Gräuel. Auch weil es extrem mühsam ist, die unliebsamen Gräser zu entfernen. Schon deshalb können die Feuerwehren ihre Uhren danach stellen, bis irgendein Bürger wieder auf die Idee kommt, den Gräsern mit einem Unkraut-Brenner zu Leibe zu rücken.

Hecken-Alarm in der Hooksieler Friesenstraße: Die Feuerwehrleute hatten das Feuer schnell im Griff. Foto: Feuerwehr

Gerade bei hochsommerlichen Temperaturen ist das keine gute Idee. So musst die Freiwillige Feuerwehr Hooksiel heute an die Friesenstraße ausrücken, um eine brennende Gartenhecke zu löschen. Die im Inneren meist sehr trockenen Hecken fangen schnell Feuer, ätherische Öle können dann dazu beitragen, dass die Flammen sich schnell ausbreiten.

Finanzierung des Strandumbaus hängt am Kohlestrukturfonds

Hooksiel (15. 7. 2026) – Im Herbst dürfte Klarheit darüber bestehen, ob die Gemeinde Wangerland den geplanten Umbau des Badestrandes in Hooksiel auf den Weg bringen kann. Wie der Hochseile Ratsherr Dieter Schäfermeister (Pro Wangerland) am Montagabend vor der Männerrunde der ev.-luth. Kirchengemeinde Wangerland um Herbert Ulfers sagte, werde im September das Vergabegremium für die Mittel aus dem Kohlestrukturfonds tagen. Falls das Strandprojekt berücksichtig werden sollte, dürfe die Finanzierung des rund 16 Millionen Euro teuern Vorhabens gesichert sein.

Zusätzlichen Buhnen und eine kleinw Seebrücke sollen dabei helfen, den Sand am Hooksieler Badestrand dauerhaft zu sichern. Foto: hol

Der Hooksieler Badestrand verliert in Höhe des Strandhauses 1 seit Jahren an Tiefe. Durch den Abtrag durch Strömung und Sturmfluten habe sich allein seit 2012 die Tiefe des Strandes um rund 200 Meter verringert. Um den Strand dauerhaft zu sichern, soll nach den Worten von Schäfermeier ein massives, 680 Meter hohes Deckwerk gebaut werden.

Promenade auf dem Bollwerk

Das im Erdreich verankerte Bauwerk aus vergossenen Wasserbausteinen soll sich vom Standhaus 1 in einem Bogen um Strandhaus 2 herum erstrecken. Auf dem Bauwerk soll eine Promenade zum Flanieren einladen. Treppendurchlässe würden den Weg zum Wasser und zum Watt auch weiterhin barrierefrei ermöglichen.

Das Bollwerk gegen die Fluten könnte nach Überzeugung von Fachleuten den dahinter liegenden Sand schützen. Zwischen Deichverteidigungsweg und Deckwerk sollen 250.00 Kubikmeter Sand aus der Jade auf eine Höhe von 3,70 Meter aufgespült werden. Die geschützte Fläche könne dann für Gastronomie und Erholung sowie für Freizeit und Sport genutzt werden. Unter anderem soll eine Veranstaltungsbühne installiert werden.

Touristische Infrastruktur sichern

Aktuell laufen die Vorbereitungen für das Planfeststellungsverfahren, das vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) mit Unterstützung der Gemeinde Wangerland vorangetrieben wird. Dem liege die Überzeugung zugrunde, so Schäfermeier, dass der Strandumbau realisierbar ist und dass die neu geschaffene Infrastruktur den Tourismus in Hooksiel und der gesamten Region nützen würde.

„Allein an den Stränden in Hooksiel zählt die Wangerland Touristik rund 25.000 Auto im Jahr mit WHV-Kennzeichen“, sagte Schäfermeier. Damit sei der Nachweis erbracht, dass der Hooksieler Strand auch als Naherholungsgebiet von Wilhelmshavener Bürgern genutzt wird.

Der vom Bund mit 152 Millionen Euro gespeiste Kohlestrukturfonds soll Infrastruktur-Projekte ermöglichen, die die wirtschaftlichen Nachteile der Region ausgleichen, die durch den Ausstieg aus der Kohleverstromung entstehen. Die Gemeinde Wangerland selbst fehlt das Geld, das Vorhaben zu realisieren. Aktuell stünden lediglich 3,5 Millionen Euro aus der Tourismus-Förderung des Landes bereit, so Schäfermeier. „Ohne Mittel aus dem Strukturfonds hat sich das Thema für uns erledigt.“

Wilhelmshaven Versorgungshafen für Offshore-Windparks

Wilhelmshaven (15. 7. 2026) – Seit Anfang Juli werden vom Seehafen Wilhelmshaven aus regelmäßig Offshore-Windparks versorgt. Im Auftrag deds Energiekonzerns Vattenfall übernimmt die Jade Dienst GmbH ab sofort im 14-tägigen Rhythmus die Verladung und Einlagerung von Ersatzteilen und Versorgungsgütern sowie weiterem Material, das für den Betrieb der Windparks benötigt wird. Darauf weist die Marketinggesellschaft „Seaports of Niedersachsen“ in.

Auch spezielle Kräne für den Einsatz auf Offshore-Windenergieanlagen wurden in Wilhelmshaven auf MV Acta Auriga verladen. Foto: Seaports 

Versorgt werden die Offshore-Windparks DanTysk (rund 70 Kilometer westlich von Sylt) und Sandbank (rund 90 Kilometer westlich von Sylt). Neben der Materiallogistik erfolgen in Wilhelmshaven künftig auch die Besatzungswechsel der Techniker sowie der Schiffscrew. 

Offshore-Windparks sind längst ein wichtiger Bestandteil für die Energiewende. Durch die Windkraft, die auf See stärker und gleichmäßiger ist als an Land, liefern sie große Mengen an erneuerbarem Strom. Mit Wilhelmshaven als Versorgungsstandort wächst die Relevanz des Seehafens als Hub für nachhaltige Energien weiter. 

Den Auftakt bildete am 1. Juli der Erstanlauf des „MV Acta Auriga“. Das 2018 gebaute, 93,4 Meter lange Spezialschiff wurde an den Anlagen der Jade Dienst GmbH im Inneren Hafen Wilhelmshaven in wenigen Stunden gelöscht und wieder beladen und damit für seinen Einsatz in den Offshore Windparks ausgerüstet. 

Feucht- und Hygienetücher gehören nicht in die Toilette

Wangerland (15. 7. 2026) – Unappetitlich aussehende Klumpen kleben an der Pumpe, die der Ausleger des Spülfahrzeugs aus dem Schmutzwasserschacht zieht. Verfilzte Stränge hängen herunter, als das Gerät in die Höhe schwebt. „Kein Wunder, dass die Schmutzwasserpumpe nicht mehr reibungslos läuft“, sagt Sergei Schmidt, Fachkraft für Abwassertechnik beim Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband (OOWV).

Zu zähen Strängen verdrehte Feuchttücher blockieren die Schmutzwasserpumpen und verursachen Störungen. Foto: OOWV

Regelmäßig müssen Kläranlagen-Teams ausrücken, um Pumpen zu reinigen und Störungen in der Abwasserentsorgung zu beseitigen. Häufige Ursache: Unrat und vor allem reißfeste Feucht- und Hygienetücher, die Menschen in der Toilette herunterspülen, verstopfen die Schmutzwasserpumpen.

Verstopfungen verursachen erhebliche Kosten

Verstopfungen durch Feuchttücher und andere Störstoffe verursachen erheblichen zusätzlichen Arbeitsaufwand. Manche Pumpwerke müssen OOWV-Mitarbeiter, teils unterstütz von Fremdfirmen, alle drei Monate statt geplant halbjährlich säubern. Es gibt Pumpwerke im OOWV-Verbandsgebiet, die sogar alle sechs Wochen gereinigt werden müssen. Selbst wenn die Pumpe noch läuft, verbraucht ein verdrecktes Gerät mehr Energie und hat einen deutlich höheren Verschleiß, sodass sie früher ausgetauscht werden muss. 

Die unsachgemäße Entsorgung von Feuchttüchern und anderem Müll hat auch Konsequenzen für die Allgemeinheit – und das nicht erst dann, wenn ein Pumpwerk durch die Verstopfung ausfällt und es zu einem Rückstau kommt. „Das Beseitigen der zähen Stränge in den Pumpen verursacht unnötige Kosten, die am Ende von allen Verbraucherinnen und Verbrauchern mit den Abwassergebühren zu tragen sind“, erklärt Hubertus Weißer (OOWV). Schon zwei zusätzliche Reinigungen jährlich an einem einzelnen Pumpwerk belaufen sich inklusive Fahrzeugeinsatz, Mitarbeiterstunden, Entsorgungskosten und Pumpenverschleiß auf einen soliden vierstelligen Betrag. Hochgerechnet auf die Vielzahl der Pumpwerke kommt da einiges zusammen.

Problem erhöht die Abwassergebühren

Dabei ist die Lösung für das Problem einfach: Feucht- und Hygienetücher, die nicht aus Papier bestehen, gehören nicht in die Toilette. Sie müssen über den Hausmüll entsorgt werden, ebenso wie feuchtes Toilettenpapier, das aus Polyester-Viskose-Gemisch oder aus mit Kunstharz gefestigten Fasern besteht. „Diese Tücher sind Abfall – auch wenn auf der Verpackung etwas anderes steht“, so Weißer. Da sie sich nicht oder viel zu langsam im Wasser auflösen, verstopfen sie Rohre und Pumpen und verursachen Mehrarbeit und höhere Kosten. „Zusammen mit anderen Hygieneartikeln, Haaren und Fetten ergeben sich fast unlösbare Verbindungen, die nur mit Zangen oder Sägen zu entfernen sind.“

Geschieht so eine Rohrverstopfung auf privatem Grund, tragen Hauseigentümer beziehungsweise Mieter übrigens direkt die anfallenden Kosten – passiert es im öffentlichen Kanalnetz, zahlen sie über die Abwassergebühren mit.

Drachenkünstler erobern den Himmel über Schillig

Wangerland/Schillig (14. 7. 2026) – Drei Tage lang verwandelt sich der Himmel über der Nordsee in ein buntes Schauspiel aus Formen, Farben und fantasievollen Figuren. Der Grund: Von Freitag bi Sonntag, 17. bis 19. Juli, findet am Strand von Schillig das 19. Internationale Drachenfest statt. 

Ein Himmel voller Drachen. Darauf dürfen sich de Besucher des Internationalen Drachenfestes in Schillig freuen. Archiv-Foto: hol

Hunderte von Drachen steigen in die Luft und sorgen für ein beeindruckendes Erlebnis in maritimer Kulisse. Internationale und nationale Drachenkünstler präsentieren ihre aufwendig gestalteten Flugobjekte.

Ein Höhepunkt ist am Samstagabend die spektakuläre Nachtflugshow mit Feuereffekten, bei der leuchtende Drachen und Lichtelemente den Abendhimmel in Szene setzen. Darüber hinaus lädt ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm zum Mitmachen und Entdecken ein. Für Kinder gibt es unter anderem eine „Flightschool“, in der erste Flugversuche und kleine Tricks erlernt werden können, sowie die Möglichkeit, eigene Drachen zu gestalten und direkt vor Ort steigen zu lassen.

Neben dem farbenfrohen Treiben am Himmel bietet das Drachenfest ein vielfältiges Rahmenprogramm für Groß und Klein. Gastronomie- und Verkaufsstände sorgen für das leibliche Wohl und laden dazu ein, kulinarische Köstlichkeiten zu genießen oder in aller Ruhe durch das vielfältige Angebot an handgefertigten Produkten und Drachenaccessoires zu störbern.