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Hooksiel-life: Vom Leben an der Küste

Von Hotels, Bädern und dem richtigen Umgang mit Investoren

Hooksiel (9. 9. 2026) – Es war das letzte direkte Aufeinandertreffen der drei Bürgermeisterkandidaten vor der Wahl am kommenden Sonntag. Zwei Stunden lang plauderten und argumentierten Amtsinhaber Mario Szlezak (SPD) und seine Herausforderer Thies Fischer (CDU) und Bernd Abrahams (Pro Wangerland) am Dienstagabend vor rund Hundert Interessierten im Gästehaus Hooksiel.

Enges Rennen ums Bürgermeisteramt

Ob sie dabei den Wahlausgang entscheidend beeinflussen konnten, ist ungewiss. Auf die Frage von Moderator Sebastian Urbanczyk, wer denn durch den Verlauf der Debatte seine Wahlentscheidung noch einmal überdacht habe, meldete sich lediglich eine Frau. Das Fazit des Journalisten: „Einer von Ihnen hat eine Stimme gewonnen. Wer weiß, wofür das gut ist.“

Sorgten zwei Stunden lang im Gästehaus Hooksiel für kurzweilige Unterhaltung: (von links) Moderator Sebastian Urbanczyk sowie die Bürgermeisterkandidaten Bernd Abrahams, Thies Fischer und Mario Szlezak. Foto: hol

Wer weiß. Das Rennen um das Bürgermeisteramt gilt als offen. Allen drei Bewerbern wird zugetraut, die Stichwahl der beiden Bestplatzierten zu erreichen, zu der es am Sonntag, 27. September, kommen würde, wenn keiner der Kandidaten im ersten Wahlgang mehr als 50 Prozent der Stimmen erhält.

Zu den Gewinnern der vom Seebadeverein Hooksiel veranstalteten Debatte gehörte auf jeden Fall das Publikum, das zwei Stunden lang gut unterhalten wurde. Weniger durch die zumeist schon bekannten politischen Positionen der Bewerber als vielmehr durch eine amüsante Gesprächsführung. Überraschende Fragen brachten Einblick in Spontanität und Kreativität der drei Herren auf dem Podium.

Launige Fragen

„Was war die Entscheidung, die Sie auf keinen Fall so wieder treffen würden?“ – Szlezak: „Meine Zustimmung zum Bau des Thalasso Meeres Spa.“ – Abrahams: „Dass ich meinen Wahlkampf vor fünf Jahren zu spät begonnen habe. Sonst wäre ich Bürgermeister geworden und wir hätten das Problem mit dem TMS nie bekommen.“

„Was schätzen Sie an ihren Mitbewerbern am meisten?“ Szlezak über Fischer: „Seine jugendliche Agilität.“ Fischer über Abrahams: „Dass er es wirklich geschafft hat, persönlich seine Wahlflyer zu jedem Haus im Wangerland zu bringen.“ Abrahams über Szlezak: „Seine Hemdsärmeligkeit.“

Vier Hotels für Hooksiel?

Inhaltlich drehte sich die Debatte um die Zukunft der insolventen Wangerland Touristik GmbH, die angespannte Finanzlage der Gemeinde, um Handlungsbedarfe am Alten Hafen von Hooksiel, um die Entwicklung des Freizeitgeländes und den Bau von möglicherweise bis zu vier Hotels im Ort. Fischer würde sich ein kleines, schickes Hotel auf dem ehemaligen Feuerwehrareal am Alten Hafen wünschen. Szlezak zeige sich zuversichtlich, dass auf dem Grund und Boden des geschlossenen Hallenwellenbades ein Hotelbau entstehen kann. Auf einem Grundstück gegenüber ist ohnehin ein Hotel geplant.

Vierter Standort könnte die Trabrennbahn sein, die alle drei Bewerber für ein attraktives Investitionsprojekt opfern würden. Frage aus dem Publikum: „Braucht Hooksiel wirklich vier Hotels?“ Während Szlezak und Fischer sich bedeckt hielten, auf notwenige Planungen und Marktmechanismen verwiesen, beleuchtete Abrahams die Frage von der anderen Seite. „Wenn wir Pech haben und keinen Investor finden, kommt überhaupt kein Hotel.“

Szlezak: Netto-Markt kommt

Szlezak war zu verdanken, dass dann auch noch einige Neuigkeiten bekannt wurden. So soll der Investor, der für den Discounter Netto einen Markt im Hooksieler Gewerbegebiet bauen will, das Grundstück inzwischen erworben haben. „Netto kommt. Die Frage ist nur, wann.“ Neu war auch, dass die Gemeindeverwaltung davon abrät, den geplanten Neubau einer Grundschule in Hohenkirchen – der ebenso wie geplante Feuerwehrbauten von allen drei Kandidaten mitgetragen wird – durch private Investoren bauen zu lassen.

Stichwort Investoren: Einigkeit in der Runde herrschte darüber, dass die Gemeinde Wangerland in der Zukunft pfleglicher mit potenziellen Investoren umgehen muss. Hier sei die Verwaltung durch schnelles und professionelles Handeln etwa in der Bauleitplanung gefordert. Aber auch in den politischen Gremien sei mehr Verbindlichkeit nötig. Fischer: „Da müssen wir besser werden.“

Hoffnung auf Hallenbad

Sehr zuversichtlich zeigte sich der Bürgermeister, dass das Wangerland bald wieder ein Hallenbad haben wird. Im Zuge des WTG-Insolvenzverfahrens gebe es vielversprechende Gespräche mit möglichen Käufern des Campingplatzes Schillig, die sich auch in der „Friesland-Therme“ in Horumersiel engagieren wollen. „Wir als Tourismusgemeinde brauchen auf jeden Fall ein Bad“, stellte Szlezak im Einvernehmen mit Fischer fest.

Eine gewisse Unterstützung durch die Gemeinde und aus dem Gästebeitrag wäre dafür vertretbar, da der Transport von Schulkindern zu anderen Schwimmbädern auch Geld koste. Zudem sollten die Urlauber in der Gemeinde gehalten werden. Kritischer Einwurf von Abrahams: „Aber der DLRG ist mit der Öffnung der Friesland-Therme nicht geholfen …“

„Hooksiel sicher“: E-Scooter haben auf Gehwegen nichts verloren

Friesland/Hooksiel (8. 9. 2026) – Immer häufiger berichtet die Polizei von Unfällen, bei denen Pedelec-Fahrer und auch E-Scooter-Fahrer beteiligt sind. Ein Grund dafür könnte sein, dass die Beteiligten die geltenden Verkehrsregeln nicht kennen.

kein echter Radweg
Auf einem Gehweg mit dem Zusatzschild „Radverkehr frei“ dürfen Radler nur Schittgeschwindigkeit fahren und E-Scooter-Fahrer haben hier überhaupt nichts verloren. Archiv-Foto: hol

Ein klassiches Beispiel aus den vergangenen Tagen im Jeverland: Nach einer Begegnung mit einem E-Scooter-Fahrer stürzt eine Pedele-Fahrerin und verletzt sich dabei. Die Frau befuhr einen Gehweg, der durch das Zusatzzeichen „Radverkehr frei“ für den Radverkehr freigegeben ist. In einem durch Sträucher verengten Bereich kommt ihr ein E-Scooter-Fahrer entgegen. Zu einer direkten Kollision kommt es nicht, aber die Radfahrerin verliert das Gleichgewicht.

Besondere Rücksichtnahme nötig

„Gerade die unterschiedlichen Regelungen für Fahrräder und E-Scooter sorgen im Alltag immer wieder für Unsicherheiten“, so die Polizei. Grundsätzlich gilt: Ein Gehweg ist dem Fußverkehr vorbehalten. Ist ein Gehweg – wie in Hooksiel die Regel – durch das Zusatzzeichen „Radverkehr frei“ zusätzlich für Fahrräder freigegeben, dürfen Radfahrende diesen benutzen – sie müssen es jedoch nicht. 

Wer dort mit dem Fahrrad fährt, ist gegenüber Fußgängerinnen und Fußgängern zu besonderer Rücksichtnahme verpflichtet. Der Fußverkehr darf weder gefährdet noch behindert werden. Radfahrende dürfen nur mit Schrittgeschwindigkeit fahren und müssen erforderlichenfalls warten. „Ist ein gefahrloses Vorbeifahren nicht möglich, muss gegebenenfalls abgestiegen und das Fahrrad geschoben werden“, so die Polizei.

Für E-Scooter gilt eine andere Rechtslage: Ein Gehweg mit der alleinigen Freigabe „Radverkehr frei“ darf mit einem E-Scooter grundsätzlich nicht befahren werden. Eine für Fahrräder ausgesprochene Freigabe gilt nicht automatisch auch für Elektro-Kleinstfahrzeuge. Eine Nutzung wäre nur zulässig, wenn dies durch eine entsprechende Beschilderung ausdrücklich auch für Elektro-Kleinstfahrzeuge freigegeben wurde.

Rechtslage oft unbekannt

Anders ist die Rechtslage auf gemeinsamen Geh- und Radwege, die durch das Verkehrszeichen 240 gekennzeichnet sind. Solche Wege müssen von Fahrrädern und E-Scootern genutzt werden. Auch hier haben Fußgängerinnen und Fußgänger besonderen Schutz: Sie dürfen weder gefährdet noch behindert werden und die Geschwindigkeit muss erforderlichenfalls angepasst werden.

Die Polizei appelliert insbesondere an E-Scooter-Fahrende, sich vor Fahrtantritt mit den geltenden Regelungen vertraut zu machen. „Gehwege dienen in erster Linie dem Schutz des Fußverkehrs. Besonders Kinder, ältere Menschen und Personen mit Mobilitäts-Einschränkungen müssen sich dort sicher bewegen können“, betont die Polizei. „Rücksichtnahme und angepasste Geschwindigkeit sind entscheidend: Wo verschiedene Verkehrsarten aufeinandertreffen, sollte im Zweifel Geschwindigkeit herausgenommen, ausreichend Abstand gehalten und bei einer Engstelle gewartet werden. Ein vermeintlicher Zeitgewinn rechtfertigt keine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmender.“

Anmerkung: Liebe Leserinnen und Leser, wer die bereits erschienen Artikel im Rahmen der Serie „Hooksiel sicher“ lesen möchte, sollte im Suchfeld (oben links auf der Startseite) einfach „Hooksiel sicher“ eingeben. Anregungen, Hinweise oder Fragen zu Verkehrsregelungen in Hooksiel haben, melden Sie sich bitte per Email unter infos@hooksiel-life.de – Stichwort: „Hooksiel sicher“.

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Menü-Tage bringen kulinarische Kultur der Küste auf den Tisch

Wilhelmshaven/Wangerland (8. 9. 2026) Regional, saisonal, nich’ egal: noch b s zum bis Sonntag, 13. September, wird im Rahmen der „Biosphären-Menü-Tage“ die kulinarische Vielfalt der Biosphärenregion Niedersächsisches Wattenmeer. 15 Partner-Betriebe zwischen Cuxhaven und Weener sowie auf den Ostfriesischen Inseln servieren besondere Gerichte und Menüs, bei denen regionale und saisonale Zutaten im Mittelpunkt stehen. Aus dem Wangerland dabei ist das nahe Horumersiel gelegene Landhotel und Restaurant Nakuk. 

Die besonderen Bedingungen an der Nordseeküste haben über Generationen hinweg eine eigene kulinarische Kultur geprägt. Salzige Luft, stürmische Winde und ein raues Klima stellen die Landwirtschaft seit jeher vor Herausforderungen. Gleichzeitig haben sich robuste, an die Küstenbedingungen angepasste Sorten entwickelt. Traditionelle Produkte wie die „Kleikartoffel“ zeugen noch heute von dieser besonderen Verbindung zwischen Mensch, Landschaft und Landwirtschaft.

„Mit den Biosphären-Menü-Tagen wollen wir zeigen, wie vielfältig und besonders die Küche unserer Region ist. Wer regionale Produkte auf dem Teller genießt, bekommt nicht nur einen Geschmack von der Landschaft, sondern unterstützt gleichzeitig die Menschen, die hier nachhaltig wirtschaften und unsere Region prägen“, sagt Kim Lüdtke, Koordinatorin für das Partner-Netzwerk bei der Nationalparkverwaltung. 

Wangerland Touristik Thalassa
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CDU setzt für Landtagswahl erneut auf Katharina Jensen

Jever/Wangerland (7. 9. 2026) – Die Landtagsabgeordnete Katharina Jensen wurde am Freitag bei der Aufstellungsversammlung des CDU-Kreisverbands Friesland in Jever für die Kandidatur um das Direktmandat im neuen Landtagswahlkreis Friesland nominiert. Die Landtagswahl findet am 26. September 2027 statt. 

Die CDU zieht in Friesland zur Landtagswahl 2027 erneut mit der Wangerländerin Katharina Jensen in den Wahlkampf. Neben ihr Moderator Kai Ulferts (links) und der CDU-Landesvorsitzende Sebastian Lechner. Foto: CDU

Im Zuge der Wahlkreisreform wurde der bisherige Wahlkreis Friesland/Jade neu geschnitten: Die Gemeinde Jade und die Stadt Varel gehören künftig nicht mehr dazu. Bockhorn, Jever, Sande, Schortens, Wangerland, Wangerooge und Zetel bleiben Bestandteil des Wahlkreises Friesland. Die Wangerländerin Katharina Jensen (40), die sich auch im Gemeinderat engagiert, gehört dem Landtag seit 2022 an. 

Lob vom Landeschef

Als Gäste waren der niedersächsische CDU-Landes- und Fraktionsvorsitzende Sebastian Lechner sowie Jevers Bürgermeister Jan Edo Albers bei der Veranstaltung dabei. Lechner hob in seiner Rede insbesondere Jensens Kompetenz in der Agrarpolitik hervor. Albers würdigte ihre Arbeit und ihren Einsatz für die Region und machte mit Blick auf den aktuellen Kommunalwahlkampf deutlich, dass es sich lohne, für die Demokratie zu streiten. 

„Ich freue mich sehr über das Vertrauen und darüber, für das Direktmandat in Friesland antreten zu dürfen“, sagt Jensen. „Für meine Arbeit ist es wichtig, vor Ort ansprechbar zu sein. Viele Themen landen überhaupt erst auf meinem Schreibtisch, weil mir die Menschen sagen, wo es gerade hakt.“ 

Landwirtschaft und Häfen

Neben den konkreten Themen aus dem Wahlkreis will Jensen ihre Arbeit insbesondere in den Bereichen Landwirtschaft und Häfen fortsetzen. „Diese Themen gehören unmittelbar zu unserer Region. Bei der Landwirtschaft geht es um die Zukunft unserer Betriebe und darum, dass politische Entscheidungen in der Praxis funktionieren. Unsere Häfen stehen vor großen Aufgaben, und die Landwirtschaft ist eine der wichtigsten Branchen unserer Region.“ 

Begonnen hatte der Abend mit einer Führung durch das Friesische Brauhaus zu Jever. Anschließend eröffnete und moderierte Kai Ulferts die Aufstellungsversammlung. Auch Sibylle Raquet, Kandidatin für das Amt der Landrätin im Landkreis Friesland, war im Laufe des Abends zu Gast. 

Pro Wangerland warnt vor planlosem Ausverkauf von WTG-Immobilien

Wangerland (7. 9. 2026) – Die Wählergemeinschaft Pro Wangerland bereitet sich intensiv auf die nächste Wahlperiode im Rat der Gemeinde Wangerland vor. Pro-Wangerland-Vorsitzender Dieter Schäfermeier präsentierte jetzt einen„Zukunftsplan Wangerland 2035“, der am Montag, 14. September, dem Tag nach der Kommunalwahl, allen Ratsmitgliedern zugeschickt werden soll.

Thalasso Meeres Spa von außen
Über die Zukunft des Thalasso Meeres Spa sollte auf Grundlage einer Kosten-Nutzen-Analyse entschieden werden. Archiv-Foto: hol

Der Hintergrund: Die Wählergemeinschaft wolle verhindern, dass ihr Masterplan zur künftigen Entwicklung im Tourismus von den politischen Mitbewerbern noch für den Kommunalwahlkampf ausgeschlachtet wird. „Das Papier soll eine Diskussionsgrundlage für eine wichtige Debatte werden, die wir im Rat gemeinsam führen sollten. Unsere Positionen sind dabei keineswegs in Stein gemeißelt“, so Schäfermeier.

Masterplan für den Tourismus

Das Papier setzt sich mit der Frage auseinander, wie es mit der Tourismusförderung in der Gemeinde Wangerland nach dem Ende der Insolvenz der Wangerland Touristik GmbH (WTG) weitergehen soll. Pro Wangerland sieht das Modell gescheitert, nach dem die WTG gleichzeitig Tourismusorganisation, Immobiliengesellschaft und Bauherr sowie Betreiber vor Großprojekten sein sollte.

„Die WTG soll zu ihren eigentlichen Aufgaben zurückkehren und sich auf Tourismus, Marketing und das Wohl der Gäste kümmern“, so Schäfermeier. Dazu gehöre neben dem Gästeservice und der Organisation von Veranstaltungen die Zusammenarbeit mit den Gastgebern und die die Entwicklung von neuen Angeboten für die Vor- und Nachsaison. Pro Wangerland warnt vor einem planlosen Ausverkauf von WTG-Immobilen. Strategisch wichtige Flächen müssten für die öffentliche Hand gesichert werden.

Live hinterm Deich
Die WTG soll auch künftig für ein attraktives Veranstaltungsprogramm sorgen – vor allem in der Vor- und Nachsaison. Archiv-Foto: hol

Über die Zukunft des Thalasso Meeres Spa (TMS) müsse auf Grundlage einer Kosten-Nutzen-Analyse für die nächsten 20 Jahre nüchtern entschieden werden. Private Investoren dürften nicht mit „Tafelsilbe“ dafür belohnt werden, dass sie der WTG langfristig unwirtschaftliche Verpflichtungen abnehmen.

Wertschöpfung je Gast erhöhen

Im Fokus der touristischen Bemühungen der WTG sollten die Stammgäste stehen. „Wir brauchen nicht unbedingt immer mehr Gäste“, so Schäfermeier. Ziel müsse es sein, die in der Gemeinde verbleibende Wertschöpfung je Gast zu erhöhen. „ Wenn jeder Urlauber am Tag fünf Euro mehr im Wangerland ausgäbe, würde sich die Wertschöpfung bei 2,1 Millionen Übernachtungen um 10,5 Millionen Euro im Jahr erhöhen.“

Besonders wichtig sei es, die Nebensaison etwa durch Themen wie Gesundheit (Thalasso), Radfahren, Natur und Veranstaltungen zu stärken. Gute Radwege, saubere Toiletten, attraktive Strandzugänge und gepflegte Orte seien wichtiger als ein weiteres Millionenprojekt.

Vertrauen durch Transparenz schaffen

Nach dem Desaster bei Bau des TMS sei es künftig besonders wichtig, verloren gegangenes Vertrauen durch Transparenz zurückzugewinnen. Dafür sollte die WTG einmal jährlich öffentlich darlegen, wie sich der Tourismus aus Sicht des Unternehmens entwickelt, wie die wirtschaftliche Lage der WTG ist und inwieweit angestrebte Ziele erreicht wurden.

„Alles behalten und dauerhaft Verluste bezahlen, ist keine Lösung“, ist man bei Pro Wangerland überzeugt. Aber: „Alles verkaufen, um die Probleme der Vergangenheit zu bezahlen, ebenso wenig.“ Der richtige Weg, den man mit dem Rat und der WTG entwickeln wolle, liege irgendwo dazwischen.

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Beach-Bowl-Siegerpokal geht in den Schwarzwald

Hooksiel (7. 9. 2026) – Ein Spektakel im Sand haben sie versprochen. Und sie haben ihr Versprechen gehalten. Vier American-Football-Teams haben am Samstag und Sonntag den Hooksieler Badestrand in eine Sportarena verwandelt – und dabei gehörig Spaß gehabt. Insofern verwundert die Ankündigung der BeachBowl-Vorsitzenden Melanie Hoppe und der Aktiven nach dem Finalspiel am Sonntag nicht. „Im nächsten Jahr sind wird wieder da!“

Packende Spielszenen vor der maritimen Kulisse am Hooksieler Badestrand. Dafür steht BeachBowl. Foto: hol

Der BeachBowl wird seit 1998 ausgetragen. In diesem Jahr erlebten die Zuschauer die 25. Auflage. Mannschaften mit jeweils acht Spielern treten – geschützt durch Polsterungen und Schutzhelme – gegeneinander an. Kraft, Schnelligkeit, Geschick und eine gutes Auge der Werfer sind gefragt, um den eierförmigen Football möglichst mit einem Touchdown im gegnerischen Spielfeld abzulegen.

Gespielt wird nach den originären Verbandsregeln. Da dabei ordentlich zugepackt werden darf, werden die Spiele von jeweils vier Schiedsrichtern überwacht. Im Finale standen sich die Neckar Hammers aus Villingen (Schwarzwald) und ein Team aus Lohne gegenüber, in dem auch ein Frau mitspielte. Die Villinger setzten sich mit 40:36 Punkten durch und konnten dafür neben jeder Menge Sand in ihren Trikots einen großen Pokal mit nach Hause nehmen.

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Zwei Tage abwechslungsreicher Reitport in Oesterdieken

Hooksiel (6. 9. 2026) – Auf der Reitanlage in Oesterdieken laufen die Vorbereitungen für das große Dressur- und Springturnier des RuF Hooksiel auf Hochtouren. Für Samstag und Sonntag (12./13. September, werden zahlreiche Reiterinnen und Reiter sowie viele Zuschauer für eine abwechslungsreiche Reitsport-Veranstaltung erwartet.

Der Reit- und Fahrverein Hooksiel lädt zu seinem zweitägigen Dressur- und Springturnier ein. Das Bild zeigt die Hooksieler Reiterin Edda Backhaus mit „Charly the Fox“ . Foto: Elsbeth Noatzsch 

Auf dem Programm stehen Springprüfungen bis zur Klasse M* sowie Dressurprüfungen bis zur Klasse S*. Die Prüfungen beginnen am Samstag um 8 Uhr sowie am Sonntag um 9 Uhr. Ein besonderer Programmpunkt am Sonntagnachmittag ist der Führzügelwettbewerb, bei dem die jüngsten Reiterinnen und Reiter ihr Können unter Beweis stellen dürfen. 

Kreismeisterschaften

Am Samstag wird die Kreismeisterschaft in der Kombinierten Wertung der Klasse E ausgetragen. Der Wettbewerb setzt sich aus einer E-Dressur und einem E-Stilspringen mit erlaubter Zeit zusammen. Für Spannung sorgt außerdem die Kreismeisterschaft im Einzelspringen der Klasse A. Hier fließen die Ergebnisse des Stilspringens der Klasse A* am Samstag und des Fehler-/Zeitspringens der Klasse A** am Sonntag in die Wertung mit ein. 

Ein besonderes Highlight erwartet die Zuschauer am Samstagabend: Die Mannschafts-Springprüfung der Klasse A* soll unter Flutlicht ausgetragen werden und verspricht Reitsport-Atmosphäre bis in die Abendstunden. 

Jump and Drive

Für Unterhaltung abseits der klassischen Prüfungen sorgt der beliebte Wettbewerb „Jump and Drive“. Dabei müssen Pferd und Reiter zunächst sechs Hindernisse überwinden. Anschließend geht es für den Reiter direkt ins bereitstehende Auto. Gemeinsam mit dem Fahrer gilt es, den anschließenden Parcours möglichst schnell und fehlerfrei zu bewältigen. Der spektakuläre Wettbewerb ist traditionell ein besonderer Publikumsmagnet. 

Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt: Teilnehmer und Gäste erwartet eine reichhaltige Auswahl an Speisen und Getränken. Der Eintritt für die Veranstaltung des RuF Hooksiel ist an beiden Tagen frei. 

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In Hohenkirchen drei Verkehrsschilder entwendet

Wangerland (6. 9. 2026) – Die Polizei meldet für das Wochenende zwei Vorfälle. Bei einem Verkehrsunfall am am Samstagnachmittag wurde dabei ein mann leicht verletzt.

Ein Autofahrer befuhr die Landesstraße 810 in Richtung Horumersiel. Im Kurvenbereich übersah er den Wagen einerverkehrsbedingt halten Frau und fuhr auf. An beiden Fahrzeugen entsteht leichter Sachschaden. 

In der Nacht zu Sonntag entwenden zwei Männer in der Wilma-Teppe-Straße in Hohenkirchen drei Verkehrszeichen. Die Beschuldigten flüchten nach Darstellung der Polizei zunächst mit einem Pkw, konnten aber im Rahmen einer Fahndung kontrolliert werden. Bei der Kontrolle stellt sich heraus, dass der Fahrzeugführer unter dem Einfluss von alkoholischen Getränken stand.

Die Polizeibeamten leiteten ein Ermittlungsverfahren wegen des Diebstahls der Verkehrszeichen sowie ein Ordnungswidrigkeiten-Verfahren wegen des Führens eines Pkw unter dem Einfluss alkoholischer Getränke ein. 

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Hooksieler Ortseingang erhält neue Begrüßung-Segel

Hooksiel (6. 9. 2026) – Hooksiel begrüßt seine Gäste mit einem freundlichen „Moin. Moin.“ So jedenfalls ist es über Jahrzehnte am Sengwarder Anteil passiert. Der Begrüßungsspruch stand am Straßenrand auf den Segeln eines stilisierten Segelbootes, das einst der örtliche Verein für Handel. Handwerk und Gewerbe (HHG) dort aufgestellt hat.

Tobias Geisen und Frank Müller (rechts) montierten die Begrüßungssegel ab. Sie sollen erneuert werden. Foto: hol

Bis zum gestrigen Samstag. HHG-Vorsitzender Tobias Geisen und Frank Müller vom Seebadeverein Hooksiel refften die verdrahteten Segel, packten sie ein und fuhren sie zu einer Segelmacherei. Der Grund: Das Moin. Moin. War schon erheblich verblasst. Die Segel selbst wirkten verwittert und etwas schmuddelig.

Das soll in Zukunft anders werden. Die alten Segel werden als Muster für die neuen genutzt. Beide Vereine teilen sich die Kosten. Die Segel werden auch einen neuen Schriftzug bekommen. Natürlich auch einen Willkommensgruß auf Platt. Wie aber genau die Gäste künftig in Hooksiel begrüßt werden sollten, ist noch ein Geheimnis. Das aber wird in wenigen Wochen gelüftet werden, wenn die neuen Segel den Informationskasten umrahmen.

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Bürgermeister-Kandidaten sprechen mit jungen Leuten

Hooksiel (6. 9. 2026) – Der Kommunalwahlkampf kommt in seine Schlussphase. Am Sonntag, 13. September, wählen die Wangerländer ihren Bürgermeister für die kommenden acht Jahre sowie die den nächsten Gemeinderat, der ab November für fünf Jahre die Geschicke der Gemeinde lenken wird. 

Politiker in lockerer Runde mit Jugendlichen. Ein neues Format feierte im Gästehaus Premiere. Foto: WWHS

Im Fokus des Interesses steht vor allem die Bürgermeisterwahl. Wer sich noch nicht sicher ist, wen er wählen soll, kann sich die drei Bewerber – Marios Szlezak (SPD), Thies Fischer (CDU) und Bernd Abrahams (Pro Wangerland) – am kommenden Dienstag, 8. September, bei einer Podiumsdiskussion des Seebadevereins Hooksiel noch einmal anschauen. Beginn der Veranstaltung ist um 19 Uhr im Gästehaus.

Starke Stimme für Hooksiel

Fischer hatte sich mit zahlreichen Gemeinderats-Kandidaten bereits am Donnerstag in Hooksiel präsentiert. An der federführend von Björn Christiansen organisierten Veranstaltung in einer Lagerhalle im Gewerbegebiet nahmen über Hundert Bürger teil. Fischer verwies darauf, dass unter den Ratskandidaten der CDU acht Hooksieler vertreten sind. Die Wahl sei eine Chance, „Hooksiel eine starke Stimme im Rat zu geben“.

Im Fokus seiner Wahlkampfrede stand die Finanzlage der Gemeinde. Die Gemeinde steuere bei einem Haushaltsvolumen von rund 26 Millionen Euro auf einen Schuldenstand von 20 Millionen Euro zu. Falls es nicht gelinge, die Einnahmesituation zu verbessern, drohe die Gefahr, so der CDU-Politiker, dass mittelfristig die Eigenständigkeit der Gemeinde Wangerland in Frage gestellt werde.

Über 100 Interessierte erreichte die CDU-Wangerland bei einer Wahlkampfveranstaltung im Hooksieler Gewerbegebiet. Dabei präsentierten sich zahlreiche Kandidaten der Partei. Foto: hol

Die Steuerhebesätze seien schon sehr hoch. Mehr Geld in die Gemeindekassen spülen sollen nach Ansicht des CDU-Politiker mehr Steuerzahler. Dafür müssten neue Gewerbegebiete ausgewiesen und Wohnraum geschaffen werden – insbesondere bezahlbarer Wohnraum für junge und alte Menschen.

Sorge um die Finanzen

Einsparmöglichkeiten in der Verwaltung sieht Fischer durch stärkere Zusammenarbeit mit anderen Städten und Gemeinden im Jeverland. Zudem müsse geprüft werden, inwieweit die Arbeit im Rathaus durch stärkere Digitalisierung effizienter gestaltet werden könne.

In der Verlagerung von notwendigen Investitionen – etwa die Grundschule Hohenkirchen und weitere Feuerwehrhäuser – auf private Investoren sieht Fischer kein Allheilmittel. „Wir als Gemeinde müssen dann dafür über Jahre Pacht zahlen, die den Haushalt ebenfalls belastet.“

Lockere Gesprächsrunde

Alle drei Kandidaten haben sich zudem am Freitagabend im Gästehaus den Fragen von rund 30 jungen Leuten unter 30 Jahren aus verschiedenen Dörfern im Wangerland gestellt. Zu dem neuen Veranstaltungsformat hatte die Initiative „Weil wird Hooksieler sind“ (WWHS) eingeladen. Nach einer Vorstellungsrunde konfrontierte Julian Dreßel die Politiker mit Schlagworten, zu denen die Bewerber spontan Stellung beziehen mussten.

Die Teilnehmenden konnten Fragen in eine Box werfen oder auch das persönliche Gespräch mit den Bewerbern suchen. WWHS-Sprecher Dreßel: „Ich würde es gut finden, wenn wir das Format mit dem gewählten Bürgermeister in den nächsten Jahren ausbauen könnten. Da wäre eine gute Gelegenheit, junge Leute für Kommunalpolitik zu interessieren.“

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