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Hooksiel-life: Vom Leben an der Küste

Fischer und Kommunen bitten Olaf Lies um Hilfe

Friesland/Wangerland (11. 8. 2026) – Frieslands Fischer hoffen auf die Unterstützung von Ministerpräsident Olaf Lies. In einem offenen Brief haben die Jadefischer an den SPD-Politiker aus Sande appelliert, sich für den Erhalt von Produktionsflächen und Fanggründen für die niedersächsischen Fischer einzusetzen – insbesondere im Jadebusen und im Wattenmeer vor der Gemeinde Wangerlrand.

Krabbenkutter vor der Küste des Wangerlandws gehören noch zum täglichen Bild. Künftig sollen weite Teile des Wattenmeeres für den Fischfang gesperrt werden. Für die Fischer aus Hooksiel und Horumersiel könnte das das Aus bedeuten. Archiv-Foto: Klaus Schreiber

Die aktuell vom Umweltministerium und vom Landwirtschaftsministerium, beide unter Führung von Bündnis 90/Die Grünen, vorliegenden Entwürfe für Fischerei-Ausschlussgebiete würden die Existenz der Fischereibetriebe im Landkreis Friesland gefährden und das Ende des traditionellen Krabbenfangs vor Ort bedeuten.

Gespräch mit Ministerpräsidenten

Auf den Einfluss des Ministerpräsidenten hoffen auch die Kommunen. Wie die Gemeinde Wangerland mitteilt, habe auf Initiative von Bürgermeister Mario Szlezak eine gemeinsame Videokonferenz mit Ministerpräsident Lies, Landrat Sven Ambrosy, Varels Bürgermeister Gerd-Christian Wagner sowie weiteren Vertreterinnen und Vertretern des Landkreises und der Staatskanzlei stattgefunden. Ausgangspunkt dabei seien die Sorgen der Fischereibetriebe aus Hooksiel und Horumersiel gewesen, deren traditionelle Fanggründe unmittelbar vor Hooksiel, Horumersiel und im Bereich Minsener Oog betroffen sind.

„Für mich war klar, dass wir diese Sorgen nicht einfach weiterreichen können. Wenn unsere Fischer deutlich machen, welche Folgen die geplanten Flächen für ihre Betriebe haben können, müssen wir dafür sorgen, dass ihre Situation auf Landesebene gehört und sorgfältig geprüft wird“, so Szlezak. Lies habe sich die Zeit genommen, die Anliegen aufzunehmen. Wangerland, Varel und der Landkreis hätten die besondere Situation der friesischen Küstenfischerei und die möglichen Auswirkungen der vorgesehenen Fischerei-Ausschlussgebiete ausführlich dargestellt. Der Ministerpräsident habe Unterstützung zugesagt, dass die friesischen Anliegen zumindest noch einmal geprüft werden. 

Fischerei auch touristisch von Bedeutung

Es gehe nicht darum, Naturschutz und Fischerei gegeneinander auszuspielen. „Wir wollen ein geschütztes und intaktes Wattenmeer“, so Szlezak. „Gleichzeitig müssen unsere Fischer auch künftig eine wirtschaftliche Perspektive haben.“ Ähnlich Wagner: „Die Küstenfischerei ist für unsere Region wirtschaftlich, touristisch und kulturell von großer Bedeutung. Deshalb ist es wichtig, dass wir die Interessen der Fischer aus Varel und dem Wangerland gemeinsam vertreten. Bei der weiteren Flächenplanung muss genau geprüft werden, welche Auswirkungen sie auf die Betriebe vor Ort hat.“ 

Rolf Neuhaus, Planungsdezernent beim Landkreis, machte darauf aufmerksam, dass die geplanten Fischerei-Ausschlussgebiete nicht isoliert betrachtet werden dürften. Die Küstenfischerei werde bereits durch bestehende und künftig hinzukommende Nutzungen wie Schutzgebiete, Leitungstrassen, Offshore-Nutzungen und weitere Flächenansprüche im Küstenraum eingeschränkt. Neuhaus: „Entscheidend ist die Summe aller bestehenden und geplanten Nutzungen im Küstenmeer. Erst diese Gesamtbetrachtung zeigt, welche Räume der Fischerei tatsächlich noch zur Verfügung stehen.“ 

Wangerland und Varel nicht gehört

Wangerland, Varel und der Landkreis sehen die Einbindung der unmittelbar betroffenen friesischen Kommunen in den „Fischereidialog“ kritisch. Zwar waren mit  mit Greetsiel, Neuharlingersiel und Wurster Nordseeküste drei Kommunen zum Dialog geladen. Die Bemühungen von Szlezak, ebenfalls dazukommen zu dürfen, waren jedoch mir dem Argument abgelehnt worden, man wolle eine arbeitsfähige Größe der Gesprächsrunde wahren.

Ein Bild, das bald der Vergangenheit angehören könnte: Krabbenkutter im Alten hafen von Hooksiel. Archiv-Foto: hol

Aus Sicht der Friesen wurden auch deshalb die Belange der konkret betroffenen friesischen Küstenkommunen nicht ausreichend abgebildet. Aus ihrer Sicht muss die bisherige Gebietskulisse im weiteren Verfahren noch einmal sorgfältig betrachtet werden. „Wir erwarten, dass diese Flächen noch einmal gemeinsam mit allen unmittelbar Betroffenen überprüft und diskutiert werden.“

Aus Sicht der Kommunen muss der weitere Dialog ergebnisoffen geführt werden. „Wenn sich aus den Gesprächen, den Erfahrungen der Fischer und der fachlichen Bewertung ergibt, dass bestimmte Flächen für die heimische Fischerei von besonderer Bedeutung sind oder alternative Gebietszuschnitte einen vergleichbaren naturschutzfachlichen Nutzen ermöglichen, muss es auch möglich sein, die bisher vorgesehenen Flächen zu verändern.“

Offener Brief der Fischer

Die Fischer würden über jahrzehntelange praktische Erfahrung mit ihren Fanggebieten, den Strömungsverhältnissen, den Beständen und den Veränderungen im Küstenmeer verfügen. Dieses Wissen müsse ebenso in die Abwägung einfließen wie die naturschutzfachlichen Erkenntnisse.

Ihre Sicht der Dinge haben Frieslands Fischer bereits in einem offenen Brief an Ministerpräsident Lies dargelegt. Auch sie fordern: „Die jetzigen Gebietsvorschläge müssen überarbeitet werden.“

Der Suchraum für die geplanten fischereifreien Zonen vor der Küste des Wangerlandes Ende 2025 (links, „Blaue Balje“) im Vergleich zum aktuellen Vorschlag aus dem Juni dieses Jahres. Da reicht das Gebiet bis zum Hooksieler Außenhafen.

Die Fischerei habe sich intensiv und produktiv an dem Dialog beteiligt und auch die Ausweisung von zehn Prozent des Wattenmeers als Fischerei-Ausschlussgebiete akzeptiert – obwohl bereits zahlreiche Gebiete durch andere Nutzungen weggefallen seien. Man habe auch einem Sperrgebiet im Jadebusen zugestimmt, für das freiwillig eine Muschelkultur aufgegeben werden muss. Ebenso der Sperrung der „Blauen Balje“, obwohl dort vier Saatbänke der Muschelfischer und wichtige Fanggebiete der ortsansässigen Fischer betroffen wären.

Auf Wunsch der Umweltverbände sei dann aber das Sperrgebiet entlang der gesamten Küste vor der Gemeinde Wangerland bis zum Hooksieler Außenhafen erweitert worden. Sollte dieser Vorschlag umgesetzt werden, bedeute das, dass „die Krabbenkutter von Horumersiel und Hooksiel aufgeben und abwandern müssen“, heißt es in dem Brief an Lies.

Aus ökologischer Sicht sinnlos?

Besonders beklagen die Fischer, dass es aus ihrer Sicht für die Erweiterung des Sperrgebietes „keinerlei ökologisch sinnvolle Begründung“ gibt. Die Hoffnung, dass sich in dem Sperrgebiet wieder Borstenwürmer („Sabellaria“ ) ansiedeln könnten, sei illusorisch. „Das hat schon im bisherigen Sperrgebiet vor dem Außenhafen Hooksiel nicht geklappt und wird auch nicht durch eine flächenmäßige Erweiterung erfolgen.“ Gründe dafür seien unter anderem Hafenbaggerungen und die Fahrbahnvertiefung.

Das Argument, das zusätzliche fischereifreie Gebiete letztlich auch der Fischerei selbst zugute kämen, weil sich dort der Bestand an Krabben und Muschel besser erholen könne, ist nach Überzeugung der Fischer „ökologischer Unsinn“. Belege dafür seien das letzte Rekordjahr der Krabbenfischerei und der diesjährige Massenbrutfall der Miesmuscheln. „In dem extremen Lebensraum Wattenmeer verfügen die ansässigen Arten über eine Massenreproduktion, um auch nach Eiswintern oder extremen Witterungsverhältnissen die Fortpflanzung zu sichern.“ 

Krabbenfang vor dem Aus

In ihrem Brief an den Ministerpräsidenten bitten die Jadefischer Olaf Lies darum, ihnen zumindest die nötige Zeit zu verschaffen, den Fischerei-Dialog gerecht und fachlich fundiert zu Ende zu führen. Andernfalls drohe ihm, dass sein Wahlkreis zukünftig fischereifrei sei und die dortigen Häfen keine Kutter mehr beherbergen.

Das Verfahren ist noch nicht abgeschlossen. Die endgültige Festlegung möglicher Fischerei-Ausschlussgebiete soll im Rahmen einer Novellierung des Gesetzes über den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer erfolgen. Dafür sind weitere formale Beteiligungsschritte vorgesehen.

Grüne diskutieren über medizinische Notfälle im Wangerland

Wangerland (12. 8. 2026) – Wie gut sind wir im Wangerland aufgestellt, wenn plötzlich ein medizinischer Notfall eintritt? Das wollen die Grünen bei ihrem nächsten „Grünen Treffpunkt Wangerland“ besprechen. Die Veranstaltung findet am Dienstag, 18. August, ab 19 Uhr im Bürger- und Kulturhaus Friederikensiel statt.

Im Rahmen der Veranstaltung soll unter anderem erörtert werden, wie öffentlich zugängliche Defibrillatoren möglichst flächendeckend in den Wangerländer Ortschaften verfügbar gemacht und Erste-Hilfe-Angebote und Schulungen zur Wiederbelebung gestärkt werden können. Vor Ort besteht auch die Möglichkeit, Wiederbelebungsmaßnahmen unter professioneller Anleitung selbst zu üben.

Bei der lockeren Gesprächsrunde können Bürger können ihre eigenen Erfahrungen und Ideen einbringen. Zugleich besteht die Gelegenheit, mit den Kandidierenden von Bündnis 90/Die Grünen bei der Kommunalwahl ins Gespräch zu kommen.

Neue „Gulf-Golf“-Bahn bietet ganzjährig maritime Abenteuer

Hooksiel (11. 8. 2026) – Eine Strategie, ein gutes Auge, eine ruhige Hand und dann ein beherzter Schlag. Das sind die Erfolgsgaranten beim Golf. Von alledem konnten die prominenten Testspieler bei der offiziellen Eröffnung der Adventure-Golf-Anlage mit dem Namen „Gulf-Golf“ an der Hooksieler Wasserskianlage etwas bieten. Aber halt (noch) nicht alles zusammen.

Hans-Ott Vogt und Anja Seidl-Vogt (auf dem Kutter rechts) begrüßten zahlreiche Gäste zu Einweihung ihrer Adventure-Golf-Anlage. Neben ihnen (von links) Bürgermeister Mario Szlezak, Ministerpräsident Olaf Lies und Rolf Neuhaus vom Landkreis Friesland. Foto: hol

Auch Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies benötige den einen oder anderen Schlag mehr als gewünscht, um die maritim gestalteten Hindernisbahnen zu bewältigen und den Ball letztlich einzulochen. Aber nicht nur deshalb dürfte er dem Inhaber der Wasserskisanlage Hans-Ott Vogt und dessen Frau Anja Seidl-Vogt versprochen haben. „Ich komme am Wochenende wieder zum Familienausflug.“

Abschlag vom Deck eines Kutters

Die neue Adventure-Golf-Anlage ist allemal einen Besuch wert. Auf einer Fläche von 3500 Quadratmetern stellen 18, liebevoll gestaltete Bahnen die Spielerinnen und Spieler vor sportliche Herausforderungen. So sind die mit 2500 Quadratmetern Kunstrasen belegten Spielflächen länger als die von herkömmlichen Minigolf-Anlagen – und die individuell gestalteten Hindernisse stellen immer wieder neue Herausforderungen dar. Hier muss der Ball vom Deck eines elf Meter langen, zerbrochenen Fischkutters abgeschlagen werden, dort führt die Spielbahn unter einem Brücke hindurch. Wenige Meter weitere verschwindet der Ball in einem Leuchtturm.

Eine ruhige Hand und ein gutes Auge bewies Olaf Lies bei einer Proberunde auf der Golfbahn an der Wasserskianlage. Foto: hol

150 Tonnen Wasserbausteine, Möwen, Tampen, Seehunde, Fischernetze. Dazu ein gebrochener Deich und ein Kojer, der die Spieler beobachtet. „Gulf-Golf“ steht ganz im Zeichen des Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeeres. „Das ist fast schon ein kleiner außerschulischer Lernort“, sagte Wangerlands Bürgermeister Mario Szlezak, der die Anlage zusammen mit Olaf Lies und Rolf Neuhaus vom Landkreis Friesland eröffnete.

Tourismus schafft Mehrwert

Lies würdigte den unternehmerischen Mut der Familie Vogt und die Bedeutung von immer neuen Ideen für den Tourismus. Dabei seien die touristischen Angebote nicht nur für Urlauber attraktiv, sie erhöhten auch die Lebensqualität für die Menschen an der Küste. „Tourismus schafft für uns alle einen Mehrwert.“

Hans-Ott Vogt blickte in seiner Begrüßungsrede vor gut Hundert geladenen Gästen, darunter Landtagsabgeordnete, Ratsmitglieder und Behördenvertreter, am Montagnachmittag auf die 46-jährige Geschichte des Familienbetriebes zurück. Wasserskianlage, Aqua-Park, eine mehrfach erweiterte Gastronomie – und jetzt die Millionen-Investition in die Golfanlage, durch die in erster Linie die Saison verlängert werden soll. „Adventure-Golf kann bei fast jedem Wetter gespielt werden“, sagte Vogt. Durch die Investition, an der sich das Land Niedersachsen mit rund 400.000 Euro beteiligt hat, würden neue Arbeitsplätze geschaffen und vorhandene ganzjährig gesichert.

Noch Resstarbeiten

Die Anlage ist barrierefrei und ganzjährig nutzbar. Was noch aussteht, ist die ausführliche Beschilderung der 18 Bahnen sowie der Bau einer Flutlichtanlage und eines kleinen Betreuungsgebäudes, in dem unter anderem 250 Golfschläger und 450 Golfbälle ausgegeben werden sollen. „Dafür benötigen wir einen Bebauungsplan“, sagte Vogt. Daran, dass das nötige Baurecht zügig eingelocht werden wird, ließen die Festredner von Land, Landkreis und Gemeinde keinen Zweifel. Vogt: „Ich bin stolz und glücklich.“

OOWV und Gemeinde stellen Entwässerung auf Prüfstand

Hooksiel (10. 8. 2026) – Die Gemeinde Wangerland und der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) haben sich zu einem Arbeitsgespräch getroffen, um die Entwässerungssituation im Wangerland und insbesondere in Hooksiel weiter zu untersuchen.

feuerwehr in der Viethstraße
Immer wieder muss in Hooksiel nach Starkregenfällen die Feuerwehr ausrücken, um Gräben und Gärten leer zu pumpen. Gemeinde und OOWV wollen gemeinsam nach Wegen für eine verbesserte Entwässerung suchen. Archiv-Foto: Feuerwehr

Im Mittelpunkt stand laut einer gemeinsamen Pressemitteilung die Frage, wie die bestehenden Entwässerungsstrukturen weiter verbessert und auf zukünftige Anforderungen ausgerichtet werden können. Dabei wurden die bekannten Problembereiche in Hooksiel gemeinsam betrachtet und erste mögliche Lösungsansätze erörtert. 

Situation soll genau untersucht werden

Grundlage für die weitere Arbeit ist unter anderem der Generalentwässerungsplan, mit dem die bestehenden Systeme umfassend untersucht und mögliche Verbesserungen aufgezeigt werden sollen. „Die vergangenen Starkregen-Ereignisse haben sehr deutlich gezeigt, wie belastend die Situation für die betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner in Hooksiel ist“, so Bürgermeister Mario Szlezak. „Mir ist wichtig, dass wir zu nachhaltigen und verlässlichen Lösungen kommen. Deshalb werden wir mit dem OOWV die Entwässerungssituation genau untersuchen und parallel dazu bereits konkrete Maßnahmen entwickeln, die fachlich sinnvoll sind und dauerhaft zu einer Verbesserung beitragen können.“

Versammlung mit Hooksielern geplant

„Eine leistungsfähige Entwässerung ist gerade mit Blick auf zunehmende Starkregen-Ereignisse von großer Bedeutung“, betont auch Bernd Janssen, Regionalleiter des OOWV. Wichtig sei eine gemeinsame Herangehensweise von gemeinde und Verband. „Deshalb ist es richtig, die vorhandenen Strukturen gemeinsam zu analysieren und mögliche Maßnahmen fachlich zu bewerten.“

Bereits erarbeiteten Ansätze sollen weiter vertieft und mit der unteren Wasserbehörde abgestimmt werden. Dabei sollen auch die Erfahrungen und Beobachtungen der betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner einbezogen werden. Gemeinde und OOWV planen deshalb zu einer Anwohnerversammlung in Hooksiel. Dort sollen die bisherigen Erkenntnisse vorgestellt, weitere Hinweise aufgenommen und mögliche Lösungswege gemeinsam diskutiert werden. 

Über Termin und Ort der Veranstaltung wird die Gemeinde Wangerland rechtzeitig informieren. 

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Zwei Camper von frei laufendem Hund gebissen

Hooksiel (10. 8. 2026) – Ein Camper in Hooksiel muss sich wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung verantworten. Dem Hundehalter wird vorgeworfen, seinen Hund am Sonntagmorgen gegen 8.41 Uhr unbeaufsichtigt über einen Campingplatz in Hooksiel laufen gelassen zu haben. Der Vierbeiner verletzte zwei andere Camper. Die Polizei ermittelt.

Nach bisherigen Erkenntnissen lief der Hund unbeaufsichtigt über die Zeltwiese. Als eine Frau ihr Kind schützen wollte, so die Polizei, sei sie von dem Hund in den linken Oberarm gebissen worden. Kurz darauf habe der Hund einen weiteren Campinggast in den linken Oberschenkel gebissen, als dieser versucht hatte, den Hund von seinen persönlichen Gegenständen fernzuhalten.

Beide Geschädigten erlitten Bissverletzungen und wurden zur weiteren medizinischen Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Die Ermittlungen dauern an.

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Schon wieder ein Waldbrand im Freizeitgelände

Hooksiel (10. 8. 2026) – Und schon wieder hat es im Hooksieler Freizeitgelände unweit der Wasserskianlage gebrannt. Am Sonntagabend gegen 20.30 Uhr rückten die Freiwilligen Feuerwehren Hooksiel und Waddewarden aus, um das Feuer zu löschen. Zuvor war eine Rauchentwicklung in dem Waldgebiet gemeldet worden.

Mit vereinten Kräften bekämpften Mitarbeiter der Wasserskianlage und der Feuerwehen aus Hooksiel und Waddewarden den Vegetationsbrand im Hooksieler Freizeitgelände. Gemeinsam gelang es, eine Ausbreitung des Feuers zu verhindern. Foto: Feuerwehr

Bereits am 15. Juli hatte es nahezu an derselben Stelle einen Vegetationsbrand gegeben. Auch dieses Mal, so Hooksiels Ortsbrandmeister Jörg Nöchel, hätten die Mitarbeitenden der Skiterassen vorbildlich reagiert und bereits vor Eintreffen der Feuerwehren erste Löschmaßnahmen mit Feuerlöschern eingeleitet. „Dadurch konnte das Feuer frühzeitig eingedämmt und eine weitere Ausbreitung verhindert werden.“

Wärmebildkamera im Einsatz

Während die Hooksieler Feuerwehrleute gegen das Feuer vorrückten, stellte die Feuerwehr aus Waddewarden sicher, dass genügend Löschwasser zur Verfügung stand. Das Feuer hatte sich auf einer Fläche von vier mal zehn Meter ausgebreitet. Nach den eigentlichen Löscharbeiten wurden die betroffene Fläche mit einer Wärmebildkamera kontrolliert. Dabei wurden noch mehrere Glutnester identifizier. Nöchel: „Auch tiefer im Erdreichhaben wir noch Temperaturen von 50 bis 60 Grad gemessen.“

Gemeinsam mit einem Mitarbeiter der Skiterrassen wurde der betroffene Boden mithilfe eines Radladers aufgewühlt. Dadurch konnten auch tieferliegende Glutnester freigelegt und anschließend mit reichlich Wasser abgelöscht werden.

Brandstiftung nicht auszuschließen

Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Fachleute halten eine Selbstentzündung von trockenem Gras oder eine technische Ursache, etwa ein defektes Gerät, für unwahrscheinlich. Eine fahrlässige oder absichtliche Brandstiftung ist nicht auszuschließen.

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Wie sieht die Zukunft von Horumersiel aus?

Horumersiel (10. 8. 2026) – Der Seebadeverein Horumersiel und der Verein für Handel, Handwerk und Gewerbe Horumersiel-Schillig wollen den Bürgermeister-Kandidaten auf den Zahn fühlen. Im Rahmen einer Podiumsdiskussion am Freitag, 28. August, wollen sie von Amtsinhaber Mario Szlezak (SPD) und dessen Herausforderern Thies Fischer (CDU) und Bernd Abrahams (Pro Wangerland) wissen, wie die Zukunft des Wangerlandes und Horumersiels aussehen soll.

Stellen sich den Fragen der Bürger: die Bürgermeisterkandidaten (von links) Thies Fischer, Mario Szlezak und Bernd Abrahams. Foto: privat

Im Rahmen der Veranstaltungen sollen auch Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit erhalten, ihre Fragen direkt an die Kandidaten zu richten. Schwerpunktthema dürfte dabei auch die touristische Entwicklung der Gemeinde werden.

Der Bürgermeister, der ab November acht Jahre lang an der Spitze der Gemeindeverwaltung stehen soll, wird bekanntlich im Rahmen der Kommunalwahl am Sonntag, 13. September, neu gewählt. Die öffentliche Podiumsdiskussion beginnt um 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus in Horumersiel.

Wangerland Touristik Thalassa
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Krimiabend mit Bettina Göschl und Klaus-Peter Wolf im Zirkus

Wangerland (7. 8. 2026) – Krimifans sollten sich Freitag, den 14. August, vormerken. Der Bestsellerautor Klaus-Peter Wolf lädt mit seiner Frau, der Liedermacherin Bettina Göschl, zu einer gemütlichen, literarisch-musikalischen Krimilesung in den Circus Axo in Schillig. Der Einlass ist ab 19 Uhr. Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr.

Der „Brasilianer“ auf Borkum

Die literarisch-musikalischen Krimiabende des Paares sind weit mehr als klassische Lesungen. Klaus-Peter Wolf zelebriert seine Bücher und erzählt selbstironisch Geschichten über deren Entstehung. Bettina Göschl begleitet ihn mit Krimiliedern, die sie eigens für seine Romane geschrieben hat. Dabei entsteht eine Mischung aus Spannung, schwarzem Humor, persönlichen Anekdoten und Musik.

Wolf liest aus seinem Roman „Sommerfeldt Solo – Der Auftrag“, dem ersten Band seiner neuen Sommerfeldt-Trilogie: Ereignisse auf Borkum haben Dr. Bernhard Sommerfeldt zutiefst erschüttert. Jetzt ist die Zeit gekommen, gegen das organisierte Verbrechen in Ostfriesland vorzugehen. Dafür braucht er einen guten Plan, denn der neue Gangsterboss, den sie den „Brasilianer“ nennen, geht äußerst raffiniert vor. Aber Sommerfeldt hat mit Hauptkommissar Rupert einen bekannten Verbündeten. Ticket für die Veranstaltung gibt es online.

Abenteuer für Kinder

Am Samstag, 15. August, entführt die Kinderbuchautorin und Liedermacherin Bettina Göschl dann Klein und Groß in die Welt von Faugaz, Fregaz, Luna und Jonte. Im Störtebekerturm entfaltet sich eine geheimnisvolle Geschichte voller Abenteuer, Musik und Fantasie.

Faugaz ist in Sorge: Seine Cousine Sally wird in einem magischen Gemälde im alten Störtebekerturm gefangen gehalten. Ob der böse Zauberkrake dahintersteckt, der einst auch die „Wilde Hilde“, das Schiff der beiden Geister, in die Tiefe gezogen hat?

Die musikalische Lesung beginnt um 15 Uhr, Einlass ist ab 14.30 Uhr. Tickets gibt es in den Tourist-Informationen in Horumersiel und Hooksiel sowie online oder direkt vor Ort an der Tageskasse. 

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Lies betont gute Zukunftschancen für Wilhelmshaven

Wilhelmshaven (9. 8. 2026) – Die Deutsche Seemannsmission Wilhelmshaven ist eine für Stadt und maritime Wirtschaft gleichermaßen wichtige wie anerkannte Institution in der Region. Das wurde am Wochenende beim Tag der offenen Tür anlässlich des 66-jährigen Bestehens des ehrenamtlichen Besuchsdienst der Mission deutlich. Zu den Gratulanten gehörte auch Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies (SPD), selbst Mitglied der Mission, der sich bei den Helfern für deren ehrenamtliches Engagement bedankte.

Der Vorsitzende des Seemannsmission Wilhelmshaven, Wilfrid Adam (3. von links) begrüßte neben Detthold Aden auch Niedersachsens Ministerpräsidenten Olaf Lies (Mitte) zum Tag der offenen Tür im Seemannsheim. Foto: hol

Wilfrid Adam begrüßte als Vorsitzender der Seemannsmission Hunderte Interessierte und Freunde im Seemannsheim an der Hegelstraße 11. Auch wenn die Verweildauer von Seeleuten in Häfen im Vergleich zu früher deutlich kürzer geworden ist, ist das Heim eine wichtige Zentrale für die Arbeit des Besuchsdienstes und für Seemannspastor Dr. Klaus Lemke-Paetznick.

Besuch bei der Seemannsmission

Lies unterstrich in einer von Adam moderierten Gespräch mit dem langjährigen Präsidenten des Zentralverbandes  der Deutschen Seehafenbetriebe (ZDS), Detthold Aden, die zentrale und weiter zunehmende Bedeutung des Hafens Wilhelmshaven für Niedersachsen und ganz Deutschland. Auch mit Blick auf die Belange des größten Bundeswehr- und Marinestandortes Deutschlands gelte es, die sich daraus ergebenen Zukunftschancen für die Stadt zu entwickeln.

Der Containerhafen Jade-Weser-Port (JWP), bei seiner Einweihung 2012 noch als Geisterhafen verspottet, komme auch dank der Reederei Hapag Lloyd richtig in Fahrt. Immer mehr Güter werden über Wilhelmshaven umgeschlagen. Hinzu komme, so Lies, die Bedeutung des Hafens als Energiedrehscheibe – neben Öl und Kohle werde es in Zukunft vornehmlich um verflüssigte Gase und um Strom von Offshore-Windparks gehen.

Der Jade-Weser-Port hat sich längst zu einem wichtigen Umschlagplatz für die deutsche Wirtschaft entwickelt. Archiv-Foto: hol

Hier übernehme die Stadt eine nationale Aufgabe. „Der Strom muss aber auch in Zukunft weiter per Erdkabel durch die Küstenregion geleitet werden, wenn wir die Akzeptanz nicht verlieren wollen“, sagte Lies mit Verweis auf andere Überlegungen in Berlin. Als Stärke des Hafens sieht Lies auch die großen Flächenpotenziale auf dem Voslapper Groden. Die einst für Industriezwecke aufgespülte Fläche ist aktuell noch EZ-Vogelschutzgebiet. „Wir werden dafür an anderer Stellen ein größeres Naturschutzgebiet entwickeln, wo tatsächlich Naturschutz stattfinden kann“, versicherte der Ministerpräsident.

Pläne für Mehrzweckhafen

Der Wilhelmshavener Aden, der unter anderem als Vorstandschef der Bremer BLG Logistics Group, maßgeblichen Anteil am Bau des JWP hatte, warb für den zügigen Bau des geplante Multipurpose-Terminal (MPT). Auf dem 900 Meter langen Terminal in Verlängerung des JWP könnten ab voraussichtlich 2038 neben Containern auch Schwerlastgüter, Autos oder im Bedarfsfall militärische Ausrüstung umgeschlagen werden.

Derzeit stünden in Wilhelmshaven rund 35.000 Import-Autos, die im inneren Hafen umgeschlagen und auf der Straße zur ehemaligen Geniusbank in Sichtweite des JWP gebracht werden, so Aden. Ein Fortschritt: Die Abstellflächen würden in Kürze einen Gleisanschluss bekommen, so das der Weitertransport per Bahn erfolgen kann.

Im Rahmen des Tages der offenen Tür bot die Seemannsmission in Haus und Garten ein abwechslungsreiches Programm, das musikalisch vom Shantychor „Schlicktown Singers“ und der Jazzband „Seaside Swing Combo“ umrahmt wurde.

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Zu perfekte Kunstwerke begrenzen die Welt der Gedanken

Hooksiel (9. 8. 2026) – Noch bis zum kommenden Sonntag, 16. August, haben Kunstinteressierte Gelegenheit, sich anzuschauen, was Agnes Lörincz während ihres Aufenthaltes in Hooksiel geschaffen hat. Die Berlinerin mit rumänischen Wurzeln lebt und arbeitet seit Mitte Juli als Stipendiatin im Künstlerhaus Hooksiel.

Collagen und Tonarbeiten – die Stipendiatin des Künstlerhauses Agnes Lörincz hat ihren Aufenthalt in Hooksiel kreativ genutzt. Foto: hol

Wie sie im Rahmen eines Künstlergesprächs am Samstag sagte, habe sie während dieser Zeit im Ort und am Strand viele Menschen gesehen, die sie inspiriert hätten. Die „Badende“ am Strand etwa, eine Frau mit einer hypermodernen Sonnenbrille, ein sich zugewandtes Paar bei den Krabbentagen, ein junger Mann mit einem Base-Cup – Szenen aus Hooksiel, in Gemälden und Collagen kombiniert mit klassischen, etwas aus der Zeit gefallenen Mustern von Spitzendecken. Ähnlichkeiten und Verfremdungen, die geheimnisvoll wirken und den Betrachter zum Nachdenken anregen.

Motive von Spitzendecken

„Ganz frisch aus dem Ofen“ präsentierte Agnes Lörincz eine Serie von Tonarbeiten. Auch hier sorgen Spitzendecken-Motive für die Muster auf dem gebrannten Material. Mal liegen die Muster auf, mal bilden sie Vertiefungen. Den Stoff selbst findet man nicht mehr. Meist wirken die Arbeiten etwas unfertig. Die Tonscheibe ist nicht eben, das Muster endet abrupt. Genau so hat sie die Künstlerin für gut befunden. „Alles, was perfekt aussieht, schränkt die Gedankenwelt ein.“

Auf die Idee mit den Tonscheiben sei sie bei einem Besuch des Urzeitmeer-Museums am Aquarium in Wilhelmshaven gekommen, in dem Fossile längst ausgestorbener Tiere und Pflanzen zu bewundern sind. Heute. Ein Beleg für die Relativität der Zeit – wie in der Mode so in der Kunst. Agnes Lörincz: „Vielleicht findet ja jemand in ferner Zukunft diese Tonarbeiten und sie werden Fossile aus unserer Zeit.“

Das Künstlerhaus Hooksiel in der Lange Straße ist dienstags bis sonntags jeweils 14 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

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