Jever/Wangerland (10. 9. 2026) – Um die Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt geht es beim nächsten politischen Stammtisch des Ortsverbands Jeverland von Bündnis 90/Die Grünen am Mittwoch, 23. September. Referenten sind der Leiter des Jobcenters Friesland, Andreas Bruns, und seine Kollegin Wencke Burkhardt.
Wie kann die Integration von geflüchteten Menschen in der Region gelingen, möglichst praktisch und konkret? Welche Rolle spielen dabei das Jobcenter, die Unternehmen und die kommunalen Netzwerke? Und was können wir aus den bisherigen Erfahrungen daraus für die Zukunft lernen?
In ihrem Vortrag mit anschließendem Gespräch erläutern Andreas Bruns und Wencke Burkhardt die Aufgaben des Jobcenters bei der Integration Geflüchteter und berichten aus ihrer täglichen Arbeit mit Geflüchteten und Unternehmen und zeigen auf, wie Programme wie der „Job-Turbo“ die Integration konkret voranbringen können. Der grüne Stammtisch beginnt um 19 Uhr im Parkhotel in Jever in der Mühlenstraße 51. Alle interessierte Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen.
Hooksiel/Friesland (9. 9. 2026) – Für Donnerstag ist ein bundesweiter Warntag angesetzt. Um 11 Uhr werden überall die Handys schrillen und die Sirenen heulen – erstmals auch in Hooksiel. Die Sirenen am Feuerwehrgerätehaus an der Nee Straat und am Hooksieler Außenhafen wurden erst in den vergangenen Monaten als Teil des kreisweiten Sirenennetzes installiert.
Die neue Sirene am Feuerwehrgerätehaus erlebt an diesem Donnerstag ihre Premiere. Archiv-Foto: hol
Insgesamt sollen künftig im Landkreis Friesland 65 Sirenen die Menschen schnell und zuverlässig vor drohenden Katastrophen warnen. Nach Angaben des Landkreises hat der Aufbau des Netzes rund 2,2 Millionen Euro gekostet. Die Gemeinde Wangerland hatte sich nach anfänglichen Bedenken letztlich doch dazu entschlossen, sich an dem System (und seinen Kosten) zu beteiligen.
Die neuen Sirenen sind mit Solarmodulen ausgestattet und funktionieren auch dann, wenn sie keine externe Stromversorgung mehr haben. Als Warnung vor Gefahren wie Großbrände, Chemieunfällen und Unwetter werden die Sirenen eine Minute lang mit einem auf- und abschwellendem Heulton zu hören sein. Gegen 11.45 Uhr soll das Signal „Entwarnung“ gesendet werden
Hooksiel (9. 9. 2026) – Es war das letzte direkte Aufeinandertreffen der drei Bürgermeisterkandidaten vor der Wahl am kommenden Sonntag. Zwei Stunden lang plauderten und argumentierten Amtsinhaber Mario Szlezak (SPD) und seine Herausforderer Thies Fischer (CDU) und Bernd Abrahams (Pro Wangerland) am Dienstagabend vor rund Hundert Interessierten im Gästehaus Hooksiel.
Enges Rennen ums Bürgermeisteramt
Ob sie dabei den Wahlausgang entscheidend beeinflussen konnten, ist ungewiss. Auf die Frage von Moderator Sebastian Urbanczyk, wer denn durch den Verlauf der Debatte seine Wahlentscheidung noch einmal überdacht habe, meldeten sich lediglich fünf Personen. Das Fazit des Journalisten: „Einer von Ihnen hat vielleicht eine Stimme dazu gewonnen. Wer weiß, wofür das gut ist.“
Sorgten zwei Stunden lang im Gästehaus Hooksiel für kurzweilige Unterhaltung: (von links) Moderator Sebastian Urbanczyk sowie die Bürgermeisterkandidaten Bernd Abrahams, Thies Fischer und Mario Szlezak. Foto: hol
Wer weiß. Das Rennen um das Bürgermeisteramt gilt als offen. Allen drei Bewerbern wird zugetraut, die Stichwahl der beiden Bestplatzierten zu erreichen, zu der es am Sonntag, 27. September, kommen würde, wenn keiner der Kandidaten im ersten Wahlgang mehr als 50 Prozent der Stimmen erhält.
Zu den Gewinnern der vom Seebadeverein Hooksiel veranstalteten Debatte gehörte auf jeden Fall das Publikum, das zwei Stunden lang gut unterhalten wurde. Weniger durch die zumeist schon bekannten politischen Positionen der Bewerber als vielmehr durch eine amüsante Gesprächsführung. Überraschende Fragen brachten Einblick in Spontanität und Kreativität der drei Herren auf dem Podium.
Launige Fragen
„Was war die Entscheidung, die Sie auf keinen Fall so wieder treffen würden?“ – Szlezak: „Meine Zustimmung zum Bau des Thalasso Meeres Spa.“ – Abrahams: „Dass ich meinen Wahlkampf vor fünf Jahren zu spät begonnen habe. Sonst wäre ich Bürgermeister geworden und wir hätten das Problem mit dem TMS nie bekommen.“
„Was schätzen Sie an ihren Mitbewerbern am meisten?“ Szlezak über Fischer: „Seine jugendliche Agilität.“ Fischer über Abrahams: „Dass er es wirklich geschafft hat, persönlich seine Wahlflyer zu jedem Haus im Wangerland zu bringen.“ Abrahams über Szlezak: „Seine Hemdsärmeligkeit.“
Vier Hotels für Hooksiel?
Inhaltlich drehte sich die Debatte um die Zukunft der insolventen Wangerland Touristik GmbH, die angespannte Finanzlage der Gemeinde, um Handlungsbedarfe am Alten Hafen von Hooksiel, um die Entwicklung des Freizeitgeländes und den Bau von möglicherweise bis zu vier Hotels im Ort. Fischer würde sich ein kleines, schickes Hotel auf dem ehemaligen Feuerwehrareal am Alten Hafen wünschen. Szlezak zeige sich zuversichtlich, dass auf dem Grund und Boden des geschlossenen Hallenwellenbades ein Hotelbau entstehen kann. Auf einem Grundstück gegenüber ist ohnehin ein Hotel geplant.
Vierter Standort könnte die Trabrennbahn sein, die alle drei Bewerber für ein attraktives Investitionsprojekt opfern würden. Frage aus dem Publikum: „Braucht Hooksiel wirklich vier Hotels?“ Während Szlezak und Fischer sich bedeckt hielten, auf notwenige Planungen und Marktmechanismen verwiesen, beleuchtete Abrahams die Frage von der anderen Seite. „Wenn wir Pech haben und keinen Investor finden, kommt überhaupt kein Hotel.“
Szlezak: Netto-Markt kommt
Szlezak war zu verdanken, dass dann auch noch einige Neuigkeiten bekannt wurden. So soll der Investor, der für den Discounter Netto einen Markt im Hooksieler Gewerbegebiet bauen will, das Grundstück inzwischen erworben haben. „Netto kommt. Die Frage ist nur, wann.“ Neu war auch, dass die Gemeindeverwaltung davon abrät, den geplanten Neubau einer Grundschule in Hohenkirchen – der ebenso wie geplante Feuerwehrbauten von allen drei Kandidaten mitgetragen wird – durch private Investoren bauen zu lassen.
Stichwort Investoren: Einigkeit in der Runde herrschte darüber, dass die Gemeinde Wangerland in der Zukunft pfleglicher mit potenziellen Investoren umgehen muss. Hier sei die Verwaltung durch schnelles und professionelles Handeln etwa in der Bauleitplanung gefordert. Aber auch in den politischen Gremien sei mehr Verbindlichkeit nötig. Fischer: „Da müssen wir besser werden.“
Hoffnung auf Hallenbad
Sehr zuversichtlich zeigte sich der Bürgermeister, dass das Wangerland bald wieder ein Hallenbad haben wird. Im Zuge des WTG-Insolvenzverfahrens gebe es vielversprechende Gespräche mit möglichen Käufern des Campingplatzes Schillig, die sich auch in der „Friesland-Therme“ in Horumersiel engagieren wollen. „Wir als Tourismusgemeinde brauchen auf jeden Fall ein Bad“, stellte Szlezak im Einvernehmen mit Fischer fest.
Eine gewisse Unterstützung durch die Gemeinde und aus dem Gästebeitrag wäre dafür vertretbar, da der Transport von Schulkindern zu anderen Schwimmbädern auch Geld koste. Zudem sollten die Urlauber in der Gemeinde gehalten werden. Kritischer Einwurf von Abrahams: „Aber der DLRG ist mit der Öffnung der Friesland-Therme nicht geholfen …“
Horumersiel (9. 9. 2026) – Die Parksituation in der Deichstraße in Horumersiel wird neu geordnet. Das Thema war zuletzt Ende August bei einer Podiumsdiskussion mit den Bürgermeistr4-Kandidaten angesprochen worden. Anlieger hatten dort auf die seit etwa zehn Jahren schwierige Situation hingewiesen. Überall parkende Autos würden den Durchgangsverkehr auf der schmalen Straße unzumutbar behindern.
Bürgermeister Mario Szlezak sagte zu, dass das Problem in den nächsten zwei Wochen abstellen werde. Jetzt meldet er Vollzug. Bei einem Vorort-Termin habe man die Situation und mögliche Lösungen direkt in der Deichstraße besprochen. In Abstimmung mit der Verwaltung sei dann eine Regelung erarbeitet worden, die aktuell umgesetzt wird.
Mitarbeiter des Bauhofes der Gemeinde markieren derzeit in der Deichstraße in Horumersiel die künftigen Parkzonen. Foto: Gemeinde
Die Parkmöglichkeiten sollen klarer geordnet und entsprechend gekennzeichnet werden. Ziel ist es, die Befahrbarkeit der Deichstraße zu verbessern und gleichzeitig den vorhandenen Parkraum sinnvoll zu nutzen.
„Mir ist wichtig, dass Bürgerinnen und Bürger mich ansprechen können und wissen, dass ich ihre Anliegen ernst nehme“, sagt Szlezak. „Deshalb wollte ich mir die Situation selbst vor Ort ansehen und gemeinsam nach einer praktikablen Lösung suchen. Nicht jedes Problem lässt sich sofort lösen. Aber wenn es eine vernünftige Lösung gibt, muss man sie auch auf den Weg bringen.“
Horumersiel (9.9. 2026) – Zwischen Montag, 13.30 Uhr, und dem gestrigen Dienstag, 11.30 Uhr, kam es in Horumersiel zu einer Verkehrsunfallflucht. Ein in der Straße Am Tief abgestellter grauer Ford C-Max wurde durch ein bislang unbekanntes Fahrzeug an der Beifahrerseite beschädigt, teilt die Polizei mit.
Der Verursacher entfernte sich vom Unfallort, ohne seinen Pflichten als Unfallbeteiligter nachzukommen. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet Personen, die den Unfall beobachtet haben oder Hinweise zum verursachenden Fahrzeug geben können, sich beim Polizeikommissariat Jever unter Telefon 04461/7449-0 zu melden.
Friesland/Hooksiel (8. 9. 2026) – Immer häufiger berichtet die Polizei von Unfällen, bei denen Pedelec-Fahrer und auch E-Scooter-Fahrer beteiligt sind. Ein Grund dafür könnte sein, dass die Beteiligten die geltenden Verkehrsregeln nicht kennen.
Auf einem Gehweg mit dem Zusatzschild „Radverkehr frei“ dürfen Radler nur Schittgeschwindigkeit fahren und E-Scooter-Fahrer haben hier überhaupt nichts verloren. Archiv-Foto: hol
Ein klassiches Beispiel aus den vergangenen Tagen im Jeverland: Nach einer Begegnung mit einem E-Scooter-Fahrer stürzt eine Pedele-Fahrerin und verletzt sich dabei. Die Frau befuhr einen Gehweg, der durch das Zusatzzeichen „Radverkehr frei“ für den Radverkehr freigegeben ist. In einem durch Sträucher verengten Bereich kommt ihr ein E-Scooter-Fahrer entgegen. Zu einer direkten Kollision kommt es nicht, aber die Radfahrerin verliert das Gleichgewicht.
Besondere Rücksichtnahme nötig
„Gerade die unterschiedlichen Regelungen für Fahrräder und E-Scooter sorgen im Alltag immer wieder für Unsicherheiten“, so die Polizei. Grundsätzlich gilt: Ein Gehweg ist dem Fußverkehr vorbehalten. Ist ein Gehweg – wie in Hooksiel die Regel – durch das Zusatzzeichen „Radverkehr frei“ zusätzlich für Fahrräder freigegeben, dürfen Radfahrende diesen benutzen – sie müssen es jedoch nicht.
Wer dort mit dem Fahrrad fährt, ist gegenüber Fußgängerinnen und Fußgängern zu besonderer Rücksichtnahme verpflichtet. Der Fußverkehr darf weder gefährdet noch behindert werden. Radfahrende dürfen nur mit Schrittgeschwindigkeit fahren und müssen erforderlichenfalls warten. „Ist ein gefahrloses Vorbeifahren nicht möglich, muss gegebenenfalls abgestiegen und das Fahrrad geschoben werden“, so die Polizei.
Für E-Scooter gilt eine andere Rechtslage: Ein Gehweg mit der alleinigen Freigabe „Radverkehr frei“ darf mit einem E-Scooter grundsätzlich nicht befahren werden. Eine für Fahrräder ausgesprochene Freigabe gilt nicht automatisch auch für Elektro-Kleinstfahrzeuge. Eine Nutzung wäre nur zulässig, wenn dies durch eine entsprechende Beschilderung ausdrücklich auch für Elektro-Kleinstfahrzeuge freigegeben wurde.
Rechtslage oft unbekannt
Anders ist die Rechtslage auf gemeinsamen Geh- und Radwege, die durch das Verkehrszeichen 240 gekennzeichnet sind. Solche Wege müssen von Fahrrädern und E-Scootern genutzt werden. Auch hier haben Fußgängerinnen und Fußgänger besonderen Schutz: Sie dürfen weder gefährdet noch behindert werden und die Geschwindigkeit muss erforderlichenfalls angepasst werden.
Die Polizei appelliert insbesondere an E-Scooter-Fahrende, sich vor Fahrtantritt mit den geltenden Regelungen vertraut zu machen. „Gehwege dienen in erster Linie dem Schutz des Fußverkehrs. Besonders Kinder, ältere Menschen und Personen mit Mobilitäts-Einschränkungen müssen sich dort sicher bewegen können“, betont die Polizei. „Rücksichtnahme und angepasste Geschwindigkeit sind entscheidend: Wo verschiedene Verkehrsarten aufeinandertreffen, sollte im Zweifel Geschwindigkeit herausgenommen, ausreichend Abstand gehalten und bei einer Engstelle gewartet werden. Ein vermeintlicher Zeitgewinn rechtfertigt keine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmender.“
Anmerkung: Liebe Leserinnen und Leser, wer die bereits erschienen Artikel im Rahmen der Serie „Hooksiel sicher“ lesen möchte, sollte im Suchfeld (oben links auf der Startseite) einfach „Hooksiel sicher“ eingeben. Anregungen, Hinweise oder Fragen zu Verkehrsregelungen in Hooksiel haben, melden Sie sich bitte per Email unter infos@hooksiel-life.de – Stichwort: „Hooksiel sicher“.
Wilhelmshaven/Wangerland (8. 9. 2026) Regional, saisonal, nich’ egal: noch b s zum bis Sonntag, 13. September, wird im Rahmen der „Biosphären-Menü-Tage“ die kulinarische Vielfalt der Biosphärenregion Niedersächsisches Wattenmeer. 15 Partner-Betriebe zwischen Cuxhaven und Weener sowie auf den Ostfriesischen Inseln servieren besondere Gerichte und Menüs, bei denen regionale und saisonale Zutaten im Mittelpunkt stehen. Aus dem Wangerland dabei ist das nahe Horumersiel gelegene Landhotel und Restaurant Nakuk.
Die besonderen Bedingungen an der Nordseeküste haben über Generationen hinweg eine eigene kulinarische Kultur geprägt. Salzige Luft, stürmische Winde und ein raues Klima stellen die Landwirtschaft seit jeher vor Herausforderungen. Gleichzeitig haben sich robuste, an die Küstenbedingungen angepasste Sorten entwickelt. Traditionelle Produkte wie die „Kleikartoffel“ zeugen noch heute von dieser besonderen Verbindung zwischen Mensch, Landschaft und Landwirtschaft.
„Mit den Biosphären-Menü-Tagen wollen wir zeigen, wie vielfältig und besonders die Küche unserer Region ist. Wer regionale Produkte auf dem Teller genießt, bekommt nicht nur einen Geschmack von der Landschaft, sondern unterstützt gleichzeitig die Menschen, die hier nachhaltig wirtschaften und unsere Region prägen“, sagt Kim Lüdtke, Koordinatorin für das Partner-Netzwerk bei der Nationalparkverwaltung.
Jever/Wangerland (7. 9. 2026) – Die Landtagsabgeordnete Katharina Jensen wurde am Freitag bei der Aufstellungsversammlung des CDU-Kreisverbands Friesland in Jever für die Kandidatur um das Direktmandat im neuen Landtagswahlkreis Friesland nominiert. Die Landtagswahl findet am 26. September 2027 statt.
Die CDU zieht in Friesland zur Landtagswahl 2027 erneut mit der Wangerländerin Katharina Jensen in den Wahlkampf. Neben ihr Moderator Kai Ulferts (links) und der CDU-Landesvorsitzende Sebastian Lechner. Foto: CDU
Im Zuge der Wahlkreisreform wurde der bisherige Wahlkreis Friesland/Jade neu geschnitten: Die Gemeinde Jade und die Stadt Varel gehören künftig nicht mehr dazu. Bockhorn, Jever, Sande, Schortens, Wangerland, Wangerooge und Zetel bleiben Bestandteil des Wahlkreises Friesland. Die Wangerländerin Katharina Jensen (40), die sich auch im Gemeinderat engagiert, gehört dem Landtag seit 2022 an.
Lob vom Landeschef
Als Gäste waren der niedersächsische CDU-Landes- und Fraktionsvorsitzende Sebastian Lechner sowie Jevers Bürgermeister Jan Edo Albers bei der Veranstaltung dabei. Lechner hob in seiner Rede insbesondere Jensens Kompetenz in der Agrarpolitik hervor. Albers würdigte ihre Arbeit und ihren Einsatz für die Region und machte mit Blick auf den aktuellen Kommunalwahlkampf deutlich, dass es sich lohne, für die Demokratie zu streiten.
„Ich freue mich sehr über das Vertrauen und darüber, für das Direktmandat in Friesland antreten zu dürfen“, sagt Jensen. „Für meine Arbeit ist es wichtig, vor Ort ansprechbar zu sein. Viele Themen landen überhaupt erst auf meinem Schreibtisch, weil mir die Menschen sagen, wo es gerade hakt.“
Landwirtschaft und Häfen
Neben den konkreten Themen aus dem Wahlkreis will Jensen ihre Arbeit insbesondere in den Bereichen Landwirtschaft und Häfen fortsetzen. „Diese Themen gehören unmittelbar zu unserer Region. Bei der Landwirtschaft geht es um die Zukunft unserer Betriebe und darum, dass politische Entscheidungen in der Praxis funktionieren. Unsere Häfen stehen vor großen Aufgaben, und die Landwirtschaft ist eine der wichtigsten Branchen unserer Region.“
Begonnen hatte der Abend mit einer Führung durch das Friesische Brauhaus zu Jever. Anschließend eröffnete und moderierte Kai Ulferts die Aufstellungsversammlung. Auch Sibylle Raquet, Kandidatin für das Amt der Landrätin im Landkreis Friesland, war im Laufe des Abends zu Gast.
Wangerland (7. 9. 2026) – Die Wählergemeinschaft Pro Wangerland bereitet sich intensiv auf die nächste Wahlperiode im Rat der Gemeinde Wangerland vor. Pro-Wangerland-Vorsitzender Dieter Schäfermeier präsentierte jetzt einen„Zukunftsplan Wangerland 2035“, der am Montag, 14. September, dem Tag nach der Kommunalwahl, allen Ratsmitgliedern zugeschickt werden soll.
Über die Zukunft des Thalasso Meeres Spa sollte auf Grundlage einer Kosten-Nutzen-Analyse entschieden werden. Archiv-Foto: hol
Der Hintergrund: Die Wählergemeinschaft wolle verhindern, dass ihr Masterplan zur künftigen Entwicklung im Tourismus von den politischen Mitbewerbern noch für den Kommunalwahlkampf ausgeschlachtet wird. „Das Papier soll eine Diskussionsgrundlage für eine wichtige Debatte werden, die wir im Rat gemeinsam führen sollten. Unsere Positionen sind dabei keineswegs in Stein gemeißelt“, so Schäfermeier.
Masterplan für den Tourismus
Das Papier setzt sich mit der Frage auseinander, wie es mit der Tourismusförderung in der Gemeinde Wangerland nach dem Ende der Insolvenz der Wangerland Touristik GmbH (WTG) weitergehen soll. Pro Wangerland sieht das Modell gescheitert, nach dem die WTG gleichzeitig Tourismusorganisation, Immobiliengesellschaft und Bauherr sowie Betreiber vor Großprojekten sein sollte.
„Die WTG soll zu ihren eigentlichen Aufgaben zurückkehren und sich auf Tourismus, Marketing und das Wohl der Gäste kümmern“, so Schäfermeier. Dazu gehöre neben dem Gästeservice und der Organisation von Veranstaltungen die Zusammenarbeit mit den Gastgebern und die die Entwicklung von neuen Angeboten für die Vor- und Nachsaison. Pro Wangerland warnt vor einem planlosen Ausverkauf von WTG-Immobilen. Strategisch wichtige Flächen müssten für die öffentliche Hand gesichert werden.
Die WTG soll auch künftig für ein attraktives Veranstaltungsprogramm sorgen – vor allem in der Vor- und Nachsaison. Archiv-Foto: hol
Über die Zukunft des Thalasso Meeres Spa (TMS) müsse auf Grundlage einer Kosten-Nutzen-Analyse für die nächsten 20 Jahre nüchtern entschieden werden. Private Investoren dürften nicht mit „Tafelsilbe“ dafür belohnt werden, dass sie der WTG langfristig unwirtschaftliche Verpflichtungen abnehmen.
Wertschöpfung je Gast erhöhen
Im Fokus der touristischen Bemühungen der WTG sollten die Stammgäste stehen. „Wir brauchen nicht unbedingt immer mehr Gäste“, so Schäfermeier. Ziel müsse es sein, die in der Gemeinde verbleibende Wertschöpfung je Gast zu erhöhen. „ Wenn jeder Urlauber am Tag fünf Euro mehr im Wangerland ausgäbe, würde sich die Wertschöpfung bei 2,1 Millionen Übernachtungen um 10,5 Millionen Euro im Jahr erhöhen.“
Besonders wichtig sei es, die Nebensaison etwa durch Themen wie Gesundheit (Thalasso), Radfahren, Natur und Veranstaltungen zu stärken. Gute Radwege, saubere Toiletten, attraktive Strandzugänge und gepflegte Orte seien wichtiger als ein weiteres Millionenprojekt.
Vertrauen durch Transparenz schaffen
Nach dem Desaster bei Bau des TMS sei es künftig besonders wichtig, verloren gegangenes Vertrauen durch Transparenz zurückzugewinnen. Dafür sollte die WTG einmal jährlich öffentlich darlegen, wie sich der Tourismus aus Sicht des Unternehmens entwickelt, wie die wirtschaftliche Lage der WTG ist und inwieweit angestrebte Ziele erreicht wurden.
„Alles behalten und dauerhaft Verluste bezahlen, ist keine Lösung“, ist man bei Pro Wangerland überzeugt. Aber: „Alles verkaufen, um die Probleme der Vergangenheit zu bezahlen, ebenso wenig.“ Der richtige Weg, den man mit dem Rat und der WTG entwickeln wolle, liege irgendwo dazwischen.
Hooksiel (7. 9. 2026) – Ein Spektakel im Sand haben sie versprochen. Und sie haben ihr Versprechen gehalten. Vier American-Football-Teams haben am Samstag und Sonntag den Hooksieler Badestrand in eine Sportarena verwandelt – und dabei gehörig Spaß gehabt. Insofern verwundert die Ankündigung der BeachBowl-Vorsitzenden Melanie Hoppe und der Aktiven nach dem Finalspiel am Sonntag nicht. „Im nächsten Jahr sind wird wieder da!“
Packende Spielszenen vor der maritimen Kulisse am Hooksieler Badestrand. Dafür steht BeachBowl. Foto: hol
Der BeachBowl wird seit 1998 ausgetragen. In diesem Jahr erlebten die Zuschauer die 25. Auflage. Mannschaften mit jeweils acht Spielern treten – geschützt durch Polsterungen und Schutzhelme – gegeneinander an. Kraft, Schnelligkeit, Geschick und eine gutes Auge der Werfer sind gefragt, um den eierförmigen Football möglichst mit einem Touchdown im gegnerischen Spielfeld abzulegen.
Gespielt wird nach den originären Verbandsregeln. Da dabei ordentlich zugepackt werden darf, werden die Spiele von jeweils vier Schiedsrichtern überwacht. Im Finale standen sich die Neckar Hammers aus Villingen (Schwarzwald) und ein Team aus Lohne gegenüber, in dem auch ein Frau mitspielte. Die Villinger setzten sich mit 40:36 Punkten durch und konnten dafür neben jeder Menge Sand in ihren Trikots einen großen Pokal mit nach Hause nehmen.