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Hooksiel-life: Vom Leben an der Küste

Gästestatistik erlaubt nur wenig Rückschlüsse auf Ursachen

Wangerland (25. 8. 2026) – Die Lage ist schwierig, aber nicht hoffnungslos. Das ist die Botschaft, die man seit Wochen hinter vorgehaltener Hand zum Stand des Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung der Wangerland Touristik GmbH (WTG) hört. Während Insolvenzverwaltung, Geschäftsführung und Gläubigerausschuss versuchen, die finanzielle Lage des gemeindeeigenen Tourimusunternehmens durch Personalabbau, Schließung defizitärer Unternehmenssparten und Verkäufe von Immobilien zu verbessern, lecken sich eine Reihe von Vermietern und Gastronomen schon die Wunden.

Noch ist nicht absehbar, wie sich die Gästezahlen in 2026 im Wangerland entwickeln. Bei der WTG geht man davon aus, dass die Vorjahreszahlen noch zu erreichen sind. Foto: hol

Insbesondere die Schließung der Schwimmbäder in Hooksiel und Horumersiel habe zu erheblichen Einbrüchen bei den Vermietungszahlen geführt, heißt es. Die WTG hält dem entgegen, dass sich dieser Trend aus der Gästestatistik auf Basis der gezahlten Gästebeiträge so nicht ableiten lasse. Gemeindeweit bewege sich die Zahl der Ankünfte und Übernachtungen auf Vorjahresniveau.

Schwierige Analyse

Rückgänge der Gästezahlen in einzelnen Orten oder in einzelnen Betriebsarten könnten unterschiedliche Ursachen haben. So habe sich möglicherweise die Zahl der wirtschaftlichen Akteure verändert, Quartiere seinen geschlossen worden oder neue hinzugekommen. Auch längere Sanierungsphasen könnten die Zahlen der Übernachtungen beeinflussen. Schon deshalb seien Vergleiche und vor allem die Rückschlüsse auf Ursachen schwierig.

Noch schwieriger wird eine Analyse, weil die WTG sich aktuell weigert, absolute Zahlen für Ankünfte und Übernachtungen aufgeschlüsselt nach einzelnen Ortslagen wie etwa Horumersiel/Schillig, Hooksiel oder Hohenkirchen herauszugeben. „Aufgrund der teilweise geringen Anzahl an Beherbergungsbetrieben könnten aus einer solchen Darstellung Rückschlüsse auf einzelne Betriebe und deren Geschäftsentwicklung gezogen werden“, teilt das Unternehmen auf eine entsprechende Anfrage von „Hooksiel-life“ mit.

Viele Urlauber bedauern, dass es das Hallenwellenbad Hooksiel nicht mehr gibt. Inwieweit das fehlende Angebot die Zahl der Vermietungen im Umfeld beeinflusst, ist umstritten. Archiv-Foto

Dieses Argument dürfte vor allem für Hohenkirchen gelten. Dort ist das „Wangerland-Resort“ seit dem Frühjahr 2025 in Betrieb. Zuvor hatte es am Standort mindestens drei Jahre lang keine touristischen Übernachtungen gegeben. Auch wenn die große Zahl an Schülerinnen und Schülern, die das Resort im Rahmen von Klassenfahren besuchen, sich nicht in der Gästestatistik der WTG niederschlägt, wäre zu erwarten, dass die sonstigen Gäste in dem gut gebuchten Quartier die Übernachtungszahlen in der Gemeinde steigen lassen.

Mehr Übernachtungen in Hotels

Für diese Annahme spricht, dass nach der WTG-Gästestatistik die Zahl der Übernachtungen in Hotels im Wangerland insgesamt in den ersten sieben Monaten diese Jahres um 9,5 Prozent auf 110.637 zugenommen hat. Rund 20 Prozent der rund 796.000 Übernachtungen bis Ende Juli seien in Hotels gebucht worden. Inwieweit des Verschiebungen zwischen den unterschiedlichen Hotelstandorten gegeben hat, lässt sich aus den Zahlen nicht ablesen.

Hoteliers und Betreiber von Pensionen und Ferienanlage verweisen auf ihre Erkenntnisse aus persönlichen Gesprächen mit Gästen, die bedauern würden, dass es weder in Hooksiel noch in Horumersiel ein Schwimmbad mehr gebe. In der Hauptsaison schlage sich dieser Unmut nur bedingt in den Umsatzzahlen nieder, da die Häuser dann auch ohne Bäder noch nahezu ausgebucht seien.

Massive Einbrüche

Massive Einbrücke habe man aber in der Vorsaison erlebt und erwarte sie auch für die Nachsaison. Trotz der Beteuerungen der Vermieter gegenüber ihren Gästen, dass es im Radius von 20 Kilometern mehrere Hallenbäder gibt. „Viele Gäste planen ihren Urlaub inzwischen mit Hilfe der KI. Wenn wir dann kein Bad mehr vorweisen können, sind wir bei der Suche raus“, schildert eine Vermieterin.

Schlechte oder zumindest zurückgehende Buchungszahlen können aber auch ganz anderer Ursachen habe, sagt Matthias Suckert. Der Inhaber der „Agentur am Meer“ in Hooksiel verweist auf eine Analyse von 1562 Buchungen von Ferienvermietungen. Eine Erkenntnis: „Die Wahrnehmung, dass die Buchungszahlen sinken, betrifft in der Regel Betriebe mit starren Mindestaufenthalten – zum Beispiel wochenweise – und langen Reaktionszeiten.“ Anbieter von Ferienwohnungen, die auch Aufenthalte unter fünf Tage zulassen und über Online-Kanäle schnell buchbar seien, würden eine starke und wachsende Nachfrage bedienen.

Immer mehr Kurzurlauber

Der Anteil der Kurzurlaube von bis zu fünf Tagen nehme deutlich zu und mache bereits 31 Prozent der Buchungen aus. 19,5 Prozent der Gäste würden für fünf bis sechs Nächte buchen. Der Anteil der „klassischen“ Buchungszeiten von einer oder zwei Wochen liege nur noch bei 39,5 Prozent.

Matthias Suckert

„Vermieter, die ihre Konditionen nicht an dieses veränderte Gästeverhalten anpassen, erleben Leerstände, die von flexiblen Anbietern problemlos gefüllt werden“, ist Suckert (auf dem Foto links) überzeugt.

Die WTG hält sich mit einer Prognose für das gesamte Jahr 2026 noch zurück. Bis Ende Juli hätten die Zahlen bei den Ankünften um 4 Prozent, die der Übernachtungen um 2,1 Prozent unter denen von 2025 gelegen. Das könne aber auch mit „Sondereffekten“ zu tun haben, die die Statistik verzerren. Dazu rechnet die WTG beispielsweise die unterschiedlichen Ferienzeiten, aber auch die schwierige Anlaufphase nach dem Verkauf des Campingplatzes in Hooksiel mit einer Reihe von Modernisierungen. „Solche Faktoren beeinflussen die nackten Zahlen erheblich, ohne dass die eigentliche touristische Attraktivität eines Ortes dadurch sinkt“, heißt es in der WTG-Stellungnahme.

Konkrete Entwicklungen und belastbare Daten wolle man zum Jahresende beziehungsweise zum Saisonabschluss präsentieren. „Sobald die Datenlage vollständig vorliegt.“

Schnuppertag für Tennis-Einsteiger mit Ballmaschine

Hooksiel (25. 8. 2026) – Tennis ist ein toller Sport. Das demonstrierten beim Tag der offenen Tür auf ihrer Anlage an der Jaderennbahn Sportler der Tennisabteilung des SC Wangerland. Neben einer Reihe von Aktiven hatten sich vor allen Mädchen und Jungen aus der Jugendabteilung für das Gelingen der Veranstaltung engagiert.

Ausgelassene Stimmung herrschte beim Tag der offenen Tür auf der Hooksieler Tennisanlage. Foto: Csikos

Auf dem Platz wurden verschiedene Spiel- und Trainingsformen demonstriert. Neueinsteiger durften einfach einmal ausprobieren, wie es sich anfühlt, einen Tennisschläger in der Hand zu halten und einen Ball zu schlagen. Eine Ballmaschine des Vereins, die den Spieler Bälle punktgenau zuspielt, kam ebenso zum Einsatz wie ein Messgerät, mit dem man die Geschwindigkeit des eigenen Aufschlages messen kann. Am Spielfeldrand wurde gezeigt, wie Tennisschläger neu bespannt werden.

Ebenso wichtig für die zum Tag der offenen Tür erschienenen Mitglieder und potenziellen Neu-Mitglieder: Nette Gespräche am Spielfeldrand über Spiel- und Trainingsmöglichkeiten. Dazu gab es Kaffee und Kuchen sowie Leckereien vom Grill und Kaltgetränke.

Bekannte Motive mit gewissen Überraschungsmomenten

Hooksiel (25. 8. 2026) – Der Junge ist wieder da. Vor dem Hooksieler Künstlerhaus steht seit wenigen Tagen wieder der Bronze-Junge, der zusammen mit einem auf dem Boden liegenden Fisch das Kunstwerk „Fischers Sohn“ bildet.

Der Bronze-Junge der Skulptur „Fischers Sohn“ steht wieder vor dem Künstlerhaus. Der Bildhauer Norbert Marten hat die bei einem Unfall erheblich beschädigte Figur saniert. Foto: hol

Die Leiterin des Künstlerhauses, Renate Janßen-Niemann, begrüßte zur Eröffnung der Ausstellung „Spielereien“ des Berliner Künstlers Marc Taschowsky neben über 50 Interessierten auch den Bildhauer Norbert Marten aus Westerstede, bei dem der „Junge“ gut anderthalb Jahre lang in Behandlung war. Ein unbedachter Autofahrer hatte die Skulptur offenbar beim Rangieren in der Lange Straße umgefahren. Arme und Beine waren gebrochen und mussten aufwändig geschweißt werden.

Im Zentrum der Vernissage stand allerdings ein anderer „Junge“, der Maler Marc Taschowsky (54). Der freischaffende Künstler, der an der Hochschule für freischaffende Künste in Braunschweig studiert hat, stellt in Hooksiel eine Vielzahl von Porträts von prominenten Personen und Figuren aus – darunter Friedrich Merz und Marilyn Monroe ebenso wie Comicfiguren wie Kermit der Frosch, Asterix oder Großmeister Yoda.

Faszinierende Gemälde und Gestaltungen stellt Marc Taschowsky im Künstlerhaus aus. Künstlerhaus-Leiterin Renate Janßen-Niemann und Bürgermeister Mario Szlezak (links) begrüßten den Maler in Hooksiel. Foto: hol

Taschowskys Bilder und Gestaltungen erinnern an Pop-Art-Kunst (Andy Warhol, Roy Lichtenstein etc.) – bekannte Motive, grelle Farben, aber immer auch Überraschungselemente, die bei seinen Arbeiten auch dadurch entstehen, dass er mit stark verdünnter Ölfarbe male, die hier und dort verlaufe, verriet der Künstler in einem originellen Vortrag, in dem Taschowsky „die 13 meist gestellten Fragen an ihn“ beantwortete – ohne dass ihn in Hooksiel tatsächlich jemand gefragt hätte. Unter anderem: „Ist das Pop-Art“ – Antwort: „Allenfalls Post-Pop-Art“; „Kann man von der Kunst leben?“ – Antwort: „Ja, aber ich verrate nicht wie …“

Die Inspirationen für die Motive seiner Arbeit von Biene Maja bis Heidi Klum entdecke er zumeist im Internet. Das dürfe auch für die aus Alltagsgegenstände zusammengestellten Skulpturen gelten – so entstehen durch Zusammenfügen und Weglassen farbenfrohe Tiere und Figuren wie Hund, Elefant, Käfer, Drache und Entchen aus Holz, Plastik, Metall, Kanister, Telefon oder Fahrradsattel. Alltag wird zur Kunst. So banal wie faszinierend.

Die Ausstellung ist bis zum 20. September jeweils dienstags bis sonntags von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. 

Oldtimer und Wasserskifahrer zogen Tausende in ihren Bann

Hooksiel (24. 8. 2026) – Das „Familiensommerfest“ an den Hooksieler Skiterrassen war ein überwältigender Erfolg. Maßgeblichen Anteil daran hatten die „Küsten-Oldtimerfreunde“. Sie lockten um die 1000 Oldtimer- und Young-Timer-Fahrer nach Hooksiel. Dazu wohl gut 10.000 Schaulustige, die sich die überwiegend liebevoll gepflegten Fahrzeuge ansehen und über Schönheit, Fahrgefühl, Liegesitze und Benzinverbrauch fachsimpeln wollten.

Das Oldtimer-Treffen an der Hooksieler Wasserskianlage zog am Sonntag Tausende Menschen an. Foto: hol

„Guck mal der da. Mit so einem bin ich früher bei der Arbeit gefahren“, sagt ein Senior hörbar stolz zu seinem Enkel. Ein anderer: „Das Auto kenne ich aus einem alten Spielfilm.“ Der Wagen, ein Dodge Charger, Baujahr 1968, mit V8-Motor, 7200 Kubikzentimeter Hubraum und 375 PS, gehörte zu den Stars der Ausstellung, zumal er unmittelbar am Eingang zur Wasserskianlage präsentiert wurde. Das der Verbrauch von 18 bis 24 Litern je 100 Kilometer ökologisch bedenklich ist, spielte dabei nur eine Nebenrolle. „Mit seinem Oldtimer fährt man ja auch nicht mehr so viele Kilometer.“

Gut 1000 Fahrzeuge

Andre Brandt, Sprecher der Interessengemeinschaft „Küsten-Oldtimerfreunde“, war am Ende der Veranstaltung rundum zufrieden. Mit gut 500 Pkw, Treckern und Lastwagen hatten sein 18-köpfiges Orga-Team und er bei der zweiten Auflage der Veranstaltung gerechnet. Dass daraus dann trotz regnerischem Wetter am Vormittag um die 1000 wurden, dürfe auch die Macher überrascht haben.

Rege angenommen wurde auch der Floh- und Autoteilemarkt im Bereich zwischen Bäderstraße und Wasserskianlage. Gut nur, dass die Oldtimerfreunde sich für die Veranstaltung schon im Vorfeld einen Großparkplatz der Wangerland Touristik GmbH gesichert hatten. Brandt: „Ohne die gute Zusammenarbeit mit der WTG wäre das gar nicht möglich gewesen.“

Akrobatik auf dem Wasser

Hingucker gab es aber nicht nur aus Blech und Chrom. Auf dem Wasserski-Parcours demonstrierten Aktive aus der Region ihre Fahrküste auf dem Wasser, einschließlich gekonnter Sprünge über Hindernisse und athletisch anspruchsvoller Pyramiden. Hunderte verfolgen die von Stephan Reiners professionell moderierte Wasserski-Show von den Skiterrassen aus und spendeten intensiv Beifall.

Mit viel Applaus bedacht wurden die Wasserskiläufer für ihre Showeinlagen. Foto: hol

Die Inhaber der Skiterrassen, Anja und Hans-Ott Vogt, zeigten die Verbundenheit zwischen Skiterrassen und Oldtimer-Fahrern auf ihre Weise: Jeder Fahrer erhielt zur Begrüßung ein alkoholfreies Bier und einen Muffin. 

Erlös für Jugendfeuerwehr

Insgesamt war das „Familiensommerfest“ tatsächlich ein Fest für die gesamte Familie. Was auch daran lag, dass für Kinder unter anderem ein Kinderkarussell und Hüpfburgen aufgebaut worden waren. Zu den Gewinnern der Veranstaltung gehören auch die Jugendfeuerwehren in der Gemeinde Wangerland. Und das nicht nur, weil sie im Rahmen des Sommerfestes für ihr Hobby werben konnten. Die „Küsten-Oldtimerfreunde“ wollen den Jugendwehren auch den Überschuss der Veranstaltung zukommen lassen.

In Schlangenlinien durch Hohenkirchen gefahren

Hohenkirchen (23. 8. 2026) – Am frühen Sonntagmorgen hat eine Streife des Polizeikommissariats Jever die Fahrt eines alkoholisierten Autofahrers beendet. Gegen 4.10 Uhr, so die Polizei, seien die Beamten auf der Jeverschen Straße in Hohenkirchen auf einen Pkw aufmerksam geworden, der durch eine stark in Schlangenlinien geführte Fahrweise auffiel.

Bei der anschließenden Kontrolle stellten die Einsatzkräfte bei dem Fahrzeugführer deutliche alkoholbedingte Ausfallerscheinungen fest. Ein vor Ort durchgeführter Atemalkoholtest bestätigte den Verdacht und ergab einen Wert von 1,43 Promille. Als Beweis die Fahruntüchtigkeit wurde eine ärztliche Blutentnahme in einem Krankenhaus angeordnet. Gegen den Fahrer wurde ein Strafverfahren eingeleitet.

Kennenlernen-Runde mit Getränken und Bratwurst

Hooksiel (23. 8. 2026) – Die CDU lädt mit Blick auf die Kommunalwahl am 13. September zu einem Kennenlern-Treffen in Hooksiel ein. Die Veranstaltung soll am Donnerstag, 3. September, ab 19.30 Uhr auf dem Gelände der Leo Bauunternehmen GmbH im Hooksieler Gewerbegebiet, Berghamm 4, stattfinden. Unter anderem will der CDU-Bürgermeisterkandidat Thies Fischer die Gelegenheit nutzen, sich den Bürgern in Hooksiel vorzustellen.

Die Partei sogt dabei für die Beköstigung mit Getränken und Bratwurst. Für die Planung wird um Anmeldung bei Björn Christiansen (Email: bjoern-christiansen@gmx.de oder Telefon 0157/85324567) gebeten.

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Gemeinde soll endlich Planung am Kreuzhamm vorantreiben

Wangerland/Hooksiel (22. 8. 2026) – Nach dem beschlossenen Verkauf der Rundinsel im Wangermeer bei Hohenkirchen an Dirk Boll, einer der Geschäftsführer des „Wangerland Resort“, will die Gemeinde jetzt die Bauleitplanung vorantreiben. Der Ausschuss für Gemeindeentwicklung gab grünes Licht dafür, dass die Verwaltung ein Planungsbüro damit beauftragt, einen Bebauungsplan zu entwickeln, der die Gestaltung einer „Abenteuerinsel“ ermöglicht.

B-Plan für Abenteuerinsel

Das Planungsgebiet umfasst die 20,27 Hektar große Inselfläche, die Zuwegung sowie eine Fläche an der Straße Jelliestede, an der ein Anleger für den Inselverkehr entstehen könnte. Die „Abenteuerinsel“ soll als weitere Attraktion das „Wangerland Ressort“ bereichern und weitere Urlauber ins Wangerland holen. 

Noch nicht beschäftigt hat sich die Bauabteilung der Gemeinde in den vergangenen zwei Jahren mit der künftigen Entwicklung der Grundstücke an der Straße Kreuzhamm in Hooksiel. Wie der zuständige Abteilungsleiter Peter Podein einräumte, sei seit der Verhängung einer Veränderungssperre im September 2024 noch nichts weiter passiert. Der Ausschuss empfahl, die Sperre um ein Jahr zu verlängern. Zudem forderte die Politik die Verwaltung auf, das Projekt jetzt auch inhaltlich anzupacken.

Fläche für Grundschul-Erweiterung

Die Veränderungssperre ermöglicht die Umsetzung von städtebaulichen Zielen. Ein Teil des betroffenen Areals soll für eine möglicherweise notwendige Erweiterung der Grundschule Hooksiel gesichert werden. Darüber hinaus will sich die Gemeinde Gedanken über die Zulässigkeit von Ferienwohnungen und Zweitwohnungen am Kreuzhamm machen und die Festsetzungen zur Bebauung der Grundstücke überprüft.

Rätselraten über Lücke bei Einnahmen aus Parkgebühren

Wangerland (21. 8. 2026) – Die Haushaltslage der Gemeinde Wangerland ist mit Stand Ende Juli „solide“. Wie Gemeindekämmerer Arthur Wichmann vor dem Finanzausschuss des Gemeinderates ausführte, würden sich die allermeisten Einnahmeposten so wie erwartet entwickeln. Insbesondere bei den großen Einnahmeposten wie Gewerbesteuern, Grundsteuern, Schlüsselzuweisungen und Konzessionsabgaben sowie dem Anteil der Gemeinde an der Einkommensteuer lägen die tatsächlichen Einnahmen nahezu punktgenau auf Höhe der prognostizierten Ansätze, zum Teil sogar darüber.

Gästebeiträge mit Aufholpotenzial

Die Summe der von der Gemeinde eingezogenen Gästebeiträge, die im wesentlichen an die Tourismustochter Wangerland Touristik GmbH weitergeleitet werden, waren mit Stand Ende Juli aber noch ein gutes Stück von der erhofften Höhe entfernt. Neben den Jahresgästebeiträgen in Höhe von 320.000 Euro hat hat die Gemeinde bislang 1,95 Millionen Euro eingenommen.

Veranschlagt sind für das gesamte Jahr aber 3,2 Millionen Euro. Wichmann verwies darauf, dass Nordrhein-Westfalen in diesem Jahr sehr spät Sommerferien hat, so dass die Zahl der Übernachten im August noch zulegen kann. „Hier besteht noch Aufholpotenzial.“

Ein zweites Sorgenkind sind die Parkgebühren. Die Gemeinde hofft hier für das gesamte Jahr auf Einnahmen von rund 350.000 Euro, allein von den kostenpflichtigen Parkplätzen der Gemeinde. Bislang wurden aber erst 155.000 Euro verbucht. Die Lücke wird kaum noch zu schließen sein.

Millionen-Förderung für Investitionen

Gründe dafür? Unbekannt. Möglicherweise, so eine Vermutung, würden mehr Autofahrern ihre Wagen in parkgebührenfreien Nebenstraßen abstellen. Eventuell würden aber auch mehr Autofahrer „vergessen“, ihre Gebühr zu entrichten. Dagegen spricht allerdings, dass die Parkplatz-Kontrolleure der Gemeinde unverändert intensiv die Parkplätze kontrollieren.

Erfreulich sei, so Wichmann, dass die Gemeinde 3,47 Millionen Euro nach dem Niedersächsischen Kommunalinfrastrukur-Fördergesetz bekommt. Das Geld stammt im wesentlichen aus dem Infrastrukur-Fördertopf des Bundes und soll die Investitionskraft der Kommunen stärken. Über die Verwendung kann die Gemeinde weitgehend eigenständig entscheiden. Die Mittel stehen bis 2036 bereit.

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Auch für brave „Kampfhunde“ werden höhere Steuern fällig

Wangerland/Hooksiel (21. 8. 2026) – Der Hund ist brav. Sehr brav. Aber Vorsicht: Er ist ein Kampfhund, zumindest im allgemeinen Sprachgebrauch. Und nach der Klassifizierung der Hundesteuer-Gebührensatzung der Gemeinde Wangerland. Und dabei wird es nach eine entsprechenden Empfehlung des Finanzausschusses der Gemeinderates voraussichtlich auch bleiben.

Antrag von Hundehalter

Zum Leidwesen eines Hundehaltes aus Hooksiel. Er hatte den Antrag gestellt, dass die Gemeinde ihre Steuerpraxis ändert. Derzeit müssen Halter von „normalen“ Hunden 60 Euro im Jahr Steuer zahlen. Für einen „Kampfhund“ (American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier, Bullterrier, Pitbull-Terrier sowie deren Kreuzungen) werden 288 Euro fällig. Die Gemeinde will damit auch das Halten von potenziell gefährlichen Tieren unattraktiv machen.

Nach Ansicht des Hooksielers sollte der erhöhte Steuersatz nur Hunde treffen, deren Gefährlichkeit durch die zuständige Fachbehörde festgestellt wurde. Sein Hund sei tatsächlich nicht gefährlich und zudem sehe das Niedersächsische Gesetz über das Halten von Hunden keine generelle Einstufung bestimmter Hunderassen als gefährlich mehr vor.

Geltende Regelung zulässig

Gemeindekämmerer Arthur Wichmann wies im Ausschuss darauf hin, dass die bestehende rassebezogene Regelung der Hundesteuersatzung der Gemeinde gleichwohl rechtlich zulässig und auch gerichtlich bestätigt sei. Derzeit würden insgesamt 15 Hunde mit dem erhöhten Steuersatz belegt. Bei elf Hunden beruhe dies ausschließlich auf die Rassezugehörigkeit. Bei vier Hunden sei die Gefährlichkeit behördlich festgestellt worden. Bei einem vollständigen Verzicht auf die rassebezogene Besteuerung wäre nach Berechnung der Verwaltung mit jährlichen Mindererträgen von rund 2500 Euro zu rechnen.

Ausschuss gegen Änderung

Im Ausschuss stieß die Argumentation des Antragstellers durchaus auf Verständnis. Dennoch, so die Position der Gruppe „Gemeinsam fürs Wangerland“ (CDU, Grüne, FDP), lehne man den Antrag ab, weil bestimmte Hunderassen nach allgemeiner Einschätzung ein erhöhtes Gefährdungspotenzial aufweisen können. Wer sich für einen solchen Hund entscheide, wisse, dass hiermit eine höhere steuerliche Belastung verbunden ist. Die SPD schloss sich dieser Sichtweise an. Und auch die Wählergemeinschaft Pro Wangerland sprach sich gegen die Änderung aus.

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„Hooksiel sicher“: Kuriose Verkehrsschilder bereichern das Ortsbild

Hooksiel (19. 8. 2026) – In der losen Artikelserie „Hooksiel sicher“ werden an dieser Stelle seit einigen Monaten verschiedene potenziell gefährliche Verkehrslagen erörtert, irreführende Beschilderungen kritisiert oder auch auch weitgehend unbekannte Vorschriften erläutert wie etwa die Park-Regel in verkehrsberuhigten Bereichen (nur auf gekennzeichneten Flächen) oder die Vorfahrtsbestimmungen in Tempo-30-Zonen (stets rechts vor links). Bei der Recherche sind auch einige Kuriositäten aufgefallen, die vielleicht nicht gefährlich, aber doch berichtenswert sind.

Kuriosität am Hooksieler Sengwarder Anteil. Auf dem Verkehrsschild, das vor möglicherweise kreuzenden Radfahrern warnt, fährt das Fahrrad von links nach rechts – und damit genau andersherum als bei allen anderen „Achtung Radfahrer“-Schildern. Foto: hol

Wer zum Beispiel von der Bäderstraße kommend in die Straße An der Jaderennbahn in Richtung Sportbootmarina der Wangerland Touristik und Sportanlage fährt, erreicht formal nie Hooksiel – könne also, da er außerhalb geschlossener Ortschaft unterwegs ist, auf der maroden Straße Tempo 100 fahren. Dass das nicht in Sinne der Verkehrssicherheit sein kann, liegt auf er Hand. Der schnöde Grund für die Irritation: Es fehlt ein Ortseingangschild.

Fahrt über den Deich unzulässig

Im weiteren Verlauf überquert die Straße hinter der „Muschel“ die zweite Deichlinie in Richtung Viethstraße/Soltwarf. Eine bei Radfahrern und Fußgang sehr beliebte Verbindung. Aber: Aus guten Gründen ist die Durchfahrt auf der geklinkerten, schon arg in Mitleidenschaft gezogenen Straße in Richtung Viethstraße für Kraftfahrzeuge gesperrt. Dennoch werden die Autofahrer bei der (unzulässigen) Überquerung des Deiches mit einem Verkehrsschild darauf hingewiesen, dass sie jetzt in eine Tempo-30-Zone einfahren.

Gut zu wissen, dass ab der Deichüberquerung in Richtung Viethstraße/Soltwarf eine Tempo-30-Zone beginnt. Allerdings: In diese Fahrtrichtung ist die Durchfahrt ohnehin für Kraftfahrzeuge aller Art verboten. Foto: hol

Überflüssig sind eine Reihe von Schilder, die an Straßen stehen, die die Autofahrer an Einmündungen zu verkehrsberuhigten Bereichen darauf hinwiesen, dass sie Vorfahrt haben. Etwa durch die so genannte „Rakete“ (Vorfahrt an der nächsten Einmündung). Begründbar ist das nur mit dem Prinzip „Doppelt hält besser!“. Denn auch das konnten Autofahrer bereits in der Serie „Hooksiel sicher!“ lernen: Wer aus einem verkehrsberuhigten Bereich hinausfahrt, etwa in eine Tempo-30-Zone, hat sich so zu verhalten, als würde er ein privates Grundstück verlassen. Er hat also nie Vorfahrt, unabhängig davon, ob er von rechts oder von links kommt.

Doppelt hält besser: Die Rakete auf dem Middeldiek signalisiert Autofahrern Vorfahrt an der Einmündung Tegeler Plate. Autos, die aus dieser Straße kommen, hätten aber ohnehin nie Vorfahrt, da die einen „verketrsberuhgten Bereich“ verlassen. Foto: hol

Amüsant auch ein Verkehrsschild, das Verkehrsteilnehmer warnt, die den Sengwarder Anteil in Richtung Ortsausgang unterwegs sind. Auf dem rechten Fußweg steht ein „Achtung“-Schild, das auf Radfahrer hinweist, die möglicherweise die Straße kreuzen könnten, weil sie in die Bohnenburger Reihe einbiegen möchten – eine beliebte Radtour.

Fahrrad fährt in falsche Richtung

So weit, so gut. Das Emblem auf dem Schild war stark verwittert und wurde kürzlich erneuert. Allerdings: Das aufgedruckte Fahrrad fährt jetzt – vermutlich als einziges im deutschen Verkehrsschilderwald – von links nach rechts über das Schild.

Anmerkung: Liebe Leserinnen und Leser, wer die bereits erschienen Artikel im Rahmen der Serie „Hooksiel sicher“ lesen möchte, sollte im Suchfeld (oben links auf der Startseite) einfach „Hooksiel sicher“ eingeben. Anregungen, Hinweise oder Fragen zu Verkehrsregelungen in Hooksiel haben, melden Sie sich bitte per Email unter infos@hooksiel-life.de – Stichwort: „Hooksiel sicher“.

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