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Hooksiel-life: Vom Leben an der Küste

Gemeindekirchenrat einstimmig für Pastorin Vera Rosin

Wangerland (20. 5. 2026) – Die vakanten Pastorenstelle in der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Wangerland kann voraussichtlich in absehbarer Zeit wieder besetzt werde. Wie Lübbo Meppen, Vorsitzender des Gemeindekirchenrates, gegenüber „Hooksiel-Life“ bestätigte, habe das Gremium am Dienstag einstimmig Vera Rosin als neue Pastorin gewählt. 

Das Gremium tagte im Beisein von Kreispfarrer Christian Scheuer, der der Geistlichen im Anschluss das Votum übermittelt habe. Die 61-jährige Theologin, die sich kürzlich im Rahmen eines Gottesdienstes in Hohenkirchen vorgestellt hatte und derzeit noch eine Pfarrstelle in Castrop-Rauxel bekleidet, habe die Wahl angenommen. Sie möchte mit ihrer Familie ins Wangerland ziehen.

Wann die Pastorin ihre neue Aufgabe übernehmen kann, steht noch nicht genau fest, da sie dafür aus der Landeskirche Westfalen in die Oldenburgische Landeskirche wechseln muss. Meppen: „Wir hoffen, sie im August oder September begrüßen zu können.“

Mit den Pastorinnen Vera Rosin und Hanja Harke (halbe Stelle) sowie dem Diakon Fredo Eils wäre das theologische Führungsteam der Kirchengemeinde Wangerland komplett. Die aktuelle Vakanz war durch den Wechsel des Hooksieler Pastors Stefan Grünefeld zur Landeskirche nach Oldenburg entstanden. 

Thalasso: Pro Wangerland spricht von Chaos und Nicht-Ahnung

Wangerland (20. 5. 2026) – Das Thalasso-Desaster wird das eines der Schlüsselthemen für den Kommunalwahlkampf. Das wurde am Dienstagabend bei einer öffentlichen Veranstaltung der Wählergruppe Pro Wangerland (WPW) in Horumersiel deutlich. Dabei stellte der Vorstand die Schwerpunkte für die nächste Wahlperiode vor. 

Ein Großteil der Mehrkosten beim Bau des Thalasso Meeres Spa soll dadurch entstanden sein, dass die Projektleitung nachträglich hochwertigere Materialien und Ausstattungen geordert haben soll als ursprünglich geplant. Foto: hol

Intensiver diskutiert wurden aber die Ursachen der Kostenexplosion beim Bau des „Thalasso Meeres Spa“ (TMS) und die Folgen für Horumersiel, wenn die insolvente Wangerland Touristik GmbH (WTG) tatsächlich einen privaten Investor für das Grundstück Zum Hafen 3 finden sollte, auf dem neben dem TMS das Dorfgemeinschafts- und Gästehaus samt WTG-Verwaltung, Kursaal und Kurpark untergebracht sind.

Vier Schwerpunktthemen

Wie Ratsfrau Geraldine Vogdt sagte, habe sich die Wählergruppe für die Zeit nach der Wahl am 13. September vier Schwerpunkte auf ihre Fahnen geschrieben. Um den Mehrwert des Tourismus zu erhöhen, wolle man mit den touristischen Leistungsträgern in der Gemeinde den so genannten Leitbildprozess aus dem Jahr 2017 wieder aufnehmen und darin entwickelte Projekte umsetzen. Dazu gehöre auch die Stärkung des Tourismus im Innenland des Wangerlandes, etwa durch die Nutzung der Wasserwege für Paddel- und Pedal-Stationen.

Eine weitere Idee von Pro Wangerland: Ein Bürgerbudget. Dafür sollen 70.000 Euro bereit gestellt werden, die für Bürgerprojekte vorgesehen sind. Welche Projekte bedacht werden, entscheiden die Wangerländer am Ende eines Jahres in öffentlicher Abstimmung. Vogdt: „Das wäre ein Stück direkte Demokratie.“

Zentrale Förderstelle

Im Rathaus soll nach dem Willen der WPW eine „zentrale Förderstelle“ einrichtet werden. Ein auf Fördertöpfe des Landes, des Bundes und der EU spezialisierte Mitarbeiter soll die Kommune, aber auch auch Wirtschaftsbetriebe aus der Gemeinde, beraten, wo welche Zuschüsse zu bekommen sind. „Zurzeit lassen wir viel Geld liegen. Wir brauchen die Förderungen dringend, um unsere Infrastruktur in Ordnung bringen zu können.“ Ein Projekt, das nur mit Fördermitteln zu realisieren sei, wäre nach den Worten von Ratsherr Carsten Ihnken die maritime Umgestaltung des Zentralparkplatzes in Horumersiel, auf dem eine Wasserfläche an den ehemaligen Hafen erinnern könnte.

Als viertes Thema setzt die Wählergruppe auf die Erneuerung von alten Windkrafträdern durch moderne, leistungsstärkere Anlagen („Repowering“). Dadurch solle die Zahl der Windkrafträder verringert, die erzeugte Energieleistung und damit die Gewerbesteuereinnahmen der Gemeinde aber erhöht werden. Die Ausweisung neuer Windpark lehnt die WPW ab.

EU-Gemeindert Dieter Schäfermeiser

„Pro Wangerland“ wurde 2017 vom Hooksieler Dieter Schäfermeier (Foto) als „Pro Hooksiel“ gegründet. Hauptthema damals: Die drohende Schließung des Meerwasser-Hallenwellenbades in Hooksiel.

Später kam der Protest gegen ein geplantes Hotel im Speicherpolder in Horumersiel hinzu. Bei der Kommunalwahl 2021 erhielt die Wählergruppe über 20 Prozent der Stimmen und zog mit fünf Vertretern in den Gemeinderat ein. Mit der UWW und BfB bildete man die siebenköpfige ZUW-Gruppe, den „Zusammenschluss der Unabhängigen Wangerland“ – die dritte Kraft neben SPD und der Gruppe „Gemeinsam fürs Wangerland“ (GfW), zu der sich CDU, Grüne und FDP zusammengefunden haben.

Kontrolle extrem schwierig

Schäfermeier erinnerte daran, dass 2021 bereits alle Grundsatzbeschlüsse zum Bau des „Thalasso Meeres Spa“ gefasst wurden. Der vorherige Rat hatte das mit 4,59 Millionen Euro veranschlagte Projekt beschlossen und schließlich – nach einem Beschluss zur Aufstockung des Gebäudes samt Dachbegrünung – mit veranschlagten 8,8 Millionen Euro auf den Weg gebracht. Was der Rat nicht wusste, so Schäfermeier, war, dass schon das Ergebnis der ersten Ausschreibung schon bei 12,7 Millionen Euro lag.

Der Weg zu den tatsächlichen Kosten von am Ende mindestens 23 Millionen bezeichnete Schäfermeier als Folge einer „Nicht-Ahnung von Bau“. Die Politik habe Kostensteigerungen zugestimmt, allerdings ohne vollständige Informationen. Den allgemeinen Vorwurf, der Rat als Gesellschafterversammlung der gemeindeeigene WTG habe nicht aufgepasst, hält Schäfermeier nur für bedingt zutreffend. „Das war auch extrem schwierig. Was ist dem Rat nur vorwerfen kann ist, dass er Pro Wangerland so lange ausgebremst hat.“

Extrawünsche und Sprachlosigkeit

Die Unabhängigen waren mit Forderungen nach Prüfung der Wirtschaftlichkeit und Kontrolle des Baufortschritts mehrfach gescheitert. Erst ab Anfang 2024 durfte Schäfermeier als Ratsvertreter und zur Verschwiegenheit verpflichtet an einer Baubesprechung teilnehmen. 67 weitere folgten. Auf seinen Rat hin wurden externe Sachverständige und Gutachter hinzugezogen. Dank der Initiative des SPD-Fraktionssprechers Holger Ulfers sei zudem eine „Lenkungsgruppe“ als Quasi-Aufsichtsrat der WTG installiert worden.

Rechtsanwälte der Gemeinde hätten dazu geraten, das kürzlich vorgelegte Ergebnis eines Gutachtens mit Blick auf laufende Ermittlungen nicht öffentlich zu machen. Dennoch vermittelte Schäfermeier der Runde einen Einblick. Ein Großteil der Mehrkosten gehe auf nachträgliche Wünsche der WTG zur Ausstattung des TMS zurück: andere Klinker, teurere Fliesen, hochwertigeres Holz für den Tresen und so weiter. Auf der Baustelle habe es nach seinem Eindruck so gut wie keine Kommunikation zwischen Projektleitung, Architekten und Handwerksbetrieben der unterschiedlichen Gewerke gegeben. Das habe zu Verzögerungen, Mehrarbeit und Chaos auf der Baustelle geführt.

Thalasso-Kur für Kassenpatienten?

Was die nachträgliche Aufarbeitung erschwere sei, dass es keine Dokumentation gebe. Ein Bautagebuch es nicht. So sei es auch nur schwer nachvollziehbar, welche Rechnung für welche Leistung angemessen war und ist. Die von Dr. Christian Kaufmann, Insolvenz-Rechtsbeistand der WTG-Geschäftsführung, genannten 37 Millionen Euro als mögliche Gesamtkosten für das Projekt hält Schäfermeier dennoch für überzogen. „Ganz so dick kommt es nicht.“

Er halte 23 Millionen weiter für realistisch. Die noch ausstehenden Gläubigerforderungen aus dem Baugewerbe in Höhe von 14 Millionen Euro seien nicht nachvollziehbar. Die drohende Rückzahlung von 8,5 Millionen Euro Fördergelder entfalle, da man das TMS ja als Thalasso weiter betreiben werde. Wirtschaftlich sinnvoller wäre es aus Sicht von Schäfermeier aber, dass Gebäude für Kuren von Kassenpatienten zu öffnen. Er rate dem Insolvenzverwalter, entsprechende Verhandlungen mit den Krankenkassen aufzunehmen.

Saal für Horumersiel erhalten

Unterstützen will die WPW Bemühungen aus Horumersiel, zumindest den Kursaal als öffentlich nutzbaren Veranstaltungsort zu erhalten. Allerdings: Aktuell läuft eine europaweite Ausschreibung, mit der die WTG einen Käufer für das Gesamtensemble sucht. Durch die Erlöse soll ein Teil der Forderungen gedeckt werden. Zudem könnte ein Hotelbetreiber das Thalasso mit nutzen. 

Da der Gemeinderat über die Bauleitplanung durchaus Einfluss auf die Pläne eines Investors habe, werde man zumindest darauf achten, dass ein Projekt welcher Art auch immer zu Horumersiel passe und einen öffentlichen Versammlungsraum beinhalte, versicherten die WPW-Vertreter. 

Campingplatz-Betreiber sponsert Hooksieler Heringstage

Hooksiel (19. 5. 2026) – Das Wetter wird laut Vorhersage von Meteorologen perfekt. Das Programm stimmt auch. Hooksiel darf sich auf die Heringstage freuen. Die werden in diesem Jahr wieder über vier Tage gefeiert. Von diesem Freitag bis Pfingstmontag. Die offizielle Eröffnung ist für Freitag, 22. Mai, 18 Uhr angesetzt. „Dazu gibt es auch Freibier“, verspricht Marco Knodel, Vorsitzender der Hooksieler Dorfgemeinschaft, die das Fest ausrichtet.

Heringstage Hooksiel
Gutes Wetter, gute Laune, tolle Stimmung. Über Pfingsten werden die Hooksieler Heringstage gefeiert. Archiv-Foto: hol

Schauplatz der Eröffnung und des größten Teils des Showprogramms ist der Alte Hafen. Genauer: Die „Überland-Camping-Bühne“. Die Überland-Gruppe, seit Anfang des Jahres Betreiberin des Nordsee Campingplatzes in Hooksiel, unterstützt die Heringstage mit einem erheblichen Betrag. Tobias Geisen, 2. Vorsitzender der Dorfgemeinschaft: „Wir bedanken uns natürlich bei allen Sponsoren ganz herzlich. Vor allem auch bei den zahlreichen Gewerbetreibenden, die unserer Tombola unterstützen.“

Tombola für guten Zweck

Die mit zahlreichen Gewinnen bestückte Tombola wird von Ehrenamtlichen aus der Dorfgemeinschaft betrieben. Die Erlöse flossen in der Vergangenheit in soziale Projekte im Ort. Froh sei man auch über einen Unterstützer, der die Kosten für einen Toilettenwagen übernimmt. Bekanntlich ist die öffentliche Toilettenanlage am Alten Hafen nach einer Vandalismus-Attacke vor einigen Wochen noch nicht wieder nutzbar.

Knodel und Geisen stellten zusammen mit den anderen Vorstandsmitgliedern das Programm der Heringstage vor. Kurz zusammengefasst: Es entspricht in etwa dem der vergangenen Jahre. Vom Alten Hafen bis zur Dorfmitte werden zahlreiche Schausteller ihre Buden aufstellen. Einige von ihnen sind erstmals in dem Sielort.

Programm auf der Showbühne

Getränke, Leckereien und sonstige Waren gibt es satt. Unter anderem verkauft die Jugendinitiative „Weil wir Hooksieler sind“ (WWHS) „Slush Ice“ und Kuchen. Dazu kommen verschiedene Angebote für Kinder. Auf der Bühne am Alten Hafen spielt am Freitag ab 18 Uhr Discjockey Ricky auf. Am Samstag tritt an gleicher Stelle ab 12 Uhr der Shantychor „Blaue Jungs“ aus Wilhelmshaven auf. Abgelöst wird der Chor um 15 Uhr von den „Tonic Brothers“. Als einen der musikalischen Höhepunkte kündigt Knodel für Samstagabend ab 20 Uhr die Hamburger Band „Hitfluencer“ an. 

Mayline Heidemann mit Hering
Wer mag, findet über Pfingsten sicherlich auch einen Hering – und sei es auf einem Fischbrötchen. Archiv-Foto: hol

Das Sonntagsprogamm startet um 10 Uhr mit einem Gottesdienst, den Diakon Frede Eils am Hafen halten wird. Für Stimmung von der Bühne sorgen danach ab 15 Uhr Gerrit Akkermann und ab 20 Uhr die Rock Shots. Am Pfingstmontag treten ab 12 Uhr noch einmal die „Blauen Jungs“ auf. Abgelöst werden sie um 15 Uhr von Janine Meyer. Die Schlager- und Popsängerin aus Varel gehört längst zu den Stammgästen bei den Volksfesten der Dorfgemeinschaft und hat sich in Hooksiel eine feste Fangemeinde erspielt.

Krabben und Seenotretter

Und was ist mit Heringen? Die kann man in den gastronomischen Betrieben und in Form von Fischbrötchen genießen. Am Alten Hafen werden nach den Worten von Niels Schröder zwei Krabbenkutter liegen und ihren frischen Fang anbieten. Freuen dürfen sich Besucher auch auf das Seenotrettungsboot „Wolfgang Paul Lorenz“ von der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger – ihr Besuch stehe aber unter dem Vorbehalt der Einsatzlage, so Schröder. Wegen eines Werftaufenthalts nicht kommen kann die „Lulu Meinders“. Damit entfallen die beliebten Rundfahrten mit dem Traditions- und Museumsschiff aus Neuharlingersiel durchs Hooksmeer.

Angesichts der Wetterprognosen rechnet man bei der Dorfgemeinschaft mit zahlreichen Besuchern aus der ganzen Region. Für Autos werden Parkplätze auf einer Wiese am südlichen Ortseingang (Sengwarder Anteil) eingerichtet. Im Ort selbst werde ein zusätzliche Parkplatz auf der Grünfläche neben dem Garten der Generationen geschaffen. Fahrradfahrer können ihre Räder auf der Fläche vor dem ehemaligen Feuerwehrgerätehaus an der Lange Straße abstellen.

Pro Wangerland sucht Kandidaten für die Kommunalwahl

Wangerland/Horumersiel (18. 5. 2026) – Die Wählergemeinschaft Pro-Wangerland (WPW) lädt für Dienstag, 19. Mai, alle interessierten Bürger zu einer öffentlichen Veranstaltung nach Horumersiel ein. Ab 19 Uhr wollen die fünf WPW-Ratsmitglieder im kleinen Kursaal im Gästehaus eine Bilanz über ihre Ratstätigkeit in den zurückliegenden fünf Jahren ziehen. 

Ziel der Veranstaltung sei es auch, neue Mitglieder zu gewinnen. Deshalb seien insbesondere alle herzlich eingeladen, die in der nächsten Wahlperiode für Pro-Wangerland über die Liste in den Gemeinderat einziehen wollen. Die Aufstellungsversammlung, auf der die Liste mit den Kandidatinnen und Kandidaten für die Kommunalwahl am 13. September beschlossen werden soll, findet am Donnerstag, 28. Mai, statt.

Abenteuer-Spielplatz am Campingplatz nimmt Gestalt an

Hooksiel (18. 5. 2026) – Der Abenteuer-Spielplatz am Nordsee Campingplatz Hooksiel nimmt Gestalt an. Ein Herzstück, ein acht Meter hoher Leuchtturm mit Rutsche, steht bereits. Eine Sechser-Schaukel, Klettergeräte, ein Wellenparcours und weitere maritime Elemente sollen hinzu kommen.

Hooksiel hat einen Leuchtturm. Er ist acht Meter hoch und soll den Kindern auf dem Campingplatz Spaß bereiten. Foto: hol

Nach den Plänen der Überland-Gruppe als Campingplatzbetreiber soll der Abenteuerspielplatz schon zu Pfingsten eingeweiht werden. Als weiteres neues Freizeitangebot wird eine Minigolf-Bahn montiert. Wie Überland-Geschäftsführer Jan Wittlinger kürzlich als Gast des Seebadevereins Hooksiel sagte, sollen die Anlagen aber vornehmlich von Besuchern des Campingplatzes genutzt werden. Nicht ausgeschlossen sei, dass sie für gelegentlich für Aktionen geöffnet werden 

Die Einrichtung neuer Freizeitangebote vor allem für Familien gehört zum Gesamt-Sanierungspaket der Betreiber, die den Platz zum Jahresbeginn von der insolventen Wangerland Touristik GmbH übernommen haben. Weitere Schwerpunkte sind die Modernisierung der Sanitärgebäude sowie der Strom- und Wasserversorgung.

Hinzu kommen eine Reihe von organisatorischen Änderungen, die zum Teil bei Campern auf massive Kritik gestoßen sind. So etwa die geplante Schließung des FKK-Camping-Bereichs ab nächstem Jahr oder die Änderung der Schließzeiten der Schranke an der Platzzufahrt. 

Hier zumindest ist die Überland GmbH inzwischen wieder zurückgerudert. Die stark umstrittene Platzschließung bereits um 20 Uhr ist offenbar vom Tisch. Die Schranke ist aktuell wieder von 7 bis 12 Uhr und nach nach einer Mittagspause von 13 bis 22 Uhr passierbar. 

22-Jähriger liefert der Polizei eine wilde Verfolgungsjagd

Friesland/Wilhelmshaven (18. 5. 2026) – Eine filmreife Verfolgungsjagd liefere sich ein junger Mann in der Nacht zum Sonntag mit der Polizei. Der wesentliche Schauplatz: die Autobahn 29.

Der Wagen war einer Streifenwagenbesatzung des Polizeikommissariats Jever gegen 4 Uhr im Bereich Sande aufgefallen. Der Fahrer sei mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit und gefährdender Fahrweise unterwegs gewesen. Unter anderem habe er die Vorfahrt des Polizeiwagens missachtet, wodurch es beinahe zu einem Zusammenstoß gekommen wäre.

Straßensperre umfahren

Wie es im Polizeibericht weiter heißt, habe der junge Mann sich danach mit hoher Geschwindigkeit, zum Teil in Schlangenlinien fahrend, entfernt. Dabei habe er Anhaltesignale, Martinshorn und Blaulicht der Verfolger missachtet und eine Straßensperre umfahren. 

Der Flüchtige fuhr auf die A 29 in Richtung Oldenburg auf. In Höhe Jaderberg hatte die Polizei eine Sperrvorrichtung, einen so genannten „Stop-Stick“, ausgelegt. Auch den überfuhr der Raser. Allerdings seien dabei beide Vorderreifen des Wagens beschädigt worden. „Der Fahrer setzte die Flucht zunächst fort, verlor kurze Zeit später jedoch die Kontrolle über das Fahrzeug und kam bei Rastede im Grünbereich neben der Fahrbahn zum Stehen“, schildert die Polizei. Dabei seien mehrere Bäume beschädigt worden.

Hubschrauber und Spürhund im Einsatz

Der Fahrzeugführer, nach Darstellung der Polizei zweifelsfrei ein 22-Jähriger aus Wilhelmshaven, habe seine Flucht danach zu Fuß fortgesetzt. Die Fahndung nach ihm sei trotz des Einsatzes eines Polizeihubschraubers und eines Diensthundes zunächst erfolglos geblieben. Im Fluchtwagen, einem noch nicht zugelassenen Neuwagen, habe es stark nach Alkohol gerochen.

Im Laufe des Sonntagvormittags wurde in Bockhorn der Diebstahl eines Mercedes angezeigt. Der Dieb, möglicherweise der 22-Jährige, hatte am Tatort ein Motorrad ohne Kennzeichen zurückgelassen. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Maschine im Bereich Wapeldorf aus einer Scheune entwendet wurde. 

In Wilhelmshaven gestellt

Der gestohlene Mercedes, so die Polizei, wurde später auf einem Parkplatz in Wilhelmshaven gefunden. Der Beschuldigte sei dort in der Nähe von zivilen Einsatzkräften entdeckt worden. „Nach kurzer Flucht gelang die vorläufige Festnahme des Mannes“, so die Polizei. Ein freiwillig durchgeführter Atemalkoholtest habe 0,0 Promille ergeben. Aber ein Drogen-Vortest habe positiv auf Kokain und Amphetamine reagiert. 

Gegen den 22-Jährigen wurden unter anderem Ermittlungsverfahren wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens, Urkundenfälschung, Fahrzeugdiebstahls sowie weiterer Verkehrsdelikte eingeleitet.

Wangerland Touristik Thalassa
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Tennis: Erster Punkt für die ü50-Herren

Hooksiel (18. 5. 2026) – Der erste Punkt ist geschafft. Die ü50-Tennisspieler des SC Wangerland beendeten am Sonntag das vor zwei Weichen wegen Regens abgebrochene Auswärtsspiel beim SV Strücklingen mit 3:3. Nach den vier Einzeln hatte es 2:2 gestanden. Bei der Fortsetzung der Spiele im Saterland gewannen beide Mannschaften jeweils ein Doppel.

Beide Spiele gingen dabei überraschend deutlich aus. Während sich im ersten Doppel Thomas Otte und Thorsten Csikos klar mit 6:2/6:1 durchsetzen konnten, blieben in der zweiten Paarung Andre Abels und Robert Meints chancenlos (2:6/2:6). 

Die Hooksieler belegen mit aktuell 1:3 Punkten Platz drei der Tabelle in der 1. Regionsklasse. Da zwei Vereine ihre Mannschaften nach Beginn der Saison aus der Staffel zurückgezogen haben, bestreitet die Mannschaft ihr nächstes Spiel erst am 15. August. Auf der Platzanlage im Freizeitgelände wird dann der Emder THC zu Gast sein.

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Training für sicheres Fahren für junge Autofahrer

Wangerland/Upjever (18. 5. 2026) – Der nächste Termin des Verkehrssicherheitsprogramms „Junge Autofahrer und Autofahrerinnen“ für Personen zwischen 18 und 25 Jahre, das der Landkreis Friesland anbietet, findet am Samstag, 27. Juni, von 12.15 bis etwa 17.30 Uhr statt. Anmeldungen sind online unter www.friesland.de/fahrsicherheitstrainingmöglich. 

Ziel ist es, jungen Fahrern Wissenswertes über Sicherheit im Straßenverkehr zu vermitteln und die Möglichkeit zu bieten, in sicherem Rahmen Erfahrungen mit schwierigen Verkehrssituationen zu sammeln. Weitere Termine sind für Samstag, 15. August, sowie Samstag, 12. September, geplant.

In Zusammenarbeit mit der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland, der Verkehrswacht Jever, dem Bundeswehr-Fliegerhorst Upjever, dem Fahrlehrerverband sowie dem Deutschen Roten Kreuz Kreisverband Jeverland e.V. wird ein abwechslungsreiches Programm geboten. Neben Theoriefragen zu Alkohol, Drogen, Bremssystemen, Stress und Reaktionsvermögen soll den Teilnehmern beim Fahrtraining auch praktisches Wissen vermittelt werden. Mit dem eigenen Fahrzeug können unter anderem verschiedene Bremsmethoden getestet und die Fliehkräfte bei Kurvenfahrten ausgelotet werden. 

Das Training findet auf dem Gelände des Fliegerhorstes Upjever statt und kostet 15 Euro. Teilnehmer sollten über eine Fahrerfahrung von mindestens sechs Monaten verfügen und müssen ein verkehrssicheres Fahrzeug mitbringen. 

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Schleuse voraussichtlich ab Mittwoch wieder geöffnet

Hooksiel (17. 5. 2026) – Gute Nachrichten für die Hooksieler Segler. Die Sanierungsarbeiten innerhalb der Schleusenkammer am Hooksieler Außenhafen sind bis auf Restarbeiten baulich abgeschlossen. Wie die landeseigene Hafengesellschaft NPorts den betroffenen Wassersportvereinen mitgeteilt hat, hat die Schleuse in diesen Tagen bereits den Sielbetrieb wieder aufgenommen. 

„Ab Montag beginnt der finale Probebetrieb, um die Funktionen unter realen Bedingungen zu überprüfen“, heißt es in dem Schreiben. Bei positivem Verlauf könne die Schleuse voraussichtlich im Laufe des Mittwochs, 20. Mai, wieder für den Schiffbetrieb freigegeben werden. NPorts bittet um Verständnis dafür, dass es im Rahmen der verbleibenden Restarbeiten kurzfristig noch zu kleineren Sperrzeiten kommen könne. 

Die Sanierungsarbeiten hatten sich durch den harten Winter verzögert. Die Bäderstraße wird im Bereich der Schleuse für den Straßenverkehr vom morgigen Montag, 6 Uhr, bis voraussichtlich bis Mittwoch, 20. Mai, gesperrt.

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Gastspiel mit „Aasgeier över Hooksiel“ auf Wangerooge

Hooksiel (17. 5. 2026) – Aasgeier gibt es überall. Deshalb dürfte es auch den Wangeroogern nicht schwer gefallen sein, die Botschaft der Theatergruppe Hooksiel zu verstehen. Die Schauspieltruppe mit Speelbaas Jan Gerjets an der Spitze gastierte mit ihren Stück „Aasgeier över Hooksiel“ zwei Tage lang auf Frieslands Nordseeinsel und gab zwei Vorstellungen, die – auch aufgrund einer Konkurrenzveranstaltung – zwar nicht ganz ausverkauft waren, aber dennoch sehr gut ankamen. Gerjets: „Nach den Reaktionen des Publikums ist nicht ausgeschlossen, dass wir noch mal wieder eingeladen werden.“

Auf der Bühne in der Dünenhalle auf Wangerooge überreichte Volker Nannizzi (sitzend, 2. von links) ein Insel-Wappen an Frank Langenhorst. Ganz rechts im Bild: Speelbaas Jan Gerjets. Foto: Reinhold Harms

Grund für die Premiere auf der Insel waren die guten Kritiken, die „Aasgeier över Hooksiel“ zu Jahresbeginn bei den Vorführungen im heimischen Gästehaus bekommen hatten. Volker Nannizzi, Vorsitzender des Lions-Club auf Wangerooge, nahm Kontakt zu der Schauspieltruppe auf. Der Vorsitzende des Theatervereins, Frank Langenhorst, und Jan Gerjets flogen zur Insel und berieten die Details eines möglichen Gastspiels. Die erste Frage: Auftritt in der „Dünenhalle“ oder auf der Bühne im Hotel Hanken? Die zweite: Wie bekommen wir das Bühnenbild auf die Insel?

Lions-Club als Gastgeber

Die Antworten waren schnell gefunden: Die Aasgeier „över Wangerooge“ sollen auf der großen Bühne in der Dünenhalle fliegen und der Lions-Club – mit seiner lokalen Expertise – kümmert sich um das Bühnenbild – der Hooksieler Marktplatz wird auf die Insel verlegt. Aus dem Restaurant „Anker“ wird die „Kogge“, aus den Hooksieler Packhäusern der Strand.

Insgesamt gut 200 Zuschauerinnen und Zuschauer, Einheimische und Urlauber, erlebten an zwei Abenden das lustige Spektakel bei dem es den Dorfbewohnern gelingt, aalglatte Investoren und Finanzhaie abzuwehren, die es auf Grundstücke mit wertvollen Mineralien abgesehen haben, die vermeintlich vor Ort gefunden wurden. Die Lacher passten, obwohl das Publikum nicht jeden auf der Bühne gesprochen Satz verstanden haben dürfte. Gerjets: „Ich war wirklich verwundert, dass auf Wangerooge offenbar gar kein Plattdeutsch mehr gesprochen wird.“

Von Insel-Abenteuer beeindruckt

Auch jenseits der Aufführung hatten die 15 Hooksieler auf Wangerooge viel Spaß. Nach der Überfahrt per Schiff bezog die Darsteller und ihre für Maske, Requisite und Technik zuständigen Mitstreiter Zimmer in einer Pension und in zwei Ferienwohnungen, die die Gastgeber ihnen zur Verfügung gestellt hatte. Vor und nach den Aufführungen traf man sich mit den Mitgliedern des Lions-Clubs, aß, trank und plauderte in gemütliche Runde und erkundete die Insel. 

Auswärts-Erfahrungen hatte die Theatergruppe Hooksiel zuvor bislang nur bei Auftritten in Horumersiel und in Sandelermöns gesammelt. Das Gastspiel auf der Insel sei schon ein kleines Abenteuer gewesen, so Gerjets. Ob es 2027 zu einer Neuauflage kommen wird, wird sich vermutlich erst nach Weihnachten entscheiden. Nach der Premiere des nächsten Stücks. „Der Lions-Club hat fest zugesagt, mit einer Delegation nach Hooksiel zu kommen, um sich das Stück selbst anzusehen.“

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