Waddewarden (11. 2. 2026) – Bei einem Verkehrsunfall auf der Landesstraße 812 in der Nähe von Waddewarden wurde eine 86-jährige Frau am Dienstag schwer verletzt. Nach Mitteilung der Polizei war die Frau mit ihrem Auto gegen 16.20 Uhr aus Waddewarden kommend auf der Landesstraße 812 in Richtung Jever unterwegs.
Nach bisherigen Erkenntnissen habe die Frau an der Einmündung Ulfenburg/Jeversche Straße einen verkehrsbedingt haltenden Pkw einer 72-jährigen Autofahrerin übersehen und sei ungebremst auf das Fahrzeug aufgefahren. „Durch den Zusammenstoß wurde die 86-jährige Unfallverursacherin schwer verletzt“, so die Polizei.
Die 72-Jährige sowie ihr ebenfalls 72-jähriger Mitfahrer erlitten leichte Verletzungen. Die schwerverletzte Frau wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Beide Fahrzeuge wurden erheblich beschädigt und mussten abgeschleppt werden. Neben Polizei und Rettungsdienst waren auch die Freiwilligen Feuerwehren Hooksiel und Waddewarden im Einsatz.
Wangerland/Hooksiel (11. 2. 2026) – Die Gemeinde Wangerland ist mit der Erhebung der Tourismusbeiträge in Verzug. Aktuell werden die fälligen Beiträge für die vergangenen Jahre eingefordert. Für die „zeitliche Verschiebung“ der Veranlagungen gebe es aber nachvollziehbare Faktoren, beteuert Gemeindekämmerer Arthur Wichmann. er betont insbesondere, dass den Nachforderungen keine „Versäumnisse“ in der Verwaltung oder „ungeklärte Sachverhalte“ zugrunde liegen.
Wer vom Tourismus im Wangerland direkt oder indirekt profitiert, der muss sich mit einer Gebühr an den Marketingkosten im Bereich Fremdenverkehr beteiligen. Die Gemeinde Wangerland treibt jetzt die Abgaben für die Vorjahre ein. Archiv-Foto: hol
Geld fürs Marketing
Den Tourismusbeitrag, der unter anderem für das Tourismus-Marketing eingesetzt wird, muss jeder im Wangerland zahlen, der direkt oder indirekt vom Fremdenverkehr profitiert. Also Hoteliers und Gastronomen, aber auch zum Beispiel Vermieter oder Handwerksbetriebe. Die Gebührenhöhe richtet sich nach dem jeweiligen wirtschaftlichen Vorteil der unterschiedlichen Branchen.
Während der Corona-Pandemie seien in den Jahren 2020 und 2022 zunächst nur Vorauszahlungen erhoben worden, so die Gemeinde. Für das Jahr 2021 habe man auf Beschluss des Gemeinderates vollständig auf Vorauszahlungen verzichtet, um die Beitragszahler in einer wirtschaftlich schwierigen Phase zu entlasten.
Corona und Personalausfälle
Die dadurch entstandenen Abrechnungen mussten in den Folgejahren zusätzlich bearbeitet werden. Parallel dazu hätten langfristige krankheitsbedingte Personalausfälle sowie die Bindung von Personal durch große gesetzliche Projekte, insbesondere die Umsetzung der Grundsteuerreform, zu weiteren Verzögerungen geführt, erläutert Wichmann. „Da mussten wir Prioritäten setzen.“
Aktuell würden jetzt die Tourismusbeiträge für die Jahre 2022 bis 2024 festgesetzt. „Bei der Festsetzung für 2022 handelt es sich lediglich um die Endabrechnung bereits geleisteter Vorauszahlungen“, so der Kämmerer. Hier seien überwiegend geringe Nachzahlungen oder teilweise auch Erstattungen zu erwarten. „Die Festsetzungen für 2023 und 2024 führen zu regulären Beitragsforderungen. Für den überwiegenden Teil der Betriebe bewegen sich diese im zwei- oder niedrigen dreistelligen Bereich pro Beitragsjahr.“
Insgesamt, so Wichmann, entstehe der Gemeinde Wangerland durch die Verzögerung bei den Veranlagungen kein finanzieller Schaden. „Von einer Verjährung der Forderungen sind wir weit entfernt.“
Fälligkeit erst zum September
Um die wirtschaftliche Situation der Beitragszahler zu berücksichtigen, habe man das Fälligkeitsdatum bewusst auf den 1. September 2026 gelegt. Damit bleibe den Betroffenen ausreichend Zeit, die Einnahmen in der laufenden Saison zu erwirtschaften. Das Angebot der Gemeinde: „Sollte die gleichzeitige Festsetzung mehrerer Jahre im Einzelfall zu einer erheblichen finanziellen Belastung führen, besteht auf Antrag die Möglichkeit einer Ratenzahlung.“
Ziel sei es, den Bearbeitungsstand schrittweise wieder an den regulären Veranlagungsrhythmus heranzuführen, beteuert die Gemeinde. Zur Aufklärung beitragen soll ein Informationsblatt, das die Verwaltung den Bescheiden an die Beitragspflichtigen beilegt.
Wangerland (11. 2. 2026) – Seit Ende Januar wurden im Landkreis Friesland vermehrt verendete Wildvögel gemeldet. Untersuchungen des Veterinäramtes Jade-Weser haben bei mehreren Tieren das aviäre Influenzavirus (Vogelgrippe) festgestellt. Wie die Gemeinde Wangerland mitteilt, werden auch in ihrem Gebiet aktuell täglich tote Vögel an Gewässern und im Küstenbereich gefunden.
Die Gemeinde Wangerland bittet alle Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste eindringlich, verendete Vögel nicht zu berühren und jeden Fund umgehend zu melden – mit möglichst genauer Ortsangabe. Menschen sollten Abstand zu verendeten oder offensichtlich kranken Vögeln halten und die Tiere nicht berühren. Hundehalter werden gebeten, ihre Verbeiner von den betroffenen Vögeln fernzuhalten.
„Die Entsorgung der Kadaver erfolgt durch die Bauhöfe der Gemeinde beziehungsweise der Wangerland-Touristik“, heißt es in der Mitteilungen. Hinweise auf auffällige Tiere werden bei der Gemeinde Wangerland (Telefon 04463 989-0), beim Veterinäramt Jade-Weser unter Email Veterinaeramt@jade-weser.de oder, bei Funden im Wattenmeer, bei der Nationalparkverwaltung (Telefon 04421/9110) entgegen genommen.
Nach derzeitiger Einschätzung der Behörden bestehe für die Bevölkerung bei Einhaltung der Vorsichtsmaßnahmen nur ein sehr geringes Risiko. Vorsicht und umsichtiges Verhalten würden jedoch helfen, eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern.
Hooksiel (10. 2. 2026) – Der Straßenverkehr ist gefährlich. Nicht nur im Winter. 2025 sind in Deutschland rund 2780 Menschen bei Verkehrsunfällen gestorben. Insgesamt erlitten etwa 364.000 Menschen Verletzungen. Ein Grund dafür: Nicht alle Verkehrsteilnehmer halten sich an die Regeln der Straßenverkehrsordnung – weil sie es, aus welchen Gründen auch immer, nicht wollen oder nicht können. Vielleicht auch, weil sie die Regeln gar nicht so genau kennen.
Das blaue Schild vor der Einfahrt signalisiert: Von der Bäderstraße aus kommend fahre ich in einen Kreisverkehr. Die Vorfahrt wird durcb das rot-weiße Schild „Vorfahrt gewähren“ geregelt. Ein Zuatzschild weist darauf hin, dass Radfahrer queren können. Foto: hol
Mit der Artikel-Serie „Hooksiel sicher“ möchte „Hooksiel-life“ dazu beitragen, die Kenntnisse bei den Verkehrsteilnehmern zu verbessern. In loser Folge werden in den nächsten Wochen Beiträge über mehr oder weniger knifflige Fragen rund ums Verkehrsrecht erscheinen. Dabei geht es um Themen, die unmittelbar mit Straßen und Beschilderungen in Hooksiel zu tun haben.
Auftakt zu Artikelserie
Den Auftakt bilden Fragen zum Thema Vorfahrt. „Vorfahrtsverletzungen sind Ursache für einen Großteil der Unfälle auf unseren Straßen“, sagte Karl Erdmann, Verkehrssicherheitsberater in Diensten der Verkehrswacht, am Montagabend vor dem Männerkreis der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Wangerland in Hooksiel.
Längst nicht alle Auto- und Zweiradfahrer kennen die Regelungen im Detail. Auch deshalb der Appell von Erdmann (Foto): Im Zweifelsfall auf den anderen Rücksicht nehmen und gegebenenfalls auf sein „Recht“ verzichten, um einen Unfall zu vermeiden.
Allerdings: Verzichten kann man nur auf etwas, was man auch kennt. In diesem Sinne soll die Serie „Hooksiel sicher!“ den allgemeinen Kenntnisstand verbessern.
Zum Einstieg geht es um das Thema Kreisverkehr. Woran erkennt man einen Kreisverkehr? Genau: Am blauen, runden Verkehrsschild mit drei weißen Pfeilen. Das heißt im Umkehrschluss: Wo diese Schilder an den Einmündungen in ein Straßenrondel nicht stehen, existiert kein Kreisverkehr – auch wenn die Straßenführung es vermuten lässt.
Am „Phantom-Kreisel“ im Verlauf der Friesenstraßen ist kein echter Kreisverkehr. Hier dürfen Autofahrer auch schon vor dem Pflanzbeet links abbiegen – wenn die Verkehrslage es erlaubt. Foto: hol
Einen solchen „Phantom-Kreisel“, einen so genannten „unechten Kreisverkehr“, gibt es in Hooksiel an der Kreuzung Friesenstraße/Daunstraße/Oldenburger Straße. Mitten auf der Kreuzung steht ein aufgepflastertes Pflanzbeet mit einem Baum drin. Das Hindernis zwingt die Autofahrer in der Tempo-30-Zone dazu, an der Kreuzung besonders aufmerksam zu fahren. Als Vorfahrtsregel gilt, wie überall in Tempo-30-Zonen, das Prinzip Rechts-vor-Links.
Abbiegen vor dem Pflanzbeet möglich
Allerdings müssen Linksabbieger nicht zwingend erst das Pflanzbeet umfahren, wenn sie etwa von der Bäderstraße kommend in die Oldenburger Straße oder von der Daunstraße kommend nach links in die Friesenstraße in Richtung Bäderstraße abbiegen wollen. Wir sind nicht im Kreisverkehr!
Anders am echten Kreisverkehr an der Kreuzung Bäderstraße/Pakenser Altendeich/Ortsumgehung im Bereich der Tankstelle. Hier weist die Beschilderung an den Zufahrten eindeutig den Weg in den Kreisverkehr – der entsprechend auch nur rechtsherum befahren werden darf. Aber Achtung: Die Vorfahrt regeln die blauen Kreisverkehr-Schilder nicht. Deshalb steht an jeder Zufahrt zusätzlich das dreieckige Schild „Vorfahrt gewähren!“
Auch Radfahrer haben Vorfahrt
Wer also in den Kreisverkehr einfährt, muss auf die Vorfahrt von Autos und Zweirädern achten, die bereits im Kreisel unterwegs sind. Zusatzschilder weisen zudem auf den teilweise um den Kreisel geführten Radweg hin. Auch die Radfahrer, die zum Beispiel aus der Bäderstraße kommend in Richtung Gewerbegebiet unterwegs sind und dafür den Pakenser Altendeich queren müssen, haben Vorfahrt – und zwar vor den in den Kreisel einfahrenden Autos ebenso wie vor den ausfahrenden Verkehrsteilnehmern.
Zur Sicherheit trägt bei, wenn Autofahrer – wie vorgeschrieben – vor der Ausfahrt aus dem Kreisel blinken und damit anzeigen, dass sie den Kreisel verlassen wollen. Bei der Einfahrt hingegen ist das Setzen des Blinkers unzulässig.
Anmerkung:Liebe Leserinnen und Leser, wenn Sie Anregungen für die Serie oder Fragen zu Verkehrsregelungen in Hooksiel haben, auf irreführende oder überflüssige Verkehrsschilder hinweisen möchten oder selbst schon in gefährliche Situationen geraten sind, melden Sie sich bitte per Email unter infos@hooksiel-life.de – Stichwort: „Hooksiel sicher“.
Friesland/Wangerland (10. 2. 2026) – Im Landkreis Friesland starten ab dem morgigen Mittwoch, 11. Februar, Nachleerungen für ausgefallene Abfallabfuhren. Dies betrifft die Ausfälle der Bio- und Papiertouren vom 26. Januar bis zum 6. Februar. Witterungsbedingte Einschränkungen hatten in den vergangenen Wochen zu Verzögerungen und Ausfällen geführt, die nun in Zusammenarbeit mit der Firma Augustin teilweise nachgeholt werden können, teilt der Landkreis Friesland mit.
Für die Nachleerungen habe man kurzfristig zusätzliche Fahrzeuge anmieten können. Die Firma Augustin habe ihren Fuhrpark für diesen begrenzten Zeitraum erweitert, um die Nachleerungen zu ermöglichen. Zunächst werden die Bioabfalltouren nachgeholt. Diese Nachfahrten finden von Mittwoch, 11. Februar, bis Montag, 16. Februar, statt. Die im Wangerland betroffene Straßenzüge werden am Donnerstag und Freitag angefahren.
Die bislang stehen gebliebenen Papiertonnen sollen ab dem 16. Februar abgeholt werden. Ein Tourenplan wird auf der Internetseite des Landkreises bereitgestellt, der die Nachholtermine für Bio- und Papierabfälle auflistet (https://nol.is/zhp). Straßen, die nicht gelistet sind, aber im oben genannten Zeitraum witterungsbedingt ausgelassen wurden, können per E-Mail an abfallwirtschaft@friesland.de gemeldet werden.
Die Pläne für Bioabfälle sind ab sofort abrufbar. Die Touren für Altpapier werden zum Ende der Woche online gestellt.
Sande/Wangerland (10. 2. 2026) – Die „Friesland Kliniken“ erweitern ihr Ausbildungsangebot. Bachelor-Studium und Ausbildung zur Pflegefachkraft werden kombiniert. Für Bewerberinnen und Bewerber eröffnen sich durch den „doppelten Abschluss“ neue Karrierechancen.
Diese Ergänzung zur klassischen Ausbildung zur Pflegekraft bieten die Kliniken in Kooperation mit der Fachhochschule des Mittelstands (FHM in Essen) an ihren Standorten in Sande und Varel an. In dreieinhalb Jahren können Absolventen des neu angebotenen dualen Studiums zwei anerkannte Abschlüsse erhalten – den Berufsabschluss als Pflegefachkraft und den akademischen Grad „Bachelor of Science“. Das Studium läuft dabei digital ab und erfolgt begleitend zur Ausbildung.
„Die Kombination von Ausbildung und Studium ist natürlich eine große Herausforderung, eröffnet im Anschluss aber auch weitergehende Karrierechancen“, sagt Kristina Loeffler, Leiterin des Pflegeausbildungszentrums der Friesland Kliniken in Varel (PAZ). Zum Ausbildungsstart 2026 können sich Interessierte bei den Friesland Kliniken ab sofort bewerben.
Voraussetzung für das duale Studium ist die Fachhochschulreife oder die allgemeine Hochschulreife. „Unter bestimmten Voraussetzungen kommen dafür auch Bewerberinnen und Bewerber mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung und mindestens drei Jahren Berufserfahrung auch ohne Abitur in Frage“, so Loeffler.
Die „Friesland Kliniken“ reagieren mit dem neuen Angebot auf die stetig steigenden Anforderungen im Bereich der Pflege. „Die Anforderungen im Bereich der Pflege nehmen stetig zu. Das gilt für die Pflege am Patienten, aber auch für Managementaufgaben rund um die Pflege“, so Loeffler. Interessierte können sich beim PAZ Varel der „Friesland Kliniken unter der Telefonnummer 04451/9202020 oder per E-Mail an info@paz-varel.de melden.
Hooksiel (9. 2. 2026) – Die ü60-Tennispieler des FC Nordsee Hooksiel haben den Sprung ins Mittelfeld geschafft. Nach einem verkorksten Saisonstart gelang dem Team um Mannschaftsführer Reiner Meints am Sonntag in der Halle in Varel der zweite Sieg – ein deutliches 5:1 gegen den TV Varel. Mi 4:8 Punkten belegt man jetzt Platz vier in der Tabelle der Bezirksklasse. Eine Position, die man beim letzten Saisonspiel in zwei Wochen in Wardenburg festigen kann.
Beim Spiel in Varel kam den Hooksielern allerdings auch das Verletzungspech der Gegner zugute. Beim TV Varel konnten zwei der stärksten Spieler nicht antreten. Spitzenspieler Thomas Otte hatte in einem gutklassigen Spiel seinen Gegner jederzeit im Griff (6:2/6:0). Etwas enger war es bei Harald Fischer (6:1/7:5 an Position 2) und bei Helmut Petermann (6:4/6:3). Sein Einzel verlor lediglich Gerd Abeldt an Position 3, der sich seinem Gegner im dritten Satz geschlagen geben musste, nachdem er im Matchtiebreak schon deutlich geführt hatte (2:6:7:6, 8:10).
Die endgültige Entscheidung dann in den Doppeln. Otte/Abeldt (6:4/6:0) ließen ebenso wenig etwas anbrennen wie Fischer/Petermann (6:2/6:4).
Hooksiel (7. 2. 2026) – Die Seenotretter der Station Hooksiel der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) sind in der Nacht zu Sonntag für eine Frau mit einem medizinischen Notfall im Einsatz gewesen. Nördlich der Ostfriesischen Inseln holte der Seenotrettungskreuzer „Bernhard Gruben“ die Engländerin vom Kreuzfahrtschiff „Poesia“ und brachte sie nach Hooksiel, von wo aus sie in eine Spezialklinik gebracht wurden.
Auf hoher See übernahm die „Bernhard Gruben“ eine Patientin vom deutlich größeren Kreuzfahrtschiff „Poesia“ und brachte die Frau nach Hooksiel. Foto: DGzRS
Auf dem Weg von Southampton nach Hamburg war eine Passagierin des Kreuzfahrtschiffes plötzlich auf einem Auge erblindet. Der schnellstmögliche Transport in eine Spezialklinik war erforderlich. Hubschrauber konnten aufgrund der Temperaturverhältnisse wegen Vereisungsgefahr nicht fliegen.
Die von der DGzRS betriebene deutsche Rettungsleitstelle See, das Maritime Rescue Coordination Centre (MRCC) Bremen, alarmierte den Seenotrettungskreuzer. Die „Poesia“ befand sich zu diesem Zeitpunkt nördlich der Ostfriesischen Inseln. Während der Seenotrettungskreuzer unter Höchstgeschwindigkeit auslief, lief das Kreuzfahrtschiff ihm entgegen. Gegen 22.30 Uhr trafen sich die Schiffe nördlich von Langeoog.
Für das Revier relativ ruhige Seegangsbedingungen mit etwa einem Meter See ermöglichten die sichere Übergabe der Patientin von dem 300 Meter langen Kreuzfahrtschiff auf den 23 Meter langen Seenotrettungskreuzer.
Mit 24 Knoten Geschwindigkeit (knapp 45 km/h) lief der Seenotrettungskreuzer nach Hooksiel zurück. Gegen Mitternacht traf nahezu zeitgleich der angeforderte Rettungswagen im Hafen ein. Er brachte die Patientin in eine Spezialklinik.
Hooksiel (8. 2. 2026) – Das traditionelle „FCN Hafenfest“ steht vor dem Aus. Zumindest für 2026. Marina Doyen und Christian Doyen aus dem Vorstand des SC Wangerland haben am Wochenende einen letzten Aufruf auf den Weg gebracht, um doch noch Verstärkung für das Organisationsteam zu finden. Spätestens bis Ende Februar müssten sich danach noch ein paar Frauen und Männer melden, die Lust darauf haben, ehrenamtlich ein Fest für einen guten Zweck zu organisieren.
Christian Doyen (Mitte), der bislang unter anderem die Tombola für das „FCN Hafenfest“ organisiert hat, hofft, dass sich für das Organisationsteam des Volksfestes neue Mitstreiter finden. Archiv-Foto: hol
Die Krise kommt nicht ganz unerwartet. Seit über zehn Jahren managte das derzeitige Orga-Team das Fest am Alten Hafen in nahezu unveränderter Zusammensetzung. Mit Christian Doyen und Mirko Ortmanns hatten zwei Aktivposten nach dem Hafenfest 2025 ihren Rückzug angekündigt. Nach einer beruflichen Veränderung musste jetzt auch Vereins-Geschäftsführerin Marina Doyen passen. Ein erster Hilferuf im Herbst 2025 blieb ohne die erhoffte Resonanz.
Große Lücken im Orga-Team
Die personellen Ausfälle reißen große Lücken ins Orga-Team. Wer kümmert sich um die Tombola? Wer um die Cocktailbar? Wer besorgt Bands und Musik? Wer spricht mit der Gemeinde Wangerland, mit der Brauerei, mit den Schaustellern? Wer koordiniert den Aufbau des Festplatzes? Die verbliebenen Mitglieder des ursprünglich achtköpfigen Teams würden sich zwar weiter um ihre bisherigen Aufgaben wie etwa die Ausrichtung des Drachenboot-Rennens, die Organisation der Arbeitsdienste der Vereinsmitglieder sowie den Auf- und Abbau der Festmeile kümmern. Kapazitäten für Zusatzaufgaben haben sie aber nicht.
Drachenboot-Rennen im Alten Hafen von Hooskiel sind seit etlichen Jahren ein fester Programmpunkt der FCN Hafenfeste. Archiv-Foto: hol
„Selbstverständlich werden Neueinsteiger mit Rat und Tat unterstützt“, versichert Christian Doyen. Aber benötigt würden weniger Mitläufer, sondern Macher, die Lust haben, in den nächsten Jahren Verantwortung für die Gestaltung des FCN-Hafenfestes zu übernehmen. Gern auch mit neuen Ideen. Interessentinnen und Interessenten werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0172/1663370 oder per Email unter c.doyen@sc-wangerland.de zu melden.
Erlös für die Jugendarbeit
Das FCN Hafenfest wird seit Jahrzehnten jeweils von Freitag bis Sonntag am dritten August-Wochenende gefeiert. Die Großveranstaltung ist dabei weit mehr als ein Vereinsfest. Sie ist bislang ein fester Bestandteil des touristischen Jahreskalenders des Ortes gewesen. Lohn der Mühe: Da ein Großteil der Mitglieder des Sportvereins FC Nordsee Hooksiel das Fest durch ehrenamtliche Arbeit oder Spenden unterstützt haben, konnte jährlich ein stattlicher Überschuss erwirtschaftet werden, der vornehmlich der Jugendarbeit des Verein zugute kam.
Kein Zusammenhang besteht laut Christian Doyen zwischen dem drohenden Aus der Hafenfestes und der Verschmelzung des FCN Hooksiel mit den Nachbarvereinen Rot-Weiß Tettens und Eintracht Wangerland zum SC Wangerland Ende vergangenen Jahres. „Als SCW haben wir uns ausdrücklich auf die Fahnen geschrieben, die Traditionen der Altvereine weiter zu pflegen“, so Doyen. „Schon in den vergangenen Jahren haben Kollegen aus Hohenkirchen und Tettens bei der Besetzung der Buden geholfen. Aber die Gesamtverantwortung für das Fest sollte schon in Hooksieler Hand liegen.“
Wilhelmshaven/Wangerland (7. 2. 2026) – Nach jahrelangem Vorlauf könnte jetzt der finale Knoten für den Bau des Trilateralen Weltnaturerbe-Wattenmeer-Partnerschaftszentrum (TWWP) am Banter See in Wilhelmshaven durchschlagen worden sein. Am Rande des Festaktes zum 40-jährigen Bestehens des Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer am Freitag haben Petra Burmeister und Tim Menke vom städtischen Eigenbetrieb GGS, Peter Südbeck von der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer und Sascha Klöpper vom Gemeinsamen Wattenmeersekretariat die ersten Mietverträge unterschrieben.
Bei der Unterzeichnung der Mietverträge (von links): Wilhelmshavens Oberbürgermeister Carsten Feist, Umweltminister Christian Meyer, Exekutivsekretär Sascha Klöpper, Nationalpark-Leiter Peter Südbeck, GGS-Betriebsleiterin Petra Burmeister, Stadtbaurat Niksa Marusic, GGS-Betriebsleiter Tim Menke und Nationalpark-Dezernatsleiter Normann Grabow. Foto: Stadt Wilhelmshaven
„Das war ein wichtiger Beschluss des Rates, um das Projekt trotz der Kostensteigerung umzusetzen. Zuvor war es uns gemeinsam gelungen, 14 Millionen Euro Förderung durch den Bund und rund 5 Millionen Euro Städtebauförderung zu erhalten“, sagte Wilhelmshavens Oberbürgermeister Carsten Feist (parteilos) im Beisein von Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer (Grüne). „Durch die Mietvorverträge haben wir als Bauherrin die Sicherheit und Verbindlichkeit, dass das Gebäude nach der Fertigstellung mit Leben gefüllt und im wahrsten Sinne des Wortes die erste Adresse des Weltnaturerbe Wattenmeer wird.“
Baubeginn voraussichtlich im Sommer
Der städtische Eigenbetrieb GGS hat nach Auskunft der Stadt die Vorarbeiten soweit abgeschlossen, dass nun die erste größere Ausschreibung für die Baumaßnahmen auf dem Bunker-Grundstück veröffentlicht werden könne. Mit einem tatsächlichen Baustart könne im Sommer dieses Jahres gerechnet werden. Neben der Nationalparkverwaltung und dem Gemeinsamen Wattenmeersekretariat wird dann auch die Tourismusagentur Nordsee (Tano) Büroräume in dem neuen Gebäude am Banter See beziehen.
Bekenntnis zum Nationalpark
Beim Festakt zum 40-jährigen Bestehen des Nationalparks würdige Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) den damaligen Mut, ein 240.000 Hektar großes Areal zum Nationalpark auszuweisen – im Spannungsfeld zwischen Naturschutz und Fischerei. Als entscheidender Wegbereiter im Jahr 1986 gilt der damalige Ministerpräsident Ernst Albrecht (CDU).
Würdigten zum 40-jährigen Bestehen die Bedeutung des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer (von links) Ministerpräsident Olaf Lies, der Leiter der Nationalparkverwaltung Peter Südbeck und Umweltminister Christian Meyer. Foto: Umweltministerium
Umweltminister Meyer unterstrich die zentrale Bedeutung des Wattenmeeres als natürlicher Klimaregulator. „Zugleich steht der Lebensraum vor großen Herausforderungen – von steigendem Meeresspiegel, massiven Seegrasverlusten, Plastikmüll, Rohstoffabbau, russischen Schattenöltankern bis hin zu zunehmenden Nutzungsansprüchen.“ Niedersachsen stehe zum Weltnaturerbe und werde es durch die Biosphärenregion und Umwelt-, Naturschutz- und Klimaschutzprojekte stärken.
Der Leiter der Nationalparkverwaltung Peter Südbeck stellte im Rückblick auf vier Jahrzehnte fest: „Nationalpark wirkt!“ Die Naturlandschaft werde erhalten, die Artenvielfalt könne sich entfaltend. Zudem sei das gemeinsame Handeln für den Schutz von Natur und Küste wegweisend für eine sinnstiftende Zusammenarbeit in der Region und über Grenzen hinweg.