Wangerland/Schillig (14. 7. 2026) – Drei Tage lang verwandelt sich der Himmel über der Nordsee in ein buntes Schauspiel aus Formen, Farben und fantasievollen Figuren. Der Grund: Von Freitag bi Sonntag, 17. bis 19. Juli, findet am Strand von Schillig das 19. Internationale Drachenfest statt.
Ein Himmel voller Drachen. Darauf dürfen sich de Besucher des Internationalen Drachenfestes in Schillig freuen. Archiv-Foto: hol
Hunderte von Drachen steigen in die Luft und sorgen für ein beeindruckendes Erlebnis in maritimer Kulisse. Internationale und nationale Drachenkünstler präsentieren ihre aufwendig gestalteten Flugobjekte.
Ein Höhepunkt ist am Samstagabend die spektakuläre Nachtflugshow mit Feuereffekten, bei der leuchtende Drachen und Lichtelemente den Abendhimmel in Szene setzen. Darüber hinaus lädt ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm zum Mitmachen und Entdecken ein. Für Kinder gibt es unter anderem eine „Flightschool“, in der erste Flugversuche und kleine Tricks erlernt werden können, sowie die Möglichkeit, eigene Drachen zu gestalten und direkt vor Ort steigen zu lassen.
Neben dem farbenfrohen Treiben am Himmel bietet das Drachenfest ein vielfältiges Rahmenprogramm für Groß und Klein. Gastronomie- und Verkaufsstände sorgen für das leibliche Wohl und laden dazu ein, kulinarische Köstlichkeiten zu genießen oder in aller Ruhe durch das vielfältige Angebot an handgefertigten Produkten und Drachenaccessoires zu störbern.
Friesland (14. 7. 2026) – Der AfD-Bundestagsabgeordnete Martin Sichert (Zetel) hält die laufende Prüfung seiner Verfassungstreue durch das niedersächsische Innenministerium für paradox. „Derzeit bin ich auf Einladung der US-Regierung in Washington und führe dort als Vertreter des deutschen Parlaments zahlreiche Gespräche mit Regierungs- und Parlamentsvertretern“, schreibt Sichert in einer Presseerklärung. „.Gleichzeitig wird in meinem eigenen Wahlkreis meine Verfassungstreue angezweifelt, weil ich von der AfD als Kandidat nominiert wurde.“
Sichert (Foto) kandidiert für die vom Verfassungsschutz in Niedersachsen als rechtsextrem eingestufte AfD bei der Kommunalwahl am 13. September für das Amt des Landrates im Landkreis Friesland. Offenbar hegt die Kreiswahlleitung Zweifel daran, ob er auf dem Boden der freiheitlich-demokratischen Grundordnung steht und hat Anhaltspunkte dafür an die Kommunalaufsicht weitergeleitet.
Das Niedersächsische Kommunalwahlgesetz (NKWG) sieht entsprechende Überprüfungen bei potenziellen künftigen Wahlbeamten vor. Bei Bedarf kann die Kommunalaufsicht für ihre Bewertung von Kandidaten Rücksprache mit dem Verfassungsschutz halten. Sichert, der 2022 seinen Wohnsitz aus privaten Gründen aus Bayern nach Friesland verlegt hat, ist sei 2024 Vorsitzender des AfD-Verbandes Friesland-Wittmund.
„Sollte ich tatsächlich nicht als Landratskandidat zugelassen werden, werde ich gegen diesen undemokratischen Ausschluss klagen“, kündigt Sichert an. „Meine Nicht-Zulassung wäre reine Willkür, um die derzeit größte deutsche Partei zu schwächen.“ Der AfD-Bewerber sieht die Überprüfung als Schikane und als einen Beleg dafür, dass SPD, Grüne und CDU Angst vor einem AfD-Landrat haben.
Hooksiel (13. 7.2026) – Spiel, Satz und Sieg. Spannendes Tennisspiel gibt es nicht nur in Wimbledon. Die Tennisabteilung des SC Wangerland hat auf ihrer Platzanlage in Hooksiel ein Herren-Doppelturnier ausgerichtet. Bei herrlichem Wetter ging es dabei bei allem sportlichen Ehrgeiz vor allem um Bewegung und Spaß am gemeinsamen Spiel.
Volle Konzentration beim Aufschlag. Beim Doppel-Tunier auf der Hooksieler Platzanlage gab es etliche schöne Ballwechsel. Foto: Abels
Für das von Sportwart Andre Abels organisierte Turnier hatten sich zehn Spiele gemeldet, die erst unmittelbar vor Spielbeginn per Los zu Doppeln zusammengestellt wurden. Das Ziel: Möglichst gleich starke Teams, so dass während der rund dreistündigen Spielzeit etliche spannende Matche zustande kamen.
Gespielt wurde nach Zeit im Modus: Jede gegen jeden. Ungeschlagen blieb dabei das Hooksieler Doppel Gerd Abeldt/Thorsten Csikos. Auf den Plätzen folgten Thomas Otte/Jonas Hegen, Andre Abels/Harald Fischer, Keno Schönbohm/Alex Scholz sowie Mirko Ortmanns/Stéphane Dondyas.
Statt eines großes Pokals und einer Siegprämie, wie in Wimbledon, erhielten die Gewinner allerdings nur eine Dose Tennisbälle.
Hooksiel (13. 7. 2026) – Drei Tage lang verwandelte sich das Hooksieler Gästehaus in einen Kunst- und Handwerkermarkt. Rund 20 Künstler, Handwerker und Händler boten eine Fülle von schönen Dingen an. Porzellanblümchen säumten die Graft, Filzfiguren, Dekoartikel und originell gestaltet Holz- und Emailleschilder, zumeist mit Nordseebezug, warben um die Gunst der Hooksieler und der Urlaubsgäste.
Hendrik Baumann zeigt seinen Kunden genau, wie seine Glas-Sand-Kunstwerke entstehen. Foto: hol
Vor dem Gästehaus und auch auf beiden Etagen in dem Domizil der Wangerland Touristik waren schöne Stände aufgebaut, an denen die Kreativen ihren Kunden die Machart ihrer Produkte erläuterten oder auch praktisch zeigten, wie ein kleines Kunstwerk entsteht. So etwa Hendrik Baumann aus Moormerland, der doppelwandige Glasgefäße zu Kunstwerken verwandelt, indem er den Hohlraum mit fluoreszierenden Sand befüllt. Sandkorn für Sandkorn, Schicht für Schicht.
Er zaubert vor den Augen seiner Kunden unterschiedlichste Landschaften, Muster, Himmel in die Gefäßwände, die dann im Dunkeln strahlen. Aber eben nicht durch die Kerze im Inneren, sondern durch das Licht von außen, das der Sand speichert und im Dunkeln wieder abgibt.
Ein schönes Bild: Die Graft am Gästehaus eingesäumt von Kunst-Blumen. Foto: hol
Mit dem Geschäft am vergangenen Wochenende in Hooksiel war Baumann nur bedingt zufrieden. „Am Freitag und Samstag war nur wenig los“, beklagt er. „Aber am Sonntag war dafür ordentlich Lauf.“ Dabei musste der Ostfriese für seine Umsatz richtig arbeiten. Die Kunden wollten ganz genau wissen, wie was entsteht und warum das Glas wie lange so schön leuchtet. Baumann erklärt und erklärt, füllt Sandkorn nach Sandkorn in seine Kunstobjekte. Der Grund: „Die Leute sollen schon mitbekommen, warum die Glas-Sandkunst auch einen bestimmten Preis hat und haben muss.“
Hooksiel (13. 7. 2026) – Kunst ist vielleicht nicht die Welt. Aber sie kann dabei helfen, sie zu verstehen. Einen Weg dahin zeigt Agnes Lörincz auf. Die in Berlin lebende Künstlerin ist die neue Stipendiatin im Künstlerhaus Hooksiel. Am Sonntag eröffnete sie unterstützt von Künstlerhaus-Leiterin Renate Janßen-Niemann und Wangerlands Bürgermeister Mario Szlezak ihre Ausstellung „Muster und Mimesis“, zwei Begriffe, die das künstlerische Wirken der gebürtigen Siebenbürgenerin maßgeblich bestimmen.
Die Stipendiatin Agnes Lörincz (Mitte) lebt und arbeitet bis Mitte August im Künstlerhaus Hooksiel. Künstlerhaus-Leiterin Renate Janßen-Niemann und Bürgermeister Mario Szlezak unterstützten die Künstlerin aus Berlin bei der Ausstellungseröffnung. Foto: hol
Muster steht für Agnes Lörincz für Wiederholungen, für stetig Wiederkehrendes und ein Stück weit auch für die Unendlichkeit. Mimesis hingegen verkörpert die Täuschung, das so sein als ob. Um das zu erkennen und zu entlarven, braucht es einen zweiten Blick. Der ist auch ratsam bei der Betrachtung der rund 30 Gemälde, Schnitte und Collagen der Künstlerin, die bis Mitte August im Künstlerhaus zu sehen sein werden.
Muster und Mimesis
Das Spannungsfeld von Schein und Sein ist ein philosophisches Kernthema. Schon Platon („Höhlengleichnis“) und sein Schüler Aristoteles haben sich mit der Frage auseinandergesetzt, wie viel Wirklichkeit im Anschein der Dinge steckt. Agnes Lörincz setzt sich mit diesem Thema über Motive zu Mode, Lifestyle und Konsumgesellschaft auseinander. Der Schein des Schönen und Perfekten wird aus dem Unwirklichen in den Alltag, die Welt der immer wieder kehrenden Muster, überführt – hier durch die Maserungen des Holzes, auf dem die Künstlerin Frauenporträts malt, dort durch Tapeten- oder Stoffmuster, die den Hintergrund einiger ihrer Collagen bilden.
„Ich möchte die Dinge nicht nur abbilden, sondern neue Welten erschließen“, sagte Agnes Lörincz. Das gilt auch für die nächsten fünf Wochen, in denen sie in Hooksiel leben und arbeiten wird. Ihre Motive? Noch ungewiss. „Ich will erst einmal den Ort auf mich einwirken lassen. Wir werden sehen, was mich interessiert.“
Impressionen von Hooksiel
Erste Impressionen von Hooksiel hat die Künstlerin bereits am Samstag bei einem Spaziergang mit ihrem Mann vom Ortskern zum Strand gesammelt. Eine sportliche Strecke, wie Hiesige wissen. Dazu der Seenebel und Nebelhörner … Auf die künstlerische Umsetzung darf man gespannt sein.
Bürgermeister Szlezak unterstrich bei der Vernissage vor rund 30 Interessieren den hohen Stellenwert des Künstlerhauses Hooksiel, das zur überregionalen Bekanntheit des Ortes und der Gemeinde beitrage. Auch als Zeichen der Anerkennung des ehrenamtlichen Engagements rund um den Kulturtempel im historischen Feuerwehrhaus von Hooksiel stehe die Gemeinde geschlossen zu dieser „freiwilligen Leistung“.
Leuchtturm für die Kunst
Renate Janßen-Niemann dankte Christine Keweritsch und Peter Lewald, die zusammen mit der Künstlerin deren Ausstellung gehängt haben. Dass mit Agnes Lörincz erneut eine Berlinerin in Hooksiel weilt, sei kein Zufall. Ganz offensichtlich habe sich in der Kunstszene der Hauptstadt herumgesprochen, dass das Künstlerhaus an der Nordsee ein Leuchtturm für Kunstschaffende ist.
Die Ausstellung „Muster und Mimesis“ ist bis zum 16. August dienstags bis sonntags, jeweils von 14 bis 18 Uhr gelöffelt. Der Eintritt ist frei.
Hooksiel (13. 7. 2026) – Am kommenden Mittwoch, 15. Juli, um 18 Uhr, startet der Hooksieler Rennverein in die neue Saison. Mit sieben Trab- und einem Ponyrennen eröffnet das Team um Präsident Immo Müller die Saison 2026. Es folgen zwei weitere Meetings am 22. und 29. Juli mit Gästen aus den Niederlanden, Hamburg, Berlin und dem Traber-Westen.
Ausgeglichen besetzte Starterfelder versprechen spannende Renen auf der Hooksieler Trabrennbahn. Archiv-Foto: hol
Insgesamt haben sich nach Angaben des Hooksieler Rennvereins 52 Traber in die Veranstaltungsliste eingetragen, die dann auf der Rennbahn am Nordseedeich ihre Runden drehen werden und um Siege und Plätze fighten. Die Veranstalter versprechen „Spannung pur“. Die Rennen seien äußerst ausgeglichen besetzt, was auch Außenseiter Chancen eröffnet – was wiederum für hohe Wettquoten sorgen würde.
Verschiedene Wetten möglich
Die Rennen werden über eine Strecke von 2200 Meter ausgetragen. Sie können mit den üblichen Wettarten wie Sieg, Platz, Zweier- und Dreierwette bewettet werden. Eintrittskarten sind an der Tageskasse zum Preis von 10 Euro erhältlich. Zudem läuft ein Online-Ticket-Vorverkauf unter hooksieler-rennverein.de. An der Rennbahn gibt es ein reichhaltiges Gastronomieangebot.
Besuchern, die eher selten Rennsportveranstaltung besuchen und auf der Suche nach potenziellen Siegern sind, empfehlen die Experten vom Rennverein, Jochen Holzschuh aus Dülmen im Blick zu behalten. „Es gibt einfach keinen Renntag an der Bäderstraße, wo der Grasbahnspezialist nicht mindestens zwei Sieger durchs Ziel bringt!“ Am ersten Renntag geht er mit unterschiedlichen Pferden bei nahezu jedem Rennen an den Start.
Zweite Chance
Als Siegerin in Frage kommt auch die erfolgreichste Trabreit-Amazone Ronja Walter. Die deutsche Championesse legte in den vergangenen Tagen von der Fachwelt bejubelte Siegesserie hin. In nur einer Woche gewann die Physiotherapeutin nicht weniger als vier Rennen, war dabei in Berlin, Montecatini, Aalborg und Drensteinfurt siegreich.
Er beim Wetten auf Pferd und Fahrer weniger Glück hat, erhält übrigens noch eine „zweite Chance“. Die Veranstalter verlosen an zehn Wettgutscheine jeweils 20 Euro.
Jever/Wangerland (12. 7. 2026) – Bis 2029 will das Land Niedersachsen rund 500 Millionen Euro in Straßen, Brücken und Radwege investieren. Das Geld für die Sanierung stamme neben Landesmitteln auch aus dem Sondervermögen des Bundes, so die CDU-Landtagsabgeordnete Katharina Jensen (Wangerland). Davon würden auch mehrere Straßen im Landkreis Friesland profitieren. „Geplant sind Sanierungen der L 815 zwischen Sande und Schortens (2026), Neuenburg und Zetel (2027) sowie Blauhand und Sande (2028).“
Die Landesstraße 812 zwischen Jever und Hohenkirchen, ebenfalls in sanierungsbedürftigem Zustand, werde aber nicht berücksichtigt, bedauert die Abgeordnete. „Bereits im Vorfeld der nun angekündigten großen Sanierungsvorhaben hatte ich deswegen eine entsprechende Anfrage an die Landesregierung gestellt, da ich mehrfach auf den Zustand der Strecke angesprochen wurde“, so Jensen. „Ich begrüße ausdrücklich, dass kräftig in unsere Verkehrsinfrastruktur investiert wird. Dennoch bedauere ich, dass die L 812 nicht dabei ist.“
Nach Einschätzung des Wirtschaftsministeriums liegen an der L 812 keine außergewöhnlichen witterungsbedingten Schäden vor. Lediglich in einem rund einen Kilometer langen Abschnitt der Ortsdurchfahrt Waddewarden werden punktuell zu sanierende Bereiche genannt.
Positiv sei aus Sicht der CDU-Abgeordneten auch, dass die Landesregierung für die Kreisstraße 87 zwischen Oldorf und Poggenburg eine Deckenerneuerung vorbereitet. Nach Angaben des Landes befindet sich dieser Abschnitt in einem deutlich schlechteren Zustand als die Landesstraße 812. Derzeit werde eine Ausschreibung für die Maßnahme vorbereitet.
Hooksiel (12. 7. 2026) – So richtig fahrtüchtig sah das Auto nicht aus, das ein Kunde des Hooksieler Supermarktes am heutigen Sonntag kurz nach 11 Uhr auf den Parkplatz an der Bäderstraße rollen sah. Er informierte die Polizei, die seinen Verdacht bestätigte. Bei der Kontrolle stellten die Beamten des Polizeikommissariats Jever gleich mehrere gravierende Mängel fest.
An dem Fahrzeug waren, so die Polizei, unter anderem vier völlig unterschiedliche Reifen montiert, die zudem noch überaltert und zum Teil so abgefahren waren, dass das Drahtgeflecht zum Vorschein kam. Der Schweller an der Fahrerseite sei so verrostet gewesen, dass Teile der Karosserie bereits herausgebrochen waren. Die Scheinwerfer seien aufgrund ihres Alters bereits matt und ausgeblichen gewesen.
Die Polizisten untersagten die Weiterfahrt. Zunächst müssten die Mängel behoben werden. Da auch die Eigentumsverhältnisse beziehungsweise die Halterverantwortlichkeit für den Wagen vor Ort nicht abschließend zu klären gewesen seien, hätten die Beamten zudem die Fahrzeugschlüssel sichergestellt.
Hooksiel/Wilhelmshaven (12. 7. 2026) – Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Landesstraße 810 kurz vor Hooksiel sind am heutigen Sonntagmorgen drei Menschen schwer verletz worden. Nach Darstellung der Polizei fuhr ein 21-jähriger Wilhelmshavener mit einem VW Caddy in Richtung Wilhelmshaven. Aus bislang ungeklärter Ursache sei er gegen 8.25 Uhr auf die Gegenfahrbahn geraten und frontal mit einem entgegenkommenden Range Rover zusammengeprallt.
Die am Unfall beteiligen Autos wurden komplett zerstört. Die drei Beteiligten wurden in Krankenhäuser gebracht. Foto: Polizei
Der Unfall ereignete sich auf der Hooksieler Landstraße in der Nähe der Einmündung „Klein Buschhausen“. Durch die Wucht des Aufpralls schleuderte der Range Rover gegen einen Baum und kam halb im Straßengraben zum Stillstand. Der Wagen wurde von einem 58-jährigen Mann aus Gütersloh gelenkt. Mit ihm im Auto befanden sich seine 59-jährige Ehefrau, die auf dem Beifahrersitz saß, und ein Hund, der den Unfall unverletzt überstand.
Feuerwehr befreit Insassen
Die beiden Insassen konnten das stark deformierte Fahrzeug nicht eigenständig verlassen. Einsatzkräfte der Feuerwehr befreiten sie mit technischem Gerät. „Alle drei Unfallbeteiligten erlitten schwere, nach ersten Erkenntnissen jedoch nicht lebensgefährliche Verletzungen“, so die Polizei. Rettungskräfte versorgten die Opfer zunächst an der Unfallstelle und brachten sie anschließend in umliegende Krankenhäuser. Die 59-jährige Beifahrerin musste mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik transportiert werden.
L 810 zwei Stunden lang gesperrt
An beiden Fahrzeugen entstand erheblicher Sachschaden. Abschleppunternehmen bargen die völlig zerstörten Wagen. Die Freiwillige Feuerwehr Hooksiel unterstützte bei der Absicherung der Einsatzstelle. Während der Unfallaufnahme und der Bergungsarbeiten sperrte die Polizei die Hooksieler Landstraße für rund zwei Stunden vollständig. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen.
Ausdrücklich lobt die Polizei die Ersthelfer, die sich unmittelbar nach dem Zusammenstoß um die Verletzten kümmerten und bis zum Eintreffen der Rettungskräfte vorbildlich Unterstützung leisteten.
Friesland/Varel (12. 7. 2026) – Im Streit um die Zukunft der Gesundheitsversorgung in Varel zeichnet sich eine Lösung ab. Nach der geplanten Schließung des St.-Johannes-Hospitals soll ein Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) etabliert werden. Wie der Landkreis Friesland mitteilt, stehen jetzt die Strukturen für das künftige Gesundheitszentrum. Mit der Gründung der neuen MVZ Gesundheitszentrum Varel GmbH sei die Versorgung am Standort des St. Johannes-Hospitals langfristig gesichert.
Kassenarzt-Sitze übertragen
Der Kreisausschuss sowie der Aufsichtsrat und die Gesellschafterversammlung der Friesland-Kliniken haben danach dem Verkauf der MVZ-Betriebe Chirurgie mit einem Kassenarzt-Sitz (KV-Sitz), Pädiatrie (ein KV-Sitz) und Gynäkologie (ein KV-Sitz) von den Friesland Kliniken gGmbH in die neue MVZ Gesundheitszentrum Varel GmbH zugestimmt. Gesellschafter des MVZ sind die Stadt Varel sowie die beiden Vareler Ärzte Dr. Tim Brinkmann und Dr. Arne Richter. Die Geschäftsführung solle die Medoplan GmbH (Hameln) übernehmen, die Expertise in der Organisation von MVZ habe.Der Kaufvertrag sei von den beiden Geschäftsführenden Petra Hohmann (Friesland Kliniken) und Tammo Horn (medoplan GmbH) unterzeichnet worden.
Unabhängig davon ist nach der Mitteilung des Landkreises der Gesundheitscampus Varel geplant, in dem auch das Ambulante Operationszentrum (AOZ) sowie die Frauenklinik angesiedelt werden sollen. Der Gesundheitscampus mit AOZ und Frauenklinik sowie MVZ ist als zentraler Anlaufpunkt für die Bürgerinnen und Bürger im südlichen Landkreis vorgesehen.
Gesundheitsvorsorge für den Südkreis
„Unser Ziel ist es, tragfähige und finanzierbare Modelle zur Sicherung der regionalen medizinischen Versorgung vor Ort zu etablieren, um den Menschen eine moderne und leistungsfähige Gesundheitsversorgung vor Ort zu bieten“, betont Landrat Sven Ambrosy, der als Motor der der neuen Versorgungsstruktur gilt. Auch aus Sicht von Varels Bürgermeister Gerd-Christian Wagner stärke das Konzept die Bemühungen für den Erhalt und den Ausbau der Versorgung in Varel. „Alle müssen jetzt den eingeschlagenen Weg aktiv beschreiten und das Angebot nutzen, damit es insgesamt mit Leben gefüllt wird“.
Petra Hohmann betont, dass die Zukunftsfähigkeit nur mit einer erhöhten Wirtschaftlichkeit bei gleichzeitig hoher medizinischer Versorgungsqualität gesichert werden könne. Dafür seien jetzt die Strukturen geschaffen worden.