Drücken Sie „Enter“, um den Inhalte zu überspringen

Hooksiel-life: Vom Leben an der Küste

Landrat Ambrosy kandidiert für Wangerländer Gemeinderat

Wangerland (1. 6. 2026) – Die SPD Wangerland hat ihre Kandidatinnen und Kandidaten für die kommende Gemeinderatswahl gewählt. Angeführt wird die Liste vom Vorsitzenden der SPD-Ratsfraktion Holger Ulfers. Der prominenteste Name findet sich allerdings am Ende der Liste: Sven Ambrosy, aktuell noch amtierender Landrat im Landkreis Friesland.

Listen für Kommunalwahl aufgestellt

Für einen engen Schulterschluss zwischen Gemeinde- und Kreispolitik steht auch der Name Jannes Wiesner. Wiesner ist derzeit Vorsitzender der SPD-Fraktion im Kreistag. Ambrosy und Wiesner können, so die Hoffnung der Sozialdemokraten, neben ihrer kommunalpolitischen Erfahrung auch ihre Netzwerke auf Kreis- und Landesebene für die Gemeinde einsetzen, hofft die SPD.

Auf dem Foto stehend (von links) Bürgermeister Mario Szlezak, Ronja Hildebrand, Jürgen Stille, Reiner Meints, Holger Ulfers, Sven Ambrosy (Kandidaten für den Gemeinderat), Heinz Martin (Kreistagskandidat) sowie vorn (von links) Viola Sambale (SPD Ortsvereinsvorsitzende), Florian Wirth (Ratskandidat), Marianne Kaiser-Fuchs (Kreistagskandidatin), Stefanie Bremers, Ina Janssen und Elke Brüggestrath (alle Ratskandidatinnen). Es fehlen auf dem Bild Jannes Wiesner und Jann-Peter Boomgaarden. Foto: SPD

„Wir haben eine starke Mannschaft zusammengestellt, die die Vielfalt unseres Wangerlandes widerspiegelt“, ist Viola Sambale, Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Wangerland überzeugt. „Menschen unterschiedlichen Alters, mit verschiedenen beruflichen Hintergründen und aus vielen Ortschaften unserer Gemeinde bringen ihre Erfahrungen und Ideen ein.“

Bürgermeister setzt auf Sieg

Hinter Ulfers (Hooksiel) folgen auf der Kandidatenliste für den Gemeinderat, Stefanie Bremers (Javenloch), Florian Wirth (St. Joost), Ronja Hildebrand (Hohenkirchen), Jannes Wiesner (Minsen), Elke Brüggestrath (Hohenkirchen), Reiner Meints (Hooksiel), Ina Janssen (Tettens), Jann-Peter Boomgaarden (Oldorf), Jürgen Stille (Hohenkirchen) und Sven Ambrosy (Middoge), der bekanntlich am 13. September nicht noch einmal für das Amt des Landrats kandidiert. 

Ganz bewusst nicht auf der Kandidatenliste steht Bürgermeister Mario Szlezak, der erneut als Bürgermeister der Gemeinde direkt gewählt werden möchte und als solcher automatisch auch weiterhin dem Gemeinderat angehören würde. Nicht mehr für einen Posten im Rat kandidieren die stellvertretende Bürgermeisterin Marianne Kaiser-Fuchs, Ratsvorsitzender Johann Wilhelm Peters, Viola Sambale und Wolfram Sandmeier.

Bildung und bezahlbarer Wohnraum

Im Mittelpunkt stehe für die SPD in den kommenden Jahren insbesondere die Sicherung und Weiterentwicklung der Bildungs- und Betreuungsangebote im Wangerland, der Neubau der Grundschule Hohenkirchen, die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum für Familien und Senioren, die Unterstützung der freiwilligen Feuerwehren, Vereine und Dorfgemeinschaften sowie die nachhaltige Weiterentwicklung von Tourismus, Landwirtschaft und Wirtschaft, heißt es in einer heute verbreiteten Mitteilung. Als weiterer Schwerpunkt wird die Stärkung des Wirtschaftsstandortes Wangerland genannt.

Man wolle sich für gute Rahmenbedingungen für Handwerk, Mittelstand, Tourismusbetriebe und Landwirtschaft einsetzen. Dazu gehöre eine verlässliche kommunale Infrastruktur, die Unterstützung regionaler Wertschöpfungsketten, die Vermarktung heimischer Produkte sowie eine enge Zusammenarbeit mit den örtlichen Unternehmen. „Gleichzeitig sollen Chancen durch erneuerbare Energien, moderne Mobilitätsangebote und neue Technologien genutzt werden, um Arbeitsplätze zu sichern und neue Perspektiven zu schaffen.“

Digitalisierung als Wirtschaftsfaktor

Auch die Digitalisierung spielt für die SPD Wangerland eine zentrale Rolle. Schnelle Internetverbindungen, moderne digitale Verwaltungsangebote und eine bessere Vernetzung von Wirtschaft, Bildung und Verwaltung seien wichtige Voraussetzungen, damit das Wangerland auch künftig ein attraktiver Wohn-, Arbeits- und Wirtschaftsstandort bleibe. Wiesner: „Eine moderne Gemeinde braucht nicht nur gute Straßen und Gebäude, sondern auch eine leistungsfähige digitale Infrastruktur.“ 

Kandidaten für Kreistagswahl

Wiesner tritt zugleich bei der Kreistagswahl als Spitzenkandidat der SPD im Wahlbereich Wangerland, Jever und Wangerooge an. Unterstützt wird er aus dem Wangerland von der stellvertretenden Landrätin Marianne Kaiser-Fuchs sowie Heinz Martin. Gemeinsam wollen sie die Interessen der Region auch auf Kreisebene vertreten und sich für eine starke Entwicklung des ländlichen Raumes, gute Bildungsangebote, eine moderne Mobilität und eine zukunftsfähige Wirtschaft einsetzen.

„Unsere Kandidatinnen und Kandidaten verbindet der Wunsch, Verantwortung für ihre Heimat zu übernehmen. Wir wollen gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern Lösungen entwickeln und das Wangerland zukunftsfähig gestalten. Dabei setzen wir auf Verlässlichkeit, Bürgernähe und ein starkes Miteinander“, so Viola Sambale.

Auto prallt gegen Baum: 53-jähriger Mann getötet

Wangerland (1. 6. 20225) – Tödlich verletzt wurde ein 53-jähriger Mann am Sonntag bei einem Verkehrsunfall im Wangerland. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei kam der Wagen des Mannes gegen 15.09 Uhr zwischen Wiefels und Wegshörne von der Landesstraße 808 (Jever-Carolinensiel) ab. Das Auto prallte gegen einem Baum und landete im Anschluss in einem wasserführenden Graben.

Der Wagen des 53-Jährigen wurden bei dem Unfall auf der L 808 völlig zerstört. Foto: Feuerwehr

Das Fahrzeug wurde bei dem Unfall vollständig zerstört. „Der Mann wurde aus dem Fahrzeugwrack geborgen und zunächst notfallmedizinisch versorgt, erlag jedoch noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen“, heißt es im Polizeibericht. An der Rettungsaktion waren unter anderem Einsatzkräfte der Feuerwehren Hohenkirchen, Tettens und Neugarmssiel beteiligt.

Die L 808 musste für die Dauer der Rettungsmaßnahmen, der Unfallaufnahme sowie der Bergungsarbeiten voll gesperrt werden. Die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang dauern an.

Knappe Niederlagen für Tennis-Nachwuchs

Hooksiel (1. 6. 2026) – Der Tennis-Nachwuchs des SC Wangerland musste am Wochenende Lehrgeld zahlen. Sowohl die Vierermannschaft der A I Junioren als auch das Zweier-Team der A II unterlangen knapp.

Der Hooksieler Mateo Doyen setzte sich in einem packenden Spiel knapp durch. Archiv-Foto: hol

Die A1 hatte es in ihrem Heimspiel in der Regionsliga auf der Platzanlage in Hooksiel mit Spitzenreiter TC Grün-Weiß Leer zu tun. Hier gelang Mateo Doyen an Position drei gegen seinen drei Leistungsklassen besser eingestuften Gegner ein knapper Sieg (3:6/6:3/10:6). Niklas Doyen an Position vier bestätige seine Favoritenrolle (6:1/6:4).

Die beiden Spitzenspieler Lorenz Kramer und Niko Gauzel hatten hingegen den erwartet schweren Stand. Gauzel unterlag an Position zwei 1:6/4:6. Auch Kramer an Position eins verlor den ersten Satz klar, stand im zweiten aber kurz vor einer Überraschung. Hier unterlag der Hooksieler dann aber doch noch knapp im Tiebreak (2:6/6:7).

Beim Zwischenstand von 2:2 musste die Entscheidung in den Doppeln fallen. Hier blieben aber sowohl Kramer/Gauzel (1:6/2:6) als auch Doyen/Doyen (0:6/3/6) chancenlos. Am Ende ging das Spiel 2:4 verloren. Die A 1 belegt mit 2:4 Punkten Platz 3 der Tabelle. Das nächste Spiel muss das Team am 13. Juni in Metjendorf austragen.

Die A II ver lor ihrAuswärtsspiel in der Regionsklasse bei Grün-Weiß Oldenburg. Während Spitzenspieler Tom Fiebig sein Einzel klar mit 6:2/6:2 gewinnen konnte, unterlag Leonard Köster denkbar knapp mit 5:7/6:4/5:10. Im entscheidenden Doppel reichte des dann für Tom Fiebig/Elias Stroisch (0:6/5:7) nicht zum Sieg. Die A II belegt mit 2:2 Punkten ebenfalls Rang 3. Ihr nächstes Spiel findet am 13. Juni statt. Gastgeber ist dann der Wilhelmshavener THC.

- Werbeanzeige -
– Werbeanzeige –

Geflügelstand schließt Lücke auf Hooksieler Wochenmarkt

Hooksiel (31. 5. 2026) – Der Hooksieler Wochenmarkt ist um einen Anbieter reicher. Seit vergangenen Freitag bietet der Betrieb „Pille Landwirtschaft“ aus einem Verkaufswagen heraus unter anderem Geflügel, Wild, Lammfleisch und selbstgemachte Salate an. Zudem setze man mit Blick auf die hohe Zahl von Urlaubern unter den Kunden in Hooksiel auf besondere Grillspezialitäten, so André Neubauer.

Über guten Zuspruch freute sich André Neubauer von „Pille Landwirtschaft“ beim ersten Tag auf dem Hooksieler Wochenmarkt. Foto: hol

Neubauer, der den Betreib mit einem Partner zusammen führt, zeigte sich mit der Nachfrage am ersten Verkaufstag in Hooksiel sehr zufrieden zeigte. Die Reaktion der Kunden war entsprechend:„Schön, dass Sie da sind. Ein Geflügelstand hat uns hier wirklich noch gefehlt.“

Der Betrieb „Pille“, der in Bockhorn einen Hofladen betreibt, ist inzwischen auf einer ganzen Reihe von Wochenmärkten in der Region präsent – in Bockhorn, Zetel, Emden, Norden, Jaderberg, Bad Zwischenahn und jetzt auch in Hooksiel. Wieso gerade Hooksiel? „Andere Marktbeschicker haben uns angesprochen und gefragt, ob wir nicht auch nach Hooksiel kommen wollen“, so Neugebauer. „Auf Wochenmärkten nützt es am Ende ja allen, wenn ein breites Sortiment präsentiert wird.“ 

Einer von den befreundeten Marktbeschickern ist Bernd Kuhlmann, er ebenfalls aus Bockhorn kommen und am Stand nebenan Kartoffeln, Obst und Gemüse auch Eier von freilaufenden Hühnern verkauft – vom Hof „Pille“. Neubauer: „Die haben wir bei uns dann natürlich nicht mehr im Sortiment.“

- Werbeanzeige -
– Werbeanzeige –

„Hooksiel sicher“: Beim Supermarkt gilt kein rechts vor links

Hooksiel (28. 5. 2026) – Pfingsten in Hooksiel. Der Ort ist rappelvoll. Der Parkplatz vor dem Supermarkt an der Bäderstraße auch. Einheimische erledigen ihr Einkäufe fürs Fest, Gäste sichern sich den Proviant für ihren Kurzurlaub. Ein Auto nach dem anderen schiebt sich auf den Parkplatz. An der Ausfahrt auf die Bäderstraße warten die motorisierten Kunden auf eine Lücke zwischen Radfahrern, Fußgängern und Durchgangsverkehr. 

Auf privaten Parkplätzen gilt die Straßenverkehrs-Ordnung nur eingeschränkt. Gut beraten ist, wer einmal mehr auf die Bremse tritt, wenn es unübersichtlich wird. Foto: hol

Der ganz normale Wahnsinn. „Eigentlich ist es wirklich erstaunlich, dass hier nicht mehr passiert“, stellt ein Hooksieler fest, der das Wirrwarr fasziniert beobachtet. Aber was ist, wenn doch etwas passiert? Diese Frage soll in dieser Folge der Serie „Hooksiel sicher!“ geklärt werden.

StVO gilt nur teilweise

Erste Feststellung: Bei dem Edeka-Parkplatz handelt es sich um ein Privatgelände, wie bei den meisten Supermarkt-Parkplätzen. Nur auf den wenigsten Großparkplätzen gibt es aber klare Wegführungen. Die Straßenverkehrsordnung (StVO), in der die Regeln für den Verkehr im öffentlichen Raum regelt, greift hier nur teilweise. Das gilt übrigens auch für Parkplätze, an denen das Schild aufgestellt wurde: „Hier gilt die StVO“.

Ein solches Schild findet man an der Bäderstraße ohnehin nicht. Stellt sich die Frage, was gilt hier eigentlich? Zweite Feststellung: Die Fahrtrichtung der Autos ist beliebig. Auf der Suche nach einem freien Stellplatz dürfen Autofahrer also sowohl geradeaus am Supermarkt vorbei fahren oder auch schon nach wenigen Metern nach links abbiegen, in der Hoffnung so schnelle in die zweite Stellplatzreihe zu gelangen.

Rücksichtnahme oberstes Gebot

Aber wenn es eng wird und ich von rechts komme, habe ich doch Vorfahrt, oder? Nein. Zumindest nicht automatisch. Der Bundesgerichtshof (BGH) hat 2022 festgestellt, dass auf Parkplätzen ohne klare Vorfahrtsregel üblicherweise kein rechts vor links gilt. Dritte Feststellung: Auf privaten Parkplätzen gelten lediglich die in Paragraf 1 der StVO festgelegten Grundregeln: „Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme. Wer am Verkehr teilnimmt, darf keinen anderen Verkehrsteilnehmer schädigen, gefährden oder mehr als nach den Umständen unvermeidbar behindern oder belästigen.“ 

Häufig Mitschuld

Das gilt für das Ein- und Ausparken ebenso wie im Miteinander von Fußgängern, Radfahrern und Autofahrern, die alle dieselben Wege nutzen. Apropos ein- und ausparken. Wer hat eigentlich Anspruch auf einen freien Parkplatz? Ganz einfach: Derjenige, der zuerst die Parklücke besetzt. Aber Vorsicht. Kommt es bei einer Rangelei um einen freien Stellplatz zu einem Zusammenstoß, bekommen in der Regel beide Beteiligten eine Mitschuld.

Vierte Feststellung: Wer auf einem privaten Parkplatz sicher gehen will, in keinen Unfall verwickelt zu werden, und schon gar nicht, einen zu verursachen oder eine Mitschuld zu bekommen, sollte einmal mehr nach links und rechts gucken, einmal mehr auf die Bremse treten und einmal weniger auf seine vermeintlichen Rechte pochen. Manchmal gibt es die nämlich gar nicht. 

Fünfte Feststellung: Hooksieler sind ja durchweg freundliche Menschen. Die dürften mit der erforderlichen Portion Extra-Rücksichtnahme kein Problem haben. Vielleicht ist das der eigentlich Grund dafür, dass auf dem Edeka-Parkplatz nur so selten etwas passiert.

Anmerkung: Liebe Leserinnen und Leser, wer die bereits erschienen Artikel im Rahmen der Serie „Hooksiel sicher“ lesen möchte, sollte im Suchfeld (oben links auf der Startseite) einfach „Hooksiel sicher“ eingeben. Anregungen oder Fragen zu Verkehrsregelungen in Hooksiel haben, melden Sie sich bitte per Email unter infos@hooksiel-life.de – Stichwort: „Hooksiel sicher“.

- Werbeanzeige -
– Werbeanzeige –

„Mein Körper gehört mir!“ Kinder lernen, Grenzen zu setzen

Hooksiel (30. 5. 2026) – Ist der Mann nur besonders freundlich? Oder – was will der von mir? Er will mich berühren? Ich soll ihn anfassen? Er will meinen Penis sehen? Für Ramona Krohn ist klar: Hier kann es schon um die Anbahnung von sexuellem Missbrauch handeln. Zusammen mit Henning Siedenbiedel richtet die Schauspielerin und Theaterpädagogin das Projekt „Mein Körper gehört mir!“ aus. 

Ermöglichen das Projekt „Mein Körper gehört mir!“ an der Grundschule Hooksiel: (von links) Schulleiter Marvin Alker, Schauspieler Henning Siedenbiedel, Dr. Imke Aits (Rotary Club Jever-Jeverland), Chris Wezel und Janto Müller (beide Round Table 167 Jever), Marie Weißen und Katja Thomßen (beide Förderverein der Grundschule) sowie Schauspielerin Ramona Krohn. Foto: hol

Prävention vor Missbrauch ohne Gewaltszenen

Im Rahmen eines Theaterstücks wurden die Schülerinnen und Schüler der dritten und vierten Klassen der Grundschulen Hooksiel und Tettens spielerisch und szenisch auf Missbrauch-Gefahren hingewiesen. „Ohne brutale Gewaltszenen, ohne Angst zu schüren“, sagt Ramona Krohn. „Aber die Kinder sollen und müssen wissen, dass dann, wenn ihnen etwas unangenehm wird, eine Grenze überschritten ist.“ Am Ende, so die Hoffnung, sollen die Mädchen und Jungen genug Selbstbewusstsein haben, ihr Unbehagen zum Ausdruck zu bringen und „Stopp!“ zu sagen. 

Ramona Krohn und Henning Siedenbiedel sind Mitarbeiter der Theaterpädagogischen Werkstatt Osnabrück. Für je drei Termine je Klasse sind sie ins Wangerland gekommen. Die Finanzierung eines solchen Projektes wäre ohne zahlreiche Unterstützer nicht möglich. In Hooksiel ist der wichtigste Baustein dabei der Förderverein der Schule.

Unterstützung von Förderverein und Serviceclubs

Im Beisein des kommissarischen Schulleiters Marvin Alker überreichten jetzt Vertreter vom Rotary Club Jever-Jeverland und vom Round Table 167 Jever ihre Spenden. Wie Marie Weißen und Katja Thomßen vom Förderverein sagten, hoffe man noch auf weitere Mittel aus der Bildungsregion Friesland und von einer Stiftung. 

Im vergangenen Jahr hatte der Förderverein Hooksiel das Projekt für die vierten Klassen bereits aus eigenen Mitteln finanziert. Zu weiteren nützliche Anschaffungen für die Schule, die ohne das Engagement des Vereins nicht möglich gewesen wären, zählen 18 IPads plus Ladeschränke, Sportartikel und besondere Lernmittel. Aktuell plane man, so Katja Thomßen, den Kauf eines großen Sonnensegels, das auf dem Schulhof für Beschattung sorgen soll. Zudem werde man für laufbegeisterte Kinder, die am Gorch-Fock-Lauf in Wilhelmshaven teilnehmen wollen, die Startgebühr übernehmen.

- Werbeanzeige -
– Werbeanzeige –

„Pro Wangerland“ stellt sich für die Kommunalwahl auf

Wangerland (29. 5. 2026) – Die Wählergruppe pro Wangerland (WPW) hat ihre Kandidaten für die Kommunalwahl am 13. September aufgestellt. In geheimer Wahl wurden insgesamt zehn Frauen und Männer bestimmt, die in den künftigen Gemeinderat einziehen möchten.

Wollen für Pro Wangerland in den Gemeinderat gewählt werden: (von links) Andreas Voege, Marten Vogdt, Dirk Henneicke, Carsten Ihnken, Bernd Abrahams, Doris Schüller, Deike Müller, Géraldine Vogdt, Hermann Wilken und Dieter Schäfermeier. Foto: WPW

Schäfermeier führt Liste an

Angeführt wird die Liste vom bisherigen Gruppensprecher Dieter Schäfermeister (Hooksiel). Auf den Plätzen folgen Géraldine Vogdt (Horumersiel), Bernd Abrahams (Hooksiel), Hermann Wilken (Waddewarden), Carsten Ihnken (Horumersiel), Marten Vogdt (Horumersiel), Deike Müller (Kaisershof), Renate Schüller, Dirk Henneicke und Andreas Voege (alle Horumersiel).

Im derzeitigen Rat hat die WPW fünf Mandate, die Schäfermeister, Géraldine Vogdt, Wilken, Ihnen und Wieland Rosenboom wahrnehmen. Rosenboom tritt nicht erneut zur Wahl an. Abrahams, auf Platz drei der Liste, tritt auch als Bürgermeister-Kandidat an. Um Mandaten im Kreistag bewirbt sich die WPW nicht.

Wahlprogramm verabschiedet

Auf der Versammlung wurde auch das vorläufige Wahlprogramm verabschiedet. Die Schwerpunktthemen der Unabhängigen sind Tourismus, Erneuerbare Energien, die Einrichtung eines „Bürgerbudget“ und einer Fördergeldstelle im Rathaus. 

Im Tourismus will man Mehrwert erzeugen, indem man mit Gastronomen, Hoteliers, Vermietern und Anbietern von Freizeitangeboten ein Leitbild entwickelt und umsetzt. Im Bereich der Erneuerbaren Energien spricht sich die WPW gegen neue Windparks aus. Vielmehr solle durch das Erneuern von Altanlagen („Repowering“) die Zahl der Windkrafträder im Gemeindegebiet verringert, die Menge an erzeugtem Strom aber erhöht werden. Aus einem Bürgerbudget könnten von Bürgern vorgeschlagene Projekte gefördert, über eine Fördergeldstelle Gemeinde und Unternehmen der Suche nach Zuschüssen etwa von Land, Bund oder EU unterstützt werden.

Wangerland Touristik Thalassa
– Werbeanzeige –

Große Kuh für die kleinen „Küstenkinder“

Hooksiel (29. 5. 2026) – Die „Küstenkinder“ haben eine neue Attraktion. Die Arbeitsgruppe Hooksiel hat auf der Spielwiese hinter der Kindertagesstätte eine lebensgroße und nahezu echt aussehenden Kuh aufgestellt. „Das ist eine tolle Sache“, freut sich Kita-Leiterin Claudia Bruns. „Das wird unser nächstes Projekt.“

Aktive der Arbeitsgruppe Hooksiel haben der Deko-Kuh zu ihrem neuen Standplatz verholfen. Auf dem Einsatz-Bild: (vorn) Sabine Greiff mit Arbeitsgruppen-Sprecher Bodo Zeiger sowie hinten (von links) Bernd Tscherney, Frank Mischke, Uwe Bornkamp, Lutz Stahlhofen und Tobias Stahl. Foto: Arbeitsgruppe

Die ursprünglich blau gestrichene Glasfasermatten-Kuh stammt aus den Beständen der Wangerland Touristik GmbH. Das Touristikunternehmen hatte die Arbeitsgruppe gebeten, für das Exponat einen geeigneten Platz zu finden. Zunächst aber musste das „Tier“ grundsaniert werden. Das war die Aufgabe von Sabine Greiff. Die alte Farbe runter, Macken ausbessern, weiße Grundierungsfarbe in mehreren Schritten auftragen. Danach noch ein paar schöne Kuh-Augen drauf …

Unterstützt vom Bauhof der Gemeinde Wangerland bereitet die Männer der Arbeitsgruppe den künftigen Standplatz vor, verankerten die Kuh und füllten das Umfeld mit weichem Mulch auf – halt so, wie es Kühe und Kinder gern haben. Schließlich soll das Exponat als Spielgerät genutzt werden.

Bis es so weit ist, stehen nach den Worten von Claudia Bruns aber noch ein paar Projektschritte bevor. Zunächst müssen die „Küstenkinder“ für ihr neues Haustier einen Namen finden. Danach soll es angemalt werden. Die offizielle Vorstellung ist im Rahmen eines Tauffestes in der Kindertagesstätte vorgesehen. „Natürlich werden dazu dann alle Beteiligten eingeladen“, verspricht Claudia Bruns. „Und es gibt frische Milch und Käsehäppchen.“ 

Die Arbeitsgruppe hat jede Menge zu tun. Nach den „Heringstagen“ waren die Freiwilligen voll und ganz damit beschäftigt, den Hafenplatz zu säubern und aufzuräumen. Zudem erhielt auch der Anker am ZOB, ein Exponat des Hooksieler Ankerpfads, einen neuen Anstrich. Auf dem Bild: Sabine Greiff mit Uwe Bornkamp. Foto: Arbeitsgruppe
- Werbeanzeige -
– Werbeanzeige –

Mitmachen-Aktion: Foto-Rahmen für Hooksiel gesucht

Hooksiel (26. 5. 2026) – Erinnerungen prägen das künftige Handeln. Gerade Urlaubsorte sollten deshalb ein großes Interesse daran haben, dass Gäste sie mit positiven Eindrucken verbinden. Vor diesem Hintergrund haben der Seebadeverein Hooksiel und die Interessengemeinschaft De Hooksieler eine gemeinsame Mitmach-Aktion gestartet. 

Alter Hafen
Bilderbuchkulisse Aller Hafen von Hooksiel. Ein Motiv, das positive Erinnerungen wecken kann. Archiv-Foto: Giesers

Alle Hooksielerinnen und Hooksieler sind aufgefordert, sich Gedanken darüber zu machen, wie und wo in welcher Form attraktive Foto-Punkte im Ort gestaltet werden könnten und sollten. Frank Müller, Sprecher des „Kompetenzteams Infrastruktur“ des Seebadeverein, erläuterte das Projekt beim jüngsten Bürger- und Gästesnak und stellte Beispiele aus anderen Orten vor.

Ideen von Bürgern gefragt

Den klassischen Bilderrahmen im Großformat, in den sich Menschen für eine Aufnahme vor einem besonders schönen Hintergrund hineinstellen können, kennt man. Denkbarer Punkt in Hooksiel: der alte Hafen. Aber auch andere Hingucker sind denkbar. Große Schriftzüge etwa von Hooksiel oder Rahmen in Herzform oder, oder, oder.

Wer bei der Aktion mitmachen möchte, kann seine Idee in Form eines Textes, eine Skizze oder eines vielleicht sogar mit Hilfe von künstlicher Intelligenz kreierten Fotos an die Email-Adresse des Seebadevereins: info@seebadeverein-hooksiel.de senden. Vorgestellt werden sollen die Ergebnisse beim nächsten Bürger- und Gästesnak am Donnerstag, 23. Juni, im Gästehaus. Beginn der Veranstaltung wird dann 19 Uhr (bislang stets 18 Uhr) sein. Der beste „Foto-Rahmen“-Vorschlag soll möglichst umgesetzt, der Ideengeber aber auf jeden Fall prämiert werden.

Fischereidialog: Jensen warnt vor übereilten Entscheidungen

Wangerland/Hannover (28. 5. 2026) – Die Krabben- und Muschelfischer an der niedersächsischen Nordseeküste bangen um ihre Existenz: Derzeit arbeitet die niedersächsische Landesregierung an einem Konzept für so genannte „fangfreie Gebiete“. „Leider zeigt sich, dass der von der Regierung durchgeführte Fischereidialog zu einem Monolog geworden ist“, kritisiert die fischereipolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, die Abgeordnete Katharina Jensen aus dem Wangerland. „Statt echter Beteiligung der Fischer und der Küstenkommunen werden die Beteiligten zunehmend vor vollendete Tatsachen gestellt.“ 

Existenzen von Fischern bedroht

Künftig sollen zehn Prozent des Küstenmeeres streng geschützt werden. Fischen ist dort dann nicht mehr erlaubt. „Besonders problematisch ist, dass sich Rot-Grün immer wieder hinter Vorgaben aus Brüssel versteckt“, so Jensen. „Ja, es gibt europäische Zielsetzungen. Aber die konkrete Umsetzung liegt in der Verantwortung des Landes Niedersachsen.“ Deshalb sei es nicht akzeptabel, ohne ausreichende Abstimmung mit den Betroffenen, Fakten schaffen zu wollen. 

Die Zukunft der Krabbenfischerei ist ungewiss. Zehn Prozent des Küstenmeeres sollen geschützt werden. Archiv-Foto: hol

Die CDU-Politikerin berichtet von zahlreichen Gesprächen mit Fischern aus der Region. „Viele Betriebe befinden sich in großer Sorge und teilweise echter Existenzangst. Viele Betriebe, auch in meinem Wahlkreis, machen sich Sorgen.“ Aus ihrer Sicht habe die Landesregierung den direkten Kontakt mit vielen Fischern lange vernachlässigt. Stattdessen seien überwiegend Verbände in den Prozess eingebunden worden. 

CDU: Noch viel Klärungsbedarf

Aus Sicht der CDU werde der Prozess derzeit unnötig beschleunigt. Trotz vieler offener Fragen und erheblichem Klärungsbedarf stehe bereits ein Einstieg in das Gesetzgebungsverfahren Ende August im Raum. Ein Kritikpunkt aus Sicht der Fischer: Viele der vorgeschlagenen Suchräume für fangfreie Gebiete lägen genau auf den aktuellen Fangrouten der Krabbenfischer. „Das wäre dann keine Flächenreduktion um zehn Prozent, sondern für manche Betriebe faktisch ein vollständiger Verlust ihrer Arbeitsgrundlage“, warnt Jensen. Einen Plan B gebe es für viele Familienbetriebe nicht. „Wenn ein Fischer seine Fanggründe verliert, verliert er unter Umständen seinen gesamten Beruf. Das gleicht für viele einem Berufsverbot.“ 

Die Flächenkonkurrenz sei bereits jetzt hoch: Durch den Ausbau der Offshore-Windkraft, durch Infrastrukturmaßnahmen sowie durch Kabeltrassen und Schutzkorridore seien die Fanggebiete schon heute massiv eingeschränkt, erklärt Jensen. Gerade deshalb müsse jede weitere Einschränkung besonders sorgfältig geprüft und belastbar begründet werden. „Fischereifreie Gebiete erscheinen mir wissenschaftlich nicht gerechtfertigt. Viele Entscheidungen wirken derzeit eher politisch motiviert“, erklärt die CDU-Abgeordnete. 

- Werbeanzeige -
– Werbeanzeige –