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Hooksiel-life: Vom Leben an der Küste

Finanzspritze fürs Wangerland: 3,5 Mio. Euro aus Sondervermögen

Wangerland/Friesland (27. 5. 2026) – Die Gemeinde Wangerland darf sich auf rund 3,5 Millionen Euro für Investitionen freuen. Das Geld stammt aus dem Bundessondervermögen „Infrastruktur und Klimaneutralität“, aus dem das Land Niedersachsen insgesamt rund 9,4 Milliarden Euro erhält. 50 Prozent davon, so erläutert Frieslands Landrat Sven Ambrosy, also rund 4,7 Milliarden Euro, sollen direkt und pauschal an die niedersächsischen Kommunen für Investitionen weitergegeben werden. Weitere zehn Prozent wolle das Land selbst für Maßnahmen verwenden, die auch im Interesse der Kommunen liegen.

Geld für Investitionsvorhaben

Das Geld soll für für zusätzliche Investitionen in Bildung, Betreuung, Straßen, Radwege und so weiter eingesetzt werden. In Friesland profitieren unter anderem Jever mit gut 5 Millionen Euro, Schortens mit 8,3 Und Sande mit 3,75 Millionen Euro. Der Landkreis selbst erhält 27,9 Millionen Euro zusätzlich. Die Stadt Wilhelmshaven darf mit rund 50 Millionen Euro rechnen. 

Ambrosy, der in der Verhandlungsrunde über die Aufteilung der Mittel mitgearbeitet hat, dankte insbesondere Ministerpräsident Olaf Lies (SPD), der maßgeblich diese kommunalfreundlich Lösung ermöglicht habe. Das Land setze bei der Vergabe der Mittel auf ein einfaches und bürokratiearmes Verfahren, das vollständig digital abgewickelt werden soll.

Entscheidung liegt bei Kommunen

Alle niedersächsischen Kommunen sollen ein eigenes Budget zugewiesen bekommen. Die Höhe richtet sich nach Einwohnerzahl und dem Anteil von Schlüsselzuweisungen nach dem Niedersächsischen Finanzausgleichsgesetz. Die Fördermittel könnten für Investitionsmaßnahmen eingesetzt werden, die ab dem 1. Januar 2025 begonnen wurden und bis Ende 2042 fertiggestellt werden. Welche Investitionsprojekte umgesetzt werden, entscheiden die jeweiligen Kommunen selbst. 

Lies: „Der Landesregierung ist die schwierige finanzielle Lage der Kommunen sehr bewusst. Mit den 4,7 Milliarden Euro aus dem Bundessondervermögen und unseren eigenen Mitteln in Höhe von 600 Millionen Euro aus dem Pakt für Kommunalinvestitionen stärken wir Landkreise, Städte und Gemeinden. Uns ist wichtig, dass das Geld unbürokratisch und direkt an die Kommunen fließt, damit möglichst schnell investiert werden kann und die Bürgerinnen und Bürger vor Ort davon profitieren.“

Freizeitgelände: B-Plan soll Rahmen für Investoren schaffen

Hooksiel (27. 5. 2026) – Die Gemeinde Wangerland will einen Bebauungsplan (B-Plan) für den westlichen Teil des Freizeitgeländes in Hooksiel aufstellen. Damit sollen die Vermarktungspläne der landeseigenen Hafengesellschaft Niedersachsen Ports GmbH (NPorts) unterstützt werden. 

Das Freizeitgelände in Hooksiel soll naturnah bleiben, aber touristisch besser erschlossen werden. Archiv-Foto: hol

Das Areal umfasst unter anderem die Trabrennbahn, die Sportplätze und die jenseits der Straße an der Jaderennbahn liegenden Grünflächen zwischen der Bäderstraße und dem Hooksmeer. Der dort derzeit bereits gültige Flächennutzungsplan sieht die Zweckbestimmung „Freizeit, Erholung, Hotel und Fremdenbeherbergung“ vor. Die Gestaltung des künftigen Baurechts soll am kommenden Dienstag ab 19.30 Uhr im Rathaus in Hohenkirchen im zuständigen Fachausschuss beraten werden.

Lüdicke Gast beim Seebadeverein

Nach Ansicht von Mathias Lüdicke, Leiter der NPorts-Geschäftsstelle Wilhelmshaven, wäre die Ausweisung eines Bebauungsplanes der nächste logische Schritt, um mit potenziellen Investoren in konkrete Verhandlungen treten zu können. Lüdicke war am Dienstagabend Gast beim „Bürger- und Gästesnak“ des Seebadevereins Hooksiel im Gästehaus. Nach seinen Worten haben sich bereits Interessenten für entsprechende Investitionen gemeldet. Die Aufstellung eines Bebauungsplanes wäre die Grundlage dafür, die Verhandlungen zu konkretisieren. 

Die NPorts GmbH ist seit 2023 Eigentümer des Freizeitgeländes, das zuvor direkt vom Land verwaltet wurde. Das Gesamtareal erstreckt sich vom Außenhafen über das Hooksmeer (ohne den Alten Hafen) bis zur zweiten Deichlinie und zur Bäderstraße. Innerhalb der Fläche gibt es bereits eine Reihe von Nutzungen – etwa durch durch Sportvereine und Gastronomie. 

Lüdicke (Foto) versicherte, dass man keinem Nutzer kündigten werden, sondern mit den Anrainern, der Gemeinde und dem Landkreis Friesland zusammen das Areal weiter entwickeln möchte. Auch werde man keine Grundstücke verkaufen, sondern Flächen lediglich auf Erbpacht vergeben. Dass sich NPorts um seine Anlagen und Immobilien kümmere, könne man unter anderem auch an der laufenden Modernisierung der Hooksieler Schleuse sehen. 

Grundlage für die Entwicklung ist eine Nutzungskonzept, das die Firma Robert C. Spieß für NPorts erarbeitet hat und das Ende vergangenen Jahres vorgestellt worden war. Ziel sei es, das Potenzial der attraktiven Lage zwischen dem Binnentief Hooksmeer und der Nordsee zu nutzen, das Gebiet nachhaltig aufzuwerten und in den nächsten fünf bis zehn Jahren eine touristische Entwicklung zu verwirklichen. Dabei solle die Attraktivität für Urlauber und Einheimische gleichermaßen gesichert werden.

NPorts selbst wird kein Investor

Dabei werde NPorts nicht selbst als Investor auftreten, sagte Lüdicke. Denkbar sei aber, dass Investoren sich für den Bau von Hotels, alternativen Wohnformen wie Baumhäuser, von Sportanlagen wie etwa einen Klettergarten interessieren. Auch eine Hausboot-Siedlung sei schon einmal im Gespräch gewesen. Wald und Natur dabei im Freizeitgelände aber erhalten bleiben, versichter Lüdicke.

Am Außenhafen könnte sich NPorts den Bau eines „Hafenhauses“ als maritimes Sehzeichen vorstellen, etwa mit Büros, Gastronomie oder auch mit einer Ausstellung über Wissenswertes zur Energiewende – in Sichtweite der Energiedrehscheibe Wilhelmshaven. 

Die Pläne von NPorts seien dabei keineswegs abgeschlossen „Wenn Sie zu viel Geld haben oder auch nur eine gute Idee für eine Nutzung – kommen Sie auf uns zu“, appellierte der NPorts-Manager an die Gäste des Seebadevereins. Lüdicke sagte zu, auch künftig gern vor Ort über die weitere Entwicklung informieren zu wollen.

Pro Wangerland hat noch Platz für kurzentschlossene Kandidaten

Wangerland (27. 5. 2026) – Die Wählergemeinschaft Pro-Wangerland (WPW) stellt am Donnerstag, 28. Mai, in einer nicht öffentlichen Versammlung ihre Kandidatenlisten für die Kommunalwahl auf. Beginn ist um 19 Uhr im kleinen Kursaal im Haus des Gastes in Horumersiel. Festgelegt werden sollen die Wahlvorschläge für die Listenplätze der Kandidatinnen und Kandidaten für den Gemeinderat und den Kreistag, deren Zusammensetzung am 13. September neu bestimmt wird.

Vorsitzender Dieter Schäfermeier bittet um rege Teilnahme der WPW-Mitglieder. „Es sind noch Listenplätze frei.“ Interessierte, die die Wählergemeinschaft im Rat oder im Kreistag vertreten möchten, könnten noch in der Veranstaltung ihre Bewerbung vortragen. 

Energie Hub: Mängel in Bauleitplanung lassen sich beheben

Wilhelmshaven (27. 5. 2026) – Die im „Energie Hub Port of Wilhelmshaven“ zusammengeschlossenen Unternehmen bedauern, dass der Bebauungsplan Nr. 225 „Voslapper Groden-Nord/Nördlich Tanklager“ nach einem Beschluss des Niedersächsischen Oberverwaltungsgerichts (OVG) Baugenehmigungen für die geplanten Projekte kurzfristig nicht möglich sind. Man begrüße aber, so heißt es in einer Mitteilung, dass das Gericht die Bedeutung der Pläne für Klimaschutz und Versorgungssicherheit klargestellt habe.

„Die durch das Gericht aufgeworfenen Punkte können im Rahmen eines üblichen ergänzenden Verfahrens geheilt und damit Planungssicherheit abschließen hergestellt werden“, ist man beim Energie Hub überzeugt.  In seinem Beschluss vom 20. Mai habe das OVG lediglich bemängelt, dass nicht gesichert sei, dass die Umsetzung der Ausgleichsmaßnahmen für Umwelt und Natur sowie die B-Plan-Umsetzung zeitlich parallel verlaufen. Zudem sei ein einzelner formeller Fehler bei den planerischen Festsetzungen beanstandet worden. Die Mängel könnten in enger Zusammenarbeit aller Beteiligten geheilt werden. 

Alle weiteren inhaltlichen Argumente der klagenden Naturschützer habe das Gericht verworfen, stellt der Energie Hub fest. So sei unter anderem die Inanspruchnahme des EU-Vogelschutzgebietes grundsätzlich gerechtfertigt, da die Transformation des Energiesektors hin zur Nutzung erneuerbarer Energien zwingend sei. Alternative Standorte im Stadtgebiet sowie an anderen Hafenstandorten seien fehlerfrei geprüft worden. Es komme kein anderer Standort als Wilhelmshaven in Frage. 

Gezielter Schlag gegen mutmaßlich kriminelle Autohändler

Friesland/Wilhelmshaven (26. 5. 2026) – Die Ermittlungsbehörden haben heute zwölf Objekte in Wilhelmshaven und Friesland durchsucht und dabei Haftbefehle gegen zwei männliche Beschuldigte im Alter von 25 und 49 Jahren vollstreckt. Die Razzien fanden im Rahmen umfangreicher, behördenübergreifender Ermittlungen zur Bekämpfung der Organisierten Kriminalität statt. Die Leitung lag bei der Zentralstelle zur Bekämpfung krimineller Clanstrukturen bei der Staatsanwaltschaft Osnabrück.

Zwei Beschuldigte verhaftet

Im Einsatz waren Kräfte Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland, die von zahlreichen weiteren Kräften unterstützt wurden. Durchsucht wurden Gebäude und Wohnungen in Wilhelmshaven, Sande und Schortens. Hintergrund der Maßnahmen, so die Behörden, sei ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des gewerbs- und bandenmäßigen Betruges sowie weiterer Straftaten im Zusammenhang mit dem Handel von Kraftfahrzeugen. 

Nach bisherigen Erkenntnissen sollen Fahrzeuge mit hoher Laufleistung, darunter ehemalige Taxen, Mietwagen und Transporter, angekauft und anschließend durch manipulierte Kilometerstände gewinnbringend weiterverkauft worden sein. Die manipulierten Fahrzeuge sollen dabei über Zulassungsdienste gezielt auf Dritte zugelassen worden sein, um deren tatsächliche Herkunft zu verschleiern. 

Manipulierte Autos verkauft

Die anschließenden Verkäufe erfolgten mutmaßlich als vermeintliche Privatverkäufe. Bei den Durchsuchungen sei diverses Beweismaterial sichergestellt worden. Gegen die Beschuldigten wurden vom Amtsgericht Wilhelmshaven Haftbefehle erlassen. Sie seien im Anschluss in Justizvollzugsanstalten gebracht worden.

Beteiligt an den Maßnahmen seien neben Beamtinnen und Beamten der örtlichen Polizei unter anderem Kräften der Zentralen Polizeidirektion Niedersachsen, der Verfügungseinheiten Delmenhorst und Oldenburg sowie der Diensthundeführerstaffel.  Der Leiter der PI Wilhelmshaven/Friesland, Jörg Beensen, betont die besondere Bedeutung solcher Einsätze: „Clanähnliche Täterstrukturen beeinträchtigen in erheblichem Maße das Sicherheitsgefühl und das Vertrauen der Bevölkerung in den Rechtsstaat. Wer systematisch, organisiert und bandenmäßig Straftaten begeht, erhebliche illegale Gewinne erzielt und dabei Gesetze missachtet, muss konsequent mit dem Einschreiten der Sicherheitsbehörden rechnen. Unser Ziel bleibt es, kriminelle Clanstrukturen nachhaltig zu zerschlagen.“

Knodel sicher: Herings- und Krabbentage haben Zukunft

Hooksiel (26. 5. 2026) – Die „Heringstage“ sind Geschichte. Es leben die „Krabbentage“. Die Dorfgemeinschaft Hooksiel bereitet sich nach der rundum gelungen Veranstaltung über die Pfingsttage auf das nächste große Fest vor. Die „Krabbentage“ werden von Freitag, 31. Juli, bis Sonntag, 2. August, gefeiert.

Drachenboot
Die „Hooksieler Drachenboot-Regatta“ findet am 1. August im Rahmen der „Hooksieler Krabbentage“ statt. Archiv-Foto: hol

„Die Zukunft der Herings- und der Krabbentage ist nicht in Gefahr“, versichert Marco Knodel. Er tritt damit Gerüchten entgegen, die nach der Absage des „FCN Hafenfestes“ für dieses Jahr offenbar im Umlauf sind. Bekanntlich hatte der Festausschuss des Hafenfestes nach einigen personellen Veränderungen beschlossen, sein Fest, das seit etlichen Jahren stets am dritten August-Wochenende stattfand, in 2026 ausfallen zu lassen. Der neu formierte Festausschuss hat sich aber fest vorgenommen, das „FCN Hafenfest“ für das nächste Jahr wieder auf die Beine zu stellen.

Ein fester Bestandteil des Hafenfestes, die „Hooksieler Drachenboot-Regatta“, findet auch in diesem Jahr statt. Die Wettfahrten auf dem Wasser im Alten Hafen werden jetzt im Rahmen der „Krabbentage“ am Samstag, 1. August, ab 12.30 Uhr ausgetragen.

Der Organisator der „Drachenboot-Regatta“, Jan-Eike Doyen, wirbt derzeit bereits um Mannschaften, die sich in eines der beiden vom Verein zur Verfügung gestellten Boote setzen wollen, um sich in Ausscheidungsrennen mit anderen Teams zu messen. Jede Mannschaft muss zwei Vorläufe bestreiten. Die dabei erzielten Zeiten qualifizieren für die Endläufe. 

Für die „Heringstage“ zieht Knodel eine durchweg positive Bilanz. Herrliches Wetter, Tausende Besucher, zufriedene Schausteller, tolle musikalische Darbietungen. „Schön ist es vor allem, wenn man bei der Organisation eines solchen Festes von vielen Seiten unterstützt wird.“ Neben privaten Sponsoren nennt Knodel dabei ausdrücklich auch die Gemeinde Wangerland und die Wangerland Touristik GmbH. 

Und noch ein Gerücht weist der Vorsitzende der Dorfgemeinschaft als haltlos zurück. Dass er persönlich im kommenden Jahr nicht wieder für den Vorsitz im Verein der Hooksieler Vereine kandidieren werde, habe nichts mit den Volksfesten zu tun. Knodel zeigt sich überzeugt: „Die Herings- und Krabbentage wird es auch in Zukunft geben.“

Freibad in Tettens eröffnet: „Kleine Oase“ wird 70

Wangerland (26. 5. 2026) – Am Pfingstwochenende hat das letzte Freibad die Wangerland die Saison eröffnet eröffnet. Das Freibad Tettens, gut 13 Kilometer von Hooksiel entfernt, hat ab sofort täglich von 13 bis 19 Uhr geöffnet – bei freiem Eintritt. Bei zweifelhafter Wetterlage empfiehlt die 2. Vorsitzende des Fördervereins, Susanne Lammers, einen Anruf im Kiosk (Tel. 04463/5910), um zu klären, ob das Bad genutzt werden kann.

Der Badebetrieb in Tettens hat begonnen. Das Freibad ist bei schönem Wetter täglich von 13 bis 19 Uhr geöffnet. Foto: Alter

Das Schwimmbecken ist 10 mal 33 Meter groß. Nach der Schließung des Meerwasser-Hallenwellenbades in Hooksiel und der „Friesland-Therme“ in Horumersiel ist das Freibad in Tettens das letzte verbliebene Bad im Gemeindegebiet. Getragen wird es von einem über 500 Mitglieder starken Förderverein, der – unterstützt von Ehrenamtlichen, Firmen und der Gemeinde Wangerland – die „kleine Oase im Ort“ unterhält. Die technische Betreuung liegt in den Händen des Dienstleisters Jan Alter.

Für Samstag, 4. Juli, plant der Förderverein ein Jubiläumsfest. Dann wird das Schwimmbad 70 Jahre alt. 

„Grüne Hausnummer“ für energieeffiziente Gebäude

Friesland/Wangerland (26. 5. 2926) – Hauseigentümer aus dem Landkreis Friesland, die besonders energieeffizient gebaut oder saniert haben, haben die Chance, dafür mit der „Grünen Hausnummer“ ausgezeichnet zu werden. Interessierte können sich bis Freitag, 24. Juli, bewerben.

Ansprechpartner ist Jens-Uwe Lalk aus dem Bereich Klimaschutz und Klimafolgenanpassung des Landkreises Friesland. Die Kampagne wird in Kooperation mit der Niedersächsischen Energie- und Klimaschutzagentur (KEAN) durchgeführt. Weitere Informationen gibt es online  www.klimaschutz-niedersachsen.de/gruenehausnummer oder unter www.friesland.de/klimaschutz herunterladen.  Erfolgreiche Bewerber erhalten eine individuelle „Grüne Hausnummer“ zum Anbringen an ihrem Haus sowie eine Urkunde. Die offizielle Verleihung ist für September 2026 geplant.

„Die ‚Grüne Hausnummer‘ ist ein sichtbares Zeichen für das Engagement im Bereich von energieeffizientem und nachhaltigem Bauen und Sanieren. Mit ihr wollen wir die vielen guten Beispiele im Landkreis Friesland würdigen und zeigen“, sagt Lalk. Für die Auszeichung in Frage kommen Eigentümer, die ihren Altbau besonders energieeffizient saniert oder die ihren Neubau mindestens als Effizienzhaus 40 fertiggestellt haben.

Neue Sirene auf Mast am Feuerwehrgerätehaus einsatzbereit

Friesland/Wangerland (25. 5. 2026) – In der zweiten Jahreshälfte soll das neue Sirenenanlagen-Netz im Landkreis Friesland einsatzbereit sein. Aktuell sind bereits die allermeisten Dachanlagen installiert, an einigen Mastanlagen werde noch gearbeitet. Insgesamt soll das Alarmnetz 65 Anlagen umfassen.

Die neue Sirenenanlage am Hooksieler Feuerwehrhaus am Hohe Weg soll künftig den Ort vor Gefahrenlagen warnen. Foto: hol

„Die geplante Verteilung der Sirenen stellt sicher, dass nahezu alle Bereiche im Landkreis abgedeckt sind“, so der Landkreis. Mit den neuen Anlagen werde ein flächendeckendes, zuverlässiges und modernes Warnsystem im Landkreis Friesland geschaffen. Die Gesamtkosten werden mit rund zwei Millionen Euro beziffert. Daran sollen sich die kreisangehörigen Kommunen mit 50 Prozent beteiligen. Die Gemeinde Wangerland und die Stadt Schortens haben dem Paket bislang mi Blick auf ihre angespannten Haushaltslagen nicht zugestimmt.

Zuschuss vom Bund

Jetzt könnten dazu neue Überlegungen angestellt werden. Der Landkreis erhält 737.550 Euro aus dem Sirenenförderprogramm 2.0 des Bundes. Die Mittel werden über das Land Niedersachsen vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) bereitgestellt. Der Zuschuss soll je zur Hälfte den Kommunen und dem Landkreis zugute kommen. Damit verringert sich der Eigenanteil der Kommunen um 368.775 Euro. 

„Ein schöner Erfolg!“, findet Landrat Sven Ambrosy. Er wirbt weiter darum, dass auch die Gemeinde Wangerland und die Stadt Schortens dem Pakt für Sicherheit im Landkreis Friesland beitreten. „Angesichts der Förderung gibt es gute Gründe dafür, die bisherige Entscheidung zu überdenken.“

15 Anlagen im Wangerland

Für die Gemeinde Wangerland sind insgesamt 15 Sirenen vorgesehen. Eine davon steht seit einigen Tagen mitten in Hooksiel. Am neuen Feuerwehrgerätehaus am Hohe Weg wurde eine entsprechende Mastanlage aufgestellt. In Varel werden künftig elf, in Jever neun, in Schortens und Bockhorn jeweils acht, in Sande und Zetel jeweils sechs und auf Wangerooge zwei Sirenen bei Not- oder Katastrophenlagen ertönen.

Die neuen Sirene können deutlich mehr als klassische Heultöne: Neben den bundesweit einheitlichen Sirenensignalen seien auch Sprachdurchsagen in verschiedenen Sprachen möglich, so der Landkreis. „Zudem lassen sich die Anlagen gezielt und abhängig von Windrichtung oder Gefahrenlage ansteuern, so dass Warnungen nur dort ausgelöst werden, wo sie benötigt werden.“

Wichtig bei Stromausfällen

Das Sirenennetz soll moderne Warnsysteme wie Apps und Mobilfunkmeldungen ergänzen. Es sei vor allem dann unverzichtbar, wenn technische Störungen oder Stromausfälle auftreten. Die wichtigsten Sirenensignale im Überblick. Warnung vor einer Gefahr: Eine Minute lang auf- und abschwellender Heulton. Entwarnung: Eine Minute gleichbleibender Dauerton.

Heringstage: Tolle Partystimmung am Alten Hafen

Hooksiel (24. 4. 2026) – Dass Sascha Kränkel sich in Hooksiel wohl fühlt, das merkt man. Ohne jede Berührungsangst spielte der Frontmanm und Sänger der Partyband Hamburger Partyband „Hitfluencer“ am Samstagabende am Alten Hafen mit seinem Publikum. Mal von der Bühne herab, mal mitten im Publikum in seiner weißen Kapitäns-Uniform.

Sascha Kränkel von den „Hitfluencern“ mischte sich als Kapitän direkt unter das Publikum. Foto: hol

Das Ergebnis: Stimmung pur bei den zahlreichen Besuchern der Hooksieler Heringstage; darunter viele Urlauber, aber auch jede Mengen Menschen aus dem Ort und der Region. Bei zahlreichen der Coverhits aus der deutschen und der internationalen Musikgeschichte, die die vier Profimusiker gekonnt vortrugen, konnte das Publikum mitsingen. Gelegentlicher Konfetti-Regen vermittelte zusätzlich Konzertatmosphäre.

Wunderschönes Ambiente

Und das bei herrlichem Wetter, umrahmt vom wunderschönen Ambiente am Alten Hafen zwischen Fischkuttern, Packhäusern und Schaustellerbuden – alles kostenlos. Sieht man von dem Obolus einmal ab, der für Bier, Wein, Cocktail und die ein oder andere Leckerei zu entrichten war. 

Die Heringstage werden noch bis Pfingstmontag gefeiert. Schon ab Freitag nachmittag drängten sich Tausende Besucher durch die Lange Straße, vorbei an Kinderkarussells und Verkaufsbunden hin zum Alten Hafen, wo das Fest am Abend offiziell eröffnet worden war. Aber nicht, wie eigentlich erwartet, vom amtierenden Bürgermeister, der verhindert war.

Für Mario Szlezak sprangen kurzerhand die Kandidaten Thies Fischer (CDU) und Bernd Abrahams (Pro Wangerland) ein, die den SPD-Amtsinhaber bei der Kommunalwahl im Herbst beerben möchten. Sie widerstanden der Versuchung, die Bühne für Wahlkampfparolen zu nutzten. Die CDU spendierte zudem ein Fass Freibier.

Doppel-Auftritt für Janine Meyer

Am Samstagnachmittag zog die Schlagersängerin Janine Meyer das Publikum mit keinen Geschichten und zahlreichen Hits in ihren Bann. Die Varelerin, die am Montagnachmittag noch einmal in Hooksiel auftreten wird, war kurzfristig für die Band „Tonic Brothers“ eingesprungen, die krankheitsbedingt absagen musste. 

Gut besucht war auch der Gottesdienst am Sonntagmorgen, der von Pastorin Hanja Harke und dem Gospelchor „Free Voices“ gestaltet wurde. Für heute Nachmittag wird Gerrit Akkermann erwartet, bevor ab 20 Uhr die „Rock Shots“ erneut für Partystimmung sorgen sollen. 

Die Lange Straße verwandelt sich zu den Heringstagen zu einer bunten Flaniermeile. Foto: hol
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