Jever/Wangerland (12. 7. 2026) – Bis 2029 will das Land Niedersachsen rund 500 Millionen Euro in Straßen, Brücken und Radwege investieren. Das Geld für die Sanierung stamme neben Landesmitteln auch aus dem Sondervermögen des Bundes, so die CDU-Landtagsabgeordnete Katharina Jensen (Wangerland). Davon würden auch mehrere Straßen im Landkreis Friesland profitieren. „Geplant sind Sanierungen der L 815 zwischen Sande und Schortens (2026), Neuenburg und Zetel (2027) sowie Blauhand und Sande (2028).“
Die Landesstraße 812 zwischen Jever und Hohenkirchen, ebenfalls in sanierungsbedürftigem Zustand, werde aber nicht berücksichtigt, bedauert die Abgeordnete. „Bereits im Vorfeld der nun angekündigten großen Sanierungsvorhaben hatte ich deswegen eine entsprechende Anfrage an die Landesregierung gestellt, da ich mehrfach auf den Zustand der Strecke angesprochen wurde“, so Jensen. „Ich begrüße ausdrücklich, dass kräftig in unsere Verkehrsinfrastruktur investiert wird. Dennoch bedauere ich, dass die L 812 nicht dabei ist.“
Nach Einschätzung des Wirtschaftsministeriums liegen an der L 812 keine außergewöhnlichen witterungsbedingten Schäden vor. Lediglich in einem rund einen Kilometer langen Abschnitt der Ortsdurchfahrt Waddewarden werden punktuell zu sanierende Bereiche genannt.
Positiv sei aus Sicht der CDU-Abgeordneten auch, dass die Landesregierung für die Kreisstraße 87 zwischen Oldorf und Poggenburg eine Deckenerneuerung vorbereitet. Nach Angaben des Landes befindet sich dieser Abschnitt in einem deutlich schlechteren Zustand als die Landesstraße 812. Derzeit werde eine Ausschreibung für die Maßnahme vorbereitet.
Hooksiel (12. 7. 2026) – So richtig fahrtüchtig sah das Auto nicht aus, dass ein Kunde des Hooksieler Supermarkte am heutigen Sonntag kurz nach 11 Uhr auf den Parkplatz an der Bäderstraße rollen sah. Er informierte die Polizei, die seinen Verdacht bestätigte. Bei der Kontrolle stellten die Beamten des Polizeikommissariats Jever gleich mehrere gravierende Mängel fest.
An dem Fahrzeug waren, so die Polizei, unter anderem vier völlig unterschiedliche Reifen montiert, die zudem noch überaltert und zum Teil so abgefahren waren, dass das Drahtgeflecht zum Vorschein kommt. Der Schweller an der Fahrerseite sei so verrostet gewesen, dass Teile der Karosserie bereits herausgebrochen waren. Die Scheinwerfer seien aufgrund ihres Alters bereits matt und ausgeblichen.
Die Polizisten untersagten die Weiterfahrt. Zunächst müssten die Mängel behoben werden. Da auch die Eigentumsverhältnisse beziehungsweise die Halterverantwortlichkeit vor Ort nicht abschließend zu klären gewesen sei, hätten die Beamten zudem die Fahrzeugschlüssel sichergestellt.
Hooksiel/Wilhelmshaven (12. 7. 2026) – Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Landesstraße 810 kurz vor Hooksiel sind am heutigen Sonntagmorgen drei Menschen schwer verletz worden. Nach Darstellung der Polizei fuhr ein 21-jähriger Wilhelmshavener mit einem VW Caddy in Richtung Wilhelmshaven. Aus bislang ungeklärter Ursache sei er gegen 8.25 Uhr auf die Gegenfahrbahn geraten und frontal mit einem entgegenkommenden Range Rover zusammengeprallt.
Die am Unfall beteiligen Autos wurden komplett zerstört. Die drei Beteiligten wurden in Krankenhäuser gebracht. Foto: Polizei
Der Unfall ereignete sich auf der Hooksieler Landstraße in der Nähe der Einmündung „Klein Buschhausen“. Durch die Wucht des Aufpralls schleuderte der Range Rover gegen einen Baum und kam halb im Straßengraben zum Stillstand. Der Wagen wurde von einem 58-jährigen Mann aus Gütersloh gelenkt. Mit im im Auto befanden sich seine 59-jährige Ehefrau, die auf dem Beifahrersitz saß, und ein Hund, der den Unfall unverletzt überstand.
Feuerwehr befreit Insassen
Die beiden Insassen konnten das stark deformierte Fahrzeug nicht eigenständig verlassen. Einsatzkräfte der Feuerwehr befreiten sie mit technischem Gerät. „Alle drei Unfallbeteiligten erlitten schwere, nach ersten Erkenntnissen jedoch nicht lebensgefährliche Verletzungen“, so die Polizei. Rettungskräfte versorgten die Opfer zunächst an der Unfallstelle und brachten sie anschließend in umliegende Krankenhäuser. Die 59-jährige Beifahrerin musste mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik transportiert werden.
L 810 zwei Stunden lang gesperrt
An beiden Fahrzeugen entstand erheblicher Sachschaden. Abschleppunternehmen bargen die völlig zerstörten Wagen. Während der Unfallaufnahme und der Bergungsarbeiten sperrte die Polizei die Hooksieler Landstraße für rund zwei Stunden vollständig. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen.
Ausdrücklich lobt die Polizei die Ersthelfer, die sich unmittelbar nach dem Zusammenstoß um die Verletzten kümmerten und bis zum Eintreffen der Rettungskräfte vorbildlich Unterstützung leisteten.
Friesland/Varel (12. 7. 2026) – Im Streit um die Zukunft der Gesundheitsversorgung in Varel zeichnet sich eine Lösung ab. Nach der geplanten Schließung des St.-Johannes-Hospitals soll ein Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) etabliert werden. Wie der Landkreis Friesland mitteilt, stehen jetzt die Strukturen für das künftige Gesundheitszentrum. Mit der Gründung der neuen MVZ Gesundheitszentrum Varel GmbH sei die Versorgung am Standort des St. Johannes-Hospitals langfristig gesichert.
Kassenarzt-Sitze übertragen
Der Kreisausschuss sowie der Aufsichtsrat und die Gesellschafterversammlung der Friesland-Kliniken haben danach dem Verkauf der MVZ-Betriebe Chirurgie mit einem Kassenarzt-Sitz (KV-Sitz), Pädiatrie (ein KV-Sitz) und Gynäkologie (ein KV-Sitz) von den Friesland Kliniken gGmbH in die neue MVZ Gesundheitszentrum Varel GmbH zugestimmt. Gesellschafter des MVZ sind die Stadt Varel sowie die beiden Vareler Ärzte Dr. Tim Brinkmann und Dr. Arne Richter. Die Geschäftsführung solle die Medoplan GmbH (Hameln) übernehmen, die Expertise in der Organisation von MVZ habe.Der Kaufvertrag sei von den beiden Geschäftsführenden Petra Hohmann (Friesland Kliniken) und Tammo Horn (medoplan GmbH) unterzeichnet worden.
Unabhängig davon ist nach der Mitteilung des Landkreises der Gesundheitscampus Varel geplant, in dem auch das Ambulante Operationszentrum (AOZ) sowie die Frauenklinik angesiedelt werden sollen. Der Gesundheitscampus mit AOZ und Frauenklinik sowie MVZ ist als zentraler Anlaufpunkt für die Bürgerinnen und Bürger im südlichen Landkreis vorgesehen.
Gesundheitsvorsorge für den Südkreis
„Unser Ziel ist es, tragfähige und finanzierbare Modelle zur Sicherung der regionalen medizinischen Versorgung vor Ort zu etablieren, um den Menschen eine moderne und leistungsfähige Gesundheitsversorgung vor Ort zu bieten“, betont Landrat Sven Ambrosy, der als Motor der der neuen Versorgungsstruktur gilt. Auch aus Sicht von Varels Bürgermeister Gerd-Christian Wagner stärke das Konzept die Bemühungen für den Erhalt und den Ausbau der Versorgung in Varel. „Alle müssen jetzt den eingeschlagenen Weg aktiv beschreiten und das Angebot nutzen, damit es insgesamt mit Leben gefüllt wird“.
Petra Hohmann betont, dass die Zukunftsfähigkeit nur mit einer erhöhten Wirtschaftlichkeit bei gleichzeitig hoher medizinischer Versorgungsqualität gesichert werden könne. Dafür seien jetzt die Strukturen geschaffen worden.
Friesland (12. 7. 2026) – Um das Amt des Landrats des Landkreises Friesland bewerben sich vier Kandidatinnen und Kandidaten. Ob die Wählerinnen und Wähler am 13. September dann tatsächlich die Auswahl zwischen vier Bewerberinnen und Bewerbern haben werden, ist noch offen. Zumindest bis zum 21. Juli. Dann entscheidet der Kreiswahlausschuss über die Zulassung der eingereichten Wahlvorschläge.
Zur Wahl vorgeschlagen worden sind von der SPD Rolf Neuhaus, von der FDP Sibylle Raquet, von „Die Partei“ Ole Möller und von der AfD Martin Sichert. Rolf Neuhaus wird zudem von Bündnis 90/Die Grünen unterstützt, Sibylle Raquet von der CDU.
Wahlvorschläge für Mitglieder des künftigen Kreistages können übrigens noch bis zum 20. Juli eingereicht werden. Der Grund für die unterschiedlichen Fristen: Landrätinnen und Landräte sind, anders als „einfache“ KreistagsmitgliederWahlbeamte. Bei den Bewerbern um einen Posten als Hauptverwaltungsbeamter wird geprüft, ob sie für die freiheitlich-demokratische Grundordnung eintreten.
Gespannt sein darf man auf die Prüfung der AfD-Bewerber. Die AfD ist einerseits eine zugelassene Partei. Andererseits stuft der Verfassungsschutz des Landesverband Niedersachen als rechtsextrem ein.
So hat etwa die Stadtverwaltung in Wilhelmshaven bereits betätigt, dass man die Verfassungstreue des Oberbürgermeister-Kandidaten der AfD, dem Landtagsabgeordneten, Thorsten Moriße durch das Innenministerium überprüfen lassen werde. Ob der Landkreis Friesland ähnlich Zweifel gegen die AfD-Bundestagsabgeordneten Martin Sichert hegt, ist unklar. Eine Überprüfung könnte aber auch unabhängig von einem konkreten Verdachtsmoment erfolgen.
Wangerland (10. 7. 2026) – Der Verkauf der Rundinsel im Wangermeer ist perfekt. Mit der notariellen Beurkundung haben Wangerlands Bürgermeister Mario Szlezak und Unternehmer Dirk Boll den Kaufvertrag für die Rundinsel im Wangermeer am Rande von Hohenkirchen unterzeichnet. Damit ist der Verkauf offiziell abgeschlossen. Szlezak sprach von einem „entscheidenden Meilenstein“, auf den Politik und Verwaltung über viele Jahre hingearbeitet hätten.
Die Rundinsel im Wangermeer soll zu einer Erlebnis- und Abendteuerinsel entwickelt werden. Foto: Gemeinde
Mehr als zehn Jahre lang wurde nach einer tragfähigen Zukunftsperspektive für die Rundinsel gesucht. Unterschiedlichste Ideen wurden entwickelt, Konzepte diskutiert und Gespräche mit potenziellen Investoren geführt. Unter anderem war die Urkunde schon einmal fast verkauft. Dann aber kam der potenzielle Investor in wirtschaftliche Schwierigkeiten und zog sich wieder zurück.
Langer Weg bis zum Verkauf
In einer neuerlichen Bewerbungsrunde hatte sich der Unternehmer und Touristiker Dirk Boll durchgesetzt, der in Hohenkirchen bereits als Geschäftsführer des „Wangerland Resorts“ engagiert ist. Er will die Rundinsel um künstlich geschaffenen Wangermeer zu einer hochwertigen Abenteuer- und Erlebnisinsel entwickeln, die Familien, Tagesgästen und Urlaubern außergewöhnliche Erlebnisse bieten und das Angebot des Hotels und Freizeitparks „Wangerland Resorts“ ergänzen soll. Gemeinde und Boll erwarten von dieser Verbindung wertvolle Synergien für den Tourismus und neue Impulse für die gesamte Region.
Bürgermeister Mario Szlezak und Unternehmer Dirk Boll haben heute den Kaufvertrag für die Rundinsel unterzeichnet. Foto: Gemeinde
Die Insel solle mit Augenmaß entwickelt werden. Eine massive, flächendeckende Bebauung der Insel sei nicht geplant. Der Gemeinderat hatte dem Verkauf bereits in seiner jüngsten Sitzung zugestimmt. Mit der notariellen Beurkundung soll jetzt die konkrete Planung beginnen. Unmittelbar nach der Sommerpause werde der Fachausschuss den Aufstellungsbeschluss für die Bauleitplanung beraten, hieß es.
Grundstein für Projekt gelegt
„Viele Menschen haben sich Gedanken über die Zukunft der Rundinsel gemacht, zahlreiche Ideen wurden entwickelt und unterschiedlichste Konzepte diskutiert“, so Szlezak. „Heute können wir sagen: Wir haben einen starken Partner gefunden und den Grundstein für ein Projekt gelegt, das das Wangerland nachhaltig prägen kann.“ Die geplante Abenteuer- und Erlebnisinsel werde eine Strahlkraft weit über die Grenzen unserer Gemeinde hinaus entwickeln. „Davon werden nicht nur unsere Gäste profitieren, sondern auch unsere heimische Wirtschaft, unsere Gastronomie, unsere Beherbergungsbetriebe und viele weitere Unternehmen im Wangerland.“
Die Rundinsel biete eine einmalige Chance, etwas Besonderes für das Wangerland zu schaffen, sagte Boll bei der Unterzeichnung. „Unser Ziel ist es, einen Ort zu entwickeln, an dem Familien, Urlauber und Tagesgäste unvergessliche Erlebnisse sammeln können. Die Abenteuer- und Erlebnisinsel soll begeistern, überraschen und Menschen jeden Alters ansprechen.“
Geplant sei ein abwechslungsreiches Angebot mit Erlebnis- und Abenteuerattraktionen, Spiel- und Aufenthaltsbereichen sowie einzelnen Übernachtungsmöglichkeiten. „Uns geht es darum, die Insel mit Leben zu füllen und ein Ausflugsziel zu schaffen, das Menschen immer wieder gerne besuchen. Gleichzeitig legen wir großen Wert darauf, dass sich das Projekt harmonisch in die Landschaft einfügt und den besonderen Charakter des Wangermeeres bewahrt.“
Horumersiel/Schillig (10. 7. 2026) – Die Wangerland Touristik GmbH weist auf zwei neue Angebote im sommerlichen Aktivprogramm hin. Ab dem 20. Juli stehen dabei in Horumersiel und Schillig Bewegung, Achtsamkeit und das Erleben der Natur im Mittelpunkt.
Kinder dürfen sich in Schillig auf eine kreative Ferienwoche mit Yoga, Bewegung und Naturerlebnisse freuen. Von Montag bis Freitag, jeweils von 9 bis 12 Uhr, stehen Yogaeinheiten am Strand, Musik- und Rhythmusspiele sowie kreative Bastelaktionen auf dem Programm. Dabei sollen Beweglichkeit, Fantasie und Achtsamkeit gleichermaßen gefördert werden.
Am Grünstrand in Horumersiel können Interessiere ab dem 3. August von Montag bis Samstag, jeweils von 9 bis 10 Uhr die Qigong-Formen „Daoyin Yangsheng Gong“ erproben. Dabei geht es darum, fließende Bewegungen, Atmung und geistige Konzentration zu vereinen. Die Kursleitung übernimmt Ewald Reginek, Trainer für Taijiquan und Qigong. Die Teilnahme ist an einzelnen Tagen, aber auch die gesamte Woche über möglich.
Für beide Veranstaltungen ist eine Anmeldung erforderlich. Diese ist online unter wangerland.de sowie in den Tourist-Informationen Horumersiel und Hooksiel möglich.
Friesland/Wangerland (9. 7. 2026) – Der Landkreis Friesland fordert die Landesregierung auf, den „Fischereidialog“ ernst zu nehmen. Insbesondere sollen das Landwirtschafts- und das Umweltministerium die Bedenken der betroffenen Fischer ernsthaft prüfen und die Planungen für die Fischfang-Schutzzonen entsprechend anpassen.
In einer Resolution unterstreicht der Landkreis Friesland die Bedeutung der Küstenfischerei für die Wirtschaft, den Tourismus und die regionale Identität in der Küstenregion. Foto: Klaus Schreiber
Der Kreisausschuss des Landkreises hat am Mittwochabend auf Initiative der CDU-Landtagsabgeordneten Katharina Jensen (Wangerland) eine entsprechende Resolution verabschiedet. Die europäische Biodiversitätsstrategie mit den geplanten „strengen Schutzgebieten“ führe in der Region zu erheblicher Verunsicherung. „Insbesondere in den Küstengemeinden wird befürchtet, dass die vorgesehenen Maßnahmen tiefgreifende Auswirkungen auf die traditionelle Küstenfischerei haben und deren wirtschaftliche Grundlage gefährden wird“, stellt der Kreisausschuss fest.
Pläne kämen Berufsverbot gleich
Nach den derzeitigen Planungen sollen zehn Prozent des Küstenmeeres unter strengen Schutz gestellt werden, darunter die küstennahe Fanggebiete um Minsener Oog direkt vor dem Wangerland. Die bislang bekannten Suchräume seien ohne ausreichende Einbindung der unmittelbar betroffenen Fischereibetriebe in Hooksiel, Horumersiel, Fedderwardersiel und Dangast entwickelt worden, für die deren Umsetzung gravierende Folgen hätte, heißt es in der Resolution. „Der Verlust zentraler Fanggebiete führt zu existenzbedrohenden Ausmaßen und käme faktisch einem Berufsverbot gleich.“
Die Küstenfischerei sei für Friesland nicht nur ein bedeutender Wirtschaftsfaktor ist, sondern auch ein prägender Bestandteil der regionalen Identität und des touristischen Angebots. Die Fischereibetriebe sicherten Arbeitsplätze entlang der Wertschöpfungskette – von der Fangtätigkeit über Verarbeitung und Logistik bis hin zur Vermarktung. „Ein Wegfall dieser Strukturen hätte wirtschaftliche und strukturelle Auswirkungen auf die gesamte Region.“
Land soll alle Daten offen legen
Der Landkreis fordert ein transparentes und nachvollziehbares Verfahren bei der Ausweisung von Schutzgebieten, das alle relevanten Datengrundlagen offenlege und fachlich überprüfbar mache. Insbesondere müssten die betroffenen Fischereibetriebe sowie regionale Akteure aus Wirtschaft und Tourismus in die Planungs- und Entscheidungsprozesse eingebunden werden.
Man bekenne sich ausdrücklich zum Natur- und Umweltschutz, betont der Kreisausschuss. Aber: Nachhaltiger Naturschutz könne nur im Dialog mit den Menschen vor Ort und unter Wahrung ihrer wirtschaftlichen Existenz gelingen.
Friesland/Wangerland (9. 7. 2026) – Die Vielfalt von Nachhaltigkeit im Landkreis Friesland soll im Oktober bei der ersten „Küste & Moor. Nachhaltigkeitswoche“ vorgestellt werden. Ob Upcycling-Workshops, Tauschpartys, Energieberatungen, Müllsammeln oder eine Führung durch Wald und Moor – noch bis Sonntag, 26. Juli, können nachhaltige Aktionen und Veranstaltungen im Landkreis Friesland beim Regionalen Umweltzentrum Schortens (RUZ) per E-Mail an umwelt.aktiv@ruz-schortens.de angemeldet werden.
Die für den Zeitraum vom 3. bis 9. Oktober geplante „Nachhaltigkeitswoche“ soll nachhaltige Projekte und Initiativen in den Landkreisen Ammerland, Aurich, Friesland, Leer, Wittmund sowie in der Stadt Emden in den Mittelpunkt rücken. Der Landkreis Friesland nimmt gemeinsam mit dem RUZ teil und sucht weitere Partnerinnen und Partner, die ihr Engagement einem breiten Publikum präsentieren wollen.Mit Aktionen dabei sein können Unternehmen, Bildungseinrichtungen, Vereine, Verbände, Kirchen, soziale und kulturelle Einrichtungen sowie Privatpersonen.
Hooksiel (9. 7. 2026) – Die Oldtimerfreunde des Hooksieler OKT-Kreises erkunden weiterhin des Nordwestens. Das Ziel ihren jüngsten Ausfahrt: Das „Große Meer“ in Südbrookmerland in Ostfriesland. Bei trockner Witterung starteten sieben historische Fahrzuge traditionell vom Bäcker am Hooksieler Kreisverkehr. Der Küsten entlang ging zunächst nach Neßmersiel, weiter über die Theener Oststreek nach Hagermarsch auf den Alten Postweg nach Hagerwilde, Rechtsupweg, Ost Vicotbur nach Südbrookmerland.
Treffpunkt für die OKT-Ausfahrten ist stets der Parkplatz am Hooksieler Kreisverkehr. Foto: OKT
Dann begann es zu regnen. In einem Landhaus ließen sich die Hooksieler und ihre Mitstreiter aus der Region Kaffee, Tee, Kuchen und Waffeln schmecken und genossen den Blick aufs Große Meer. Der natürlich entstandene Niedermoorsee ist mit einer Wasserfläche von 290 Hektar der größte Binnensee Ostfrieslands. Umzu ist ein wunderbares Freizeit- und Erholungsgebiet entstanden.
Gemütliche Runde bei Kaffee, Tee und Kuchen in einem Café am Großen Meer in Ostfriesland. Foto: OKT
Für die Rücktour wählten die OKT-Freunde, begleitet von Sonnenstrahlen, die Innenlandsroute über Landstraßen zurück nach Hooksiel, wo alle Teilnehmer nach 153 Kilometer wohlbehalten wieder ankamen. Ende Mai hatten die OKT-Freunde bereits eine Ausfahrt zum „Ewigen Meer“ bei Eversmeer in Ostfriesland unternommen. Von Hooksiel aus ging es über Oldorf, Tettens, Middoge, Funnnix. Buttforde, Burhafe, und Dunum über Moorweg und Blomberg nach Eversmeer, wo man sich im Café „Zum Ewigen Meer“ stärkte. Dem schloss sich eine Spaziergang über die bekannten Moor-Bohlenwege um Deutschlands größten Hochmoorsee an.
Als nächstes Ziel ist der „Silbersee“ in Bernuthsfeld geplant . Der Oltimer-Klön-Treff findet jeden ersten Sonntag eines Monats ab 11 Uhr in der Bäckerei Ulfers.Eden in Hooksiel statt.