Hooksiel (17. 5. 2026) – Gute Nachrichten für die Hooksieler Segler. Die Sanierungsarbeiten innerhalb der Schleusenkammer am Hooksieler Außenhafen sind bis auf Restarbeiten baulich abgeschlossen. Wie die landeseigene Hafengesellschaft NPorts den betroffenen Wassersportvereinen mitgeteilt hat, hat die Schleuse in diesen Tagen bereits den Sielbetrieb wieder aufgenommen.
„Ab Montag beginnt der finale Probebetrieb, um die Funktionen unter realen Bedingungen zu überprüfen“, heißt es in dem Schreiben. Bei positivem Verlauf könne die Schleuse voraussichtlich im Laufe des Mittwochs, 20. Mai, wieder für den Schiffbetrieb freigegeben werden. NPorts bittet um Verständnis dafür, dass es im Rahmen der verbleibenden Restarbeiten kurzfristig noch zu kleineren Sperrzeiten kommen könne.
Die Sanierungsarbeiten hatten sich durch den harten Winter verzögert. Die Bäderstraße wird im Bereich der Schleuse für den Straßenverkehr vom morgigen Montag, 6 Uhr, bis voraussichtlich bis Mittwoch, 20. Mai, gesperrt.
Hooksiel (17. 5. 2026) – Aasgeier gibt es überall. Deshalb dürfte es auch den Wangeroogern nicht schwer gefallen sein, die Botschaft der Theatergruppe Hooksiel zu verstehen. Die Schauspieltruppe mit Speelbaas Jan Gerjets an der Spitze gastierte mit ihren Stück „Aasgeier över Hooksiel“ zwei Tage lang auf Frieslands Nordseeinsel und gab zwei Vorstellungen, die – auch aufgrund einer Konkurrenzveranstaltung – zwar nicht ganz ausverkauft waren, aber dennoch sehr gut ankamen. Gerjets: „Nach den Reaktionen des Publikums ist nicht ausgeschlossen, dass wir noch mal wieder eingeladen werden.“
Auf der Bühne in der Dünenhalle auf Wangerooge überreichte Volker Nannizzi (sitzend, 2. von links) ein Insel-Wappen an Frank Langenhorst. Ganz rechts im Bild: Speelbaas Jan Gerjets. Foto: Reinhold Harms
Grund für die Premiere auf der Insel waren die guten Kritiken, die „Aasgeier över Hooksiel“ zu Jahresbeginn bei den Vorführungen im heimischen Gästehaus bekommen hatten. Volker Nannizzi, Vorsitzender des Lions-Club auf Wangerooge, nahm Kontakt zu der Schauspieltruppe auf. Der Vorsitzende des Theatervereins, Frank Langenhorst, und Jan Gerjets flogen zur Insel und berieten die Details eines möglichen Gastspiels. Die erste Frage: Auftritt in der „Dünenhalle“ oder auf der Bühne im Hotel Hanken? Die zweite: Wie bekommen wir das Bühnenbild auf die Insel?
Lions-Club als Gastgeber
Die Antworten waren schnell gefunden: Die Aasgeier „över Wangerooge“ sollen auf der großen Bühne in der Dünenhalle fliegen und der Lions-Club – mit seiner lokalen Expertise – kümmert sich um das Bühnenbild – der Hooksieler Marktplatz wird auf die Insel verlegt. Aus dem Restaurant „Anker“ wird die „Kogge“, aus den Hooksieler Packhäusern der Strand.
Der Hooksieler Theatergruppe hat es auf Wangerooge sehr gut gefallen. Betreut wurden die Schauspieler vom örtlichen Lions-Club. Fotos: Theatergruppe
Insgesamt gut 200 Zuschauerinnen und Zuschauer, Einheimische und Urlauber, erlebten an zwei Abenden das lustige Spektakel bei dem es den Dorfbewohnern gelingt, aalglatte Investoren und Finanzhaie abzuwehren, die es auf Grundstücke mit wertvollen Mineralien abgesehen haben, die vermeintlich vor Ort gefunden wurden. Die Lacher passten, obwohl das Publikum nicht jeden auf der Bühne gesprochen Satz verstanden haben dürfte. Gerjets: „Ich war wirklich verwundert, dass auf Wangerooge offenbar gar kein Plattdeutsch mehr gesprochen wird.“
Von Insel-Abenteuer beeindruckt
Auch jenseits der Aufführung hatten die 15 Hooksieler auf Wangerooge viel Spaß. Nach der Überfahrt per Schiff bezog die Darsteller und ihre für Maske, Requisite und Technik zuständigen Mitstreiter Zimmer in einer Pension und in zwei Ferienwohnungen, die die Gastgeber ihnen zur Verfügung gestellt hatte. Vor und nach den Aufführungen traf man sich mit den Mitgliedern des Lions-Clubs, aß, trank und plauderte in gemütliche Runde und erkundete die Insel.
Auswärts-Erfahrungen hatte die Theatergruppe Hooksiel zuvor bislang nur bei Auftritten in Horumersiel und in Sandelermöns gesammelt. Das Gastspiel auf der Insel sei schon ein kleines Abenteuer gewesen, so Gerjets. Ob es 2027 zu einer Neuauflage kommen wird, wird sich vermutlich erst nach Weihnachten entscheiden. Nach der Premiere des nächsten Stücks. „Der Lions-Club hat fest zugesagt, mit einer Delegation nach Hooksiel zu kommen, um sich das Stück selbst anzusehen.“
Oldenburg/Wilhelmshaven/Friesland (16. 5. 2026) – Die Überwachung der Grenzen sowie Kontrollen in Seehäfen bilden einen Aufgabenschwerpunkt des Hauptzollamts Oldenburg. Steigende Bedeutung hat hierbei der Kokainschmuggel. „Durch die Vergrößerung des Überwachungsdrucks in den klassischen Einfallshäfen wie beispielsweise Antwerpen und Rotterdam müssen wir damit rechnen, dass auch die niedersächsischen Seehäfen zunehmend in den Fokus international agierender Tätergruppierungen gelangen“, sagte Regierungsdirektorin Stephanie Grotheer, Leiterin des Hauptzollamts Oldenburg, bei der Vorstellung des Jahresberichtes für 2025 der Behörde, zu der auch das Zollamt Wilhelmshaven gehört.
Im vergangenen Jahr wurde mit dem Zollschiff „Emden“ das erste Einwachenschiff des Zolls mit alternativem LNG-Antrieb für das Einsatzgebiet der Nordsee in Dienst gestellt. Foto: Zoll
Zwar gäbe es keine belastbaren Erkenntnisse, das niedersächsische Seehäfen bereits als alternative Schmuggel-Routen genutzt werden. Aber zwei Großfunde von Drogen in Brake und Wilhelmshaven würden zeigen, dass damit durchaus zu rechnen sei.
Kampf gegen Drogen-Import
Der Zoll kontrolliert auf dem Wasser, in den Häfen und im ganzen Land. „Unsere Zollkontrollen sind erfolgreich und wichtig. Sie schützen die Bevölkerung vor verbotenen Schmuggelwaren, die wir aus dem Verkehr ziehen“, führt Grotheer aus. „Insgesamt haben wir im vergangenen Jahr 44.700 Fahrzeuge und Einzelpersonen kontrolliert. Dabei bleibt der Kampf gegen den Drogenschmuggel im Grenzraum zu den Niederlanden ein Kontrollschwerpunkt.“
In 3.419 Fällen sei es zu Beanstandungen gekommen, davon standen 745 Fälle im Zusammenhang mit Rauschgift-Schmuggel. Insgesamt seien über 300 Kilogramm Betäubungsmittel sichergestellt und damit dem Schwarzmarkt entzogen worden. Den größten Anteil habe dabei Kokain ausgemacht. Aber auch die unerlaubte Einfuhr von Cannabis-Produkten insbesondere aus den Niederlanden sei ein Dauerthema. Trotz der Teillegalisierung durch das Konsumcannabis-Gesetz ist sowohl die Ein- und Durchfuhr von Cannabis aus dem Ausland als auch die Ausfuhr in das Ausland nach wie vor verboten.
Über drei Milliarden Euro Einnahmen
Der Zoll schützt nach eigenem Verständnis die Menschen in unserem Land – und die heimische Wirtschaft. Grotheer: „Das Hauptzollamt Oldenburg steht im nordwestlichen Niedersachsen für eine reibungslose Abfertigung des regulären internationalen Warenverkehrs, schützt Bürger und Umwelt vor schädlichen oder gefährlichen Schmuggelgütern, erhebt Steuern für die Handlungsfähigkeit des Staates und setzt sich mit der Bekämpfung von illegaler Beschäftigung und Schwarzarbeit für einen fairen Wettbewerb ein.“
Die rund 700 Zöllnerinnen und Zöllner im Weser-Ems-Bereich hätten 2025 über drei Milliarden Euro Steuergelder eingenommen. Auf den klassischen Zoll, die Steuer für die Einfuhr von Waren aus Ländern außerhalb der EU, seien davon rund 201,8 Millionen Euro entfallen. Die in diesem Zusammenhang zu erhebende Einfuhrumsatzsteuer betrug rund 2,3 Milliarden Euro. Weitere Einnahmequellen sind Verbrauchsteuern (418,6 Mio. Euro) wie Energie-, Strom-, Tabak, Alkohol- und Biersteuer und die Verkehrsteuern einschließlich der Kraftfahrzeugsteuer (96,3 Mio. Euro).
Illegale Beschäftigung im Visier
Zu den Aufgaben des Zolls zählt die Bekämpfung der Schwarzarbeit.„Schwarzarbeiter und ihre Auftraggeber schädigen alle: Sie betrügen die Sozialversicherung, hinterziehen Steuern und gefährden Arbeitsplätze“, so Grotheer. Andererseits würden aber auch Schwarzarbeiter und ihre Auftraggeber von der staatlichen und sozialen Infrastruktur profitieren, die von Steuergeldern finanziert wird.
2025 seien annähernd 450 Arbeitgeber überprüft und rund 7.500 Arbeitnehmer am Arbeitsplatz zu ihren Beschäftigungsverhältnissen befragt worden. Der dabei festgestellte finanzielle Schaden lag bei rund 18 Millionen Euro. In der Folge seien 1.319 Strafverfahren und über 600 Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet worden. Darin enthalten sind Verfahren, die wegen Verstößen gegen das Mindestlohngesetz angeschoben wurden. Insgesamt seien auf Grundlage der Ermittlungen des FKS 665.000 Euro an Geldstrafen sowie 526.000 Euro an Buß- und Verwarngeldern verhängt und 182 Monate an Freiheitsstrafen festgesetzt worden.
Teil der Küstenwache
Der Zoll ist auch Teil der deutschen Küstenwache. Er nimmt mit anderen Behörden die Grenzaufsicht an den Wassergrenzen, insbesondere der Seeküste wahr. Dazu gehöre auch die Überwachung der Umweltschutz-Vorschriften auf See und der so genannten kritischen maritimen Infrastruktur. Für das Hauptzollamt Oldenburg sind zwei Zollschiffe und zwei Zollboote mit Liegeplätzen in Emden und Wilhelmshaven im Einsatz.
Wangerland (15. 5. 2026) – Einen ganz anderen Blick haben Tennisfreunde seit dieser Woche auf die Platzanlage des MTV Hohenkirchen. In ehrenamtlicher Arbeit haben Aktive um den Abteilungsvorsitzenden Robert Meints eine Sitztribüne aufgebaut, die es den Zuschauerinnen und Zuschauern ermöglicht, über die Platzeinfassungen hinweg die Ballwechsel auf den beiden Plätzen zu verfolgen.
Verfolgten die Spiele beim Vatertags-Doppeltunier des MTV Hohenkirchen von der neuen Tribüne aus: (Von links) Hannes Sommer, Harald Fischer, Helmut Petermann, Alexander Scholz und Robert Meints. Foto: hol
Die Tribüne hat beim fast schon traditionelle Vatertags-Doppelturnier für Herren ihre Bewährungsprobe bestanden. Insgesamt zwölf Doppel traten dabei in den Altersklassen ü40 und ü50 an. Jedes Duo hatte dabei zwei Spiele zu absolvieren, meist gegen ein als etwas stärker und ein als etwas schwächer eingestuftes Team. Die Turnerleitung lag in den Händen von Nina Tjarks und Britta Taddigs, die mit den durchweg fairen Partien keine Probleme hatten.
Gewinner waren am Ende alle Teilnehmer der Veranstaltung, die aus dem Wangerland, aus Jever, Wilhelmshaven, Varel und Friedeburg angereist waren. Bei sehr gutem Tenniswetter konnten die Aktiven im Erfolgsfall ihre Leistungsklasse verbessern, zumindest aber Erfahrungen sammeln und sich im Anschluss beim gemeinsamen Essen austauschen.
In der Herren-ü50-Konkurrenz trafen die Wangerländer Doppel Alexander Scholz/Robert Meints und Mirko Ortmanns/Jörg Kase gleich zum Turnierauftakt aufeinander. Scholz/Meints gewannen 6:1/6:3, verloren ihr zweites Spiel gegen Carsten Biskupek/Rainer Dörnath dann aber mit 2:6/2:6. Ortmanns/Kase verpasste im Anschluss gegen das favorisierte Wangerländer Doppel Helmut Petermann/Harald Fischer eine Überraschung nur knapp (6:2, 1:6, 4:10).
Das Hooksieler Doppel Thorsten Csikos (links) und Thomas Otte blieb trotz guten Spiels ohne Erfolg. Foto: hol
Auch ohne Sieg zeigte das Hooksieler Doppel Thomas Otte/Thorsten Csikos gutes Tennis. Gegen das Friedeburger Duo Carsten Viehweger-Sick/Youssef El-Zein reichte es aber nur zu einem 2:6/4:6. Im zweiten Spiel unterlag man knapp mit 3:6/6:1/8:10 geben die Jeveraner Andreas Struß und Christian Horn, die zuvor Petermann/Fischer mit 6:1/6:1 geschlagen hatten. Alle Spielergebnisse des Turniers lassen sich im Internet unter www.tennis.de finden.
Das nächste Doppeltunier auf der Platzanlage des MTV Hohenkirchen ist für Samstag, 1. August, angesetzt. Dann werden Damen-Doppel der Altersklassen ü30 bis ü70 auf dem Platz stehen. Anmeldungen sind noch möglich.
Jever/Wangerland (15. 5. 2025) – Die Zeitungslandschaft im Landkreis Friesland verändert sich. Der Journalist Helmut Burlager (69), langjähriger Redaktionsleiter und Chefredakteur des „Jeverschen Wochenblatt“, erwartet nach der in dieser Woche angekündigten Mehrheitsbeteiligung der NOZ/mh:n Medien („Neue Osnabrücker Zeitung“) am Medienhaus BruneMettcker GmbH mehr Wettbewerb in der Region.
Almuth Thomßen von den Grünen bedankte sich bei Referent Helmut Burlager. Foto: Reiner Tammen
Burlager, seit 2020 Ruheständler mit Wohnsitz in Frankreich, war zu Gast beim politischen Stammtisch der Grünen/Bündnis 90 in Jever. Neben Mitgliedern und Anhängern der Partei waren weitere Journalisten vor Ort. In einem gut zweistündigen Austausch wurden die Gründe, die Chancen und Risiken der sich abzeichnenden Entwicklung diskutiert.
Neuer Partner für BruneMettcker Medienhaus
Zum Hintergrund: Das BruneMettcker Medienhaus gibt das „Jeversche Wochenblatt“ und die „Wilhelmshavener Zeitung“ heraus. Mit der NWZ-Ausgabe „Jeverlandbote“ erscheint im nördlichen Landkreis Friesland eine weitere, personell aber sehr dünn aufgestellte Zeitung. Im Südkreis ist die „Nordwest-Zeitung“ mit Sitz in Oldenburg ohnehin führendes Zeitungshaus. Die NWZ war auch seit Jahrzehnten so genannter Mantelpartner der Lokalzeitungen in der Region, lieferte also die überregionalen Nachricht etwa aus Politik und Sport.
Nach den ursprünglichen Überlegungen hätte diese Kooperation weiter vertieft werden sollen. Das BruneMettcker Medienhaus besteht in seiner aktuellen Form seit 2021. Hervorgegangen ist es aus der 1999 gegründeten Brune-Mettcker Druck- und Verlags GmbH, die zu jeweils 50 Prozent den Verlegerfamilien Brune/Adrian (Wilhelmshaven) und Allmers (Jever) gehörte. Nach dem Tod des WZ-Verlegers Manfred Adrian übernahm die Familie Allmers dessen Anteile und verkaufte dafür den bis dahin ebenfalls zum Unternehmen gehörenden „Anzeiger für Harlingerland“ (Wittmund) an die NWZ.
Veto vom Bundeskartellamt
In der Folge ging der Druck der Zeitungen nach Oldenburg. Anzeigengeschäft, Vertrieb und Internetauftritt wurden mit Blick auf eine geplante Verzahnung der Unternehmen und allgemein sinkenden Auflagenzahlen weitgehend von der NWZ organisiert. Doch aus der Fusion wurde nichts. Das Bundeskartellamt der NWZ untersagte die Übernahme des Mittbewerbers in Friesland. Dadurch sei die Medienvielfalt in der Region in Gefahr.
Bewegung in die Angelegenheit kam Anfang dieses Jahres. Die Madsack Mediengruppe (Hannover), einer der größten Regionalmedienverlage Deutschlands, übernahm die NWZ – offenbar ein schwerer Schlag für die Kooperation zwischen Oldenburg und Jever. Jedenfalls dürfte das das Signal für die Annäherung von BruneMettcker und NOZ gewesen sein.
NWZ stockt Redaktionen auf
Seit Mitte April liefert die NOZ, die schon mehrere Titel in Ostfriesland erworben hat, den Mantel für WZ und Wochenblatt. Vor wenigen Tagen wurde die geplante Übernahme von 50,01 Prozent, und damit der Mehrheit, der Anteile am BruneMettcker Medienhaus durch die NOZ verkündet – vorbehaltlich der Zustimmung des Kartellamtes, die aber in diesem Fall als reine Formsache eingestuft wird.
Schließlich, so nicht nur die Einschätzung von Burlager, dürfte die Fusion den Wettbewerb in der Medienlandschaft in Wilhelmshaven und Friesland eher beleben. Die Konstellation: Die von Hannover aus gesteuerte NWZ gegen die dann zu Osnabrück gehörenden Lokalzeitungen WZ und Wochenblatt. Dafür spricht, dass die NWZ offenbar bereits dabei ist, ihre Redaktionen in Jever und Wilhelmshaven personell zu stärken.
Erhebliche Veränderungen
Abzuwarten bleibt, wie die Entflechtung der übrigen Geschäftsfelder zwischen NWZ und BruneMettcker abläuft. Wie sieht der künftige Internetauftritt der hiesigen Zeitungen aus? Wo erscheinen künftig welche Todesanzeigen? Wer organisiert die Verteilung der Print-Zeitungen vor Ort?
Schwierige, aber aus Sicht von Burlager lösbare Aufgaben. Ungewiss ist allerdings, wie die Leser auf das veränderte Angebot regieren werden. Klar dürfte aber sein: Kurz- und mittelfristig läuft die Region nicht Gefahr, zu einem „Ein-Zeitungs-Kreis“ zu werden. Das wäre ganz im Sinne der Kartellbehörden. Pressevielfalt gilt als ein wichtige Voraussetzung für demokratische Meinungs- und Willensbildung.
Hooksiel (15. 5. 2026) – Zufrieden zeigten sich die Organisatoren des Bücher- und Spieleflohmarktes in Hooksiel. Am Himmelfahrtstag konnten Interessierte im ehemaligen AWO-Heim neben dem Gästehaus zwischen Hunderten Büchern und Spielangeboten auswählen. Ob Krimi oder Liebesroman, Sachbuch oder Biografie, Brett- oder Kartenspiel – für jeden war etwas dabei.
Arnim Fels zeigte sich beeindruckt von der Breite des Angebots beim Bücher- und Spieleflohmarkt. Foto: hol
„Wir hatten durchgehend Lauf und auch ganz gute Umsätze“, sagte Ingrid Tscherney gegenüber „Hooksiel-Life“. Die Erlöse des Flohmarkts kommen dem Kinder- und Jugendhospiz in Wilhelmshaven zugute. Es dürften mehrere Hundert Euro zusammengekommen sein.
Die zum Verkauf angebotenen Artikel waren zum Großteil im Vorfeld gespendet worden. Der Flohmarkt, der im Vorjahr erstmals ausgerichtet worden war, findet bewusst am Rande des Tages der offenen Tür der Feuerwehr statt. Ingrid Tscherney: „Das hat sich bewährt – und wird so bleiben.“
Hooksiel (14. 5. 2026) – Die Hooksieler Feuerwehr ist ehrenamtlich unterwegs – in der Küche, beim Wertgutschein-Verkauf, bei Abwasch und Aufsicht. Unterstützt wurde sie von zahllosen Helfern aus ihren Familien oder dem Umfeld der Dorfgemeinschaft, die von Curry-Wurst über Pommes, Kaffee und Kuchen und Getränken alles anbieten, was die hungrigen Besucher begehren. Das Ergebnis: Ein rundherum gelungenes, buntes Fest zum Tag der offenen Tür am Feuerwehrgerätehaus.
Bürgermeister Mario Szlezak (2. von links) übergab einen neuen Mannschaftswagen an die Feuerwehr Hooksiel. Auf dem Bild (von links) Gemeindebrandmeister Eike Eilers, Ortsbrandmeister Jörg Nöchel und dessen Stellvertreter Dr. Thomas Große. Foto: hol
Bei überraschend schönem Wetter pilgerten am heutigen Himmelfahrtstag gefühlt Tausende Interessierte zur Hohe Straße 112. Sie besichtigen das erst im vergangenen Jahr eingeweihte Einsatzgebäude, begutachteten den modernen Fuhrpark und die vielfältigen Ausrüstung der Hooksieler Wehr und konnten sich über eine ganze Reihe weiterer Sicherheits-, Hilfs- und Rettungsorganisationen informieren.
Dazu gehören das Objektschutzregiment der Luftwaffen ebenso wie das Deutsche Rote Kreuz, die DLRG, das Technische Hilfswerk (THW) und die Hunderettungsstaffel Wilhelmshaven-Friesland. Ein Hingucker war auch der Pkw-Überschlagsimulator der Verkehrswacht Jeverland. Zu sehen gab es auch eine Reihe von historischen Feuerwehrfahrzeugen.
Vorführung der Jugendwehr
Zu den Höhepunkten des Tages zählte eine Life-Übung der Jugendfeuerwehr. Die Mädchen und Jungen des Feuerwehrnachwuchses simulierten unter anderem eine Brandbekämpfung und einen schweren Autounfall, bei dem eine verletzte Person aus einem Wagen geborgen werden musste. „Nein! Nicht geborgen, sondern gerettet“, wirft ein erfahrener Feuerwehrmann ein. „Geborgen werden Tote, Lebende werden gerettet.“
Bunte Vielfalt beim Tag der offenen Tür der Feuerwehr in Hooksiel. Fotos: hol
Für den Einsatzstab der Wehr, aber auch für die Jugendfeuerwehr, ist ein neues Mannschafts-Transport-Fahrzeug gedacht, das Bürgermeister Mario Szlezak im Rahmen der Veranstaltung an den Hooksieler Ortsbrandmeister Jörg Nöchel übergab. Einen vergleichbaren 9-Sitzer, Kostenpunkt um die 65.000 Euro, hatte kürzlich auch die Feuerwehr in Tettens in Empfang nehmen können.
Anerkennung fürs Ehrenamt
Die gute Ausstattung der Wehren ist nach den Worten von Szlezak auch Anerkennung für den ehrenamtlichen Dienst für die Sicherheit der Bürger in der Gemeinde – auch und vor allem auch zu Zeiten, wenn alle anderen schlafen. Und ein Dankeschön für den Einsatz, den die Feuerwehren für die jeweiligen Dorfgemeinschaften leisten. Etwa bei der Absicherung und der Begleitung von Feiern und Festen in den jeweiligen Orten. Der Eindruck des Bürgermeisters: „Die Hooksieler Feuerwehr ist fest in der Dorfgemeinschaft verankert.“
Am Tag der offenen Tür packen alle mit an: Ortsbrandmeister Jörg Nöchel zum Beispiel beim Geschirr spülen. Foto: hol– Werbeanzeige –
Wangerland/Horumersiel (13. 5. 2026) – Die Stimmungslage in Horumersiel war deutlich wahrzunehmen. Thalasso hin oder her – der Ort braucht dauerhaft einen Versammlungs- und Veranstaltungsort. Vor diesem Hintergrund begleiten viele Bürger die Bemühungen der insolventen Wangerland Touristik GmbH (WTG) mit Skepsis, das komplette Areal „Zum Hafen 3“ in dem Sielort an einen Investor zu verkaufen, der dort zum Beispiel ein Hotel bauen könnte, dessen Gäste das benachbarte Thalasso Meeres Spa (TMS) beleben sollen.
Kann Horumersiel ohne sein Gäste- und Dorfgemeinschaftshaus leben? Viele der Gäste im Kursaal hielten das neue Thalasso Meeres Spa für weniger wichtig als die Begegnungs- und Versammlungsstätte im Ort. Foto: hol
Rund 500 Interessierte aus dem gesamten Wangerland waren am Dienstagabend der Einladung des Seebadevereins Horumersiel-Schillig und des örtlichen Vereins für Handel, Handwerk und Gewerbe in den Kursaal gefolgt. Das Ziel, so Holger Meyer vom Seebadeverein: „Ein ehrliche Bürgergespräch zur Zukunft von Horumersiel.“
Zentraler Veranstaltungsort
Dabei spielt die Zukunft des Grundstücks, auf dem WTG-Zentrale, Touristen-Information, Bücherei, Kurpark und auch der Kursaal untergebracht sind, eine Schlüsselrolle. „Für die Urlauber ist es das Gästehaus, für die Einheimischen das Dorfgemeinschaftshaus“, sagte Frank Hensel, der den Kursaal im Auftrag der WTG betreibt. Das 1967 als DGH eingeweihte Gebäude sei der zentrale Veranstaltungsort für das ganze Wangerland mit um die 20.000 Besuchern im Jahr. Theater, Comedy, Kino, Bälle, Feten, Märkte, Tagungen, Ausstellungen …
Die Frage des Abends: Kann, will oder muss die Gemeinde auf das DGH verzichten? Hensel vertrat die Ansicht, dass man das Gebäude lieber (mit Fördermitteln) sanieren und so lange weiter betreiben sollte, wie es geht, damit Urlauber und Einheimische eine zentrale Anlaufstelle behalten. Energetisch modernisiert und um neue Angebote bereichert ließe sich das DGH nach seiner Überzeugung fast kostendeckend betreiben. Notfalls könnte ein Defizit durch den Gästebeitrag abgedeckt werden, den alle Urlauber im Wangerland zahlen müssen.
Dr. Christian Kaufmann (Foto), juristischer Berater für die Insolvenz in Eigenregie der WTG, hielt dem entgegen, dass das DGH sehr wohl erhebliche Kosten verursache. Zudem dürfe man den Gebäudekomplex nicht allein betrachten. „Das Problem steht nebenan.“
„Das Problem“ ist das Thalasso Meeres Spa (TMS). „Ohne Investor können wir das TMS nicht retten“, so Kaufmann. Im laufenden Ausschreibungsverfahren für den Verkauf des Grundstücks „Zum Hafen 3“ hätten sich bislang sechs Interessenten gemeldet. In der nächsten Woche sollen die ihre Vorstellungen in punkto Kaufpreis und Projektidee erstmals präzisieren.
14 Mio. Euro offene Forderungen
Die Kostenexplosion beim Bau des TMS von 8,8 auf zuletzt genannte 23 Millionen Euro gilt als Hauptgrund für die finanzielle Schieflage der WTG. Um ihre Gläubiger zu befriedigen, muss sich das gemeindeeigene Unternehmen von seinen Liegenschaften wie Campingplätze, Bäder und Grundstücke trennen. Zahlreiche Mitarbeiter wurden bereits entlassen.
Wie groß die Probleme der WTG sind, verdeutlichen Zahlen, die Kaufmann erstmals öffentlich nannte. So hätten Bauunternehmen und Architekt aktuell noch Forderungen in Höhe von 14 Millionen Euro angemeldet, die aber nach Überzeugung der Insolvenzverwaltung nicht alle berechtigt sind. Hinzu kämen Zuschüsse des Landes Niedersachsen in Höhe von 8,5 Millionen Euro, die die WTG zurückzahlen müsste, wenn das TMS nicht als Thalasso-Zentrum genutzt werde. Die Summe von Baukosten, noch offener Forderungen und mögliche Zuschuss-Rückzahlungen bezifferte Kaufmann auf rund 37 Millionen Euro.
Suche nach Investor läuft
Die jährlichen Belastungen für die WTG aus dem TMS – unabhängig davon, ob man es betreibt oder nicht – lägen bei 1,3 Millionen Euro. Vor diesem Hintergrund könne es durchaus sinnvoll sein, so Kaufmann, einem Hotelinvestor zum Beispiel einen Zuschuss in Höhe von 500.000 Euro im Jahr zu zahlen, wenn der dafür die betriebswirtschaftliche Verantwortung für das TMS übernimmt. Und die Gemeinde würde zudem von den touristischen Impulsen profitieren, die man sich einst vom Bau des TMS versprochen hat.
Ein Großteil der Besucher im Saal – so der Eindruck – bezweifeln, ob es derartige Impulse wirklich gibt. Sie warnten von einer zusätzlichen Bettenburg, glauben nicht daran, dass betuchte Thalasso-Gäste tatsächlich den Weg nach Horumersiel finden – mit oder ohne 5-Sterne-Hotel. „Wir sollten uns vielleicht lieber auf unser vorhandenes 3-Stern-plus-Publikum konzentrieren und dem mehr bieten“, sagte der Moderator des Abends, Heiko Manott.
Lösung für „Friesland-Therme“?
Vermieter im Saal beklagten immer schlechter werdende Gästezahlen. In den Wintermonaten sei der Ort tot. Es gebe keine Apotheke, keinen Friseur, nicht einmal ein gutes Café. Mit der Schließung der „Friesland-Therme“ sei ein weiteres Angebot vor allem für Familien mit Kindern weggebrochen.
Wie im Rahmen des Bürgergesprächs bekannt wurde, gibt es aber offenbar im Hintergrund Bemühungen, das Bad wieder zu öffnen. Eine Idee, so sagte Bürgermeister Mario Szlezak, sei es, den Gästebeitrag (derzeit 3,30 Euro am Tag) um 30 Cent zu erhöhen, um mit den Mehreinnahmen das Defizit des Bades zu decken.
Szlezak sagte, dass ein Hotelbau nicht in Stein gemeißelt sei. „Den Erhalt des Gebäudes des DGH kann ich nicht versprechen“, so Szlezak. Aber über die Planungshoheit könne die Gemeinde dafür sorgen, dass ein Neubau zu Horumersiel passt. Die Gemeinde habe einen Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan gefasst, der Raum für ein Hotel, aber auch für andere Projekte bieten könnte.
Wenn es andere Ideen gebe, wie das TMS zu retten sei, sei man offen, so der Bürgermeister. Ein Vorschlag aus dem Saal: Eine Genossenschaft aus Bürgern der Gemeinde Wangerland gründen. Ein anderer: Die WTG als GmbH komplett in Insolvenz gehen lassen. „Wenn die Banken dann ihr Geld nicht bekommen, ist das deren Problem …“.
Versammlungsraum im Hotel-Komplex
Insolvenzfachmann Kaufmann warnte davor, mit den Banken zu brechen. Die Kreditgeber hätten in der Regel Pfändungsrechte. Und wenn die Banken die Grundstücke der WTG dann verkaufen würden, habe die Gemeinde darauf noch weniger Einfluss.
Ebenso wie weitere Kommunalpolitiker betonten die Ratsfrauen Alice Brandenburg-Bienek (CDU) und Geraldine Vogdt (Pro Wangerland), dass die Gemeinde darauf setzt, dass ein Investor gefunden wird, der in seinem Hotel-Projekt auch einen öffentlich nutzbaren Versammlungsraum und Elemente des Dorfgemeinschaftshauses vorsieht. Letztlich habe die Gemeinde Wangerland als Herrin der Bauleitplanung das letzte Wort darüber, was auf dem Grundstück „Zum Hafen 3“ gebaut werden darf und was nicht.
Die CDU-Landtagsabgeordnete Katharina Jensen warb für Vertrauen in die Kommunalpolitik. Ja, der Rat habe zusätzlichen Millionen für den Bau des TMS im Gemeinderat zugestimmt. Man habe Fachleuten vertraut und Angst vor der Gefahr gehabt, dass ein Abbruch der Arbeiten zu einer Bauruine geführt hätte.
Hooksiel (13. 5. 2026) – Als Tennisspieler gehört Jan Alter zu den Aktivposten der Herren ü50-Mannschaft des SC Wangerland, die ihre Spiele in Hooksiel austrägt. Aber auch als Trainer ist der in Jever lebende Manager sehr ambitioniert. Er ist bereits seit 1995 Inhaber der B-Lizenz „Leistungssport“ und hat in der Vergangenheit auch über Jahre als hauptamtlicher Tennistrainer gearbeitet.
Leistungssport im Fokus
Aktuell hat Alter die Lizenz im Rahmen eine Fortbildung verlängert. Die B-Lizenz ist im Tennis nach dem System des Deutschen Tennis Bundes (DTB) und des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) die zweithöchste Trainerausbildung nach der A-Lizenz. Sie qualifiziert für den Einsatz im Leistungssport. Teilnahmevoraussetzung für die Ausbildung ist ein erfolgreich abzuschließender Sichtungslehrgang. Die Zahl der Teilnehmer ist limitiert. Die Auswahl richtet sich unter anderem nach dem Spielniveau des Bewerbers.
Der aktuelle Lehrgang fand im Landesausbildungszentrum in Bad Salzdetfurth statt. Fortbildungsthema war „Beach-Tennis“. Die Leitung hatte Maraike Biglmair (auf dem Foto mit Jan Alter), ehemalige Weltranglistenerste und Weltmeisterin in dieser Sportart.
Die B-Lizenz-Ausbildung im Tennis bereitet auf die Förderung ambitionierter Leistungsspieler und Mannschaftsspieler vor. Die Schwerpunkte, so Alter, liegen bei der Verbesserung der methodischen Fähigkeiten, der Wettkampfbetreuung und der Qualität der Schlagtechnik.
Meisterschaften in Schillig
„Beach-Tennis“ ist bekanntlich auch im Wangerland ein großes Thema. Vom 7. bis 9. August finden die Landesmeisterschaften des Tennisverbandes Niedersachsen-Bremen (TNB) in Schillig statt. Und zwar im Rahmen eines Jubiläumsturnier – am Strand von Schillig werden bereits seit 25 Jahren die Beach-Tennis-Meister ermittelt.
Hooksiel (12. 5. 2026) – Zum Muttertag sollen auch die Väter Spaß haben. Das dürfte sich das Mitglied des Hooksieler Oldtimer Klön Tages (OKT) gedacht haben, das über eine WhatsApp-Gruppe kurzfristig zu einer Ausflug eingeladen hatte.
Gesagt, getan. Am Muttertag um 11 Uhr machten sich Oldtimer-Freunde so auf den Weg nach Werdum, tranken an der dortigen Mühle Kaffee, aßen Torte und kauften selbst gebackenes Brot ein.
Ausschließlich über Schleichwege fuhren die Oldtimer-Freunde von Hooksiel nach Werdum. Foto: OKT
Darüber hinaus konnte man die „Küsten-Brauerei“ besichtigen. Schön war aber schon die Fahrt selbst nach Ostfriesland – nur über Schleichwege entlang von Rapsblüten, grünen Wiesen und Alleen. „Für uns Väter war das eine schöne Alternative“, so OKT-Sprecher Ulrich Nolzen. „Wir kamen am späten Nachmittag total zufrieden wieder in Hooksiel an.“