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Hooksiel-life: Vom Leben an der Küste

Umfrage von Studenten: Welches Potenzial hat das Hooksmeer?

Hooksiel (5. 5. 2025) – Segeln, surfen, Wasserski- und Tretboot fahren – das Hooksmeer gehört schon jetzt zur touristischen Marke Hooksiel. Eine Gruppe vom Studenten im Masterstudiengang der Jade Hochschule will jetzt erkunden, wie groß das Entwicklungspotenzial des vor an die 50 Jahren künstlich angelegten Gewässers ist. 

Student Jonas zu Jeddeloh hofft, dass sich zahlreiche Bürgerinnen und Bürger an der wissenschaftlichen Umfrage zum Hooksmeer beteiligten. Unter anderem geht es darum, wie sich das touristische Potenzial weiter entwickeln lässt. Foto: hol

Kern der Untersuchung ist eine Umfrage, an der alle Frauen und Männer ab 18 Jahren teilnehmen dürfen. Der Link zur wissenschaftlichen Erhebung:  https://ww2.unipark.de/uc/Hooksmeer_Jade_Hochschule/ . Teilnehmen können Hooksieler ebenso wie Urlauber, Menschen aus der hiesigen Region ebenso wie potenzielle Nordseeurlauber, die bislang von dem „Hooksmeer in Hooksiel“ noch nie etwas gehört haben.

Ideen der Nutzer sind gefragt

Bekanntlich wurde das Hooksmeer im Zuge der Industrialisierung in den 1970er Jahren angelegt. Es verbindet den historischen Sielhafen Hooksiel über eine Außenschleuse mit der Jade. Das umliegende Freizeitgelände ist schon heute ein beliebtes Naherholungsgebiet. 

Abgefragt werden im Rahmen der Untersuchung unter anderem die Kenntnisse über das Gewässer und das umliegende Freizeitgelände, das nach Überzeugung von Touristikern ebenfalls jede Menge Entwicklungspotenzial hat. Wie wird der bisherige Zustand des Areals bewertet? Gibt es Mängel? Verbesserungsvorschläge? Wünsche an künftige Entwicklungen? 

„Ziel der Befragung ist es, mehr darüber zu erfahren, wie bekannt das Hooksmeer ist, wie es genutzt und wahrgenommen wird und welche Wünsche oder Verbesserungsvorschläge Besucher und auch Noch-Nicht-Besucher haben“, erläutert Studentin Julia Liedke. „Die Ergebnisse der Umfrage sollen dazu beitragen, Ansätze zur Weiterentwicklung des Hooksmeeres als Freizeit- und Erholungsstandort abzuleiten.“

Umfrage läuft bis zum 10. Mai

Die Studierenden sollen im Rahmen des Projektes vor allem das wissenschaftliche Arbeiten, das Erstellen von Umfragen und Methoden zu deren Auswertung erlernen, sagt Jonas zu Jeddeloh. Aber natürlich gehe es nicht nur um die Form, sondern auch um die Inhalte. So werde man zum Thema Hooksmeer auch mehrere Experten-Gespräche führen, so etwa mit einem Vertreter der Grundeigentümerin, der landeseigenen Hafengesellschaft NPorts, die sich ganz aktuell auf die Fahne geschrieben hat, das Freizeitgelände am Hooksmeer weiter zu entwickeln.

An dem studentischen Projekt sind neben Julia Liedke und Jonas zu Jeddeloh, Mariam Mohseni und Rabiya Sungur beteiligt. Der Fragebogen steht noch bis Sonntag, 10. Mai, online. Die Beantwortung dauert rund acht bis zehn Minuten. Und, so versichern die Studierenden: „Alle Angaben werden anonym erhoben und ausschließlich im Rahmen dieses Projekts verwendet.“

Öffentliches „Bürgergespräch“ zur Zukunft Horumersiels

Horumersiel (30. 4. 2026) – Die insolvente Wangerland Touristik GmbH (WTG) trennt sich von dem Großteil ihrer Immobilien, um sich wirtschaftlich neu aufstellen zu können. Aktuell wird unter anderem ein Investor für das das Grundstück „Zum Hafen 3“ in Horumersiel gesucht. Die Hoffnung: Es findet sich jemand, der in unmittelbarer Nachbarschaft zum neuen „Thalasso Meeres Spa“ ein Hotel bauen und den Gesundheitstempel gleich mit nutzen möchte.

Die WTG will sich von ihrem Grundstück in Horumersiel trennen. In unmittelbarer Nachbarschaft zum Thalassa Meeres Spa (weißes Gebäude rechts) könnte ein Hotel entstehen. Die Überlegungen lösten im Ort nicht nur Freune aus. Foto: hol

Um ein derartiges Projekt zu verwirklichen, müssten voraussichtlich die vorhandenen Gebäude wie der Verwaltungskomplex der WTG, das Haus des Gastes und der Kursaal abgerissen werden. Das hätte nach Ansicht eine Reihe von Horumersielern, ganz unabhängig von Größe und Architektur eines Neubaus, erhebliche Auswirkungen auf das Leben im Ort.

Der Handel, Handwerk und Gewerbeverein veranstaltet vor diesem Hintergrund zusammen mit dem Seebadeverein Horumersiel-Schillig ein „Bürgergespräch“, in dem es um die Zukunft Horumersiels gehen soll. Es wird am Dienstag, 12. Mai, ab 20 Uhr im Kursaal im Dorfgemeinschaftshaus stattfinden. Eingeladen sind alle Bürgerinnen und Bürger aus dem Ort sowie sonstige Interessierte.

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US-Konzern will insolventen PVC-Hersteller Vynova übernehmen

Wilhelmshaven (4. 5. 2026) – Hoffnung für die insolvente Vynova Wilhelmshaven GmbH. Wie der vorläufige Insolvenzverwalter Dr. Christian Kaufmann von der Pluta Rechtsanwalts GmbH heute mitteilte, hat der börsennotierte US-Chemiekonzern Westlake Corporation eine Absichtserklärung (Letter of Intent) über den Erwerb des Produktionsstandorts für Polyvinylchlorid und Vinylchloridmonomer in Wilhelmshaven unterzeichnet.

Hoffnung für Vynova. Der US-Konzern Westlake Vinnolit will das Werk mit allen 350 Mitarbeitern übernehmen. Foto: Vynova

Die Westlake Vinnolit GmbH & Co. KG (Westlake Vinnolit), eine deutsche Tochtergesellschaft der Westlake Corporation, beabsichtige die Übernahme des Geschäftsbetriebs sowie aller rund 350 Mitarbeiter der Vynova Wilhelmshaven. „Die geplante Übernahme wurde bei den zuständigen Behörden zur Freigabe angemeldet“, so Kaufmann. 

Behördliche Prüfung der Transaktion läuft

Der Abschluss des Kaufvertrags und der Vollzug der Transaktion sollen danach unmittelbar nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens sowie der Erteilung der erforderlichen regulatorischen Freigaben erfolgen. Bis zu der angestrebten Übernahme bleibe die Vynova Wilhelmshaven GmbH operativ in die Vynova-Gruppe eingebunden.

Im Verfahren seien einige Herausforderungen zu meistern gewesen. Aber der Geschäftsbetrieb habe erfolgreich stabilisiert und die Produktion der PVC-Produkte weitergeführt werden können, so Kaufmann: „In den vergangenen Wochen haben wir gute Gespräche mit Westlake geführt und ich freue mich, dass dieser strategische Investor den Betrieb übernehmen will.“

Lob für Moral der Mitarbeiter

Ausdrücklich bedankte der Sanierungsfachmann bei den Vynova-Mitarbeitern, die seit der Insolvenzanmeldung im Dezember 2025 trotz aller Unsicherheiten immer vollen Einsatz gezeigt hätten. Der strukturierte Investorenprozess wurde begleitet von der Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Das Pluta-Team geht davon aus, nach der regulatorischen Freigaben die Transaktion noch im Juni vollziehen zu können. Der Geschäftsbetrieb von Vynova Wilhelmshaven gehe nahtlos weiter und die Produktion werde auch im Mai und Juni vollumfänglich fortgeführt.

Während des bisherigen Verfahrens habe man im engen Austausch mit der niedersächsischen Landesregierung gestanden, heißt es in der Pluta-Mitteilung. Zudem sei ein Massekredit der Nord/LB und der Volksbank Wilhelmshaven eG ein wesentlicher Baustein gewesen, um die weitere Betriebsfortführung zu ermöglichen.

Das Vynova Werk liegt an der Stadtgrenze zu Hooksiel. Es gehört zur Vynova Gruppe mit Hauptsitz in Belgien. Vynova Wilhelmshaven betreibt seit 1981 eines der größten europäischen Werke für die Produktion von Suspensions-PVC (S-PVC), ein hochwertiges Material, das in zahlreichen Produkten des täglichen Gebrauchs verarbeitet wird. Darüber hinaus produziert das Unternehmen Vinylchlorid-Monomer (VCM), ein wesentlicher Baustein zur Herstellung von PVC. 

Weltweit tätiger Konzern

Westlake Vinnolit ist ein führender europäischer Hersteller von PVC und wichtiger Partner für Natronlauge. Die Kunden des Unternehmens kommen unter anderem aus dem Bausektor, der Automobilindustrie, dem Gesundheitswesen oder der Zellstoff- und Papierindustrie. Das Unternehmen beschäftigt in Deutschland rund 1.400 Mitarbeiter in der Zentrale in Ismaning bei München sowie an seinen vier Produktionsstandorten in Bayern und Nordrhein-Westfalen.

Westlake Vinnolit ist Mitglied der Westlake Unternehmensgruppe mit Hauptsitz in Housten sowie Betrieben in Asien, Europa und Nordamerika. Der 1986 gegründete Konzern beschäftigt weltweit rund 14.600 Mitarbeiter.

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„Küstenkinder“ traurig: Unbekannte haben Maibaum zerstört

Hooksiel (4. 5. 2026) – Große Trauer bei den „Küstenkindern“. Unbekannte haben den Maibaum des Kindergartens zerstört, den die Kinder am vergangenen Donnerstag in einem kleinen Festakt im Beisein von Bürgermeister Mario Szlezak auf dem durch einen Zaun gesicherten Grundstück der Einrichtung aufgestellt hatten.

Erheblich beschädigt wurde der Maibaum, der vom Gelände der Hooksieler Kindertagesstätte entwendet wurde. Foto: Manfred Janßen

Als Erster entdeckt hatte den ramponierten Baum Hausmeister Manfred Janßen heute früh. Der zum Teil aus der Bodenhülse gebrochene Mast lag neben dem Zaun. Wenig später bemerkten die ersten Kinder das Malheur. „Unser Baum ist weg!“

Für einige der Kinder sei das ein gehöriger Schock gewesen, schildert Kita-Leiterin Claudia Bruns gegenüber „Hooksiel-life“. Die „Küstenkinder“ hatten im Vorfeld in den verschiedenen Gruppen den Baumschmuck gebastelt und das Prunkstück dann am Donnerstag im Rahmen eines kleinen Festaktes gemeinsam zum Aufstellplatz getragen. 

Claudia Bruns hält es für unwahrscheinlich, dass es sich bei der Vandalismus-Aktion um einen Versuch gehandelt hat, den Maibaum nach traditionell geregelter Art und Weise zu „klauen“. „Dafür sind die Zerstörungen einfach zu groß.“ Etwaige Zeugen, die Hinweise auf die Täter geben können, werden gebeten, sich zu melden.

Nach unbestätigten Meldungen sollen die Täter den Baum tatsächlich vom Kita-Gelände entwendet und ihn bis zur Pakenser Straße getragen haben. Dort sei die „Beute“ zwischenzeitlich auf dem Dach der Schul-Bushaltestelle abgelegt, dann aber wohl zum Kita-Gelände zurückgebracht worden.

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Politik nach gewaltsamem Angriff auf Kandidaten schockiert

Schortens/Friesland (4. 3. 2026) – Nach einem mutmaßlichen gewaltsamen Angriff auf den CDU-Oberbürgermeister in der Stadt Schortens, Axel Homfeldt, haben heute Sprecher von SPD, Grünen und FDP ihre Solidarität mit dem Betroffenen zum Ausdruck gebracht. Der Vorfall sei ein „ernstes Signal über den Einzelfall hinaus“.

Stein in Autoscheibe geworfen

Am Sonntag gen 7.40 Uhr sollen Unbekannte mutwillig vor dem Wohnhaus des Kommunalpolitikers einen Stein in die Heckscheibe seines Autos geworfen haben. Zudem sei das Haus mit Eiern und Steinen beworfen worden. Homfeldt hatte die Vorfall am Sonntags selbst öffentlich gemacht. Die Polizei hat inzwischen die Ermittlungen aufgenommen. Hinweise von möglichen Zeugen werden unter Telefon 04461/74490 erbeten.

Heute meldeten sich Landrad Sven Ambrosy sowie der „Friesischen Ampel“ im Kreistag zu Wort. Gruppensprecher Jannes Wiesner (SPD): „Ich verurteile die gewaltsamen Angriffe gegen unseren Kollegen zutiefst und bin schockiert, welches Ausmaß Anfeindungen gegen Politiker auch in Friesland erreicht haben.“ Und, so der Wangerländer weiter: „Gewalt hat in der politischen Auseinandersetzung keinen Platz!“

Einschüchterungsversuch nicht hinnehmbar

Die Ampel stehe zu Homfeldt und dessen Familie. Martina Esser (Grüne): „Gerade im kommunalen Bereich engagieren sich viele Menschen ehrenamtlich, mit hohem zeitlichen Einsatz – auch zu Lasten der eigenen Familie. Es ist nicht hinnehmbar, wenn dieses Engagement mit Einschüchterungsversuchen beantwortet wird.“

Auch Gerhard Ratzel von der FDP warnte vor einer drohenden Verrohung in der Kommunalpolitik. „Wir müssen dem entschieden entgegentreten. Wer Verantwortung übernimmt, darf nicht Ziel von Angriffen werden. Hier sind alle demokratischen Kräfte gefordert, gemeinsam Haltung zu zeigen!“

„Wer sich politisch engagiert, Verantwortung übernehmen will und für ein Amt kandidiert, verdient Respekt – und darf kein Ziel von Angriffen und Einschüchterungen sein“, betonte Landrat Ambrosy (SPD). Politisches Engagement sei ein zentraler Bestandteil von Demokratie. Solche Taten träfen nicht nur die Betroffenen und ihr Umfeld, sie seien zugleich ein Angriff auf das demokratische Miteinander. „Unsere Demokratie lebt davon, dass wir unterschiedliche Ideen austauschen, verschiedene Meinungen aushalten und miteinander diskutieren – fair und ohne Gewalt. Diese Grenze wurde hier klar überschritten, was ich ausdrücklich verurteile.“

Anmerkung: Dieser Artikel wurde im Laufe des Tages aktualisiert

Vandalismus am Alten Hafen: Feuer in Toilette gelegt

Hooksiel (3. 5. 2026) – In der Nacht auf Sonntag haben Unbekannte in der öffentlichen Toilettenanlage am Alten Hafen von Hooksiel Feuer gelegt. Gegen 1.15 Uhr ging die Alarm-Meldung bei der Leitstelle ein. Die Botschaft: „Das ehemalige Feuerwehrgebäude an der Lange Straße brennt.“

Erleichterung dann bei Feuerwehr und Polizei am Einsatzort. Es brannte lediglich die benachbarte Toilette. Das Feuer konnte schnell gelöscht werden. Durch das Brandgeschehen entstand Schaden am Gebäude. Niemand wurde verletzt. 

Die Brandursache ist bislang noch unbekannt. Die Ermittlungen hierzu dauern an. Zeugen, die Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit der Polizei in Jever (Tel: 04461/7449-0) in Verbindung zu setzen.

Christenfeldt beklagt Missmanagement

Fest stehen dürfte aber, dass die von der Wangerland Touristik GmbH betreute Sanitäranlage vorerst nicht genutzt werden kann. Zum Leidwesen von Steve Cristenfeldt, der das nahe gelegene Hotel „Packhaus“ betreibt. „Der Alten Hafen braucht unbedingt eine ordentliche Toilette und einen Duschraum. Wir wollen nicht das öffentliche Klo von Hooksiel sein.“

Wie Christenfeld schildert, habe er der WTG in den vergangenen Jahren mehrfach angeboten, die Toilettenanlage zu betreuen, sie vor allem abends abzuschließen, um Vandalismus vorzubeugen – und sie morgens wieder aufzuschließen. Es sei schon mehrfach zu Zerstörungen gekommen. Zuletzt habe die Anlage zu Ostern ganz schlimm ausgesehen. Für Christenfeldt ist das auch die Folge von Missmanagement bei der WTG.

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Sieg, Niederlage und Verlängerung zum Auftakt der Tennis-Saison

Hooksiel (3. 5. 2026) – Bilderbuchstart für die A-Junioren des SC Wangerland. Mit einem 6:0-Sieg gegen den TC Esens hat die von Andre Abels trainierte Mannschaft am Samstag die Tennis-Saison eröffnet. 

Konnte nach fehlerhaftem Start sein Spiel noch gewinnen: SCW-Spitzenspieler Lorenz Kramer. Foto: hol

Auf der Platzanlage in Hooksiel bezwangen Lorenz Conrad Kramer (5:7/6:3/10:7), Niko Gauzel (6:4/6:1), Mateo Doyen (6:2/7:5) und Niklas Doyen (6:2/6:0) alle Einzelpaarungen. Lediglich Kramer musste einen Satz abgeben. Und auch bei den beiden folgenden Doppeln ließen die Hooksieler nichts anbrennen. Kramer/Gauzel (6:0/6:0) und Doyen/Doyen (6:0/6:3) gewannen deutlich. Mehr gefordert werden dürfte das Team am kommenden Freitag beim Auswärtsspiel beim TV Varel. Die Vareler gewannen am Samstag ihr erstes Spiel mit 5:1. 

Erwartungsgemäß einen schweren Stand hatte die neu formierte Damen-Mannschaft des SCW. Sie verlor ihr Auswärtsspiel in Esens mit 1:5. Den Ehrenpunkt sicherte Martha Sophie Kramer, die an Position drei mit 6: /6:4 gewinnen konnte. Alina Fiebig, Marina Doyen und Lena Taddigs musste die Überlegenheit ihrer Gegnerinnen anerkennen. Auch die beiden Doppeln blieben chancenlos.

Am Sonntag, 10. Mai, erwartet die Damen-Mannschaft SV Eintracht Ihlow zum Heimspiel. Beginn auf der Hooksieler Platzanlage ist um 10 Uhr.

In die Verlängerung geht das ü50-Spiel Stücklingen gegen SC Wangerland. Nach den vier am heutigen Sonntag ausgetragenen Einzeln steht es 2:2. Die Doppel konnten aufgrund einsetzen Regens nicht mehr gespielt werden. Die Hooksieler werden voraussichtlich am 29. Mai erneut ins Saterland reisen müssen, um den Spieltag abzuschließen.

Die beiden Siege für den SCW holten der an Postion 1 spielende Andre Abels, der seinen um einige Leistungsklassen höher eingestuften Gegner mit 7:5, 5:7, 10:8 niederringen konnte. Weniger Mühe hatte Jan Alter, der an Position 2 nach 0:3 Rückstand sicher mit 6:4/6:2 gewann. Chancenlos blieben hingegen in ihren Speilen Mirko Ortmanns und Gerd Abeldt.

Anmerkung: Der Artikel wurde im Laufe des Tages aktualisiert

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Spannender Einblick in die Welt der Comics

Hooksiel (4. 5. 2026) – Am Samstag, 9. Mai, beteiligt sich die Bücherei Hooksiel am deutschlandweiten „Gratis Comic Tag“. Von 10 bis 16 Uhr sind dazu Comic-Fans und Neugierige ins Gästehaus eingeladen, wo sie in die vielfältige Welt der gezeichneten Geschichten eintauchen und ausgewählte Comics kostenlos mitnehmen können. 

Verschiedene Verlage stellen speziell für Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 14 Jahren eine Auswahl an Comic-Heften verschiedener Genres zur Verfügung. Die kostenlosen Exemplare werden solange der Vorrat reicht ausgegeben. 

Darüber hinaus richtet sich der Aktionstag an alle, die sich für Comics begeistern und die Vielfalt dieses Mediums entdecken möchten. Ergänzend bietet die Bücherei einen Einblick in ihr bestehendes Comic-Sortiment.  Der Eintritt ist frei. 

Nachruf: Meinolf Cohn – Aufstieg mit Mut und Geschick

Von Gerd Abeldt

Hooksiel (2. 5. 2026) – Wenn Meinolf Cohn sich einmal entschieden hatte, blieb er seinem Weg treu. Erst vor wenigen Tagen wurde der 89-Jährige für seine 70-jährige Zugehörigkeit zur Freiwilligen Feuerwehr Hooksiel geehrt. Etliche Jahrzehnte war er auch Mitglied in der SPD im Wangerland. Mit seiner Frau Helma feiere er vor zwei Jahren eiserne Hochzeit.

Am vergangenen Sonntag ist der gebürtige Hooksieler nach kurzer Krankheit so gestorben, wie er es sich selbst vermutlich gewünscht hätte – allerdings erst in 10 oder auch 20 Jahren. In seinem Haus am Langengrodener Weg in den Armen seiner Frau Helma. 

Meinolf Cohn (Foto) gehörte zu den markantesten Persönlichkeiten im Ort. Mutter Wilma brachte ihren Sohn 1937 in der Obernstraße zur Welt. Vater Emil, Inhabern eines Schlachtbetriebes und Bauernhofes wurde von den damals herrschten Nationalsozialisten als „Jude“ eingestuft und zweimal in Konzentrationslager gesteckt. Die Ehe mit einer Christin und das gemeinsame Kind rettete ihm das Leben.

Der kleine Meinolf hatte trotz der dramatischen äußeren Umstände eine behütete Kindheit, mit einer Schulzeit, aus der er nur wenig mitgenommen hat. Wichtiger seien ihm damals Armdrücken, Wettlaufen und Fingerhakeln gewesen, sagte er später.

Sein Lehrmeister war das Leben

Lehrmeister waren für ihn sein Vater und das Leben selbst. Emil Cohn 1945 kam aus dem KZ nach Hause zurück und verzieh seinen Nachbarn, die zum Teil zu jenen Nazis gehört hatten, die Haus und Hof der Cohns geplündert hatten. Eine Großherzigkeit, die Meinolf Cohn bis ins eigene Alter nur schwer nachvollziehen konnte.

Meinolf Cohn wuchs auf dem kleinen Hof an der Obernstraße auf, besuchte die Landwirtschaftsschule und heiratete 1959. Bereits 1960 musste er nach dem Tod des Vaters die Verantwortung für den Betrieb selbst übernehmen. Keine leichte Aufgabe für den jungen Familienvater. Längst war klar: Milchviehbetriebe mit gerade einmal 16 Kühen haben keine Zukunft.

Mit Mut, Kreativität, Tatkraft und Verhandlungsgeschick gingen Helma und Meinolf Cohn neue, am Ende sehr erfolgreiche Wege. Am Ortsrand bauten sie den Meyer-Hof, auf den der Betrieb – mit dann bis zu 60 Kühen – umgesiedelt wurde. Eine weitere Einnahmequelle der auf sechs Personen aufwachsenden Familie: Urlaub auf dem Bauernhof. 

Vom Bauern zum Lohnunternehmer

Wichtiger noch aber dürfte die Weiterentwicklung des Bauernhofes zum landwirtschaftlichen Lohnunternehmen gewesen sein. Cohn übernahm die Klärschlamm-Entsorgung aus den Kläranlagen für die Stadt Jever und später auch für die Gemeinde Wangerland. Die nährstoffreiche Fracht war seinerzeit begehrt als Dünger für die neue aufgespülten Grodenflächen vor Wilhelmshaven und Hooksiel.

1989 übertrug Meinolf Cohn Hof und Lohnunternehmen auf seine Kinder, denen er aber auch danach mit Rat und Tat zur Seite stand. Etwa bei den Verhandlungen über die von der Gemeinde benötigten Flächen für den Bau der Ortsumgehung – die unmittelbar am Meyer-Hof vorbei führt. 

Präsident mit phänomenalem Gedächtnis

Helma und Meinolf Cohn zogen sich in ein schmuckes Häuschen am Langengrodener Weg zurück, nahmen aber weiter am gesellschaftlichen Leben teil. Über die Familie, die Landwirtschaft, die Feuerwehr, die SPD und über den traditionsreichen „Sonntags-Stammtisch“ im „Schwarzen Bären“. Cohn verfolgte die Entwicklung von Hooksiel genau, hielt mit seiner Meinung nie hinter dem Berg und unterstützte Projekte, die ihm am Herzen lagen.

Dem „Sonntags-Stammtisch“ stand Meinolf Cohn als Präsident über Jahrzehnte vor. Hier glänzte er bis zu seinem Tod immer wieder durch sein phänomenales Gedächtnis. Sei es mit Kenntnissen aus der Ortsgeschichte oder aus dem Leben zahlloser Wangerländer Bürgern, von denen er in aller Regel auch das Geburtsdatum präsent hatte. Meinolf Cohn, geboren am 12. Januar 1937, hat es verdient, dass auch sein Lebensweg und sein Wirken nicht so schnell in Vergessenheit geraten. 

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Aufmerksame Wächter: Maibaum-Diebe hatten keinen Erfolg

Hooksiel (1. 5. 2026) – Die Walpurgisnacht ist vorbei und am Alten Hafen von Hooksiel steht der Maibaum – immer noch. Keine Selbstverständlichkeit. Der am Donnerstag unter großer Beteiligung der Hooksieler aufgestellte Baum hätte in der Nacht zum Freitag durchaus auch geklaut werden können.

Der Maibaum steht. Zahlreiche Bürger verfolgten am Donnerstagabend die Pflanzaktion auf dem Alten Hafen. Foto: Sascha Kemmann

Dass es dazu nicht gekommen ist, ist vor allem den jungen Leuten der Initiative „Weil wir Hooksieler sind“ (WWHS) und der Jugendabteilung der Ortsgruppe Wangerland der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) zu verdanken. Beide haben den Baum der Dorfgemeinschaft die ganze Nacht hindurch erfolgreich bewacht – und unter anderem eine Attacke von jungen Leuten aus Hohenkirchen abgewehrt.

Im Gegenzug blieb aber auch er „Raubzug“ der Hooksieler erfolglos. Zu später Stunde hat sich der Organisator des diesjährigen Maibaum-Festes Julian Dreßel mit Mitstreitern auf den Weg gemacht. Ihr Ziel: Wiefels. Doch auch dort waren die Baumwächter wachsam. „Nach zwei Spatenstichen wurde mir der Spaten aus der Hand geschlagen.“ 

Nach altem Brauch gilt ein Baum dann als „geklaut“, wenn es den potenziellen Dieben gelingt, drei Spatenstiche an ihm zu setzen. Der Baum muss dann später gegen viel (flüssiges) „Lösegeld wieder ausgelöst werden. Nach dem gescheiterten Anlauf von WWHS brauchte der Kran, den die Hooksieler schon vorsorglich für den Abtransport des Baumes organisiert hatten, nicht mehr anrücken.

Die eigentliche Maifeier verlief nach nach bewährter Regie. Treffpunkt am ZOB. Umzug mit Musik, Baum und vielen, vielen Menschen zum Alten Hafen, wo der bunt geschmückte Mast mit Unterstützung der Feuerwehr und der Firma Langenhorst in seine Hülse gesteckt wurde. Zum bunten Bild der Zeremonie trugen die ehrenamtlichen Hexen (Foto/Röder) aus dem „Gruseleum“ bei, die – typisch für die Walpurgisnacht – um den Baum tanzten und andere dazu animierten, es ihnen gleich zu tun.

Nachbarschaftstreffen am 1.Mai: Bereits zum dritten Mal stellen die Anwohner Hinrike-Lichterfeld- und Irma-Cornelßen-Straße einen Maibaum auf. Foto: hol

Gesitteter ging es heute im Neubaugebiet zwischen Hinrike-Lichterfeld-Straße und Irma-Cornelßen-Straße zu. Bereits zum dritten Mal feierten hier die Neubürger das Maifest – auch um sich noch besser kennen zu lernen und das Miteinander zu stärken. 

Ute und Wilfried Nowatzki dankten den zahlreichen Helfern, die im Vorfeld beim Aufstellen des Zeltes geholfen, den Baum geschmückt, Salate und andere Speisen zubereitet hatten. Warum wird der Maibaum hier erst am Feiertag selbst aufgestellt? „Wir wollen keine Konkurrenz-Veranstaltung zur Dorfgemeinschaft ausrichten“, sagt Ute Nowatzki. Und, noch ein Vorteil: Am 1. Mai darf ein Maibaum nicht mehr gestohlen werden.

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