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Hooksiel-life: Vom Leben an der Küste

Polizei zufrieden: Weniger Straftaten, hohe Aufklärungsquote

Jeverland/Wangerland (18. 3. 2026) – Im vergangenen Jahr ist die Zahl der registrierten Straftaten im Bereich der Gemeinde Wangerland zurückgegangen. Nach der heute vom Polizeikommissariat (PK) Jever vorgelegten Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) für 2025 wurden im Wangerland insgesamt 347 Fälle registriert. Im Vorjahr waren es noch 362.

2338 Delikte im Jeverland

Die Entwicklung deckt sich mit dem Trend im gesamten Jeverland. Hier erfasste die Polizei 2338 Delikte. Das entspricht einem Minus von 152 Fällen gegenüber dem Vorjahr (2024: 2490 Fälle). Damit habe man den zweitniedrigsten Wert der vergangenen zehn Jahre erreicht, heißt es in einer Mitteilung der Polizei. Gleichzeitig liege die Aufklärungsquote bei fast 70 Prozent weiter auf sehr hohem Niveau.

Polizei Prävention
Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist im Jeverland 2025 im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurückgegangen. Foto: Polizei-Prävention

Die Statistik des PK Jever bildet die bekannt gewordenen Straftaten, das so genannte „Hellfeld“, der Städte Jever und Schortens sowie der Gemeinden Sande, Wangerland und Wangerooge ab. Die tatsächliche Kriminalitätslage zeigt sie nicht, da niemand weiß, wie hoch die Zahl der nicht gemeldeten Taten („Dunkelfeld“) ist. 

In Schortens wurden 780 Straftaten (- 65 gegenüber 2024), in Jever 681 (- 772), in Sande 439 (+ 3) und auf Wangerooge 91 (+ 16) gemeldet. Die Zahl der Straftaten pro 100.000 Einwohner sank im Jeverland damit auf 4285 (Vorjahr: 4531). Zum Vergleich: Im Bereich der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland liegt dieser Wert bei 6831. 

Effektive Polizeiarbeit

Die aktuellen Zahlen, so die Polizei, würden das weiterhin vergleichsweise niedrige Kriminalitätsniveau in der Region bestätigen. Die hohe Aufklärungsquote bei 69,38 Prozent (1622 Fälle) unterstreiche die hohe Effektivität der Arbeit des Polizeikommissariats Jever. Kommissariatsleiter Markus Wallenhorst dankte den Bürgern der Region, die die Polizei häufig durch wertvolle Hinweise unterstützen und damit einen Beitrag zur Aufklärung von Straftaten leisten.

Der Rückgang bei den Straftaten spiegelt sich bei verschiedenen Delikten wieder. So wurden 2025 „nur“ 580 Diebstähle registriert, 52 weniger als im Vorjahr. Rückläufig sei insbesondere die Zahl der Diebstähle nach Wohnungseinbrüchen gewesen. Als erfreulich wertet es die Polizei, dass mehr als ein Drittel der registrierten Einbrüche im Versuchsstadium scheiterte. „Das deutet auf verbesserte Sicherungsmaßnahmen und einen erhöhten technischen Einbruchsschutz hin.“

24 Attacken mit einem Messer

Bei den so genannten Rohheitsdelikten (Raub, Körperverletzung, Straftaten gegen die persönliche Freiheit) habe es nur einen leichten Rückgang gegeben. Insgesamt wurden 495 Straftaten registriert, 39 Fälle weniger als im Vorjahr. Erfasst wurden unter anderem 337 Körperverletzungen, wobei es sich in 257 Fällen um einfache Körperverletzungen gehandelt habe.

Bei 24 Straftaten (2024: 36) hätten die Täter Messer eingesetzt. Von diesen Fällen konnten nach Angaben der Polizei 20 aufgeklärt werden, was einer Aufklärungsquote von 83,3 Prozent entspricht.

1386 Tatverdächtige

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 1386 Tatverdächtige ermittelt (2024:1328), davon 1110 mit deutscher Staatsangehörigkeit. 276 Verdächtige besaßen keinen deutschen Pass (2024: 232). Darüber hinaus hätten 54 Tatverdächtige einen Aufenthaltsstatus (68) besessen.

Der Großteil der Straftaten sei von Erwachsenen ab dem 21 Lebensjahr (77,4 %) begangen worden. Kinder (bis 14) gehörten mit 5,4 %, Jugendliche (14 bis 17 Jahre) mit 10,25 % und Heranwachsende (18 bis 20 Jahre) mit 6,9 % zum Kreis der Verdächtigen. 

Mehr Fälle von Kinderpornografie

Einen leichten Anstieg im Vergleich zum Vorjahr weist die Statistik für den Bereich der Vermögens- und Fälschungsdelikte aus, zu denen insbesondere Betrugsstraftaten zählen. Für 2025 wurden 441 Betrugsfälle registriert, was einem Anstieg um 29 Fälle entspricht. Deutlich zugenommen habe die Zahl der „Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung“. Hier seien 96 Fälle angezeigt worden, ein Zuwachs von 25 Taten. Mit in diesem Bereich erfasst werden unter anderem Straftaten im Zusammenhang mit der Herstellung, Verbreitung sowie dem Erwerb und Besitz von kinderpornografischen Inhalten.

Dem Feld der „häuslichen Gewalt“, zu der alle Formen körperlicher, sexueller oder psychischer Gewalt in familiären und partnerschaftlichen Beziehungen gehören, wurden im Polizeikommissariat Jever 151 Taten zugeordnet, sechs weniger als im Vorjahr. Hierbei ging es vornehmlich um Körperverletzungen. Die Zahl der Fälle von „Widerstand und tätliche Angriffe auf Vollstreckungsbeamte“ bewege sich im Jahr 2025 mit 21 auf Vorjahresniveau (19). 

Gemeinde treibt Pläne für Sicherung des Badestrandes voran

Wangerland (18. 3. 2025) – Die Finanzlage der Gemeinde Wangerland ist angespannt. Die Schulden steigen. Dennoch verabschiedete der Rat am Dienstag einstimmig den Haushaltsansatz für 2026. Mehr noch: Sprecher von SPD, GfW (CDU, Grüne, FDP) und ZUW (Unabhängige) bedankten sich ausdrücklich bei der Verwaltung für deren gute Arbeit und die erhellende Klausurtagung, zu der sich alle drei politischen Lager vor einigen Tagen getroffen hatten.

Der Rat der Gemeinde Wangerland will die Planung für die Sicherung des Hooksieler Badestrandes vorantreiben. Für das nötige Verfahren stellt die Gemeinde 500.000 Euro bereit. Grafik: Planungsbüro

Die Finanzverwaltung geht für das laufende Jahr von Erträgen in Höhe von 26,4 Millionen Euro aus. Dem werden voraussichtlich Aufwendungen in Höhe von 27,6 Millionen Euro gegenüber stehen. Der Finanzhaushalt weist unter anderem Investitionen in Höhe von 8,1 Millionen Euro aus, die zum Teil durch neue Kredite finanziert werden müssen. 

Drei weitere Buhnen

Damit entsprach die Vorlage für den Rat dem vom Finanzausschuss empfohlenen Zahlenwerk. Mit einer Ausnahmen. Das Kommunalparlament bewilligte einvernehmlich auf Antrag der ZUW weitere 0,5 Millionen Euro. Wie ZUW-Sprecher Dieter Schäfermeier erläuterte, werde das Geld für die Finanzierung des Planfeststellungsverfahrens benötigt, das den Weg für die Sicherung des Hooksieler Badestrandes freimachen soll.

„Das Projekt Strandumbau wird nach wie vor sehr positiv bewertet“, versicherte Schäfermeier, der das Gemeinschaftsprojekt mit verschiedenen Landes- und Bundesbehörden seit über einem Jahr im Auftrag der Gemeinde begleitet. Die Nationalparkverwaltung habe grundsätzlich zugestimmt, drei weitere Buhnen zur Sicherung des Sandes zu bauen, wenn dadurch das Wattenmeer keinen Schaden nehme. 

Hoffnungen ruhen auf Kohlestrukturfonds

Grundlage für das Planfeststellungsverfahren, das im Auftrag der Gemeinde vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) betrieben werden soll, wird eine Machbarkeitsstudie sein, die Fachbüros im vergangenen Jahr erarbeitet haben. Für die Finanzierung des bis zu 20 Millionen Euro teuren Vorhabens setzt die Gemeinde Wangerland auf den Kohlestrukturfonds, mit dem der Bund Regionen unterstützt, in denen Kohlekraftwerke stillgelegt wurden. Aus diesem Topf sollen später auch die Planungskosten rückerstattet werden.

Die steigende Verschuldung der Gemeinde sei nicht vermeidbar, sagte Bürgermeister Mario Szlezak. Das habe strukturelle Gründe. Zum einen gebe es in der Gemeinde auch als Folge des Entschuldungsvertrages mit dem Land (2012 bis 2022) erheblichen Nachholbedarf beim Unterhalt der Infrastruktur. Zum anderen stünden mit dem Bau eines Feuerwehrhauses und einer Grundschule in Hohenkirchen unvermeidbare Ausgaben im Bereich der Pflichtaufgaben der Gemeinde an. 

Zusätzliche Einnahmen aus Windenergie?

Dennoch sei nach seiner Überzeugung die Gemeinde Wangerland „finanziell grundsätzlich solide“ aufgestellt. Mit Blick in die Zukunft müsse aber auch die Einnahmeseite des Haushalts gestärkt werden. Dabei komme der Weiterentwicklung der Nutzung der Windenergie eine besondere Rolle zu. Bekanntlich gibt es mehrere Interessenten, die weitere Windparks bauen wollen. Es werde darauf ankommen, so Szlezak, die wirtschaftlichen Chancen zu nutzen und gleichzeitig den Schutz des Landschaftsbildes angemessen zu berücksichtigen.

Feuerwehrhaus und Grundschule

Um Platz für das Baufeld für das Feuerwehrgerätehaus zu bekommen, sollen im April die vorhandenen Gebäude auf dem Grundstück im Gewerbegebiet abgerissen werden. Geplant ist der Bau einer „Bunten Wache“, in der neben der Feuerwehr als Mieter auch die Polizei einquartiert werden soll. Der Neubau sei unverzichtbar und auch nicht von der Höhe möglicher Fördermittel abhängig zu machen, betonte der Bürgermeister. Das vorhandene Gerätehaus entspreche nicht mehr den Vorgaben der Feuerwehr-Unfallkasse, der Betrieb dort werde nur noch geduldet.

Einvernehmlich stellte der Rat sich auch hinter den geplanten Bau einer neuen Grundschule in der Nähe des Sportplatzes am Schulzentrum. Im Altbau am Alma-Rogge-Weg gebe es gerade mit Blick auf einen künftigen Ganztags-Schulbetrieb zu wenig Platz. Vor diesem Hintergrund lobte SPD-Fraktionssprecher Holger Ulfers ausdrücklich die Neubaulösung. Nur sie biete die Möglichkeit, auf künftige Bedarfe zu reagieren. Soll heißen: Steigt die Kinderzahl in Hohenkirchen in 10 oder 15 Jahren, könnte man den Neubau problemlos erweitern. 

Zeugen für Unfall in der Friesenstraße gesucht

Hooksiel (18. 3. 2026) – Bei einem Verkehrsunfall an der Ecke Hoher Weg/Friesenstraße in Hooksiel ist ein hoher Sachschaden entstanden. Der Verursacher beging nach Darstellung der Polizei Unfallflucht. Um Hinweise von Zeugen wird gebeten.

Nach bisherigen Erkenntnissen wollte eine Frau am Samstag gegen 13.30 Uhr mit ihrem Pkw aus der Straße Hoher Weg nach rechts in die Friesenstraße einbiegen. Dort sei ihr ein weißer Transporter mit hoher Geschwindigkeit entgegen gekommen. Um einen Zusammenstoß zu vermeiden, sei die Geschädigte nach rechts ausgewichen und dabei gegen eine Verkehrsinsel geprallt. 

Der Fahrer des Transporters habe sich vom Unfallort entfernt, ohne sich um den Schaden zu kümmern. Am Fahrzeug der Geschädigten sei ein Schaden in Höhe von etwa 5.500 Euro entstanden, so die Polizei. Zeugen werden gebeten, sich mit der Polizeistation Wangerland unter der Telefonnummer 04463/808910 oder mit der Polizei in Jever unter 04461/74490 in Verbindung zu setzen.

Zwischenbericht zum Thalasso-Desaster nach Ostern erwartet

Wangerland (18. 3. 2026) – Wie konnten die Kosten für den Bau des Thalasso Meeres Spa (TMS) so explodieren? Wer hat nicht aufgepasst? Wer hat welche Entscheidungen getroffen? Das sind die Fragen, die spätestens seit der dadurch verursachten Insolvenz der gemeindeeigenen Wangerland Touristik GmbH (WTG) ganz oben auf der Agenda stehen.

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„Nach den Osterferien“, so verkündete Wangerlands Bürgermeister Mario Szlezak während der Ratssitzung am Dienstagabend, werde der damit beauftragte Gutachter einen „vorläufigen Bericht“ vorlegen.

Der solle dann zunächst von Gemeindeverwaltung und WTG auswertet und eingeordnet werden. „Im Anschluss ist vorgesehen, die Ergebnisse transparent darzustellen.“

Gesamtkosten noch unklar

Das im Herbst 2024 eröffnete TMS hatte statt der kalkulierten 8,8 Millionen Euro zuletzt geschätzte 23 Millionen Euro gekostet. Vielleicht auch mehr. Genaues dazu kann auch der Gutachter trotz monatelanger Recherche im Moment noch nicht sagen. Die Zahlen seien noch nicht abschließend geprüft und ausgewertet, so Szlezak.

Rechnungen ohne Leistungen?

Wie kann das angehen? Dem Vernehmen nach gibt es eine Fülle von Rechnungen, bei denen unklar ist, wer die entsprechenden Leistungen beauftragt hat oder – noch krasser – ob die in Rechnung gestellten Leistungen überhaupt jemals erbracht worden sind. Durchgesickert ist allerdings bereits, dass die externen Preistreiber wie die Corona-Pandemie und der Ukraine-Krieg nur für einen Bruchteil der Kostensteigerung verantwortlich waren. Da die Prüfungen Teil des nicht-öffentlichen Insolvenzverfahrens in Eigenregie sind, sind Details aber noch nicht bekannt. 

Umfassende Aufarbeitung

Aber die Konsequenzen sind offenkundig: Die WTG muss ihr Tafelsilber wie etwa die Campingplätze in Hooksiel und Schillig verkaufen und ihre Bäder in Horumersiel und Hooksiel schließen, um ihre Verbindlichkeiten zahlen zu können und das Debakel als Unternehmen zu überleben.

Auch wenn der Gutachter nach Ostern noch keine finalen Zahlen liefen werde, so der Bürgermeister, werde sein Bericht „bereits belastbare Erkenntnisse zum Ablauf des Verfahrens sowie zu den Hintergründen liefern“, ist der Bürgermeister überzeugt. Klares Ziel sei es, die Vorgänge umfassend aufzuarbeiten, um daraus die notwendigen Schlüsse für die Zukunft zu ziehen.

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Neuer Großverein will sein Gewicht in der Gemeinde einbringen

Wangerland /Hooksiel (17. 3. 2026) – Die schlechte Nachricht aus Hooksieler Sicht vorweg: 2026 wird es kein „FCN-Hafenfest“ geben. Diese Entscheidung verkündete der Sprecher des Vorstandes des Sportclub Wangerland, Christian Doyen, am Montag am Ende der ersten ordentlichen Jahreshauptversammlung des Großvereins.

De SC Wangerland will weiterhin Traditionen pflegen: Auf der ersten Jahreshauptversammlung des Vereins wurden eine Reihe langjähriger Mitglieder vom FC Nordsee Hooksiel, Rot-Weiß Tettens und Eintracht Wangerland geehrt. Foto: hol

Der SC Wangerland ist aus der Verschmelzung der drei Traditionsvereine Rot-Weiß Tettens, Eintracht Wangerland und FC Nordsee Hooksiel hervorgegangen. Mit der Eintragung ins Vereinsregister im November 2025 war ein vierjähriger Prozess der Annäherung zu Ende gegangen.

880 Mitglieder in 14 Abteilungen

Doyen erinnerte an eine Vielzahl von Gesprächen zwischen den Vereinsvertretern, Beratungen mit dem Landessportbund und dem begleitenden Notar sowie Beschlüsse in den Einzelvereinen. Mitgliederlisten mussten aktualisiert, Satzungen neu geschrieben, Buchhaltungen und Beiträge harmonisiert, Sportverbände informiert und bürokratische Hemmnisse überwunden werden.

Ein Großteil der Arbeit ist erledigt. Entstanden ist der mit gut 880 Mitgliedern wohl größte Verein im Wangerland, der Gewicht habe und das im Sinne seiner Mitglieder auch einbringen wolle, so Doyen. 

Wie Vorstandsmitglied Dieter Gerken vor 40 Anwesenden im Tettenser „Hof von Wangerland“ ausführte, gehören dem SCW aktuell 330 Fußballer, 147 Breitensportler, 121 Kampfsportler, 55 Tennisspieler sowie 227 nicht-aktive Mitglieder an. Zum Verein gehören insgesamt 14 Abteilungen und Sparten. Angeboten werden neben Fußball – von der G-Jugend bis zum Geh-Fußball für Senioren –, Kampfsport und Tennis Tischtennis, Handball, Volleyball, Tanzen, Fitness, Show-Dance, Hip-Hop, Freizeitsport und Kinderturnen. 

Kampfsportler ziehen um

Wie Sabrina Perl als zuständige Abteilungsleiterin ankündige, werden die Kampfsportler des Vereins zum 1. April vom Alma-Rogge-Weg in ihr neues Domizil im „Welthus“ umziehen. Als weitere Großprojekte plant der Verein ab 2027 den Bau einer Flutlichtanlage auf dem Sportplatz Tettens und eines neuen Umkleidegebäudes am Sportplatz Hooksiel.

Zu den Höhepunkten der Versammlung gehörte die Ehrung zahlreicher langjähriger Mitglieder. Dieter Gerken überreichte Präsente für 20-, 30-, 40-, 50- und 60-jährige Treue. 

FCN Hafenfest erst wieder 2027

Die Bindung des SCW an die Traditionen der drei Alt-Vereine unterstrich auch Christian Doyen. Der Vorstand gehe nach Rücksprache mit dem Organisationsteam des FCN-Hafenfestes fest davon aus, dass das Fest im August 2027 wieder gefeiert werden kann. So hätten sich eine Reihe von Ehrenamtliche gemeldet, die helfen wollen, die Lücken im Orga-Team zu schließen. Ein Schnellschuss für 2026 wäre aber nicht ratsam und auch nicht fair gegenüber den neuen Mitstreitern gewesen, so Doyen. 

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Online-Petition gegen Schließung des FKK-Campingbereichs

Hooksiel (17. 3. 2026) – Der Naturistenbund Wilhelmshaven-Friesland mobilisiert gegen das geplante Aus des FKK-Campings auf dem Nordsee-Campingplatz in Hooksiel. Über eine Online-Petition können Camper, aber auch sonstige Urlauber und Hooksieler Bürger, die Forderung des Vereins und den Appell an die privaten Betreiber des Areals unterstützen: „Bewahren Sie den FKK-Campingbereich in Hooksiel. Erhalten Sie diesen besonderen Ort für die Menschen, die ihn lieben, und für kommende Generationen.“

Für viele Nudisten ist der FKK-Campingbereich auf dem Nordsee-Campingplatz in Hooksiel mehr als ein Übernachtungsplatz. Sie wollen nicht hinnehmen, dass der „Ort der Freiheit, Gemeinschaft und Naturverbundenheit “ ab 2027 aufgegeben werden soll. Foto: hol

Bekanntlich hat die insolvente Wangerland Touristik GmbH den Campingplatz mit seinen rund 1500 Stellplätzen zum Jahreswechsel an die Überland GmbH verkauft. Die neuen Eigentümer haben angekündigt, den Platz modernisieren, sanieren und neu ordnen zu wollen. Eine Botschaft dabei: Ab der Saison 2027 soll der FFK-Bereich aufgelöst werden. Die Nachfrage dafür sei zu gering. Von 412 Stellplätzen in diesem Bereich seien lediglich 125 an Saisoncamper vergeben. Auch die touristische Auslastung sei nicht ausreichend. Damit sei das FKK-Camping nicht tragbar. 

Große persönliche Bedeutung

Diese wirtschaftliche Entscheidung, so der Naturistenbund, bedrohe ein Stück gelebter Kultur, das für viele Menschen von großer persönlicher Bedeutung sei. Der FKK-Campingbereich in Hooksiel, der letzte an der Nordseeküste, sei ein geschützter Raum, der generationsübergreifende Begegnungen ermögliche und ein über Jahrzehnte gewachsener „einzigartiger Ort der Freiheit, Gemeinschaft und Naturverbundenheit“. Der FKK-Bereich trage maßgeblich zur Attraktivität des Standortes bei, heißt es in der Begründung der Petition, die bis Dienstagmittag über 640 Menschen unterzeichnet haben. 

Kritik an neuen Schließzeiten

Auch einige weitere geplante Neuerungen, mit denen die Überland GmbH den Platz für ihre Zielgruppen Familien, Ruhesuchende und Naturfreunde attraktiver machen möchte, stoßen auf Kritik. Zum Beispiel die neuen Schrankenzeiten, die wohl ab dem Saisonbeginn Ende nächster Woche gelten. Danach soll die Schranke an der Zufahrt künftig ab 20 Uhr (statt bislang ab 22 Uhr) geschlossen bleiben. „20 Uhr? Das ist schon sehr, sehr früh“, so Heino Cordes. Der Dauercamper sieht die Bewegungsfreiheit der Camper dadurch erheblich eingeschränkt. „Wenn man mal einen Ausflug nach Wilhelmshaven oder in die Region machen will, hat man immer die Schließzeit im Nacken.“

Angst vor Hundekot und Gebell

Die Öffnung der Schranke bis 22 Uhr sei aus seiner Sicht bislang nie ein Problem gewesen. Eigentlich müsste es auch einen Aufschrei der Gastronomie in Hooksiel gegen die Neuregelung geben, so Cordes. Viele der schon etwas älteren Dauercamper seien bislang abends mit dem Auto in den Ort gefahren, um hier Essen zu gehen. „Das fällt dann künftig weg. Damit verliert der Ort erheblich an Umsatz“, ist Cordes überzeugt.

Saisoncamper Josef Diersen liegt eine andere Neuerung schwer im Magen – die geplanten Freigabe des gesamten Platzes für Camper mit Hunden. „Die Einteilung des Geländes für hundehaltende Camper und für jene ohne hatte sich aus unserer Sicht sehr bewahrt.“ Diersen befürchtet, dass mit der Freigabe auf dem gesamten Platz tagsüber und nachts – neben Hundekot und -urin – mit Hundegebell zu rechnen ist. „Ein ruhiger und erholsamer Schlaf ist so kaum noch möglich.“

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Bauhof der Gemeinde saniert Stolperpiste am Hallenbad

Hooksiel (17. 3. 2026) – Der Missstand war unübersehbar. Jetzt wird er behoben. Seit diesem Montag sind Mitarbeiter des Bauhofes der Gemeinde Wangerland dabei, den gut 40 Meter langen Fußweg zwischen dem Wendehammer vor dem Hallenwellenbad und der zweiten Deichlinie in Höhe Trabrennbahn zu sanieren. 

Der Bauhof der Gemeinde Wangerland verlegt den maroden Fußweg zwischen Hallenwellenbad und der zweiten Deichline neu. Im Vordergrund: Michael Bruns (links) und Jens Brämer. Foto: hol

Die von Spaziergängern intensiv genutzten Verbindung aus dem Ort heraus in Richtung Freizeitgelände war schon seit Monaten Gegenstand kritischen Bemerkungen. Der Weg war insgesamt buckelig, etliche der Pflastersteine versackt. Zum unschönen Gesamtbild trugen zudem die ungepflegten Grünanlagen unmittelbar nebenan bei.

Rund ein Drittel der Bauhof-Mannschaft ist jetzt im Einsatz, um den Missstand noch vor Ostern zu beheben. Dafür sollen sämtliche Pflastersteine aufgenommen, gereinigt und auf dem vorher entsprechend geglätteten Untergrund wieder verlegt werden. Handarbeit pur. Der Bauhof bittet um Verständnis dafür, dass der Weg für die Dauer der Arbeiten, mindestens bis zum Freitag, für Fußgänger gesperrt ist.

Abwechslung in Künstlerhaus: Von Aquarellen über Bronzen bis Fotos

Hooksiel (16. 3. 2026) – Freunde von Kunst und Kultur dürfen sich auf ein abwechslungsreiches Ausstellungsjahr im Künstlerhaus Hooksiel freuen. Unter anderem werden mit Jean-Noel Schramm (10. Mai bis 5. Juli) und Agnes Lörincz (12. Juli bis 16. August) erneut zwei Stipendiaten erwartet, die jeweils mehrere Wochen in Hooksiel wohnen, arbeiten und ausstellen.

Freuen sich für das laufende Jahr auf spannende Ausstellungen im Künstlerhaus Hooksiel: Die Künstlerin Karin Mennen (links) und die Künstlerhaus-Leiterin Renate Janßen-Niemann. Foto: hol

Künstlerhaus-Leiterin Renate-Janßen Niemann stellte jetzt das Jahresprogramm im Beisein der Künstlerin Karin Mennen vor. Die Wangerländerin wird den kulturellen Reigen am Sonntag, 29. März, mit der Eröffnung ihrer Ausstellung „Maritime Malerei und Bronzeplastiken“ eröffnen. Unter anderem dürfen sich Besucher auf experimentelle „Wattschlickbilder“ freuen.

Zwei Stipendiaten

Mit Menschen am Strand will sich Jean-Noel Schramm in Hooksiel beschäftigen. Der als Kind französischer Eltern geborene Maler und Fotograf lebt üblicherweise in Berlin und Paris. Er besuchte 1978 bis 1981 die Akademie der Bildenden Künste in München und studierte an der École Speciale d’Architecture in Paris. Als Künstler war der 66-Jährige unter anderem in Afrika, Israel, Japan und Griechenland unterwegs. Mit seinen Aquarell-Bildern will er in Hooksiel über die Menschen am Strand die Eigenarten der Region an der Nordseeküste erfassen.

Agnes Lörincz, ebenfalls 66, stammt gebürtig aus Siebenbürgen in Rumänien, wo sie auch Kunst und Design studiert hat. Heute lebt sie in Berlin. Als Künstlerin thematisiert sie gesellschaftliche Verhaltensmuster mit Elementen aus Mode, Werbung und Nachrichten, die sie wiederum mit dekorativen Stoffen kombiniert. Renate Janßen-Niemann: „Es geht um das Spiel mit Oberfläche und Oberflächlichkeit, mit Schein und Sein.“

Kunstkarussell für Kinder

Zu weiteren Ausstellungen werden der Maler Marc Taschowsky, Jahrgang 1972, aus Frankfurt (ab 23. August), der Bildhauer Nic Schaatsbergen aus Dornum in Ostfriesland (ab 27. September) sowie das Ehepaar Renate und Michael Schildmann aus Oldenburg erwartet (ab 8. November). Die in Wilhelmshaven geborene Renate Schildmann will mit ihrer Malerei das „Licht des Nordens“ erfassen. Michael Schildmann ist als Fotograf unter anderem für Landschafts-Panoramabilder bekannt. 

Zum Programm des Künstlerhauses gehört auch 2026 wieder ein Kunstkarussell für Kinder von 8 bis 14 Jahren Die Künstlerinnen Akkela Dienstbier, Gudrun Becker, Marianne Jansen und Sylke Barkmann bieten im Ferien-Zeitraum von Anfang Juli bis Anfang August eine Reihe von Kreativ- Seminaren an. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, Anmeldungen unter Telefon 04463/235 sind unbedingt erforderlich.

Das Künstlerhaus Hooksiel habe in der Kulturszene einen sehr guten Ruf, sagte Renate Janßen-Niemann. Das sei der Grund für die zahlreichen Bewerbungen um Stipendien und Ausstellungstermine. Besonders geschätzt werden von den Künstlern nach ihrem Eindruck die Lage des Hauses mitten im Ort und die Möglichkeit zum direkten Austausch mit den Menschen. 

Hooksiel ist nach gemeinsamer Putzaktion noch schöner

Hooksiel (16. 3. 2026) – „Hooksiel putzt“ – dieses Motto der Frühjahrs-Putzaktion haben am Samstag mehrere kleinere und größerer Gruppen im Ort umgesetzt. Trotz des mittelprächtigen, regnerischen Wetters hatten die Beteiligten in der Regel viel Spaß – und freuten sich über Erfolge. Ein Beispiel: Einige Tennisspieler arbeiten auf der Platzanlage des SC Wangerland, bekämpften über mehrere Stunden Moos, Laub und Unkraut und waren sich am Ende sicher: „Wir werden der Sommersaison – nach einigen weiteren Arbeitsdiensten – wieder viel Spaß haben.“ 

Alle gemeinsam mit Besen und Sammelzange unterwegs. Mitglieder der Arbeitsgruppe und des Seebadevereins Hooksiel demonstrierten bei der Aktion „Hooksiel putzt“ den Schulterschluss. Vorn Bodo Zeiger (mit Besen) von der Arbeitsgruppe und Wolfgang Ademes vom Seebadeverein. Foto: Nicole Kutscher

Im Zentrum des Frühjahrsputzes im Ortskern standen aber die Aktivitäten der Arbeitsgruppe Hooksiel und des Seebadevereins. Vormittags startete die Arbeitsgruppe mit dem Großreinemach, nachmittags übernahmen die Aktiven des Seebadevereine. An der symbolischen „Besenübergabe“ am Gästehaus in Hooksiel nahmen rund 50 freiwillige Helferinnen und Helfer teil, die dem Aufruf „Hooksiel putzt“ gefolgt waren. 

Ein wesentlicher Baustein der Aktion, an der sich in der ganzen Region Wilhelmshaven, Friesland und Wittmund mehrere Tausend Menschen beteiligt haben, ist das Sammeln von Unrat und Müll. Was Kinder der Grundschule schon am Freitag rund ums Schulgelände begonnen hatten, setzten die Erwachsenen im Ort aber auch im Freizeitgelände fort. Die Arbeitsgruppe brachte unter anderem das Batteriegelände um Gästehaus und den Alten Hafen auf Vordermann, Gruppen des Seebadevereins kümmerten sich um Straßen, Wege und Parkplätzen sowie um die zweite Deichlinie. 

Jede Menge Unrat sammelten die Aktiven im Ort. Im Anschluss gab es zur Belohnung Bratwurst und Getränke. Foto: Bernhard Köster

„Vom Taschentuch über die Radkappe bis zum DVD-Player war alles dabei“, schildert Teilnehmer Bernhard Köster. Zum Fundgut gehörten aber auch ein Portemonnaie – ohne Geld, aber dafür noch mit sämtlichen Papieren des Eigentümers – sowie Unmengen von Zigarettenkippen. Insgesamt habe die Aktion aber sehr viel Spaß gemacht, so Nicole Kutscher: „Gemeinsam sind wir stark und unser schönes Hooksiel ist noch schöner.“

Zur Belohnung konnten die Aktiven im Anschluss an die Arbeit gemeinsam stärken – mit Bratwurst im Brötchen und erfrischenden Getränken. Der Seebadeverein dankte einer Reihe von Sponsoren aus Handel, Handwerk und Gewerbe im Ort für ihre Unterstützung.

Offshore-Windparks verändern die Strömung in der Nordsee

Friesland/Varel (16. 3. 2026) – Die Schutzgemeinschaft Deutsche Nordseeküste (SDN) warnt vor einer übermäßigen Windkraft-Ausbeute auf See. „Schon früh haben wir vor diesem extremen Industrie-Ausbau in unserer Nordsee gewarnt“, so SDN-Vorsitzender Gerd-Christian Wagner, Bürgermeister der Stadt Varel. „Nun zeigt sich in einer Studie zur Gesamtwirkung der riesigen Offshore-Windparks auf die Meeres- und Luftströmungen, wie berechtigt unsere Forderungen waren und sind.“

Der Wind auf der Nordsee gilt als umweltfreundliche Energiequelle. Das Bild zeigt den Offshore-Windpark Riffgat. Foto: Matthias Ibeler/EWE

Die wissenschaftliche Studie, auf die sich die SDN bezieht, wurde Mitte Februar im Nature-Fachjournal „Communications Earth & Environment“ vorgestellt. Sie zeige, dass die Rotoren dem Wind Energie entziehen und dadurch die Oberflächenströmungen in der Nordsee um bis zu 20 Prozent verlangsamt werden. Zudem würden die Turbinenpfeiler unter Wasser Hindernisse bilden, die die Gezeitenströmungen und -frequenzen verändern. In der Summe der Effekte könne es zu großräumigen Veränderungen im Sedimenttransport und der Durchmischung des Meerwassers kommen.

Risiken lassen sich begrenzen

Die Studie gebe aber auch erste Hinweise darauf, wie sich strömungsbedingte Risiken für die Meeresumwelt begrenzen ließen. Nach den vorliegenden Modellsimulationen, so die SDN, spielen vor allem der Abstand der Turbinen, die Standortwahl der Windparks sowie die lokalen Gezeitenbedingungen eine zentrale Rolle dafür, wie stark sich Strömungen, Temperaturverhältnisse und die Durchmischung des Wassers verändern.

SDN warnt vor Industrialisierung

„Diese Ergebnisse sind wenig überraschend“, so der 2. SDN-Vorsitzende, Kapitän Ulrich Birstein. „Wer die Energiewende auf See vorantreibt, muss auch die Folgen für Strömungen, Sedimenttransport und Ökosysteme ehrlich benennen.“ Birstein warnt davor, die Auswirkungen einzelner Projekte isoliert zu betrachten. „Die Industrialisierung der Nordsee schreitet in vielen Bereichen gleichzeitig voran. Offshore-Windparks sind dabei nur ein Teil des Problems.“ Hinzu kämen unter anderem noch Unterwasserlärm, Müllbelastungen, Öl- und Gasförderung, Schlickverklappungen sowie der Ausbau von Rohrleitungen und Kabeltrassen durch die Nordsee und das Wattenmeer.


Die Schutzgemeinschaft Deutsche Nordseeküste e.V. (SDN) ist ein überregionaler Umweltschutz-Dachverband, der 1973 aufgrund umfassender Verschmutzungen der Nordsee ins Leben gerufen 
wurde. Sie dient rund 200 Kommunen, Landkreisen, Naturschutzvereinen, Instituten, Verbänden und Einzelmitgliedern als Sprachrohr in die Öffentlichkeit. 

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