Friesland/Wilhelmshaven (29. 10. 2026) – Bei einer Großrazzia im Bereich Wilhelmshaven und Friesland haben Polizeibeamte gestern früh 14 Objekte durchsucht und zahlreiche Beweise für Drogendelikte gesichert. Das unter Federführung der Staatsanwaltschaft Osnabrück geführte Ermittlungsverfahren ist beim Polizeikommissariat Varel aufgehängt. Polizei hervorgeht, richtet sich der Verdacht gegen insgesamt zehn Beschuldigte.
14 Objekte durchsucht
Ermittelt wird bereits seit Anfang wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Handels mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge. Durchsucht wurden Objekte in Varel (11), Schortens (1) und Wilhelmshaven (2). Vorausgegangen seien in den vergangenen Monaten intensive und teilweise verdeckt geführte Ermittlungen. Einzelne Beschuldigte werden nach bisherigen Erkenntnissen dem Rockermilieu beziehungsweise „familiär verbundenen kriminellen Strukturen“, so genannten Clans, zugeordnet.
Bei den Razzien wurden die Einsatzkräfte der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland durch die Zentrale Polizeidirektion Niedersachsen und die Polizeidirektion Oldenburg unterstützt. Durchsucht worden seinen zum Teil Privatwohnungen, aber als auch gewerblich genutzte Räume, darunter ein Kiosk, eine Shisha-Bar sowie ein Betrieb zur Fahrzeugaufbereitung.
Zwei vorläufige Festnahmen
Als Beweismittel sichergestellt worden seien unter anderem Cannabis-Produkte im Kilogramm-Bereich, mehrere Schreckschuss-, Reizgas- und CO₂-Waffen sowie Anscheinswaffen und Munition, ein verbotenes Butterflymesser, zahlreiche Mobiltelefone, Datenträger und ein Computer, mehrere hochwertige Smartwatches, unverzollte E-Zigaretten und Bargeld im unteren vierstelligen Eurobereich.
Zwei Beschuldigte wurden vorläufig festgenommen, aber nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen. Darüber hinaus seien fünf Beschuldigte erkennungsdienstlich behandelt worden, so die Polizei. „Die sichergestellten Gegenstände, insbesondere die elektronischen Datenträger und Mobiltelefone, werden nun ausgewertet.“
Ermittler sprechen von Erfolg
„Die heutigen Maßnahmen sind das Ergebnis einer intensiven und über mehrere Monate geführten Ermittlungsarbeit. Mit den umfangreichen Durchsuchungen und Sicherstellungen ist uns ein wichtiger Schritt gelungen“, wird Polizeiführer Franz Polifke zitiert. Weitere Ermittlungen dauern an.








