Drücken Sie „Enter“, um den Inhalte zu überspringen

Hooksiel-life: Vom Leben an der Küste

Urkunde für 40 Jahre Mitgliedschaft im MTV Hooksiel

Hooksiel (16. 4. 2026) – Eine besondere Ehrung stand im Mittelpunkt einer harmonischen Jahreshauptversammlung, zu der Vorsitzende Anne Frerichs im Gästehaus zahlreiche Mitglieder des MTV Hooksiel begrüßen konnte. Margrit Otto gehört seit 40 Jahren dem Männer-Turnverein an, der überwiegend Mädchen zu seinen Mitgliedern zählt. Geehrt wurde zudem Kristina Matzke für 25-jährige Mitgliedschaft.

Seit 40 Jahren ist Margrit Otto (Mitte) Mitglied im MTV Hooksiel. Sie wurde jetzt auf der Jahreshauptversammlung von der Vorsitzenden Anne Frerichs (rechts) und deren Stellvertreterin Bettina Schriever geehrt. Foto: MTV

Die Vorsitzende und die Übungsleiterinnen ließen in ihren Berichten das Vereinsjahr Revue passieren. Der MTV hat 317 Mitglieder, davon 235 Mädchen und Frauen. Zum sportlichen Angebot – zumeist in der Turnhalle der Grundschule – gehören Kinderturnen, Eltern-Kind-Turnen, Aerobik, Damen- und Gesundheitsgymnastik, Zumba und Fitnesstraining. Zudem treffen sich MTV-Mitglieder seit über 25 Jahren regelmäßig montags und donnerstags zum Walking im Freizeitgelände. 

Über regen Zulauf freuen sich aktuell die Übungsleiterinnen in den Kinder-, Eltern-Kind-, Fitness- und Gymnastikgruppen. Abgerundet wird das sportliche Programm des Vereins durch gesellige Veranstaltungen. Dazu gehören Spielenachmittage und eine Boßeltour. Tradition hat auch der jährliche Ausflug zu jeweils einem Weihnachtsmarkt in einer anderen Stadt. 

NPorts-Chef übernimmt Vermarktung des JadeWeserPorts

Wilhelmshaven (16. 4. 2026) – Zum 1. Mai übernimmt Holger Banik die Geschäftsführung der landeseigenen Container Terminal Wilhelmshaven JadeWeserPort-Marketing GmbH & Co. KG (JWP-M). Er tritt damit die Nachfolge von Marc-Oliver Hauswald an, der die Geschicke der Gesellschaft seit August 2023 geleitet hat. 

Banik (Foto: NPorts) ist gebürtiger Bremer. Bereits seit Anfang 2014 ist er Geschäftsführer der JadeWeserPort Realisierungs GmbH & Co. KG sowie der Niedersachsen Ports GmbH & Co. KG (NPorts). Der 58-Jährige absolvierte nach dem Abitur eine Ausbildung zum Industriekaufmann und studierte im Anschluss an die Bundeswehrzeit Betriebswirtschaft in Marburg und Gießen.

Zwischen 1996 und 2007 sammelte er Führungserfahrungen im Schienengüterverkehr der Deutschen Bahn AG. Danach wechselte Banik zur Hafenmanagement-Gesellschaft bremenports GmbH & Co. KG, wo er 2011 die kaufmännische Geschäftsführung übernahm. Am Jade-Weser-Port ist Banik künftig verantwortlich für die Vermarktung des Hafens, das Ansiedlungsmanagement und die Entwicklung der Flächen im Güterverkehrszentrum in der Logistikzone des Containerhafens.

Der Niedersächsische Wirtschaftsminister und Vorsitzende des Aufsichtsrats der JWP-M, Grant Hendrik Tonne zeigte sich überzeugt, dass sich der JadeWeserPort weiterhin positiv entwickeln wird. Im Fokus stünden jetzt die Ansiedlungsflächen im Güterverkehrszentrum und weitere im Eigentum der Gesellschaft stehende Flächen auf dem Voslapper Groden sowie Planungen für einen bedarfsgerechten Ausbau des Hafens. „Ich wünsche Holger Banik für seine neue Aufgabe viel Erfolg. “

20-Jähriger kam mit Transporter von der Straße ab

Wangerland (16. 4. 2026) – Schwer verletzt wurde am Mittwoch ein Autofahrer, der mit seinem Wagen aus ungeklärter Ursache nahe Oldorf von der Kreisstraße 87 abgekommen und gegen einen Baum geprallt ist. Der 20-Jährige wurde dabei in seinem VW-Transporter eingeklemmt. 

Schwer verletzt wurde der Fahrer eines VW-Transporters, der in der Nähe von Oldorf gegen einen Baum prallte. Foto: Feuerwehr

Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr Hohenkirchen befreiten den Mann, der von Ersthelfern medizinisch versorgt wurde, mit Hilfe des Einsatzes von hydraulischen Rettungsgeräten. Der Rettungsdienst brachte den 20-Jährigen im Anschluss in ein Krankenhaus.

Die Polizei hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen. Der Wagen war gegen 7.45 Uhr nach Rechts von der Fahrbahn abgekommen. Weitere Fahrzeuge waren an dem Unfall nicht beteiligt. Die Verbindungsstraße zwischen Jever und Hohenkirchen wurde für die Dauer der Bergung des Verletzten und des Wagens komplett gesperrt.

Der Transporter war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Erheblich beschädigt wurde zudem ein Leitpfosten und der Baum. 

Wasserstoff-Projekte am Scheideweg: „Energie Hub“ fordert Entscheidungen

Wilhelmshaven (15. 4. 2026) – Wilhelmshaven kann einen wesentlichen Beitrag zur deutschen Versorgungssicherheit leisten – vorausgesetzt, die politischen Rahmenbedingungen stimmen. Der Unternehmens-Zusammenschluss „Energy Hub Wilhelmshaven“ fordert von der Bundesregierung zügige und verbindliche Entscheidungen, um den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft abzusichern. 

Investitionen in Elektrolyse

„Wir stehen an einem kritischen Punkt“, betonte Maximilian Graf von Wedel, 2. Sprecher des Energy Hub auf der Hannover Messe. „Wenn jetzt keine klaren Entscheidungen getroffen werden, wandern Investitionen ab. Wenn wir jedoch handeln, kann Wilhelmshaven zu einem zentralen Baustein eines effizienten, resilienten und bezahlbaren Energiesystems werden.“ 

„Die Projekte sind da, die Technologie ist verfügbar und privates Kapital steht bereit – was fehlt, sind verlässliche politische Instrumente zur Absicherung der bestehenden Risiken“, erläutert Energy-Hub-Sprecher Uwe Oppitz. Ohne zusätzliche Investitions-Entscheidungen werde die installierte Elektrolyse-Leistung in Deutschland ab 2027 stagnieren, obwohl bis zu acht Gigawatt bis 2030 realisierbar wären . 

Wilhelmshaven mit seinen leistungsfähigen Häfen, einer guten Energieinfrastruktur, seiner Nähe zu Offshore-Windparks sowie der Einbindung ins geplante Wasserstoff-Kernnetz sei als Standort prädestiniert für große, systemdienliche Elektrolyseprojekte die Stromüberschüsse aufnehmen und Netze entlasten könnten. 

Wichtig für das Gesamtsystem

„Elektrolyse kann mehr als Wasserstoff produzieren – sie stabilisiert das Gesamtsystem“, so Oppitz. Allein im Jahr 2024 hätten über neun Terrawattstunden (TWh) erneuerbarer Strom abgeregelt werden müssen, obwohl dieser vergütet wurde. Die Kosten für die Eingriffe in Energie-Erzeugungsanlagen zur Stabilisierung des Netzes beliefen sich auf mindestens 2,8 Milliarden Euro. „Diese volkswirtschaftlichen Verluste zeigen: Nicht zu handeln ist teurer als zu investieren.“

Ziel des Gesetzgebers sei es, überschüssigen Strom systemdienlich zu nutzen statt ihn abzuregeln. In der jetzigen Ausgestaltung reiche der Mechanismus jedoch nicht aus, um Investitionen auszulösen, so Oppitz. „Fehlende Planbarkeit bei Strommengen, Preisen und regulatorischen Rahmenbedingungen verhindert den Markthochlauf.“ 

Der Energy Hub fordert einen zielgerichteten Absicherungsmechanismus der regulatorische Risiken wirksam auffange, Projekte über 10 bis 20 Jahre finanzierbar mache, wettbewerblich ausgestaltet sei, volkswirtschaftliche Einsparungen fair verteile und private Investitionen in Deutschland mobilisiere. Richtig ausgestaltet könne systemdienliche Elektrolyse nicht nur Versorgungssicherheit stärken, sondern Netzkosten senken, den Bundeshaushalt entlasten und industrielle Wertschöpfung in Deutschland sichern.

Deichband sieht am Badestrand keine Gefahr für den Küstenschutz

Wangerland/Wilhelmshaven (15. 4. 2026) – Die Deiche im Landkreis Friesland und im Bereich der Stadt Stadt Wilhelmshaven haben den Winter und die Sturmflutsaison gut überstanden. Davon überzeugten sich Vertreter des III. Oldenburgischen Deichbandes, der Deichschutzbehörden und der Kommunen am Dienstag bei der Frühjahrsdeichschau. Aber, auch das eine Erkenntnis: Es gibt mit Blick auf die Zukunft jede Menge Handlungsbedarf. Allein für 2026 plant der Deichband Investitionen in Höhe von sechs Millionen Euro.

Das Meer hat nach und nach weite Teile vom Hooksieler Badestrand abgetragen. Das Strandhaus 1 steht schon fast im Wasser. Eine Gefahr für den Küstenschutz sieht der III. Oldenburgische Deichband aber in der Entwicklung noch nicht. Foto: Jonas Abeldt

Im Fokus stehen dabei der Voslapper und der Rüstersieler Seedeich. Seit Jahren schon lässt der Deichband das Deckwerk des Deiches zwischen Hooksiel und dem Jade-Weser-Port erneuern. Stück für Stück. In 2026, so Verbandsvorsteher Eilt-Onno Garlichs, wird der etwa 350 Meter lange 15. Bauabschnitt angepackt. Veranschlagte Kosten: 3,8 Millionen Euro. In 2027, so die Planung, soll das Gesamtprojekt zum Schutz des Deichfußes gegen die anbrandende See dann abgeschlossen werden.

Kleidepots für Deicherhöhung

Abschließen will der Deichband in diesem Jahr auch die Entwurfs- und Genehmigungsplanung für die Erhöhung und Verstärkung des Rüstersieler Seedeiches. Das Bollwerk hat nach Berechnung von Experten des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) einen so genannten Unterbestick von rund 1,4 Metern. Soll heißen: Damit der Deich auch mit Blick auf den zu erwartenden Anstieg des Meerwasserspiegels Wilhelmshaven schützen kann, muss er erhöht werden.

Im Rahmen der Frühjahrsdeichschau besprach Deichbandvorstehder Eilt-Onno Garlichs (rechts) eine Reihe von Projekten mit Ulrich Wegener von der Unteren Deichbehörde der Stadt Wilhelmshaven. Foto: hol

Insgesamt, so erläuterten Garlichs und Ulrich Wegener von der Unterer Deichschutzbehörde der Stadt Wilhelmshaven, werden dafür rund 200.000 Kubikmeter Klei als Deichbaustoff benötigt. „Auf Deponien an der Maade und in der Nähe des Jade-Weser-Ports haben wir schon 160.000 Kubikmeter gesammelt.“ Die benötige Restmenge soll im laufenden Jahr hinzukommen. Der Deichband rechnet für 2026 für das Projekt mit Ausgaben in Höhe von 600.000 Euro. 

Als weitere Großbaustelle zeichnet sich in Wilhelmshaven die Erneuerung des Deckwerkes auf einer Strecke von rund einem Kilometer Länge zwischen dem Helgolandkai und dem Fliegerdeich ab. Auch hierfür sollen im laufenden Jahr die Vorarbeiten vorangetrieben werden.

Schlussrechnung für Hooksiel

Nach drei Jahren abgeschlossen worden ist im vergangenen Jahr die Erhöhung des Hooksieler Seedeiches (zwischen Campingplatz und Strandhaus 1). Hier arbeite man aktuell nur noch an der Schlussrechnung, so Garlichs. Bei dem nächsten Großvorhaben in diesem Bereich, die Sicherung des Hooksieler Badestrandes, sieht er den Deichband selbst nur bedingt in der Pflicht. „Natürlich unterstützen wir das Projekt. Aber aus Sicht des Küstenschutzes ist es nicht notwendig. Insofern können wir auch keine Küstenschutzmittel dafür ausgeben.“

1,1 Millionen Euro will der Verband hingegen in diesem Jahr für den Schutz des Deichvorlandes zwischen Harlesiel und Schillig investieren. Hier sollen bestehende Lahnungsfelder instand gesetzt werden. Mit Hilfe des Verbundes aus Holzpfählen und Reisig wird die Fließgeschwindigkeit des Wassers gedrosselt und die Sedimentation, also die Ablagerung von Sand und Schlick, erhöht. 

Im Rahmen ihrer ganztägigen Bereisung begutachteten die Fachleute die Deiche von Varel über Stand bis Wilhelmshaven und weiter von Hooksiel für Schillig bis Harlesiel. Dabei ließen sie sich auch über den Stand der Arbeiten an den Schleusen in Wilhelmshaven (4. Einfahrt) und Hooksiel informieren. Die Sanierung der Bauwerke liegt in der Verantwortung des Bundes beziehungsweise des Landes. Die gute Botschaft für Hooksiel, so Garlichs: „NPorts hat angekündigt, dass die Schleuse wie zuletzt geplant zu Pfingsten wieder in Betrieb gehen kann.“

Wangerland Touristik Thalassa
– Werbeanzeige –

Diebe stehlen Schmuck und Kamera aus Schlafzimmer

Waddewarden (15. 4. 2026) – Unbekannte sind im Zeitraum von Montag, 12.20 Uhr, bis Dienstag, 13.18 Uhr in ein Einfamilienhaus in der Wassenser Straße in Waddewarden eigebrochen. Nach bisherigen Erkenntnissen verschafften sich die Täter gewaltsam Zutritt zu dem Gebäude, so die Polizei. Im Inneren sei insbesondere das Schlafzimmer durchsucht worden. 

Die Täter entwendeten nach ersten Angaben Schmuck in bislang unbekannter Menge und Wert sowie eine Kamera. Die Polizei hat ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit der Polizei in Jever unter der Telefonnummer 04461/7449-0 in Verbindung zu setzen.

- Werbeanzeige -
– Werbeanzeige –

Weiterer Händler: Obst und Gemüse auf dem Wochenmarkt

Hooksiel (14. 4. 2026) – Gute Nachrichten vom Hooksieler Wochenmarkt. Wie Marktvogt Jens Dekena mitteilt, wird es ab Freitag dieser Woche wieder einen Obst- und Gemüsestand geben. „Unsere Beschicker konnten einen Marktkollegen davon überzeugen, nach Hooksiel zu kommen.“

Wochenmarkt Hooksiel
Marktvogt Jens Dekena (links) (hier am Oliven-Stand) ist froh, dass es auf dem Wochenmarkt in Hooksiel künftig auch wieder Obst, Gemüse und Eier geben wird. Archiv-Foto: hol

Bei dem neuen Anbieter handelt es sich um Familie Kuhlmann aus Bockhorn, die ein Teil ihrer Produkte selbst anbaut und unter anderem einen Hofladen betreibt. Auch Eier aus dem eigenen Stall der Familie seien dann auf dem Markt zu haben.

Dekena erhofft sich für das Händler-Team jetzt „gutes Wetter und viele Kunden“. Der Wochenmarkt am ZOB an der Ecke Friesenstraße/Nee Straat hat jeweils freitags von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Neben Obst, Gemüse und Eiern sind auf dem Markt Fisch, Fleisch- und Wurstwaren, Oliven und sonstige Spezialitäten, Lederwaren und Textilien sowie Blumen und Pflanzen aus einer Gärtnerei zu haben. 

- Werbeanzeige -
– Werbeanzeige –

Zahl der Verkehrsunfälle im Wangerland rückläufig

Jever/Wangerland (14. 4. 2026) – Im nördlichen Landkreis Friesland sind die Verkehrsunfallzahlen 2025 zurückgegangen. Und das bei einer gestiegenen Zahl von zugelassenen Fahrzeugen. Vor diesem Hintergrund zog das Polizeikommissariat (PK) Jever heute eine „vorsichtig positive Bilanz der Verkehrssicherheitslage“. 

Bei den meisten Unfällen im Wangerland blieb es 2025 bei Blechschäden. Allerdings: In Hohenkirchen wurde eine Frau von einem Auto erfasst und dabei tödlich verletzt. Archiv-Foto: hol

Im Landkreis insgesamt stieg die Zahl der Unfälle um 66 auf 2182. Im Zuständigkeitsbereich des PK Jever wurde hingegen ein Rückgang um 54 Unfälle auf 1068 (Vorjahr: 1122) verzeichnet. PK-Leiter Markus Wallenhorst und der Leiter des Einsatz- und Streifendienstes, Jörg Mondorf, zeigten sich mit der Präventions- und Überwachungsarbeit der Polizei zufrieden. Entscheidend aber sei Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme im Verkehr.

31 Unfälle weniger

Für die Gemeinde Wangerland weist die Polizeistatistik mit 192 (Vorjahr: 223) Unfällen 31 weniger aus als im Vorjahr. Allerdings: In Hohenkirchen gab es den einzigen tödlichen Unfall im Bereich des Kommissariats. Hier war eine Fußgängerin von einem Auto erfasst worden. 

Insgesamt sank die Zahl der Verletzten von 265 auf 235 Personen. Besonders positiv, so Mondorf: „Die Zahl der Schwerverletzten ging deutlich von 47 auf 33 zurück.“ Die Zahl der verletzten Kinder sank auf 21 (19 leicht, 2 schwer verletzt) Bei sechs Schulweg-Unfällen seien sieben Kinder verletzt worden. Die Polizei betont vor die Hintergrund ausdrücklich die Wirksamkeit von Sicherheitsgurten, Kindersitzen und dem Fahrradhelm.

Senioren häufig Verursacher

Ein negativer Trend zeigt sich in der Statistik bei den Senioren. Die Zahl der Unfälle, an denen über 65-Jährige beteiligt waren, stieg auf 317 Fälle (Vorjahr: 286). Besonders auffällig: In fast 72 Prozent dieser Fälle waren die Senioren selbst Unfallverursacher. 

Pedelecs bleiben laut Polizei ein Risikofaktor. Obwohl die Gesamtzahl der Radfahrunfälle leicht gesunken sei, blieb das Verletzungsrisiko hoch. Besonders bei den E-Bikes habe sich eine paradoxe Entwicklung gezeigt: Während die Unfallzahlen sanken (44 statt 47), stieg die Zahl der Verletzten von 35 auf 42 an.

E-Bikes werden unterschätzt

„Die Geschwindigkeiten von Pedelecs werden oft sowohl von den Fahrenden selbst als auch von anderen Verkehrsteilnehmern unterschätzt“, warnt Wallenhorst. Im Bereich der motorisierten Zweiräder sei hingegen ein deutlicher Rückgang der Unfälle um über 24 Prozent zu verzeichnen gewesen. Auch E-Scooter spielten mit zwölf Unfällen (neun Leichtverletzte) eine Rolle im statistischen Geschehen. 

Die Zahl der erfassten Fahrten unter Alkohol sei signifikant von 48 auf 32 gesunken. In 38 Fällen (Vorjahr: 39) wurde festgestellt, dass Fahrzeuge unter Drogeneinfluss gelenkt wurden. In sieben Fällen habe der Drogenkonsum zu einem Unfall geführt. 

Viele Fälle von Fahrerflucht

„Mit 321 Fällen blieb die Zahl der Fahrerfluchten auf hohem Niveau stabil“, bedauerte Mondorf. Die Polizei habe knapp die Hälfte (47 %) dieser Taten aufklären können. „Verkehrssicherheit ist eine Gemeinschaftsaufgabe“, so Wallenhorst und Mondorf. Die Polizei setzte auch für 2026 auf einen Mix aus verstärkter Überwachung (Geschwindigkeit, Ablenkung durch Smartphones, Alkohol und Drogen) und gezielter Prävention , um die Sicherheit auf den Straßen weiter zu erhöhen.

„Hooksiel sicher“: Achtung-Schild am Sielhamm fast ohne Wirkung

Hooksiel (14. 4. 20226) – Die Regel „Rechts-vor-Links“ kennt jeder Verkehrsteilnehmer, der jemals einen Führerschein machen musste – aber nicht jeder beherzigt sie. Ein ganze Reihe von Lesern haben nach der jüngsten Folge der Serie „Hooksiel sicher“ darauf hingewiesen, dass es neben der Einmündung der Straße zum Parkplatz am Sengwarder Anteil noch weitere Ecken in Hooksiel gibt, an denen kaum jemand die Vorfahrt so achtet, wie es die Straßenverkehrsordnung vorsieht.

Das Achtung-Schild vor der Einmündung zum Sielhamm soll die Autofahrer daran erinnern, dass sich an der Einmündung Sielhamm in die Lange Straße die Vorfahrt mit der Einrichtung der Tempo-30-Zone geändert hat: Es gilt Rechts-vor-Links. Archiv-Foto: hol

In Tempo-30-Zonen gilt generell Rechts-vor-Links, so lange die Beschilderung nicht etwas anderes vorgibt. Die Lange Straße ist bekanntlich seit Herbst 2025 eine solche Zone. Ein Teil der Autofahrer hält sich seither an die vergebene Höchstgeschwindigkeit. Die Allermeisten rollen aber ortseinwärts ungebremst an der Einmündung des Sielhamm vorbei – häufig überrascht, das dort Verkehrsteilnehmer stehen, die sich „vordrängeln“ wollen. 

Erst der zweite Gedanke bringt Erleuchtung: Die Sielhammer drängeln nicht, sie haben tatsächlich Vorfahrt. Warum? Weil sie von rechts kommen.

Es gibt Handlungsbedarf

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, sagt der Volksmund. Daran hat auch die Straßenverkehrsbehörde gedacht, als die die Einrichtung der Tempo-30-Zone im Zuge von Lange Straße/Pakenser Altendeich genehmigt hat. Um Unfällen vorzubeugen, wurden ortsauswärts vor der Nordstraße und dem Pakenser Hörn Vorfahrt-Schilder aufgestellt. Hier ist die Rechts-vor-Links-Regel bewusst aufgehoben.

Andernorts bereits bewährt: „Haifischzähne“ mahnen dazu, an Einmündungen die „Rechts-vor-Links“-Regel zu beachten. Foto: Jonas Abeldt

Auch am Sielhamm hat die Behörde Handlungsbedarf gesehen. Ortseinwärts steht vor der Einmündung ein „Achtung“-Schild mit dem Zusatz: „Vorfahrt geändert“. Dieser Hinweis sollte vor allem Hooksieler dafür sensibilisieren, dass sich an dieser Stelle nach Jahrzehnten etwas geändert hat. Die Botschaft: Bislang hattest Du Vorfahrt! Jetzt musst Du die Vorfahrt gewähren!

Vorfahrt regelmäßig missachtet

Vielleicht liegt es daran, dass viele Oster-Urlauber sich nicht mehr daran erinnern konnten, wie die Vorfahrtsfrage an der Einmündung Sielhamm früher geregelt war. „Geändert? Was? Wie? Warum?“. Das „Achtung“-Schild hat jedenfalls den Anteil derer, die die von rechts kommenden Verkehrsteilnehmer vorgelassen hat, allem Anschein nach nicht über die 50-Prozent-Marke gehoben. Die gute Nachricht: Zu Unfällen ist es trotzdem nicht gekommen. 

„In acht von zehn Fällen wird mir die Vorfahrt nicht gewährt und es würde immer wieder zu Zusammenstößen kommen, wenn man hier nicht permanent wirklich anhält“, beschreibt Sielhamm-Anwohner Bruno Bölts die Lage. Und: „Bei Fahrradfahrern ist es noch schlimmer.“

Da das „Vorfahrt geändert“-Schild ohnehin nach den Vorgaben der Straßenverkehrsbehörde spätestens nach sechs Monaten (das wäre Mitte April) wieder demontiert werden soll, stellt sich die Frage, wie die Einmündung Sielhamm dauerhaft gesichert werden kann. Da gäbe es nach Ansicht von Anwohnern mehrere Möglichkeiten: Entweder man montiert auch hier ein „Vorfahrt“-Schild, dass die Rechts-vor-Links-Regel aufhebt – oder man unterstreicht die Rechts-vor-Links-Regel durch ein „Schutzmann“-Schild mit dem Zusatz „Vorfahrt gewähren“. 

Vorbild: Haifischzähne

Eine weitere, in anderen Kommunen bereits verwendete Möglichkeit: Eine weiße, mit dreieckigen Markierungen gezackte Linie („Haifischzähne“) auf der Fahrbahn der Lange Straße vor der Einmündung Sielhamm. Sie würde zusätzlich signalisieren, dass man hier anzuhalten hat, weil von Rechts ein Auto, ein Motorrad- und Radfahrer kommen könnte. 

Anmerkung: Liebe Leserinnen und Leser, wenn Sie Anregungen für die Artikel-Serie „Hooksiel sicher“ oder Fragen zu Verkehrsregelungen in Hooksiel haben, auf irreführende oder überflüssige Verkehrsschilder hinweisen möchten oder selbst schon in gefährliche Situationen geraten sind, melden Sie sich bitte per Email unter infos@hooksiel-life.de – Stichwort: „Hooksiel sicher“.

- Werbeanzeige -
– Werbeanzeige –

„Watt mit Kultur“ unter freiem Himmel und im Zirkuszelt

Wangerland (13. 4. 2026) – Auch in diesem Jahr dürfen sich Wangerländer und ihre Gäste auf drei besondere Kulturveranstaltungen freuen. Zum dritten Mal werden die Landesbühne Niedersachsen-Nord aus Wilhelmshaven und die Wangerland Touristik GmbH die kleine Freilichtbühne im Kurgarten in Horumersiel in eine Open Air-Bühne verwandeln. Der Circus Axo in Schillig dient zudem erstmals als Spielstätte. 

Theater pur unter freiem Himmel im Kurgarten in Horumersiel. Bei „Watt mit Kultur“ im vergangenen Jahr war unter anderem Hildegard Knef zu Gast – und begeisterte ihr Publikum. Archiv-Foto: hol

„Watt mit Kultur“ ist ein Beispiel für gelebte Kooperation zwischen Landesbühne und Wangerland Touristik. „Die Veranstaltungsreihe hebt sich von anderen ab, weil sie Theater an Orten erlebbar macht, die die Landesbühne bisher nicht erreicht hat“, sagt Olaf Strieb, Intendant der Landesbühne. Florian Wirth, Veranstaltungsmanager der WTG, betont die besondere Atmosphäre der Veranstaltungen unter freiem Himmel im Kurgarten. „Wer mag, ist herzlich eingeladen, sich eine Picknickdecke mitzubringen und es sich auf der Rasenfläche gemütlich zu machen.“ 

Von Goethe bis Punk

Das Kultur-Programm läuft an drei Freitagen. Den Auftakt bildet am 12. Juni in Horumersiel die Vorführung des Stückes „Goethe und die Frauen“. Schauspielerin Ramona Marx und Chefdramaturg Marcel Krohn beleuchten die leidenschaftlichen Seiten des Dichters. Zwischen Briefen, Gedichten und Spielszenen entsteht ein atmosphärischer Abend, der neue Facetten Goethes zeigt. 

Am 19. Juni übernehmen Jeffrey von Laun und Stefan Faupel die Bühne. Ihr eigens für den Abend geschriebenes Stück „Herr von Laun und Herr Faupel sind schlecht vorbereitet“ feiert Premiere. Zwischen Theater, Musik und spontanen Einfällen entsteht eine Geschichte über die Unvollkommenheit des Lebens – über das Gefühl, eigentlich alles besser planen zu wollen, und doch mitten in die Improvisation zu geraten. „Mit feiner Selbstironie meistern die beiden Schauspieler ihr ,Nicht Vorbereitet Sein‘ mit sichtbarer Lust am Scheitern“, heißt es in der Ankündigung. 

Vergessene Songs im Zirkuszelt

Zum Finale am 26. Juni zieht die kleine Spielzeit weiter nach Schillig in den Circus Axo, direkt am Strand. Hier verabschiedet sich „Watt mit Kultur“ mit Musik: Die Wilhelmshavener Band  „The Golden Coats“ bringt Electric-Beat, Garage-Punk und Psychedelic-Sound auf die Zirkusbühne. Die Musiker graben vergessene Songs aus den 1960er-Jahren aus, mischen sie mit Power Pop und eigenen Kompositionen. 

Tickets für alle Abende sind erhältlich in den Tourist-Informationen Horumersiel und Hooksiel sowie online unter wangerland.de und in der Theaterkasse des Stadttheaters Wilhelmshaven bzw. deren Onlineticketshop.