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Hooksiel-life: Vom Leben an der Küste

Neue Rektorin wirbt für Hochbegabten-Förderung und Umbau des Schulhofs

Hooksiel (16. 10. 2026) – Die Grundschule Hooksiel hat eine neue Schulleiterin. Die Landesschulbehörde hat Johanna Schemering mit Wirkung zum 1. Oktober zu neuen Rektorin ernannt. Die 39-jährige Hooksielerin, die die Schule bereits seit den Sommerferien kommissarisch geleitet hat, tritt damit die Nachfolge von Peter Nußbaum an, der die Schule im Frühjahr dieses Jahres auf eigenen Wunsch verlassen hatte.

Ist stolz auf ihrer Ernennung zur Rektorin: Die neue Leiterin der Grundschule Hooksiel, Johanna Donker. Foto: hol

„Für mich geht ein Lebenswunsch in Erfüllung“, sagte Johanna Schemering (geborene Donker) im Gespräch mit „Hooksiel-life“. Die Mutter von zwei Kindern ist in Hooksiel geboren und aufgewachsen. Nach der Grundschule besuchte sie die Cäcilienschule in Wilhelmshaven und studierte nach dem Abitur in Vechta und Oldenburg auf Lehramt für die Fächer Deutsch und Sport.

Selbst in Hooksiel zur Schule gegangen

„Als ich hier zur Schule ging, war noch Renate Mörgenthaler Schulleiterin und die kürzlich verstorbene Elfriede Janßen meine Klassenlehrerin“, erinnert sich die Pädagogin. „Ich bin stolz darauf, in ihrer Nachfolge zu stehen.“

Johanna Schemering ist eine erfahrene Lehrerin. Ihr Referendariat machte sie an der Grundschule Tettens. Danach arbeitete sie als Lehrerin an der Grundschule Hohenkirchen, an der sie bis zur Geburt ihres zweiten Kindes drei Jahr lang auch als Schulleiterin fungierte.

Nach der Erziehungszeit wurde sie 2024 nach Hooksiel abgeordnet. Damals war noch nicht abzusehen, dass die Leitungsstelle bald frei werden würde. Nach Rücksprache mit dem Kollegium habe sich dann auf die Stelle beworben.

„Schule muss allen Spaß machen“

Die verlässliche Grundschule Hooksiel mit Ganztagsangeboten für Erstklässler sein rundum gut aufgestellt. Neun erfahrenen Lehrkräften und eine Referendarin unterrichten hier aktuell sechs Klassen. „Wir haben genug Platz, eine eigene Turnhalle und einen Sportplatz in der Nähe“, so Schemering. Dennoch habe sie sich vorgenommen, das pädagogische Angebot und die bauliche Situation der Schule weiter zu verbessern. Dabei setze sie auf die Unterstützung ihres Kollegiums, des engagieren Fördervereins der Schule und auf die Gemeinde Wangerland als Schulträger.

Das Motto der neuen Rektorin: „Die Schule muss allen Spaß machen!“ Das gelte gerade vor dem Hintergrund, dass das Ganztagsangebot in den nächsten Jahren für alle Jahrgangsstufen gelten soll. Wichtig sei ihr, dass auch die Grundschule Hooksiel eine Hochbegabten-Förderung bekommt, wie es sie etwa in Tettens schon gibt. Die neue Schulleiterin setzt zudem auf eine enge Zusammenarbeit mit der Bildungsregion, die zahlreiche sinnvolle Projekte unterstütze.

Neuer Eingangsbereich

Aktuell wird der Eingangsbereich der Schule so umgebaut, dass der Weg zu den Unterrichtsräumen verriegelt werden kann. Das sei wichtig, da zum Beispiel die Turnhalle nachmittags und abends auch von externen Gruppe genutzt wird. Und Kinder können sich künftig bei schlechtem Wetter im Foyer unterstellen.

Ebenso wichtig ist aus Sicht von Johanna Schemering die Umgestaltung des Schulhofes, der in Teilen einer Betonwüste gleiche. „Wir brauchen dringend mehr Grün auf dem Schulhof.“ Die Schulleiterin will hier zusammen mit Förderverein, Eltern und möglichen Sponsoren Ideen entwickeln, die dann im Verbund von Schule und Gemeinde umgesetzt werden sollen. Gemeinsam mit der Gemeinde würden außerdem Überlegungen angestellt, wie die Parkplatzsituation an der Schule entzerrt und die Nutzung des öffentlichen Fußweges quer über den Schulhof zumindest während der Pausen eingeschränkt werden könnten.

Polizei: Ladendiebstahl an der Selbstbedienungskasse

Hooksiel (16. 10. 2026) – Selbstbedienungskassen gehören inzwischen in vielen Märkten zum Standart. Auch im Supermarkt an der Hooksieler Bäderstraße müssen Kunden ihre Waren nicht unbedingt aufs Laufband einer Kassiererin legen. Wer das System beherrscht, kann seinen Einkauf schon am Einkaufswagen einscannen. Ein weiterer Scan an der Selbstbedienungskasse und der Kunde kann per Bankkarte selbstständig den Einkauf bezahlen. Der dann ausgedruckte Bon dient als Türöffner für den Weg nach draußen.

Aber es gibt Einschränkungen. Beim Kauf von Zigaretten oder alkoholischen Getränken fordert das System eine Altersfreigabe durch einen Supermarkt-Mitarbeiter. Und natürlich werden auch immer wieder Kunden daraufhin kontrolliert, ob sie beim einscannen nicht das eine oder andere Produkt vergessen haben. Oder Kunden schlagen Alarm, weil sie mit den Anweisungen der Selbstbedienungskasse nicht klar kommen.

Soweit der normale Ablauf. Am gestrigen Mittwoch aber hatte wohl ein Kunde die Absicht, das System auszutricksen. So jedenfalls der Verdacht der Polizei, die von einem geplanten Ladendiebstahl ausgeht.

Gegen 15 Uhr passierte ein 38-jähriger Mann den Bereich der Selbstbedienungskassen, ohne die mitgeführten Waren zuvor zu bezahlen. Im Rahmen der anschließenden Befragung habe der Mann angegeben, dass er nicht gewusst habe, wie die Waren an der Selbstbedienungskasse eingescannt werden müssen. Auch wenn das der Fall gewesen sein mag, dürfte der Beschuldigte die Waren nicht ohne Bezahlung mitnehmen. Die Polizei nahm den Sachverhalt auf und hat ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Entscheidung über Hooksieler Strandumbau verzögert sich

Hooksiel (16. 10. 2026) – Die Entscheidung über den geplanten Umbau des Badestrandes in Hooksiel verzögert sich. Noch im Sommer war man im Rathaus in Hohenkirchen davon ausgegangen, dass die notwenigen Beschlüsse über die Finanzierung des um 16 Millionen Euro teuren Projektes aus dem Kohlestrukturfonds in diesem Herbst fallen könnte.

Der Hooksieler Badestrand soll durch den Bau eines massiven Deckwerks gesichert werden. Grafik: Machbarkeitsstudie

Inzwischen ist klar: Die erforderliche Zustimmung vom friesländischen Kreistag und dem Rat der Stadt Wilhelmshaven fällt voraussichtlich erst im Winter oder auch erst in 2027. In beiden Gremien stand das Thema noch nicht auf den Tagesordnungen. Da Kreistag und Rat sich im November erst einmal neu konstituieren, ist unklar, wann sich die politischen Gremien zu einer Entscheidungen in der Lage sehen.

Gemeinde noch zuversichtlich

Torsten Meuer, Leiter der Abteilung Bautechnik im Rathaus, ist aktuell noch zuversichtlich, dass eine Entscheidung so rechtzeitig fällt, dass das erforderliche Planfeststellungsverfahren zügig anlaufen kann. Die Gemeinde habe man die Ausschreibung für die Fachbüros für das Planfeststellungsverfahren soweit vorbereitet, dass sie sofort auf den Weg gebracht werden kann – sobald die Finanzierungszusage vorliegt. Die Wartezeit nutzte man dafür, die Antragsunterlagen weiter zu optimieren. Ein wichtiger Punkt dabei ist nach den Worten von Meuer die Prüfung, ob es auch alternative Finanzierungsmöglichkeiten für das Projekt gibt. 

„Für die Befassung der Entscheidungsgremien des Kohlestrukturfonds müssen die Anträge ausgereift sein, das heißt über das Stadium einer reinen Projektskizze hinausgehen und einen detaillierten Planungsentwurf sowie nachvollziehbare Kostenschätzungen enthalten“, betont der Landkreis Friesland auf Anfrage von „Hooksiel-life“. Erst dann würden sich die Gremien des Strukturfonds und des Landkreises damit befassen.

Der Hooksieler Strand hat über die Jahre deutlich an Tiefe verloren. Inzwischen bedrohen die Fluten das Strandhaus 1. Archiv-Foto: hol

Bei der Gemeinde sieht man diesen Teil der Vorbereitung einer finalen Beschlussfassung bereits als erledigt an. Eine über Monate unter Federführung des Hooksieler Ratsherrn Dieter Schäfermeier tagende Arbeitsgruppe hat bereits eine detaillierte Machbarkeitsstudie vorgelegt. 

Zustimmung aus Wilhelmshaven erforderlich

„Das Projekt Strandaufspülung in Hooksiel ist dem Rat der Stadt Wilhelmshaven bislang noch nicht vorgestellt worden“, teilt die Stadtverwaltung mit. Somit sei bislang auch keine Beschlussfassung möglich gewesen. „Eine Zustimmung des Rates ist jedoch zwingende Voraussetzung für eine mögliche Förderung eines Projektes aus Mitteln des Kohlestrukturfonds“.

Dass es in Wilhelmshaven bei vergleichbaren Projekten schnell gehen kann, hat der Rat der Stadt erst in dieser Woche bewiesen. So stimmte das Gremium auf einer Sondersitzung dem Ankauf von ehemals vom Chemiekonzern ICI genutzten Flächen auf dem Rüstersieler Groden Süd zu. 90 Prozent der Kosten von rund 35,5 Millionen Euro sollen aus Mitteln des Kohlestrukturfonds abgedeckt werden.

Massives Deckwerk geplant

Durch den geplanten Strandumbau soll der Hooksieler Badestrand dauerhaft gesichert werden, der in Höhe des Strandhauses 1 durch Strömungen und Sturmfluten über Jahren gut 200 Meter an Tiefe verloren hat. Um den Strand dauerhaft zu sichern, soll ein massives, 680 Meter hohes Deckwerk gebaut werden.

Das Bauwerk aus vergossenen Wasserbausteinen würde sich vom Standhaus 1 in einem Bogen um Strandhaus 2 herum erstrecken. Es soll den dahinter liegenden Sand schützen und zugleich als Promenade zum Flanieren einladen. Treppendurchlässe würden den Weg zum Wasser und zum Watt barrierefrei ermöglichen.

Wangerland hat kein Geld

Der Badestrand gilt als Herzstück des touristischen Angebotes des Ortes. Zugleich wird er von vielen Bürgern aus Wilhelmshaven und Friesland als Naherholungsgebiet genutzt. Als ein Baustein für die Finanzierung liegt der Gemeinde Wangerland als Bauherrin bislang eine Förderzusage des Landes Niedersachsen über 3,5 Millionen Euro als Mitteln der Tourismusförderung vor. Die Restsumme müsste über den Kohlestrukturfonds finanziert werden, da der Haushalt der Gemeinde Wangerland keine Spielräume für eine Großinvestition bietet.

Der vom Bund mit insgesamt 157 Millionen Euro gespeiste Kohlestrukturfonds soll Infrastruktur-Projekte im Raum Wilhelmshaven und Umland ermöglichen, die die wirtschaftlichen Nachteile ausgleichen, die der Region durch den Ausstieg aus der Kohleverstromung entstehen. 

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Straße zischen Oldorf und Hohenkirchen wird saniert

Wangerland (16. 10. 2026) – Am Montag, 19. Oktober, beginnt die Sanierung der Kreisstraße 87 (Rudolfstätte/Poggenburg) zwischen Oldorf und Hohenkirchen. Betroffen ist ein rund 800 Meter langer Abschnitt. Die Kosten für die Maßnahme belaufen sich auf etwa 195.000 Euro. Sie werden vom Landkreis Friesland getragen.

Ab Montag Vollsperrung

Im Zuge der Arbeiten wird die Asphaltdeckschicht erneuert, um Schäden wie Risse, Versackungen und Schlaglöcher zu beseitigen. Die Sanierung ist Teil des vom Landkreis aufgelegten Programms zur Beseitigung von Winterschäden an Kreisstraßen.

Aus Gründen des Arbeitsschutzes ist die Sanierung nur unter Vollsperrung der Straße möglich. Anlieger können ihre Grundstücke größtenteils weiterhin erreichen, müssen jedoch insbesondere während der Fräs- und Asphaltierungsarbeiten mit kurzfristigen Einschränkungen rechnen. Schulbusse und Fahrzeuge des Rettungsdienstes können die Baustelle passieren.

Umleitung ist ausgeschildert

Eine Umleitung wird vor Ort ausgeschildert. Sie führt über die Landesstraßen 812 (Waddewarder Brücke), 810 (Schmidtshörn) und 809 nach Hohenkirchen beziehungsweise in umgekehrter Richtung. Der Einmündungsbereich der Kreisstraßen 87 und 89 in Oldorf ist ebenfalls von der Sperrung betroffen.

Sofern es nicht zu witterungsbedingten Verzögerungen kommt, sollen die Arbeiten Ende Oktober abgeschlossen sein. Geplant hat die Maßnahme die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Aurich. Weitere Fahrbahn- und Radwegabschnitte sind ebenfalls Bestandteil des Programms und sollen noch saniert werden.

Der Landkreis Friesland bittet alle Verkehrsteilnehmer sowie die Anwohner um Verständnis für die Einschränkungen. Witterungsbedingte Änderungen im Bauablauf sind jederzeit möglich.

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Wangerländer Grüne gründen eigenen Ortsverein

Wangerland (15. 10. 20226) – „Das Wangerland kann Meer“ ist das Motto des jetzt im Pfarrhaus in Tettens neu gegründeten Ortsverein Wangerland von Bündnis 90/Die Grünen. Bislang agierten die Wangerländer Grünen im Ortsverein Jeverland zusammen den Mitgliedern aus Jever. „Das ist jetzt die konsequente Weiterentwicklung des Grundsteins, den Reiner Tammen vor 35 Jahren gelegt hat“, sagt Waltraud Rohde, eine der Vorsitzenden des neuen Ortsvereins. 

Bilden den Vorstand des neu gegründeten Ortsverein Wangerland von Bündnis90/Die Grünen: (von links) Geesche Janßen, Thomas Schweers und Waltraud Rohde. Foto: Grüne

Tammen, über Jahrzehnte im Wangerländer Gemeinderat, habe sich damals zur Wahl gestellt, damit Grün überhaupt auf dem Wahlzettel steht. „Heute sind die Grünen eine etablierte Partei und sie schauen selbstbewusst in die Zukunft“, so Rohde.

Mitglieder vernetzen

Der eigene Ortsverein gehe mit einer gewissen Finanzautonomie einher. Der Arbeit, die als Vorstand auf sie zukommt, sehen Geesche Janßen und Waltraud Rohde als Vorsitzende und Thomas Schweers als Kassenwart mit gelassen entgegen. Wichtige Punkte ihrer Arbeit sollen regelmäßige Termine zur Vernetzung der Mitglieder und Interessierten sein sowie ein stetiger Austausch mit der Fraktion im Rat. 

Gaby Szlezak führt die Fraktion

Die Grünen haben bei der jüngsten Kommunalwahl zwei Sitze im künftigen Rat der Gemeinde Wangerland errungen. Diebesetzen ab dem 1. November Sven Pohle und Gaby Szlezak, die den Fraktionsvorsitz übernimmt. Beide würden die Arbeit im Gemeinderat bereits seit Jahren begleiten und verfolgen.Perspektivisch solle sich die kommunalpolitische Arbeit an Fakten und weniger an Meinungen orientieren, da sind sich Fraktion und Vorstand einig.

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Unbekannte brechen in Wohnhaus in der Bakenstraat ein

Hooksiel (15. 10. 2026) – Am gestrigen Mittwoch, 14. Oktober, sind Unbekannte in ein Haus in der Bakenstraat in Hooksiel eingebrochen. Nach dem bisherigen Ermittlungsstand der Polizei hebelten der oder die Täter zwischen 10 und 15.18 Uhr ein Schlafzimmerfenster des Wohnhauses auf.

Dadurch verschafften sie sich Zutritt zum Gebäude. Im Inneren entwendeten sie Gegenstände, deren Wert nach Schätzung der Polizei „im unteren vierstelligen Euro-Bereich“ liegen dürfte.

Die Ermittler bitten Zeugen, die im genannten Zeitraum verdächtige Personen oder Fahrzeuge im Bereich der Bakenstraat beobachtet haben oder sonstige sachdienliche Hinweise geben können, sich bei der Polizei Jever unter der Telefonnummer 04461/7449-0 zu melden.

Hohe Brennstoffpreise belasten Helgoland-Fahrten

Hooksiel (15. 10. 2026) – Die Reederei Adler & Eils will auch im kommenden Jahr Ausflugsfahrten von Hooksiel und Wilhelmshaven nach Helgoland anbieten. Mit welchem Schiff und zu welchen Terminen soll ab Mitte Januar feststehen. Reederei-Geschäftsführer Jannes Piepgras zeigte sich gegenüber „Hooksiel-life“ mit der ablaufenden Saison trotz eines schwierigen Starts zufriedend.

Die Reederei Adler & Eils will auch im kommenden Jahr Fahrten von Hooksiel nach Helgoland anbieten. Foto: Adler & Eins

Aufgrund eines technischen Schadens am Katamaran „Adler Cat“ hatte der geplanten Saisonstart auf Ende April verschoben werden müssen. Und auch im Laufe des Jahres kam es immer wieder zu kurzfristigen Absagen und Fahrplanänderungen. „Wellenbedingte Ausfälle nach Helgoland gehören zum Geschäft“, sagt Piepgras. Mit Ausnahme der Probleme in der Startphase sei das Schiff während der gesamten Saison ohne Defekt geblieben.

Gute Buchungslage

Insgesamt haben bis zum Saisonende Mitte September 20 von ursprünglich 34 geplanten Fahren ab Hooksiel stattgefunden. Ab Wilhelmshaven läuft die Saison noch bis Ende Oktober. Bis dahin dürften um die 50 Fahrten zusammenkommen. „Die Buchungslage war gut“, stellt Piepgras fest. „Das einzige Problem sehen wir Reeder momentan in dem extrem hohem Brennstoffpreis, der aber nicht nur unsere Branche stark belastet.“

Fahrplan abhängig von der Tide

Für die Saison 2027 wolle man einen Fahrplan mit mindestens so vielen Fahren wie in diesem Jahr anbieten. Piepgras: „Wir versuchen natürlich, Hooksiel noch öfter einzubinden, aber das können wir erst sagen, wenn wir die Tideverhältnisse für nächste Saison wissen.“

Der „Adler Cat“ hat einen Tiefgang von 2,2 Meter. Damit ist der Hooksieler Außenhafen nicht immer erreichbar. Gerade in der Hauptsaison, wenn Doppeltouren gefahren würden, könne Hooksiel im Gegensatz zu Wilhelmshaven nicht immer tideunabhängig angelaufen werden. „Das führt dazu, dass dann nur alle 14 Tage ab Hooksiel gefahren werden kann“, bedauert der Reederei-Geschäftsführer.

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Vorfahrt übersehen: Verletzte ins Krankenhaus gebracht

Wangerland (15. 10. 2026) – Am frühen Mittwochabend kam es im Einmündungsbereich in Gottels  (vor Hohenkirhcen) zu einem Verkehrsunfall zwischen zwei Autos. Nach bisherigen Erkenntnissen beabsichtigte ein 23-jähriger Pkw-Fahrer auf die Landesstraße 809 (Hohenkirchen-Horumersiel) abzubiegen und kollidierte hierbei mit einem von links kommenden vorfahrtsberechtigten Pkw.

Die Insassen beider beteiligten Fahrzeugen wurden nach Mitteilung der Polizei leicht verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. An beiden Fahrzeugen entstand ein wirtschaftlicher Totalschaden.

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Vor Wangerlands Küste bleibt Krabbenfang zulässig

Wangerland/Hannover (14. 10. 2026) – Das Niedersächsische Umweltministerium hat mit dem Landwirtschaftsministerium die endgültige Flächenauswahl für fischereifreie Gebiete im niedersächsischen Küstenmeer festgelegt. Damit gilt nach rund anderthalb Jahren der so genannte „Fischereidialog“ als abgeschlossen. Die künftigen Fangverbots-Gebiete umfassen zehn Prozent des Küstenmeeres, darunter weite Teile des Jadebusens. Begründet wird die Ausweisung der Schutzgebiet mit der EU-Biodiversitätsstrategie.

Der „Fischereidialog“ ist beendet. Künftig sollen zehn Prozent der Küstengewässer vor Niedersachsen als fischereifreie Zonen ausgewiesen werden. Foto: Schreiber

Untersagt werden soll der Fischfang unter anderm im Bereich der Blauen Ballje zwischen Horumersiel und Wangerooge. Im Gegensatz zu zwischenzeitlichen Planungen können die Fischer aber einen Teil der Küste vor der Gemeinde Wangerland zwischen Horumersiel und Hooksiel weiter für ihre Fangfahrten nutzen.

Jensen: Der Druck hat sich ausgezahlt

„Der Protest, die vielen Gespräche und vor allem der öffentliche Druck haben sich ausgezahlt“, sagt die Wangerländer Landtagsabgeordnete Katharina Jensen (CDU) gegenüber „Hooksiel-life“. Die ursprünglich geplanten Einschränkungen hätten deutlich abgemildert werden können. „Gar keine Einschränkungen wären mir natürlich lieber gewesen, aber das war ja illusorisch. Die Ministerien sind auf viele Anregungen aus der Fischerei eingegangen.“ 

Die Betroffenen im Jadegebiet hatten beklagt, dass die ursprünglichen Pläne gerade für Fischer mit kleinen Booten einem Berufsverbot gleichkommen würde. Der Landkreis Friesland und die Gemeinde Wangerland verfassten Resolutionen , in denen auch darauf hingewiesen wurde, dass die Krabbenfischerei für die Küste nicht nur ein Wirtschaftszweig sondern ein Stück Kulturgut mit hohem touristischen Wert sei.

Während Umweltverbände die jetzt ausgewiesenen Fischerei-Verbotszonen als nicht ausreichend kritisieren, hofft Katharina Jensen auf weitere Nachbesserungen im Rahmen es Gesetzgebungsverfahrens. „Wir brauchen meines Erachtens ausdrücklich ausgewiesene Gebiete, in denen unsere Küstenfischerei weiter bestehen kann.“ 

Im Rahmen des „Fischereidialogs“ hatten das niedersächsische Umweltministerium und das Landwirtschaftsministerium drei Dialogveranstaltungen mit Fischerei- und Umweltverbänden sowie Vertretern einiger Küstengemeinden ausgerichtet. Zudem gab es zwei Regionalkonferenzen mit Fischereibetrieben und den Hafenkommunen. 

Ministerien sehen guten Kompromiss

„Gerade die Hinweise auf regionale Betroffenheiten für kleinere Fischereifahrzeuge, die im Laufe des Dialogs eingebracht wurden, haben wir ernst genommen, um betriebliche Härten zu vermeiden“, so Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte (Grüne). Das Flächenkonzept sei jetzt eine gute Grundlage für eine mit den Schutzzielen des Nationalparks niedersächsisches Wattenmeer konforme fischereiliche Nutzung. „Damit entsteht zugleich Planungssicherheit für die Krabben- und Muschelfischerei.“

Auch Umweltminister Christian Meyer (Grüne) sieht ein „tragfähiges Flächenkonzept“, das sowohl fischereifreie Gebiete in dem angestrebten Flächenumfang als auch weiterhin befischbare Gebiete umfasse. Das Konzept sei geeignet, Naturschutz und Küstenfischerei gemeinsam in die Zukunft führen. „Mit den fischereifreien, strengen Schutzgebieten innerhalb des Nationalparks werden Rückzugsräume für marine Lebensräume und Arten geschaffen und wichtige europarechtliche Anforderungen umgesetzt.“ 

Landtag entscheidet

Die rechtliche Umsetzung der fischereifreien Gebiete soll durch eine Änderung des Gesetzes über den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer erfolgen. Den Gesetzentwurf hierfür wird das Umweltministerium vorlegen. Über die konkrete Ausgestaltung entscheidet anschließend der Landtag.

In Hooksiel gab es zu Beginn des Fischereidialogs noch drei Fischereibetriebe. Inzwischen hat ein Betrieb seine Tätigkeit eingestellt. Der Kutter „Trotz“ wurde stillgelegt. Ein weiterer Betreib hat in diese Woche seinen Fang vorübergehend eingestellt. „Es gibt zurzeit kein Krabben.“ Der Grund, Fischerei-Verbotszonen hin oder her: Wittlinge haben die Krabbenbestände weitgehend weggefressen.

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Letzter Blutspende-Termin im Walter-Spitta-Haus

Hooksiel (14. 10. 2026) – Am Montag, 19. Oktober, findet der letzte Blutspendetermin des DRK-Blutspendedienstes in diesem Jahr in Hooksiel statt. Freiwillige haben in der Zeit von 16 bis 20 Uhr Gelegenheit, im Walter-Spitta-Haus ihre Spende abzugeben. Belohnt werden sie im Anschluss mit einem Imbiss. Alle Spender müssen einen Personalausweis dabei haben.

Das Walter-Spitta-Haus ist am Montag, 19. Oktober, letztmalig Anlaufpunkt für Blutspende-Willige. Archiv-Foto: hol

Sieglinde Schandinat, die mit anderen Ehrenamtlichen aus Hooksiel die Blutspendetermin begleitet, weist darauf hin, dass das Gemeindehaus der evangelisch-lutherischen Kirche in der Lange Straße 60 letztmalig vom Blutspendedienst genutzt wird. „Ab 2027 werden die Blutspenden dann im Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr Hooksiel durchgeführt.“

Hintergrund der Entscheidung dürften die Pläne der Kirchengemeinde sein, die das Walter-Spitta-Haus aus wirtschaftlichen Gründen mittelfristig aufgeben will. Mit Blick auf die hohen Kosten und die sinkende Zahl an Kirchenmitgliedern hat der Gemeindekirchenrat beschlossen, zukünftig nur noch ein Gemeindehaus im Wangerland zu unterhalten. Dafür soll das Stephanus-Haus in Hohenkirchen ausgebaut und energetisch saniert werden.