Hooksiel/Förrien (25. 2. 2026) – Der Hooksieler Rennverein e.V. plant für dieses Jahr erneut drei Renntage. Die Großveranstaltungen sollen am 15., 22. und 29. Juli, jeweils Mittwochs, auf der Trabrennbahn in Hooksiel stattfinden. Der Vorstand zeigte sich auf der Mitgliederversammlung im Restaurant „Zum Deichgrafen“ in Förrien vorsichtig optimistisch, da in diesem Zeitraum weniger Konkurrenz-Veranstaltungen erwartet werden als in den Vorjahren. Entscheidend für den Erfolg bleibe jedoch die Zahl der teilnehmenden Pferde sowie die Wetterlage.
Blicken zuversichtlich in die Zukunft: Die Vorstandsmitglieder (von links) Petra Kohlbuß (Planung), Jana-Sophie Kohnke (Kassenwart), Immo Müller (1. Vorsitzender), Anna Janssen (3. Vorsitzende) und Marco Will (Pressewart). Foto: Rennverein
An der Versammlung nahmen rund 50 Mitglieder teil. Der 1. Vorsitzende Immo Müller blickte in seinem Jahresbericht auf ein herausforderndes Rennjahr 2025 zurück. Von drei geplanten Renntagen konnten aufgrund anhaltend schlechter Witterung lediglich zwei durchgeführt werden. Neben dem Wetter stellte auch der weiterhin spürbare Pferdemangel eine Belastung dar. Müller dankte ausdrücklich den zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern sowie der Landjugend für deren engagierte Unterstützung bei den Vorbereitungen und während der Renntage.
Kassenwartin Jana-Sophie Kohnke stellte den Kassenbericht vor. Bedingt durch den Ausfall des letzten Renntages verzeichnete der Verein im Vergleich zum Vorjahr deutliche Einnahmerückgänge, insbesondere bei den Eintrittsgeldern und im Toto-Bereich. Dennoch konnte das Geschäftsjahr durch reduzierte Ausgaben sowie eine Erbschaft mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen werden.
Unter dem Tagesordnungspunkt „Verschiedenes“ informierte der Vorstand über die Überlegungen der Flächeneigentümerin, der Niedersächsischen Hafengesellschaft NPorts, zur möglichen touristischen Entwicklung des Hooksieler Freizeitgeländes und der Rennbahn. Der Verein werde die weiteren Entwicklungen aufmerksam begleiten. Die Versammlung klang in geselliger Atmosphäre mit dem traditionellen Kohlessen aus.
Wangerland/Hooksiel (25. 2. 2026) – Bei der Wangerland Touristik GmbH (WTG) und der Gemeinde Wangerland glaubt offenbar niemand mehr daran, einen Käufer oder Betreiber für das seit Oktober 2025 geschlossene Meerwasser-Hallenwellenbad in Hooksiel zu finden. Eine erste Suchrunde blieb ohne Ergebnis. Für ein zweites, bereits laufendes Interessenbekundungs-Verfahren will die Gemeinde jetzt ein Signal an potenzielle Investoren senden.
Die Wangerland Touristik sucht für das Areal rund um das Hallenwellenbad Hooksiel samd Reisemobil-Stellplatz sowie für das Grundstück Zum Hafen (Kurverwaltung. Friesland Therme, Thalasso Meeres Spa) Investoren. Archiv-Foto: hol
Ohne Gegenstimme hat am Dienstagabend der Ausschuss für Gemeindeentwicklung und Sanierung einen so genannten Aufstellungsbeschluss für das zum Verkauf stehende Areal zwischen der Straße Am Hallenbad, Deich und benachbarter Ferienhaussiedlung auf den Weg gebracht. Die Botschaft an potenzielle Interessenten: Ein Projekt soll nicht an den vorhandenen baurechtlichen Festsetzungen scheitern. Die Gemeinde ist bereit, das Baurecht nach den Bedürfnissen eines Investors anzupassen – wenn dieser ein zum Ort passendes Vorhaben umsetzen möchte.
Hoffnung: Hotel mit Schwimmbecken
Der Bebauungsplan III/6a „Hooksiel-Ost“, zu dem das Hallenbad mit Parkplätzen und Reisemobil-Stellplatz sowie Grünflächen rund ums Bad gehören, sei jetzt so etwas wie ein „weißes Blatt Papier“, erläuterte der SPD-Fraktionsvorsitzende Holger Ulfers. Über die künftigen Inhalte des Blattes können man mit einem Interessenten diskutieren, so der Hooksieler. Möglicherweise über einen Hotelbau mit Blick über den Deich und einem großen Spa-Bereich mit Schwimmbecken, in dem die DLRG künftig weiterhin Schwimmkurse anbieten kann …
Die Hoffnung stirbt zuletzt. Im Bebauungsplan-Entwurf des beauftragten Planungsbüros jedenfalls findet sich der Begriff Hallenbad nicht mehr, stellte der Hooksieler Tobias Geisen fest, der dem Ausschuss als beratendes Mitglied angehört. In dem Papier wird das „große touristische Potenzial“ der Fläche mit Stichworten wie Hotel, Restaurant/Café, Wellness/Spa, Ferienwohnungen und Einrichtungen der Kurverwaltung umrissen. Das seien aber nur Beispiele, versicherte der im Rathaus seit einigen Monaten für die Bauleitplanungen zuständige Abteilungsleiter Peter Podein. „Grundsätzlich ist alles möglich …“.
Unterstützung für die WTG
Der Hintergrund der Planungsoffensive: Das vom neuen Bebauungsplan umrissene, 20.800 Quadratmeter große Grundstück gehört der WTG, die sich bekanntlich in Insolvenz in Eigenregie befindet. Durch den Verkauf des Grundstücks soll die finanzielle Schieflage des gemeindeeigenen Unternehmens abgemildert werden. Durch den neuen B-Plan-Beschluss, so die Hoffnung, könnten die Höhe der Gebote für die Fläche deutlich steigen.
Allerdings hat die Gemeinde keinen Einfluss darauf, an wenn die WTG das Grundstück verkauft. Entscheidungen für das Unternehmen fällen in dem nicht-öffentlichen Sanierungsverfahren Gläubigerausschuss, Insolvenzverwalter und Sachwalter. Aber, so betonte Bürgermeister Mario Szlezak: „Das Planungsrecht liegt weiter bei der Gemeinde. Das letzte Wort haben also wir.“
Hotelbau in Horumersiel?
Mit der gleichen Logik arbeitet die Gemeinde an einem Ausstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan für das Areal „Horumersiel-Nordseeforum Zum Hafen“, zu dem die Gebäude der Kurverwaltung, die „Friesland Therme“ und das neue Thalasso Meeres Spa gehören. Auch hierfür sucht die WTG einen Investor, zum Beispiel für einen Hotelbau.
Das Signal „Aufstellung von Bebauungsplänen“ sei wichtig, damit die WTG einen möglichst hohen Preis für den Verkauf der Grundstücke bekommen kann. Dieser bereits in der nicht-öffentlich tagenden Lenkungsgruppe besprochenen Strategie stimmten Alice Brandenburg-Bienek für die Gruppe „Gemeinsam fürs Wangerland“ (CDU, Grüne, FDP) und die SPD-Fraktion für beide zum Verkauf stehenden Grundstücke zu.
Mehr Transparenz gefordert
Vorbehalte signalisierten lediglich die Ausschuss-Mitglieder der ZUW-Gruppe der Unabhängigen. Immo Müller (UWW) forderte von Seiten der WTG mehr Transparenz gegenüber den Ratsmitgliedern und der Öffentlichkeit. Schließlich wolle das Unternehmen ja etwas von der Gemeinde. Geraldinie Vogdt (Pro Wangerland) erinnerte daran, dass gerade das Bemühen um den Erhalt des Hallenwellenbades in Hooksiel und der Widerstand gegen ein seinerzeit geplantes Hotel in Horumersiel die zentralen Themen bei der Gründung der Wählerinitiative „Pro Wangerland“ gewesen seien. Beide Unabhängigen enthielten sich bei der Abstimmung.
Horumersiel (25. 2. 2026) – Das „Thalasso Meers Spa“ (TMS) erweitert seine Öffnungszeiten. Ab dem 1. März hat der Spa-Bereich donnerstags von 11 bis 20 Uhr geöffnet. Mit dem „langen Donnerstag“ will die Wangerland Touristik GmbH (WTG) insbesondere Berufstätige ansprechen, die mit den Angeboten des Hauses Erholung und Bewegung am Meer suchen.
Eine weitere Neuerung: Ab dem 6. März bietet der Gesundheitstempel in Horumersiel einen „Aqua Jumping Kursus“ an. Immer freitags um 17.30 Uhr können Teilnehmende in einer 45-minütigen Einheit auf Unterwasser-Trampolinen klassische Sprungabläufe trainieren und so Körperhaltung und Muskulatur stärken.
Entsprechende Ganzkörpertrainings-Kurse hatte es bereits in der inzwischen geschlossenen „Friesland Therme“ gegeben. Die Einheiten finden in kleinen Gruppen mit maximal acht Teilnehmenden statt. Eine Anmeldung ist erforderlich und kann online oder direkt im TMS erfolgen.
Hooksiel (24. 2. 2026) – Die Dorfgemeinschaft Hooksiel steht vor einem Umbruch. Auf der Jahreshauptversammlung der Dachorganisation der Hooksieler Vereine kündigten der Vorsitzende Marco Knodel, sein Stellvertreter Nils Schröder und Kassenwart Tobias Geisen an, bei den Neuwahlen im nächsten Jahr aus zeitlichen und persönlichen Gründen nicht mehr kandidierten zu wollen. Knodel: „Ich kündige den Schritt rechtzeitig an, damit mögliche Nachfolger sich darauf vorbereiten können.“
Marco Knodel (Mitte), Vorsitzender der Dorfgemeinschaft Hooksiel, sein Stellvertreter Nils Schröder (rechts) und Kassenwart Tobias Geisen (nicht im Bild) wollen sich 2027 aus ihren Ämtern zurückziehen. Archiv-Bild: hol
Jahresplan für 2026 steht
Die Dorfgemeinschaft steht vor allem für die Organisation von großen Festen im Ort. Für 2026 plane man dasselbe Programm wie im Vorjahr: einen Ostermarkt, das Maibaum-Aufstellen, die jeweils mehrtägigen Herings- und Krabbentage sowie einen Weihnachtsmarkt. „Den Weihnachtsbaum für den Alten Hafen haben wir uns schon gesichert“, verriet Knodel im Rahmen der gut besuchten Versammlung im Awo-Heim. „Wir wollen nicht noch einmal so eine Zitterpartie erleben wie 2025.“
In 2025 seien die Feste sehr gut gelaufen, sagte Knodel. Für die Organisatoren werde die Aufgabe aber immer schwieriger. Knodel: „Ohne den Einsatz der zahlreichen ehrenamtlichen Helfer und ohne Sponsoren geht gar nichts.“
Wie Geisen ausführte, erwirtschafte die Dorfgemeinschaft in der Regel mit den Krabbentagen einen Gewinn, mit dem dann die anderen Feste mitfinanziert werden. Solle am Ende noch Geld übrig sein, werde das ins Dorf investiert.
Dank an die Organisatoren
Als Gäste der Hauptversammlung bedankten sich Bürgermeister Mario Szlezak (SPD), der CDU-Bürgermeister-Kandidat Thies Fischer und der Geschäftsführer der Wangerland Touristik GmbH, Torsten Riedel, für das Engagement vor Ort. Die Organisation solcher Großveranstaltungen sei ohne die Dorfgemeinschaft und die in ihr zusammengeschlossenen Vereine nicht möglich. Riedel, der vor Jahren selbst Teil des Organisationsteam war: „Hoffentlich findet ihr jemanden, der die Feste weiter führt.“ Die WTG würde die Feste gern noch intensiver unterstützten. „Aber in der aktuellen Situation habe ich keinen Scheck dabei.“ Bekanntlich befindet sich die WTG in einer Insolvenz in Eigenregie.
Auch in die Jahr sollen aus Kürbissen geschnitzte Lampen zu Halloween die Hooksieler erfreuen. Archiv-Foto: hol
Der Dorfgemeinschaft angeschlossen ist die Initiative „Weil wir Hooksieler sind“. Wie deren Sprecher, Julian Dreßel, ankündigte, plane man man wieder eine groß angelegte Ostereiersuche. Im vergangenen Jahr hätten daran rund 500 Kinder teilgenommen. Deshalb soll das Suchgebiet auf sechs Stationen ausgeweitet werden, an denen Eier in sechs verschiedenen Farben versteckt werden. Kinder, die ein komplettes Sortiment finden, erhalten eine Belohnung. Versteckt würden zudem „goldene“ Eier, für die es von Sponsoren zur Verfügung gestellte Preise gibt.
Ostereier und Kürbisse
Fest geplant sei auch wieder eine Kürbis-Aktion zu Halloween, kündigte Dreßel an. In 2025 habe man zusammen mir der Grundschule und dem Wiki-Wohnheim eine Tonne Kürbisse zu herbstlichen Grusel-Leuchten verarbeitet.
Unklar ist noch, ob das dritte mehrtägige Volksfest, das traditionelle FCN Hafenfest, in diesem Jahr stattfindet. Wie Christian Doyen, Vorstandssprecher des SC Wangerland, sagte, hätten sich nach einem öffentlichen Appell zusätzliche Helfer fürs Orga-Team gemeldet. Im März werde die Entscheidung fallen, ob das nächste Hafenfest tatsächlich in diesem August oder erst wieder 2027 stattfinden kann. Doyen: „Aber das Fest hat Zukunft.“
Kinderfest und Herbstleuchten
Für den Verein „De Hooksieler“ verkündete Anke Müller die Termine für das große Kinderspielfest im Garten der Generationen (Dienstag, 21. Juli) und das „Herbstleuchten“ am Alten Hafen (Samstag, 10. Oktober). Bereits für Samstag, 14. März, lädt der Seebadeverein zur Teilnahme am „Frühjahrsputz“ ein. Treffpunkt ist um 13 Uhr am Awo-Heim. Bernd Tscherney plant für Himmelfahrt, 14. Mai, wieder einen Bücher- und Spieleflohmarkt im Awo-Heim zugunsten des Kinder- und Jugendhospiz Wilhelmshaven. Buch- und Spielespenden können bei ihm abgegeben werden.
Zum Abschluss der Veranstaltung sagte Frank Langenhorst, Betreiber der „Eventhalle“ im Gewerbegebiet, der Arbeitsgruppe Hooksiel eine Spende von 500 Euro sowie der DLRG und der Initiative „Weil wir Hooksieler sind“ jeweils 250 Euro zu. Das Geld ist der Überschuss des diesjährigen Handwerkerballs.
Wangerland (24. 2. 2026) – Die Landtagsabgeordnete Katharina Jensen (Wangerland), fischereipolitische Sprecherin der CDU-Fraktion im Landtag, wirkt für einen echten Dialog zwischen Landesregierung, Naturschützern und Fischern. Die aktuellen Pläne zum Schutz des Wattenmeeres könnten andernfalls die Existenz vieler Betriebe bedeuten.
Mindestens zehn Prozent der Meeresfläche vor Niedersachsens Küste sollen streng geschützt werden. Fischerei wäre dann in weiten Teilen des Nationalparks Wattenmeer nicht mehr möglich. Archiv-Foto: hol
„Naturschutz im Wattenmeer ist wichtig und richtig“, so Jensen. Aber der Zeitpunkt und die Grundlage der aktuellen Planungen seien hochproblematisch. Künftig sollen zehn Prozent des Wattenmeers streng geschützt werden. Das bedeute noch weniger Fläche für die Küstenfischer. „Da die Flächenkonkurrenz vor unserer Küste bereits heute sehr groß ist, ist das inzwischen eine Existenzfrage“, so die CDU-Politikerin.
Verbände beziehen Position
Das Umwelt- und das Agrarministerium in Hannover würden mir ihrer Planung Vorgaben aus der EU-Biodiversitätsstrategie umsetzen. Danach müssen bis 2030 mindestens 30 Prozent der Meeresflächen geschützt und davon mindestens zehn Prozent streng geschützt werden. Derzeit läuft die Verbandsbeteiligung, das Konzept soll schon im März vorgelegt werden.
Die Umweltschutz-Organisation WWF fordert mit Blick auf den ökologischen Zustand der Küstengewässer sogar einen Fischereistopp für rund die Hälfte der derzeit noch befischten Gebiete im Bereich des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer. Damit würden die Fanggründe der Krabbenfischer nach Ansicht des WWF lediglich um 35 Prozent verkleinert. Gerade die Krabbenfischer würden aufgrund ihrer hohen Beifangrate die Natur erheblich schädigen. Der WWF verweist auf ein staatlich gefördertes Abwrackprogramm, mit dem die Flotte der Krabbenfischer um 30 Prozent verkleinert werden soll.
Auch der Verband der Kleinen Hochsee- und Küstenfischerei im Landes-Fischereiverband Weser-Ems verweist auf den laufenden Prozess der Kapazitäts-Anpassung in der Fischereiflotte. Dieser Prozess und seine Auswirkung auf die Fangmengen sollten zunächst abgewartet werden. Kritik übt der Verband unter anderem an den Vorschlägen zum Zuschnitt der Schutzgebiete. Die Sperrung von Prielsystemen und Buchten könnte dazu führen, dass ganze Häfen ihre Fanggebiet verlieren – mit entsprechenden Folgen für die lokale Hafenwirtschaft und den Tourismus. Besonders problematisch seien die Pläne unter anderem für die Jade.
Die Boote der Krabben- und Muschelfischer gehören noch zum Bild in den Häfen in Niedersachsen. Wird die Flotte verkleinert, könnte das auch Auswirkungen auf den Tourismus haben. Foto: Bökhaus
Wie Katharina Jensen ausführt, definierte ein vorliegendes Fachkonzept zunächst einen Suchraum innerhalb bestehender Schutzgebiete. In einem zweiten Schritt sollen daraus konkrete Teilflächen festgelegt werden. „Insgesamt sollen rund 54.710 Hektar als fischereifrei ausgewiesen werden“, so die Abgeordnete. „Für diese Flächen wird ein vollständiger, ganzjähriger Ausschluss der Fischerei zugrunde gelegt.“
Auch der Jadebusen wäre betroffen
Die betroffenen Gebiete würden der gewerblichen Nutzung damit dauerhaft nicht mehr zur Verfügung. Nach den vorliegenden Karten betreffen die vorgesehenen Teilflächen unter anderem Bereiche im Jadebusen sowie vor Wangerooge. Betroffen wären mithin auch die Fischer, die in Hooksiel, Dangast und Horumersiel beheimatet sind.
An der niedersächsischen Nordseeküste sind insgesamt 114 Fischereifahrzeuge registriert. Diese werden von 317 Beschäftigten bewirtschaftet. Darunter befinden sich 88 Krabbenkutter sowie fünf Fahrzeuge der Muschelfischerei in insgesamt 17 Fischereihäfen.
Jensen kritisiert Verfahren
Jensen bezweifelt ebenso wie der Verband der Küstenfischer, ob die Datengrundlage für die sozioökonomische Bewertung von 18 analysierten Teilflächen ausreichend ist. Dafür wurden unter anderem Logbücher, Anlandungen und Schiffsregisterdaten aus den Jahren 2021 bis 2023 verwendet.
„Für jede Teilfläche wurden Erlöse, Schiffe und sogenannte ,Stresslevel‘ berechnet. Anpassungen oder Ausweichverhalten der Betriebe wurden dabei nicht berücksichtigt. Schiffe unter zwölf Metern Länge wurden in die Analyse überhaupt nicht einbezogen“, kritisiert Jensen. „Gerade diese kleineren Schiffe sind jedoch ein relevanter Bestandteil der niedersächsischen Küstenfischerei.“
Die CDU-Politikerin spricht sich für eine differenzierte Betrachtung aller Flottensegmente aus. Schon in den vergangenen Jahren seien durch den Ausbau der Offshore-Windkraft, durch Infrastrukturmaßnahmen sowie durch Kabeltrassen und deren Schutzkorridore Einschränkungen für die Fischerei entstanden. „Viele Betriebe stehen vor strukturellen Entscheidungen.“
Vor diesem Hintergrund müssten die wirtschaftlichen Auswirkungen des Schutzprogrammes vollständig und realistisch bewertet werden. Aus Sicht der Fischer gehört dazu auch eine Härtefallregelung für existenziell betroffene Betriebe. Jensen: „Wer tragfähige Lösungen will, braucht vollständige Datengrundlagen und einen transparenten Dialog.“
Wangerland (23. 2. 2026) – Der geplante Verkauf des Campingplatzes in Schillig wird die Qualität der angebotenen Leistungen sowie das Wohlbefinden der Gäste in der Saison 2026 in keiner Weise beeinträchtigen. Das versichert der Geschäftsführer der Wangerland Touristik GmbH (WTG), Torsten Riedel, in einer heute verbreiteten Pressemitteilung.
Betreiber für Friesland-Therme
Wie „Hooksiel-Life“ bereits am Wochenende berichtet hatte, sucht die WTG im Rahmen eines Interessenbekundungs-Verfahrens potenzielle Investoren, die den Groß-Campingplatz übernehmen und betreiben möchten. Optional können Interessenten zusätzlich den Betrieb der benachbarten „Friesland-Therme“ in Horumersiel übernehmen. „Wir begrüßen es sehr, wenn ein Investor für den Campingplatz auch eine verbundene Betreiberlösung für die Friesland-Therme anbietet. Unser Ziel ist es weiterhin, den touristischen Betrieb dauerhaft zu sichern und zukunftsfähig aufzustellen“, so Riedel.
Interessenten können ihre Gebote und Konzepte bis zum 10. März einreichen. Mit der Unterzeichnung eines Kauf- und Nutzungsverträgen rechnet man bei der WTG frühestens im Mai. Mit der Abwicklung der Verhandlungen hat die insolvente WTG die Immobiliengesellschaft GLC AG (Hamburg) beauftragt. Die Rahmenbedingungen für das strukturierte Bieterverfahren findet man unter anderem im elektronischen Amtsblatt der Gemeinde Wangerland (www.wangerland.org).
Gesamtkonzept wichtig
Der Außendeich-Campingplatz Schillig hat rund 1.500 Stellplätze, moderne Sanitär- und Serviceeinrichtungen sowie eine direkte Strandanbindung. Wie Riedel betont, werde die Bewertung der Angebote nicht nur von der Höhe des gebotenen Kaufpreises abhängen. Wichtig seien auch die Qualität und die Nachhaltigkeit des Konzeptes, geplante Investitionen sowie die Übernahme von Beschäftigten. Einem möglichen Verkauf müssen dann neben der WTG auch der Gläubigerausschuss und der im Zuge der Insolvenz in Eigenregie bestellte Sachwalter zustimmen.
Hooksiel (23. 2. 2026) – Die Tennisspieler der Herren ü60 des FCN Hooksiel (SC Wangerland) haben zum Abschluss der Wintersaison einen Auswärtssieg gelandet. Das Team um Mannschaftsführer Ingo Corning setzte sich beim TC Wardenburg mit 4:2 durch. Mit nunmehr 6:8 Punkten belegen die Hooksieler Platz vier in der Abschlusstabelle der Bezirksklasse. Ohne den verletzungsbedingt sehr schlechten Saisonstart (0:8 Punkte) wäre vielleicht noch eine bessere Platzierung drin gewesen.
Fußballstar Ailton (Mitte) gehörte zu den Zuschauern der Tennispartie der Hooksieler ü60-Mannschaft in Wardenburg. Mit auf dem Bild: Gerd Abeldt (links) und Ingo Corning. Foto: privat
Der Sieg in Wardenburg war etwas glücklich. Nach dem sicheren Sieg von Spitzenspieler Thomas Otte an Postion 1 (6:2, 6:2) und dem knappen Erfolg von Gerd Abeldt an Position 3 (4:6/6:1/11:9) stand es nach den vier Einzeln 2:2. Harald Fischer war bei seinem 1:6/2:6 an Position 2 chancenlos. Helmut Petermann war an Position 4 sehr knapp gescheitert (7:5/6:7/6:10).
Die Entscheidung musste in den Doppeln fallen. Hier gewannen Otte/Fischer ihre Partie souverän mit 6:2/6:2. Abeldt/Conring mussten sich allerdings gewaltig strecken, um nach nahezu fehlerlosem ersten Satz die Partie insgesamt für sich zu sichern (6:0/4:6/10:7).
Zu den Zuschauern gehörte phasenweise auch Ailton. Der brasilianische Fußballstar mit Werder-Bremen-Legenden-Status war zufälliger Gast in der Halle in Wardenburg. Das Angebot der Hooksieler, ob er nicht vielleicht auch mal einen Tennisschläger in die Hand nehmen wolle, lehnte er allerdings ab. „Ivan Klasnic, der kann gut Tennis spielen. Ailton spielt Fußball.“
Hooksiel (22. 2. 2026) – Der Seebadeverein Hooksiel lädt zu seinem nächsten „Gäste- und Bürgersnak“. Treffpunkt dafür ist Dienstag, 24. Februar, um 18 Uhr im Gästehaus. Im Zentrum der öffentlichen Veranstaltung steht der Bau einer „Adventure Golfanlage“ an der Hooksieler Wasserskianlage, die im Mai eröffnet werden soll.
Ein weiterer Schwerpunkt der Veranstaltung soll das weitere Vorgehen der Gemeinde bei der Suche nach einem Käufer für das ehemalige Feuerwehrgelände am Alten Hafen werden. Bekanntlich war ein Planungsbüro im vergangenen Jahr mit dem Versuch gescheitert, einen Hotelinvestor für den Ortskern von Hooksiel zu finden. Beim Gäste- und Bürgersnak vor vier Wochen hatten sich eine Reihe von Mitglieder des Seebadevereins als Alternative zu einem Hotels für eine Markthalle ausgesprochen. Angeblich soll es dafür auch einen potenziellen Investor geben.
Hooksiel (22. 2. 2026) – Glück im Unglück hatte ein Autofahrer bei einem Unfall auf der Landesstraße zwischen Hooksiel und Waddewarden. Sein Wagen war am Freitag gegen 19.40 Uhr in der Nähe von Bottens nach einem Überholmanöver von der Straße abgekommen und im Straßengraben gelandet.
Der Mann wurde nur leicht verletzt und konnte sein Fahrzeug noch selbstständig verlassen. Neben Polizei und Rettungsdienst waren die Feuerwehren Hooksiel und Waddewarden vor Ort, die die Unfallstelle absicherten. Foto: Feuerwehr
Wangerland/Hooksiel (21. 2. 2026) – Nach dem Verkauf des Campingplatzes Hooksiel sucht die insolvente Wangerland Touristik GmbH jetzt auch einen Investor für ihren Campingplatz in Schillig. Das offizielle Bieterverfahren dafür ist eröffnet.
Die Campingplätze direkt an der Jade gehörten über Jahrzehnte zu den Profitcentern der Wangerland Touristik GmbH. Jetzt steht nach dem Verkauf des Areals in Hooksiel auch der Großcampingplatz in Schillig zum Verkauf. Archiv-Foto: hol
Es wird ein Käufer gesucht, der den Campingplatz mit seinen 1500 Stellplätzen mit der kompletten Infrastruktur und Ausstattung übernimmt und den Platz weiter betreibt. Ausdrücklich begrüßen würde es die WTG, wenn Bieter auch Angebote für ein Betreibermodell für die „Friesland-Therme“ in Horumersiel machen würden. Das kombinierte Hallen-Freibad mit Saunalandschaft war im vergangenen Jahr nach einem Defekt in der Heizungsanlage geschlossen worden.
Betreiber für „Friesland-Therme“ gesucht
Der Campingplatz liegt vor dem Deich unmittelbar an der Jade. Das rund 420.000 Quadratmeter große Grundstück ist vom Land Niedersachsen gepachtet. Im vergangenen Jahr verbuchte die WTG auf dem Platz 284.541 Übernachtungen. Zu dem Areal gehören mehrere Betriebs- und Sanitärgebäude. Für die Betreuung des Campingplatzes waren bei der WTG 18 Mitarbeiter beschäftigt, davon vier in Vollzeit. Zwei weitere Arbeitsplätze hängen an der „Friesland-Therme“.
In der Bekanntmachung zum Bieterverfahren weist die WTG ausdrücklich darauf hin, dass der Verkauf des Campingplatzes unter dem Vorbehalt steht, dass der Gläubigerausschuss und der Sachwalter des Insolvenzverfahrens dem zustimmen. Die Interessenbekundung ist unverbindlich. Neben der Höhe des gebotenen Kaufpreises werde der Zuschlag unter anderem auch vom touristischen Konzept des Bewerbers, von geplanten Folgeinvestitionen, der Übernahme der Mitarbeiter und einem schlüssigen Betreiberkonzept für die „Friesland-Therme“ abhängen.
Millionen-Erlös erwartet
Mit dem erwarteten Millionen-Erlös aus dem Verkauf des Campingplatzes will die WTG ihrer finanzielle Lage aufbessern und einen Weg raus aus der laufenden Insolvenz in Eigenregie bahnen. Maßgebliche Ursache für die Schieflage des gemeindeeigenen Unternehmens war die Kostenexplosion beim Bau des „Thalasso Meeres Spa“ in Horumersiel. Der Baupreis stieg von zunächst veranschlagten 4,8 Millionen Euro auf zuletzt erwartete 23 Millionen Euro. Eine Abschlussrechnung liegt bislang ebenso wenig vor wie eine detaillierte Aufarbeitung der Ursachen für die Kostenentwicklung.