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Hooksiel-life: Vom Leben an der Küste

Land unter nach Starkregen: Gräben können Wassermassen nicht aufnehmen

Hooksiel (28. 6. 2026) – Blitz und Donner, Sturmböen, Hagelschauer mit bis zu zwei Zentimeter großen Körnern, dazu über Stunden Starkregen. In der Nacht zum Sonntag konnte man in Hooksiel und in weiten Teilen des Wangerlandes Angst bekommen. Das von Meteorologen nach der extremen Hitze über den gesamten Tag angekündigte Unwetter zog sich von 24 Uhr bis in die Morgenstunden hin.

Seit 5 Uhr waren die Freiwilligen der Feuerwehr Hooksiel im Dauereinsatz. Vornehmlich mussten die Helfer Wasser von Grundstücken sowie aus Gräben und Kellerwohnungen abpumpen. Foto: Ulfers

Die Folgen: Viele Dinge, die nicht sicher verstaut waren, flogen durch die Gegend. Der Sturm knickte Äste ab. An der Jaderennbahn schlug ein Blitz in einen mächtigen Baum. Die Hagelkörner zerschlugen Garten-Ausstattungen und sollen auch an einigen Wagen Spuren hinterlassen haben. Auf Straßen, Wegen und befestigten Grundstücksteilen stand mehrere Zentimeter hoch das Wasser und drang in eine ganze Reihe von Kellern und Kellerwohnungen ein. Menschen aber kamen offenbar nicht zu Schaden.

Etliche Grundstücke überflutet

Der Starkregen zeigte zum wiederholten Mal die Schwächen des Entwässerungsystems in Hooksiel auf. Vor allem der zum Teil verrohrte Gräben entlang der Viethstraße war nicht in der Lage, die Unmengen an Wasser aufzunehmen oder abzuführen. In der Folge wurde etliche Grundstücke überflutet.

Die Freiwillige Feuerwehr Hooksiel war seit 5 Uhr mit 14 Frauen und Männern im Dauereinsatz. Später alarmierte Ortsbrandmeister Jörg Nöchel noch in Nachbarwehr aus Waddewarden, die in gleicher Stärke ausrückte, um Straßen und Wege in Hooksiel und Umland zu sichern. Hier mussten Äste von den Fahrbahnen geräumt, dort welche abgesägt werden, die auf die Straße zu fallen drohten.

Blitz in Baum eingeschlagen

Die Hooksieler Wehr pumpte unterdessen vornehmlich Wasser aus dem Grabensystem, aus Kellern und von den Grundstücken ab, die zum Teil knietief überflutet waren. Zur Verstärkung rückte am Morgen das Technische Hilfswerk (THW) aus Varel an und pumpte mit leistungsstarken Aggregaten im Bereich Viethstraße Wasser aus den Gräben ins Hooksmeer.

Viethstraße und Altendeich waren für den allgemeinen Verkehr während der Einsätze weitgehend gesperrt. Auch die Straße An der Jaderennbahn war nicht mehr passierbar. Hier musste ein vom Blitz geradezu gespaltener Baum zerlegt und beseitigt werden. Zudem lagen etliche weitere Äste auf der Fahrbahn.

Ärgerlich. Die Wassermassen drückten zum Teil durch die Außenwände in die Keller und Kellerwohnungen. Foto: Feuerwehr

Feuerwehrchef kritisiert Entwässerung

Die Einsatzbilanz von Jörg Nöchel fiel gegen Mittag zweigeteilt aus. Der Ortsbrandmeister zeigte sich sehr zufrieden mit der Arbeit seiner Leute. Es könne aber nicht angehen, dass die Gräben trotz einer Reihe von vergleichbaren Vorfällen in den zurückliegenden Jahren immer noch nicht sauber und zum Teil völlig unzureichend verrohrt seien. Sein Appell an die Gemeinde Wangerland und den Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband (OOWV), der die Entwässerung von der Gemeinde übernommen hat. „Hier muss endlich mal etwas geschehen, damit sich die Lage dauerhaft verbessert.“

Ulfers sieht OOWV in der Pflicht

In die gleiche Kerbe schlägt der Hooksieler Ratsherr Holger Ulfers, selbst Anwohner und Betroffener der Überschwemmungen an der Viethstraße. Der SPD-Politiker sieht neben den Anwohnern, die auch selbst ein Auge auf ihren Graben haben sollten, vor allem den OOWV in der Pflicht. Der Verband habe die Oberflächenentwässerung „vollumfänglich“ von der Gemeinde übernommen. Dazu gehöre dann auch im gewissen Umfang die Pflege der Gräben.

„Es wird viel geredet. Aber es passiert nichts“, beklagt Ulfers mit Blick auf den vom OOWV für dieses Jahr angekündigten Entwässerungsplan. In dem Plan soll für acht Orte im Wangerland die Entwässerungssituation erfasst werden – unabhängig davon, ob der OOWV, die Gemeinde, Verbände oder die Anwohner in der Unterhaltungspflicht für Anlagen oder Gräben sind.

Unhaltbarer Zustand

Eine umfassende Entwässerungsplanung sei für Hooksiel auch für die geplante Erschließung der Freiflächen zwischen der Bäderstraße und dem Altendeich unverzichtbar. Bevor hier zum Beispiel ein Wohngebiet ausgewiesen werden kann, müsse geklärt sein, wohin das Oberflächenwasser fließen kann und soll, so Ulfers. 

Aus Sicht des Kommunalpolitikers ist es ein unhaltbarer Zustand, dass seit rund 14 Jahren bei Starkregen jedes Mal die Feuerwehr ausrücken muss. Die Belastung der Feuerwehrleute sei dabei ein Aspekt. Ein anderer: Die teuren Pumpen der Wehr seien eigentlich gar nicht dafür ausgelegt, schmutziges Grabenwasser zu befördern.

Anmerkung: Dieser Artikel wurde im Laufe des Tages aktualisiert.

SPD ehrt Sven Ambrosy mit Willy-Brandt-Medaille

Friesland/Wangerland (28. 6. 2026) – Lena Gronewold bleibt Kreisvorsitzende der SPD Friesland. Auf dem Kreisparteitag am Samstag wurde die Amtsinhaberin mit 96 Prozent der Stimmen wiedergewählt. Auch ihre StellvertreterInnen Elfriede Ralle, Sören Mandel und Jannes Wiesner wurden bestätig.

Frieslands SPD hat Landrat Sven Ambrosy (3. von links) die Willy-Brandt-Medaille verliehen. Auf dem Bild (von links) Ministerpräsident Olaf Lies, die wiedergewählte Kreisvorsitzende Lena Gronewold, MdB Siemtje Möller, der Landratskandidat Rolf Neuhaus und der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion Jannes Wiesner. Foto: SPD

Wiesner, auch Vorsitzender von Fraktion und Mehrheitsgruppe im Kreis, umriss die politischen Ziele: „Wir wollen den Menschen in Friesland den Rücken freihalten. Keine Moralpredigten oder erhobener Zeigefinger, sondern Politik, die im Alltag ankommt.“ Als Beispiele nannte er gute Bildung durch moderne Schulen, sichere Arbeitsplätze durch eine starke, zukunftsorientierte Wirtschaft, eine funktionsfähige Infrastruktur auf der Straße und im Netz und eine Gesundheitsversorgung, die auch in zehn Jahren noch trage.

Gronewold setzt auf Sieg

Gronewold steckte das Ziel für die Kommunalwahl am 13. September ab. „Wir wollen erneut stärkste Kraft in Friesland zu werden“, sagte die Vorsitzende. Ihre Kampfansage gegen Rechts: „Wir überlassen unser Land nicht den Feinden unserer Demokratie – und weichen keinen Zentimeter zurück. Wir stehen ein für unsere Demokratie, für eine offene, vielfältige und solidarische Gesellschaft. Friesland bleibt rot.

Über eine Auszeichnung durfte sich Sven Ambrosy freuen. Der langjährige Landrat, der im Herbst nicht wider für das Amt kandidiert, erhielt im Beisein der Bundestagsabgeordneten Siemtje Möller und Ministerpräsident Olaf Lies und der Kreisvorsitz die Willy-Brandt-Medaille, die höchste Ehrung der SPD für besonderes Engagement. Lies betonte in seiner Laudatio den unermüdlichen und beispiellosen Einsatz Ambrosys und zeigte noch einmal auf, wie er sich seit Jahren mit Engagement, Überzeugung und Leidenschaft für den Landkreis einsetzt. 

Kreisvorstand neu gewählt

In den neuen Kreisvorstand der SPD gewählt wurden der Vorsitzenden Lena Gronewold und ihren Stellvertretern Elfriede Ralle, Sören Mandel und Jannes Wiesner Torsten Claaßen (Kassierer), Manfred Buss (stv. Kassierer), Janina Furchert (Schriftführerin), Jens Franzen (stv. Schriftführer), Thomas Elderts, Heino Janssen, Marianne Kaiser-Fuchs, Paul Lonzen, Ole Mattausch, Georg Ralle und Annika Ramke (alle Beisitzer) gwählt.

Jugend-Initiative sucht Sponsoren für Basketballkorb

Hooksiel (27. 6. 2026) – Der Hooksieler Skaterplatz direkt neben Fußballplatz und Trabrennbahn könnte nach den Vorstellung von Julian Dreßel ein idealer Treffpunkt für junge Leute aus dem Ort sein. Ein Reihe von Hindernissen laden zu Kunststücken mit dem Skateboard oder dem Mountainbike ein. Ein halbseitig offene Container bietet Schutz von Regen und Sonne.

Meyra Schrievers und Julian Dreßel von der Initiative „Weil wie Hooksieler sind“ freuen sich über die neue Tischtennnisplatte auf dem Hooksieler Skaterplatz. Foto: hol

Durch ein Spende wurde das Angebot jetzt um eine weitere Attraktion bereichert. Die Wiki hat der Jugend-Initiative „Weil wir Hooksieler sind“ (WWHS) eine massive Tischtennisplatte aus Beton überlassen, für die es am WiKi-Wohnheim an der Bäderstraße keine Verwendung mehr gab. „Der Bauhof der Gemeinde hat die Platte zum Skaterplatz gebracht und dort installiert“, schildert Dreßel, der zu den WWHS-Sprechern zählt. „Im Rahmen eine kleinen Feier wurde die Platte eingeweiht. Da war richtig etwas los hier.“

Komplett ausgestattet ist der Skaterplatz nach den Vorstellungen der WWHS damit aber noch nicht. Seit etlichen Monaten ist (wieder einmal) der Basketball-Korb auf dem Platz abgebrochen. Offenbar hängen sich Spieler an den zu niedrig hängenden Korb, der das Gewicht dann nicht aushält.

Die Lösung aus Sicht der WWHS: „Der Korb muss ein gutes Stück höher hängen.“ Dafür bedarf es aber nicht nur eines neuen Korbes, sondern auch einen neuen Trägergestells. Die geschätzten Gesamtkosten: 2500 Euro.

Der Skaterplatz neben dem Fußballplatz bietet für Kinder und Jugendliche eine Reihe von Möglichkeiten. Fotos: WWHS

„Wir suchen jetzt nach Sponsoren für den neuen Basketballkorb“, so Dreßel. Wer das Projekt unterstützen möchte, kann sich per Email unter weilwirhooksielersind@gmail.com melden. Gemeinde und  Bauhof hätten bereits zugesagt, dass sie den neuen Korb montieren würden. Der alte könnte dann eventuell noch bei der Grundschule oder am Kindergarten Verwendung finden.

Zu den weiteren Plänen der Initiative, die sich unter dem Dach der Dorfgemeinschaft immer wieder in Hooksieler Projekte einbringt, gehören eine Graffiti-Wand für Spayer auf dem Skaterplatz und – mit Blick auf die Kommunalwahl im Herbst – eine Podiumsdiskussion mit Politikern ausschließlich für Leute unter 30 Jahre. Bei der Kommunalwahl sind Jugendliche ab 16 Jahren stimmberechtigt.

Kostenlose Bustickets für alle Schüler ab der 5. Klasse

Friesland/Wangerland (27. 6. 2026) – Der Landkreis Friesland weist darauf hin, dass die Jugendtickets für das kommende Schuljahr von allen Schülerinnen und Schülern ab der 5. Klasse neu beantragt werden müssen. Hintergrund ist, dass die hinterlegten Porträtfotos und Daten der Nutzerinnen und Nutzer teilweise veraltet sind. Um Verzögerungen bei der Ausstellung und Ausgabe zu vermeiden, sollten die Anträge bis Freitag, 31. Juli, online unter https://nol.is/lso gestellt werden.

Neue Anträge stellen

Die Aktualisierung der Fotos und Daten sei wichtig, um die Kontrollen in den Bussen zu erleichtern, Missverständnisse zu vermeiden und Missbrauch vorzubeugen. Die Ausgabe erfolge wie gewohnt zum Schuljahresbeginn und über die jeweilige Schule. „Da nicht alle Tickets gleichzeitig gedruckt und versendet werden können, kann das Verteilen bis Anfang September dauern“, teilt der Landkreis mit. Um einen reibungslosen Start in das neue Schuljahr 2026/2027 zu gewährleisten, würden die Busfahrer angewiesen, zunächst keine Kontrollen vorzunehmen.

Rückfragen können per E-Mail an schuelerbefoerderung@friesland.de gestellt werden. Alle Informationen zum Jugendticket sowie das Antragsformular stehen auf der Homepage des Landkreises zur Verfügung unter https://nol.is/lso. 

Fahrten auch in der Freizeit möglich

Mit dem Jugendticket ermöglicht der Landkreis Friesland (unterstützt durch das Land Niedersachsen) allen Schülerinnen und Schülern ab der 5. Klasse sowie Auszubildenden mit Wohnsitz in Friesland kostenfreie Fahrten im Bereich des Verkehrsverbundes Ems-Jade (VEJ). Dazu zählen die Landkreise Friesland, Wittmund, Aurich und Leer sowie die Städte Emden und Wilhelmshaven.

Das Ticket gilt an allen Tagen der Woche, einschließlich der Ferien, rund um die Uhr. Es kann also sowohl für den Weg zur Schule als auch für Fahrten in der Freizeit genutzt werden.

„Wasser marsch!“ – Schulhof verwandelt sich in Planschbecken

Hooksiel (26. 6. 2026) – Wer freut sich bei 28 Grad im Schatten nicht über eine kleine Abkühlung? Damit, dass aus der kleinen Abkühlung eine richtig große Wasserparty werden würde, dürften die allermeisten Schülerinnen und Schüler der Grundschule Hooksiel nicht gerechnet haben.

Die freiwillige Feuerwehren Hooksiel und Waddewarden sorgten heute auf dem Schulhof der Grundschule für Erfrischung. Foto. hol

Heute nach der großen Pause um 11 Uhr rückten die Freiwilligen Feuerwehren Hooksiel und Waddewarden mit zwei großen Tanklöschfahrzeugen an. Dann hieß es „Wasser marsch!“ – obwohl nirgends ein Feuer zu sehen war.

Feuerwehren im Großeinsatz

In kürzester Zeit verwandelte sich der Schulhof in eine Wasserlandschaft. Die Kinder sprangen herum, versuchten den Wasserstrahlen und -fontänen auszuweichen oder ließen sich nassspritzen. Je nach Lust und Laune. Vorsorglich hatten die Lehrer allen Kindern geraten, heute ein Handtuch und eine zweite Kluft Kleidung mitzubringen. Allerdings war im Vorfeld nur von Wasserspritzern aus Spielzeugpistolen und von Rutschpartien auf glitschigen Plastikbahnen die Rede.

Riesigen Spaß hatten die Kinder auch auf der Wasserrutsche auf dem Sportplatz der Grundschule. Foto: Giersdorf

Dass daraus dann die mächtigen Strahlen aus den Druckschläuchen der Feuerwehr wurden, konnte zu dem Zeitpunkt noch niemand ahnen. Dabei schonten die Frauen und Männer der Feuerwehren bei ihre besondern „Löschübung“ auch die Lehrerinnen und Lehrer sowie ihre eigenen Kameraden nicht. Eine in dieser Form bislang einmalige Aktion an der Grundschule Hooksiel. „Ich bin sei 26 Jahren Lehrerin an dieser Schule. So eine Party hatten wir noch nie“, so die ebenfalls pudelnasse Lehrerin Myriam Giersdorf

Pech hatten nur jene Kinder, die heute nicht zur Schule gekommen werden. Angesichts der hohen Temperaturen hatte die Schulleitung den Eltern freigestellt, ihre Kinder zur Schule zu schicken oder nicht. 

Ein schöne Einsatz für die Feuerwehren – und die Grundschulkinder hatten ihren Spaß daran. Foto: hol
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AWV pocht auf zügige Entscheidung über Krankenhaus-Standort

Wilhelmshaven/Friesland (26. 6. 2026) – Im 107. Jahr seines Bestehens hielt der Arbeitgeber- und Wirtschaftsverband Jade e.V. gestern seine Mitgliederversammlung im Wattenmeer Besucherzentrum in Wilhelmshaven ab. Präsident Tom Nietiedt und Hauptgeschäftsführer Henning Wessels blicken auf das vergangene Verbandsjahr zurück, nahmen wichtige Weichenstellungen für die Zukunft in den Fokus und ordneten die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung der Jade Wirtschaftsregion ein. 

Sind zufrieden mit der Entwicklung des Arbeitgeber- und Wirtschaftsver Bandes Jade: (von links) Thomas Bruns (Vizepräsident), Henning Wessels (Hauptgeschäftsführer), Tom Nietiedt (Präsident), und Maximilian von Wedel (Vizepräsident) Foto: AWV Jade e.V.

Die Unternehmen im Wirtschaftsraum Jade stehen im vierten Jahr der Rezession weiterhin vor erheblichen Herausforderungen – das spiegele sich auch in den Ergebnissen der diesjährigen Wirtschaftsumfrage. Nietiedt: „Die Stimmung in den Unternehmen hat sich eingetrübt.“ Deutlich gestiegene Kosten würden für zunehmenden Druck auf die Margen sorgen. Die Erwartungshaltung für die kommenden Monate sei überwiegt vorsichtig bis zurückhaltend. 

Verband fordert schlankere Verfahren

Der Präsident des AWV erneuerte die wichtigste Forderung der Unternehmen: Abbau von überbordender Bürokratie. Dabei gehe es nicht um die Abschaffung notwendiger Regeln, sondern um effizientere, schlankere Verfahren. 

In der Diskussion um die künftige Krankenhausstruktur werde deutlich, wie wichtig klare Entscheidungen und verlässliche Rahmenbedingungen auch auf kommunaler Ebene sind. „Die Entscheidung über den Standort des neuen Krankenhauses muss noch in diesem Sommer getroffen werden. Es darf nicht zu einem Verschiebebahnhof kommen – dafür ist die Bedeutung für die medizinische Versorgung und für den Standort insgesamt schlicht zu groß“, so Nietiedt.

426 Unternehmen

Im Anschluss berichteten Nietiedt und Wessels über die positive Entwicklung des Verbandes und die erfolgreiche Arbeit der Geschäftsstelle. Die Mitgliederzahl sei weiter gestiegen. Aktuell gehören dem Verband 426 Unternehmen an. 

Ein weiterer Punkt auf der Tagesordnung waren dann die Nachwahlen des Vorstandes, Rechnungsprüfers und des Beirats. Die Mitgliederversammlung wählte Carsten Rinne (Sparkasse Leer/Wittmund) erneut in den Vorstand und übergab die Rolle des Rechnungsprüfers an Boris Behrens (Oldenburgische Landesbank). Darüber hinaus bestimmte die Mitgliederversammlung folgende neue Beiratsmitglieder: Philipp Brandstrup (Nordfrost), Jana Dumke-Waldschmidt (Ambulanter Pflegedienst Dumke), Tobias Gölz (Bio Pin), Jörn Henselmanns (Manitowoc Crane Group Germany), Sina Leuchte (TBD Technische Bau Dienstleistungen), Jasper Strauß (Kirchner Holding) sowie Frank Voßhoff (Onyx Kraftwerk Wilhelmshaven). 

Im Anschluss an den förmlichen Teil der Versammlung fand eine schon traditionelle „Gesellige Fahrt in See“ statt. Rund 180 Gäste gingen am Helgolandkai an Bord der „MS Harle Kurier“, um bei einer gemeinsamen Rundfahrt den JadeWeserPort sowie das LNG-Terminal aus nächster Nähe zu erleben. 

Wangerland Touristik Thalassa
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Polizei warnt vor tödlicher Hitze in Fahrzeugen

Friesland/Wangerland (26. 6. 2026) – Die Polizei warnt vor lebensgefährlichen Temperaturen in aufgeheizten Autos. Bereits nach wenigen Minuten könne sich der Innenraum eines in der Sonne abgestellten Fahrzeugs extrem aufheizen – selbst dann, wenn die Außentemperatur vergleichsweise moderat erscheint oder ein Fenster einen Spalt geöffnet ist.

Kinder und Tiere besonders gefährdet

„Bei den derzeit vorhergesagten sommerlichen Temperaturen können im Fahrzeuginneren innerhalb kurzer Zeit deutlich über 50 Grad Celsius erreicht werden“, mahnt die Polizei. Besonders gefährdet seien Kinder und Tiere. Ihre Körper könnten die Hitze deutlich schlechter regulieren als gesunde Erwachsene. „Bereits ein kurzer Aufenthalt in einem verschlossenen Fahrzeug kann zu Kreislaufversagen, Hitzschlag oder lebensbedrohlichen gesundheitlichen Schäden führen.“

Notfalls einen Notruf absetzen

Die Polizei appelliert an Eltern, Kinder niemals, auch nicht für wenige Minuten, allein in einem geparkten Fahrzeug zurückzulassen. Das gelte auch für Tiere. Autofahrer sollen ihr Fahrzeug möglichst im Schatten abstellen. Die Bitte der Ordnungshüter an die Allgemeinheit: „Sollten Sie ein Kind oder ein Tier in einem offensichtlich überhitzten Fahrzeug bemerken und eine akute Gefahr erkennen, verständigen Sie umgehend den Notruf.“

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CDU lädt zum Dorfrundgang durch Minsen/Förrien

Wangerland (26. 6. 2026) – Die CDU-Wangerland lädt alle Bürgerinnen und Bürger zu einem Dorfrundgang durchMinsen/Förrien ein. Start ist am Montag, 29. Juni, um 19.30 Uhr am Nationalparkhaus in Minsen.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht Bürgermeisterkandidat Thies Fischer, der sich den Bürgern persönlich vorstellen und seine Ziele sowie Schwerpunkte für die Entwicklung des Wangerlandes präsentieren wird. Dabei möchte er mit den Teilnehmern ins Gespräch kommen, Anregungen aufnehmen und Fragen beantworten.

Neben Fischer werden auch einige Kandidatinnen und Kandidaten für künftigen den Rat der Gemeinde Wangerland anwesend sein und für Gespräche zur Verfügung stehen. Im Anschluss an den Rundgang lädt die CDU alle Gäste zu einem gemütlichen Beisammensein bei Bratwurst und kühlen Getränken ein.

Managementplan für den Schutz von Rotschenkel und Kiebitz

Wangerland (26. 6. 2026) – Was ist ein „Managementplan“ und wie können Naturschutz und Landwirtschaft zusammenarbeiten, um den Vogelschutz zu fördern? Antworten auf diese und weitere Fragen gibt der Landkreis Friesland bei einem öffentlichen Informationsabend am Dienstag, 30. Juni, ab 19.30 Uhr im „Café Schild“ am Elisabethgroden im Wangerland. Alle Interessierten sind willkommen.

Vogelschutzgebiet

Die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises erarbeitet derzeit den „Managementplan“ für das Vogelschutzgebiet „V02 Wangerland binnendeichs“. Ein Managementplan ist eine naturschutzfachliche Planung, die Maßnahmen zum Erhalt und zur Entwicklung eines Schutzgebietes sowie seiner besonders schützenswerten Arten und Lebensräume beschreibt. Im Mittelpunkt stehen dabei die für das Gebiet besonders bedeutsamen Wiesenvogelarten wie Wiesenweihe, Kiebitz, Rotschenkel und Uferschnepfe. 

Rücksicht auf Küken und Gelege

Während des Informationsabends erläutern die Mitarbeiter der Unteren Naturschutzbehörde die Ziele und Inhalte der Managementplanung. Sie erklären, was ein Managementplan ist, welchem Zweck er dient und welche Maßnahmen grundsätzlich infrage kommen. Dazu gehören beispielsweise eine angepasste Bewirtschaftung von Flächen sowie Maßnahmen zum Küken- und Gelegeschutz.

Im Anschluss haben die Gäste Gelegenheit, Fragen zu stellen, Anregungen einzubringen und mit den Fachleuten ins Gespräch zu kommen.

„Hooksiel sicher“: Straßenbelag regelt keine Vorfahrt

Hooksiel (25. 6. 2026) – Autofahrer sind gut beraten, sich nicht von ihren Gefühlen leiten zu lassen. Manchmal nämlich täuschen einen die Sinne. In der Folge kann es zu brenzlichen Situationen im Straßenverkehr kommen.

Der Straßenbelag täuscht. Linksabbieger aus der Viethstraße in die Nee Start haben keine Vorfahrt. Foto: hol

Ein Beispiel dafür: Der Einmündungsbereich Viethstraße/Nee Straat in der Nähe des Alten Hafens. Die Nee Straat wurde einst als Innerorts-Umgehung für die Fußgängerzone Lange Straße gebaut. Der Hauptstrom des innerörtlichen Verkehrs bewegt sich seither vom Sengwarder Anteil kommend um den Alten Hafen herum, ein kurzes Stück über die Viethstraße und von dort nach links über die Nee Straat in Richtung Friesenstraße.

Linksabbieger müssen warten

Gut erkennbar ist dieser Straßenverlauf durch seine einheitlich asphaltierte Oberfläche. Die Verlängerung der Viethstraße entlang des Deiches in Richtung Soltwarf und Marina ist geklinkert. Der Eindruck aber, dass der asphaltierte Straßenverlauf wohl auch vorfahrtberechtigt sein müsste, trügt. An der Einmündung Viethstraße/Nee Straße gilt zur Überraschung vieler Verkehrsteilnehmer die „Rechts vor Links“-Regel.

Wer also etwa von der Marina kommend die Viethstraße geradeaus in Richtung Alter Hafen befährt, muss die Vorfahrt der von rechts aus der Nee Straat kommenden Autos und Radfahrer achten – hat aber Vorfahrt vor dem entgegen kommenden Verkehr, der nach links in die Nee Straat abbiegen möchte. Umgekehrt: Wer vom Alten Hafen kommt und nach links in die Nee Straße abbiegen möchte, muss blinken (!) und den aus der Viethstraße entgegen kommenden Verkehr passieren lassen.

Keine „Abknickende Vorfahrt“

Auch wenn sich gerade in Zeiten der Hochsaison sehr viele Verkehrsteilnehmer die Vorfahrtsregel in diesem Bereich sehr häufig missachtet wird, kommt es nur äußerst selten zu Problemen oder gar Unfällen. Zum einen glauben die aus der Viehtstraße kommenden Autofahrer und Radler wohl selbst nicht so recht daran, dass sie Vorfahrt haben könnten – und verhalten sich entsprechend vorsichtig. Zum anderen liegt der gesamte Bereich in einer Tempo-30-Zone.

Das ist übrigens auch der Grund dafür, dass die Gemeinde nicht einfach ein Schild „Abknickende Vorfahrt“ aufstellen darf, durch das dann tatsächlich der Hauptverkehrsstrom vorfahrtsberechtigt wäre. Eine solche Beschilderung ist in Tempo-30-Zonen grundsätzlich nicht zulässig. 

Anmerkung: Liebe Leserinnen und Leser, wer die bereits erschienen Artikel im Rahmen der Serie „Hooksiel sicher“ lesen möchte, sollte im Suchfeld (oben links auf der Startseite) einfach „Hooksiel sicher“ eingeben. Anregungen, Hinweise oder Fragen zu Verkehrsregelungen in Hooksiel haben, melden Sie sich bitte per Email unter infos@hooksiel-life.de – Stichwort: „Hooksiel sicher“.