Drücken Sie „Enter“, um den Inhalte zu überspringen

Hooksiel-life: Vom Leben an der Küste

Hotelbau in Horumersiel soll Thalasso Meeres Spa retten

Wangerland/Horumersiel (13. 5. 2026) – Die Stimmungslage in Horumersiel war deutlich wahrzunehmen. Thalasso hin oder her – der Ort braucht dauerhaft einen Versammlungs- und Veranstaltungsort. Vor diesem Hintergrund begleiten viele Bürger die Bemühungen der insolventen Wangerland Touristik GmbH (WTG) mit Skepsis, das komplette Areal „Zum Hafen 3“ in dem Sielort an einen Investor zu verkaufen, der dort zum Beispiel ein Hotel bauen könnte, dessen Gäste das benachbarte Thalasso Meeres Spa (TMS) beleben sollen.

Kann Horumersiel ohne sein Gäste- und Dorfgemeinschaftshaus leben? Viele der Gäste im Kursaal hielten das neue Thalasso Meeres Spa für weniger wichtig als die Begegnungs- und Versammlungsstätte im Ort. Foto: hol

Rund 500 Interessierte aus dem gesamten Wangerland waren am Dienstagabend der Einladung des Seebadevereins Horumersiel-Schillig und des örtlichen Vereins für Handel, Handwerk und Gewerbe in den Kursaal gefolgt. Das Ziel, so Holger Meyer vom Seebadeverein: „Ein ehrliche Bürgergespräch zur Zukunft von Horumersiel.“ 

Zentraler Veranstaltungsort

Dabei spielt die Zukunft des Grundstücks, auf dem WTG-Zentrale, Touristen-Information, Bücherei, Kurpark und auch der Kursaal untergebracht sind, eine Schlüsselrolle. „Für die Urlauber ist es das Gästehaus, für die Einheimischen das Dorfgemeinschaftshaus“, sagte Frank Hensel, der den Kursaal im Auftrag der WTG betreibt. Das 1967 als DGH eingeweihte Gebäude sei der zentrale Veranstaltungsort für das ganze Wangerland mit um die 20.000 Besuchern im Jahr. Theater, Comedy, Kino, Bälle, Feten, Märkte, Tagungen, Ausstellungen … 

Die Frage des Abends: Kann, will oder muss die Gemeinde auf das DGH verzichten? Hensel vertrat die Ansicht, dass man das Gebäude lieber (mit Fördermitteln) sanieren und so lange weiter betreiben sollte, wie es geht, damit Urlauber und Einheimische eine zentrale Anlaufstelle behalten. Energetisch modernisiert und um neue Angebote bereichert ließe sich das DGH nach seiner Überzeugung fast kostendeckend betreiben. Notfalls könnte ein Defizit durch den Gästebeitrag abgedeckt werden, den alle Urlauber im Wangerland zahlen müssen.

Dr. Christian Kaufmann (Foto), juristischer Berater für die Insolvenz in Eigenregie der WTG, hielt dem entgegen, dass das DGH sehr wohl erhebliche Kosten verursache. Zudem dürfe man den Gebäudekomplex nicht allein betrachten. „Das Problem steht nebenan.“

„Das Problem“ ist das Thalasso Meeres Spa (TMS). „Ohne Investor können wir das TMS nicht retten“, so Kaufmann. Im laufenden Ausschreibungsverfahren für den Verkauf des Grundstücks „Zum Hafen 3“ hätten sich bislang sechs Interessenten gemeldet. In der nächsten Woche sollen die ihre Vorstellungen in punkto Kaufpreis und Projektidee erstmals präzisieren.

14 Mio. Euro offene Forderungen

Die Kostenexplosion beim Bau des TMS von 8,8 auf zuletzt genannte 23 Millionen Euro gilt als Hauptgrund für die finanzielle Schieflage der WTG. Um ihre Gläubiger zu befriedigen, muss sich das gemeindeeigene Unternehmen von seinen Liegenschaften wie Campingplätze, Bäder und Grundstücke trennen. Zahlreiche Mitarbeiter wurden bereits entlassen. 

Wie groß die Probleme der WTG sind, verdeutlichen Zahlen, die Kaufmann erstmals öffentlich nannte. So hätten Bauunternehmen und Architekt aktuell noch Forderungen in Höhe von 14 Millionen Euro angemeldet, die aber nach Überzeugung der Insolvenzverwaltung nicht alle berechtigt sind. Hinzu kämen Zuschüsse des Landes Niedersachsen in Höhe von 8,5 Millionen Euro, die die WTG zurückzahlen müsste, wenn das TMS nicht als Thalasso-Zentrum genutzt werde. Die Summe von Baukosten, noch offener Forderungen und mögliche Zuschuss-Rückzahlungen bezifferte Kaufmann auf rund 37 Millionen Euro. 

Suche nach Investor läuft

Die jährlichen Belastungen für die WTG aus dem TMS – unabhängig davon, ob man es betreibt oder nicht – lägen bei 1,3 Millionen Euro. Vor diesem Hintergrund könne es durchaus sinnvoll sein, so Kaufmann, einem Hotelinvestor zum Beispiel einen Zuschuss in Höhe von 500.000 Euro im Jahr zu zahlen, wenn der dafür die betriebswirtschaftliche Verantwortung für das TMS übernimmt. Und die Gemeinde würde zudem von den touristischen Impulsen profitieren, die man sich einst vom Bau des TMS versprochen hat.

Ein Großteil der Besucher im Saal – so der Eindruck – bezweifeln, ob es derartige Impulse wirklich gibt. Sie warnten von einer zusätzlichen Bettenburg, glauben nicht daran, dass betuchte Thalasso-Gäste tatsächlich den Weg nach Horumersiel finden – mit oder ohne 5-Sterne-Hotel. „Wir sollten uns vielleicht lieber auf unser vorhandenes 3-Stern-plus-Publikum konzentrieren und dem mehr bieten“, sagte der Moderator des Abends, Heiko Manott.

Lösung für „Friesland-Therme“?

Vermieter im Saal beklagten immer schlechter werdende Gästezahlen. In den Wintermonaten sei der Ort tot. Es gebe keine Apotheke, keinen Friseur, nicht nicht einmal ein gutes Café. Mit der Schließung der „Friesland-Therme“ sei ein weiteres Angebot vor allem für Familien mit Kindern weggebrochen. 

Wie im Rahmen des Bürgergesprächs bekannt wurde, gibt es aber offenbar im Hintergrund Bemühungen, das Bad wieder zu öffnen. Eine Idee, so sagte Bürgermeister Mario Szlezak, sei es, den Gästebeitrag (derzeit 3,30 Euro am Tag) um 30 Cent zu erhöhen, um mit den Mehreinnahmen das Defizit des Bades zu decken. 

Szlezak sagte, dass ein Hotelbau nicht in Stein gemeißelt sei. „Den Erhalt des Gebäudes des DGH kann ich nicht versprechen“, so Szlezak. Aber über die Planungshoheit könne die Gemeinde dafür sorgen, dass ein Neubau zu Horumersiel passt. Die Gemeinde habe einen Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan gefasst, der Raum für ein Hotel, aber auch für andere Projekte bieten könnte.

Wenn es andere Ideen gebe, wie das TMS zu retten sei, sei man offen, so der Bürgermeister. Ein Vorschlag aus dem Saal: Eine Genossenschaft aus Bürgern der Gemeinde Wangerland gründen. Ein anderer: Die WTG als GmbH komplett in Insolvenz gehen lassen. „Wenn die Banken dann ihr Geld nicht bekommen, ist das deren Problem …“. 

Versammlungsraum im Hotel-Komplex

Insolvenzfachmann Kaufmann warnte davor, mit den Banken zu brechen. Die Kreditgeber hätten in der Regel Pfändungsrechte. Und wenn die Banken die Grundstücke der WTG dann verkaufen würden, habe die Gemeinde darauf noch weniger Einfluss.

Ebenso wie weitere Kommunalpolitiker betonten die Ratsfrauen Alice Brandenburg-Bienek (CDU) und Geraldine Vogdt (Pro Wangerland), dass die Gemeinde darauf setzt, dass ein Investor gefunden wird, der in seinem Hotel-Projekt auch einen öffentlich nutzbaren Versammlungsraum und Elemente des Dorfgemeinschaftshauses vorsieht. Letztlich habe die Gemeinde Wangerland als Herrin der Bauleitplanung das letzte Wort darüber, was auf dem Grundstück „Zum Hafen 3“ gebaut werden darf und was nicht. 

Die CDU-Landtagsabgeordnete Katharina Jensen warb für Vertrauen in die Kommunalpolitik. Ja, der Rat habe zusätzlichen Millionen für den Bau des TMS im Gemeinderat zugestimmt. Man habe Fachleuten vertraut und Angst vor der Gefahr gehabt, dass ein Abbruch der Arbeiten zu einer Bauruine geführt hätte. 

Tennistrainer lernt von Beach-Tennis-Weltmeisterin

Hooksiel (13. 5. 2026) – Als Tennisspieler gehört Jan Alter zu den Aktivposten der Herren ü50-Mannschaft des SC Wangerland, die ihre Spiele in Hooksiel austrägt. Aber auch als Trainer ist der in Jever lebende Manager sehr ambitioniert. Er ist bereits seit 1995 Inhaber der B-Lizenz „Leistungssport“ und hat in der Vergangenheit auch über Jahre als hauptamtlicher Tennistrainer gearbeitet.

Leistungssport im Fokus

Aktuell hat Alter die Lizenz im Rahmen eine Fortbildung verlängert. Die B-Lizenz ist im Tennis nach dem System des Deutschen Tennis Bundes (DTB) und des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) die zweithöchste Trainerausbildung nach der A-Lizenz. Sie qualifiziert für den Einsatz im Leistungssport. Teilnahmevoraussetzung für die Ausbildung ist ein erfolgreich abzuschließender Sichtungslehrgang. Die Zahl der Teilnehmer ist limitiert. Die Auswahl richtet sich unter anderem nach dem Spielniveau des Bewerbers.

Der aktuelle Lehrgang fand im Landesausbildungszentrum in Bad Salzdetfurth statt. Fortbildungsthema war „Beach-Tennis“. Die Leitung hatte Maraike Biglmair (auf dem Foto mit Jan Alter), ehemalige Weltranglistenerste und Weltmeisterin in dieser Sportart.

Die B-Lizenz-Ausbildung im Tennis bereitet auf die Förderung ambitionierter Leistungsspieler und Mannschaftsspieler vor. Die Schwerpunkte, so Alter, liegen bei der Verbesserung der methodischen Fähigkeiten, der Wettkampfbetreuung und der Qualität der Schlagtechnik.

Meisterschaften in Schillig

„Beach-Tennis“ ist bekanntlich auch im Wangerland ein großes Thema. Vom 7. bis 9. August finden die Landesmeisterschaften des Tennisverbandes Niedersachsen-Bremen (TNB) in Schillig statt. Und zwar im Rahmen eines Jubiläumsturnier – am Strand von Schillig werden bereits seit 25 Jahren die Beach-Tennis-Meister ermittelt.

Spontaner Ausflug nach Werdum mit Kaffee und Torte belohnt

Hooksiel (12. 5. 2026) – Zum Muttertag sollen auch den Vätern Spaß haben. Das dürfte sich das Mitglied des Hooksieler Oldtimer Klön Tages (OKT) gedacht haben, das über eine WhatsApp-Gruppe kurzfristig zu einer Ausflug eingeladen hatte. 

Gesagt, getan. Am Muttertag um 11 Uhr machten sich Oldtimer-Freunde so auf den Weg nach Werdum, tranken an der dortigen Mühle Kaffee, aßen Torte und kauften selbst gebackenes Brot ein.

Ausschließlich über Schleichwege fuhren die Oldtimer-Freunde von Hooksiel nach Werdum. Foto: OKT

Darüber hinaus konnte man die „Küsten-Brauerei“ besichtigen. Schön war aber schon die Fahrt selbst nach Ostfriesland – nur über Schleichwege entlang von Rapsblüten, grünen Wiesen und Alleen. „Für uns Väter war das eine schöne Alternative“, so OKT-Sprecher Ulrich Nolzen. „Wir kamen am späten Nachmittag total zufrieden wieder in Hooksiel an.“

Schöner Erfolg für Hooksieler Quadrille

Hooksiel (12. 5. 2026) – Der Reit- und Fahrverein Hooksiel freut sich über eine gute Platzierung. Die Quadrille des Vereins belegte beim Wettbewerb in Höven in der Gemeinde Wardenburg den fünften Platz. Ein schöner Erfolg für die Teilnehmerinnen, zumal es die erste Hooksieler Quadrille überhaupt gewesen sein dürfte, die an einem solchen Wettbewerb teilgenommen hat. 

Freuten sich über einen gelungenen Auftritt in Höven: die Hooksielerinnen (von links) Frauke Janßen, Saskia Bräkelmann, Silke Janßen, Elke von Hoeveling-Schmidt, Amrei Lüken, Lale Scharfenberger und Freya Heinen.

Der Dank der Teilnehmerinnen ging vornehmlich an Freya Heinen, die kurzfristig  die Mannschaftsführung übernommen hatte. Zu einer Quadrille gehören sechs bis acht Dressurreiterinnen oder -reiter, die nach selbst gewählter Musik und eigener Choreografie ihren Auftritt planen und einstudieren.

Zur Hooksieler Quadrille gehören Frauke Janßen auf Raja, Saskia Bräkelmann auf Deichkind L, Silke Janßen auf Yoyke C, Elke von Hoeveling-Schmidt auf Hearke fan de Badwei, Amrei Sophie Lüken auf Strohgirl L, Lale Scharfenberger auf Baron Baco Ma sowie Mannschaftsführerin Freya Heinen.

„Hooksiel sicher“: Radfahrer sind auf Gehwegen nur Gäste

Hooksiel (12. 5. 2026) – Fahrrad fahren macht Spaß. Vor allem auch mit elektrischer Unterstützung. Mit 25 Stundenkilometern quer durchs Wangerland – dabei lernt man Land und Leute kennen und kann etwas für seine Gesundheit tun. Aber Vorsicht: Wer sich nicht an die geltenden Radfahrregeln hält, riskiert ein Bußgeld in Höhe von bis zu 55 Euro.

Peter Merkler hält die häufig zu findenden Gehwegschilder mit dem Zusatz „Radfahrer frei“ für ein echtes Sicherheitsproblem. Kaum jemand weiß, dass Radfahrer hier nur Schrittgeschwindigkeit fahren dürfen – selbst wenn keine Fußgänger in der Nähe sind. Foto: hol

Längst nicht alle Vorschriften für Radler so bekannt, wie sie sein sollte. Der Hooksieler „RadKaleu“ Peter Merkler weist im Gespräch mit „Hooksiel-life“ auf ein erhebliches Sicherheits- und Tourismusproblem hin: Die irreführende Beschilderung vieler Wege als Fußgängerwege mit der Ergänzung „Fahrräder frei“. Beispiele dafür gibt es in der Gemeinde Wangerland (und auch in den Nachbarkommunen) jede Menge. 

Nur Schrittgeschwindigkeit zulässig

„Die Gemeinde wirbt mit über 200 Kilometern Radwegen im Wangerland, was Urlauber motiviert, viel mit dem Rad zu unternehmen“, erläutert Merkler. „In der Realität handelt es sich jedoch häufig um Fußwege, auf denen Radfahrer eigentlich nur in Schrittgeschwindigkeit fahren dürfen, um Fußgänger nicht zu gefährden.“

Die Rechtslage ist klar: Auf reinen Gehwegen (Schild mit zwei weißen Fußgängern auf blauem Grund) haben Radfahrer nichts verloren – es sei dann, ein weißes Zusatzschild „Fahrräder frei“ erlaubt ihnen die Mitnutzung des Gehweges. Das heißt, Radfahrer sind hier als Gäste geduldet. Sie müssen auf Fußgänger Rücksicht nehmen und dürfen nur Schrittgeschwindigkeit (4 bis 7 km/h) fahren – und zwar unabhängig davon, ob gerade ein Fußgänger in der Nähe ist oder nicht.

Die Lebenswirklichkeit sieht anders aus. Meist sind die Radfahrer (viel) schneller unterwegs. Weitsichtige gehen zumindest aufs Bremspedal, wenn Fußgänger nahen. Andere wollen die Hindernisse lieber „wegklingeln“. Beides ist nicht erlaubt.

Warum keine echten Radwegschilder?

Peter Merkler fragt sich angesichts der Flut von Verstößen von Radfahrern gegen die Nutzungs-Vorschriften auf Gehwegen, warum an Gemeinde- und Kreisstraßen keine „echten“ Radwegschilder (weißes Fahrrad auf blauem Grund) aufgestellt werden. Oder Schilder mit Fahrrad und zwei weißen Fußgängern daneben für kombinierte Geh- und Radwege. Auf diesen Radwegen müssten Radler die Radweg zu nutzten, auf Kombi-Wegen aber nur dann Schrittgeschwindigkeit fahren, wenn tatsächlich Fußgänger gefährdet sein könnten. 

Das blaue Verkehrsschild mit Fahrrad/ Fußgängern auf weißem Grund besagt, dass beide Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt sind. Foto: hol

Der Grund liegt auf der Hand: Radler müssen Radwege mit Benutzungspflicht nur dann befahren, wenn das auch zumutbar ist – wenn der Weg also nicht etwa durch Laubhaufen, Schnee oder parkende Autos blockiert wird oder er nicht so buckelig ist, dass er nicht mehr sicher befahren werden kann. Möglicherweise nutzen Kommunen die Gehweg-Schilder mit dem Zusatzschild „Fahrräder frei“ auch deshalb so gern, um sich Kosten für die eigentlich nötige Radwegsanierung zu sparen? 

Radler können Straße nutzen

Wie dem auch sei. Auf Gehwegen mit Zusatzschild gilt keine Benutzungspflicht. Die Zweiradfahrer können hier, mit Ausnahme von Kindern bis zu acht Jahren, auf der Straße fahren – ohne besondere Geschwindigkeitsbegrenzung. Autofahrer dürfen Radfahrern übrigens nur dann überholen, wenn sie mindestens 1,5 Meter Seitenabstand halten. Aber auch das ist so eine Regel, die offenbar kaum jemand kennt.

Wer sich mit RadKaleu Peter Merkler auf eine sichere Radtour durch die Region begeben möchte, kann sich über das von ihm angebotene Programm unter https://radkaleu.de informieren.

Anmerkung: Liebe Leserinnen und Leser, wenn Sie Anregungen für die Artikel-Serie „Hooksiel sicher“ oder Fragen zu Verkehrsregelungen in Hooksiel haben, auf irreführende oder überflüssige Verkehrsschilder hinweisen möchten oder selbst schon in gefährliche Situationen geraten sind, melden Sie sich bitte per Email unter infos@hooksiel-life.de – Stichwort: „Hooksiel sicher“.

Wo Badende sich auflösen bevor sie erscheinen können

Hooksiel (11. 5. 2026) – Berlin, Paris, New York, Athen. Israel, Neuseeland, Burkina Faso. Jean-Nöel Schramm ist schon viel herumgekommen in der Welt. Mehr oder weniger zufällig. Durch Kontakte und Bekannte. 

Renate Janßen-Niemann begrüßt den neuen Stipendidaten Jean-Nöel Schramm im Hooksieler Künstlerhaus. Foto: hol

Und jetzt Hooksiel. Der in Bayern geborene deutsch-französische Maler und Fotograf wird in den nächsten Wochen im Künstlerhaus wohnen und arbeiten. Am vergangenen Sonntag eröffnete der 66-Jährige zusammen mit der Künstlerhaus-Leiterin Renate Janßen-Niemann und dem Allgemeinen Vertreter des Bürgermeisters, Peter Podein, seine Ausstellung „Flüchtige Ewigkeit – Menschen am Strand“.

Neue Ausstellung im Künstlerhaus

Zu sehen ist eine Serie von kleinformatigen Aquarellen von Menschen an Stränden. Junge und ältere Personen, unterschiedlich gekleidet, mit oder ohne Gebrechen. Fotografiert, dann gemalt. Aber so, dass die Protagonisten sich durchaus wiedererkennen würden, ist Schramm überzeugt. Aber darauf kommt es eigentlich gar nicht an, was die Besucher der Vernissage, soweit sie es noch nicht erahnt hatten, einem von Hörbuchsprecherin Anna Carlsson vorgetragenen Erklärtext entnehmen konnten. 

„Die Badenden entziehen sich, lösen sich auf, bevor sie überhaupt erscheinen können. Doch genau in diesem Entzug entsteht ein neuer Bildraum: einer der weniger auf Sichtbarkeit als auf Erfahrung basiert.“ Die Spannung der Bilder entsteht in dem Dazwischen – zwischen Wasser und Land, zwischen Intention und Abweichung, zwischen Figur und Struktur. 

Segeltörn als Inspiration

Dass der Ort des Entstehens der Kunst dabei nicht nebensächlich ist, kann der Betrachter an einem großformatigen Gitterbild nachvollziehen. Entstanden auf einem Segeltörn in Neuseeland. Geprägt von Welle zu Welle, von Woge zu Woge, alle ähnlich, aber nie gleich. Ein Bild, geprägt von Rhythmus und der Spannung in der Monotonie. 

Und auch diese Bild ist ebenso wie die schier endlose Galerie der Badenden nicht vollendet. Es ist ein Projekt. Der Beginn der Auseinandersetzung mit einem Thema, das weiter entwickelt, entfaltet und letztlich vielleicht sogar zerstört werden will. Weitere Badende will Schramm während seines Aufenthalts in Hooksiel ins Visier nehmen. Am Strand. Ungestellt. Überraschend. Authentisch.

Für Beleidigung im Käfig

Aber keine Angst. Der Mann mit der Kamera will nur Kunst. Ihm geht es weniger um die „Darstellung der Körper, sondern die Erfahrung eines Zustandes: das Eintauchen, das Getragenwerden, das zeitweise Ausgesetztsein“ Aber nicht jeder versteht das. So geriet Schramm in Griechenland in die Fänge der Polizei, weil er ein ins Wasser gehendes Paar fotografiert hatte, was als „Beleidigung“ gewertet wurde und ihm 32 Stunden in einem Karzer eintrug.

Die Ausstellung ist bis zum 5. Juli jeweils dienstags bis sonntags sowie am Pfingstmontag von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Auch wenn der Künstler wegen einer anderen Verpflichtung in den nächsten Tagen nicht in Hooksiel sein kann, hat er zugesagt, auch vor Ort arbeiten und mit Interessierten ins Gespräch kommen zu wollen.

- Werbeanzeige -
– Werbeanzeige –

Frühstück mit fair gehandelten Leckereien

Hooksiel (11. 5. 2026) – „Was? Die haben gar keine Autos?“ Verwundert reibt sich ein Kind im im Hooksieler Kindergarten die Augen. Auf einer Weltkarte sieht er Menschen, die mit Pferd und Wagen ihre Kakao-Ernte einfahren. 

Anka Müller (links) von der Fairtrade Lenkungsgruppe möchte den Wert von fair gehandelten Produkten möglichst früh bei den Bürgern verankern. Hooksieler Kindergartenkinder (hier mit Erzieherin Marlies Möllmann) dürfen in dieser Woche entsprechen Leckereien probieren. Foto: hol

Aktion für 256 Kinder

„Faires Frühstück“ ist das Thema der bundesweiten Fairtrade-Kampagne. Die Lenkungsgruppe für den Bereich der Fairtrade-Gemeinde Wangerland beteiligt sich daran mit einer Aktion für Kinder. Drei Tage lang beschäftigen sich insgesamt 256 Kinder in den Kindergärten Hooksiel, Horumersiel, Tettens und Hohenkirchen mit den Produkten, die den Einrichtungen für deren Frühstückstische zur Verfügung gestellt wurden. 

Das Programm umfasst zahlreiche fair gehandelte Produkte wie Kakao, Müsli, Nougatcreme, Orangensaft und auch Kaffee (für die Erwachsenen). Dazu regionale Produkte wie Brötchen, Butter und Milch. Abgerundet wird das heute von der Lenkungsgruppe in den Kitas vorgestellte Sortiment durch Bananen.

Thema in Kindergärten

Die Erzieherinnen in den Kitas haben die Aktion gut vorbereitet. Die Lebensmittel, ihre Herkunft samt Produktions- und Handelsbedingungen werden zum Gegenstand des Tagesprogramms. Wie Lenkungsgruppen-Sprecherin Anke Müller sagte, habe Fairtrade Deutschland dazu Informationen, Karten und Malunterlagen beigesteuert.

Am heutigen Montag stand bei den Kits im Wangerland das Müsli im Mittelpunkt, Dienstag wird der Bananentag und am Mittwoch gibt es frische Brötchen vom Bäcker vor Ort. Die Botschaft: Der Start in den Tag sollte möglichst lecker sein – aber auch fair.

- Werbeanzeige -
– Werbeanzeige –

Hooksieler Tennis-Damen holen ersten Saisonsieg

Hooksiel (11. 5. 2026) – Die neu formierte Tennis-Damenmannschaft des SC Wangerland hat in der 2. Regionsklasse ihren ersten Saisonsieg verbucht. Nach einer Niederlagen zum Auftakt gewann das Team sein erstes Heimspiel am Sonntag gegen Ihlow mit 4:2. 

Marina Doyen (6:1/6:4), Martha Kramer (6:1/7:5) und Lena Taddigs (6:4/6:2) brachten die Hooksielerinnen in den Einzeln mit 3:1 in Führung. Lediglich Alina Fiebig an Position 1 verlor ihre Partie. Den nötigen vierten Punkt sicherte das routinierte Doppel Petra Csikos/Marina Doyen mit einem klaren 6: 1/6:0-Sieg. Erfahrung sammelten Hannah Aden und Rosalie Weber im zweiten Doppel.

Entscheidung im Doppel

Mit einem Sieg in die Regionsklassen-Saison starteten die Spieler der A II-Jugend. Hier setze sich im ersten Einzel Tim Fiebig mit 6:2/6:4 durch. Leonard Köster blieb im zweiten Einzel chancenlos. Die Entscheidung musste im Doppel fallen. Hier gewannen Fiebig/Köster in einem spannenden Spiel knapp mit 6:4/5:7/11:9 .

Nur Gauzel punktet

Eine 1:5-Niederlage einstecken musste hingegen die A I-Jugend in der Regionsliga nach dem Heimsieg zum Auftakt im Auswärtsspiel beim TV Varel. Lediglich Niko Gauzel, Gastspieler vom Wilhelmshavener THC, konnte an Position 2 spielend sein Einzel mit 6:0/1:6/12:10 gewinnen. Während Lorenz Kramer und Niklas Doyen klar unterlagen, verlor Mateo Doyen (7:6/2:6/4:10) sein Spiel nur knapp. Ein Quäntchen Glück fehlte dann auch dem ersten Doppel, das Kramer/Gauzel ebenfalls im Matchtiebreak abgeben mussten (7:6/4:6/10:12). Das Doppel Niklas und Mateo Doyen verlor hingegen deutlich (3:6/3:6). 

Unentschieden knapp verpasst

Auf den ersten Punktgewinn warten weiter die ü50-Herren. Das Heimspiel gegen Petersfehn ging mit 2:4 verloren. Siege für die Hooksieler konnten lediglich Jan Alter im Einzel (6:1/6:1) und das Doppel Andre Abels/Jan Alter (6:1/6:0) einfahren. Thorsten Csikos, Andre Abels und Mirko Ortmanns verloren ihre Spiele deutlich. Und auch die Hoffnung, dass das erste Doppel mit Thomas Otte/Thorsten Csikos den nötigen Punkt für ein Unentschieden holt, erfüllte sich nicht. In einer sehr engen Partie verlor das Duo 4:6/5:7.

Polizei blitzt Motorradfahrer mit 105 km/h

Wangerland (11. 5. 2026) – Nach einer Radarkontrolle durch Beamte des Polizeikommissariats Jever am Samstag zwischen 15 und 16.15 Uhr leitete die Polizei drei Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen Fahrens mit überhöhter Geschwindigkeit ein. An der Landesstraße 812 zwischen Hooksiel und Haddien wurden in Höhe Bottens rund 50 Fahrzeuge gemessen. In einem Fall konnten die Beamten einen 42-jährigen Motorradfahrer feststellen, der im auf auf 70 km/h beschränkten Bereich mit 105 Stundenkilometern unterwegs war.

Bei einer Fahrzeugkontrolle in Wiefels ermittelte die Polizei am Samstag einen 36-jährigen Autofahrer, der ohne Führerschein unterwegs war. Der Mann beteuerte aber, einen Führerschein zu besitzen, was die Beifahrerin und Halterin des Fahrzeuges bestätigte. Eine EDV-Überprüfung hingegen ergab dann, dass dem Fahrzeugführer der Führerschein bereits vor rund zehn Jahren rechtskräftig entzogen worden ist und er aktuell über keine Fahrerlaubnis verfügt. 

Die Polizei leitete Strafverfahren sowohl gegen den Fahrer als auch gegen die Halterin ein. Der Fahrzeugführer kündigte unterdessen an, seinen vorgeblichen Führerschein zu seiner Entlastung noch am gleichen Tag vorzeigen zu wollen – was letztlich nicht erfolgte.

Wangerland Touristik Thalassa
– Werbeanzeige –

CDU präsentiert ihre Kandidaten für die Kommunalwahl

Wangerland (10. 5. 2026) – Die CDU Wangerland hat ihre Kandidatinnen und Kandidaten für die Wahl zum nächsten Gemeinderat im September benannt. Angeführt wird die 23-köpfige Liste von Bürgermeisterkandidat Thies Fischer. Nicht mehr unter den Bewerbern ist der bisherige Ratsherr Tom-Oliver Thomssen.

Ein Teil der Bewerber der CDU für die Kommunalwahl: (von links) Christian Burchardt, Mario Krar, Jan Wanowius, Beate Wedermann, Dieter Behrens-Focken, Thies Fischer, Alice Brandenburg-Bienek, und Andy Strümpel. Foto: CDU

Die Nominierung erfolgte auf einer Mitgliederversammlung. Nach den Worten des CDU-Gemeindeverbands-Vorsitzenden Christian Burchardt, habe die Partei versucht, eine Mischung aus Erfahrung, Kompetenz und neuen Impulsen zusammenzustellen. 

Partei setzt auf Neuanfang

„Wir habe den Wunsch der Wangerländerinnen und Wangerländer nach einem Neuanfang laut und deutlich vernommen“, so Burchardt. Das spiegele sich in der Kandidatenliste wider. „Neben dem Bürgermeisterkandidaten Thies Fischer, finden sich viele engagierte Leistungsträger sowie zahlreiche neue Kandidatinnen und Kandidaten aus dem gesamten Wangerland – Menschen mit Fachwissen aus allen Bereichen, mit unterschiedlichen Perspektiven und Erfahrungen.“

Hinter Fischer stehen auf der Liste die bisherige Fraktionsvorsitzende Alice Brandenburg-Bienek, Vorsitzender Burchardt und Ratsfrau Beate Wedermann. Es folgen Mario Krar, Andy Strümpel, Jan Wanowius, Dieter Behrens-Focken (Ratsherr), Andree Lüken, Arndt Lowien (Ratsherr), MdL Katharina Jensen (Ratsfrau), Tobias Geisen, Marco Knodel, Rolf Bäuerle, Joachim Janßen, Wolfgang Weidemann, Björn Christiansen, Matthias Poth, Franz Höner, Matthias Suckert, Rolf Franzen, Romuald Samul und Theo Hakvoort

Mit Strümpel, Geisen, Knodel, Weidemann, Christiansen, Suckert und Franzen haben acht der Bewerber ihren Wohnsitz in Hooksiel. Derzeit stellen die Christdemokraten sechs Vertreter im Rat, die mit Grünen und FDP in der Gruppe „Gemeinsam fürs Wangerland“ zusammenarbeiten. 

Zukunftsplan aufgestellt

Die CDU sieht sich mit ihrer Mannschaft personell breit aufgestellt. Ziel sei es, das Wangerland weiterzuentwickeln und Herausforderungen mit Sachverstand, Verlässlichkeit und neuen Ideen anzugehen. Die Partei habe die vergangenen Monate intensiv genutzt, um sich für die Zukunft des Wangerlandes aufzustellen. Im Rahmen einer Klausurtagung sei ein Plan erarbeitet worden, mit dem Ziel, die Gemeinde finanziell und touristisch besser aufzustellen, so Burchardt. Insbesondere gehe es darum, die Gemeinde für Unternehmen attraktiver zu machen, neue wirtschaftliche Perspektiven zu schaffen und Arbeitsplätze vor Ort zu sichern. 

Gleichzeitig, so heißt es in einer heute verbreiteten Mitteilung, müsse die Gemeinde auch für Familien sowie die hier lebenden Bürgerinnen und Bürger lebenswert bleiben. Themen wie Infrastruktur, Wohnraum, Lebensqualität, Vereinsleben und eine verlässliche kommunale Entwicklung würden dabei eine zentrale Rolle spielen.

- Werbeanzeige -
– Werbeanzeige –