Wilhelmshaven (4. 8. 2026) – Aus Anlass des 66-jährigen Bestehens des ehrenamtlichen Besuchsdienst der Deutschen Seemannsmission Wilhelmshaven (DMS) besucht am Samstag, 8. August, ab 11 Uhr Ministerpräsident Olaf Lies das Wilhelmshavener Haus der Seemannsmission an der Hegelstraße 11 in Wilhelmshaven. Der Politiker möchte im Rahmen des Tages der offenen Tür (11 bis 16 Uhr) den ehrenamtlichen Mitarbeitern der Mission, zu denen auch die Hooksieler Angela Homuth, Dörte Salverius und Günter Kallweit gehören, seinen Dank und Anerkennung für ihre Arbeit auf den Schiffen auszusprechen.
Seit Jahren engagieren sich die Hooksieler Dörte Salverius, Günter Kallweit und Angela Homuth im Team der Schiffsbesucher der Deutschen Seemannsmission Wilhelmshaven. Archiv-Foto: hol
Am Tag der offenen Tür stehen Schiffsbesucher für Informationen und Führungen durch das Seemannsheim zur Verfügung. Ein Lichtblick werden auch viele Schiffsmodelle, die im ganzen Haus ausgestellt sind, sein. Eine Tombola, deren Einnahmen ausschließlich für die martim-soziale Arbeit ist, sowie Kaffee und Kuchen sowie Bratwürste werden zum Spendenpreis gereicht.
Gesprächsrunde mit Olaf Lies
Wer möchte, kann von Kapitän Dietmar Szech lernen, Seemannsknoten zu knüpfen. In einer Gesprächsrunde unter Leitung des DSM-Vorsitzenden Wilfrid Adam werden Ministerpräsident Lies und der langjährige Präsident des Zentralverbandes der Deutschen Seehafenbetriebe, Detthold Aden, sich mit der Frage der Zukunftschancen des einzigen deutschen Tiefwasserhafens Wilhelmshaven beschäftigen.
Musikalisch umrahmen der Shantychor „Schlicktown Singers“, in dem auch Hooksieler aktiv sind , die Jazzband „Seaside Swing Combo“ und Reinhold Seyberth auf dem Akkordeon die Veranstaltung. Für 15 Uhr ist ein Seefahrer-Gottesdienst mit Seemannspastor Dr. Klaus Lemke-Paetznick und den Schlicktown Singers im Garten des Seemannsheimes geplant.
Besuchsdienst steht vor Rekord
Ehrenamtliche Schiffsbesucher der DMS haben in diesem Jahr bereits 530 Schiffsbesatzungen in den Wilhelmshavener Häfen besucht und ihnen Präsente, Informationen oder auch andere Hilfeleistungen zukommen lassen. Adam geht davon aus, dass in diesem Jahr erstmals die 1000er-Marke geknackt werden könnte.
Friesland (4. 8. 2026) – Seit gestern Abend ist die Gefahr vorbei. Die Autobahn 29 ist zwischen den Anschlussstellen Zetel und Varel/Bockhorn wieder frei. Auch die Sperrungen auf den Nebenstraßen konnten aufgehoben werden. Auch die Züge zwischen Wilhelmshaven und Varel rollen wieder.
Kampfmittel entdeckt
Der Kampfmittelbeseitigungsdienst (KBD) hatte gegen 18 Uhr seine Untersuchungen eines Kampfmittels aus dem Zweien Weltkrieg abgeschlossen, das um 11.37 Uhr bei Erdarbeiten im Bereich eines Windparks zwischen Blauhand und Ellenserdammersiel gefunden worden war. Der KBD hatte erklärt, dass das Objekt zunächst freigelegt werden müsse, um das weitere Vorgehen beurteilen zu können. Dafür musste ein Sicherheitsbereich mit einem Radius von 1.000 Metern eingerichtet werden.
Evakuierung im Sicherheitsradius
Innerhalb des Gefahrenbereichs liegen neben wenigen zu Zetel und Bockhorn gehörenden Wohnhäusern auch die Bundesautobahn 29 sowie die Bahnstrecke Wilhelmshaven und Oldenburg. Deshalb waren umfangreiche Sperr- und Evakuierungsmaßnahmen erforderlich. Die Evakuierung der Anwohner erfolgte durch die Gemeinden. A 29 und die Landesstraßen 815 und 816 sowie weitere angrenzende Straßen wurden gesperrt. Der Bahnverkehr wurde eingestellt, ebenso galt ein Überflugverbot für den betroffenen Bereich.
Mehrere kleine Unfälle
Nach Abschluss aller Sicherungsmaßnahmen kontrollierte eine Polizeihubschrauber, dass sich keine Personen mehr innerhalb der Sperrzone aufhielten. Um 18.05 Uhr gab der KBD Entwarnung. Nach Mitteilung der Polizei wurden sämtliche Sperrmaßnahmen umgehend wieder aufgehoben. Während der Sperrungen kam es auf den Umleitungsstrecken zu mehreren kleineren Verkehrsunfällen. Dabei sei aber ausschließlich geringer Sachschaden entstanden, so die Polizei. Personen wurden nicht verletzt.
Wangerland (3. 8. 2026) – Bürgermeister Mario Szlezak (SPD) weist den Vorwurf der Untätigkeit zurück. Er habe sehr wohl einen Vorschlag zur künftigen Struktur der gemeindeeigenen Wangerland Touristik GmbH (WTG) unterbreitet, der dann aber keine Mehrheit im Gemeinderat gefunden habe. Zudem weist er die Forderung der SPD-Amtsinhabers in Forderung des CDU-Bürgermeister-Kandidaten Thies Fischer als unrealistisch zurück, dass ein Gutachten zur Ursache für die desolate Lage beim Projekt Thalasso Meeres Spa (TMS) schon jetzt zumindest in Teilen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden könnte.
Fischer hatte auf einer CDU-Wahlkampfveranstaltung die Ansicht vertreten, dass in beiden Fragen der Anstoß vom Bürgermeister hätte kommen müssen. „Bereits im August 2025 habe ich persönlich einen konkreten Beschlussvorschlag erarbeitet, um die touristischen Leistungsträger stärker in die Arbeit und die Neuausrichtung der WTG einzubinden“, erinnert Szlezak (Foto) in einer Stellungnahmen zum Bericht von „Hooksiel-life“.
Vorgesehen sei gewesen, zwei Mitglieder des WTG-Beirates mit beratender Funktion in die Lenkungsgruppe aufzunehmen. Sie sollten regelmäßig an den Sitzungen teilnehmen, Zugang zu relevanten Informationen erhalten und ihre kaufmännische sowie touristische Erfahrung unmittelbar in die Beratungen einbringen können.“
Vorschlag zur WTG-Struktur
Dieser Vorschlag fand seinerzeit keine Mehrheit im Rat – und stieß auch bei den Leistungsträgern nicht auf Begeisterung. Zumal die Beiratsmitglieder im Lenkungsauschuss zur Verschwiegenheit verpflichtet gewesen wären. Der Rat verständigte sich darauf, so Szlezak, die Entscheidung aufgrund des laufenden Insolvenzverfahrens zunächst zurückzustellen. Begründet worden war dies damit, dass noch nicht absehbar war, wie die WTG nach Abschluss des Verfahrens strukturell und wirtschaftlich aufgestellt sein werde. Von dem Vorwurf, er habe diese Diskussion nicht angestoßen, habe ihn irritiert. Genau das habe ich getan.
Die Fragen nach den künftigen Aufgaben, der geeigneten Rechtsform, der Rolle der Politik und der Einbindung der touristischen Leistungsträger beschäftigen Rat und Verwaltung bereits seit Beginn des Sanierungs- und Insolvenzverfahrens beschäftigt. „Sie sind wesentlicher Bestandteil der notwendigen Neuaufstellung der Gesellschaft.“
Ermittlungen nicht gefährden
Zur Aufarbeitung der Kostenentwicklung beim bezieht Szlezak eindeutig Postion: „Die Vorgänge müssen vollständig aufgearbeitet werden. Am Ende wird es ein Ergebnis geben, und dieses Ergebnis wird selbstverständlich öffentlich gemacht. Es wird nichts unter den Teppich gekehrt.“
Die Position von Fischer, alle Teile des Thalasso-Gutachtens offen zu legen, die die laufenden strafrechtlichen Ermittlungen nicht gefährden, sei nicht neu. Aber, so der Bürgermeister: „Wer soll zum jetzigen Zeitpunkt rechtssicher beurteilen, welche Passagen veröffentlicht werden können und welche möglicherweise für das Ermittlungsverfahren, mögliche Ansprüche oder Persönlichkeitsrechte von Bedeutung sind?“
Die Forderung nach einer Veröffentlichung bei gleichzeitiger Einschränkung, dass die Ermittlungen nicht beeinträchtigt werden dürfen, löse dieses Problem nicht. Sie klinge zunächst plausibel. Sie müsse aber juristisch belastbar und mit den zuständigen Stellen abgestimmt sein. Szlezak: „Ich teile den Wunsch der Bürgerinnen und Bürger nach umfassender Information. Transparenz bedeutet für mich jedoch nicht, im Wahlkampf Versprechen abzugeben, deren rechtliche Tragfähigkeit noch nicht geklärt ist. Transparenz bedeutet, vollständig, nachvollziehbar und rechtssicher zu informieren.“
Hooksiel (3. 8. 2026) – Die Wetter-Prognosen sind gut. Die Gastronomen bereiten sich für den kommenden Mittwoch, 5. August, auf das Schollenbraten im Watt vor dem Hooksieler Badestrand vor. Geplanter Verkaufsbeginn ist um 11 Uhr. In Schillig hatte man die Aktion aufgrund der Witterung vor wenigen Tagen noch kurzfristig vom Watt an den Strand verlegen müssen.
Das Schollenbraten im Watt vor Hooksiel ist eine ganz eigenwillige, aber sehr leckere Veranstaltung. Archiv-Foto: hol
Das„Schollenbraten im Watt“ ist en echte Wangerländer Attraktion. Sie steht für die Leistungsfähigkeit der örtlichen Gastronomie, die sich zu den „Seesternen“ zusammengeschlossen haben – und natürlich für die Frische der maritimen Produkte. Das Gourmeterlebnis zieht erfahrungsgemäß Tausende Menschen an.
Für die Inhaber und die Köche der Seesterne-Restaurants ist der Aufwand für de Aktion erheblich: Am frühen Morgen, bei ablaufendem Wasser, beginnen die Aufbauarbeiten. Mit schwerem Fahrzeug wird unter Mitwirkung der Wangerland-Touristik GmbH die notwendige Ausrüstung ins Watt transportiert und aufgebaut.
Die Köche braten dann barfuss im Watt stehend die frischen Schollenfilets. Dazu gibt es Kartoffelsalat und Apfelsahnesoße – und Kaltgetränke.
Hooksiel (2. 8. 2026) – Zwei körperliche Auseinandersetzungen und ein Verkehrsunfall in Hooksiel haben am Wochenende die Polizei beschäftigt. Am Freitagabend, kurz vor Mitternacht, kam es zu einer Schlägerei in der Lange Straße. Dabei soll ein 18-Jähriger im Gesicht verletzt worden sein. Verantwortlich dafür ist mutmaßlich ein 17-Jähriger, der Verletzungen an der Hand aufwies.
Schlägerei auf der Lange Straße
Bei der Befragung der beteiligten Personen wurde als Grund für die Auseinandersetzung ein Wurf eines Glases von einer Gruppe in Richtung der anderen Gruppe genannt. Die Kontrahenten standen beide unter Alkoholeinfluss. Die Polizei leitete Strafverfahren wegen wechselseitiger Körperverletzungen ein.
Noch deftiger ging es bei einem Streit auf dem Hooksieler Campingplatz am Samstagabend zu. Gegen 19.37 Uhr wurde die Polizei wegen einer Sachbeschädigung und einer Bedrohung alarmiert. Vor Ort stellten die Beamten fest, das es eine Auseinandersetzung zwischen zwei Dauercampern im Alter von 43 bzw. 49 Jahren gegeben hatte. Der 49-Jährige sei mutmaßlich aufgrund von Alkoholkonsum plötzlich aggressiv und ausfallend geworden, habe den Pavillon des Campingnachbarn leicht beschädigt und diesen mit dem Tode bedroht.
Wütende Reaktion auf Hausverbot
Die Polizei konnte den Verursacher zunächst nicht antreffen. Durch den Sicherheitsdienst vor Ort war ihm aufgrund seines Verhaltens ein Hausverbot ausgesprochen werden. Kurz vor 21 Uhr erschien der Aggressor dann erneut auf dem Campingplatz. Der verantwortliche Campingplatz-Mitarbeiter sprach ihm ein Hausverbot aus, was bei dem Betroffenen jedoch auf Unverständnis stieß. In der Folge habe er dem Campingplatz-Mitarbeiter einen „Kopfnuss“ versetzt. Der 49-Jährige muss sich jetzt wegen Sachbeschädigung, Bedrohung und Körperverletzung in mehreren Strafverfahren verantworten.
Angetrunken in Autos gefahren
Zu einem Unfall, bei dem eine Autofahrerin leicht verletzt wurde, kam es in der Nacht zum Sonntag. Gegen 3.40 Uhr befuhr die 42-Jährige, unter Alkohol stehende Frau aus Richtung Maihausen kommend die Landesstraße in Richtung Schmidtshörn. An der Kreuzung wollte sie nach rechts in Richtung Hooksiel abbiegen. Aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit sei die Frau aber im Einmündungsbereich geradeaus gefahren und auf einem Firmengrundstück gegen drei dort abgestellte, nicht angemeldete Pkw geprallt.
Der Kleinwagen der Frau erlitt dabei einen Totalschaden, an den übrigen Fahrzeugen entstand geringerer Sachschaden. Der freiwillig durchgeführte Atemalkoholtest ergabt einen Wert von 2,11 Promille. Die Polizei ordnete eine Blutproben an und beschlagnahmte den Führerschein der Frau. Sie muss sich in einem Strafverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs verantworten. .
Hooksiel (2. 8. 2026) – „De flotten Krabben“ sind ganz schön schnell. Das mussten am Samstag die Konkurrenten beim Drachenbootrennen auf dem Hooksmeer zugeben. Mit der besten Zeit des Tages sicherte sich das Team aus Hooksiel um ihren Kapitän Axel Bendiks im Finallauf gegen die „Adden Crazy Crew“ aus dem Wangerland den Sieg.
Spannung pur auf dem Hooksmeer. zahlreiche Zuschauer und Anhänger der Teams verfolgten das Drachenbootrennen. Foto: hol
Hunderte von Schaulustigen verfolgen am Samstag vom Alten Hafen aus das von Jan-Eike Doyen organisierte Rennspektakel. Zehn zehnköpfige Teams (plus Steuermann) aus Friesland und Wilhelmshaven stellten sich der kraftraubenden Herausforderung. Nach jeweils zwei Vorläufen traten die Mannschaften in der Reihenfolge ihrer Zeiten zum Finale an.
Zahllose Zuschauer am Hafen
Platz drei sicherten sich mit dem Team „HKSL“ ebenfalls ein durchweg mit Hooksielern besetztes Boot, darunter viele Mitglieder der Jugendinitiative „Weil wir Hooksieler sind“ (WWHS). Hier zogen die „Windwächter“ aus Wilhelmshaven den Kürzeren. Auf den Plätzen folgten die „Wiefken Dragons“, die „Neue Jade Drachen“, „Joshuas Seeschnecken“, die „Awo-Nauten“, die „Küsten Pinkis“ und mit den „Jade Dragons“ ein Team der Jade Hochschule.
Festivalatmosphäre auf dem Hooksieler Hafenplatz. die „Rock Shots“ sorgten für gehörig Stimmung. Foto: hol
Das Drachenbootrennen, das traditionell Bestandteil der der „FCN Hafenfeste“ ist, gehörte in diesem Jahr zu den Hauptattraktionen der von der Dorfgemeinschaft organisierten „Hooksieler Krabbentage“. Bei optimalen äußeren Bedingungen besuchten Tausende am Wochenende die Festmeile zwischen dem Alten Hafen und der Ortsmitte. Die fliegenden Händler und die Gewerbetreibenden aus dem Ort entlang der Lange Straße und auf dem Hafenplatz hatten jede Menge zu tun und machten offenkundig gute Umsätze.
Festivalstimmung auf Hafenplatz
Im Mittelpunkt des Festes standen natürlich die Krabben. Im Hafen lagen gleich drei Krabbenkutter umringt von zahlreichen Sportbooten. Neben frischem Granat wurden zahlreiche Krabbengerichte angeboten. Hinzu kamen zahllose Gespräche über die Zukunft der Krabbenfischerei vor der wangerländischen Küste.
Schnappschüsse von den Krabbentagen: Gastronomen bieten Garnelen-Menüs an. Fliegende Händler preisen ihre Waren. Drachenboot-Organisator Jan-Eike Doyen stimmt Mannschaftsaufstellungen ab. Sophie Martens und Dominic Janßen verkaufen für die Initiative WWHS gespendete Kuchen. Fotos: hol
Aber die Stimmung blieb trotz aller Sorgen bei Urlaubern und Einheimischen ausgelassen. Die Musiker auf der Showbühne am Hafen sorgten zum Teil für Festivalatmosphäre. Die „Rock Shots“ aus Wilhelmshaven etwa wurden am Freitag Abend bis in die Nacht hinein gefeiert. Ausklingen soll das Fest am späten Sonntagnachmittag mit etwas gesetzteren Klängen der Vareler Schlagersängerin Jasmine Meyer.
Die lange Straße war über weite Teile des Wochenendes prall gefüllt mit Menschen. Foto: hol– Werbeanzeige –
Wangerland (1. 8. 2026) – Der Kommunalwahlkampf im Wangerland nimmt Fahrt auf. Ein sichtbares Zeichen dafür: Der Bauhof der Gemeinde hat große Wahlplakat-Stellwände aufgestellt, auf denen die Parteien und Wählergruppen zentral ihre Kandidaten präsentieren und politische Botschaften verbreiten können.
Friedhelm Thiele (3. von links, auf der Bank stehend) begrüßte an die 70 Interessierte zu einer CDU-Wahlkampfveranstaltung am Wüppelser Altendeich, bei der sich der Bürgermeister-Kandidat der Partei, Thies Fischer (2. von links), vorstellte. Foto: hol.
Dass für das Plakatieren in Wahlkampfzeiten im Wangerland ausnahmslos diese Stellwände genutzt werden, geht auf ein Einvernehmen zwischen den politischen Akteure zurück, die eine Verschandelung des Gemeindegebietes durch eine wilde Plakatschlacht vermeiden wollen. Auch das ist Ausdruck eines fairen Umgangs der politischen Parteien und Wählergruppen miteinander, den Bürgermeister Mario Szlezak kürzlich in den sozialen Medien ausdrücklich gelobt hat.
Podiumsdebatten geplant
Was für die einen Ausdruck des gegenseitigen Respekts ist, beklagen andere als „Kuschelwahlkampf“. Tatsache ist: Die bisherigen Wahlaussagen von den Parteien und Bürgermeister-Kandidaten konzentrieren sich auf das, was man jeweils selbst machen möchte, um die Probleme der Gemeinde Wangerland wie etwa die angespannte Finanzlage oder die ungeklärte Zukunft der gemeindeeigenen Wangerland Touristik GmbH (WTG) zu lösen. Kritik am bisherigen Handeln oder den Plänen der jeweiligen anderen Lager waren bislang in den Stellungnahmen und Debatten nur selten zu vernehmen.
Das könnte sich in den nächsten Wochen ändern. So sind im Wangerland mehrere Podiumsdiskussionen geplant, unter anderem in Hooksiel und in Horumersiel, bei denen die Protagonisten direkt aufeinander treffen werden. Aber auch schon jetzt werden Aussagen etwa der Bürgermeister-Kandidaten deutlicher.
Fischer benennt Versäumnisse
Ein Beispiel: Eine CDU-Wahlkampfveranstaltung, zu der Brigitte und Friedhelm Thiele an die 70 Interessierte im „Kommunikationszentrum Altendeich“, der Scheune ihres Ferienhofes in Wüppelser Altendeich, begrüßten. Bürgermeister-Kandidat Thies Fischer stellte sein Programm von und benannte dabei erstmals auch vermeintliche Versäumnisse von Amtsinhaber Mario Szlezak (SPD) im Zusammenhang mit dem Desaster um den Bau des Thalasso Meeres Spa (TMS) in Horumersiel.
Fischer beklagte, dass es bislang keine öffentliche Informations-Veranstaltung über den Stand der Erkenntnisse zur Kostenexplosion bei dem Projekt gab, das die WTG in die Insolvenz getrieben hat. „Hier wäre der Bürgermeister in der Pflicht gewesen.“ Die Gemeinde hatte sich entschieden, ein Zwischengutachten zum Thalasso-Bau unter Verschluss zu halten, um strafrechtliche Ermittlungen nicht zu behindern.
Entsprechende Passagen hätte man, so Fischer, ausnehmen können. Aber über alle anderen, juristisch unproblematischen Erkenntnisse hätte man die Bürger noch vor dem Wahltermin am 13. September informieren können. „Das ist jedenfalls die Transparenz, die ich mir wünsche.“
Wie sieht die WTG künftig aus?
Versäumt hat es nach Ansicht des CDU-Kandidaten der Amtsinhaber bislang auch, die Diskussion über die Zukunft der WTG anzustoßen. Was soll die Aufgabe des Unternehmen nach überstanden Insolvenz sein? Welche Rechtsform ist angemessen? Können touristische Leistungsträger eingebunden werden? Welche Rolle soll die Politik in dem Unternehmen noch spielen?
„Der neue Rat konstituiert sich Anfang November. Dann müssen zunächst Haushaltsfragen geklärt werden“, befürchtet Fischer. Wenn die Debatte über die Zukunft der WTG erst Anfang 2027 anlaufe, dauere es mindestens bis zum Sommer, bis Entscheidungen gefällt werden. Das sei eindeutig zu spät.
Zu Fragen aus dem Publikum, inwieweit denn auch die aktuellen Ratsmitglieder für das Thalasso-Desaster und die Insolvenz der WTG verantwortlich seien, hielt Fischer sich zurück. Er stecke noch nicht in allen Details. Aber er habe den Eindruck, dass niemand im Rat das Gefühl habe, etwas Unrechtes getan zu haben. „Sonst würden sich die Ratsmitglieder der CDU auch nicht zur Wiederwahl stellen.“
Hooksiel (31. 7. 2026) – Seit Jahrzehnten sorgt eine Sauerstoffanlage dafür, dass das Wasser im Alten Hafen von Hooksiel nicht umkippt. Seit Montag ist das dafür erforderliche System nur noch eingeschränkt funktionsfähig. Bei der landeseigenen Hafengesellschaft Niedersachsen Ports (NPorts) ist man trotzdem zuversichtlich, dass es nicht zu Fäulnisprozessen mit entsprechender Geruchsentwicklung kommen wird.
Schläuche beschädigt
Am Montagabend hatte sich ein Schiff mit seinem Kiel in den Schläuchen verhakt. Feuerwehr und DLRG-Taucher konnten das Schiff befreien. Allerdings, so bestätigt NPorts, wurde durch die Havarie „ein Teil der Schläuche nachhaltig beschädigt“. NPorts betreut das in den 1970er Jahren im Zuge der Industrialisierung Wilhelmshavens künstlich geschaffene Hooksmeer und die Wasserflächen im Alten Hafen.
Der Sauserstofftank ist in einem Container am Rand des Hafens (vorn) untergebracht. Von hier aus wird über ein Schlauchsystem Sauerstoff ins Wasser des Alten Hafens von Hooksiel geleitet. Foto: hol
Fachleuten ist es gelungen, den intakten Teil des Schlauchsystems wieder an den Sauerstofftank anzuschließen. „Die Kosten für die Erneuerung der Schläuche werden aktuell kalkuliert“, teilt das Unternehmen auf Anfrage von „Hooksiel-Life“ mit.
Sättigung noch unkritisch
Bis zur Sanierung des Systems werde die Sauerstoffsättigung im Hafenwasser engmaschig geprüft. Der ökologische Zustand stehe in Abhängigkeit von der Wassertemperatur und der Nährstoffzufuhr von angrenzenden Grundstücken, so NPorts. „Aktuell gehen wir nicht von einer Gefahr aus, da weiterhin Sauerstoff zugeführt wird und die Sättigung unkritisch ist.“
Die Gefahr des Umkippens rührt daher, dass es sich zumindest beim Alten Hafen nahezu um ein stehendes Gewässer handelt. Das historische Sieltor ist verschlossen. Zwischen Binnentief und Alter Hafen/Hooksmeer gibt es keinen Wasseraustausch. Bedingt Bewegung ins Gewässer kommt lediglich durch das Öffnen der Schleuse am Außenhafen. Durch eine zu geringen Sauerstoffgehalt können am Grund Faulgase entstehen, die einen modrigen Geruch verursachen können.
Wilhelmshaven (31. 7. 2026) – Die Polizeiinspektion Wilhelmshaven-Friesland vermeldet einen bedeutenden Erfolg. Nach drei Hausdurchsuchungen am Dienstag dieser Woche sind Staatsanwaltschaft und Polizei zuversichtlich, vor der Aufklärung zweier Bankeinbrüche in der Jadestadt zu stehen.
Schließfächer ausgeräumt
Der Vollstreckung der Durchsuchungsbeschlüsse seien monatelange Ermittlungen des Zentralen Kriminaldienstes der Polizeiinspektion vorausgegangen, teilt die Polizei mit. Der Verdacht richtet sich gegen zwei Beschuldigte. Sie sollen am 28. Januar an dem Einbruch in die Filiale Fedderwadergroden der Sparkasse Wilhelmshaven beteiligt gewesen sein.
Bei der Tat wurden 18 Schließfächer gewaltsam geöffnet und Bargeld sowie Gold im Gesamtwert von rund 230.000 Euro entwendet. Darüber hinaus stehen die Beschuldigten im Verdacht, so die Ermittler, auch für den versuchten Einbruch in den Tresorraum der Oldenburgischen Landesbank in Wilhelmshaven am 13. Juni verantwortlich zu sein.
Monatelange Ermittlungen
Im Laufe der Ermittlungen seien zahlreiche Spuren ausgewertet, kriminaltechnische Untersuchungen durchgeführt und verschiedenste Ermittlungsansätze zusammengeführt worden. „Diese umfangreiche Beweisführung führte schließlich zur Identifizierung der Beschuldigten und zur Beantragung der richterlichen Durchsuchungsbeschlüsse“, heißt es in der Mitteilung.
Im Rahmen der Durchsuchungen habe man beide Beschuldigte angetroffen. Die Polizei stellte zahlreiche Beweismittel sicher, die nun kriminaltechnisch ausgewertet werden sollen. „Nach derzeitigem Stand ergeben sich Hinweise darauf, dass die Beschuldigten für mehrere weitere Straftaten im Zuständigkeitsbereich in Betracht kommen.“ Auch der Frage, ob es weitere Mittäter gab, werde nachgegangen, versichert die Polizei.
Haftbefehl vollstreckt
Gegen einen der Beschuldigten wurde ein bereits bestehender Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Bremen vollstreckt. Der zweite Beschuldigte sei vorläufig festgenommen worden. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Oldenburg erließ das zuständige Amtsgericht gegen ihn Untersuchungshaft. Er wurde anschließend in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.
Hooksiel (30. 7. 2026) – Die einen freuen sich über gute Platzierungen und geglückte Wetten. Die anderen machen sich Sorgen um das Wohl der Tiere. Mit 3.300 Zuschauern ist am Mittwoch die Rennsaison 2026 des Hooksieler Rennvereins erfolgreich zu Ende gegangen. Trotz Temperaturen bis an die 30 Grad gab es weder bei Fahrerinnen und Fahrern noch bei den Pferden Ausfälle. Der Rettungsdienst musste lediglich einem Zuschauer helfen.
Jochen Holzschuh (rechts) ist der Fahrer der Trabrennsaison in Hooksiel. Das Bild zeigt ihn bei einer der vielen Siegerehrungen am Mittwoch. Ganz links: Der 2. Vorsitzende des Hooksieler Rennvereins Timo Zippermayer. Foto: hol
Auch der dritte Renntag lockte wieder zahlreiche Besucher auf die Jaderennbahn. Der Rennverein spricht von einem „gelungenen Abschluss einer insgesamt sehr erfolgreichen Saison“. Die Saison umfasste drei Renntage. Insgesamt, so der Rennverein, habe man 8.800 Zuschauer am Hooksieler Grasgeläuf am Deich begrüßen können.
Ronja Walter gewinnt Trabreiten
Erstmals zeichnete der Verein in diesem Jahr den erfolgreichsten Fahrer der Saison aus. Die Auszeichnung ging an Jochen Holzschuh, der sich mit seinen starken Leistungen den Titel des Seriensiegers 2026 sicherte. Am Mittwochabend gewann der der Profifahrer aus Dülmen mit unterschiedlichen Pferden alle sechs Trabrennen. In die Siegerliste der wettbaren Rennen eintragen konnte sich lediglich noch Ronja Walter beim Trabreiten.
An der Bäderstraße vor der Rennbahn hielten Tierschützer eine Mahnwache ab. Für sie sollten „Tiere keine Sportgeräte“ sein. Foto: hol
Nicht bejubelt wurde der erfolgreiche Trabrennfahrer von der Gruppe von Tierschützern, die sich an allen drei Renntagen an der Bäderstraße zu einer Mahnwache eingefunden hatte. Ihre Botschaft konnte man auf Transparenten lesen: „Tiere sind keine Sportgeräte“ oder „Wetten ja, aber ohne Tiere“. Auslöser der Proteste ist nach den Worten von Tobias Thelemann ein Unfall auf der Trabrennbahn gewesen, bei dem 2023 ein Pferd tödlich verletzt wurde.
Rennverein dankt Sponsoren und Helfern
Der Hooksieler Rennverein zieht ein durchweg positives Fazit der diesjährigen Saison. An allen Renntagen habe eine hervorragende Stimmung geherrscht, die Rennen seien sportlich hochklassig besetzt gewesen und die Besucher hätten für eine besondere Atmosphäre auf der Jaderennbahn gesorgt. Zur guten Stimmung trug beim letzten Renntag auch ein Ponyrennen bei. Vereinsvorsitzender Immo Müller: „Der Verein bedankt sich bei allen Gästen, Sponsoren, Helfern sowie den Aktiven für die Unterstützung und freut sich bereits auf die Rennsaison 2027.“
Beim letzten Renntag der Saison erlebten 3300 Zuschauer packende Rennen, bei denen aber fast immer Jochen Holzschuh (Nummer 5) mit unterschiedlichen Pferden am Ende vorn lag. Foto: hol
Zumindest die Rennsaison 2027 dürfte noch nicht von den laufenden Bemühungen der landeseigenen Hafengesellschaft NPorts als Grundeigentümerin und der Gemeinde Wangerland betroffen sein, das Areal der Trabrennbahn künftig für touristische Zwecke nutzen zu wollen. Sollte sich ein Investor etwa für ein Hotel oder eine Freizeitanlage finden, müsste zunächst über ein Bauleitverfahren Baurecht für ein entsprechendes Projekt geschaffen werden. So ein Verfahren dauert in der Regel mindestens zwei Jahre.