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Hooksiel-life: Vom Leben an der Küste

„Hooksiel sicher“: Parken in Spielstraßen nur auf markierten Flächen

Hooksiel (28. 4. 2026) – Fußgängerzone, Tempo-30-Zone, mehrere „verkehrsberuhigte Bereiche“. Der Verkehr in Hooksiel ist weitgehend entschleunigt. Aber die Tempo-Reduzierung hat weitere Konsequenzen. Eine davon: die Parkregelung. 

In „verkehrsberuhigten Bereichen“ darf man nur auf dafür extra markierten Flächen parken. Foto: hol

Normalerweise können Autofahrer ihre Wagen innerorts am rechten Straßenrand abstellen – zumindest solange an den betreffenden Stellen kein Halte- oder Parkverbot gibt, die Straßen breit genug sind und keine Einfahrten versperrt werden. 

Halten nur zum Be- und Entladen

Anders in den so genannten „Spielstraßen“. Wagen dürfen hier nur auf den Grundstücken der Anwohner, in Parkbuchten oder auf besonders gekennzeichneten Flächen geparkt werden. Ausgenommen davon sind nur Halts zum Ein- und Aussteigen oder zum Be- und Entladen.

Die Park-Markierungen können Linien auf dem Asphalt sein oder auch eine erkennbar andere Pflasterung. Hier dürfen Autos laut einem Beschluss des Oberlandesgerichtes Köln sogar entgegen der Fahrtrichtung, also auf der linken Seite, abgestellt werden.

Fußgänger auf der gesamten Straße

In „verkehrsberuhigten Bereichen“ dürfen sich Fußgänger und Radler auf der gesamten Straßenbreite bewegen. Kinder sollen auf der Straße spielen können. Alle Verkehrsteilnehmer sind aufgefordert, aufeinander Rücksicht zu nehmen. Für Autofahrer ist Schrittgeschwindigkeit vorgeschrieben, also 4 bis 7 km/h und nicht 20 km/h, wie viele meinen. 

Wer aus einer so genannten „Spielstraße“ kommt, muss sich so verhalten, als würde er sich von einem Grundstück in den Verkehr einfädeln wollen. Vorfahrt hat er nie. Foto: hol

Noch eine Besonderheit, auf die wir im Rahmen der Serie „Hooksiel sicher“ schon einmal hingewiesen haben. Wer aus einem „verkehrsberuhigten Bereich“ herausfährt, muss immer Vorfahrt gewähren. Man muss sich so verhalten, als würde man von einem Grundstück auf eine Straße fahren. Innerhalb der Zonen gilt „Rechts vor links“.

Bußgeld und Punkt

Wer in einem verkehrsberuhigten Bereich zum Beispiel mit Tempo 35 unterwegs ist, riskiert ein Bußgeld in Höhe von 180 Euro und einen Punkt in Flensburg. Teurer wird es, wenn dabei Personen gefährdet werden. Gegebenenfalls kann dann auch ein Fahrverbot drohen. Wer seinen Wagen außerhalb der markierten Flächen parkt, muss mit einem Bußgeld in Höhe von 55 Euro rechnen. 

Anmerkung: Liebe Leserinnen und Leser, wenn Sie Anregungen für die Artikel-Serie „Hooksiel sicher“ oder Fragen zu Verkehrsregelungen in Hooksiel haben, auf irreführende oder überflüssige Verkehrsschilder hinweisen möchten oder selbst schon in gefährliche Situationen geraten sind, melden Sie sich bitte per Email unter infos@hooksiel-life.de – Stichwort: „Hooksiel sicher“.

Seit zehn Jahren mit edlen Oldtimern auf Ausflugfahrten

Hooksiel (28. 4. 2026) – Wer mit einem Oldtimer vernünftig umgehen will, der muss viel Gefühl haben. Beim Schalten, beim Gas geben, beim Pflegen. Die Teilnehmer an der Jubiläums-Ausfahrt des „Oldtimer Klön Tages“ (OKT) mussten ihre geschicktes Händchen noch in einer anderen Disziplin nachweisen.

Vor dem Start mussten die Teilnehmer der OKT-Ausfahrt ein Ei auf einem Löffel um ihre Wagen tragen. Foto: hol

Vor dem Start zur Ausfahrt in Richtung Wesermarsch drückte OKT-Sprecher Ulrich Nolzen jedem Beifahrer der Teilnehmer einen Löffel mit einem rohen Ei in die Hand. Damit mussten diese im Laufschritt die edlen Fahrzeuge umrunden. Dann ging es los. Vom Kreisel in Hooksiel in Richtung Varel und weiter nach Elsfleth in der Wesermarsch. 

Bürgermeister gratuliert

Gut 25 Oldtimer-Freunde aus Hooksiel, Friesland, Wilhelmshaven und auch aus Ostfriesland nahmen an der „touristischen Ausfahrt“ anlässlich des zehnjährigen Bestehens des OKT teil. Von Mercedes-Benz bis NSU, von Alpha Romeo Spider bis Triumph TR6, von Chevrolet bis BMW GT. Am Treffpunkt begrüßte Nolzen Bürgermeister Mario Szlezak, der das Engagement der Fans historischer Fahrzeuge würdigte. Der OKT trifft sich regelmäßig zum Austausch in der Hooksieler Bäckerei Ulfers-Eden und unternimmt gemeinsam Ausfahrten – stets von einem anderen Mitglied organisiert.

Die Jubiläumsfahrt hatte Nolzen persönlich ausgearbeitet, wofür Szlezak ihm einen handsignierten Pokal überreichte. Zusammen mit dem neuen Automobilmuseum am Kreisel entwickle sich Hooksiel zum Oldtimer-Treffpunkt. Auch wenn die OKT-Freunde, so vermutetet der Bürgermeister, nicht in erster Line Informationen über Reparatur und Fahrzeuge austauschen würden. Spontaner Konter von Nolzen: „Wir tauchen sogar unsere Frauen – aber nur als Beifahrerinnen.“ 

Vareler Mühle besichtigt

Die Fahrstrecke musste aufgrund der Sperrung der Hooksieler Schleuse kurzfristig angepasst werden. Von Hooksiel ging es über Sengwarden, Sillenstede, Grafschaft und Schortens in die Zeteler Marsch, wo man an einer Bäckerei einen Zwischenstopp einlegte. Weiter dann über Bockhorn nach Varel, wo man die Vareler Mühle besichtigte. Als Begrüßungskomitee warteten dort Mitglieder der Oldtimer-Interessengemeinschaft Varel.

Nach der Besichtigung der Mühle und des Mühlenmuseums ging es über Land zum Mooriemer Landcafé in Elsfleth, dem eigentlichen Ziel des Ausflugs. Vor einer großen „Kuchenschlacht“ wurde auf einem Parkplatz ein Gruppenfoto gemacht. Auf dem Rückweg besichtigen noch einige Teilnehmer ein privates Oldtimer-Museum.

Ausklingen ließ die Runde den Jubiläumstag in gemütlicher Runde im Balkan-Grill in Hooksiel. Die nächste Ausfahrt ist für Sonntag, 21. Juni, geplant Scoutmaster „TR 6 Sigi“ organisiert den Besuch einer Swingolf-Anlage in Rastede.

Mit beeindruckenden Leistungen zum Meistertitel

Schortens/Jever/Wangerland (27. 4. 2026) – Die Handball-D-Juniorinnen der HG Jever/Schortens haben sich die Meisterschaft in der Regionsliga Bremen/Nordsee gesichert. Das mit eine Reihe von Wangerländerinnen besetzte Team siegte in seinem letzten Heimspiel der Saison gegen die TSV Ganderkesee nach anfänglicher Nervosität sicher mit 26:12 Toren.

Meisterinnen in der Regionsliga Bremen/Nordsee: Die Handball-D-Juniorinnen der HG Jever/Schortens,. Foto: Christian Doyen

Damit krönte die junge Mannschaft, der durchweg Spielerin des jüngeren Jahrgangs angehören, ihre guten Leistungen in der „2. Liga“ der Altersklasse, der eine Reihe von attraktiven Gegnern aus Bremen, Delmenhorst und dem Raum Oldenburg angehören.

Gegnerinnen oft überfordert

Ihr Spiel war über weite Phasen der Saison beeindruckend: Auf eine kompromisslose Zweikampfführung folgen blitzschnelle Tempogegenstöße mit teils perfekten Pässen über 20 Meter und präzisen Abschlüssen am Fließband. Mit überragender Kommunikation bei der Zuordnung von Gegenspielerinnen, sehr flexiblen Bewegungsmustern am Kreis und starken Bodenpässen auf engstem Raum sorgten die Mädchen der HG bei ihren Gegnerinnen reihenweise für Überforderung.

Diese Handballer aus dem Wangerland haben maßgeblich zur Meisterschaft beigetragen: Trainer Hendrik von Bodungen mit seinen Spielerinnen (von links) Tabea Fei Doyen, Elene von Bodungen und Louisa Lauts. Foto: Christian Doyen

Dabei hatte man zu Beginn der Runde erst einmal Lehrgeld zahlen müssen. Beim TS Woltmershausen aus Bremen mussten die Mädels der HG anerkennen, dass der körperliche Nachteil in dieser Liga nicht ausschließlich mit spielerischer Qualität auszugleichen ist. Der Auftakt ging direkt mit 22:26 verloren. Die Befürchtung aber, dass die jungen Mädchen nun mit zu viel Respekt in die folgenden Aufgaben dieser Liga gehen würden, erwies sich als Trugschluss. 

Unterstützung aus dem Wangerland

Nach dem Sieg im emotionalen Derby gegen Wilhelmshaven (13:10) und dem beeindruckenden Erfolg in Bremen/Findorff (26:10) kam es schließlich zum Showdown beim souveränen Tabellenführer HSG Altes Amt Friesoythe. Als Außenseiter reiste die Mannschaft um den Wangerländer Trainer Hendrik von Bodungen, zu dem seine Tochter Elene sowie Louisa Lauts und Tabea Fei Doyen aus Hooksiel gehören, nach Südoldenburg – und machte die Überraschung perfekt. Nach einer beeindruckenden Aufholjagd mit mehreren Führungswechseln und einem Siegtreffer in letzter Sekunde zum 17:16 für für die Jeverländerinnen nahm die Meisterschaft ihre Wendung.

Die D-Juniorinnen der HG Jever/Schortens gewannen ihre nächsten Spiele einschließlich der letzten Partie gegen den TSV Ganderkesee souverän. Was der Mannschaft bis kurz vor Ende der Meisterrunde nicht klar war: Der Erfolg im Topspiel in Friesoythe bedeutete nicht nur zwei wichtige Punkte. Aufgrund der Regelung zum direkten Vergleich bedeutete dieser Auswärtssieg letztendlich die Meisterschaft. Über die Tordifferenz hätte es am Ende nicht gereicht.

Realitätsnahe Übung bringt Retter an ihre Grenzen

Wilhelmshaven/Wangerland (26. 4. 2026) – Mit einer realitätsnahen Großübung hat die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) von Donnerstag bis Samstag die Einsatzbereitschaft ihrer Besatzungen unter Beweis gestellt. Bei der „SAREx Wilhelmshaven 2026“ (Search and Rescue Exercise) trainierten rund 140 Seenotretter und weitere Einsatzkräfte die Rettung von Menschen aus Seenot unter anspruchsvollen Bedingungen.

Teil der Großübung SAREx 2026 auf der Jade: Retter übergeben einen „Verletzten“ auf einen Seenotrettungskreuzer. Foto: Die Seenotretter

Auf der Jade vor Wilhelmshaven spielte die DGzRS mehrere simulierte Notfallszenarien durch: Schwerverletzte auf havarierten Schiffen, vermisste Personen im Wasser und sinkende Boote stellten die Besatzungen vor komplexe Herausforderungen. Beteiligt waren sieben Seenotrettungskreuzer und -boote der DGzRS – darunter die Seenotrettungsboote „Peter Habig“ (Wilhelmshaven) und „Wolfgang Paul Lorenz“ (Horumersiel) – ,Rettungshubschrauber der Marineflieger und von NHC Northern Helicopter, Behördenschiffe wie die „WSP 5“ der Wasserschutzpolizei Niedersachsen sowie als Havaristendarsteller der Schlepper „Fairplay 34“ und die Barkasse „Seebär“.

„Schiffbrüchige“ geborgen

Die SAREx wurde außerdem unterstützt durch Verletztendarsteller. Im Hafen übernahm die Berufsfeuerwehr Wilhelmshaven die weitere Versorgung der „Schiffbrüchigen“ und brachte sie in ein am Stationsgebäude der DGzRS eigens errichtetes Zelt, fachlich als Patientenablage bezeichnet.

„Wir bringen unsere Besatzungen bei diesen Übungen bewusst an ihre Grenzen“, sage Jan Lutz, Leiter des Rettungsdienstes der DGzRS. „Denn nur so können wir sicherstellen, dass sie im Ernstfall bestmöglich vorbereitet sind. Wir danken allen beteiligten Partnern für das große Engagement, das uns diese realitätsnahen Übungen ermöglicht.“

Freiwillige Retter beeindruckt

„Glücklicherweise erleben wir selten Einsätze mit Schwerverletzten. Aber in dieser großen Übung mussten wir auch das bewältigen, zum Beispiel in einem engen Schiff entscheiden, wer zuerst Hilfe braucht. Das war so realistisch, dass wir völlig vergessen haben, dass es eine Übung war“, sagt Stephan von Wecheln, Vormann der DGzRS-Freiwilligenstation Wilhelmshaven. Sie war zum sechsten Mal Gastgeber einer SAREx.

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SPD startet in den Wahlkampf für die Kommunalwahl

Friesland/Wangerland (25. 4. 2026) – Die SPD-Friesland hat heute ihre Kandidatinnen und Kandidaten zur Kommunalwahl am 13. September aufgestellt. Auf den vier Listen der Wahlbereiche kandidieren insgesamt 52 Kandidatinnen und Kandidaten für den Kreistag. Nicht mehr dabei ist Ministerpräsident Olaf Lies (58) aus Sande, der mit Blick auf seine Aufgaben in Hannover auf einer Kandidatur für den Gemeinderat in Sande und den friesländischen Kreistag verzichtet.

Rolf Neuhaus (Mitte) soll nach dem Willen der SPD-Friesland nächster Landrat in Friesland werden. Eingerahmt wird er vom Ministerpräsidenten Olaf Lies, der Bundestagsabgeordneten Siemtje Möller, der SPD-Kreisvorsitzende Lena Gronewold und dem Kreistags-Ffraktionsvorsitzender Jannes Wiesner: Foto: Ole Mattausch

Kernthemen: Bildung und Infrastruktur

Neben der Verabschiedung der Listen stand im Kursaal in Horumersiel auch die Vorstellung des Wahlprogramms auf der Tagesordnung. Der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion Jannes Wiesner: „Als SPD wollen wir den Landkreis auch in den kommenden Jahren als stärkste Kraft führen.“ Die Kernthemen der Sozialdemokraten: „Gute Bildung und moderne Schulen, Investitionen in Straßen und Infrastruktur sowie die Förderung von Arbeitsplätzen und Wirtschaft.“

Neben den Listen mit den Kandidaten für die Kreistagswahl nominierten die Delegierten der SPD Rolf Neuhaus (49) zu ihrem Kandidaten für die Landratswahl.Sie folgen damit erwartungsgemäß der Empfehlung des Kreisvorstandes. Neuhaus (parteilos) erhielt 96 Prozent der Stimmen. Er soll Nachfolger von Landrat Sven Ambrosy werden, der sich nicht zur Wiederwahl stellte.

Rolf Neuhaus Landrats-Kandidat

In seiner Bewerbungsrede betonte Neuhaus seinen Gestaltungswillen und machte deutlich, dass sein Ziel sei, den Weg der positiven Entwicklung in Friesland fortzuschreiben. Neuhaus: „Die Entwicklung und Sicherung technischer und vor allem sozialer Infrastrukturen ist Kernaufgabe der nächsten Legislaturperiode. Sie ermöglichen wirtschaftliche Perspektiven für Unternehmen sowie individuelle Chancen und gleichberechtigte Teilhabe für Bürgerinnen und Bürger.“

Für die SPD-Kreisvorsitzende Lena Gronewold war die Konferenz mit 50 Delegierten aus neun SPD Ortsvereinen der offizielle Auftakt für den Kommunalwahl-Wahlkampf: „Mit Rolf Neuhaus haben wir einen ausgezeichneten, fachlich hoch versierten Kandidaten, bei dem wir sicher sind, dass er in die großen Fußstampfen, die Sven Ambrosy hinterlassen wird, treten kann. Wir gehen mit einem hervorragenden Team in die Kommunalwahl.“

Jannes Wiesner führt Liste an

Die Zusammensetzung des künftigen Kreistags wird in vier Wahlbereichen entschieden. Bürgerinnen und Bürger aus der Gemeinde Wangerland bestimmen über die Abgeordneten im Wahlbereich IV (Jever/Wangerland/Wangerooge) mit. Die SPD-Liste wird dort von Jannes Wiesner (Wangerland), Stefan Fischer (Jever) und Uwe Osterloh (Wangerooge) angeführten. Auf den weiteren Plätzen folgen Janina Furchert, Marianne Kaiser-Fuchs, Marianne Rasenack, Heinz Martin, Christina Haartje-Graalfs, Dieter Janßen, Frank Kourim, Finn Peemüller und Jan Kühnert. Die SPD-Spitzenkandidaten in den übrigen Wahlbereichen sind Siemtje Möller (WB Varel), Fred Gbrurrek (WB Bockhon/ Zetel) und Detlef Kasig (WB Schortens/Sande).

Anmerkung: Der Artikel wurde am Sonntag aktualisiert.

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Hexen begleiten den Maibaum auf dem Weg zum Alten Hafen

Hooksiel (25. 5. 2026) – Wenn in Friesland die Maibäume aus dem Boden sprießen, ist der Frühling da. So soll es auch in diesem Jahr sein. Traditionell wird am Vorabend des 1. Mai, also am Donnerstag, 30. April, am Alten Hafen ein bunt geschmückter Maibau aufgestellt.

Junge Leute aus Hooksiel haben unterstützt von Arbeitsgruppe, Dorfgemeinschaft und WiKi den Maibaum mit Girlanden und Papierblumen geschmückt, der am Donnerstag am Alten Hafen aufgestellt werden soll. Auf dem Bild (von links, vorn) Jan-Niklas Ulfers, Meyra Schriever, Fenja Jansen und Saskia Ponath sowie (hinten) Tobias Stahl, Bernd Tscherney, Bodo Zeiger und Nils Schröder. Foto: Dreßel

An der Aktion beteiligen sich wieder zahlreiche Organisationen und Vereine aus der Hooksieler Dorfgemeinschaft. Die Federführung liegt in diesem Jahr in Händen der Initiative „Weil wir Hooksieler sind“ (WWHS) und der Jugendabteilung der DLRG-Ortsgruppe Wangerland.

Umzug vom ZOB

Nach einer Vorbesprechung Anfang April trafen sich eine Reihe von Aktiven an diesem Freitag in der Betriebshalle der Zimmerei Langenhorst, um den alten Schmuck vom Maibaum zu entfernen und neuen anzubringen. Den Schmuck hatten im Vorfeld die Bewohner des Wohnheimes der Wilhelmshavener Kinderhilfe (WiKi) angefertigt. 

Treffpunkt am Donnerstag ist der Parkplatz am ZOB. Von hieraus wird um17 Uhr der Maibaum in einem Umzug zum Alten Hafen transportiert werden. Für die musikalische Begleitung sorgt der Spielmannszug aus Varel-Langendamm. Zum bunten Erscheinungsbild beitragen werden zudem „Hexen“ aus dem Hooksieler Gruseleum. Abgesichert wird der Umzug durch Aktive der freiwilligen Feuerwehr. 

Bratwurst und Stockbrot

Am Hafen selbst dürfen sich die Besucher und Teilnehmer auf Bratwürste freuen, die von der Arbeitsgruppe Hooksiel gegrillt werden. DLRG und WWHS schenken Getränke aus, schminken Kinder braten Stockbrot. Der Dank der Organisatoren geht zudem an den SC Wangerland, der das Zelt für den Ausschank zur Verfügung gestellt hat, sowie an die Mitglieder der Arbeitsgruppe, die beim Aufbau beim Aufbau tatkräftig geholfen haben. 

Neben dem Baum der Dorfgemeinschaft werden in Hooksiel wie im gesamten Jeverland zum 1. Mai von Nachbarschaften, Vereinen oder Ortsinitiativen jede Menge geschmückte Bäume aufgestellt werden. Wer diese Tradition bereits am Donnerstag pflegt, hat einen langen Abend vor sich. Nach altem Brauch können und dürfen Bäume nämlich in der Nacht zum 1. Mai gestohlen werden – wenn sie nicht ausreichend bewacht sind. 

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Dorfgemeinschaft bittet um Spenden für Tombola

Hooksiel (25. 4. 2026) – Spaß ermöglichen und Gutes tun. Das sind zwei der Gründe, warum die Dorfgemeinschaft Hooksiel seit Jahren große Volksfeste im Ort organisiert. Allerdings wird es zunehmend schwerer, die Herings- und Krabbentage ohne wirtschaftliche Risiko für die Veranstalter auszurichten.

Überschüsse wurden schon in den vergangenen Jahren fast ausnahmslos durch die Erlöse einer Tombola erzielt. Ihr verdanken unter anderem die Grundschule Hooksiel eine Outdoor-Tischtennisplatte und der Kindergarten eine Schaukel. 

Damit auch bei den anstehenden Heringstagen (22. bis 25. Mai) möglichst ein Überschuss für den guten Zweck erzielt werden kann, bitten die Organisatoren Gewerbetreibende aus Hooksiel und Umgebung um Spenden für die Tombola. Wer das Fest unterstützen möchte, möge sich an Tobias Geisen (Email: toge@nojalu-gmbh.de) oder an Nils Schröder (fk.trotz@gmail.com) wenden. Spenden würden auch gern abgeholt.

Überland-Gruppe stellt sich der Kritik am Campingplatz-Konzept

Hooksiel (24. 4. 2026) – Der nächste „Gäste- und Bürgersnak“ des Seebadevereins Hooksiel könnte spannend werden. Als Gast wird am kommenden Dienstag, 28. April, einer der Geschäftsführer der Überland-Gruppe erwartet. Damit stellt sich erstmals ein Vertreter der neuen Eigentümer des „Nordsee-Campingplatzes Hooksiel“ öffentlich vor. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr im Gästehaus. Der Seebadeverein weist darauf hin, dass maximal 120 Plätze zur Verfügung stehen.

Der Nordsee-Campingplatz in Hooksiel ist das zentrael Thema beim nächsten „Gäste- und Bürgersnak“ des Seebaadevereins. Foto: hol

Die Überland-Gruppe hatte den Campingplatz mit seinen rund 1500 Stellplätzen zum 1. Januar von der insolventen Wangerland Touristik GmbH übernommen. Seit Ende März, dem Ende der Sturmflut-Saison, ist der Platz wieder belegt. Seitdem mussten die neuen Eigentümer viel Kritik aushalten, die über die Sozialen Medien und die Tagespresse verbreitet wurde. 

Nudisten sind enttäuscht

Ein Knackpunkt: Überland hatte angekündigt, ab 2027 aus wirtschaftlichen Gründen den FKK-Bereich auf dem Campingplatz aufgeben zu wollen. Damit würde der letzte Nudisten-Campingplatz an der Nordseeküste verschwinden. Ein herber Schlag für die Betroffenen, die zum Teil seit Jahrzehnten Dauercamper in Hooksiel sind.

Unmut ausgelöst haben bei einem Teil der Camper auch weitere Änderungen. Einige Dauercamper müssen ihre angestammten Stellplätze räumen. Die Struktur der Mieten ändert sich. Es kommt ab 2027 zu Preiserhöhungen vor allem dann, wenn Überland, wie angekündigt, die bislang als marode beklagte Infrastruktur der Wasser- und Stromversorgung modernisiert hat.

Kritik an neuen Schließzeiten

Kritik gibt es auch an den vorgezogenen Schließzeiten der Eingangsschranke (20 statt 22 Uhr) für Pkw. Was aus Sicht der Betreiber für mehr Ruhe auf dem Platz sorgen soll, wird von einigen Campern als Einschränkung der eigenen Bewegungsfreiheit beklagt. 

Ein weiteres Reizthema: Hunde. Als Neuerung erlaubt Überland den Campern auf allen Stellplätzen, ihre Hunde mitzubringen. Die Tiere müssen allerdings durchweg angeleint werden. Während die einen das mit Blick auf den Bewegungsdrang der Vierbeiner bedauern, befürchten andere, dass eine zunehmende Zahl von Hunden zur Bedrohung für die Brutvögel im nahe gelegenen Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer werden könnte.

Eine Reihe von Investitionen geplant

Neben den Änderungen in der Nutzung des Platzes, die im wesentlichen in den 25-seitigen Mietverträgen der Camper fixiert sind, und der Modernisierung der Sanitäranlagen hat Überland eine Reihe von Investitionen angekündigt, die den Platz familienfreundlicher machen sollen. Dazu gehören der Bau eines Abenteuerspielplatzes, einer Minigolfanlage und einer Mountainbike-Bahn, eines Indoor-Spielplatzes und eines Hunde-Agility-Parcour. 

Auch diese mit Blick auf die Attraktivität des Campingplatzes allgemein begrüßten Neuerungen dürften Thema beim „Gäste- und Bürgersnak“ werden.

Fünf Hochbeete für die Hooksieler „Küstenkinder“

Hooksiel (24. 4. 2026) – Die „Küstenkinder“ der Kindertagesstätte Hooksiel dürfen sich schon jetzt auf frisches Obst, Kräuter und Gemüse aus eigenem Anbau freuen. Auch wenn es bis dahin noch ein Weile dauern wird. 

Ehrenamtliche Helfer der Arbeitsgruppe Hooksiel haben die Hochbeete für die Kindertagesstätte „Küstenkinder“ aufgebaut. Foto: hol

In dieser Woche haben ehrenamtliche Helfer der Arbeitsgruppe Hooksiel fünf Hochbeete montiert und aufgestellt. Die sollen nach den Worten von Kita-Leiterin Claudia Bruns in den nächsten Monaten in die Kita-Arbeit eingebunden werden. „Wir wollen mit den Kindern pflanzen und säen, die Beete pflegen – und am Ende natürlich auch ernten.“

Die Hochbeete selbst hat die Kita von der Volksbank Jade-Weser gespendet bekommen. Das Geld dafür stammt auch den Erlösen des VR-Gewinnsparens. Der Bauhof der Gemeinde hat zudem das Material für die Gründung der Stellflächen für die Hochbeete geliefert. 

Die Aktiven der Arbeitsgruppe hoben die Stellplatzflächen aus, verlegten Bodenplatten und installierten die Hochbeete. Arbeitsgruppen-Sprecher Bodo Zeiger: „Es ist toll, wenn alles so Hand in Hand geht. Wenn die Kinder dann ihren Spaß mit den Beeten haben, haben wie alles richtig gemacht.“ 

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Helfer gesucht: Garten-Oase wächst Ehrenamtlichen über den Kopf

Hohenkirchen (23. 4. 2026) – In das Projekt ist über die Jahre viel Geld geflossen. Jetzt droht es zu scheitern. Die Ehrenamtlichen, die sich seit Jahren um den Gemeinschafts-Garten in Hohenkirchen kümmern, brauchen dringend Verstärkung. 

Hoffen auf weitere helfende Hände für die Pflege des ökologischen Gemeinschaftsgartens i Hohenkirchen: (von links, stehend) Dieter Moosen, Silke Niemeyer, Marion Hinz sowie (sitzend) Rita Schürholz, Ilsen Moosen und Hanna Faull. Fptp: ho

Marion Hinz, Ehrenamtsbeauftragte der Gemeinde Wangerland, versucht das Team um Hanna Faull, Rita Schürholz, Silke Niemeyer sowie Ilse und Dieter Molsen durch einen Hilferuf zu unterstützten. „Das ist ein wunderschönes Kleinod hier. Es wäre wirklich schade, wenn der Garten keinen Zukunft mehr hätte.“

Bunte Vielfalt braucht Pflege

Unkraut zupfen, hacken, säen, ernten. So ein bunter Garten, in dem biologisch einwandfrei ohne Giftspritze unter anderem Kartoffeln, Tomaten und Kürbisse angebaut, Zwiebeln, Schnittlauch und Beeren geerntet sowie Äpfel, Birnen und Quitten gepflückt werden wollen, macht sich nicht von allein. Hinzu kommt die Pflege der Wege, Einfassungen und Zäune, des Insektenhotels und der Rosenbüsche. Und auch der Wohncontainer, den der Bauhof der Gemeinde für die Ehrenamtlichen als Geräteschuppen und Pausenraum aufgestellt hat, will unterhalten werden. 

Die Belohnung für die Mühe: Ein Plätzchen in einer wunderschönen Öko-Oase in Jelliestede, zwischen Neubaugebiet und Reisemobil-Stellplatz. Nicht nur aufgrund des wunderschönen Seeblicks ein Ort zum Ausspannen. „Die Arbeit hier macht schon Spaß“, sagt Silke Niemeyer. „Aber es darf für den Einzelnen auch nicht zu viel werden.“

Als „internationaler Garten“ gegründet

Der rund 400 Quadratmeer große Kräutergarten ist vor rund zehn Jahren im Rahmen des Projektes „Erde und Flut“ angelegt worden. Damals als „Internationaler Garten“, erinnert sich Marion Hinz. In den ersten Jahre sei der Garten auch Treffpunkt von Einheimischen und Familien mit Migrationshintergrund gewesen. Als Labor für botanisches Wissen und Börse für Rezepte aller Art. Dann kam Corona. Eine besonders aktive ausländische Familie zog weg, die Ehrenamtlichen der ersten Stunde kamen in die Jahre …

Eine bunte Vielfalt aus Blumen, Kräutern und sonstigen Pflanzen erwartet Besucher im Gemeinschafts-Garten am Wangermeer. Angelegt worden ist das Kleinod vor rund zehn Jahren im Rahmen des Projektes „Erde und Flut“ , damals als „Internationaler Garten“. Foto: hol

Nutznießer sind unter anderem die Reisemobilisten, die in Hohenkirchen Halt machen. „Was kosten denn die schönen Erdbeeren?“ sei sie schon oft gefragt werden, sagt Hanna Faull. Aber verkaufen dürfen die Aktiven ihre Waren nicht. „Wir geben aber gern ab, gegen eine kleine Spende für das Projekt.“

Geld allein reicht nicht

Wie eine mit Firmennamen gut bestückte Schautafel zeigt, gab es in der Vergangenheit schon eine ganze Reihe von Unterstützern für den Gemeinschafts-Garten. Jetzt aber reicht Geld allein nicht mehr aus. Es werden Gartenfreunde aus dem gesamten Wangerland als ehrenamtliche Helfer gesucht. Das derzeitige Team trifft sich jeden Dienstag von 10 bis 12 Uhr in Jelliestede. „Wenn aber jemand lieber an einem anderen Tag arbeiten will, ist das auch in Ordnung“, sagte Silke Niemeyer. 

Die Kontaktaufnahme zu der Gruppe erfolgt am besten per Email über das Rathaus. Dort steht Marion Hinz unter m.hinz@wangerland.org als Ansprechpartnerin zur Verfügung.

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