Hooksiel (6. 7. 2026) – Großalarm im Hooksieler Gewerbegebiet. In einer Lagerhalle war es heute gegen 12.20 Uhr zu einem Brand gekommen. Eine Person wurde dabei schwer verletzt, zwei Mitarbeiter des betroffenen Unternehmens erlitten zudem leichte Rauchverletzungen.
Zu einem Großeinsatz rückten am Montagmittag sämtliche Feuerwehren des Wangerlandes ins Gewerbegebiet Hooksiel aus. Der Brand in einer Lagerhalle konnte aber schnell gelöscht werden. Der Sachschaden blieb überschaubar. Fotos: Feuerwehr
Im Zuge eines gemeindeweiten Alarms war neben der Freiwilligen Feuerwehr Hooksiel weiteren sechs Feuerwehren der Gemeinde Wangerland sowie die Drehleiter der Freiwilligen Feuerwehr Jever alarmiert worden. Wie Hooksiels Ortsbrandmeister Jörg Nöchel schildert, sei das Feuer aber bis zum Eintreffen der ersten Einsatzkräfte bereits durch die Mitarbeitenden des Unternehmen weitgehend erfolgreich gelöscht worden.
Der schwer verletzte Mitarbeiter wurde mit dem ADAC-Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen. „Wir können uns nur beim Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Hooksiel bedanken“, so Nöchel. „Nur Dank seiner Unterstützung verfügen wir über erweiterte medizinische Ausrüstung, die es uns ermöglicht, Verletzte bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes noch umfassender zu versorgen.“
Die Mitarbeitenden, die sich eine Rauchgasvergiftung zugezogen haben, wurden durch den Rettungsdienst der Feuerwehr Wilhelmshaven medizinisch betreut. Der Brand war offenbar durch Arbeiten in der Halle entstanden. Angaben zur Höhe des Schadens lagen zunächst nicht vor.
Wangerland (6. 7. 2026) . Als „nicht hinnehmbar“ bezeichnet die CDU-Landtagsabgeordnete Katharina Jensen die Vorschläge aus Hannover zu Fischerei-Sperrgebieten vor dem Wangerland. Die Wangerländerin, die fischereipolitische Sprecherin ihrer Fraktion ist, reagiert damit einen „Hilferuf“, der Wangerländer Fischer, die ihrem Unmut in einem offenen Brief Luft gemacht hatten.
Krabbenkutter gehören zum maritimen Bild an der niedersächsischen Küste. Ein großflächiges Fischfangverbot im Wattenmeer vor dem Wangerland würde nicht nur die betroffenen Fischer, sondern auch den Tourismus treffen. Foto: Klaus Schreiber
„Die existenziellen Hilferufe der Küstenfischer werden immer lauter und verzweifelter“, sagt Jensen, die sich im „Weltnaturerbeportal Dangast“ mit Küstenfischern getroffen hat. „Die jetzt von den niedersächsischen Ministerien Umwelt und Landwirtschaft im Rahmen des Fischereidialogs vorgelegte Karte mit künftigen Sperrgebieten bedroht die Existenzen der Küstenfischer vor Hooksiel, Horumersiel und Minsener Oog und bedeutet Einschränkungen für die restliche Flotte.“
Wangerland stark betroffen
Entgegen erster Entwürfe beträfen die vorgeschlagenen Sperrgebiete viel größere Teile der Fanggebiete direkt vor den Heimathäfen Hooksiel, Horumersiel bis hin zu Minsener Oog. „Für mich als Wangerländerin, die auch um die Bedeutung der Küstenfischerei für den Tourismus weiß, sind diese Pläne so nicht hinnehmbar.“
Jensen räumt ein, dass die Landesregierung die Anforderungen der „EU-Biodiversitätsstrategie 2030“ zur Ausweisung strenger Schutzgebiete umsetzen müsse. Demnach müssen zehn Prozent des Küstenmeeres streng geschützt und somit fischereifrei werden. Aber die konkrete Umsetzung obliege allein dem Land Niedersachsen. Ihr Vorwurf: „Was wir hier sehen, ist kein Dialog, sondern ein politisches Agieren mit der Brechstange über die Köpfe der Fischer hinweg.“
Wichtig auch für den Tourismus
Der jetzt vorliegen Vorschlag sei keineswegs „ausgewogen“ , wie von Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte (Grüne) behauptet. Der „Fischereidialog“ dürfe im Ergebnis keine Existenzen gefährden. Das sei aber bei den vorgeschlagenen Gebieten der Fall.
Die Fischerei finde seit jeher im Gebiet des heutigen Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer statt. Bislang liegen nach Ansicht der CDU-Politikerin zudem keine Nachweise für nachhaltige Beeinträchtigungen der Meereslebensräume durch diese traditionelle Nutzung vor. Vor diesem Hintergrund sollte die Fischerei als integrierter Bestandteil des Nationalparks und seiner gewachsenen Kulturlandschaft betrachtet werden.
„Eine Küste ohne Küstenfischerei kann nur von Nachteil sein, für die Wirtschaft und für den Tourismus. Ziel muss also sein, die Küstenfischerei zukunfts- und krisenfest aufzustellen“, betont Jensen. „Neben Gebieten ohne Fischerei auf zehn Prozent der Fläche sollte es im Rest des Küstenmeeres die Zusicherung geben, dass die Fischerei dort auch in Zukunft stattfinden kann.“
Wangerland (6. 7. 2026) – Viele Familien nutzen die Sommerferien, um zu verreisen. Aber auch Kinder und Jugendliche, die in der schulfreien Zeit im Wangerland bleiben, brauchen sich nicht zu langweilen. Der „Ferienpass“ der Jugendpflege der Gemeinde zeigt für die Zeit bis zum 12. August eine Fülle von Veranstaltungen auf, die für Passinhaber zum Teil ermäßigt oder auch komplett kostenlos besucht werden können.
In den kleinem Heftchen, das zum Ferienbeginn an die Kinder und Jugendlichen ausgegeben wurde, sind über 70 Anregungen und Hinweise auf Angebote aufgeführt, mit denen sich die Ferien abwechslungsreich gestalten lassen.
Im Programm aufgeführt sind mehrere Ausflüge wie etwa eine Fahrt zum Kletterpark in Aurich oder zum Tierpark Thüle, Kreativ-Workshops zum Malen, Backen oder Fotografieren zum Beispiel im Künstlerhaus Hooksiel oder sportliche Herausforderungen an der Wasserskianlage Hooksiel, beim Wassersportverein Hooksiel, dem Hooksieler Surfclub oder auf dem Tennisplatz des MTV Hohenkirchen. Die Palette reicht vom Tauchlehrgang über Reitkurse bis zur Wildbeobachtung.
Besuche bei Polizei, THW und Feuerwehr
Spannend sicher auch die geplanten Besuche bei der Polizei und THW in Jever sowie der Feuerwehr in Hohenkirchen. Ein Änderung hat sich beim „Angelspaß“ des Angelvereins Jever ergeben. Für den Schnupperkursus am Sonntag, 12. Juli, haben sich Zeit, Treffpunkt und Ansprechpartner geändert. Anmeldungen nimmt Alexander Meinen (Tel. 0170/8121791) entgegen.
Für Jugendliche, die es in der Ferien ohne Bildungsangebote nicht aushalten können, empfiehlt sich vom 10. bis 12. August ein Besuch der „Erlebnishochschule“. Das Projekt der Jade-Hochschule in Wilhelmshaven richtet sich an Jugendliche im Alter von 12 bis 19 Jahren. Dabei geht es überwiegend um Zukunftsthemen wie Robotik, virtuelle Fabriken, Lasertechnik und Programmieren, aber auch in Soziale Arbeit, Finanzoptimierung und das „Fliegende Labor“ der Hochschule können die jungen Leute hineinschnuppern.
Kreativ-Workshops und Sport
Ein weitere Baustein der Ferienpass-Angebote sind die zahlreichen öffentlichen Veranstaltungen, die während der Ferien im Wangerland stattfinden – nicht nur, aber auch für Kinder und Jugendliche. Dazu gehören zum Beispiel das „Spielefest“ in Hooksiel, Drachenfest und Friesenfestival in Horumersiel/Schillig und die Vorstellungen des Circus Axo am Strand von Schillig. Die Artisten dort bieten übrigens auch Jonglierkurse für Kinder an.
Für eine Reihe der im Ferienpass aufgeführten Veranstaltungen sind Anmeldungen erforderlich. Zum Teil müssen Kinder und Jugendliche vor Ort den Pass vorzeigen, um freien Eintritt zu erhalten. Online ist das Angebot auf er Internetseite der Gemeinde Wangerland unter www.wangerland.org einsehbar.
Hooksiel (6. 7. 2026) – Gutes Tenniswetter sieht anders aus. Trotz der zahlreichen Regenschauer gelang es den A II Junioren des SC Wangerland am Samstag auf der Platzanlage in Hooksiel ihr letztes Punktspiel der Saison auszutragen. Dabei verbuchten die Hooksieler gegen den TC BW Oldenburg einen knappen 2:1 Sieg. In der Abschlusstabelle der Regionsklasse belegt das Team mit 4:4 Punkten den dritten Platz.
SCW-Spielerin Petra Csikos bedankt sich bei Philipp Opitz von der „Öffentlichen Versicherung“ für die Ausstattung der Damen- und Jugendspieler des Vereins mit Sportbekleidung. Foto: hol
In der Regionsklasse werden lediglich zwei Einzel und ein Doppel gespielt. Das Spitzenspiel gewann Tom Fiebig mit 6:4/6:2. Leonard Köster unterlag gegen seinen drei Leistungsklassen besser eingestuften Gegner knapp mit 6:7/2:6. Die Entscheidung musste also im Doppel falllen. Hier profitierten Tom Fiebig und Elias Stroisch davon, dass das gegnerische Doppel das Spiel beim Stand von 4:6/5:2 verletzungsbedingt aufgeben musste.
Die Tennisabteilung des SCW nutzte das Spiel auch dazu, sich bei der „Öffentlichen Versicherung Oldenburg“ in Person von Philipp Opitz zu bedanken. Das Unternehmen mit Außenstelle im Wangerland hatte dem Verein eine Windschutzplane für den Tennisplatz sowie Jacken und Hosen für die beiden Juniorenteams und die Damenmannschaft gesponsert.
Wangerland/Wilhelmshaven (6. 7. 2026) – Seit 20 Jahren durchkämmen Artenkenner am „Nationalpark-Tag der Artenvielfalt“ in einem jährlich wechselnden Teilgebiet des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer die Naturlandschaft. In diesem Jahr haben 35 Expertinnen und Experten Lebensräume vor Schillig im Wangerland ins Visier genommen und eine große Biodiversität vorgefunden. „Dass wir hier auf dem Festland unmittelbar neben touristisch stark genutzten Bereichen eine hohe Zahl an verschiedenen Arten nachweisen konnten, ist ein großartiges Zeichen: „Nationalpark wirkt!“, erklärte Benedikt Wiggering, Dezernent für Biodiversität, Forschung und Monitoring der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer.
Über 20 Jahre hat sich ein Netzwerk von Expertinnen und Experten entwickelt, das die Artenvielfalt dokumentiert. Foto: Michael Räder/NLPV
Der Küstenort bietet eine für das friesländische Festland eher untypische Lebensraumvielfalt. Der Grund: Durch die ursprünglich künstlich geschaffenen Sandvorspülungen grenzen hier auf kleinstem Raum am Festland Salzwiesen, Dünen, Sandstrand, kleine Waldgebiete und die Watten direkt aneinander. Viele Übergänge und Grenzlebensräume bedeuten eine Fülle ökologischer Nischen für die unterschiedlichsten Lebensformen.
Sechsstündige Suche rund um Schillig
Am Treffpunkt begrüßte Wiggering die Teilnehmenden. Gruppen aus Spezialisten für bestimmte Tier- und Pflanzenarten schwärmten in verschiedene Bereiche des Schutzgebietes aus. Ihre sechsstündige Suche im Watt und an Land brachte zahlreiche spannende Nachweise zutage. Die Ausbeute wurde anschließend in der Jugendherberge Schillig zusammengetragen.
Aus der Gesamtliste von über 600 Arten stechen einige Funde hervor: Pflanzenkundler dokumentierten knapp 160 Gefäßpflanzen- und vier Moosarten. Neben typischen Küstengewächsen wie Stranddistel oder Dorniger Hauhechel sorgte ein Fund für besondere Begeisterung: Die Experten stießen auf die Strandwinde und konnten das größte Vorkommen dieser Art am Festland bestätigen.
Erstnachweis für Niedersachsen
Pilzkundler Jörg Albers kartierte beachtliche 32 Arten. In den feuchteren Bereichen des nahegelegenen Waldstücks stieß er unter anderem auf den Natternstieligen Schleimfuß. Für den Höhepunkt des Tages sorgte jedoch ein anderer Fund: Mit der Entdeckung eines Graskernlings (ein pflanzenparasitischer Pilz) gelang ein Erstnachweis für ganz Niedersachsen – möglicherweise, denn die genaue Bestimmung dieser Pilzart muss noch bestätigt werden.
In Schillig konnte die Strandwinde in der höchsten bekannten Bestandsdichte nachgewiesen werden. Foto: Benedikt Wiggering/NLPV
Das Team im Watt habe rund 30 Arten dokumentieren können, darunter verschiedene Algen und Arten des Wattbodens. Die Ergebnisse dieser Gruppe zeigten, wie dynamisch sich der Lebensraum verändert: Bei rund 20 Prozent der kartierten Arten handelte es sich um Neobiota (nicht-heimische Arten). Dazu zählten etwa die etablierte Pazifische Auster oder die Manila-Teppichmuschel, die erst vor zwei Jahren in Schillig erstmalig nachgewiesen werden konnte.
16 Wildbienenarten
Auch bei den Fluginsekten erwies sich Schillig als artenreich. Die Entomologie-Gruppe kartierte neben drei Libellenarten und einer Florfliege rund 70 Fliegen- sowie bis zu 16 Wildbienenarten. Den herausragende Fund in dieser Gruppe entdeckte Jana Deierling: Sie konnte ein Exemplar der in Deutschland stark gefährdeten Mooshummel nachweisen – ein Fund, der für große Freude sorgte und die Bedeutung intakter, vielfältiger Lebensräume unterstreicht.
Der Nationalpark ist reich an Insekten. Die Artenkenner kartierten elf Heuschrecken-, rund 50 Wanzen und mehr als 40 Zikadenarten. Auch die Käfer-Spezialist kamen mit etwa 60 unterschiedlichen Arten voll auf ihre Kosten. Seltener sind in Schillig die Schmetterlinge. Das Team verzeichnete 13 verschiedene Tagfalter-, darunter den bekannten Admiral, sowie elf Nachtfalterarten wie das auffällige Taubenschwänzchen.
Raubseeschwalbe auf Durchreise
Auch ein vielfältiges Bild zeigte sich bei den Wirbeltieren. Neben zehn Säugetier- und einer Amphibienart konnte die Gruppe der Ornithologen 75 verschiedene Vogelarten nachweisen. Für den Höhepunkt sorgte dabei die Sichtung einer Raubseeschwalbe – ein seltener Durchzügler auf dem Weg zwischen Brutgebieten an der Ostsee und Überwinterungsgebieten am Mittelmeer und in Afrika.
Wangerland (5. 7. 2026) – Das Kino kehrt nach Horumersiel zurück. Frank Hensel, Inhaber der Friesenevent-Agentur und Betreiber des Kursaals im Haus des Gastes, und seine Frau Kathrin laden zum „Kino-Sommer“ ein. Im Rahmen seiner „Horumersieler Filmtage“ werden im Zeitraum von Mittwoch 8. Juli bis zum 26. August insgesamt zwölf Filme ausgestrahlt.
Kathrin und Frank Hensel bringen das Kino-Erlebnis zurück in den Kursaal in Horumersiel. Mit dabei: Clint Eastwood. Foto: hol
Auf der Großleinwand sind jeweils mittwochs ab 15.30 Uhr und ab 19 Uhr zwei Filme zu sehen. Nachmittags gibt es einen Film für Kinder und Jugendliche, abends einen für Erwachsene. „Wir wollen den Kursaal beleben“, sagt Frank Hensel bei der Vorstellung des Programms. Dass das funktionieren kann, haben die vergangenen Wochen bereits gezeigt.
Erste Erfahrungen gesammelt
Im März verfolgten zahlreiche Bürgerinnen und Bürger in dem Saal den aktuellen Kinofilm „Der Schimmelreiter“, der in weiten Teilen im Wangerland mit Statisten aus der Region gedreht worden war. „Dabei ging es vielen Zuschauern weniger um den Inhalt“, ist Hensel überzeugt. „Die meisten Leute wollten sehen, ob sie selbst zu sehen sind.“ Weitere Erfahrungen sammelte das Friesenevent-Team mit der Live-Übertragungen der WM-Fußballspiele der deutschen Nationalmannschaft, die durchweg gut besucht waren.
Eine ähnliche Zugkraft erhofft sich Hensel von den Film-Klassikern, die während des „Kino-Sommers“ zu sehen sein werden. Zum Auftakt am Mittwoch, 8. Juli, werden die Komödien „Hände weg von Mississippi“ (2007) und „25 km/h“ /2018) zu sehen sein. Den Schlusspunkt setzt am 26. August Schauspieler-Legende Clint Eastwood, der die Hauptrolle in dem Sozialdrama „Gran Torino“ (2008) spielt. Die Filme werden der Friesenevent übrigens durch das Projekt „Mobiles Kino Niedersachsen“ zur Verfügung gestellt. „Wir hatten die Auswahl aus einem Paket von 1000 Filmen.“
Kursaal als Begegnungsort
Mit dem „Kino-Sommer“ knüpfen Katrin und Frank Hensel an cineastische Traditionen im Wangerland an. Vor Jahren wurden bereits regelmäßig Kinofilme im Kursaal gezeigt. Damals gab es im Herzen von Schillig sogar noch ein eigenes Kino. Und noch einen Zweck verfolgen die Macher mit der Filmreihe: Sie wollen das Freizeitangebot für Einheimische und Gäste in Horumersiel erweitern – und den Wert des Kursaals als Veranstaltungsort für das Wangerland ins Bewusstsein rufen
Bekanntlich sucht die insolvente Wangerland Touristik GmbH (WTG) aktuell europaweit nach Investoren, die auf dem derzeit von der WTG genutzten Areal samt Haus des Gastes und Kursaal ein Hotel bauen möchten. Ob im künftigen Neubau dann ein öffentlich nutzbarer Saal eine Hauptrolle spielen wird, steht noch in den Sternen.
Das Programm
Mittwoch, 8. Juli, 15.30 Uhr „Hände weg von Mississippi“; 19 Uhr „25 km/h“ Mittwoch, 29. Juli, 15.30 Uhr „Catweazle“; 19 Uhr „Der Junge muss an die frische Luft“ Mittwoch, 5. August, 15.30 Uhr „Ronja Räubertochter“; 19 Uhr „Die fabelhafte Welt der Amélie“ Mittwoch, 12. August, 15.30 Uhr „Hotel Transsilvanien 3“; 19 Uhr „Heute bin ich Samba“ Mittwoch, 19. August, 15.30 Uhr „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“; 19 Uhr „Willkommen bei den Sch’tis“ Mittwoch, 26. August, 15.30 Uhr „G.O.A.T. – Bock auf große Sprünge“; 19 Uhr „Gran Torino“
Der Eintritt kostet 5 Euro (5 bis 14 Jahre) beziehungsweise für Erwachsene 10 Euro. Karten im Vorverkauf gibt es bei der Wangerland Touristik GmH. Es wird aber auch eine Abendkasse geben.
Hooksiel/Wangerland (4. 7. 2026) – Die Arbeiten an einem Generalentwässerungsplan (GEP) für die Gemeinde Wangelrand haben in der vergangenen Woche begonnen. Wie der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) auf Anfrage von „Hooksiel life“ mitteilt, habe der Verband ein externes Ingenieurbüro mit der Studie beauftragt. „Der GEP soll die bestehenden Entwässerungsstrukturen systematisch erfassen und eine Grundlage für notwendige Maßnahmen schaffen, so OOWV-Sprecher Heiko Poppen.
Immer wieder müssen Feuerwehr und THW nach Starkregenfällen ausrücken, um das Wasser aus Gräben wie hier an der Viethstraße, Kellern und von überfluteten Grundstücken abzupumpen. Foto: hol
Die Starkregenereignisse der vergangenen Tage hätten erneut gezeigt, vor welchen Herausforderungen Entwässerungssysteme angesichts immer häufiger auftretender Extremniederschläge stehen. Selbst leistungsfähige Entwässerungssysteme könnten dabei an ihre Belastungsgrenzen stoßen, so der OOWV. Die Überflutungsvorsorge im Starkregenfall erfordere ein abgestimmtes Zusammenwirken aller an den Entwässerungssystemen beteiligten Akteure.
Klärendes Gespräch mit der Gemeinde
Nach den großflächigen Überflutungen in Hooksiel am vergangenen Wochenende hatte es auch Kritik am OOWV gegeben. Unter anderem hatte der SPD-Ratsherr Holger Ulfers dem Verband Untätigkeit vorgeworfen. Die Gemeinde Wangerland hat die Oberflächenentwässerung an den Verband übertragen. Offenbar gibt es aber immer noch Unstimmigkeiten über die Aufgabenverteilung, insbesondere bei der Aufreinigung von offenen Gräben.
„Richtig ist, dass es derzeit in einzelnen Punkten noch Abstimmungsbedarf zwischen der Gemeinde Wangerland und dem OOWV hinsichtlich der Zuständigkeiten und Aufgabenverteilung gibt“, räumt der Verband ein. Dazu sei für Anfang August ein gemeinsames Gespräch vereinbart worden. „Ziel ist es, offene Fragen zu klären und die weitere Zusammenarbeit verbindlich abzustimmen. Auch die Frage, welche Anlagen im Einzelfall in die Unterhaltungspflicht des OOWV fallen, ist Gegenstand dieser Abstimmungen.“
Analyse der Schwachstellen
Für den Bereich Hooksiel müssten die konkreten Ursachen der Überflutungen sorgfältig ausgewertet werden. Dabei sind nach Ansicht des OOWV verschiedene Faktoren zu berücksichtigen: etwa die Leistungsfähigkeit einzelner Entwässerungsanlagen, die örtlichen Gegebenheiten sowie die außergewöhnlich hohen Niederschlagsmengen. Poppen: „Auf dieser Grundlage werden wir gemeinsam bewerten, an welchen Stellen Handlungsbedarf besteht und welche Maßnahmen sinnvoll sind.“
Grundsätzlich weise der OOWV seit Jahren mit Partnern wie dem Landkreis, den Gemeinden und weiteren Akteuren darauf hin, dass sich private Grundeigentümer angesichts zunehmender Starkregenereignisse mit dem Schutz ihrer Gebäude vor möglichen Überflutungen beschäftigen sollten. So empfiehlt der Verband Hauseigentümern unter anderem, sich grundsätzlich gegen Rückstau absichern, wenn sie einen Keller haben oder Räume im Gebäude ganz oder teilweise unterhalb der Straßenoberkante liegen.
Tipps für Hauseigentümer
Zum Schutz vor eindringendem Oberflächenwasser könnten Barrieren wie Schwellen oder Aufkantungen sinnvoll sein. „Auch Sandsäcke vor Kellerlichtschächten oder tieferliegenden Eingängen können im Ernstfall helfen“, so der OOWV. Darüber hinaus könnten Vordächer über Kellerzugängen sowie wasserdichte Fenster und Türen dazu beitragen, Gebäude besser vor eindringendem Wasser zu schützen.
Hooksiel (3. 7. 2026) – Mit diesem Ende des Schuljahrs ist an der Grundschule Hooksiel eine kleine Ära zu Ende gegangen. Die kommissarische Schulleitung und das Lehrerkollegium verabschiedeten mit Maike Donker eine langjährige pädagogische Mitarbeiterin in den Ruhestand.
Myriam Giersdorf (rechts) aus der kommissarischen Grundschulleitung verabschiedete Maike Donker in den Ruhestand. Foto: Schule
Maike Donkerwar seit 2001 für die so genannte „Randstunden-Betreuung“ der Kinder der ersten und zweiten Klassen zuständig. Dieses Betreuungsangebot war Baustein der Anerkennung der Schule als „Verlässliche Grundschule“. Durch den Einsatz von pädagogischen Mitarbeitern wurde sicher gestellt, dass die Kinder jeden Tag bis 12.30 Uhr, dem Ende der fünften Unterrichtsstunde, betreut wurden.
Bei schönem Wetter spielten die Kinder dabei meist unter Aufsicht auf dem Schulhof. Bei schlechter Witterung konnten sie unter Anleitung der Betreuungskräfte im Schulgebäude malen, basteln, spielen oder auch lesen. Zum Abschied erhielt Maike Donker von ihren Kolleginnen und Kollegen einen Präsentkorb – und von den Kindern eine große Sammlung von gemalten und geschriebenen Abschiedsgrüßen. „Das war schon bewegend.“
Wangerland (3. 7. 2026) – In der kommenden Woche kann es in Schillig zu Verkehrsbehinderungen kommen. Der Grund: Die Gemeinde Wangerland lässt die Asphaltdecke in der Jadestraße sanieren.Die Arbeiten sollen im Zeitraum von Dienstag, 7. Juli, bis Freitag, 10. Juli, erledigt werden.
Die Hauptzufahrt nach Schillig bleibt während der geplanten Bauarbeiten in der Jadestraße befahrbar. Grafik: Gemeinde Wangerland
„Im Rahmen der Maßnahme wird ein rund 185 Meter langes Teilstück der Jadestraße, beginnend ab der Zufahrt zum Campingplatz in Richtung Ortsmitte, mit einer Dünnen Asphaltschicht in Kaltbauweise (DSK) saniert“, teilt die Gemeinde mit. Die Straße werde während der Bauarbeiten halbseitig gesperrt. Der Verkehr soll mittels einer Ampelanlage geregelt werden. „Die Zufahrt zum Ortskern bleibt während der gesamten Bauzeit gewährleistet“, versichert die Gemeinde.
Im Anschluss an die Arbeiten in der Jadestraße werde außerdem der Einfahrtsbereich zum Deichtor sowie zur Fußgängerzone auf dieselbe Art saniert. Die DSK-Bauweise zeichne sich insbesondere dadurch aus, dass die sanierte Fahrbahn bereits nach kurzer Zeit wieder befahrbar ist und zeitnah für den Verkehr freigegeben werden kann.
Wilhelmshaven/Wangerland (3. 7. 2026) – Der Bestand der Kegelrobben im Wattenmeer und auf Helgoland nimmt weiter zu. Während der Erhebungen 2025-2026 zählten Forschende 12.497 Kegelrobben und 3.385 Jungtiere, was ein weiteres Populationswachstum bestätigt. Das teilt das Trilaterale Wattenmeer-Sekretariat mit Sitz in Wilhelmshaven mit.
Fühlen sich offenkundig wohl: Zwei Kegelrobben auf einer Sandbank. Foto: Jessica Schop
Die Zahl der gesichteten Jungtiere sei im Vergleich zum Vorjahr um elfProzent gestiegen. In den vergangenen fünf Jahren habe sich die Zahl der Jungtiere jährlich um durchschnittlich zwölf Prozent erhöht. Wie in den Vorjahren wurden die meisten Jungtiere im niederländischen Teil des Wattenmeers (1.731) gefunden, gefolgt von Helgoland (1.077) und Niedersachsen (575), wo ein deutlicher Anstieg beobachtet wurde.
Viele Gründe für Schwankungen
Während des Fellwechsels 2026 wurden mit 3,6 Prozent mehr Kegelrobben gezählt als im Jahr zuvor. Von den insgesamt 12.497 Tieren wurden in Niedersachsen (1.222) gesichtet, was hier einen Rückgang bedeutet. „Jährliche Schwankungen können durch Wetter, Störungen und andere Faktoren hervorgerufen werden, weshalb die langfristigen Trends im Wattenmeer der zuverlässigere Indikator sind“, so die Forschenden.
Nach Angaben der trilateralen Expertengruppe für Meeressäuger mit Mitgliedern aus Dänemark, Deutschland und den Niederlanden bestätigen die Zahlen die fortlaufende Ausbreitung der Kegelrobben im Wattenmeer in Richtung Osten. Gleichzeitig komme der Nachwuchs oft in benachbarten Ländern zur Welt. Der spätere Zeitpunkt der Geburten im östlichen Wattenmeer deute darauf hin, dass sich die dortigen Kolonien noch in der Entwicklung befinden.
Gesamte Wattenregion im Blick
„Kegelrobben der Nordsee bewegen sich frei und ausgiebig, daher erfassen unsere Zählungen nicht nur lokale Kegelrobben, sondern auch Besucher aus anderen Regionen“, sagt Jessica Schop von Wageningen Marine Research, Hauptautorin des Forschungsberichts. „Dies unterstreicht, wie wichtig es ist, die Populationsdynamik in einem größeren Maßstab zu betrachten und Beobachtungen aus benachbarten Kolonien in die jährliche Bewertung der Populationstrends einzubeziehen.“
Kegelrobben sind die größten Raubtiere an der Wattenmeerküste und eine der symbolträchtigsten Arten der Region. Ihr Bestand wird jährlich im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit zwischen Dänemark, Deutschland und den Niederlanden gezählt.