Stimmungsvoller Weihnachtsmarkt am Alten Hafen

Weihnachtsmarkt Hooksiel
Die Jugendfeuerwehr Hooksiel führte einen Fackelumzug vom Hallenwellenbad zum Weihnachtsmarkt der Hooksieler Dorfgemeinschaft an. Am stimmungsvoll ausgeleuchteten Alten Hafen erwarteten die Besucher ein wunderschön geschmückter Tannenbaum, beleuchtete Boote, ein Schneemann und natürlich Buden, an denen man sich mit Leckereien und Getränken stärken und vor allem aufwärmen konnte. Foto: Feuerwehr

Abwasser ablesen: OOWV stellt von Entgelt auf Gebühr um

Hooksiel/Wangerland (4.12.2022) – Der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) bittet seine Abwasserkundinnen und -kunden, ihm bis zum Jahreswechsel 2022/2023 ihren Wasserzählerstand mitzuteilen. Am einfachsten gehe das über das Kunden- und Regionalportal des OOWV unter www.einfach-heimat.de. Hintergrund ist die Umstellung der Gebührenberechnung und damit auch des Ablese- und Abrechnungszeitraums. 

In der Gemeinde Wangerland ist der OOWV für die Abwasserentsorgung zuständig. Wie bereits angekündigt, werden die Kosten dafür ab 2023 deutlich steigen – nämlich auf 4,57 Euro/ Kubikmeter Schmutzwasser, ein Anstieg von 1,94 Euro. Hinzu kommen 62 Cent je Quadratmeter Regenwasser-Entsorgung.

Um die Kosten im Rahmen zu halten, habe der Verband seine Abrechnung umgestellt, erläutert OOWV-Regionalleiter Christoph Kraft. Das bisherige „Entgelt“ für die Abwasserentsorgung sei von der Mehrwertsteuer befreit. Ab 2023 sei diese Befreiung durch eine Regelung im Umsatzsteuergesetz nicht mehr möglich. Um zusätzliche Kosten in Höhe von 19 Prozent Mehrwertsteuer zu vermeiden, stellt der Verband laut Kraft die Abrechnung ab dem Jahreswechsel auf „Gebühren“ um, die umsatzsteuerbefreit bleiben.

Mit der Umstellung ändert sich auch der Ablese- und Abrechnungszeitraum. Künftig werde der Zählerstand grundsätzlich zum Jahresende benötigt. Im Zuge der Umstellung von Entgelten auf Gebühren müsse der OOWV bestehende Entsorgungsverträge zum 31. Dezember 2022 kündigen. „Statt eines zivilrechtlichen Vertrags besteht ab dem 1. Januar 2023 ein öffentlich-rechtliches Benutzungsverhältnis“, so Kraft. „Die Vertragsumstellung geschieht automatisch. Um das bisherige Vertragsverhältnis abzuschließen, versenden wir im kommenden Jahr Schlussrechnungen. Anschließend erhalten unsere Kundinnen und Kunden einen Bescheid, der ihre zukünftigen Abschlagszahlungen für das Jahr 2023 ausweist.“

WTG-Chef Kanning sieht Investitionsbedarf in Hooksiel in zweistelliger Millionen-Höhe

Gästehaus Hooksiel
Hat nach 30 Jahren im Betrieb einigen Renovierungsbedarf: das Gästehaus Hooksiel. Foto: hol

Hooksiel (2.12.2022) – Campingplatz, Gästehaus, Meerwasser-Hallenwellenbad. Wenn Armin Kanning an Hooksiel denkt, dann denkt er an Investitionen. Oder besser: An Investitionsbedarfe. Denn wann die Wangerland Touristik GmbH (WTG), deren Geschäftsführer Kanning seit Mitte 2014 ist, die eigentlich notwendigen Ausgaben tätigen kann, ist ungewiss. Steigende Kosten unter anderem für Baumaterial, für Energie und fürs Abwasser belasten auch das gemeindeeigene Unternehmen. Und wie sich die Einnahmen in Zeiten von Corona, Krieg und Inflation entwickeln, vermag niemand so recht zu sagen.

Aber eines ist für Kanning nach dem Bürgerentscheid gegen den geplanten Verkauf des Hooksieler Gästehauses im Februar 2021 klar: Das 1993 eingeweihte Gebäude auf dem einstigen Batteriegelände bleibt in kommunaler Hand. Deshalb, so Kanning, müssten nach und nach die erforderlichen Sanierungs- und Renovierungsarbeiten angepackt werden. Ein erstes Signal: In diesem Jahr hat die WTG dafür 181 000 Euro ausgegeben. Unter anderem wurden der Balkon und der Blitzschutz erneuert, Gefahrstellen an der Kinderrutsche entfernt sowie der Wildwuchs rund um die Graft gelichtet. 

Die richtig teuren Projekte stehen aber noch aus. Die Erneuerung der Heizung etwa, oder der Fenster. Und das Gästehaus sei nur eines von 57 Gebäuden im Bestand der WTG. Auch über das Raumkonzept müsse man nachdenken. Im Gästehaus ein Café zu etablieren, um mehr Lebens ins Gebäude zu bekommen, hält Kanning für einen „Schnellschuss“. Für Großveranstaltungen wie Konzerte sei das Haus, in dem die Tourist-Information, eine Bücherei und im Obergeschoss ein Vortragsraum mit Bühne untergebracht sind, einfach nicht gebaut. 

Gut angenommen würden die Konzerte auf der Bühne im Freigelände. Im Inneren seien eigentlich nur Kleinkunst-Veranstaltungen wie Lesungen möglich. Ärgerlich ist aus Sicht des WTG-Chefs, dass die örtlichen Vereine in Hooksiel das Gästehaus noch nie als ihren zentralen Veranstaltungsort etwa für Mitgliederversammlungen angenommen haben. „Jeder Verein hat sein eigenes Domizil. Und es fehlt wohl auch am Verständnis dafür, dass die WTG das Gebäude nicht kostenfrei zur Verfügung stellen kann …“

Für Ideen, was im Gästehaus angeboten werden könnte, sei der neue Veranstaltungsmanager der WTG, Florian Wirth, Ansprechpartner. „Aber Ideen allein bringen nichts“, sagt Kanning. „Da muss auch jemand etwas selbst anpacken wollen – wir helfen dann, wie es geht.“ 

Bei den Überlegungen, die Außengelände zu einem Kurpark umzugestalten, setzt Kanning auf die Initiative der Bürgerinitiative Hooksiel. Die habe Kontakt zur Leibnitz Universität Hannover aufgenommen, wo im Zuge eines studentischen Projekts ein erstes Konzept für einen Kurpark erarbeitet werden soll. Ihre Tourist-Information will die WTG weiterhin im Gästehaus betreiben – trotz zunehmender Digitalisierung der Gäste-Anmeldungen „Wir sehen unsere Aufgabe in der intensiven Beratung der Gäste. Die Digitalisierung schafft Raum für eine bessere Qualität der Beratung.“

Investitionsbedarf in Höhe von rund 20 Millionen Euro sieht Kanning am Campingplatz Hooksiel. „Wir müssen unserer Campingplätze in Hooksiel und Schillig einmal auf links drehen, wenn sie dauerhaft attraktiv bleiben sollen.“ Das sei ein Projekt über mehrere Jahre, müsse aber unbedingt angegangen werden, wenn die WTG ihre „Cashcow“ nicht verlieren will. Die Großcampingplätze vor dem Deich spülen jedes Jahr rund eine Million Euro Überschuss in die WTG-Kasse. 

Den Handlungsbedarf hat ein „Masterplan Campingplatz“ aufgezeigt. Die einzelnen Stellplätze sind mit Blick auf die immer größer werdenden Domizile der Camper zu klein. Die Wagen stehen schon heute dicht an dicht. Kanning geht davon aus, dass allein in Hooksiel von den 1600 Plätzen 200 bis 400 aufgegeben werden müssen, um Erholungsraum zu schaffen. Dafür müsse aber jeder Platz eine eigene Wasserversorgung bekommen. Ziel der Planungen sei es auch, den Campingplätze stärker zum Dorf hin zu öffnen. Radwege und Flaniermeilen sollten für jedermann nutzbar sein.

Wie es mit dem Meerwasser-Hallenwellendbad in Hooksiel weitergeht, ist noch nicht klar. Aktuell ist das Bad wegen der Energiekrise geschlossen. Die Schließzeit wird für eine Reihe von Untersuchungen genutzt, mit denen der Verdacht, es gebe einen sehr hohen Sanierungsbedarf, ausgeräumt oder erhärtet werden soll. Bislang lägen ihm noch keine Ergebnisse vor, die zwingend eine dauerhafte Schließung des Bades erfordern, sagte Kanning. Ob und in welchem Finanzrahmen Sanierungen betriebswirtschaftlich sinnvoll sind, stehe auf einem anderen Blatt. Das müsse dann diskutiert werden, wenn die Untersuchungsergebnisse vorliegen.

Kritisch sieht der WTG-Geschäftsführer das so genanten Interessenbekundungsverfahren, das die Gemeinde Wangerland auf Anregung der Bürgerinitiativer zur Rettung des Hallenbades möglichst noch bis Ende dieses Jahres auf den Weg bringen will. In dem Verfahren soll das Interesse möglicher privater Investoren abgeklopft werden, sich an den Sanierungskosten des Bades zu beteiligen. Kanning: „Selbst wenn wir Interessenten finden, müssten wir eine entsprechende Beteiligung eines Privaten danach noch europaweit ausschreiben. Dann können wir auch gleich die Ausschreibung machen …“ 

Neue Tradition zu Silvester: Leuchten statt Knaller und Raketen

Deichleuchten
Leuchten statt Knaller und Raketen: Ruhig und besinnlich sollen Wangerländer und ihre Gäste am Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer ins neue Jahr gleiten. Foto: WTG

Wangerland/Hooksiel (1.12.2022) – Silvesterböller und Unesco-Weltnaturerbe Wattenmeer – passt das zusammen? Die Wangerland Touristik ist davon überzeugt, dass für immer mehr Einheimische und Gäste der Lärm und die Verschmutzung des Nationalparks und der darin lebenden Tiere mit Überresten von Raketen und Knallern nicht mehr akzeptabel sind. „Der Wunsch nach einer umweltverträglichen Alternative wird immer größer“, so Tourismusexperten der WTG. 

Viele Gäste würden über die Jahreswende gerade ins Wangerland reisen, um den großen Silvesterfeierlichkeiten in den Ballungszentren zu entgehen. Um genau diesem Wunsch entsprechen, ist eine neue Silvesterfeier geplant, die zu einer Tradition im Wangerland werden könnte. Ab diesem Jahr ruft künftig die WTG an Silvester zum „Wangerländer Deichleuchten“ auf. „Das neue Jahr soll auf besinnliche, entschleunigte und zugleich pure und verzaubernde Weise eingeläutet werden“, verrät der Veranstaltungs-Manager der WTG, Florian Wirth. Gäste und Einheimische sind aufgerufen, sich kurz vor 24 Uhr auf den Deichen des Wangerlandes zu versammeln und um Punkt 0 Uhr die unterschiedlichsten Leuchtmittel zu entflammen. „Egal ob Öllampe, Wachsfackel oder batteriebetriebene Lichterkette, im Fokus steht das gemeinschaftliche Genießen des Momentes direkt an der Nordsee“, so Wirth. 

Einheimische „Deichpaten“ fungieren als Ansprechpartner vor Ort und verkaufen Heißgetränke. „Das Wangerländer Deichleuchten trifft genau in den Nerv der Zeit“, ist Wirth überzeugt. „Wir sind stolz in Sinne des Umweltschutzes Verantwortung übernehmen und Vorreiter sein zu können “ 

Weitere Informationen finden Interessierte unter  

Lager unter dänischer Nordsee auch für CO2 aus Wilhelmshaven?

Wilhelmshaven/Hitzhals (1.12.2022) – Der Energiekonzern Wintershall Dea baut seine Aktivitäten zur langfristigen unterirdischen Einlagerung von CO2 der dänischen Nordsee aus. Heute hat das Unternehmen, zusammen mit weiteren Firmen, eine Vereinbarung zur Entwicklung des Konzeptes „Greenport Scandinavia“ unterzeichnet. Es steht in unmittelbarem Zusammenhang mit den Plänen, in Wilhelmshaven Kohlendioxid zu sammeln und von dort nach Skandinavien zu transportieren. 

An der dänischen Nordseeküste nahe Hitshals wird ein CO2-Hub entstehen, der an die Wertschöpfungskette des Projekts „CCS-Project Greensand“ angeschlossen werden soll.„Wintershall Dea ist bereits heute ein wichtiger Partner für die CO2-Transport-Infrastruktur und der unterirdischen Speicherung von CO2 in der Nordsee,“ sagte Hugo Dijkgraaf, Vorstandsmitglied bei Wintershall Dea, anlässlich der Unterzeichnung des Memorandum of Understanding (MoU). 

Greenport Scandinavia soll als Sammelpunkt für CO2 dienen, das beim Produktionsprozess in dänischen Biogasanlagen entsteht. Anschließend wird es per Schiff zum Project Greensand transportiert werden, um es in einer ausgeförderten Öllagerstätte dauerhaft und sicher zu lagern. Rund 1,5 Millionen Tonnen CO2 sollen pro Jahr eingespeichert werden. Bereits Anfang 2023 sollen ersten Testmengen gespeichert werden. Ab 2030 soll das jährliche Speicherpotenzial bei rund vier bis acht Millionen Tonnen CO2 liegen. 

Mit Greenport Scandinavia und dem Project Greensand entstehen zwei wichtige Bausteine für den Transport und zur Einspeicherung von CO2-Emissionen in Nordeuropa. Die hier gewonnen Erfahrungen gehen Hand-in-Hand mit der Entwicklung des CO2-Hubs in Wilhelmshaven, Deutschland. Dort entwickelt Wintershall Dea zusammen mit Partnern das Projekt „CO2nnectNow“, ebenfalls eine Sammelstelle für CO2-Emissionen an der deutschen Nordseeküste. Mehr als zehn Millionen Tonnen CO2 sollen von dort aus jährlich zu Offshore-Lagerstätten in der Nordsee transportiert werden. Ein Partner dabei ist das HES Tanklager, das in Sichtweite von Hooksiel auf dem Voslapper Groden beheimatet ist.

Planer: In Hooksiel dringend maximale Gebäudehöhe festlegen

Wangerland/Hooksiel (30.11.2022) – Die Gemeinde Wangerland will künftig ihr Planungsrecht stärker nutzen, um den Wohnungsmarkt zu steuern. Auf der Ratssitzung am Dienstag, 13. Dezember, soll das Gemeindeentwicklungskonzept (GEK) förmlich verabschiedet werden, an dem die Gesellschaft für räumliche Planung und Forschung (NWP) und die Gremien der Gemeinde seit Dezember 2020 arbeiten. Jetzt stellten die Planer das finale Konzept im Ausschuss für Gemeindeentwicklung und Sanierung vor. Die Öffentlichkeit war bereits Ende August eingebunden worden.

Das Konzept gibt der Gemeinde Handlungsempfehlungen, welche der insgesamt rund 60 Bebauungspläne so überarbeitet werden müssen, dass die Funktionen „Dauerwohnen“ und „Ferien- bzw. Zweitwohnungen“ gesteuert werden könnten. Erheblichen Handlungsbedarf sehen die HWP-Fachleuten in Hooksiel, dem einwohnerstärksten Ortsteil des Wangerlandes. Hier sollte das Dauerwohnen westlich der Straßenlinie Middeldiek, Tegeler Plate, Robbenplate, Solthörner Straße und Soltwarf „langfristig und nachhaltig gesichert“ werden. Östlich davon ist bereits ein Sondergebiet für Ferienwohnungen und Dauerwohnen ausgewiesen.

Wohngebiet Hooksiel
Wenn Bauherren bei Neubauten die zulässige Maximalhöhe voll ausschöpfen, wirken die klassischen Einfamilienhäuser nebenan klein und bedrängt. Foto: hol

Die älteren Bebauungspläne, die vor allem Wohngebiete im Ortskern abdecken, müssten dringend überprüft werden. Einzelne Ferienwohnungen könnten hier erlaubt bleiben. Angepasst werden sollte aber die so genannte Dichte der Bebauung. Nach den alten Bauvorschriften ist etwa beidseits der Friesenstraße eine zweigeschossige Bebauung möglich. Tatsächlich gebaut wurden seinerzeit aber meist eingeschossige Einfamilienhäuser. 

Die Gefahr, so die Gutachter: Investoren kaufen die Grundstücke auf, reißen die Einfamilienhäuser ab und nutzen den rechtlichen Rahmen der zulässigen Bebauung vollständig aus – mit zwei Doppelgeschossen plus einem Staffelgeschoss. In einem solchen Komplex könnten dann bis zu acht Wohnungen entstehen, möglicherweise auch als Ferienwohnungen. Das ursprüngliche Gebäude wird dem Dauerwohnen entzogen, die Struktur des Straßenzuges verändert sich. 

Konkrete Aufgabe für den Gemeinderat, um derartige Gefahren zu bannen: Die zulässige Geschosszahl in den Bebauungsplänen muss angepasst oder alternativ eine maximale Wohnungszahl pro Grundstück festgelegt werden. Aber schon der Beschluss über das „Städtebauliche Entwicklungskonzept“, den der Rat fassen soll, kann hilfreich sein, um entsprechenden Wildwuchs einzudämmen. Mit Hinweis auf geplante Änderungen in dem Konzept können ungewollte Bauvorhaben erstmal auf Eis gelegt werden.

Bedarf für weitere Ferienhaussiedlungen in Hooksiel sieht das Planungsbüro nicht. Die Fachleute raten der Gemeinde aber, weitere Siedlungspotenziale auszuloten und gegebenenfalls schon die Flächen zu erwerben. Raum dafür sehen sie zwischen dem Sielhamm und der Umgehungsstraße und im Dreieck L 810/Bäderstraße (rückwärtig der Tankstelle). Sie plädieren zudem dafür, die Versorgungssituation im Ort zu verbessern, zumindest saisonal. Zwar habe das Einzelhandelsentwicklungskonzept (EEK) aus dem Jahr 2015 festgestellt, dass ein zweiter Supermarkt an der Bäderstraße ökonomisch nicht tragfähig sei. Die Planer raten dazu, die Erkenntnisse abzuwarten, die die Fortschreibung des EEK ergeben. Gegebenenfalls ergebe sich daraus eine Neubewertung.

Die Gutachter haben insgesamt 15 Orte und Ortschaften im Wangerland unter die Lupe genommen. Hohenkirchen etwa sollte als zentraler Ort gestärkt werden – Dauerwohnen im gesamten Ort, Ferienwohnungen plus Dauerwohnen rund um das Freizeitareal Wangermeer.

Großen Entflechtungsbedarf sehen die Gutachter für Horumersiel. Hier hat die Gemeinde bereits erste Bauleitverfahren auf den Weg gebracht. Das Ferienwohnen sollte hier auf den nördlichen Ortsbereich beschränkt werden. In älteren Ferienwohn-Gebieten (Seestraße, Schnepfenweg etc.) gebe es zum Teil großen Sanierungsbedarf. Dauerwohngebiete sollten ähnlich wie in Hooksiel durch restriktive Vorgaben zu Art und Maß der baulichen Nutzung geschützt werden.

Mit digitalem Einkaufswagen auf Shopping-Tour im Edeka-Markt Hooksiel

Edeka Hooksiel Harms, Tscherney, Scheidemann
Premiere im Edeka-Markt Hooksiel: Ingrid Tscherney zeigt Marktleiter Hans-Dieter Harms (links) und Unternehmenschef Carl Scheidemann, wie sie mit dem „Easy Shopper“ einkauft. Foto: hol

Hooksiel (28.11.2022) – Er ist grün und soll das Einkaufen leichter und vor allem schneller machen: der „Easy Shopper“, der seit dem heutigen Montag im Scheidemann Edeka-Markt in Hooksiel im Einsatz ist. Carl Scheidemann, Chef des Traditionsunternehmens mit insgesamt fünf Supermärkten in der Region, verfolgte die Premiere des digitalen Einkaufswagens vor Ort persönlich. „Kommen Sie damit klar?“, fragte er Kundin Ingrid Tscherney. „Kein Problem, das kenne ich doch schon von Marktkauf. Echt hilfreich …“

Wie Ingrid Tscherney trauten sich eine ganze Reihe von Kundinnen und Kunden an die 20 neuen Einkaufswagen. Probleme gab es dabei kaum, zumal Edeka-Mitarbeiter bis hin zu Marktleiter Hans-Dieter Harms bei Fragen hilfreich zur Seite standen. Und wer sich erst einmal auf den Dialog mit dem Einkaufswagen einlässt, hat wirklich gute Chancen, mit seinem Einkauf problemlos ans Ziel zu kommen.

Zunächst einmal anmelden. Entweder mit Hilfe einer auf dem Smartphone heruntergeladenen App oder mit der Deutschland-Card. Ich bin erkannt und willige ein, dass eine Kamera meinen Einkauf filmen darf. Es kann los gehen. Abgepackte Einzelprodukte? Kein Problem. Den Produktcode kurz vor den Scanner am Wagen gehalten, der Liter Milch ist registriert. Und der zweite Liter? Okay. Ein kurzer Druck auf die Plus-Taste am Bedienmenü genügt. Zwei Liter Milch, doppelter Preis. 

Aber wie scannt man frisches Obst und Gemüse? Oder Brötchen aus dem Backshop? Entweder über eine Kennzahl am Regal oder indem man aus einer Produktauswahl am Display des Wagens den gewünschten Artikel auswählt. Hört sich kompliziert an? Ist es vielleicht auch, aber nur beim ersten digitalen Einkauf. Notfalls den Alarmknopf drücken. Ein Mitarbeiter hilf.

Der Hooksieler Markt ist einer von zehn Pilotmärkten im Bereich der Edeka-Zentrale Minden, der seine Kunden mit nimmt auf die Reise in die digitale Zukunft. Für Scheidemann und Harms liegen die Vorteile auf der Hand. „Die Kunden brauchen die bereits gescannten Waren nicht mehr aus dem Einkaufswagen aufs Laufband an der Kasse legen. Das spart Zeit“, sagt Harms. Wer eine entsprechende Funktion an seiner App eingerichtet hat, brauche nicht einmal mehr an der Kasse zu zahlen. Geplant sei mittelfristig eine eigene „Easy Shopper“-Kasse. Scheidemann: „Dann geht es richtig schnell.“

Man wolle mit der Neuerung die Kundenzufriedenheit erhöhen und den Service vor allem für Stammkunden verbessern, sagt der Supermarkt-Manager.Was man auf keinen Fall im Sinn habe: Personal an den Kassen abzubauen, versichert Scheidemann. Harms: „Ganz im Gegenteil. Wir suchen sogar noch Mitarbeiter.“ Ganz uneigennützig ist die Innovation dann aber doch nicht, räumt Scheidemann gegenüber „Hooksiel-life“ ein. „Erste Untersuchungen haben ergeben, dass die Kunden, die mit einem ,Easy Shopper‘ unterwegs sind, eher etwas mehr einkaufen. Das finanziert dann vielleicht das System.“

Füllkrug begeistert Hooksieler Garagen-Truppe

Hooksieler Fand schauen Fußball
Feiert das Tor von Niclas Füllkrug gegen Spanien: die Hooksieler Garagen-Truppe. Foto: hol

Hooksiel (28.11.2022) – Das Wangerland ist Werder-Land. Entsprechend groß war der Jubel in der Hooksieler „Garagen-Truppe“, als am Sonntagabend ausgerechnet mit Niclas Füllkrug der Mittelstürmer des Fußball-Bundesligisten SV Werder Bremen in der 83. Minute den Ausgleich gegen Spanien schoss. Damit hat die deutsche Mannschaft bei der WM in Katar nach der Auftaktniederlage gegen Japan doch noch gute Chancen, ins Achtelfinale einzuziehen, ist Werner Doyen überzeugt. „Spanien muss gegen Japan gewinnen. Und wir gegen Costa Rica.“

Doyen, seit Jahrzehnten guter Geist beim FC Nordsee Hooksiel, ist Initiator und Motor der Garagen-Truppe. Seit über 20 Jahren treffen sich bis zu 40 Fußball-Interessierte zu jedem deutschen Spiel bei einer Europa- oder Weltmeisterschaft in der Garage von Doyens – viele mit Deutschland-Trikot, immer mit Bratwurst auf dem Grill und meistens mit einer Flasche „Jever“-Pils in der Hand. Zur Finanzierung steuert jeder Teilnehmer freiwillig einen Obolus bei. Wer dann bei der Ergebnis-Wette richtig liegt, hat vielleicht sogar einen Überschuss. 

Die Fifa hat mit der Ansetzung der WM in Katar einen Strich durch die Planung der Garagen-Truppe gemacht. In einer unbeheizten Garage ist es bei den aktuellen Temperaturen definitiv zu kalt für einen Fernsehabend. Aber den Spaß am gemeinsamen Fußballerlebnis wollten sich die Hooksieler dadurch nicht verderben lassen. Kurzerhand wurde eine Gewerbehalle zu einem kleinen Stadion umgebaut und mit einem Großfernseher ausgestattet. Dort trifft man sich dann am Donnerstag erneut – zum Entscheidungsspiel gegen Costa Rica. Doyen: „Wenn die Jungs das Spiel nicht gewinnen, haben sie ein Weiterkommen auch nicht verdient …“

Einbruch in Edeka-Markt in Hooksiel

Hooksiel (27.11.2022) – Unbekannte Täter sind in den der Nacht zum Samstag in die Räume des Edeka-Einkaufsmarktes an der Bäderstraße in Hooksiel eingedrungen. Wie die Polizeiinspektion Wilhelmshaven-Friesland am heutigen Sonntag mitteilte, hatten die Täter dafür eine Nebeneingangstür aufgehebelt. Aus dem Verbrauchermarkt wurden Tabakwaren gestohlen.

Betroffen war auch die in den Einkaufskomplex eingebettete Bäckereifiliale. Hier entwendeten die Täter aus einem Wertbehälter Bargeld. Zur Höhe der Beute machten die Ermittler keine Angaben. Trotz intensiver Fahndungsmaßnahmen, so die Polizei, hätten die Täter unerkannt vom Tatort flüchten können.

Jensen fordert aktives Wolfs-Management

Friesland/Wangerland (27.11.2022) – Die CDU-Landtagsabgeordnete Katharina Jensen befürchtet, dass es ohne eine Kehrtwende im Wolfsmanagement auf absehbare Zeit keinen Küstenschutz durch Schafe oder eine funktionierende Weidetierhaltung im Nordwesten mehr geben wird. Die Wangerländerin begrüßt deshalb einen aktuellen Entschließungsantrag des EU-Parlaments zum Schutz der Viehwirtschaft und der Großraubtiere in Europa. Die EU-Kommission wird darin aufgefordert „unverzüglich ein Bewertungsverfahren zu entwickeln, das es ermöglicht, den Schutzstatus von Populationen in bestimmten Regionen zu ändern, sobald der gewünschte Erhaltungszustand erreicht ist”. 

Landtagsabgeordnete Katharina Jensen

Katharina Jensen (Foto) hält es für folgerichtig, dass die EU auf verbesserte Bestandszahlen reagiert: „EU-weit hat die Wolfspopulation in den letzten zehn Jahren um mehr als 25 Prozent zugenommen. Dabei finden in mehreren Staaten bereits Bestandsregulierungen statt“, so Jensen in einer Presseerklärung. In Deutschland betrage die jährliche Zuwachsrate etwa 30 Prozent des Bestandes.“ 

Bundesumweltministerin Steffi Lemke und der niedersächsische Umweltminister Christian Meyer (beides Grüne) befänden sich auf einer „ideologisch getriebenen Geisterfahrt“ gegen die Menschen im ländlichen Raum, wenn sie sich gegen eine sinnvolle Regulierung des Wolfsbestandes stellen. Dafür hätte die SPD-CDU geführte Landesregierung durch die Aufnahme des Wolfes ins Jagdrecht eine Basis geschaffen. 

Umweltminister Meyer praktiziere jetzt eine Rolle rückwärts, indem er auf eine Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts Oldenburg zur Aussetzung des Abschusses des Friedeburger Wolfes verzichtet. Ein Wolf soll auch für mehrere tote Schafe in der Deichschäferei bei Minsen (Wangerland) verantwortlich sein. 

Jensen sieht in dem Beschluss des EU-Parlaments einen Auftrag an die grünen Minister in Bund und Land, ihren bisherigen Kurs bei der Regulierung des Wolfsbestandes zu ändern.