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Hooksiel-life: Vom Leben an der Küste

WTG sucht Investor für Kur- und Thermenhotel in Horumersiel

Horumersiel/Hooksiel (10. 4. 2026) – Die Wangerland Touristik GmbH sucht Investoren für Neubau eines Thermen-Hotels und den Betrieb des Thalassso Meere Spa (TMS) in Horumersiel. Durch die erhofften Einnahmen will sich das gemeindeeigene Unternehmen aus der finanziellen Schieflage befreien, die zur aktuellen Insolvenz in Eigenverwaltung geführt hat.

Die WTG sucht nach Investoren für Horumersiel. Im Fokus sehen dabei die Gebäude des bisherigen Kurzentrums mit Tourist-Info und Kursaal (lila), das Thalasso-Meeres-Spa (blau) und die Friesland-Therme (gelb). Repro: WTG

Der jetzt in eine europaweitem Vergabeverfahren angebotene Gebäudekomplex am Standort „Zum Hafen 3“ in Horumersiel umfasst den Kernbereich der bisherigen Kurverwaltung – den Sitz des Unternehmens selbst mit Büroräume, Tourist-Information, Bücherei und Kursaal. 

Hotelneubau bis Ende 2028?

Auf diesem Grundstück könnte ein Käufer nach den Vorstellungen von Gläubigern, Insolvenzverwaltung und WTG „ein neues Kur- und Thermenhotel mit gesundheits- und tourismusorientierter Nutzung errichten“. Der Neubau soll möglichst schon Ende 2028 stehen. 

Das Grundstück liegt in unmittelbarer Nähe zum TMS und dem Schwimmbad „Friesland-Therme“. In dem erwünschten Kur- und Thermenhotel könnten – je nach Planung des Investors – auch wieder Einrichtungen wie zum Beispiel Büroräume für die WTG, eine Tourist-Info, Veranstaltungsräume, Shops oder auch Mitarbeiter-Wohnungen untergebracht werden.

Betreiber fürs TMS gesucht

In einem zweiten Los des Vergabeverfahrens geht es um den Betrieb des Thalasso Meeres Spa. Die Kostenexplosion beim Bau des Gesundheitstempels von veranschlagten 8,8 auf zuletzt angenommene 23 Millionen Euro gilt als Hauptursache für die Schwierigkeiten der WTG. 

Der Sanierungsplan sieht ausdrücklich nicht den Verkauf des TMS vor. Potenzielle Betreiber sollen vielmehr „ein wirtschaftlich tragfähiges Konzept“ für den Betrieb der Einrichtung von 2027 bis Ende 2041 vorlegen, das Synergien mit dem geplanten Thermen-Hotel herstellt. Das TMS selbst bliebe bei dieser Konstruktion weiter im Besitz der WTG, die sich dann um den Abtrag der Investitionskosten kümmern müsste.

Friesland-Therme
Die „Friesland-Therme“ ist schon seit Monaten geschlossen. Mit einem entsprechenden Konzept eines benachbarten Kur- und Thermenhotels könnte das Bad auf vielleicht wieder eine Zukunft haben. Archiv-Foto: hol

Inwieweit Interessenten sich in der Lage sehen, einen kostendeckenden Betrieb des Thalasso Meeres Spa zu gestalten, dürfte sich erst im Vergabeverfahren selbst zeigen. Bei der WTG geht man aber offenkundig davon aus, dass man den künftigen Betreiber durch „ein Entgelt“ unterstützen muss. Umso wichtiger der Hinweis, dass man sich Synergien mit dem Neubau des Kurzentrums wünsche und einen Hotel- sowie Thalasso-Betrieb „aus einer Hand“ bevorzuge. 

Architektur wichtig

Bei der Vergabe des Grundstückes für das Thermen-Hotel soll neben der Höhe des gebotenen Kaufpreises auch die architektonische und städtebauliche Konzeption des Gebäudekomplexes stark gewichtet werden. Schon in der Vergangenheit waren Gewerbetreibende und Bürger in Horumersiel massiv gehen Pläne für überdimensionierte Hotelkomplexe vorgegangen.

Der Zeitplan sieht vor, dass Interessenten bis zum 21. Mai ihre Teilnahme an dem Verfahren beantragen können. Bis Anfang August sollen dann erste Angebote vorliegen, die dann beraten und nachverhandelt werden können. Mit der Vertragsunterzeichnung mit einem Investor rechnet die WTG für Ende September/Anfang Oktober. 

Der geplante Verkauf des Grundstücks „Zum Hafen 3“ ist ein weiterer Schritt zur Sanierung der WTG. Bekanntlich hat das Unternehmen sich bereits vom Campingplatz in Hooksiel getrennt und Grundstücke in Tettens verkauft. Für den Campingplatz Schillig wird aktuell nach einem Käufer gesucht. Die beiden WTG-Schwimmbäder in Horumersiel und in Hooksiel sind seit Monaten geschlossen. Für das Hallenwellenbad-Hooksiel mit den umliegenden Flächen wird ebenfalls nach einem Investor gesucht.

Schlüsselprojekte für Energiewende auf den Weg gebracht

Wilhelmshaven (10. 4. 2026) – Baubeginn für zwei Kernprojekte der Energiewende. Im Beisein von Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) wurde am Donnerstag in Wilhelmshaven der erste Spatenstich für einen 50-Megawatt-Batteriespeicher auf dem Gelände des ehemaligen Uniper-Kohlekraftwerkes gesetzt. Zuvor feierte die Firma TenneT in Sengwarden den offiziellen Baustart für eine Milliarden-Investition – einen Netzverknüpfungspunkt, über den auf See erzeugter Windstrom ins Netz eingespeist werden soll.

So soll der Batteriespeicher aussehen, der neben dem ehemaligen Uniper-Kohlekraftwerk errichtet wird. Repro: hol

Beide Projekte, so betone Lies, würden die Bedeutung Wilhelmshavens als Energiedrehscheibe mit zentraler Bedeutung für das gelingen der Energiewende unterstreichen.Wichtig wäre es aber auch, dass der Standort selbst auch in Form von Wertschöpfung und Steuereinnahmen profitiere. 

Versorgungssicherheit im Fokus

Bislang sei es bei der Suche nach Alternativen zu fossilen Brennstoffen fast nur um den Klimaschutz gegangen. Heute stehe die Versorgungssicherheit im Vordergrund. „Aber Klimaschutz machen wir trotzdem“, so Lies. „Wie wichtig eine saubere, aber vor allem auch unabhängige Energieversorgung ist, wird uns derzeit drastisch vor Augen geführt.“ 

Ein zentraler Baustein für das Gelingen der Energiewende sei die Verlässlichkeit der politische und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, ohne die kein Unternehmen in den Ausbau von regenerativen Energien, in Elektrolyseure, in Batteriespeicher oder die Wasserstoff-Herstellung investiere. Nach seiner Einschätzung werde es eine lange Übergangszeit geben, in der zum Beispiel Gaskraftwerke noch nötig sind. Wenig Hoffnung setzt Lies darauf, dass Kernkraftwerke der neuesten Generation den Weg in eine CO2-freie Stromproduktion erleichtern könnten. „Die sind ganz einfach viel zu teuer.“

Batterie speichert überschüssige Energie

Der Batteriespeicher, den Uniper mit der Partnerfirma NGEN auf dem Gelände des ehemaligen Uniper-Kraftwerks baut, soll eine Leistung von 50 Megawatt (100 MWh) haben. Das Speicher-System soll künftig kurzfristige Schwankungen im Stromnetz ausgleichen, die durch die Einspeisung von Wind- und Solarenergie entstehen. Damit würde die Anlage die Integration erneuerbarer Energien sowie die Netzstabilität nachhaltig stärken. Die Nutzung von phasenweise überschüssigem Strom würde zudem die Erneuerbaren insgesamt günstiger machen.

Jan Taschenberger, Uniper-COO New Green Power & Gas (links), beim symbolischen Spatenstich für den Batteriespeicher mit (von links) Mirjam Bernard (NGEN), Ministerpräsident Olaf Lies, Holger Kreetz (COO Uniper), Roman Bernard (CEO NGEN), Oberbürgermeister Carsten Feist,  Marco Scholz (NGEN) und Harald Poppinga (Uniper). Foto: hol

Der Batteriespeicher könne überschüssigen Wind- oder Sonnenstrom aufnehmen und ihn wieder bereitstellen, wenn er benötigt wird, sagte Jan Taschenberger. Der Uniper-COO wies bei der Begrüßung der Gäste darauf hin, dass der Bau der Anlage ursprünglich für einen anderen Standort geplant gewesen sein. Ausdrücklich danke er den beteiligten Behörden, Netzbetreibern und Projektpartner NGEN für die gute Zusammenarbeit am Standort Wilhelmshaven. Aktuell läuft auf dem Gelände noch die Kampfmittelbeseitigung. Die Inbetriebnahme der Anlage ist für das vierte Quartal dieses Jahres vorgesehen. 

Nordsee-Windstrom wird gebündelt

Ein Schlüsselprojekt für die Energiewende ist das Energiedrehkreuz, das der Stromnetzbetreiber TenneT Germany über die nächsten Jahre auf einer Flüche von rund 70 Hektar baut. Über den Netzverknüpfungspunkt Sengwarden an der Utterser Landstraße zwischen Voslapp und Sengwarden sollen künftig bis zu vier Gigawatt Offshore-Windleistung aus der Nordsee in das Stromnetz integriert werden. Rechnerisch können damit rund fünf Millionen Haushalte mit Strom versorgt werden.

Tim Meyerjürgens, Vorsitzender der Geschäftsführung von TenneT Germany: „Hier in Sengwarden schaffen wir zentrale Infrastruktur, auf der Wirtschaft, Energieversorgung und industrielle Entwicklung der kommenden Jahrzehnte aufbauen können.“

In Sengwarden werden künftig die Offshore-Netzanbindungssysteme BalWin3 und LanWin4 zusammengeführt. Der Windstrom aus der Nordsee soll hier gebündelt, in das Höchstspannungsnetz eingespeist und dorthin transportiert werden, wo Haushalte, Wirtschaft und Industrie ihn benötigen. Dafür werden zwei Konverteranlagen gebaut, die den Offshore-Gleichstrom für den Weitertransport im Stromnetz in Wechselstrom umwandeln. Darüber hinaus entsteht ein 380-kV-Umspannwerk, das den Strom über die neue 380-kV-Leitung Wilhelmshaven2-Conneforde in das überregionale Stromnetz einspeist. 

Konverter wandeln Strom um

Einen dritten Konverter am Standort Sengwarden wird der Übertragungsnetzbetreiber Amprion bauen, um den Wechselstrom aus dem dort entstehenden Umspannwerk aufzunehmen und über den Korridor B von Wilhelmshaven nach Hamm in Nordrhein-Westfalen abtransportieren zu können. 

Das Projekt, davon zeigten sich auch Ministerpräsident Lies und Wilhelmshavens Oberbürgermeister Carsten Feist überzeugt, werde auch wirtschaftliche Impulse für die hiesige Region setzen. Es schaffe die Voraussetzungen für Industrie- und Technologieansiedlungen und stärke die Rolle des Standorts als Energieknoten von nationaler und europäischer Bedeutung. 

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Putzkolonnen künftig ohne Chemie und Giftstoffe unterwegs

Hooksiel (9. 4. 2026) – Beide Unternehmen sind seit Anfang 2025 zertifizierte Partner des Unesco Weltnaturerbe Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Ab sofort arbeiten die Hooksieler „Agentur am Meer“ und die PUUYU Nature Care GmbH aus Jever auch im praktischen Geschäft eng zusammen. Die gemeinsame Basis: Nachhaltigkeit.

Setzen beim Reinigen von Ferienwohnungen auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz: Alexandra Gölz und Matthias Suckert. Foto: hol

Die „Agentur am Meer“ am Meer betreut rund 120 Wohnungen und Feriendomizile in Hooksiel. Die wollen regelmäßig geputzt und gereinigt werden. „Nach jedem Bettenwechsel schicken wir eine Putzkolonne“, schildert Agenturbetreiber Matthias Suckert. Künftig werden die Putzkräfte nicht nur saubere Zimmer hinterlassen, sondern auch einen ökologisch einwandfreien Fußabdruck.

Nur ökologisch unbedenkliche Produkte

Dafür sollen die Produkte der PUUYU GmbH sorgen, die ausnahmslos mit natürlichen Inhaltsstoffen und Enzymen Verschmutzungen beseitigen, ohne die Umwelt oder die Anwender zu schädigen. Nach den Worten von Unternehmensgründerin Alexandra Gölz hat das Unternehmen eine ganze Reihe von Produkten entwickelt, die ohne Giftcocktail und Gaswolke reinigen. „Auf unserer Produkten findet man nicht einen einzigen Warnhinweis, die für potenziell giftige, ätzende oder wasserschädliche Stoffe vorgeschrieben sind.“

In einer Testphase wurden die Hooksieler Putzkolonnen für den Einsatz der neuen Allzweck-, Luft-, WC- oder Bodenreinigern geschult. „Das Motto ,viel hilft viel‘ gilt bei uns nicht“, sagt Alexandra Gölz. Soll heißen: Der richtige Umgang mit den Öko-Putzmitteln will gelernt sein. Zum Wohle der Umwelt und der Gesundheit von Mensch und Tier, die in die frisch gereinigten Wohnungen einziehen. 

Werte des Nationalparks Wattenmeer

Darauf setzt Suckert. Nach seinem Eindruck würden sich immer mehr Urlauber bewusst für eine Unterkunft entscheiden, die nachweislich im Einklang mit den Werte des Nationalparks Wattenmeer betrieben wird. 32 seiner Wohnungen seien entsprechend zertifiziert. 

Gölz und Suckert, die sich erst bei der Verleihung ihrer Zertifikate durch die Nationalparkverwaltung kennen gelernt haben, wollen auch beim Vertrieb der nachhaltigen Putzmittel zusammenarbeiten. Die Putzmittel können künftig in einem Shop in der Agentur in der Lange Straße erworben werden. 

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Landkreis will ehrenamtliches Engagement sichtbar machen

Friesland/Wangerland (9. 4. 2026) –  Sport lebt vom Engagement vieler Ehrenamtlicher, die sich mit Zeit und Herzblut in Vereinen, Mannschaften und für sportliche Angebote einsetzen. Der Landkreis Friesland würdigt dieses Engagement mit dem „Tag des sportlichen Ehrenamts“. Ab sofort können Bürger solche ehrenamtlich aktiven Menschen für die Auszeichnung vorschlagen. Möglich ist dies bis zum 28. September per E-Mail an info@ksb-friesland.de.

Vorschläge einreichen

Seit 2016 würdigt der Landkreis mit dem „Tag des sportlichen Ehrenamts“ alle zwei Jahre engagierte Ehrenamtliche aus dem Sport-Bereich. Im Mittelpunkt stehen Bürgerinnen und Bürger, die sich in herausragender Weise um das sportliche Ehrenamt verdient gemacht haben – sei es durch langjähriges Engagement im Verein, besondere Projekte, außergewöhnlichen Einsatz im Hintergrund oder durch die Förderung des Nachwuchses.

„Jede und jeder Ehrenamtliche macht Friesland mit ihrem beziehungsweise seinem Einsatz lebendiger, verbindet Menschen und stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt und das oft über viele, viele Jahre hinweg. Ihr Engagement verdient öffentliche Anerkennung“, sagt Landrat Sven Ambrosy. Der „Tag des sportlichen Ehrenamts“ solle diese wertvolle Arbeit sichtbar machen.

Jury tagt im Herbst

Im Herbst trifft eine Jury aus Vertretern des Kreissportbundes Friesland, des Landkreises Friesland sowie der Politik eine Vorauswahl aus den Vorschlägen. Die endgültige Entscheidung über die Preisträger liegt beim Kreisausschuss des Landkreises Friesland. QWEitere Infos zu den kommunalen Ehrungen gibt es unter https://www.friesland.de/kommunale_ehrungen.

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Polizei lobt Hooksielerin: Telefonat nach Zweifeln sofort beendet

Wangerland (8. 4. 2026) – Erneut haben mutmaßliche Betrüger versucht, per Telefonanruf an die Wertgegenstände älterer Bürger in der Gemeinde Wangerland zu gelangen. Wie die Polizei mitteilt, habe es am heutigen Mittwoch und am gestrigen Dienstag zahlreiche Anrufe gegeben, bei denen sich bislang unbekannte Täter am Telefon als Polizeibeamte ausgaben. 

Betrüger als Polizisten getarnt

Die Anrufer hätten von angeblichen Festnahmen im Nahbereich der Wohnanschriften der Angerufenen berichtet. Im weiteren Verlauf der Gespräche, so die Polizei, hätten die Täter versucht, an Informationen zu Wertgegenständen in den Wohnungen oder Häusern zu gelangen. „Teilweise wurden gezielt persönliche Informationen, wie etwa verstorbene Ehepartner, in die Gespräche eingebunden, um den Eindruck einer echten polizeilichen Kontaktaufnahme zu verstärken“, so die Polizei. 

In mehreren Fällen, so loben die Ermittler, hätten die Angerufenen umsichtig reagiert und die Gespräche beendet. So habe eine 88-jährige Frau aus Hooksiel Zweifel an der Echtheit des Anrufers geäußert und den Telefonhörer aufgelegt. Eine 57-jährige Frau aus Tettens habe den Anrufer darauf hingewiesen, dass es keinen entsprechenden Polizeibeamten gebe. Auch sie beendete das Telefonat. 

Ermittler geben Tipps

Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen. Zeugen oder weitere Geschädigte werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden. Die Ermittler weisen ausdrücklich darauf hin, dass echte Polizeibeamte am Telefon niemals nach Wertgegenständen oder Bargeld fragen würden. 

Die Polizei rät: „Seien Sie misstrauisch bei unerwarteten Anrufen, insbesondere wenn Druck aufgebaut wird. Geben Sie am Telefon keine persönlichen Daten oder Informationen zu Vermögenswerten preis. Beenden Sie verdächtige Gespräche sofort und legen Sie auf.“ Bei Zweifeln sollten Betroffene selbstständig ihre örtliche Polizeidienststelle unter der ihnen bekannten Rufnummer anrufen. 

„Hooksiel sicher“: Auch an unscheinbaren Straßen gilt Rechts-vor-Links

Hooksiel (8. 4. 2026) – Die Situation kommt fast täglich vor. In großer Zahl rollen von der Landesstraße 810 kommenden Autos über den Sengwarder Anteil in Richtung Hooksieler Ortskern. Ein Teil der Fahrer hält sich an die Tempo-30-Vorgabe, ein Teil nicht. Aber kaum jemand hat die unscheinbare Straßen im Blick, die nach rechts auf einen Parkplatz führt.

Gefährliche Ecke am Sengwarder Anteil. Bei der unscheinbaren Zufahrt zum Parkplatz handelt es sich um eine Straße. Die Konsequenz: Der von rechts kommende weiße Wagen hat Vorfahrt, wenn er in den Sengwarder Anteil einbiegen möchte. Foto: hol

Das kann im Ernstfall teuer werden. Denn an dieser Einmündung gilt die Vorfahrtsregel: „Rechts vor Links“. Heißt konkret: Die vom Parkplatz über die kurze Verbindungsstraße kommenden Wagen haben Vorfahrt. Die in Richtung Alter Hafen fahrenden Verkehrsteilnehmer müssen anhalten. 

Wer „Spielstraßen“ verlässt, muss warten

Das so einfach anmutende Vorfahrts-Prinzip „Rechts vor Links“ gilt an allen Kreuzungen und Einmündungen, an denen die Vorfahrt nicht durch Verkehrszeichen, Ampeln oder die Anweisungen der Polizei geregelt wird. Allerdings: Die Regel gilt nicht für unbefestigte Feld- und Waldwege, an Ausfahrten aus verkehrsberuhigten Bereichen oder an Einmündungen zu privaten Grundstücken. Aber Vorsicht: Privatstraßen sind verkehrsrechtlich trotzdem Straßen.

Was sich in der Theorie einfach anhört, ist in der Praxis häufig nur schwer zu erkennen. Ein Beispiel: Verkehrsberuhigter Bereich. Wer einen verkehrsberuhigten Bereich („Spielstraße“) verlässt, hat nie Vorfahrt – auch wenn er von rechts kommt. Dieser Verkehrsteilnehmer muss sich so verhalten, wie etwa ein Autofahrer, der sich von seinem Grundstück kommend in den fließenden Verkehr einfädelt. 

In der Regel signalisiert ein Schild, dass ein verkehrsberuhigter Bereich endet. Für (vorfahrtsberechtigte) Autofahrer, die an einer „Spielstraßen“-Ausfahrt vorbeifahren, ist die Lage nicht immer so leicht ersichtlich. Allerdings: Die Unsicherheit hier hat meist keine Folgen. Im Zweifelsfall halten beide Autofahrer an, weil sie der Ansicht sind, der jeweils andere habe Vorfahrt. 

Sicheres Indiz: Abgesenkter Bordstein

Anders an Einmündungen, deren Charakter nicht sofort erkannt wird. Ist das eine Straße, die da von rechts einmündet? Oder ist das nicht eine Parkplatz-Einfahrt oder eine gut ausgebaute Zufahrt zu einem privaten Grundstück? Im einen Fall gilt Rechts-vor-Links, im anderen muss der Einbieger stets warten.

Worauf sollte man achten: An Straßen stehen häufig Schilder mit Straßennamen oder Verkehrsschilder. Ein sicheres Indiz ist auch ein abgesenkter Bordstein. Daran lässt sich in der Regel eine private Grundstückszufahrt von einer Straße unterscheiden. Grundsätzlich lässt sich sagen: Wer einen abgesenkten Bordstein überfährt, muss den anderen Verkehrsteilnehmern Vorfahrt gewähren – auch wenn er selbst von rechts kommt.

Gegenseitige Rücksichtnahme

In Zweifelsfällen gilt, was die Straßenverkehrsordnung ohnehin als generelle Haltung empfiehlt: Gegenseitige Rücksichtnahme. Die wechselseitige Verständigung von Autofahrern wird zum Beispiel auch dann erwartet, wenn mehrere Fahrzeuge an einer Kreuzung stehen, die aufgrund der „Rechts vor links“-Regel wechselseitig alle vorfahrtsberechtigt sind.

Übrigens: Wer die „Rechts-vor-Links-Regelung“ nicht beachtet, muss mit einem Bußgeld von 25 Euro rechnen. Kommt es dadurch zu einer Gefährdung oder gar einer Sachbeschädigung, wird ein Bußgeld von 100 bzw. 120 Euro plus ein Punkt in Flensburg fällig.

Anmerkung: Liebe Leserinnen und Leser, wenn Sie Anregungen für die Artikel-Serie „Hooksiel sicher“ oder Fragen zu Verkehrsregelungen in Hooksiel haben, auf irreführende oder überflüssige Verkehrsschilder hinweisen möchten oder selbst schon in gefährliche Situationen geraten sind, melden Sie sich bitte per Email unter infos@hooksiel-life.de – Stichwort: „Hooksiel sicher“.

„Wie mache ich meine Immobilie klimafit?“

Wangerland (8. 4. 2026) – Über Möglichkeiten, das eigene Zuhause klimafreundlich und zukunftsfähig zu gestalten, informiert der Landkreis Friesland am Mittwoch, 15. April, in der Veranstaltung „Energieeffizientes Sanieren – Wie mache ich meine Immobilie klimafit?“. Gemeinsam mit der Gemeinde Wangerland, der Landessparkasse zu Oldenburg (LzO), der EWE, der Firma Brötje und dem Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband (OOWV) lädt der Landkreis alle Interessierten in den Ratssaal im Rathaus der Gemeinde Wangerland in Hohenkirchen ein. 

Mehrere Vorträge

Die Veranstaltung beginnt um 17.30 Uhr und endet gegen 20 Uhr. Eine Anmeldung ist bis Freitag, 10. April, erforderlich und möglich unter https://nol.is/zBL. Durch kurze Impulsvorträge und an Informationsständen erhalten Besucherinnen und Besucher einen Überblick über verschiedene Aspekte energieeffizienten Sanierens und können Fragen direkt an Fachleute richten.

„Klimaschutz geht nur gemeinsam und besteht aus vielen kleinen Schritten und Maßnahmen“, sagt Landrat Sven Ambrosy und ergänzt: „Ich freue mich sehr, dass wir mit dieser Veranstaltung die regionale Expertise aus unserem Landkreis bündeln und den Bürgerinnen und Bürgern umfassende Informationen anbieten können. So machen wir den Wandel hin zu einer klimafreundlicheren Zukunft für alle greifbar.“ Energieeffizientes Sanieren sei nicht nur gut für das Klima, so Ambrosy, sondern auch wirtschaftlich sinnvoll. „Es spart Energiekosten, schont den Geldbeutel und trägt zu unserer zukunftsfähigen Region bei.“

Firmen geben Überblick

„Klimaschutz fängt im Kleinen an“, sagt Wangerlands Bürgermeister Mario Szlezak. „Wir sind alle gefragt, um nachfolgenden Generationen eine sichere Lebensgrundlage zu bieten.“ Gerade für eine Küstengemeinde habe das Thema besondere Relevanz. 

Die Veranstaltung bietet ein breites Themenspektrum. Patrick Lindner vom Landkreis informiert über die Möglichkeiten des Solar- und Geothermiekatasters des Landkreises Friesland. Die Firma Brötje gibt Einblicke in die Wärmewende im Gebäudebereich und erläutert, wie mit Wärmepumpen auch ohne fossile Brennstoffe effizient geheizt werden kann. 

Die EWE stellt das Konzept des energieautarken Zuhauses vor, bei dem Photovoltaikanlage und Stromspeicher für eine weitgehend unabhängige Energieversorgung sorgen. Der OOWV informiert über die zunehmende Bedeutung von Starkregen- und Trockenperioden. Die LzO ergänzt das Angebot mit Informationen zu Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten für Sanierungsvorhaben.

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Juristin aus Jever will Landrätin in Friesland werden

Friesland/Jever (7. 4. 2026) – CDU und FDP im Landkreis Friesland mit einer gemeinsam Kandidatin in das Rennen um das Landratsamt. Die Vorstände beider Parteien haben mit Sibylle Raquet eine Volljuristin für die Kandidatur vorgeschlagen. Die Jeveranerin soll nach der Kommunalwahl im September die Nachfolge von Landrat Sven Ambrosy (SPD) antreten. Über die endgültige Nominierung der 55-Jährigen entscheiden die Mitgliederversammlungen der Parteien.

Kandidatin von CDU und FDP

„Es wird Zeit für eine Frau an der Spitze unseres Landkreises“, erklären die Parteivorsitzenden Thies Fischer (CDU) und Hendrik Theemann (FDP). Beide zeigen sich überzeugt, mit Sibylle Raquet (Foto) eine fachlich starke und zugleich regional verwurzelte Bewerberin gefunden zu haben.

„Wir sind froh darüber, eine so versierte und kompetente Frau nominieren zu können“, wird CDU-Kreisvorsitzender Fischer in einer Pressemitteilung zitiert. Für die CDU sei früh klar gewesen, dass es eine Persönlichkeit aus der Region sein müsse, die künftig Verantwortung für den Landkreis Friesland übernehme. FDP-Kreisvorsitzender Theemann bezeichnet Raquet als „absolute Fachfrau“, die mit ihrem „scharfen Blick und einem schnellen Verstand die Kreisverwaltung auf ein neues Level heben kann“.

Erfahrung aus dem Stadtrat

Sibylle Raquet lebt in Jever und arbeitet seit 2019 in einer Kanzlei in der Marienstadt. Ihre beruflichen Schwerpunkte liegen im Familien- und Erbrecht. Geboren wurde sie in Bad Soden. Nach ihrem Studium war sie zunächst in Frankfurt tätig. Bereits dort sammelte sie politische Erfahrung als Referentin der FDP-Fraktion. Nach dem zweiten Staatsexamen praktizierte sie in eigener Kanzlei in Bad Homburg. Seit der Kommunalwahl 2021 gehört sie dem Stadtrat in Jever an. Raquet ist Mutter von zwei Töchtern.

Inhaltlich setzt die Juristin auf klare Führungsstrukturen und eine präsente Verwaltungsleitung. „Mir sind klare Strukturen und Abläufe wichtig. Gerade in Verwaltungen ist es entscheidend, dass jeder weiß, was von ihr oder ihm erwartet wird“, erklärt sie. Wer eine Verwaltung erfolgreich führen wolle, müsse an der Spitze nicht nur präsent sein, sondern auch Verantwortung übernehmen und vorangehen.

Zentralklinik, Wirtschaft und Tourismus

Zugleich wirbt Raquet für ein kooperatives Führungsverständnis. Sie betont die Bedeutung eines offenen und vorurteilsfreien Austauschs innerhalb der Verwaltung und mit der Politik. „Kreistag und Kreisverwaltung haben unterschiedliche Aufgaben und Zuständigkeiten. Das gilt es anzuerkennen und daraus eine neue Stärke der Gemeinsamkeit entstehen zu lassen“, sagt sie.

Als zentrale Herausforderungen für die kommenden Jahre nennt Raquet den geplanten Neubau einer Zentralklinik, die weitere Stärkung von Wirtschaft und Tourismus sowie die Rolle Frieslands beim Ausbau alternativer Energiequellen. Dabei komme es darauf an, einen fairen Ausgleich zwischen den Anforderungen der Energiewende und den berechtigten Interessen von Städten, Gemeinden und Landwirtschaft zu schaffen.

Ambrosy hatte angekündigt, bei der Kommunalwahl am 13. September nicht erneut kandidieren zu wollen. Als Bewerber für seine Nachfolger sind bislang Rolf Neuhaus (parteilos) und Jan Ole Möller (Die Partei) bekannt. Neuhaus wird wird von der SPD unterstützt.

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Mehrere Gebäude mit Sprühlack beschmiert

Hohenkirchen (7. 4. 2026) – Über das Osterwochenende ist es in Hohenkirchen zu mehreren Sachbeschädigungen durch Farbschmierereien gekommen. Wie die Polizei mitteilt, hätten bislang unbekannte Täter verschiedene Gebäude und Einrichtungen mit silbernem Sprühlack besprüht.

Betroffen seien unter anderem das Rathaus, ein Kindergarten, ein Nebengebäude der Grundschule, das ehemalige Samurai-Center, eine Bushaltestelle im Bereich der Oberschule sowie eine ehemalige Spielhalle. Die Ermittlungen nach den Tätern laufen.

Die Polizeistation Wangerland bittet Zeuginnen und Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, sich unter Telefon 04463/808910 oder beim Polizeikommissariat Jever unter 04461/74490 zu melden.

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Die für diese Woche geplanten Helgoland-Fahrten fallen aus

Hooksiel/Wilhelmshaven (7. 4. 2026) – Die für Donnerstag und Freitag dieser Woche, 9. und 10. April, geplanten Ausflugsfahrten mit dem „Adler Cat“ von Wilhelmshaven und Hooksiel fallen aus. Das hat heute die Reederei „Adler & Eils“ mitgeteilt. Man sei leider aufgrund technischer Probleme gezwungen, die für diese Woche geplanten Fahrten abzusagen. 

„Wegen der aktuellen weltpolitischen Lage verzögert sich die Lieferung eines Ersatzteils, das für den sicheren Betrieb zwingend erforderlich ist“, heißt es in der Mitteilung. Bereits gekaufte Tickets können kostenfrei bei den jeweiligen Vorverkaufsstellen zurückgegeben werden. Online gekaufte Tickets erstattet die Reederei automatisch auf das bei der Buchung genutzte Zahlungsmittel.