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Alle Beiträge zum Thema “Seebadeverein”

Arbeitsgruppe stellt die Infrastruktur in Hooksiel auf den Prüfstand

Hooksiel (18. 4. 2026) – Hooksiel ist ein schöner Ort. Aber er hat auch eine ganze Reihe von Macken. Kleinere und größere. Die Arbeitsgruppe „Infrastruktur“ des Seebadevereins Hooksiel will dazu beitragen, dass die Probleme erkannt und Lösungen angegangen werden. „Damit der Ort, in dem wir leben, am Ende noch schöner wird“, sagt Frank Müller.

Stolz sind die Mitglieder der Infrastruktur-Arbeitsgruppe des Hooksieler Seebadevereins darauf, dass die Gemeinde Wangerland auf ihre Anregung hin den viel genutzten Gehweg vom Hallenbad in Richtung Deich saniert hat. Auf dem Bild (von links) Frank Müller, Christine Ulbrich, Nicole Kutscher, Stefan Mampilly, Volker Meyer und Barbara Köster. Foto: hol

Müller ist Lotse der im vergangenen Jahr gegründeten Gruppe, die sich in seinem Haus in der Hinrike-Lichtenfeld-Straße trifft. Zur Sitzung sind an diesem Abend Nicole Kutscher, Stefan Mampilly und Volker Meyer erschienen, allesamt wie Müller Neubürger, die im Neubaugebiet zwischen Hohe Weg und Bäderstraße ein neues Zuhause gefunden haben.

Mit Zwischenbilanz zufrieden

Zur Runde gehören zudem Barbara Köster, die seit 2019 in Hooksiel lebt, sowie Kira Zucher und Christine Ulbrich, die in Hooksiel bzw. in Hohenkirchen aufgewachsen sind. Barbara Köster sucht nach einem günstigen Raum, der von der Musikschule Friesland genutzt werden könnte. Kira Sucher möchte die Bedingungen für die Wassersportler in Hooksiel verbessern und Christina Ulbrich hält ein größeres Betreuungsangebot der Jugendpflege im Ort für dringend geboten – und einen neuen Basketballkorb auf dem Skaterplatz. 

Im Zentrum der über dreistündigen Beratung steht eine Zwischenbilanz. Müller berichtet über einen Rundgang durch Hooksiel, zu dem der Seebadeverein kürzlich Bürgermeister Mario Szlezak und weitere Vertreter der Gemeinde eingeladen hatte. Dabei habe man sich etliche Ecken im Ort angesehen, an denen Handlungsbedarf besteht.

Tor zum Wangerland

„Insgesamt haben wir im Moment 17 Projekte auf dem Schirm“, so Müller. Einige Themen wie die Sanierung der Geländer am Sieltor oder die Erneuerung des marode Gehwegs vor dem Hallenbad zum Deich hätten sich dank der guten Zusammenarbeit mit der Gemeinde inzwischen bereits erledigt. Auf dem Rundgang seien verdreckte oder falsch positionierte Schilder, marode Fuß- und Radwege sowie einige unschöne Ecken thematisiert worden. Ein „Tor zum Wangerland“ am südlichen Ortseingang, würde sich Müller wünschen, vielleicht in Form eines an Land gesetzten Fischkutters. Und ein oder zwei Strandkörbe wären seiner Ansicht nach eine echte Bereicherung für die Fußgängerzone Lange Straße.

Aber der Seebadeverein will auch bei den großen Themen mitmischen, die für Hooksiel auf der Agenda stehen. Für die Aufwertung des Alten Hafens – von der Verbesserung der Wasserqualität über das Thema Barrierefreiheit bis hin zur Sanierung der Kaimauer und der Bebauung des ehemaligen Feuerwehrareals – hat der Verein eine weitere Arbeitsgruppe gebildet. Und auch für die Lösung des Dauerproblems „Parken“ will man eigene Ideen einbringen.

Kurzzeit-Parktaste fürs Fischbrötchen

Ziel müsse ein einheitliches Parksystem von Gemeinde und Wangerland Touristik GmbH (WTG) sein, so Müller. Damit könnten Gäste, die am Strand parken, ihr Parkticket auch für den Besuch in einem der Orte nutzen. Wünschenswert wären aus Sicht der selbst ernannten Infrastruktur-Experten auch eine Kurzzeit-Parktaste („Für das schnelle Fischbrötchen am Hafen“) und eine Regelung für freies Parken für Einheimische („Kann doch nicht sein, dass wir für einen Spaziergang an unserem eigenen Strand zahlen müssen …“). Es sei erfreulich, dass Gemeinde und WTG bereits eine Arbeitsgruppe gebildet hätten, um die Parkregeln an den Stränden und in der Gemeinde zu vereinheitlichen. Vielleicht könne man dort auch die Wünsche der Bürger einbringen?

Alter Hafen, Parkregelung, Ortsverschönerungen – alles Themen, die die Gemeinde Wangerland und deren politischen Gremien schon seit Jahren umtreiben. Woher nehmen gerade die Neubürger im Seebadeverein den Optimismus, hier schnell zu guten Lösungen zu kommen? 

„Wir haben den Eindruck, dass viele Alt-Wangerländer die große wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus gar nicht so richtig einschätzen“, sagt Müller. Neubürger seien aber oft gerade wegen der Attraktivität der Orte zum Beispiel nach Hooksiel gezogen. Sie würden Verbesserungspotenziale erkennen, wo Einheimische vielleicht schon etwas „betriebsblind“ seien, wie es Bürgermeister Szlezak kürzlich einmal formuliert hat. Müller: „Am Ende wollen wir alle doch nur, dass Hooksiel noch schöner wird.“ 

Rundgang schärft den Blick für Schwachstellen im Ort

Hooksiel (26. 3. 2026) – Der Alten Hafen zählt zu den schönsten Plätzen in Hooksiel. Aber er hat auch eine Reihe von Problemen. Nicht nur, dass die Zukunft des ehemaligen Feuerwehrareals zwischen Lange Straße und Hafen noch ungeklärt ist. Das Hafenbecken und vor allem das Binnentief hinter dem Siel drohen zu verschlammen, Kai- und Hafenmauer müssten saniert, das schlecht begehbare Kopfsteinpflaster auf dem Hafenplatz ausgetauscht werden – zumindest wenn der Festplatz behindertengerecht werden soll.

Alter Hafen
Der Alte Hafen, das Markenzeichen von Hooksiel. Aber auch hier gibt es jede Menge Baustellen. Archiv-Foto: hol

Der Strauß an Handlungsfeldern am Alten Hafen war eines der Themen, mit der sich Vertreter des Seebadevereins Hooksiel und eine hochkarätige Delegation der Gemeinde Wangerland bei einem gut zweistündigen Rundgang durch das Dorf beschäftigen. Dazu hatte Bürgermeister Mario Szlezak Bauhofleiter Renke Oltmanns sowie den Leiter des Ordnungs- und Sozialamtes Markus Gellert mitgebracht. Sie wurden von Seiten des Seebadevereins von dessen Vorsitzenden Wolfgang Ademes, Vorstandsmitglied Thomas Leimkühler sowie dem Lotsen der „Arbeitsgruppe Infrastruktur“, Frank Müller, begleitet.

Schnelle Abhilfe zugesagt

Szlezak bewertet die Aktion im Anschluss gegenüber „Hooksiel-Life“ als sehr aufschlussreich. Es sei schon sinnvoll, wenn Bürger, gerade Neu-Bürger, auf tatsächliche oder vermeintliche Missstände hinweisen. „Wenn man mit den Themen seit Jahren zu tun hat, wird man ja auch ein Stückweit betriebsblind.“ Der Bürgermeister sagte schnelle Hilfe und Abhilfe dort zu, wo es möglich und geboten sei – und wo die Gemeinde auch tatsächlich zuständig ist. 

Unternahmen einen Ortsrundgang: Bürgermeister Mario Szlezak (2. von rechts) mit (von links) Frank Müller (Seebadeverein), Markus Gellert (Gemeinde), Wolfgang Ademes und Thomas Leimkühler (beide Seebadeverein) sowie Renke Oltmanns (Gemeinde). Foto: hol

Dazu gehört die Beschilderung. Viele Verkehrsschilder im Ort sind verdreckt, einige Hinweistafeln überflüssig und einige falsch montiert. So etwa die neuen Verkehrsschilder „Verkehrsberuhigter Bereich“ an den Eingängen zum Neubaugebiet zwischen Bäderstraße und Hohe Weg. Sie hängen zu hoch. Szlezak: „Das werden wir in Kürze ändern.“

Investitionen müssen geplant werden

Schwieriger zu beseitigen sind die Mängel etwa am Radweg an der Bäderstraße oder auf Fahrbahn und Gehweg an der Straße „An der Jaderennbahn“. Sanierungsarbeiten dort müssten geplant und auch finanziell machbar sein. Nach und nach abgebaut und gegebenenfalls durch Blumenkübel ersetzt werden sollen die Pflanzbeete an der Friesenstraße. Deren Betoneinfassungen sind zum Teil massiv beschädigt.

Gemeinsam begutachtet die Gruppe den in der vergangenen Woche vom Bauhof der Gemeinde sanierten Fußweg zwischen ehemaligem Hallenbad und zweiter Deichlinie. Offenkundigen Handlungsbedarf gibt es aber auf dem Deich selbst. Die Gehwegplatten sind verrutscht, teilweise stehen sie fast senkrecht. „Echte Gefahrenpunkte gehen wir natürlich sofort an“, versicherte Szlezak. Aber Grundsätzlich sei für die Unterhaltung des Weges auf dem Deich die Wangerland Touristik GmbH zuständig. Warum das die inzwischen insolvente Gemeinde-Tochter in der Vergangenheit nicht ordentlich gemacht habe, könne er nicht beurteilen.

Großbaustelle Alter Hafen

Wie der Bürgermeister versicherte, werde die Gemeinde jetzt auch die vielfältigen Aufgaben rund um den Alten Hafen angehen, auch wenn hier unterschiedlichste Institutionen und Behörden zuständig seien. Zumindest für Investitionen in den Bereichen „Denkmalschutz“ und „Behindertengerechtigkeit“ müsste es auch Fördermöglichkeiten geben. Dass es Schritt für Schritt voran gehen kann, zeigt die Absperrung am Sieltor. Nach einem entsprechenden Hinweis hatte hier der Bauhof ein marodes Teilstück innerhalb weniger Tage saniert und neu montiert. Frank Müller: „Es ist doch gut, wenn wir gemeinsam daran arbeiten, dass Hooksiel noch schöner wird.“

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Ademes rückt an die Spitze des Seebadevereins

Hooksiel (19. 3. 2026) – Der Seebadeverein Hooksiel hat einen neuen Vorsitzenden. Nachdem der vor einem Jahr gewählte Amtsinhaber Wolf Hegemann sich aus dem Vorstand zurückgezogen hat, ist sein bisheriger Stellvertreter Wolfgang Ademes in die Führungsfunktion aufgerückt. Dem vor über 110 Jahren gegründeten Verein gehören rund 300 Familien an.

Wolfgang Ademes (links) hat das Amt des 1. Vorsitzenden des Seebadevereins Hooksiel übernommen, nachdem sein Vorgänger Wolf Hegemann sich krankheitsbedingt aus dem Vorstand des Vereins zurückgezogen hat. Archiv-Foto: hol

Stellvertretender Vorsitzender ist künftig Uwe Gaudian. Zur neuen 2. stellvertretenden Vorsitzenden wählten die Mitglieder auf der Jahreshauptversammlung am Mittwoch im Haus des Gastes einstimmig Nicole Kutscher. Die Neu-Hooksielerin, die sich aus ihrem Urlaubsort per Video-Schalte vorstellte, hat sich schon bislang in Arbeitsgruppen des Vereins engagiert und zuletzt unter anderem die Aktion „Hooksiel putzt“ organisiert.

Satzung ohne Tourismus

Ohne Widerspruch stimmten die über 50 anwesenden Vereinsmitglieder einer umfassenden Satzungsänderung zu. Als Vereinszwecke werden darin Denkmalschutz, Heimatpflege und Ortsverschönerung genannt, aber nicht mehr Tourismus und Fremdenverkehr, für die der Verein einst gegründet worden ist. Die Überarbeitung der ohnehin nicht mehr zeitgemäßen Satzung sei auch notwendig geworden, so Ademes, damit der Verein als gemeinnützig anerkannt werden kann. Der neue Status soll ab dem 1. Januar 2027 gelten. 

Aus Sicht der Gemeinde Wangerland haben sich die Bemühungen, den denkmalgeschützten Leuchtturm „Roter Sand“ an den Außenhafen von Hooksiel zu versetzen, erledigt. Beim Seebadeverein hingegen hat man die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben. Foto: Eike Doyen

Bürgermeister Mario Szlezak würdige in einem Grußwort das beeindruckende Engagement im Seebadeverein, der im vergangenen Jahr ein Fülle von Veranstaltungen („Gäste- und Bürgersnak“) ausgerichtet und dabei – angesichts der guten Teilnehmerzahlen – offenbar die richtigen Themen angesprochen habe. Ausdrücklich dankte Szlezak Hegemann und Ademes für deren Einsatz für die angestrebte Verlegung des denkmalgeschützten Leuchtturms „Roter Sand“ aus der Wesermündung an den Hooksieler Außenhafen.

Investor für eine Markthalle

Leider seien die gemeinsamen Bemühungen von Gemeinde und Seebadeverein nicht erfolgreich gewesen, so Szlezak. Nach neuerlichen Gesprächen mit der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung und dem Verkehrsministerium werde die Gemeinde ihre Bemühungen jetzt einstellen. Der Standort am Außenhafen sei offenbar mit den geltenden schifffahrtsrechtlichen Bestimmungen nicht vereinbar. Für Ademes hingegen will noch nicht aufgeben. „So lange wir keine Absage bekommen haben, sind wir noch im Rennen.“

Mehr Hoffnung machte der Bürgermeister beim Thema Nachnutzung des ehemaligen Feuerwehrareals am Alten Hafen. Nachdem ein geplanter Hotelbau nicht zustande gekommen war, wünschen sich viele Vereinsmitglieder eine Markthalle mit unterschiedlichen Funktionen. Wie Szlezak sagte, gebe es für diese „charmante Idee“ inzwischen einen potenziellen Investor, mit dem bereits erste Gespräche geführt worden seien. Sollten sich dessen Pläne verfestigen, werde man das Projekt öffentlich vorstellen.

Unterstützung sagte der Bürgermeister dem Verein auch bei dessen Bemühungen zu, den häufig in Hooksiel vernehmbaren Lärm der auf Wilhelmshavener Grund liegenden Wurftaubenschießanlage einzudämmen. Er bemühe sich derzeit um ein Gespräch über das Thema mit Wilhelmshavens Oberbürgermeister Carsten Feist.

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Hooksiel ist nach gemeinsamer Putzaktion noch schöner

Hooksiel (16. 3. 2026) – „Hooksiel putzt“ – dieses Motto der Frühjahrs-Putzaktion haben am Samstag mehrere kleinere und größerer Gruppen im Ort umgesetzt. Trotz des mittelprächtigen, regnerischen Wetters hatten die Beteiligten in der Regel viel Spaß – und freuten sich über Erfolge. Ein Beispiel: Einige Tennisspieler arbeiten auf der Platzanlage des SC Wangerland, bekämpften über mehrere Stunden Moos, Laub und Unkraut und waren sich am Ende sicher: „Wir werden der Sommersaison – nach einigen weiteren Arbeitsdiensten – wieder viel Spaß haben.“ 

Alle gemeinsam mit Besen und Sammelzange unterwegs. Mitglieder der Arbeitsgruppe und des Seebadevereins Hooksiel demonstrierten bei der Aktion „Hooksiel putzt“ den Schulterschluss. Vorn Bodo Zeiger (mit Besen) von der Arbeitsgruppe und Wolfgang Ademes vom Seebadeverein. Foto: Nicole Kutscher

Im Zentrum des Frühjahrsputzes im Ortskern standen aber die Aktivitäten der Arbeitsgruppe Hooksiel und des Seebadevereins. Vormittags startete die Arbeitsgruppe mit dem Großreinemach, nachmittags übernahmen die Aktiven des Seebadevereine. An der symbolischen „Besenübergabe“ am Gästehaus in Hooksiel nahmen rund 50 freiwillige Helferinnen und Helfer teil, die dem Aufruf „Hooksiel putzt“ gefolgt waren. 

Ein wesentlicher Baustein der Aktion, an der sich in der ganzen Region Wilhelmshaven, Friesland und Wittmund mehrere Tausend Menschen beteiligt haben, ist das Sammeln von Unrat und Müll. Was Kinder der Grundschule schon am Freitag rund ums Schulgelände begonnen hatten, setzten die Erwachsenen im Ort aber auch im Freizeitgelände fort. Die Arbeitsgruppe brachte unter anderem das Batteriegelände um Gästehaus und den Alten Hafen auf Vordermann, Gruppen des Seebadevereins kümmerten sich um Straßen, Wege und Parkplätzen sowie um die zweite Deichlinie. 

Jede Menge Unrat sammelten die Aktiven im Ort. Im Anschluss gab es zur Belohnung Bratwurst und Getränke. Foto: Bernhard Köster

„Vom Taschentuch über die Radkappe bis zum DVD-Player war alles dabei“, schildert Teilnehmer Bernhard Köster. Zum Fundgut gehörten aber auch ein Portemonnaie – ohne Geld, aber dafür noch mit sämtlichen Papieren des Eigentümers – sowie Unmengen von Zigarettenkippen. Insgesamt habe die Aktion aber sehr viel Spaß gemacht, so Nicole Kutscher: „Gemeinsam sind wir stark und unser schönes Hooksiel ist noch schöner.“

Zur Belohnung konnten die Aktiven im Anschluss an die Arbeit gemeinsam stärken – mit Bratwurst im Brötchen und erfrischenden Getränken. Der Seebadeverein dankte einer Reihe von Sponsoren aus Handel, Handwerk und Gewerbe im Ort für ihre Unterstützung.

Seebadeverein Hooksiel will gemeinnützig werden

Hooksiel (15. 3. 2026) – Der Seebadeverein Hooksiel will als gemeinnützig anerkannt werden. Auf der Jahreshauptversammlung am Mittwoch, 18. März, stehen dafür Satzungsänderungen auf der Tagesordnung. Während sich der 113 Jahre alte Seebadeverein bislang laut Satzung vornehmlich um die „touristische Entwicklung“ gekümmert hat, sollen künftig die Denkmal- und Heimatpflege und die Pflege des Landschafts- und Ortsbildes von Hooksiel im Fokus stehen. 

Szlezak und Riedel zu Gast

Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr im Gästehaus. Als Gäste werden Bürgermeister Mario Szlezak und der Geschäftsführer der Wangerland Touristik GmbH (WTG), Torsten Riedel, erwartet. Da sich die gemeindeeigene WTG in einer Insolvenz in Eigenverwaltung befindet, darf von beiden Verantwortungsträgern eine Einschätzung zur aktuellen Lage erwartet werden. Unter anderem ist als Folge der finanziellen Schieflage der Tourismus-Tochter der Gemeinde das Hallenwellenbad in Hooksiel seit Oktober geschlossen. Das Bad und das gesamte Areal umzu stehen zum Verkauf.

Ideen fürs alte Feuerwehrareal

Ein weiteres Thema, mit dem der Seebadeverein sich seit Monaten intensiv beschäftigt: Die Entwicklung des ehemaligen Feuerwehrgeländes am Alten Hafen. Der erste Anlauf eines Planungsbüros, für das Filetgrundstück im Ortskern einen Hotelinvestor zu finden, war gescheitert. 

Der Seebadeverein favorisiert nach zwei Diskussionsrunden mit Bürgern den Bau einer Markthalle oder eines Bürgerhauses, in dem – so einige der Gedanken aus der Ideensammlung – neben Marktständen auch kleine Geschäfte, eine Gastronomie, eine Tourist-Info und ein Treffpunkt für Vereine untergebracht werden könnten. Details sollen sich unter anderem aus einer Bedarfsanalyse ergeben, die wiederum Grundlage für einen Architekten-Wettbewerb und die Suche nach einem Investor sein könnte.

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Seebadeverein lädt zu seiner nächsten Gesprächsrunde ein

Hooksiel (22. 2. 2026) – Der Seebadeverein Hooksiel lädt zu seinem nächsten „Gäste- und Bürgersnak“. Treffpunkt dafür ist Dienstag, 24. Februar, um 18 Uhr im Gästehaus. Im Zentrum der öffentlichen Veranstaltung steht der Bau einer „Adventure Golfanlage“ an der Hooksieler Wasserskianlage, die im Mai eröffnet werden soll. 

Ein weiterer Schwerpunkt der Veranstaltung soll das weitere Vorgehen der Gemeinde bei der Suche nach einem Käufer für das ehemalige Feuerwehrgelände am Alten Hafen werden. Bekanntlich war ein Planungsbüro im vergangenen Jahr mit dem Versuch gescheitert, einen Hotelinvestor für den Ortskern von Hooksiel zu finden. Beim Gäste- und Bürgersnak vor vier Wochen hatten sich eine Reihe von Mitglieder des Seebadevereins als Alternative zu einem Hotels für eine Markthalle ausgesprochen. Angeblich soll es dafür auch einen potenziellen Investor geben. 

Hallenbad und Roter Sand: Seebadeverein gibt Hoffnung nicht auf

Hooksiel (26. 11. 2025) – Der Seebadeverein hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass der Leuchtturm „Roter Sand“ doch noch seinen Ruhesitz in Hooksiel erhält. Wolfgang Ademes, Sprecher des Kompetenzteams, das sich um das Denkmal kümmert, zeigte sich beim „Gäste- und Bürgersnak“ des Vereins am Dienstag zuversichtlich. „Ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben.“

Der Seebadeverein Hooksiel will sich weiter darum bemühen, dass der Leuchtturm „Roter Sand“ nach Hooksiel kommt. Foto: Jan-Eike Doyen

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) will bekanntlich den Turm von See an Land versetzten, um ihn vor Sturm, Strömung und Korrosion zu schützen. Ein Mitteilung der Stiftung, wonach Bremerhaven als einer der vier Bewerber als Standort nicht in Frage kommt und man sich jetzt bei der weiteren Planung auf Wilhelmshaven und Fedderwardersiel konzentrieren wolle, war von zahlreichen Medien so interpretiert worden, dass auch Hooksiel aus dem Rennen sei.

„Runder Tisch“ zu offenen Fragen

Ademes bestätigte, dass die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung Bedenken gegen den Platz auf dem Deich am Außenhafen angemeldet hat. Welche Vorbehalte das aber genau sind und ob man die Gründe dafür gegebenenfalls ausräumen kann, wisse man nicht, so Ademes. 

Entsprechende Fragen sollen jetzt an einem „Runden Tisch“ geklärt werden. Ihre Teilnahme daran hätten neben der Gemeinde Wangerland und dem Kompetenzteam des Seebadevereins die Denkmal-Stiftung, die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung und Frieslands Landrat Sven Ambrosy zugesagt. Die CDU-Bundestagsabgeordnete Anne Janssen versuche zudem im Bundesverkehrsministerium um Zustimmung für Hooksiel zu werben. Denkbar sei, so Ademes, dass Hooksiel erneut ins Rennen kommt, wenn es auch für Wilhelmshaven und Fedderwardersiel Ausschlussgründe gibt. 

„Rost guckt aus den Flanschen“

Als weiteres Projekt will sich ein Kompetenzteam des Verein jetzt um die Zukunft des Meerwasser-Hallenwellenbades in Hooksiel kümmern. Das von der insolventen Wangerland Touristik GmbH betriebene Bad steht derzeit zum Verkauf. Im Rahmen eines Interessen-Bekundungsverfahrens hatten sich mehrere Interessenten gemeldet. Das anschließende Angebotsverfahren soll bis Anfang Dezember laufen.

Ademes geht davon aus, dass es rund um das Bad noch so viele offene Fragen gibt, dass es kurzfristig zu keinem Verkauf kommen wird. Da sei der noch anhängige Rechtsstreit mit dem Restaurant-Pächter. Völlig unklar seien zudem die Abrisskosten für das Bad, die sich – je nach Schadstoffbelastung – zwischen einer und über zehn Millionen Euro bewegen könnten. Sein Eindruck nach einer Besichtigung des Bades: „Ekelig, angeranzt – da guckt der Rost aus den Flanschen.“ Auf jeden Fall sei eine Totalsanierung erforderlich.

Viele Mitglieder des Seebadevereins Hooksiel würden gern ein Hallenbad in Hooksiel erhalten. Foto: privat

Das Schlimmste aber, was passieren könnte, wäre, so Ademes, dass ein Investor auf der Grundlage ungesicherter Informationen den Zuschlag für das Bad und das umgebende Grundstück bekomme, der Abriss dann aber nicht voran gehe. Auch stellt sich aus Sicht des Seebadevereins die Frage, ob Hooksiel auf dem Gelände wirklich ein 800-Betten-Hotel oder ein Ferienwohnungs-Komplex wolle. Sollten entsprechende Großinvestitionen nicht funktionieren, würden sie ohnehin der Gemeinde wieder vor die Füße fallen.

Schulschwimmen im Thalassa-Zentrum

Der Hooksieler Ratsherr Dieter Schäfermeier (Pro Wangerland) hielt dem entgegen, dass die WTG ein privates Unternehmen sei. Der Verkauf des Bades sei Teil des Sanierungsplans im Rahmen der Insolvenz in Eigenregie, über den der Gläubigerausschuss entscheide. Die Gemeinde habe darauf keinen Einfluss mehr. Im Gegenteil. Wenn die Gemeinde das inzwischen geschlossene Bad von ihrem Tochterunternehmen übernehmen wolle, müsse auch sie dafür 2,7 Millionen Euro zahlen. Er sei froh, so Schäfermeier, dass sich zumindest fürs Schulschwimmen eine Perspektive zeige. Die Kinder sollen das Schwimmbad im Thalasso-Zentrum in Horumersiel nutzen.

Der Seebadeverein setzt auf Zeitgewinn, um die Substanz des Gebäudes genau erkunden und möglicherweise mit Partnern ein neues Betreiber- und Nutzungskonzept erarbeiten zu können. Ziel sei es, ein Schwimmbad für Hooksiel zu erhalten. 

Geschenk an die Hooksieler?

Eine Chance dafür könnte sich eröffnen, wenn sich herausstellt, dass die Gemeinde Wangerland das Meerwasser-Hallenwellenbad niemals an ihre Tochter WTG hätte verschenken dürfen. Dann müsste es zurückgegeben werden. Gerüchte wollen wissen, so Schäfermeier, dass das von Geldern der Industrie gebaute, 42 Jahre alte Bad ausdrücklich ein Geschenk des Landes Niedersachsen an „die Hooksieler“ gewesen sei. Nach Belegen für dieses Gerücht wollen Schäfermeier und Ademes jetzt in Zeitungsarchiven forschen. 

Seebadeverein diskutiert über Zukunft des Wellenbades

Hooksiel (17. 11. 2025) – Der Seebadeverein Hooksiel lädt für Dienstag, 25. November, zur fünften Veranstaltung in der Reihe „Gäste- und Bürgersnak“ ein. Beginn ist um 18 Uhr im Gästehaus Hooksiel. 

Im Zentrum der offenen Diskussion soll die Zukunft des seit Mitte Oktober geschlossenen Meerwasser-Hallenwellenbades in Hooksiel stehen. Die insolvente Wangerland Touristik GmbH sucht derzeit bekanntlich für das Bad samt des umliegenden Grundstücks einen Käufer. Im schlimmsten Fall, so die Befürchtung, könnte das Bad abgerissen werden. 

Aktueller Stand des Rettungsplanes für den Badestrand

Hooksiel (26. 10. 2025) – Am kommenden Dienstag, 28. Oktober, könne es spannend werden. Der Hooksieler Ratsherr Dieter Schäfermeier wird auf Einladung des Seebadevereins die aktuellen Pläne für die Sicherung des Hooksieler Badestrandes präsentieren.

Deckwerk soll Sand sichern

Schäfermeier, der im Auftrag der Gemeinde Wangerland eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe leitet, an der alle mit dem Projekt befassten Behörden beteiligt sind, ist Gast des Gäste- und Bürgersnak des Vereins, der um 18 Uhr im Gästehaus in Hooksiel beginnt. 

Seit Jahrzehnten verliert der Hooksieler Badestrand an Tiefe, weil Sand durch Strömung und Sturmfluten abgetragen wird. Im Kern sieht das Rettungsprogramm die Aufspülung von Sand aus der Jade vor, der aber durch ein sturmflutsicheres Deckwerk gesichert werden soll, das sich vom Strandhaus 1 um die anderen Strandhäuser herum an den Deich heran erstrecken könnte. Dabei soll der (barrierefreie) Zugang zum Wasser weiter möglich bleiben, 

Bürgersnak am Dienstag

Die Detailplanungen, mit denen das Land ins Planfeststellungsverfahren gehen will, sollten in den zurückliegenden Wochen erarbeitet werden. Das Projekt wurde unter anderem mit Natur- und Deichschutzbehörden, der Wasserstraßen- und Schifffahtsverwaltung des Bundes, der Nationalparkverwaltung und dem Land Niedersachsen abgestimmt. Der Gäste- und Bürgersnak ist öffentlich. Der Eintritt ist frei.

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„Roter Sand“ soll Touristen-Magnet für Hooksiel werden

Hooksiel (24. 9. 2025) – Der Leuchtturm „Roter Sand“ kann kommen. Jedenfalls wenn es nach Wolfgang Ademes und dem vierköpfigen Kompetenzteam geht, dem neben Ademes und Wolf Hegemann vom Seebadeverein Hooksiel auch Bürgermeister Mario Szlezak und Bauamtsleiter Torsten Meuer von der Gemeinde Wangerland angehören.

So stellen sich die Fachleute den Transport des Leuchtturmes „Roter Sand“ nach Hooksiel vor. Repro: hol

Die Gruppe hatte sich gebildet, nachdem die Gemeinde Wangerland sich vor anderthalb Jahren als möglicher Standort für den unter Denkmalschutz stehenden Leuchtturm ins Gespräch gebracht hatte. Das Seezeichen rottet in der Wesermündung vor sich hin. Sein Eigentümer, die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, will den „Roten Sand“ für die Nachwelt retten und sucht für das Bauwerk einen Standort an Land. Neben Hooksiel sind noch Wilhelmshaven, Fedderwardersiel und Bremerhaven im Rennen.

Kein Geld von der Gemeinde

„Wir sind die einzigen, die alle Anforderungen erfüllen können“, sagte Ademes am Donnerstagabend beim Bürger- und Gästesnak des Seebadevereins im Gästehaus Hooksiel. Ziel sei es, mit dem bekannten Bauwerk einen Magneten für Touristen ins Wangerland zu holen. Geld der Gemeinde werde dafür aber nicht fließen, versicherte Bürgermeister Szlezak.

Muss auch nicht, wie Ademes beteuerte. Der Leuchtturm gehöre heute und auch künftig dem Bund. Die als Standort ins Auge gefasste Fläche am Ende des oberen Parkplatzes am Außenhafen sei im Besitz des Landes Niedersachsen. Hier würde ein standsicheres Fundament gebaut werden, auf dem das 35 Meter hohe und 190 Tonnen schwere Bauwerk seinen Platz finden kann. Geplant seien zudem Nebengebäude – etwa für die Eingangskontrolle, eine kleine Gastronomie und vielleicht für ein maritimes Museum. Getragen werden soll der laufende Betrieb von einem Verein oder einer Stiftung.

Transport mit Schwimmkran

Und wie käme der Koloss nach Hooksiel? Aus logistischer Sicht kein Problem, sagte Ademes. Der Leuchtturm wird auf See oberhalb des Fundamentes abgetrennt, in ein stabiles Gestell eingerahmt und dann senkrecht an einem Haken von einem riesigen Schwimmkran bis zum Hooksieler Außenhafen transportiert. Von dort würde ein Schwerlasttransporter den Turm die 250 Meter bis zu seinem neuen Standort bringen. In kleinere Teile zerlegen könne man den Leuchtturm nicht, da er im 19. Jahrhundert aus einem Stahl gebaut wurde, den man nicht schweißen kann.

Ademes (Archiv-Foto) ist zuversichtlich, dass Hooksiel den Zuschlag von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz bekommt. „Wir haben alle Behörden auf unserer Seite, bis auf die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung“, sagte der 2. Vorsitzende des Seebadevereins. „Aber die überzeugen wir auch noch.“ Die WSV befürchtet, dass der Standort das ehemaligen Seezeichens direkt an der Jade die Schifffahrt irritieren könnte. 

Das Projekt „Roter Sand“ ist eines von fünf Themen, zu dem sich im Seebadeverein nach dem Auftakt-Workshop vor vier Wochen Arbeitsgruppen gebildet haben. Neben dem Leuchtturm beschäftigen sich Ehrenamtliche mit Fragen im Umfeld von Tourismus, Infrastruktur, Erscheinungsbild des Ortes Hooksiel und des Alten Hafens. Wie Schriftführer Thomas Leimkühler sagte, hätten sich für alle Kompetenzteams inzwischen „Lotsen“ gefunden, die die inhaltliche Arbeit ordnen und vorantreiben wollen. Weitere Mitstreiter sind willkommen.

Ergebnisse der Teamarbeit sollen dann jeweils beim Bürger- und Gästesnak vorgestellt werden, zu dem alle Interessierten jeden vierten Dienstag im Monat eingeladen sind. Der nächste Termin: Dienstag, 28. Oktober, 18 Uhr im Gästehaus. 

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