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Beiträge veröffentlicht in “Hooksiel”

Nahkämpfer will Abläufe im Rathaus effizienter machen

Hooksiel (30. 6. 2026) – Man sieht ihn zu Fuß, mit dem Fahrrad oder auch auf einem Motorroller. Mit dabei immer ein Paket Flyer mit Informationen. Bernd Abrahams, Bürgermeisterkandidat der Wählergruppe Pro Wangerland, ist im Wahlkampfmodus. Seine Paradedisziplin: der Nahkampf.

Bernd Abrahams (links) will im zweien Anlauf den Sprung auf den Bürgermeistersessel im Wangerland schaffen. Unterstützt wird er von Dieter Schäfermeier und der Wählergemeinschaft Pro Wangerland. Foto: hol

Seit einigen Tagen zieht der 57-Jährige im gesamten Wangerland Haustür zu Haustür. „Ich möchte möglichst viele Menschen persönlich kennen lernen“, sagt Abrahams, der vermutet, dass seine Mitbewerber ihm auf großen Bühnen oder in öffentlichen Redeschlachten überlegen sein könnten. Auch deshalb hofft er, dass er bei den Haustür-Besuchen die Wähler von sich überzeugen kann.

Abrahams besucht Bürger

Seine ersten Eindrücke seien positiv, sagte Abrahams im Gespräch mit „Hooksiel-Life“. Viele Bürgerinnen und Bürger würden ihn noch aus seinem ersten Anlauf aufs Bürgermeisteramt vor fünf Jahren kennen. 2021 hatte er als unabhängiger Kandidat mehr oder weniger aus dem Stand den Sprung in die Stichwahl geschafft, in der er dann dem heutigen Bürgermeister Mario Szlezak (SPD) knapp unterlag.

Allerdings: Die Vorkenntnisse der Bürger seien extrem unterschiedlich. „Die einen winken einem schon zu, wenn man kommt, und freuen sich auf ein Gespräch mit einem Kandidaten. Andere hingegen haben von der Kommunalwahl im September noch gar nichts gehört und kennen nicht mal den Namen des Bürgermeisters.“

Hauptthema: Das Thalasso-Desaster

Bei vielen von denen, die kommunalpolitisch interessiert sind, gebe es ein Hauptthema: Die Insolvenz der Wangerland Touristik GmbH (WTG). „Viele Menschen sind sauer und enttäuscht“, so der Eindruck von Abrahams, der einräumt, dass er sich ohne eigenen Zugang zu den vertraulichen Details der Affäre noch kein abschließendes Bild über Schuld und Verantwortung für den Ausverkauf bei der Tochtergesellschaft der Gemeinde habe machen können. „Ich bin nur froh, dass Pro Wangerland erst seit 2021 im Rat ist …“. Die Entscheidung für das finanziell völlig aus dem Ruder gelaufene Bauprojekt „Thalasso Meeres Spa“ war da bereits gefallen.

Für Abrahams seht fest: Schon die Strategie, die hinter dem Bau des Thalasso-Zentrums stand, nämlich das Werben um neue, wohlhabendere Zielgruppen, war ein Fehler. „Wir sollten uns bei unserer Tourismusförderung in ersten Linie auf die Menschen konzentrieren, die schon bislang zu unserem Stammpublikum gehören.“ Dafür wäre es ratsam, wenn die Gemeinde und eine auf Marketing und Veranstaltungs-Management reduzierte WTG („Mit Immobilienverwaltung sollte die lieber nichts mehr zu tun haben“) den engen Schulterschluss mit den touristischen Leistungsträgern wie Hoteliers, Vermietern und Gastronomen suchen. Ein gutes Beispiel für eine gelungene private Initiative war aus seiner Sicht die Strandparty „Wave & Sand“ am vergangenen Wochenende in Hooksiel.

Expertise im Bauingenieurwesen

Abrahams, gebürtiger Wangerländer, lebt seit der Rückkehr in die Gemeinde seit drei Jahren in Hooksiel. Der Vater von zwei erwachsenen Töchtern (24 und 27 Jahre alt) hat nach Schule, abgeschlossener landwirtschaftlicher Lehre und Bundeswehrzeit bei der Luftwaffe Bauingenieurwesen studiert. Seit 1996 habe er für verschiedene Ingenieurbüros, Baufirmen und Kommunen gearbeitet und habe dabei ausgewiesene Kenntnisse unter anderem im Bauvertrags- und Vergaberecht erworben. Heute ist er bei der niedersächsischen Hafengesellschaft NPorts beschäftigt.

Unter anderem durch seine Tätigkeit bei der Volkswagen AG habe er gelernt, Projekte sicher und im Rahmen des geplanten Budgets umzusetzen, so der Kandidat. „Das kann der Gemeinde zugute kommen. Immerhin habe wir ja noch den Bau einer Grundschule und von drei Feuerwehren vor der Brust.“

„Ein Bürgermeister muss zuhören können“

Verwaltungserfahrung habe er unter anderm durch seine siebenjährige Tätigkeit bei der Samtgemeinde Gellersen als Bauhofleiter und Hausmeister. Aber auch durch Erfahrungen aus der Stadt Lübeck und NPorts. Sein Eindruck mit Blick auf das Rathaus in Hohenkirchen: „Die Abläufe müssen effizienter werden.“ Möglicherweise könnten Entscheidungswege verkürzt, Organisationsformern verändert und die Software des interne Kommunikationssystems optimiert werden.

Ein Erfolgsrezept, das er von VW-Sanierer Jose Lopez gelernt habe: „Jeder Mitarbeiter sollte möglichst das machen, was er am liebsten macht – und dafür dann die nötigen Mittel bekommen.“ Wichtig für einen Verwaltungschef im Umgang mit den Mitarbeitern sei dabei eine Tugend, die Abrahams für sich selbst reklamiert: „Man muss zuhören können.“

Lebensqualität erhöhen

Inhaltlich ist das mit Pro Wangerland abgestimmte Wahlprogramm überschaubar. Den Tourismus maßvoll weiterentwickeln, vorhandene Fördermittel stärker nutzen, durch kleine Projekte wie etwa die Absenkung von Bordsteinen, die Sanierung von Gehwegen sowie mehr Mülleimer und zusätzliche Sitzgelegenheiten die Lebensqualität erhöhen. Neue Windparks jenseits dem Ersatz von Altanlage durch moderne Konverter (Repowering) lehnt man ab. Und: Vor der Ausweisung neuer Gewerbegebiete, sollte zunächst einmal der tatsächlich Bedarf geprüft werden.

Das gelte auch für Hooksiel. Abrahams und Pro Wangerland wollen die derzeit noch landwirtschaftlichen Flächen zwischen Bäderstraße und Altendeich bedarfsgerecht entwickeln – für Wohnzwecke, aber teilweise vielleicht auch für „stilles“ Gewerbe, sagte Pro-Wangerland-Vorsitzender Dieter Schäfermeier. Skeptisch sei man, ob sich die Markthallen-Pläne auf dem Areal des ehemaligen Feuerwehrgerätehauses am Alten Hafen wirtschaftlich umsetzen lassen. Der ursprünglich geplante Hotelbau sei aber wohl ebenso schwierig.

Suche nach Maßnahmen gegen Schießlärm

Persönlich kümmert sich Abrahams seit Wochen um das Thema „Schießlärm“, der von der Wurftaubenschießanlage aus Wilhelmshaven ins Wangerland schallt und viele Bürger nervt. Einfache Lösungen werde es aber auch hier nicht geben, räumt der Bürgermeister-Kandidat ein. Rechtlich sei die Anlage aus seiner Sicht nicht anfechtbar. Einschränkungen im Schießbetrieb wolle und könne der Betreiberverein nicht hinnehmen.

Leisere Munition gebe es zwar, die sei aber auch langsamer und für Sportschützen deshalb nicht akzeptabel. Ein Erdwall? „Der schützt den Bereich unmittelbar dahinter, aber nicht Hooksiel“, ist Abrahams überzeugt. Seine letzte Hoffnung: Schalldämmende Maßnahmen. Dazu müsste aus seiner Sicht ein Schlallschutzexperte gehört werden.

Was dabei herauskommt, dürften die Bürgerinnen und Bürger für den Fall, dass Abrahams im September zum neuen Bürgermeister gewählt wird, auf jeden Fall schnell erfahren. Sein Versprechen: Die Ratsarbeit wird transparent sein. „Alles was rechtlich möglich ist, soll auch öffentlich beraten werden.“ 

Großes Interesse am christlichen Segen im Meer

Hooksiel (29. 6. 2026) – Die christliche Gemeinschaft ist am Sonntag um 29 Personen angewachsen. Im Rahmen einer imposanten „Tauffeier am Meer“ tauften bei herrlichem Sommerwetter Pastorin Hanja Harke, Diakon Fredo Eilts, Pastorin Sophia Ihnen und Pastor Thorsten Harland vor dem Hooksieler Badestand 29 Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Gottesdienst als Event: Zahlreiche Menschen verfolgen am Sonntag am Hooskieler Badestrand die Taufe am Meer. Foto: hol

Dabei standen die Geistlichen knietief im Wasser der Jade. Umringt von den Täuflingen, deren Eltern und Paten, die die Verantwortung für die christliche Erziehung beteuerten. Die Täuflinge wurden mit Salzwasser gesegnet, die Angehörigen pusteten dazu Seifenblasen in den Himmel. Auf dem am Strand aufgebauten Altar wurden Taufkerzen entzündet.

Diakon Frede Eilts gehörte zu den Geistlichen, die die insgesamt 29 Täuflinge segneten. Foto: hol

Zu denen, die sich bei dem Taufakt der christlichen Gemeinschaft anschlossen, gehörten neben Menschen aus dem Wangerland und Jever auch einige Urlaubsgäste. Eingebunden war die Massentaufe der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden Wangerland und Jever in einen stilvollen Gottesdienst, der musikalisch von Chor „Free Voices“ und dem Bläserkreis der Kirchengemeinden begleitet wurde. Die organisatorische Leitung lag in den Händen von Jugenddiakonin Veronika Breuer. Für die Sicherheit sorgten Angehörige der DLRG-Ortsgruppe Wangerland.

Wangerland Touristik Thalassa
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A-Junioren beenden Tennis-Saison mit Unentschieden

Hooksiel (29. 6. 2026) – Die Tennis-A-Junioren des SC Wangerland haben in einer Hitzeschlacht in Leer einen Auswärtssieg nur knapp verpasst. Die Hooksieler Lorenz Kramer, Mateo Doyen, Nikolas Doyen und Lenonard Köster mussten sich beim Post-SV Leer mit einem 3:3 Unentschieden begnügen.

Dabei wäre mit etwas Glück mehr drin gewesen. Kramer (6:1/6:3) und Mateo Doyen (6:2/6:1) hatten ihr Team schnell in Führung gebracht. Und auch Niklas Doyen hatte seinen Gegner lange im Griff. Dann aber raubten ihm die Temperaturen von bis zu 30 Grad und vielleicht auch einige unsportliche Einmischungen aus dem Umfeld der Heimmannschaft ins Spielgeschehen die Nerven. Das Spiel kippte und ging 6:0/0:6/4:10 verloren.

Nachdem auch Leonard Köster sein Spiel mit 3:6/3:6 abgeben musste, kam es auf die Doppel an. Im ersten Doppel setzen sich Niklas und Mateo Doyen klar durch (3:6/3:6). Kramer und Köster aber mussten sich am Ende knapp im Match-Tiebreak geschlagen geben (6:4/4:6/6:10).

Die Saison der A-Junioren ist damit abgeschlossen. Mit nunmehr 5:5 Punkten belegt der SCW in der Regionsliga Platz 3.

Zum Abschied dem Stipendiaten über die Schulter schauen

Hooksiel (26. 6. 2026) – Jean-Noel Schramm, erster Stipendiat des Künstlerhauses in diesem Jahr, hat mit feinem Pinselstrich Aquarelle mit Motiven aus dem Ort gemalt sowie seine Beobachtungen von Menschen am Strand zeichnerisch festgehalten. Am Samstag, 4. Juli, lässt er sich ab 15 Uhr beim künstlerischen Gestalten über die Schulter schauen und erklärt seine Intentionen. 

Am Tag danach wird seine Ausstellung abgebaut. Das Künstlerhaus bleibt dann für eine Woche geschlossen. In dieser Zeit bereitet sich die nächste Stipendiatin, Agnes Lörincz aus Berlin, auf ihre Vernissage am Sonntag, 12. Juli, um 11.15 Uhr vor.

Lörincz fasziniert durch ihre Malerei (Foto), in der sie gesellschaftliche Themen, überwiegend aus dem Bereichen Mode, Werbung und Nachrichten, in „Muster und Mimesis“ umsetzt. Das Prinzip der Täuschung durchzieht ihr Werk auf mehreren Ebenen: Erst bei näherem Hinsehen entpuppen sich ihre Bilder als Collagen. Während ihres Residenzstipendiums wird sie bis zum 16. August im Wangerland auf Motivsuche gehen und diese künstlerisch verarbeiten. 

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Land unter nach Starkregen: Gräben können Wassermassen nicht aufnehmen

Hooksiel (28. 6. 2026) – Blitz und Donner, Sturmböen, Hagelschauer mit bis zu zwei Zentimeter großen Körnern, dazu über Stunden Starkregen. In der Nacht zum Sonntag konnte man in Hooksiel und in weiten Teilen des Wangerlandes Angst bekommen. Das von Meteorologen nach der extremen Hitze über den gesamten Tag angekündigte Unwetter zog sich von 24 Uhr bis in die Morgenstunden hin.

Seit 5 Uhr waren die Freiwilligen der Feuerwehr Hooksiel im Dauereinsatz. Vornehmlich mussten die Helfer Wasser von Grundstücken sowie aus Gräben und Kellerwohnungen abpumpen. Foto: Ulfers

Die Folgen: Viele Dinge, die nicht sicher verstaut waren, flogen durch die Gegend. Der Sturm knickte Äste ab. An der Jaderennbahn schlug ein Blitz in einen mächtigen Baum. Die Hagelkörner zerschlugen Vordächer und Garten-Ausstattungen und sollen auch an einigen Wagen Spuren hinterlassen haben. Auf Straßen, Wegen und befestigten Grundstücksteilen stand mehrere Zentimeter hoch das Wasser und drang in eine ganze Reihe von Kellern und Kellerwohnungen ein. Menschen aber kamen offenbar nicht zu Schaden.

Etliche Grundstücke überflutet

Der Starkregen zeigte zum wiederholten Mal die Schwächen des Entwässerungsystems in Hooksiel auf. Vor allem der zum Teil verrohrte Gräben entlang der Viethstraße war nicht in der Lage, die Unmengen an Wasser aufzunehmen oder abzuführen. In der Folge wurde etliche Grundstücke überflutet.

Die Freiwillige Feuerwehr Hooksiel war seit 5 Uhr mit 14 Frauen und Männern im Dauereinsatz. Später alarmierte Ortsbrandmeister Jörg Nöchel noch in Nachbarwehr aus Waddewarden, die in gleicher Stärke ausrückte, um Straßen und Wege in Hooksiel und Umland zu sichern. Hier mussten Äste von den Fahrbahnen geräumt, dort welche abgesägt werden, die auf die Straße zu fallen drohten.

Blitz in Baum eingeschlagen

Die Hooksieler Wehr pumpte unterdessen vornehmlich Wasser aus dem Grabensystem, aus Kellern und von den Grundstücken ab, die zum Teil knietief überflutet waren. Zur Verstärkung rückte am Morgen das Technische Hilfswerk (THW) aus Varel an und pumpte mit leistungsstarken Aggregaten im Bereich Viethstraße Wasser aus den Gräben ins Hooksmeer.

Viethstraße und Altendeich waren für den allgemeinen Verkehr während der Einsätze weitgehend gesperrt. Auch die Straße An der Jaderennbahn war nicht mehr passierbar. Hier musste ein vom Blitz geradezu gespaltener Baum zerlegt und beseitigt werden. Zudem lagen etliche weitere Äste auf der Fahrbahn.

Ärgerlich. Die Wassermassen drückten zum Teil durch die Außenwände in die Keller und Kellerwohnungen. Foto: Feuerwehr

Feuerwehrchef kritisiert Entwässerung

Die Einsatzbilanz von Jörg Nöchel fiel gegen Mittag zweigeteilt aus. Der Ortsbrandmeister zeigte sich sehr zufrieden mit der Arbeit seiner Leute. Es könne aber nicht angehen, dass die Gräben trotz einer Reihe von vergleichbaren Vorfällen in den zurückliegenden Jahren immer noch nicht sauber und zum Teil völlig unzureichend verrohrt seien. Sein Appell an die Gemeinde Wangerland und den Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband (OOWV), der die Entwässerung von der Gemeinde übernommen hat: „Hier muss endlich mal etwas geschehen, damit sich die Lage dauerhaft verbessert.“

Ulfers sieht OOWV in der Pflicht

In die gleiche Kerbe schlägt der Hooksieler Ratsherr Holger Ulfers, selbst Anwohner und Betroffener der Überschwemmungen an der Viethstraße. Der SPD-Politiker sieht neben den Anwohnern, die auch selbst ein Auge auf ihren Graben haben sollten, vor allem den OOWV in der Pflicht. Der Verband habe die Oberflächenentwässerung „vollumfänglich“ von der Gemeinde übernommen. Dazu gehöre dann auch im gewissen Umfang die Pflege der Gräben.

„Es wird viel geredet. Aber es passiert nichts“, beklagt Ulfers mit Blick auf den vom OOWV für dieses Jahr angekündigten Entwässerungsplan. In dem Plan soll für acht Orte im Wangerland die Entwässerungssituation erfasst werden – unabhängig davon, ob der OOWV, die Gemeinde, Verbände oder die Anwohner in der Unterhaltungspflicht für Anlagen oder Gräben sind.

Unhaltbarer Zustand

Eine umfassende Entwässerungsplanung sei für Hooksiel auch für die geplante Erschließung der Freiflächen zwischen der Bäderstraße und dem Altendeich unverzichtbar. Bevor hier zum Beispiel ein Wohngebiet ausgewiesen werden kann, müsse geklärt sein, wohin das Oberflächenwasser fließen kann und soll, so Ulfers. 

Aus Sicht des Kommunalpolitikers ist es ein unhaltbarer Zustand, dass seit rund 14 Jahren bei Starkregen jedes Mal die Feuerwehr ausrücken muss. Die Belastung der Feuerwehrleute sei dabei ein Aspekt. Ein anderer: Die teuren Pumpen der Wehr seien eigentlich gar nicht dafür ausgelegt, schmutziges Grabenwasser zu befördern.

Anmerkung: Dieser Artikel wurde im Laufe des Tages aktualisiert.

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Jugend-Initiative sucht Sponsoren für Basketballkorb

Hooksiel (27. 6. 2026) – Der Hooksieler Skaterplatz direkt neben Fußballplatz und Trabrennbahn könnte nach den Vorstellung von Julian Dreßel ein idealer Treffpunkt für junge Leute aus dem Ort sein. Ein Reihe von Hindernissen laden zu Kunststücken mit dem Skateboard oder dem Mountainbike ein. Ein halbseitig offene Container bietet Schutz von Regen und Sonne.

Meyra Schrievers und Julian Dreßel von der Initiative „Weil wie Hooksieler sind“ freuen sich über die neue Tischtennnisplatte auf dem Hooksieler Skaterplatz. Foto: hol

Durch ein Spende wurde das Angebot jetzt um eine weitere Attraktion bereichert. Die Wiki hat der Jugend-Initiative „Weil wir Hooksieler sind“ (WWHS) eine massive Tischtennisplatte aus Beton überlassen, für die es am WiKi-Wohnheim an der Bäderstraße keine Verwendung mehr gab. „Der Bauhof der Gemeinde hat die Platte zum Skaterplatz gebracht und dort installiert“, schildert Dreßel, der zu den WWHS-Sprechern zählt. „Im Rahmen eine kleinen Feier wurde die Platte eingeweiht. Da war richtig etwas los hier.“

Komplett ausgestattet ist der Skaterplatz nach den Vorstellungen der WWHS damit aber noch nicht. Seit etlichen Monaten ist (wieder einmal) der Basketball-Korb auf dem Platz abgebrochen. Offenbar hängen sich Spieler an den zu niedrig hängenden Korb, der das Gewicht dann nicht aushält.

Die Lösung aus Sicht der WWHS: „Der Korb muss ein gutes Stück höher hängen.“ Dafür bedarf es aber nicht nur eines neuen Korbes, sondern auch einen neuen Trägergestells. Die geschätzten Gesamtkosten: 2500 Euro.

Der Skaterplatz neben dem Fußballplatz bietet für Kinder und Jugendliche eine Reihe von Möglichkeiten. Fotos: WWHS

„Wir suchen jetzt nach Sponsoren für den neuen Basketballkorb“, so Dreßel. Wer das Projekt unterstützen möchte, kann sich per Email unter weilwirhooksielersind@gmail.com melden. Gemeinde und  Bauhof hätten bereits zugesagt, dass sie den neuen Korb montieren würden. Der alte könnte dann eventuell noch bei der Grundschule oder am Kindergarten Verwendung finden.

Zu den weiteren Plänen der Initiative, die sich unter dem Dach der Dorfgemeinschaft immer wieder in Hooksieler Projekte einbringt, gehören eine Graffiti-Wand für Spayer auf dem Skaterplatz und – mit Blick auf die Kommunalwahl im Herbst – eine Podiumsdiskussion mit Politikern ausschließlich für Leute unter 30 Jahre. Bei der Kommunalwahl sind Jugendliche ab 16 Jahren stimmberechtigt.

„Wasser marsch!“ – Schulhof verwandelt sich in Planschbecken

Hooksiel (26. 6. 2026) – Wer freut sich bei 28 Grad im Schatten nicht über eine kleine Abkühlung? Damit, dass aus der kleinen Abkühlung eine richtig große Wasserparty werden würde, dürften die allermeisten Schülerinnen und Schüler der Grundschule Hooksiel nicht gerechnet haben.

Die freiwillige Feuerwehren Hooksiel und Waddewarden sorgten heute auf dem Schulhof der Grundschule für Erfrischung. Foto. hol

Heute nach der großen Pause um 11 Uhr rückten die Freiwilligen Feuerwehren Hooksiel und Waddewarden mit zwei großen Tanklöschfahrzeugen an. Dann hieß es „Wasser marsch!“ – obwohl nirgends ein Feuer zu sehen war.

Feuerwehren im Großeinsatz

In kürzester Zeit verwandelte sich der Schulhof in eine Wasserlandschaft. Die Kinder sprangen herum, versuchten den Wasserstrahlen und -fontänen auszuweichen oder ließen sich nassspritzen. Je nach Lust und Laune. Vorsorglich hatten die Lehrer allen Kindern geraten, heute ein Handtuch und eine zweite Kluft Kleidung mitzubringen. Allerdings war im Vorfeld nur von Wasserspritzern aus Spielzeugpistolen und von Rutschpartien auf glitschigen Plastikbahnen die Rede.

Riesigen Spaß hatten die Kinder auch auf der Wasserrutsche auf dem Sportplatz der Grundschule. Foto: Giersdorf

Dass daraus dann die mächtigen Strahlen aus den Druckschläuchen der Feuerwehr wurden, konnte zu dem Zeitpunkt noch niemand ahnen. Dabei schonten die Frauen und Männer der Feuerwehren bei ihre besondern „Löschübung“ auch die Lehrerinnen und Lehrer sowie ihre eigenen Kameraden nicht. Eine in dieser Form bislang einmalige Aktion an der Grundschule Hooksiel. „Ich bin sei 26 Jahren Lehrerin an dieser Schule. So eine Party hatten wir noch nie“, so die ebenfalls pudelnasse Lehrerin Myriam Giersdorf

Pech hatten nur jene Kinder, die heute nicht zur Schule gekommen werden. Angesichts der hohen Temperaturen hatte die Schulleitung den Eltern freigestellt, ihre Kinder zur Schule zu schicken oder nicht. 

Ein schöne Einsatz für die Feuerwehren – und die Grundschulkinder hatten ihren Spaß daran. Foto: hol
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„Hooksiel sicher“: Straßenbelag regelt keine Vorfahrt

Hooksiel (25. 6. 2026) – Autofahrer sind gut beraten, sich nicht von ihren Gefühlen leiten zu lassen. Manchmal nämlich täuschen einen die Sinne. In der Folge kann es zu brenzlichen Situationen im Straßenverkehr kommen.

Der Straßenbelag täuscht. Linksabbieger aus der Viethstraße in die Nee Start haben keine Vorfahrt. Foto: hol

Ein Beispiel dafür: Der Einmündungsbereich Viethstraße/Nee Straat in der Nähe des Alten Hafens. Die Nee Straat wurde einst als Innerorts-Umgehung für die Fußgängerzone Lange Straße gebaut. Der Hauptstrom des innerörtlichen Verkehrs bewegt sich seither vom Sengwarder Anteil kommend um den Alten Hafen herum, ein kurzes Stück über die Viethstraße und von dort nach links über die Nee Straat in Richtung Friesenstraße.

Linksabbieger müssen warten

Gut erkennbar ist dieser Straßenverlauf durch seine einheitlich asphaltierte Oberfläche. Die Verlängerung der Viethstraße entlang des Deiches in Richtung Soltwarf und Marina ist geklinkert. Der Eindruck aber, dass der asphaltierte Straßenverlauf wohl auch vorfahrtberechtigt sein müsste, trügt. An der Einmündung Viethstraße/Nee Straße gilt zur Überraschung vieler Verkehrsteilnehmer die „Rechts vor Links“-Regel.

Wer also etwa von der Marina kommend die Viethstraße geradeaus in Richtung Alter Hafen befährt, muss die Vorfahrt der von rechts aus der Nee Straat kommenden Autos und Radfahrer achten – hat aber Vorfahrt vor dem entgegen kommenden Verkehr, der nach links in die Nee Straat abbiegen möchte. Umgekehrt: Wer vom Alten Hafen kommt und nach links in die Nee Straße abbiegen möchte, muss blinken (!) und den aus der Viethstraße entgegen kommenden Verkehr passieren lassen.

Keine „Abknickende Vorfahrt“

Auch wenn sich gerade in Zeiten der Hochsaison sehr viele Verkehrsteilnehmer die Vorfahrtsregel in diesem Bereich sehr häufig missachtet wird, kommt es nur äußerst selten zu Problemen oder gar Unfällen. Zum einen glauben die aus der Viehtstraße kommenden Autofahrer und Radler wohl selbst nicht so recht daran, dass sie Vorfahrt haben könnten – und verhalten sich entsprechend vorsichtig. Zum anderen liegt der gesamte Bereich in einer Tempo-30-Zone.

Das ist übrigens auch der Grund dafür, dass die Gemeinde nicht einfach ein Schild „Abknickende Vorfahrt“ aufstellen darf, durch das dann tatsächlich der Hauptverkehrsstrom vorfahrtsberechtigt wäre. Eine solche Beschilderung ist in Tempo-30-Zonen grundsätzlich nicht zulässig. 

Anmerkung: Liebe Leserinnen und Leser, wer die bereits erschienen Artikel im Rahmen der Serie „Hooksiel sicher“ lesen möchte, sollte im Suchfeld (oben links auf der Startseite) einfach „Hooksiel sicher“ eingeben. Anregungen, Hinweise oder Fragen zu Verkehrsregelungen in Hooksiel haben, melden Sie sich bitte per Email unter infos@hooksiel-life.de – Stichwort: „Hooksiel sicher“.

Volltreffer von Werner Poppen für die Grundschule Hooksiel

Hooksiel (24. 6. 2026) – Auch wenn Deutschland noch nicht Weltmeister ist: Die Fußball begeisterten Schülerinnen und Schüler der Grundschule Hooksiel haben trotzdem schon Grund, sich zu freuen. Warum? Der Hooksieler Werner Poppen hat einen Volltreffer gelandet.

Freuten sich mit den Kindern der Grundschule Hooksiel über die WM-Trikots: (von links) Spender Werner Poppen, Markus Gellert, der kommissarische Schulleiter Marvin Alker und Bürgermeister Mario Szlezak. Foto: hol

Poppen hat einen Gewinnspiel der Edeka-Supermarktkette teilgenommen. Dabei wurden bundesweit Tausende Edeka-WM-Trikots verlost. Darunter auch komplette Trikotsätze für Vereine oder Schulen. Poppen hatte Glück. Im Beisein von Bürgermeister Mario Szlezak und dem im Rathaus für Schulen zuständigen Abteilungsleiter Markus Gellert übergab er jetzt zusammen mit seiner Frau Catrin 28 Trikots an den kommissarischen Schulleier Marvin Alker. Der Bürgermeister bedankte sich ausdrücklich bei dem Spender, dass er bei der Aktion an die Kinder der Grundschule gedacht habe.

Über eine WM-Shirts freuen dürfen sich alle Kinder der zweiten Klasse, die auch Poppens Sohn Phillipp besucht. Zudem wurden damit die Siegerinnen und Sieger der verschiedenen Jahrgänge der Bundesjugendspiele ausgestattet, die die Schule in dieser Wochen ausgerichtet hat. Dabei durften sich 120 Kinder bei herrlichem Wetter im Sprint, Hochsprung, Dauerlauf und Weitwurf sowie einer Vielzahl weiterer spielerischer Angebote ausprobieren. Ein Sportfest mit Spaß für alle. 

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Wasser sparen und Mülltonnen rechtzeitig an die Straße stellen

Hooksiel (24. 6. 2026) – Aufgrund der erwarteten hohen  Temperaturen und der damit verbundenen Hitzebelastung beginnt die Abfallabfuhr im Landkreis Friesland am Donnerstag und Freitag, 25./26. Juni, bereits ab 5 Uhr morgens. Die Abfallbehörde bittet die Bürger, ihre Abfallbehälter rechtzeitig bereitzustellen – idealerweise bereits am Vorabend. 

Insbesondere bei Hitze ist es besser, Pflanzen gezielt zu wässern und dafür die Abendstunden zu wählen. Foto: Michael Bahlow 

Mit der Vorverlegung der Abfuhrzeit sollen die Mitarbeiter der Abfallentsorgung vor hohen Temperaturen geschützt werden. Während die Fahrer von Seitenladern in klimatisierten Fahrzeugen arbeiten, sind die Besatzungen von Heckladern über weite Strecken im Freien tätig. 

Direkte Sonneneinstrahlung meiden

Der Landkreis Friesland bittet zudem alle Bürgerinnen und Bürger, während der Hitzewelle auf sich und andere zu achten, insbesondere ausreichend zu trinken und direkte Sonneneinstrahlung meiden. Insbesondere  ältere Menschen, Kinder sowie gesundheitlich beeinträchtigte Personen können durch die Hitze gesundheitlich belastet werden.

Der Oldenburgisch‑Ostfriesische Wasserverbands(OOWV) versichert unterdessen, dass der während der Hitzeperiode erfahrungsgemäß höhere Wasserbedarf gedeckt werden kann. „Viele Menschen duschen häufiger, bewässern ihre Gärten oder nutzen Wasser intensiver im Haushalt“, weiß man beim Verband, der darum bittet, besonders in den kommenden Tagen bewusst mit Wasser umzugehen, um die Infrastruktur zu entlasten und Ressourcen zu schonen.

Rasensprenger abschalten

„Wir haben genug Wasser für alle, wenn jeder sorgsam damit umgeht“, stellt Olaf Sonnenschein klar. Er ist Leiter der Betriebssteuerung des OOWV. „Engpässe lassen sich vermeiden, wenn vor allem auf die Bewässerung des Rasens mit Trinkwasser verzichtet wird.“ Hilfreich sei es auch, den Wasserverbrauch zu den Spitzenzeiten in den Morgen- und Abendstunden zu reduzieren und das Duschen oder Wäschewaschen beispielsweise auf einen späteren Zeitpunkt zu verlegen.

Trinkflaschen auffüllen

Das Regionalportal „einfach‑heimat.de“ des OOWV mit der Initiative „Trinkwasser mobil“ bieten übrigens eine Möglichkeit, Menschen kostenlos mit Leitungswasser zu versorgen. Über 300 Geschäfte, Gastronomiebetriebe und öffentliche Einrichtungen im Verbandsgebiet würden bereits als Trinkwasserstationen zur Verfügung stehen. „Dort können Menschen ihre Trinkflaschen kostenfrei auffüllen – ein praktischer Service an heißen Tagen und ein Beitrag zur Vermeidung von Einwegplastik.“

Teilnehmende Betriebe sind an einem Aufkleber erkennbar und auf einer digitalen Karte verzeichnet. Weitere Informationen für potenzielle Teilnehmer dazu gibt es unter der E-Mail-Adresse service@einfach-heimat.de.