Grundschüler machen Zirkus: Am Freitag und Samstag Vorstellungen

Hooksiel/Wangerland (28. 5. 2028) – Die rund 300 Grundschüler im Wangerland schnuppern Zirkusluft. Und das nicht etwa als Zuschauer, sondern als Artisten: als Clowns, Akrobaten, Fakiere, Jongleure oder Seiltänzer. Die Vorführungen im Rahmen des circensichen Gemeinschaftsprojektes finden am kommenden Freitag und Samstag statt. Manege frei – auch Kinder können die Welt verzaubern.

Das Projekt der Grundschulen Hooksiel, Tettens und Hohenkirchen ist ein logistisches Großvorhaben. Bereits am vergangenen Sonntag hat ein Helferteam bestehend aus Mitstreitern der freiwilligen Feuerwehren der drei Orte, Lehrkräften und vielen Eltern am Schulzentrum in Hohenkirchen ein großes blau-rotes Zirkuszelt aufgebaut. Üblicherweise die Spielstätte des Circus Zapp Zarap.

Zelt für Zirkusprojekt
Die Spannung steigt. Am Freitag heißt es für die Grundschüler aus dem Wangerland erstmals „Manege frei“. Dann wird das Zirkuszelt, das in Hohenkirchen aufgebaut wurde, fürs Publikum geöffnet. Foto: Donker

Nachdem Lehrerinnen und Lehrer und sonstige Schulmitarbeiter bereits vor einigen Tagen eine ganztägige Zirkus-Fortbildung hatten, hat für die Kinder das Artisten-Leben an diesem Montag begonnen. Eine Woche lang werden die Kinder in schulübergreifenden Gruppen ausgebildet, von denen sich die Kinder eine aussuchen durften. Ihre Ausbilder sind die Lehrer sowie die „echten“ Zirkusartisten.

Gespannt sein darf man beispielsweise auf die Trapeznummer, Bodenakrobatik, die Fakir- und die Feuershow, Seiltanz, BMX-Akts und natürlich zirkustypische Einlagen wie Zaubern, Clowns und Jonglage. Am Freitag, 31. Mai, um 15 Uhr sowie um 17.30 Uhr und am Samstag, 1. Juni, um 10 Uhr beziehungsweise 12.30 Uhr finden jeweils die Vorführungen mit den neuen Zirkusstars statt.

Wer Lust hat und die Kindershow sehen möchte, der kann im Laufe der Woche vormittags Karten im Sekretariat der Grundschule Hohenkirchen für 8 Euro erwerben oder bezieht die Karten über die Lehrkräfte, die in den drei Grundschulen unterrichten. Weiterhin wird eine „Tageskasse“ für Kurzentschlossene angeboten. Die Einnahmen aus dem Verkauf von Eintrittskarten und von Popcorn sind besonders wichtig. Sie bilden nämlich die Grundlage für die Finanzierung des Projektes, die von den Schulen selbst gestemmt wird.

Woher kommt das Strandgut?

Fundstück am Strand
Könnte es sich hierbei um die Reste eines Plattbootes handeln? Foto: Grimm

Hooksiel (27. 5. 2024) – Am Hooksieler Naturstrand zwischen dem Campingplatz und Hochzeits-Pavillons ist ein kurioses Stück Strandgut angespült. Der Finder, Wolfgang Grimm aus Hagen, geht davon aus, dass es sich bei dem zwei Meter langen und einen guten Meter breiten Holzteil um die Überreste eines angeschwemmten Plattbootschiffes handeln könnte.

Grimm ist Wahl-Hooksieler. Zumindest während der Saison ist der Dauercamper fast jedes Wochenende auf dem Campingplatz an der Jade zu Hause. Auf das originelle Fundstück stieß Grimm bereits über Pfingsten bei einem Strandspaziergang.

Recherchen zur Herkunft des Holzteils blieben bislang ohne Ergebnis. Sollte eine Leserin oder ein Leser dieser Zeilen etwas über ein gesunkenes Plattboot wissen oder eine andere Theorie zur Herkunft des Fundstückes habe, möge sich per Mail unter infos@hooksiel-life.de melden.

Mit 141 km/h bei Tempo 70 geblitzt

Hooksiel (27. 5. 2024) – 20 Verkehrsteilnehmer mit überhöhter Geschwindigkeit ermittelten am Sonntag führten Beamte des Polizeikommissariats Jever bei einer Kontrolle zwischen Waddewarden und Hooksiel fest. Die Beamten nahmen die Kontrollen von 14.30 bis 17 Uhr vor. 

Den traurigen Tageshöchstwert erreichte ein Motorradfahrer aus Wilhelmshaven. Er wurde bei einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h mit einer tatsächlichen Geschwindigkeit von 141 km/h gemessen. „Ihn erwartet nun ein empfindliches Bußgeld von mindestens 600 Euro und ein zweimonatiges Fahrverbot“, so die Polizei.

B-Junioren auf Meisterschafts-Kurs

Tennis FCN Hooksiel gegen MTV Jever
Punktspiel in freundschaftlicher Atmosphäre: Die Ü-50-Mannschaften des FCN Hooksiel und des MTV Jever. Foto: Ortmanns

Hooksiel (26. 5. 2024) – Die Tennis-B-Junioren des FC Nordsee Hooksiel steuern auf den Staffelsieg in der Regionsklasse zu. Nach vier Spielen steht die von Andre Abels trainierte Mannschaft mit 8:0-Punkten souverän an der Spitze. 

Am Samstag holten Niklas Doyen und Tom Fiebig einen glatten 3:0-Sieg bei der zweiten Mannschaft des Wilhelmshavener THC. Den Einzelsiegen (Doyen: 6:0, 6:0; Fiebig: 6:3, 6:2) folgte ein ebenso klarer Erfolg im Doppel (6:1, 6:0). Die Entscheidung über die Meisterschaft fällt im Abschlusspiel der Spielzeit am 8. Juni beim TC GW Berum, der derzeit mit 4:2 Punkten auf Rang zwei liegt. 

Etwas glücklich sicherten sich die Damen des FCN beim 3:3 Unentschieden einen Punkt gegen den Wilhelmshavener THC. Ausschlaggebend war die Nervenstärke der Hooksieler, die zwei Spiele im Matchtiebreak für sich entscheiden konnten. Kiara (1:6, 2:6) und Michelle Krause (0:6, 2:6) blieben an den Positionen 1 und 2 chancenlos. An Position 3 gewann Marina Doyen 7:6, 6:0. An 4 setze sich Alina Fiebig in einem hochspannenden Spiel nach einem abgewehrten Matchball mit 6:3, 4:6, 12:10 durch. Ähnlich eng das erste Doppel, das Doyen/Kiara Krause mit 4:6, 6:3, 10:6 für sich entscheiden konnte. Im zweiten Doppel unterlagen Fiebig/Dilber Kocas mit 2:6, 2:6. Die Damen liegen mit 3:1 Punkten nach zwei Spieltagen auf Rang 2 der Tabelle.

Seine zweite deutliche Niederlage kassierten unterdessen die Herren-Ü-50 des FCN. Im Heimspiel gegen den MTV Jever (0:6) blieb das Team um Mannschaftsführer Mirko Ortmanns chancenlos. Ein Grund: Der FCN musste ohne seine drei besten Spieler antreten, die beruflich verhindert bzw. verletzt waren. So zog Thorsten Csikos an 1 gegen Eric Menkens mit 1:6, 2:6 den Kürzeren. Mirko Ortmanns unterlag Andreas Struß (2:6, 3:6), Gerd Abeldt gegen Matthias Faulenbach (2:6, 1:6) und Alex Scholz gegen Rüdiger Piltz (0:6, 1:6). 

Offen gestalteten sich lediglich die beiden abschließnen Doppel, in denen die Hooskieler gut mithalten konnten. Dennoch unterlagen Csikos/Abeldt gegen Robert Lebin/Faulenbach mit 3:6, 4:6 und Ortmanns/Torsten Riedel gegen Struß/Christian Tiefenbach mit 2:6/5:7.

Dieser Artikel wurde am Montag aktualisiert.

Jubel über den ersten Saisonsieg

E-Jugend JSG Wangerland
Trainer Bernhard Köster ist zufrieden. Die Kicker der EII-Jugend stehen nicht mehr am Ende der Tabelle.

Hooksiel (26. 5. 2024) – Die EII-Jugend der Jugendspielgemeinschaft (JSG) Wangerland hat die „rote Laterne“ in der Tabelle mit nunmer vier Pluspunken abgegeben. Mit einem verdienten 3:1-Sieg gegen Frisia IV Wilhelmshaven haben die Jungen am Samstag im Heimspiel in Hooksiel ihren ersten Saisionsieg eingefahren.

Dabei waren die Vorzeichen alles anders als rosig. Nach kurzfristigen Absagen standen Trainer Bernhard Köster nur sieben Spieler zur Verfügung, die dann mehr oder weniger die komplette Spielzeit durchspielen mussten.

Nach ruhiger Startphase erarbeiten sich die Wangerländer ein Übergewicht. Das Ergebnis: 5:0-Ecken, aber zunächst kein Tor. Das fällt dann in der 18. Minute. Leon schlägt eine Ecke auf den zweiten Pfosten, Benny steigt hoch und der Ball senkt sich hinter dem Torwart ins lange Eck. 24. Minute: Gewurschtel im Strafraum, Noah steckt auf Benny durch, Haken links, quer auf Leon, strammer Schuss aus acht Metern, 2:0.

In der zweiten Halbzeit wird Frisia stärker. Abr Moritz und Mats halten die Außenbahnen. Thede, jetzt für Elian im Tor, entschärft einen gefährlichen Schuss. Elian schlägt vorn seine Haken und Benny, der hat einen Sahnetag erwischt. Mit einem Distanzschuss markiert er das 3:0. 

Die Entscheidung? Noch nicht ganz, Fünf Minuten vor Schluss verkürzt Frisia auf 1:3. Aber die JSG-Spieler machen konzentriert weiter und bringen den ersten Sieg sicher nach Hause. Der Trainer zeigt sich zufrieden: „Wenn man überlegt, dass bisher jedes Spiel von uns, auch gegen den Tabellenführer, knapp ausgegangen ist, gibt der Tabellenstand nicht die wahre Stärke der Mannschaft wieder.“

Weitere Ergebnisse von JSG Mannschaften: E-Jugend: JSG Wangerland I – FSV Jever 4:4; D-Jugend: JSG Wangerland – STV Wilhelmshaven II 5:0; C-Jugend: JSG Wangerland – TuS Sillenstede 3:2.

Bauzaum am Hooksmeer keine Absage an Ausbau des Rundwegs

Hooksiel (24. 5. 2024) – Ein gut nutzbarer Rundweg rund um das Hooksmeer herum. Das wäre eine echte Bereicherung für das Freizeitangebot in dem Sielort. Ein Konzept für die touristische Aufwertung des künstlich geschaffenen Gewässers hatte vor einigen Monaten („Hooksmeer 2.0“) ein Arbeitskreis um den Hooksieler Tobias Geisen vorgestellt. Es gehört zu den Projekten, die möglicherweise durch Fördermittel des Bundes aus dem Kohlestrukturfonds unterstützt werden könnten.

Bauzaun am Hooksmeer
Der Zugang zum Wanderweg durchs „Hooksieler Wäldchen“ ist komplett abgeriegelt. Der Grund: Die Dammstelle über den Rhynschloot muss saniert werden. Foto: hol

Eine Entscheidung über einen entsprechenden Antrag steht noch aus. Entsprechend groß war die Überraschung, als der Grundeigentümer, die landeseigene Hafengesellschaft NPorts, den Zugang zum „Hooksieler Wäldchen“ auf der Südseite des Hooksmeeres unweit der Schleuse abriegelte.

Schnell schossen Spekulationen ins Kraut. Der Wanderweg durch das Wäldchen ist auch den Winterstürmen noch nicht sicher, vermuteten die einen. Die anderen sprachen von einem neuen Sicherheitskonzept für das angrenzende Wilhelmshavener Industriegebiet mit den dort verlaufenen LNG-Pipelines. Dafür sprach, dass das Wäldchen zu Zeiten, zu denen noch eine Chlorgasleitung zum Voslapper Groden führte, eine potenziell austretende Chlorgaswolke daran hindern sollte, bis nach Hooksiel zu wabern. 

So plausibel, so falsch. „Der Zugang zum Wald wurde abgeriegelt, weil die Dammstelle – eine mit Erde aufgefüllte Überführung – über den Rhynschloot Undichtigkeiten in der Stützmauer oder den Rahmendurchlass aufweist“, hat NPorts jetzt mitgeteilt. Dadurch seien Aus- und Unterspülungen neben und unter der Straße entstanden. Aus Gründen der Verkehrssicherheit sei deshalb die Sperrung mit Absprache der Landesfortverwaltung vorgenommen worden

Ursprünglich sei man von einer kürzeren Sperr-Zeit ausgegangen, heißt es von NPorts. Dann habe sich die Baumaßnahme aber doch verzögert. Das Versprechen der Hafen-Gesellschaft: „NPorts arbeitet an einer Lösungsmaßnahme, damit Spaziergängerinnen und Spaziergänger das Gebiet wieder sicher betreten können.“

Festzuhalten ist also: Der Bauzaun im Wald ist kein Signal, dass eines der Kernelemente von „Hooksmeer 2.0“ schon gescheitert ist, bevor überhaupt politisch über das Projekt entschieden wurde.

Reiten macht Kindern Spaß und kann ihnen manchmal auch helfen

Thea Riemann-Wolf
Eddie hat Thea Riemann-Wolf besonders lieb. Das Friesen-Pony ist ausgesprochen gutmütig, notfalls aber auch stark genug, die Pony-Herde auf der Koppel an der Jaderennbahn zu verteidigen. Foto: hol

Hooksiel (23. 5. 2024) – Der Umgang mit Pferden tut Kindern gut. Sehr gut. Davon ist Thea Riemann-Wolf überzeugt. Die Pony-Mama aus Wittmund-Leerhafe hat schon etliche Mal miterlebt, wie ihre Vierbeiner kleine und große Menschen verändern können, sei es durch das Putzen der Tiere oder durch einen kleinen Ausritt.

Thea Riemann-Wolf betreibt seit vier Jahren „Theas Pony-Verleih“ in Hooksiel, den Reitplatz an der Ecke Bäderstraße/Straße an der Rennbahn, den es schon seit rund 25 Jahren gibt. Unterstützt wird sie im wesentlichen von ihrer Tochter Alicia und ihrem Sohn Julien sowie von Eddie, Sonny, Hummel, Zita, Tobes, Hoeskes und, und, und. Angeführt wird die Herde von Mona, die schon seit gut 20 Jahren bei der Pony-Mama ihr Zuhause hat. Die Vierbeiner sind die Stars in dem kleinen Reitbetrieb.

Pony-Verleih

„Unsere Ponys fühlen sich wohl hier und sind extrem entspannt“, sagte Thea Riemann-Wolf. Das ist eine wichtige Voraussetzung für das Reitangebot. „90 Prozent der Kinder, die bei uns zum Reiten kommen, haben zuvor noch nie etwas mit Pferden zu tun gehabt.“  Auch deshalb wird bei dem Pony-Verleih Sicherheit groß geschrieben. „Bei uns gibt es kein freies Reiten. Auch nicht für Erwachsene. Jedes Kind wird langsam an die Ponys herangeführt. Durchs Streicheln, Striegeln oder Putzen gewinnen die Kinder Vertrauen“, schildert die Pony-Frau. Parallel dazu würden Eltern oder Großeltern eingewiesen, wie ein Pony zu führen ist. 

Dann geht es los. In Gruppen von acht bis zehn Ponys werden die Kinder auf den Reitwegen durchs Freizeitgelände in Richtung Außenhafen geführt. Jede Gruppe wird von einem Mitarbeiter der Verleihstation begleitet. Runden-Reiten auf dem Platz gibt es nicht, sagt Thea Riemann-Wolf. Das wolle sie ihren Ponys nicht antun. Alle Kinder haben einen Helm zu tragen. „Wer hat, sollte seinen Fahrradhelm mitbringen.“ 

Der Ausritt dauert in der Regel eine gute halbe Stunde. Mit Vor- und Nachbereitung müsse man für die Reitstunde 45 bis 60 Minuten einplanen. Kostenpunkt: 21 Euro. Viel Geld, das weiß auch Thea Riemann-Wolf. Aber um ihre Kosten und die Versorgung der Tiere zu finanzieren, sei der Betrag notwendig. Auch vor diesem Hintergrund hofft die Pony-Verleih-Betreiberin, dass ihre Kunden zumindest von den Parkgebühren auf den umliegenden Parkplätzen der Wangerland Touristik befreit werden können.

Zu den Kunden des Pony-Verleihs gehören übrigens auch Mutter-Kind-Einrichtungen im Wangerland und das Kinderhospiz Wilhelmshaven. Auch dort weiß man um die therapeutische, vor allem entspannende Wirkung vom Umgang mit Pferden auf Kinder, gerade auch auf Kinder mit Beeinträchtigungen.

Die Öffnungszeiten des Pony-Verleihs sind wetterabhängig. In der Regel sei der Platz derzeit ab 15 Uhr in Betrieb. In der Hauptsaison oder auf besonderen Wunsch auch schon früher, sagt Thea Riemann-Wolf. Und wer seinem Kind eine ganz besondere Freude machen wolle, könne auch zwei bis drei Ponys zu einer Gartenparty oder zum Kindergeburtstag bei sich zu Hause buchen. Für Absprachen ist die Pony-Mama unter Telefon 0175/5779294 zu erreichen. 

Baufirma rückt an: Rätselraten um Hooksieler So-da-Baustelle ist beendet

Hooksiel (22. 5. 2024) – Seit Wochen machen sich Hooksieler Bürger über die „So-da-Baustelle“ Gedanken. Am Sengwarder Anteil, auf Höhe des Alten Hafens, ist seit gefühlt ewiger Zeit der Fußweg gesperrt. In der Erde ein Loch, darum bis auf die Straße Bauzaun-Baken, die verhindern sollen, dass jemand in das Loch fällt.

Nicht verhindern kann die Absperrung aber, dass jemand unter ein Auto gerät. Dass es dazu gekommen ist, ist bislang nicht bekannt geworden. Aber immerhin: Möglich wäre es gewesen. Fußgänger müssen nämlich direkt unterhalb der Hafenmauer auf die Fahrbahn treten, um an der Baustelle vorbei zu kommen. Das kann selbst in einer Tempo-30-Zone gefährlich werden, zumal die Straße an der Engstelle auch von Buslinien passiert werden muss. 

Baustelle in Hooksiel
Wer zu Fuß an der Außenmauer des Alten Hafens in Hooksiel entlang gehen möchte, muss eine Absperrung passieren, die verhindern soll, dass jemand in ein Loch fällt. Foto: hol

Aber gut: Selbst an den Hooksieler Heringstagen, an denen sich Tausende an dem Hindernis vorbei zum Hafen gedrängt haben dürften, ist offenbar nichts Aktenkundiges passiert. Dennoch machen sich die Hooksieler Gedanken, was den da eigentlich gebaut wird an der Baustelle, die nur so da liegt und an der seit Wochen kein Arbeiter gesehen wurde. 

Eine kleine Recherche bringt Licht ins Dunkel. Erste Erkenntnis: Um eine vergessene Glasfaser-Anschluss-Baustelle handelt es sich nicht. Zweite Erkenntnis: Auslöser der Vorsorgemaßnahmen war eine Versackung im Erdreich. Ein Loch, in das gegebenenfalls der Fußweg oder Teile der Fahrbahn absacken könnten …

Wer ist zuständig für Versackungen? Die Gemeinde Wangerland, der die Straße und der Fußweg gehören? Oder am Alten Hafen vielleicht die Hafenbehörde? Weit gefehlt: Es ist der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV).

Der Grund: Die Ursache für die Versackung liegt offenbar im Abwasser-Kanalsystem. Dieses Kanalsystem hat die Gemeinde Wangerland vor einigen Jahren an den OOWV verkauft – und damit die Pflicht für die Beseitigung entsprechender Schadstellen. 

In der OOWV-Zentrale in Brake ist man sich dieser Pflicht auch bewusst. Ein Unternehmenssprecher bestätigte gegenüber „Hooksiel-Life“ den Befund und die Zuständigkeit für die Beseitigung. Die Versackung sei bekannt, die Reparatur bei einer Tiefbaufirma in Auftrag gegeben. Wann genau, bleibt unklar. Dem Vernehmen nach aber schon vor längerer Zeit. 

Aber wie der Zufall es will, fällt die Recherche zusammen mit der guten Botschaft: „Nun ist es soweit. Noch in dieser Woche wird die Reparatur erledigt.“ Und wohl um letzte Zweifel der Hooksieler zu zerstreuen, fügt der Sprecher hinzu: „Vor Beginn der Haupt-Urlaubssaison wird also wieder alles schick sein.“

Schöne Sachen, erholsame Klänge und ein Blick in die Zukunft

Silvia Beidenbeck-Pelsten
Silvia Beiderbeck-Pelsten verkauft in der Packhaus-Passage viele schöne Dinge aus eigener Produktion. Und nach Geschäftsschluss kümmert sie sich um das Wohlbefinden ihrer Kunden. Foto: hol

Hooksiel (17. 5. 2024) – Hooksiel ist der größte Ort im Wangerland. Seine Anziehungskraft gerade für Gäste dürfte auch in der Vielzahl von kleinen Geschäften und Restaurants liegen. Einige entdeckt man erst auf den zweiten Blick. Dazu gehören die kleinen Läden in der „Packhaus-Passage“ in unmittelbarer Nähe des Alten Hafens, aber doch ein wenig abseits der Hauptlaufrichtung.

Claudia Bodengesser aus Jever zum Beispiel ist immer freitagnachmittags, oder nach Absprache, in ihrem Geschäft „Meeres-Schaum“ anzutreffen. Die Österreicherin ist gelernte Fotografin. Vor fünf Jahren zog sie mit ihrem Mann in die Region, seit einem Jahr bietet die kreative Frau in Hooksiel schöne Dinge für Körper, Geist und Seele an.

In ihrem Laden dominiert die Farbe weiß. Dekoschilder, Beistellmöbel, Kerzen, Schälchen, Porzellan, Postkarten und Bilder aus eigener Produktion, aber auch Räucherwerk, ätherische Öle und Kräutercremes gehören zum Sortiment. „Manchmal ist es schon sehr ruhig hier“, bedauert die Geschäftsfrau, die sich – nicht nur mit Blick auf den möglichen Umsatz – über mehr Interessierte freuen würde.

Claudia Bodengesser

Claudia Bodengesser (Foto) ist überzeugt davon, dass sie eine Gabe hat, Menschen zu helfen. In ihrem Lädchen legt sie Karten oder die Hand auf. „Ich kann niemandem etwas versprechen. Aber ich hatte schon Rückmeldungen, dass Leute nach dem Kontakt mit mir eine Operation abgesagt haben.“ Nach dem Selbsttest kann der Autor versichern: „Es tut nicht weh!“ Zwei Karten verheißen ihm wenig Dramatisches. Alles ist offenbar im Lot. Eine Dritte sagt einen gewissen Umbruch in absehbarer Zeit voraus. Kann passen … 

Noch handfester geht es nebenan zu. Im Hinterzimmer ihres Ladens „Dit un dat för di“ bietet Silvia Beidenbeck-Pelster nach Feierabend Klangschalen-Therapie an. Die vor drei Jahren aus dem Ruhrgebiet nach Hooksiel zugezogene Therapeutin kommt beruflich aus dem Pflegebereich. Der Einsatz der Klangschalen ist für sie keine Esoterik, sondern die Anwendung einer uralten asiatischen Heilkunst, deren Wirkung inzwischen auch messbar sei. 

Am Klang der Schale kann Silvia Beiderbeck-Pelster hören, ob sich in den Gelenken des Autors Stauungen befinden. Durch die beim mehrfachen Anschlagen der Schalen entstehenden Vibrationen lassen sich die Stauungen lösen, indem Selbstheilungskräfte angeregt werden. Hinzu kommt eine wohltuende Atmosphäre im Behandlungsraum. …

Die Tür geht auf. Kunden betreten den kleinen Laden, in dem jede Menge schöne, dekorative Sachen auf Käufer warten – selbst genähte Kopfbezüge, Kuscheltiere, Gehäkeltes und Gesticktes. Zumeist Waren aus eigener Handarbeit, teilweise auch Ergebnisse der Arbeit zweiter Freundinnen. Und auch hier immer wieder erkennbar der Ansatz, anderen helfen zu wollen: etwa durch Augen-Trostkissen. Das Versprechen von Silvia Beiderbeck-Pelster: „Eine Wohltat für müde und geschwollene Augen.“

Pleite zum Saisonauftakt

Hooksiel (18. 5. 2024) – Mit einer zumindest in der Höhe überraschenden Niederlage ist die Herren-50-Tennismannschaft des FCN Hooksiel in die Sommersaison gestartet. Gegen den TV Varel kassierte das Team um Mannschaftsführer Mirko Ortmanns an diesem Sonnabend eine 1:5-Klatsche.

Dabei hatte Thorsten Csikos die Hooksieler an Position 3 spielend noch mit einem schnellen 6:0, 6:1 in Führung gebracht. Alle anderen drei Einzel gingen allerdings verloren. Ortmanns unterlag in einem ausgeglichen Spiel an Position 4 mit 4:6, 3:6 und auch Jan Alter hatte an 2 bei seinem 2:6, 1:6 keine echte Siegchance.

Überraschend vor allem die Niederlage von Spitzenspieler Thomas Otte, der den ersten Satz noch mit 7:5 gewinnen konnte. Eine Fülle von Flüchtigkeitsfehlern musste Otte dann mit dem Verlust des zweiten Satzes bezahlen (3:6). Und auch im entscheidenden Matchtiebreak (5:10) fand er nicht wieder zu seinem Spiel.

Chancenlos blieben die Hooksieler auch in den beiden abschließenden Doppeln. Otte/Csikos unterlagen im ersten Doppel mit 1:6, 1:6. Und auch Gerd Abeldt/Torsten Riedel waren im zweiten Doppel (3:6, 3:6) von einer Überraschung weit entfernt. Zu ihrem nächsten Spiel empfängt die Ü 50 am kommenden Samstag (14 Uhr) den MTV Jever.