Wenn einem ein Flirt den Verstand verwirrt, kann es teuer werden

Friesland/Wangerland (15. 6. 2024) – Liebe macht blind, sagt der Volksmund. So blind offenbar, dass viele Verliebte gar nicht auf die Idee kommen, dass sie vielleicht in eine Liebesfalle tappen. Vor diesem Hintergrund warnt die Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland vor der „Love-Scamming“-Masche. Aktuell lägen zwei Anzeigen vor. Allein bei einer der Taten brachten Betrüger eine Geschädigte zu Überweisungen von insgesamt 10.000 Euro. 

Bei der Betrugsmasche suchen sich die „Scammer“ ihre Opfer in Online-Partnerbörsen oder „sozialen“ Netzwerken (Facebook, WhatsApp). Die Täter versprechen nichts ahnenden Opfern die große Liebe, um sie hinterher um ihr Erspartes zu bringen. „Sie schaffen es, sich im täglichen Leben ihrer Opfer unverzichtbar zu machen – und zwar ohne ein einziges Treffen“, warnt die Präventionsbeauftrage der Polizei, Katja Reents. „Sie flirten und umgarnen ihre Opfer bis diese sich in ihr virtuelles Gegenüber verlieben.“ 

Morgens bekomme das Opfer eine romantische Mail, abends werde stundenlang telefoniert oder gechattet. Dann plötzlich gebe es Schwierigkeiten. Reents: „Dann kommt die Frage nach dem Geld, zum Beispiel für eine dringende Operation oder eine andere angebliche Notlage, für die die Opfer Geld überweisen sollen.“ Viele der Verliebten täten das dann auch, da sie zu diesem Zeitpunkt schon von ihrer Internet-Bekanntschaft emotional abhängig seien.

Die Polizei rät dringend dazu, für die Nutzung von Online-Kontaktbörsen oder den digitalen Schriftverkehr mit Unbekannten eine alternative E-Mail-Adresse zu nutzen. So könne man im Fall eines Betruges verhindern, dass der Hauptmail-Account gelöscht werden muss. Bei der Bitte um Geld sollte man auf jeden Fall hellhörig werden. „Überweisen sie niemals Geld an Personen, die sie noch nie von Angesicht zu Angesicht getroffen haben“, so Reents.

Weitere Tipps: Wenn man den Namen seiner Internetbekanntschaft mit dem Zusatz „Scammer“ in die Suchmaschine eingebe, bestätigt sich möglicherweise der Betragsverdacht sehr schnell. Und: Betroffene sollten zur Polizei gehen, auch wenn die Strafverfolgung der mutmaßlichen Liebes-Betrüger „enorm schwierig“ sei, da sie in der Regel aus dem Ausland agieren. 

Das Mitglied des Präventionsteams der Polizeiinspektion Anja Kienetz vom Polizeikommissariat Jever, unter Telefon 04461/7449-181 zu erreichen. Sie ist Ansprechpartnerin für Bürgerinnen und Bürger aus dem nördlichen Landkreis Friesland.

Fahrt mit dem E-Scooter untersagt

Hooksiel/Wangerland (2. 6. 2024) – Ein Strafverfahren nach dem Pflichtversicherungs-Gesetz hat die Polizei gegen einen 16-Jährigen eingeleitet, der am Samstag in der Friesenstraße in Hooksiel mit einem so genannten E-Scooter unterwegs war. Bei der Kontrolle wurde festgestllt, dass das Fahrzeug keine aktuelle Versicherung hatte. Die Beamten untersagten die Weiterfahrt.

Am Samstag gegen 22 Uhr wurde die Polizei dann auf einen Pkw Marke Seat Ibiza aufmerksam gemacht, der im Bereich Minsen in Schlangenlinien fahren würde. Der Zeuge berichtete, dass der Pkw bereits auf die Gegenfahrbahn geraten sei und andere Verkehrsteilnehmer ausweichen mussten. 

Polizeibeamte des Kommissariats Jever kontrollierte kurze Zeit später die 44-jährige Fahrzeugführerin. Bei ihr wurde laut Polizei eine Atemalkohol-Konzentration von 1,63 Promille festgestellt. Es wurde eine Blutentnahme durchgeführt. Die Beamten beschlagnahmten den Führerschein und leiteten ein Strafverfahren wegen der Gefährdung des Straßenverkehrs ein.

Die Polizei bittet Verkehrsteilnehmer, die durch die Fahrweise der Beschuldigten gefährdet wurden, sich unter Telefonn04461/74490 zu melden. 

70 Liter Diesel nicht bezahlt

Hooksiel (31. 5. 2024) – Die Polizei sucht nach nach einem mutmaßlichen Tankbetrüger, der in einem Fahrzeug mit britischem Kennzeichen unterwegs ist. Ein Mann, Ende 50, Anfang 60 hat am vergangenen Freitag gegen 10.40 Uhr an der Tankstelle an Hooksieler Kreisel zunächst Autogas und unmittelbar danach Diesel getankt.

Die Rechnung für rund 70 Liter Diesel habe der Kunde dann nicht bezahlt. Der englischsprachige Mann war mit einem goldfarbenen Wohnmobil der Marke Peugeot unterwegs. Das Fahrzeug hat das Lenkrad auf der rechten Seite. 

Die Polizei bittet Bürger, die Hinweise zum Fahrzeug oder zu dessen Fahrer machen können, sich mit der Polizeistation Wangerland unter der Rufnummer 04463 808910 in Verbindung zu setzen.

Anlagenbetrug: Polizei warnt vor „traumhaften Renditen“

Friesland/Wilhelmshaven (28. 5. 2024) – Ob Love-Scamming, Enkeltrick, falsche Polizeibeamte, Haustürgeschäfte oder überteuerte Arbeiten: Das Vorgehen der Betrüger ist facettenreich. Die Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland warnt vor dem Hintergrund eines aktuellen Anlagebetruges zum wiederholten Mal vor derartigen Machenschaften.

Der Polizei in Friesland liegen unter anderem drei Anzeigen mit einer angegebenen Schadenssumme insgesamt rund 81.000 Euro vor. „Allein bei einer Tat brachten Betrüger eine Geschädigte zu Investitionen von 64.000 Euro“, so die Polizei. 

Hinter diesen Delikten stecken professionelle Banden, die arbeitsteilig vorgehen. Das Ziel ist immer, das Vertrauen zu erschleichen, um dann einen größeren Bargeldbetrag oder eine Überweisung zu erhalten. In den aktuellen hätten die Betrüger laut Polizei unter anderem Prominente als Werbemittel nutzen, um ihre vermeintliche Seriosität zu unterstreichen.

„Bei Geldgeschäften ist immer Vorsicht geboten“, sagt Katja Reents, Beauftragte für Kriminalprävention der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland. „Ob bei der Suche nach einem schnellen Kredit ohne Schufa-Auskunft oder nach einer lukrativen Geldanlage. In beiden Fällen gilt es, die Seriosität der Anbieter und insbesondere ihre Angebote zu prüfen“, so Reents weiter.

Bei einem Anlagebetrug wird in der Regel gezielt mit falschen oder unwahrheitsgemäßen Angaben zu Renditen und Risiken geworben. Manchmal werden hohe Gewinne vorgegaukelt, indem im Schneeballsystem Gelder eines Investors zur Zahlung von Renditen eines anderen Investors genutzt werden. Der Schwindel fällt dann erst auf, wenn das Schneeballsystem zusammenbricht.

Katja Reents warnt vor „traumhaften“ Renditen: „Man sollte sich nicht von Gier leiten lassen und gerade bei der Aussicht auf angeblich hohe Gewinne vorsichtig sein“, rät sie. „Dahinter können Anlagebetrüger stecken, die mit dem Versprechen auf traumhafte Gewinne, beispielsweise hohe Zinsen, an das Geld leichtgläubiger Anleger wollen.“ 

Finanzdienstleister sind dazu verpflichtet, die Risiken ihrer Anlageprodukte in der Kundenberatung ausdrücklich zu nennen.Die Beratung muss protokolliert werden und dem Kunden vor Abschluss eines Vertrags ausgehändigt werden. Ein Tipp von Katja Reents: „Lassen Sie sich nicht von hohen Gewinnversprechen blenden. Der Aussicht auf einen hohen Gewinn steht immer ein hohes Risiko, bis hin zum Totalverlust, gegenüber.“

Das Präventionsteam der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland bietet Beratung an. Katja Reents ist unter der Rufnummer 04421/942-108 erreichen. Im Landkreis Friesland ist Anja Kienetz, Sachbearbeiterin Prävention beim Polizeikommissariat Jever, unter Telefon 04461/7449-181 ansprechbar. 

Mit 141 km/h bei Tempo 70 geblitzt

Hooksiel (27. 5. 2024) – 20 Verkehrsteilnehmer mit überhöhter Geschwindigkeit ermittelten am Sonntag führten Beamte des Polizeikommissariats Jever bei einer Kontrolle zwischen Waddewarden und Hooksiel fest. Die Beamten nahmen die Kontrollen von 14.30 bis 17 Uhr vor. 

Den traurigen Tageshöchstwert erreichte ein Motorradfahrer aus Wilhelmshaven. Er wurde bei einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h mit einer tatsächlichen Geschwindigkeit von 141 km/h gemessen. „Ihn erwartet nun ein empfindliches Bußgeld von mindestens 600 Euro und ein zweimonatiges Fahrverbot“, so die Polizei.

Auto am Kreuzhamm beschädigt

Hooksiel (13. 5. 2024) – Die Polizei sich nach Zeugen für einen Vorfall, der sich am gestrigen Sonntag an der Straße Kreuzhamm in Hooksiel ereignet haben soll. Dabei sei zwischen 14.48 und 15.52 Uhr auf dem Parkplatz Kreuzhamm ein geparkter roter Opel Astra mutmaßlich durch eine unachtsam geöffnete Fahrzeugtür beschädigt worden.

Der Verursacher habe sich vom Unfallort entfernt, ohne seiner Mitteilungspflicht nachzukommen, so die Polizei. Etwaige Zeugen werden gebeten, sich unter Teefon 04461/7449-0 mit der Polizei Jever in Verbindung zu setzen.

Dramatische Rettungsaktion: Junge in Sandburg verschüttet

Wangerooge (10. 5. 2024) – Eine dramatische Rettungsaktion am Strand von Wangerooge ist glücklich ausgegangen. Wie die Polizei mitteilt, ereignete sich der Vorfall am Donnerstag gegen 16.30 Uhr am Oststrand der Insel. Ein Junge wurde in einer Sandburg verschüttet.

Zwei Brüder im Alter von 10 und 13 Jahre hatten am Strand zwei etwa 1,50 Metertiefe Löcher gebuddelt und versucht, diese mit einem Tunnel zu verbinden. Der Tunnelbau stürzte jedoch ein und begrub den 10-Jährigen vollständig unter Sand, so die Polizei.

Neben den Eltern eilten sofort weitere zahlreiche Ersthelfer an die Unglücksstelle, um den Jungen zu befreien. Auch die hinzugerufene Feuerwehr Wangerooge sei schnell vor Ort gewesen. Gemeinsam sei es schließlich gelungen, den Jungen zu retten. 

Eine Notärztin und der Rettungsdienst konnten den 10-Jährigen erfolgreich wiederbeleben. „Der Junge wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik auf dem Festland ausgeflogen“, teilt die Polizei heute mit. „Über den aktuellen Gesundheitszustand des Jungen ist derzeit noch nichts bekannt geworden.“

WSP kontrolliert Sportboote

Hooksiel/Oldenburg (7. 5. 2024) – Die Wasserschutzpolizei (WSP) kündigt verstärkte Kontrollen von privaten und gewerblich genutzten Sportbooten an. Die Beamten und Beamtinnen sollen ab Himmelfahrt bis zum 20. Mai insbesondere die sicherheitsrelevante Ausrüstung, notwendige Zeugnisse und Papiere sowie die Fahrtauglichkeit der Sportbootführenden kontrollieren, kündigt die WSP-Direktion mit Sitz in Oldenburg an. Die Aktion ist Teil der „Maritime Safty Days“,  gemeinsame Themenkontrollwochen der WSP der Küsten-Bundesländer. 

In der ersten Kontrollwochen 2024 waren mehr als 100 Fahrgastschiffe überprüft worden.In der Folge seien 29 Ordnungswidrigkeiten-Verfahren eingeleitet worden. Die „Maritime Safety Days“ stünden für verstärkte präventive Kontrollen aller Verkehrsteilnehmer auf dem Wasser. Das Ziel dabei ist laut WSP die Verhütung von Beeinträchtigungen und Schädigungen im Schiffs- und Sportbootverkehr.

Randale an der Hooksieler Tennisanlage: Polizei hofft auf Zeugen

beschädigte Tennishütte
Viel Unrat und einige Schäden haben Unbekannte an der Hooksieler Tennisanlage hinterlassen. Foto: hol

Hooksiel (23. 4. 2024) – Unbekannte haben auf der Hooksieler Tennisanlage in der Nacht von Sonnabend auf Sonntag ein Saufgelage veranstaltet und dabei Platzanlage und Inventar erheblich beschädigt. Der FC Nordsee Hooksiel hat Strafanzeige erstattet. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und hofft auf Hinweise von möglichen Zeugen. 

Noch bis Samstag 19.40 Uhr hatten Vereinsmitglieder auf einem der gerade für die anstehende Saison hergerichteten Plätze gespielt. Irgendwann danach muss die Gruppe gekommen sein, die sich über den Fußballplatz Zugang zu dem Gelände verschafft hat. Anhand der Spuren vor Ort ist davon auszugehen, dass die Täter mit Fahrrädern unterwegs waren. Mit Blick auf die vor Ort hinterlassenen leeren Flaschen und Becher müssen sie größere Mengen Alkohol transportiert haben.

Schlimmer als der zurückgelassene Unrat sind für den Verein die Schäden am Inventar im Umfeld der Hütte. Stühle wurden zerbrochen, eine Sitzbank und ein Schiedsrichterstuhl beschädigt. Stark in Mitleidenschaft gezogen wurden Haltepfosten für eines der Tennisnetze. Ob sie bis zum Saisonbeginn instand gesetzt werden können, ist fraglich.

Die Polizei hat vor Ort Spuren gesichert und erste Recherchen angestellt. Zeugen, denen am Samstag, 20. April, ab 19.40 Uhr bis Sonntagmittag etwas Ungewöhnliches auf oder im Umfeld der Platzanlage an der Jaderennbahn aufgefallen ist, mögen sich unter Telefon 04463/808910 melden.

Unabhängig von den Schäden lädt die FCN-Tennisabteilung für den kommenden Samstag, 27. April, ab 13 Uhr alle Vereinsmitglieder zum Antennis ein. Der Trainingsbetrieb für Jugendliche und Erwachsene ist bereits angelaufen. Das erste Punktspiel in Hooksiel ist für den 5. Mai angesetzt. 

Einbruch in Schmidtshörn

Hooksiel (17. 4. 2024) – In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch brachen bisher unbekannte Täter in ein Einfamilienhaus in Hooksiel-Schmidtshörn ein. Die Täter gelangten nach den Ermittlungen der Polizei über die Terrassentür in den Wohnkomplex und durchsuchten sowohl im Wohnhaus als auch in den Anbauten mehrere Räume.

Zur Höhe des Diebesgutes können bisher keine Angaben gemacht werden, so die Polizei. Zeugen, die Hinweise auf die Täterschaft geben können, werden gebeten, sich mit der Polizei Jever (Tel: 04461/74490) in Verbindung zu setzen.