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Alle Beiträge zum Thema “Tourismus”

Trotz „Wangerland Ressort“: Zahl der Übernachtungen rückläufig

Wangerland/Hooksiel (13. 8. 2026) – Das Statistische Bundesamt hat in diesen Tagen einen neuen Rekordwert bei den Übernachtungen von Gästen aus dem In- und Ausland in Deutschland verkündet. Die Zahl stieg in den ersten sechs Monaten 2026 im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 Prozent auf 223,8 Millionen.

Das tolle Ambiente im „Wangerland Ressort“ in Hohenkirchen dürfte maßgeblich dafür gesorgt haben, dass die Zahl der Hotelnutzer im Gemeindegebiet im Vergleich zum Vorjahr gestiegen ist. Archiv-Foto: hol

Der Anteil der Gäste, die davon im Wangerland übernachtet haben, dürfte eher zurückgegangen sein – auch welchen Gründen auch immer. Im von Wieland Rosenboom letztmalig geleiteten Tourismusausschuss der Gemeinde Wangerland stellten am Mittwochabend Torsten Riedel, Geschäftsführer der Wangerland Touristik GmbH (WTG), und sein für die Auswertung der Gästekarten-Verkaufs zuständiger Mitarbeiter Tim Schönfeld die Ankunfts- und Übernachtungszahlen für den Bereich der Gemeinde Wangerland bis zum 31. Juli vor.

Neustart auf Campingplatz

Bei einer durchschnittlichen Aufenthaltsdauer von 5,24 Tagen wurden bis dahin 795.952 Übernachtungen registriert, für die ein Gästebeitrag gezahlt wurde. Das entspricht einem Minus von 2,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Schönfeld machte dafür eine Reihe von verschiedenen Faktoren verantwortlich. So habe es im Juni einen Einbruch bei den Ankünften gegeben, weil nahezu alle Feiertage, und damit entsprechend Kurzurlaube, im Mai lagen.

Ein weiterer Grund: Nach dem Neustart des Campingplatzes Hooksiel unter dem privatem Betreiber „Überland“ habe dafür erst einmal die Werbung anlaufen müssen. Bei dem in diesem Jahr sehr frühen Beginn der Osterferien seien die Campingplätze ohnehin noch nicht am Start gewesen.Die Zahlen im Juli hingegen seien sehr gut gewesen. Und da Nordrhein-Westfalen noch Sommerferien habe, sei er auch für den August optimistisch.

49 Prozent mieten Ferienhäuser

Im Trend seien, so Schönfeld, die sehr kurzfristigen Reiseentscheidungen der Gäste. Hier sei für Vermieter eine gute Online-Buchbarkeit der Quartiere entscheidend. Über 49 Prozent der Urlauber im Wangerland beziehen eine Ferienwohnung, 22,8 Prozent buchen sich auf einem Campingplatz ein und 20 Prozent mieten ein Hotelzimmer.

Friesland-Therme
Ein Versuch, die „Friesland-Therme“ in Horumersiel zumindest für die Hauptsaison zu öffnen, ist an den hohen Kosten und am EU-Vergaberecht gescheitert. Archiv-Foto: hol

Ausgeglichener das Bild bei den Ferienwohnungen. Der Rückgang bei den Übernachtungen von durchschnittlich 5,2 Prozent spiegelt sich in Hooksiel (- 4,4%), Horumersiel (- 3 %) und Minsen (-23 %). Lediglich Hohenkirchen verbuchte ein Plus von 2,9 Prozent

Während die Übernachtungen auf den Campingplätzen rückläufig waren (- 5 %), stieg die Zahl der Buchungen in Hotels (+ 9,5 %). Das dürfte maßgeblich darauf zurückzuführen sein, dass mit dem „Wangerland Ressort“ in Hohenkirchen seit Mitte 2025 ein neues Hotel am Start ist. Die Hotels in anderen Orten (Hooksiel: – 7,3 %; Horumersiel – 10,0 %) hatten – aus unterschiedlichen Gründen – Einbußen zu verzeichnen.

Schülergruppen nicht erfasst

Schönfeld verwies darauf, dass die Statistik auch Effekte enthalte, die sich daraus ergeben, das neue Quartiere am Start sind. Es gebe aber auch Fälle, wo etablierte Unterkünfte dauerhaft oder für längere Zeit geschlossen sind. Erfasst würden ohnehin nur Personen, die Gästebeträge zahlen müssen. Die zahlreichen Schülergruppen, die außerhalb der Ferien im „Wangerland-Resort“ auf Klassenfahrt sind, würden zum Beispiel nicht erfasst.

Keine Zahlen gibt die Gästestatistik dazu her, wie viele Gäste dem Wangerland aufgrund der Insolvenz der WTG den Rücken gekehrt haben. Bekanntlich wurden aufgrund der finanziellen Schieflage des gemeindeeigenen Unternehmens unter anderem die Schwimmbäder in Horumersiel und Hooksiel geschlossen. Insbesondere die Hotels in Horumersiel führen darauf einen erheblichen Teil ihrer Buchungsausfälle zurück.

EU-Recht verhindert Bad-Öffnung

Mario Krar, Gastronom aus Horumersiel, wollte von der Gemeinde in diesem Zusammenhang wissen, warum einen Initiative gescheitert ist, das Bad „Friesland-Therme“ in Horumersiel zumindest für die Hauptsaison zu öffnen. Nach den Worten von Gemeindekämmerer Arthur Wichmann hätte der Betrieb für drei Monate über 300.000 Euro gekostet. Mit dem Geld hätte die Gemeinde einen privaten Badbetreiber bezuschussen müssen.

Da die Summe so hoch ist, hätte die Gemeinde den Auftrag aber erst nach einer europaweiten Ausschreibung vergeben können, so Wichmann. „Das Verfahren allein dauert mindestens 60 Tage. Das Bad hätte dann frühestens im Oktober geöffnet werden können. Dann ist die Saison vorbei.“

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Finanzierung des Strandumbaus hängt am Kohlestrukturfonds

Hooksiel (15. 7. 2026) – Im Herbst dürfte Klarheit darüber bestehen, ob die Gemeinde Wangerland den geplanten Umbau des Badestrandes in Hooksiel auf den Weg bringen kann. Wie der Hochseile Ratsherr Dieter Schäfermeister (Pro Wangerland) am Montagabend vor der Männerrunde der ev.-luth. Kirchengemeinde Wangerland um Herbert Ulfers sagte, werde im September das Vergabegremium für die Mittel aus dem Kohlestrukturfonds tagen. Falls das Strandprojekt berücksichtig werden sollte, dürfe die Finanzierung des rund 16 Millionen Euro teuern Vorhabens gesichert sein.

Zusätzlichen Buhnen und eine kleinw Seebrücke sollen dabei helfen, den Sand am Hooksieler Badestrand dauerhaft zu sichern. Foto: hol

Der Hooksieler Badestrand verliert in Höhe des Strandhauses 1 seit Jahren an Tiefe. Durch den Abtrag durch Strömung und Sturmfluten habe sich allein seit 2012 die Tiefe des Strandes um rund 200 Meter verringert. Um den Strand dauerhaft zu sichern, soll nach den Worten von Schäfermeier ein massives, 680 Meter hohes Deckwerk gebaut werden.

Promenade auf dem Bollwerk

Das im Erdreich verankerte Bauwerk aus vergossenen Wasserbausteinen soll sich vom Standhaus 1 in einem Bogen um Strandhaus 2 herum erstrecken. Auf dem Bauwerk soll eine Promenade zum Flanieren einladen. Treppendurchlässe würden den Weg zum Wasser und zum Watt auch weiterhin barrierefrei ermöglichen.

Das Bollwerk gegen die Fluten könnte nach Überzeugung von Fachleuten den dahinter liegenden Sand schützen. Zwischen Deichverteidigungsweg und Deckwerk sollen 250.00 Kubikmeter Sand aus der Jade auf eine Höhe von 3,70 Meter aufgespült werden. Die geschützte Fläche könne dann für Gastronomie und Erholung sowie für Freizeit und Sport genutzt werden. Unter anderem soll eine Veranstaltungsbühne installiert werden.

Touristische Infrastruktur sichern

Aktuell laufen die Vorbereitungen für das Planfeststellungsverfahren, das vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) mit Unterstützung der Gemeinde Wangerland vorangetrieben wird. Dem liege die Überzeugung zugrunde, so Schäfermeier, dass der Strandumbau realisierbar ist und dass die neu geschaffene Infrastruktur den Tourismus in Hooksiel und der gesamten Region nützen würde.

„Allein an den Stränden in Hooksiel zählt die Wangerland Touristik rund 25.000 Auto im Jahr mit WHV-Kennzeichen“, sagte Schäfermeier. Damit sei der Nachweis erbracht, dass der Hooksieler Strand auch als Naherholungsgebiet von Wilhelmshavener Bürgern genutzt wird.

Der vom Bund mit 152 Millionen Euro gespeiste Kohlestrukturfonds soll Infrastruktur-Projekte ermöglichen, die die wirtschaftlichen Nachteile der Region ausgleichen, die durch den Ausstieg aus der Kohleverstromung entstehen. Die Gemeinde Wangerland selbst fehlt das Geld, das Vorhaben zu realisieren. Aktuell stünden lediglich 3,5 Millionen Euro aus der Tourismus-Förderung des Landes bereit, so Schäfermeier. „Ohne Mittel aus dem Strukturfonds hat sich das Thema für uns erledigt.“

Jensen: Fischereidialog darf keine Existenzen gefährden

Wangerland (6. 7. 2026) . Als „nicht hinnehmbar“ bezeichnet die CDU-Landtagsabgeordnete Katharina Jensen die Vorschläge aus Hannover zu Fischerei-Sperrgebieten vor dem Wangerland. Die Wangerländerin, die fischereipolitische Sprecherin ihrer Fraktion ist, reagiert damit einen „Hilferuf“, der Wangerländer Fischer, die ihrem Unmut in einem offenen Brief Luft gemacht hatten.

Krabbenkutter gehören zum maritimen Bild an der niedersächsischen Küste. Ein großflächiges Fischfangverbot im Wattenmeer vor dem Wangerland würde nicht nur die betroffenen Fischer, sondern auch den Tourismus treffen. Foto: Klaus Schreiber

„Die existenziellen Hilferufe der Küstenfischer werden immer lauter und verzweifelter“, sagt Jensen, die sich im „Weltnaturerbeportal Dangast“ mit Küstenfischern getroffen hat. „Die jetzt von den niedersächsischen Ministerien Umwelt und Landwirtschaft im Rahmen des Fischereidialogs vorgelegte Karte mit künftigen Sperrgebieten bedroht die Existenzen der Küstenfischer vor Hooksiel, Horumersiel und Minsener Oog und bedeutet Einschränkungen für die restliche Flotte.“ 

Wangerland stark betroffen

Entgegen erster Entwürfe beträfen die vorgeschlagenen Sperrgebiete viel größere Teile der Fanggebiete direkt vor den Heimathäfen Hooksiel, Horumersiel bis hin zu Minsener Oog. „Für mich als Wangerländerin, die auch um die Bedeutung der Küstenfischerei für den Tourismus weiß, sind diese Pläne so nicht hinnehmbar.“ 

Jensen räumt ein, dass die Landesregierung die Anforderungen der „EU-Biodiversitätsstrategie 2030“ zur Ausweisung strenger Schutzgebiete umsetzen müsse. Demnach müssen zehn Prozent des Küstenmeeres streng geschützt und somit fischereifrei werden. Aber die konkrete Umsetzung obliege allein dem Land Niedersachsen. Ihr Vorwurf: „Was wir hier sehen, ist kein Dialog, sondern ein politisches Agieren mit der Brechstange über die Köpfe der Fischer hinweg.“

Wichtig auch für den Tourismus

Der jetzt vorliegen Vorschlag sei keineswegs „ausgewogen“ , wie von Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte (Grüne) behauptet. Der „Fischereidialog“ dürfe im Ergebnis keine Existenzen gefährden. Das sei aber bei den vorgeschlagenen Gebieten der Fall. 

Die Fischerei finde seit jeher im Gebiet des heutigen Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer statt. Bislang liegen nach Ansicht der CDU-Politikerin zudem keine Nachweise für nachhaltige Beeinträchtigungen der Meereslebensräume durch diese traditionelle Nutzung vor. Vor diesem Hintergrund sollte die Fischerei als integrierter Bestandteil des Nationalparks und seiner gewachsenen Kulturlandschaft betrachtet werden. 

„Eine Küste ohne Küstenfischerei kann nur von Nachteil sein, für die Wirtschaft und für den Tourismus. Ziel muss also sein, die Küstenfischerei zukunfts- und krisenfest aufzustellen“, betont Jensen. „Neben Gebieten ohne Fischerei auf zehn Prozent der Fläche sollte es im Rest des Küstenmeeres die Zusicherung geben, dass die Fischerei dort auch in Zukunft stattfinden kann.“ 

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Neue Angebote: Sauna und Arbeiten direkt am Wasser

Hooksiel/Schillig (2. 7. 2026) – An der Marina Hooksiel lädt der „Green Tiny Sauna Space“ ab sofort zu einer besonderen Auszeit direkt am Wasser ein. „Die autarke Sauna verbindet nachhaltiges Wellness-Erlebnis mit maritimem Ambiente“, verspricht die Wangerland Touristik GmbH (WTG). „Mit diesen Konzepten möchten wir sowohl Erholungssuchende als auch moderne, ortsunabhängige Berufstätige ansprechen und das touristische Angebot in der Region weiter bereichern“, so Eske Gobes vom WTG-Marketing.

Die neue Sauna in unmittelbarer Nähe der Marina der Wangerland Touristik im Hooksieler Freizeitgelände. Foto: WTG

Beheizt wird die von bis zu vier Personen gleichzeitig nutzbare Sauna mit einem skandinavischen Holzofen, der eine sanfte Slow-Sauna ebenso ermögliche wie klassisch-finnische Temperaturen von bis zu 80 Grad Celsius. Je nach Holzmenge lasse sich die Wärme individuell regulieren. „Das Knistern des Feuers und der Blick auf die Marina sorgen für eine entspannte, naturnahe Atmosphäre“, verspricht die WTG. 

Im Buchungspreis von 39 Euro sind acht bis zehn Holzscheite für den ersten Saunagang enthalten. Zusätzliches Holz sowie Saunatücher können bei Bedarf hinzugebucht werden. Parkmöglichkeiten und ein Sanitärgebäude befinden sich in unmittelbarer Nähe an der Marina im Freizeitgelände.

Workspace in Schillig

Mit der Aussicht auf „Arbeiten mit freiem Blick auf die Nordsee“ wirbt ein weiteres neues Angebot in Schillig. Dort ist ab sofort ein „Green Tiny Work Space“ buchbar. Gemeinsam mit der Firma „Green Tiny Management“ sei es gelungen, einen inspirierenden Arbeitsplatz an der Küste für mobiles Arbeiten und kreative Auszeiten zu schaffen.

Mit dem neuen Angebot greife das Wangerland den wachsenden Trend zum ortsunabhängigen Arbeiten auf, so die WTG. Buchbar ist der Workspace halbtags oder ganztags. Kostenfreies WLAN, Stromanschlüsse direkt am Arbeitsplatz, ein ergonomischer Stuhl sowie Ablageflächen sorgen für eine funktionale Ausstattung. Ventilator und Heizlüfter ermöglichen eine individuelle Klimaregulierung zu jeder Jahreszeit. Ein kostenloser Parkplatz auf dem Campingplatz Schillig ist inklusive. 

Weitere Informationen und Buchungsmöglichkeiten unter wangerland.de/entspannen/green-tiny-sauna oder unter wangerland.de/nordseeurlaub/workation 

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Putzkolonnen künftig ohne Chemie und Giftstoffe unterwegs

Hooksiel (9. 4. 2026) – Beide Unternehmen sind seit Anfang 2025 zertifizierte Partner des Unesco Weltnaturerbe Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Ab sofort arbeiten die Hooksieler „Agentur am Meer“ und die PUUYU Nature Care GmbH aus Jever auch im praktischen Geschäft eng zusammen. Die gemeinsame Basis: Nachhaltigkeit.

Setzen beim Reinigen von Ferienwohnungen auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz: Alexandra Gölz und Matthias Suckert. Foto: hol

Die „Agentur am Meer“ am Meer betreut rund 120 Wohnungen und Feriendomizile in Hooksiel. Die wollen regelmäßig geputzt und gereinigt werden. „Nach jedem Bettenwechsel schicken wir eine Putzkolonne“, schildert Agenturbetreiber Matthias Suckert. Künftig werden die Putzkräfte nicht nur saubere Zimmer hinterlassen, sondern auch einen ökologisch einwandfreien Fußabdruck.

Nur ökologisch unbedenkliche Produkte

Dafür sollen die Produkte der PUUYU GmbH sorgen, die ausnahmslos mit natürlichen Inhaltsstoffen und Enzymen Verschmutzungen beseitigen, ohne die Umwelt oder die Anwender zu schädigen. Nach den Worten von Unternehmensgründerin Alexandra Gölz hat das Unternehmen eine ganze Reihe von Produkten entwickelt, die ohne Giftcocktail und Gaswolke reinigen. „Auf unserer Produkten findet man nicht einen einzigen Warnhinweis, die für potenziell giftige, ätzende oder wasserschädliche Stoffe vorgeschrieben sind.“

In einer Testphase wurden die Hooksieler Putzkolonnen für den Einsatz der neuen Allzweck-, Luft-, WC- oder Bodenreinigern geschult. „Das Motto ,viel hilft viel‘ gilt bei uns nicht“, sagt Alexandra Gölz. Soll heißen: Der richtige Umgang mit den Öko-Putzmitteln will gelernt sein. Zum Wohle der Umwelt und der Gesundheit von Mensch und Tier, die in die frisch gereinigten Wohnungen einziehen. 

Werte des Nationalparks Wattenmeer

Darauf setzt Suckert. Nach seinem Eindruck würden sich immer mehr Urlauber bewusst für eine Unterkunft entscheiden, die nachweislich im Einklang mit den Werte des Nationalparks Wattenmeer betrieben wird. 32 seiner Wohnungen seien entsprechend zertifiziert. 

Gölz und Suckert, die sich erst bei der Verleihung ihrer Zertifikate durch die Nationalparkverwaltung kennen gelernt haben, wollen auch beim Vertrieb der nachhaltigen Putzmittel zusammenarbeiten. Die Putzmittel können künftig in einem Shop in der Agentur in der Lange Straße erworben werden. 

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Tourismusbeiträge: Gemeinde holt Abrechnungen nach

Wangerland/Hooksiel (11. 2. 2026) – Die Gemeinde Wangerland ist mit der Erhebung der Tourismusbeiträge in Verzug. Aktuell werden die fälligen Beiträge für die vergangenen Jahre eingefordert. Für die „zeitliche Verschiebung“ der Veranlagungen gebe es aber nachvollziehbare Faktoren, beteuert Gemeindekämmerer Arthur Wichmann. er betont insbesondere, dass den Nachforderungen keine „Versäumnisse“ in der Verwaltung oder „ungeklärte Sachverhalte“ zugrunde liegen. 

Wer vom Tourismus im Wangerland direkt oder indirekt profitiert, der muss sich mit einer Gebühr an den Marketingkosten im Bereich Fremdenverkehr beteiligen. Die Gemeinde Wangerland treibt jetzt die Abgaben für die Vorjahre ein. Archiv-Foto: hol

Geld fürs Marketing

Den Tourismusbeitrag, der unter anderem für das Tourismus-Marketing eingesetzt wird, muss jeder im Wangerland zahlen, der direkt oder indirekt vom Fremdenverkehr profitiert. Also Hoteliers und Gastronomen, aber auch zum Beispiel Vermieter oder Handwerksbetriebe. Die Gebührenhöhe richtet sich nach dem jeweiligen wirtschaftlichen Vorteil der unterschiedlichen Branchen.

Während der Corona-Pandemie seien in den Jahren 2020 und 2022 zunächst nur Vorauszahlungen erhoben worden, so die Gemeinde. Für das Jahr 2021 habe man auf Beschluss des Gemeinderates vollständig auf Vorauszahlungen verzichtet, um die Beitragszahler in einer wirtschaftlich schwierigen Phase zu entlasten. 

Corona und Personalausfälle

Die dadurch entstandenen Abrechnungen mussten in den Folgejahren zusätzlich bearbeitet werden. Parallel dazu hätten langfristige krankheitsbedingte Personalausfälle sowie die Bindung von Personal durch große gesetzliche Projekte, insbesondere die Umsetzung der Grundsteuerreform, zu weiteren Verzögerungen geführt, erläutert Wichmann. „Da mussten wir Prioritäten setzen.“

Aktuell würden jetzt die Tourismusbeiträge für die Jahre 2022 bis 2024 festgesetzt. „Bei der Festsetzung für 2022 handelt es sich lediglich um die Endabrechnung bereits geleisteter Vorauszahlungen“, so der Kämmerer. Hier seien überwiegend geringe Nachzahlungen oder teilweise auch Erstattungen zu erwarten. „Die Festsetzungen für 2023 und 2024 führen zu regulären Beitragsforderungen. Für den überwiegenden Teil der Betriebe bewegen sich diese im zwei- oder niedrigen dreistelligen Bereich pro Beitragsjahr.“

Insgesamt, so Wichmann, entstehe der Gemeinde Wangerland durch die Verzögerung bei den Veranlagungen kein finanzieller Schaden. „Von einer Verjährung der Forderungen sind wir weit entfernt.“

Fälligkeit erst zum September

Um die wirtschaftliche Situation der Beitragszahler zu berücksichtigen, habe man das Fälligkeitsdatum bewusst auf den 1. September 2026 gelegt. Damit bleibe den Betroffenen ausreichend Zeit, die Einnahmen in der laufenden Saison zu erwirtschaften. Das Angebot der Gemeinde: „Sollte die gleichzeitige Festsetzung mehrerer Jahre im Einzelfall zu einer erheblichen finanziellen Belastung führen, besteht auf Antrag die Möglichkeit einer Ratenzahlung.“

Ziel sei es, den Bearbeitungsstand schrittweise wieder an den regulären Veranlagungsrhythmus heranzuführen, beteuert die Gemeinde. Zur Aufklärung beitragen soll ein Informationsblatt, das die Verwaltung den Bescheiden an die Beitragspflichtigen beilegt. 

Umfrage zeigt Handlungsbedarf: Viel Kritik an Parkgebühren

Hooksiel (8. 12. 2025) – Die Haupturlaubsorte im Wangerland – Hooksiel, Horumersiel und Schillig – stehen bei den Urlaubern für Natur, Ruhe, Strand und „Nordsee-Feeling“. Das ist eines der Ergebnisse der Online-Umfrage, die der Hooksieler Matthias Suckert, Vorsitzender des Fremdenverkehrsvereins Wangerland und Inhaber einer Vermietungsagentur, in den vergangenen Wochen vorgenommen hat. 

Ein Bad sollte erhalten bleiben

Sehr häufig haben Einheimische und Gäste den Wunsch geäußert, dass zumindest ein Schwimmbad erhalten bleiben möge. Ebenso auffällig: Die Forderung nach einem vereinfachtem Parksystem, mit Tages- und Wochentickets, die sowohl für die Parkplätze der Wangerland Touristik GmbH (WTG) an den Ständen wie für die der Gemeinde in den Orten gültig sein sollten. Weitere Wünsche: Mehr öffentliche Toiletten, zusätzliche Lademöglichkeiten für Elektro-Autos und E-Bikes sowie bessere Geh- und Radwege.

Die Urlauber lieben am Wangerland vor allem die Ruhe, die Natur und die Weite des Wattenmeeres. Archiv-Foto: hol

Insgesamt haben sich an der Umfrage nach Angaben von Suckert 390 Menschen beteiligt. Zum Teil mit umfangreichen Einlassungen. Hintergrund der Aktion ist die Neuausrichtung der WTG nach der Insolvenz des gemeindeeigenen Unternehmens. Unter anderem sind aktuell beide WTG-Hallenbäder in Hooksiel und Horumersiel geschlossen. 

Wunsch nach „bezahlbarer Küche“

Insgesamt zeigten sich die Teilnehmer an der Umfrage mit den Angeboten im Bereich Einzelhandel und Gastronomie im Wangerland weitgehend zufrieden. Einige wünschten sich einen weiteren Supermarkt sowie eine größere Vielfalt im Bereich „bezahlbare Küche“, andere vermissen mehr vegetarische Gerichte.

In Hooksiel gebe es im Vergleich zu Horumersiel und Schillig in der Hauptsaison zu wenig Veranstaltungen. Insgesamt sollten auch mehr Aktivitäten außerhalb der Hauptsaison stattfinden. Mehr Mülleimer wären aus Sicht einiger Teilnehmer ratsam – und die Anleinpflicht für Hunde sollte strenger kontrolliert werden,

Suckert zeigte zufrieden sich mit der Zahl der Rückmeldungen und der Vielfalt der Anregungen. „Wir nehmen das Feedback mit und bleiben dran.“

Tourismusverein lädt zum Leistungsträger-Stammtisch

Wangerland (1. 11. 2025) – Der Tourismusverein Wangerland fordert alle touristischen Leistungsträger, Vereine, Engagierten, Einheimischen und Gäste auf, sich aktiv an der zukünftigen Entwicklung des Wangerlands zu beteiligen. Alle touristischen Akteure im Wangerland sind zum nächsten Leistungsträger-Stammtisch am Dienstag, 4. November, um 19 Uhr im kleinen Kursaal in Horumersiel eingeladen. Dort will man unter anderem zentrale Themen für die künftige Vereinsarbeit besprechen und erste Ergebnisse einer derzeit laufenden Umfrage zum Urlaubsstandort Wangerland vorstellen.

Kräfte bündeln

Der neu gegründete Tourismusverein verstehe sich nicht als Konkurrenz zu bestehenden Orts- oder Dorfvereinen, sondern als überörtliche Plattform und Vermittler zwischen allen Akteuren im Wangerland, heißt es in der Einladung. Ziel sei es, Kräfte zu bündeln, Synergien zu schaffen und die Region als Einheit sichtbar und erlebbar zu machen.

„Wir möchten Menschen zusammenbringen, die das Wangerland lieben und etwas bewegen wollen“, betont der Vorstand. „Jede Stimme, jede Idee und jedes Engagement zählt. Wir freuen uns über alle, die mitmachen – ob als Teilnehmer, Ideengeber oder auch als aktives Mitglied im Verein.“

Neue Initiativen anschieben

Unter anderem soll am Leitungsträger-Stammtisch über Initiativen gesprochen werden, die der Verein kurz- und langfristig umsetzen könnte. Dazu gehört die Installation eines „Wangerland-Botschafters“ und die Wiederbelebung der „Digitalen Lotsen“.

Fast ein ganzes Jahr lang Urlaub in einer Ferienwohnung

Hooksiel (19. 10. 2025) – Hooksiel ist schön. Der Alte Hafen, die vielen kleinen Häuser und Geschäfte im Ortskern. Beate und Jörg Beier aus Dorsten in Nordrhein-Westfalen wissen, warum sie gerade hier seit Jahren ihre Urlaube verbringen – und das bis zu vier Mal im Jahr. „Wir waren 1998 das erste Mal in Hooksiel“, berichten die beiden Frührentner. „Und das hat uns wirklich gut getan.“

Vermieterin Anke Müller (links) bedankt sich bei ihren treuesten Gästen: Beate und Jörg Beier aus Dorsten machen seit 1998 immer wieder Urlaub in Hooksiel. Foto: hol

Anke Müller, die zusammen mit ihrem Mann elf Ferienwohnungen in Hooksiel betreibt, hat ihre treuesten Gäste jetzt mit einem kleinen Präsent überrascht. Seit 2007 wohnen die Beiers bei den Müllers. 38 Mal sind die seither angereist. Mal für eine Woche, mal für zwei Wochen. „Insgesamt kommt da inzwischen fast ein ganzes Jahr an Übernachtungen raus. Damit seit ihr bei uns der absolute Spitzenreiter.“

„Mehr für Kinder und Familien tun“

Jörg Beier hat in der chemischen Industrie gearbeitet, seine Frau in der Pflege. Die ersten Jahren wohnten sie in Hooksiel stets in einem Quartier an der Nordstraße. Zwei- bis dreimal in einem Restaurant Essen gehen, eine Wattwanderung und ein Backfisch am Außenhafen – das gehört für sie zum regelmäßigen Urlaubsprogramm. Hin und wieder seien sie auch im Meerwasser-Hallenwellenbad zum Schwimmen gegangen „Ich glaube, Hooksiel muss unbedingt etwas für Kinder und Familien tun“, sagt Jörg Beier. Früher habe es hier noch die Spielscheune „Bullermeck“ gegeben. Jetzt sei auch noch das Bad geschlossen worden …

Mit Bad, ohne Bad – die Beiers bleiben ihrem Sehnsuchtsort treu. Überlegungen, hier eine Zweitwohnung zu erwerben, hat das Paar verworfen. Aber inzwischen würden eine ganze Reihe von Freunden und Bekannten auch regelmäßig nach Hooksiel kommen, wo man dann gemeinsam ein paar schöne Tage verbringe. Beate Beier: „Die haben wir nach und nach alle überzeugt.“

Neuer Verein will Stimme der touristischen Leistungsträger werden

Wangerland (12. 9. 2025) – Der erste Schritt ist gemacht. In dieser Woche haben neun touristische Leistungsträger den Fremdenverkehrsverein Wangerland gegründet. Der Verein möchte eine Plattform zur Stärkung und Weiterentwicklung des regionalen Tourismus im gesamten Gemeindegebiet werden. 

Wollen den Fremdenverkehrsverein Wangerland zur zentralen Stimme der touristischen Leistungsträger im Wangerland machen: Vorsitzender Matthias Suckert (links) und sein Stellvertreter Christian Fuchs. Foto: hol

Bei der Gründungsveranstaltung waren Gastronomen, Hoteliers und Vermieter aus Hooksiel, Horumersiel und Minsen vertreten. Zum 1. Vorsitzenden wurde Matthias Suckert gewählt, sein Stellvertreter ist Christian Fuchs. Als Schatzmeisterin fungiert Geraldine Vogdt, zum Schriftführer wurde Christian Narjes gewählt. Arno Meents fungiert als Beisitzer.

Alle Ortsteile im Blick

Der Verein verfolgt das Ziel, den Tourismus in allen Ortsteilen des Wangerlandes gleichermaßen zu fördern – unabhängig von einzelnen Ortschaften oder Interessenlagen. „Unser Verein möchte ein gemeinsames Dach für alle touristischen Aktivitäten im Wangerland bilden. Wir bündeln Kräfte statt sie zu zersplittern und setzen uns für eine starke, einheitliche Außendarstellung der ganzen Region ein“, so der Vorstand. Suckert: „Wir wollen keinem anderen Verein etwas wegnehmen. Bei uns kann jeder mitmachen.“

Ziel des Fremdenverkehrsvereins ist es, möglichst viele der 486 registrierten touristischen Leistungsträger für eine Mitgliedschaft zu gewinnen. Die Spannbreite der Zielgruppe reicht vom Gastronomen in Hooksiel über den Hotelier in Horumersiel und den Vermieter einer Ferienwohnung in Minsen bis zum Gewerbetreibenden in Hohenkirchen, Tettens oder Middoge. „Wir wollen die Stimme des Tourismus im Wangerland werden“, so Christian Fuchs. „Schließlich haben wir das Ohr an den Gästen.“

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Unterstützung für touristische Angebote

Der Verein will bestehende touristische Einrichtungen unterstützen, gemeinsame Veranstaltungen fördern, nachhaltige touristische Angebote stärken und aktiv Öffentlichkeitsarbeit für die gesamte Region betreiben. Erklärtes Ziel dabei ist eine enge Zusammenarbeit mit der Gemeinde Wangerland, lokalen Betrieben und Vereinen. Suckert: „Dafür brauchen wir das Rad nicht neu zu erfinden. Es gibt viele tolle Dinge, die es schon gibt, die wir aber neu mit Leben erfüllen können.“

Wangerland-Botschafter

Als Beispiel nennt Suchert etwa die „Wangerland-Botschafter“, die es schon einmal gab. Dabei sollen Studierende oder Praktikanten aus dem Bereich Tourismus-Wirtschaft in den Sozialen Medien ihre Eindrücke aus dem Wangerland verbreiten – und dadurch für den Standort werben. Wichtig auch ein direkter digitaler Draht zwischen Leistungsträgern und der Wangerland Touristik GmbH (WTG). Gemeinsam wolle man den Touristischen Leitpfaden wieder aufnehmen und – sobald sich die künftige Struktur der WTG abzeichnet – sehen, was sich davon umsetzen lasse.

Der Verein verfolgt nach eigenem Bekunden ausschließlich gemeinnützige Zwecke. Er sei offen für alle, die den Tourismus im Wangerland aktiv unterstützen möchten – ob Privatpersonen, Unternehmer und Unternehmerinnen oder Institutionen. Eine Mitgliedschaft kann über die Homepage des Vereins beantragt werden und ist im Gründungsjahr beitragsfrei. 

Regelmäßige Stammtische

Die Vereinsgründung ist durch die Insolvenz der WTG vorangetrieben worden. Gastronomen hatten in der Folge eine stärkere Einbindung ihrer Kompetenz in die touristischen Gremien der Gemeinde und die WTG beantragt. Da die Folgen der Insolvenz für das gemeindeeigene Tourismusunternehmen noch nicht absehbar sind, wollen sich die touristischen Leistungsträger jetzt so aufstellen, dass sie mit einer Stimme sprechen und gegebenenfalls selbst Aufgaben übernehmen können, die bislang vorwiegend die WTG abgebildet hat.

 Wie will der Vereine die potenziellen Mitglieder im Gemeindegebiet für sich gewinnen? Fuchs: „Wir werden liefern. Wer mitmachen will, ist bei uns herzlich willkommen. Aber wir werden niemandem hinterher laufen.“ Als Kontakt-Plattform soll die Internetseite des Vereins dienen. Geplant seien zudem monatliche Leistungsträger-Stammtische. Für Februar 2026 ist zudem die erste förmliche Mitgliederversammlung vorgesehen. Hier soll dann auch die Höhe der Mitgliedsbeiträge festgelegt werden.