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Alle Beiträge zum Thema “Anne Janssen”

Belastung für pflegende Angehörigen häufig bereits am Anschlag

Jever/Wangerland (3. 11. 2026) – Die geplante Neuordnung der Pflege bereitet vielen Menschen Sorgen und wirft Fragen auf. Die Selbsthilfegruppe Herz- und Hirninfarkt mit der Wangerländerin Anne Philipp als Sprecherin an der Spitze hat in einem Gespräch mit der Bundestagsabgeordneten Anne Janssen (Wittmund) ihre Bedenken vorgetragen. Die CDU-Politikerin hat vor dem Hintergrund der anstehenden Entscheidungen im Bundestag in den zurückliegenden Wochen professionelle Pflegeeinrichtungen besucht und sich mit pflegenden Angehörigen getroffen.

Die Bundestagsabgeordnete Anne Janssen (links) im Gespräch mit den Vertretern der Selbsthilfegruppe: (von links) Christiana Schütt, Roland Meixner, Marie-Anne Meixner und Anne Philipp. Foto: Axel Homfeldt

Die neue Gesetzgebung soll zum 1. Januar 2027 in Kraft treten. „Für uns pflegende Angehörige und den Pflegebedürftigen ist es schon eine große Herausforderung, bei all den neuen Begriffen und neuen Regelungen alles im Blick zu behalten“, so Anne Philipp. Sie ist davon überzeugt: „Auch wenn die Pflegekassen sparen müssen, ohne uns würde es noch schlimmer aussehen, denn 85 Prozent der Pflegebedürftigen werden Zuhause gepflegt.“ 

Praxistest für Reformpläne

Die Sellbsthilfegruppe gab Anne Janssen einen Fragenkatalog mit auf den Weg, den die inzwischen nach eigenem Bekunden bereits in das Gesetzgebungsverfahren zum Pflegeneuordnungsgesetz (PNOG) eingebracht hat. „Die Angehörigen wissen genau, welche Hilfe sie brauchen. Sie organisieren eine Vertretung, wenn sie selbst ausfallen oder eine Pause benötigen. Und sie rechnen nach, wofür das Geld der Pflegeversicherung reicht“, sagt Janssen. „Ob die Reform ihnen hilft, zeigt sich in ihrem Alltag. Deshalb müssen wir bei den Beratungen genau hinhören.“

Ein Anliegen ist die Absicherung von Menschen, die im Rentenalter Angehörige pflegen. „Die Flexirente soll für Rentner in Regelaltersgrenze gestrichen werden“, schildert Anne Philipp. „Sie war bislang die einzige Vergütung, die wir Pflegenden bekommen haben – und wir betreuen unsere Angehörigen 24 Stunden lang an sieben Tagen in der Woche.“

Klarheit herbeiführen

Janssens Haltung dazu: „Wer mit einer kleinen Rente auskommen muss und zugleich einen Angehörigen versorgt, kann zusätzliche Einbußen kaum auffangen. Hier brauchen wir Klarheit darüber, wen die Regelung trifft und wie diese Menschen geschützt werden können.“

Weitere Fragen betreffen die geplante Zusammenfassung bisheriger Pflegeleistungen in neuen Budgets. Wie viel Geld bleibt einer Familie tatsächlich? Janssen hat um Berechnungen für Haushalte gebeten, die bisher Pflegegeld mit Verhinderungspflege und Pflegehilfsmitteln kombinieren. Geklärt werden soll auch, wie flexibel die Budgets eingesetzt werden können und wie eine geplante Auszeit der Hauptpflegeperson künftig bezahlt werden kann – gerade bei privat organisierter Vertretung.

Sorgen der Selbsthilfegruppe

 „Eine Pause darf nicht erst möglich sein, wenn jemand vor Erschöpfung zusammenbricht“, so die Abgeordnete. „Wer täglich für einen anderen Menschen da ist, braucht zwischendurch Zeit für sich. Dafür muss eine verlässliche Vertretung finanzierbar sein.“ Die Sorge der Selbsthilfegruppe:  Die „private Verhinderungspflege“ soll  künftig über verschiedene Töpfe abgerechnet werden, etwa über ein Entlastungsbudget (jetzt Pflegegeld) oder ein Sozialraum-Budget (jetzt Entlastungsbetrag). Die Betroffenen befürchten, dass sich für sie daraus Verschlechterungen ergeben. 

Eine weitere Sorge, die Anne Janssen aufgenommen hat, zielt auf den geplanten Wegfall von Ansparmöglichheiten von Mitteln. Sinnvoll sei das unter anderem, weil anerkannte Unterstützungsangebote gerade im ländlichen Raum nicht überall regelmäßig zur Verfügung stehen. Janssen möchte prüfen lassen, ob nicht verbrauchte Beträge begrenzt übertragen werden können und ob das Budget weiterhin Eigenanteile in der Tages- und Nachtpflege mindern kann.
 „Wenn vor Ort niemand helfen kann, bleibt der Bedarf trotzdem bestehen“, sagt Janssen. „Familien müssen Geld für einen späteren Einsatz zurücklegen können. Sonst verfällt Unterstützung, die sie dringend brauchen.“

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Janssen: Höhere Tabaksteuer muss die Prävention stärken

Friesland/Wilhelmshaven (6. 10. 2026) – Weniger junge Menschen sollen mit dem Rauchen anfangen, mehr Raucher Unterstützung beim Aufhören bekommen: Daran sollte sich nach Ansicht der CDU-Bundestagsabgeordneten Anne Janssen (Wittmund) die geplante Erhöhung der Tabaksteuer messen lassen. Gemeinsam mit Facharzt Klaus-Peter Schaps, Vorsitzender des Ärztevereins Wilhelmshaven-Friesland, setzt sie sich dafür ein, den Gesundheitsschutz in den Mittelpunkt zu stellen. 

Anlässlich der öffentlichen Anhörung im Finanzausschuss fordert Janssen, zusätzliche Einnahmen vollständig für den Gesundheitsbereich und besonders für die Prävention zu verwenden. Allgemeine Haushaltslöcher dürften damit nicht gestopft werden.

„Wir müssen verhindern, dass junge Menschen überhaupt mit dem Rauchen anfangen. Und wer aufhören möchte, braucht wirksame Unterstützung“, sagt Janssen (Foto) . Die auch für das Wangerland zuständige Abgeordnete kennt die Folgen des Tabakkonsums aus ihrem Berufsleben.

„Als ehemalige Krankenpflegerin weiß ich, wie viel Leid hinter vermeidbaren Erkrankungen steht. Deshalb setze ich mich mit Nachdruck für eine starke Präventionsarbeit ein“, so Janssen.  Auch Schaps hält eine höhere Tabaksteuer aus ärztlicher Sicht für sinnvoll. Steigende Preise könnten dazu beitragen, den Konsum zu verringern und schwere Folgeerkrankungen zu verhindern. Er beschreibt, was Rauchen für Betroffene bedeuten kann: „Deutliche Leistungsminderung, Luftnot, künstlicher Sauerstoffbedarf und zuletzt der vorzeitige Tod können häufig Folge des Rauchens sein.“ 

Besonders der Schutz junger Menschen beschäftigt den Mediziner. Dabei richtet sich der Blick auch auf E-Zigaretten und das sogenannte Vapen. Diese Produkte sind ebenfalls mit gesundheitlichen Risiken verbunden. Für Janssen reicht es deshalb nicht, Tabakprodukte teurer zu machen. „Höhere Preise müssen durch besser finanzierte Aufklärung und Hilfen zum Rauchstopp begleitet werden“, betont sie. 

Nach Angaben des Parlamentskreises Prävention sterben in Deutschland jährlich rund 130.000 Menschen an den Folgen des Tabakkonsums. Die gesellschaftlichen Kosten werden auf fast 100 Milliarden Euro pro Jahr beziffert. Mehr als 30 Milliarden Euro davon entfallen unmittelbar auf das Gesundheitssystem. Der Gesetzentwurf sieht vor, die Tabaksteuer von 2027 bis 2030 in vier jährlichen Schritten anzuheben. 

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Neue Aufgaben für Abgeordnete

Friesland/Berlin (19. 5. 2025) – Die neue Regierung steht, die Abgeordneten des Wahlkreises Friesland/Wilhelmshaven/Wittmund haben ihre künftigen Plätze im Bundestag gefunden. Zum Teil in neuen Funktionen. So ist die CDU-Abgeordnete Anne Janssen (Wittmund) Mitglied im Gesundheits-, im Wirtschafts- und Tourismusausschuss des Bundestages. 

Die CDU-Bundestagsabgeordnete Anne Janssen (42) wird auch im 21. Deutschen Bundestag wieder Mitglied des Ausschusses für Gesundheit sein. „Gerade in unseren ländlichen Regionen ist eine verlässliche, qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung kein Luxus, sondern Grundvoraussetzung für Lebensqualität. Ich werde mich mit aller Kraft dafür einsetzen, dass sich Menschen– besonders in ländlichen Gebieten – jederzeit auf eine verlässliche, bedarfsgerechte und bezahlbare Gesundheits- und Pflegeversorgung verlassen können“, verspricht Janssen. Im dem Gesundheitsausschuss arbeitet übriges mit dem in Zetel lebenden Martin Sichert (AfD) noch ein weiterer Abgeordneter aus dem Wahlkreis mit.

Als stellvertretendes Mitglied ist Janssen zudem im Ausschuss für Wirtschaft und Energie tätig – eine Aufgabe, die sie im Zusammenspiel mit ihrer neuen Rolle als Vorsitzende des Arbeitskreis Küste sieht: „Gemeinsam mit meinen Kolleginnen und Kollegen will ich die maritime Wirtschaft stärken – von den Werften über die vielen mittelständischen Zulieferer in unseren Hafenstädten bis zu den Reedereien -, denn sie ist Jobmotor und Innovationslabor zugleich.“

Darüber hinaus wird Anne Janssen weiterhin als stellvertretendes Mitglied im Tourismusausschuss mitarbeiten: „Der Tourismus ist für die Küstenregion ein entscheidender Wirtschaftsfaktor, der Arbeitsplätze schafft und die einzigartige Kultur des Nordens erhält. Tourismus und maritime Wirtschaft gehören zusammen – beide halten unsere Region lebendig und zukunftsfähig; daher werde ich ihre Interessen im Bundestag mit Nachdruck vertreten“, erklärt Janssen.

Das Direktmandat im Wahlkreis gewann bei der Bundestagswahl 2025 erneut Siemtje Möller (41). Ihren Posten als parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Verteidigung musste sie dennoch abgeben. Die SPD-Fraktion im Bundestag wählte die Varelerin zur stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden. Sie ist für die Themen Außenpolitik, Verteidigungspolitik, Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Menschenrechte und Europapolitik zuständig. „Gerade in diesen Zeiten, die geprägt sind von Kriegen, Umbrüchen und einer volatilen Sicherheitssituation für Deutschland und Europa ist dieser Arbeitsbereich von großer Bedeutung für uns als Regierungsfraktion“, stellte die Abgeordnete nach ihrer Wahl fest. „Es ehrt mich sehr, dass ich hier Verantwortung übernehmen soll.“

Noch drei Gesetze verabschiedet: Gute Woche für Frauen und Kinder

Hooksiel (3. 2. 2024) – Es herrscht in Berlin derzeit offenbar doch nicht nur Hauen und Stechen zwischen den politischen Lagern. Während die Debatte um die Asylpolitik zu eskalieren drohte, sprach die CDU-Bundestagsabgeordnete Anne Janssen (Wittmund), die auch für das Wangerland zuständig ist, von einer „wirklich guten Woche für Frauen und Kinder“.

Der Bundestag habe mit den Stimmen von CDU/CSU, SPD und den Grünen drei Gesetz verabschiedet, an deren Verhandlungen Janssen als Mitglied des Familienausschusses direkt beteiligt war: das „Gewalthilfegesetz“, das „Mutterschutz-Anpassungsgesetz“ und das „Gesetz zur Stärkung der Strukturen gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen“.

Recht auf Schutz für Gewaltopfer

„Mit dem Gewalthilfegesetz haben wir einen frauenpolitischen Meilenstein gesetzt: Keine Frau, die von Gewalt betroffen ist, soll ohne Schutz und Hilfe bleiben“, so Janssen. Das betreffe auch den Bereich Wilhelmshaven/Friesland. Im Jahr 2021 seien zehn Frauen aus dem Landkreis Friesland und 28 Frauen aus der Stadt Wilhelmshaven im Frauenhaus untergebracht gewesen. Das Frauenhaus nehme vorrangig Frauen aus Wilhelmshaven und Friesland auf. 

Mit dem neuen Gesetz haben Frauen einen Rechtsanspruch auf einen Platz. In anderen Regionen Deutschlands sei eine solche Ausstattung wie in Wilhelmshaven/Friesland längst nicht selbstverständlich. Ziel des Gewalthilfegesetzes ist es, den bedarfsgerechten Ausbau des Schutz- und Unterstützungssystems für Gewaltopfer sicherzustellen. 

Mutterschutz bei Fehlgeburten

Das Mutterschutz-Anpassungsgesetz schaffe erstmals einen klaren Anspruch auf Mutterschutzfristen für Frauen, die eine Fehlgeburt ab der 13. Schwangerschaftswoche erlitten haben. „Bisher bestand lediglich Kündigungsschutz“, so Janssen. Mit der neuen Regelung erhalten betroffene Frauen eine klare Rechtsgrundlage, die ihnen erlaubt, sich ohne bürokratische Hürden auf die Verarbeitung des Erlebten zu konzentrieren. 

Die Fristen sind gestaffelt: Ab der 13. Woche beträgt der Mutterschutz zwei Wochen, ab der 17. Woche sechs Wochen und ab der 20. Woche acht Wochen. „Eine Fehlgeburt ist ein tiefer Einschnitt – es ist nur gerecht, dass Frauen in dieser schweren Zeit nicht allein gelassen werden. Nun haben sie endlich das Recht auf Schutz und Erholung, ohne erst um eine Krankschreibung kämpfen zu müssen“, so Janssen.

Janssen: Tragfähige Kompromisse möglich

Sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen sei eine der schlimmsten Formen des Unrechts, so die Abgeordnete. Das neue Gesetz setze ein Zeichen: Wir schauen nicht weg, wir handeln. Eine unabhängige Bundesbeauftragte gibt den Betroffenen eine Stimme, während klare Strukturen für Schutz, Prävention und Aufarbeitung sorgen. 

„Die drei Gesetze zeigen, dass die SPD und die Grünen durchaus in der Lage sind, auf die Union zuzugehen und tragfähige Kompromisse zu erzielen, wenn der politische Wille vorhanden ist“, stellt Anne Janssen fest. 

Janssen: Ampel-Regierung ist Gefahr für bäuerliche Landwirtschaft

Wangerland/Friesland (16. 12. 2023) – Landwirten drohen massive Einkommensverluste. Das jedenfalls befürchtet die CDU-Bundestagsabgeordnete Anne Janssen (Wittmund) mit Blick auf die Pläne der SPD/Grüne/FDP-Bundesregierung, die Rückvergütung von Agrardiesel sowie die Kfz-Steuerbefreiung für land- und forstwirtschaftliche Fahrzeuge zu streichen. 

Anne Janssen

„Die Einigung der Ampel-Koalition zum Bundeshaushalt 2024 ist ein Schlag ins Gesicht der deutschen Landwirte“, so Janssen in einer Presseerklärung. „Das ist der größte finanzielle und politische Einschnitt, den die Landwirtschaft je erfahren musste. Die Ampel-Regierung ist eine Gefahr für die bäuerliche Landwirtschaft.“ Streichung werde zu massiven Einkommensverlusten auf den Höfen führen. Landwirte seien auf Diesel als Kraftstoff angewiesen. Sie könnten nicht mit Elektro-Traktoren ihre Ernte einfahren. Die Bauern seien zurecht über die zusätzliche Steuerlast von 900 Millionen Euro verärgert. Das sei nicht akzeptabel, so die CDU-Politikerin (Foto).

Allein die Steuererstattungen für Agrardiesel umfassen 440 Millionen Euro. die zudem geplante massiv steigende CO2-Bepreisung kämen zusätzliche Kosten auf die Landwirtschaft zu. Die Verteuerung der Kraftstoffe bedeute aber für viele Menschen im ländlichen Raum, die in der Regel längere Fahrtstrecken zurücklegen müssen, eine erhebliche Mehrbelastung. 

Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) habe noch vor wenigen Tagen im Bundestag darauf hingewiesen, dass sowohl die Agrardiesel-Beihilfe als auch die Kfz-Steuerbefreiung für die deutsche Land- und Forstwirtschaft notwendig seien. Falls beides wegfallen sollte, sehe er ein Problem, was das Thema Wettbewerbsfähigkeit angeht. Daraus sei zu schließen, so Anne Janssen, dass das Wort des Landwirtschaftsministers in der Bundesregierung wenig bis gar kein Gewicht habe.

Die CDU-Politikerin fordert die Ampel-Koalition auf, ihre Spar-Pläne in den anstehenden Haushaltsberatungen zu korrigieren und die nicht verantwortbare Belastung der Landwirtschaft zurückzunehmen. 

Erhöhung der Mehrwertsteuer bringt Gastro-Kultur in Gefahr

Wangerland (12. 12. 2023) – Die CDU-Bundestagsabgeordnete Anne Janssen (Wittmund) sieht die Existenz vieler gastronomischer Betriebe bedroht. Der Grund: Die für den 1. Januar 2024 geplante Rückkehr zum Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent, der seit der Corona-Pandemie auf 7 Prozent abgesenkt war. Der Vorwurf der Oppositionspolitikerin: „Die Ampel-Regierung lässt die Gastronomie im Stich.“

„Mit der Erhöhung der Mehrwertsteuer auf 19 Prozent drohen kräftige Preiserhöhungen. Damit wird die Existenz vieler Restaurants und Gaststätten bedroht, die ohnehin mit multiplen Problemstellungen ringen“, befürchtet Anne Janssen, die zusammen mit der CDU-Kreisvorsitzenden Christel Bartelmei den Gastwirt und Hotelier Mario Krar im „Leuchtfeuer“ in Horumersiel besucht hat, um sich über die Lage zu informieren.

Anne Janssen Mario Krar
Die CDU-Bundestagsabgeordnete Anne Janssen informierte sich beim Gastronomen Mario Krar über mögliche Folgen der beabsichtigten Rückkehr zum Mehrwertsteuer-Satz von 19 Prozent. Foto: CDU

Janssen wirft Bundeskanzler Olaf Scholz vor, mit der Rückkehr zum alten Steuersatz sein Versprechen zu brechen, den verminderten Steuersatz beibehalten zu wollen. Ein weitere Kritikpunkt: „Für Essen to-go bleibt der Steuersatz bei 7 Prozent – obwohl das weniger personalintensiv ist, weniger Service beinhaltet, mehr Verpackungsmüll generiert und vor allem immer weniger Gastro-Kultur bringt.“ 

Krar fehlt zudem jede Bereitschaft zu einem Kompromiss. Er hält einen Steuersatz von 12 Prozent für machbar, dann aber flächendeckend für alle Leistungen im Gastro-Bereich, ob am Tisch oder außer Haus: „Dann wären die fehlenden Einnahmen kein Argument mehr“, so Krar.

Nicht nur die Mehrwertsteuer wird für Preiserhöhungen sorgen, befürchtet der Gastronom. Die Erhöhung des Mindestlohns sei dabei fast zu vernachlässigen, da Gastronomen, die Mitarbeiter gewinnen wollen, ohnehin über andere Gehälter verhandeln würden. Aktuell gebe es einfach kaum Bewerber. Aber die unsichere Entwicklung im Energiebereich stelle Verbraucher und Betriebe vor nicht abschätzbare Risiken. Hinzu kämen die zahlreichen, teils unterschiedlichen kommunalen Abgaben wie Bettenabgabe, Tourismusbeitrag und Gästebeitrag. „Unsere Schlinge zieht sich zu“, so Krar. 

„Die Betriebe können nicht einfach mal Pause machen und sind in einem Jahr bei geklärter Lage wieder da. Wer zumacht, wird wahrscheinlich eine Lücke hinterlassen“, prognostiziert Anne Janssen. Der Gastro-Branchenverband Dehoga schätzt, dass rund 12.000 Gastronomiebetriebe in Deutschland schließen könnten. Für die touristisch geprägte Region wie das Wangerland wären die wegbrechenden Restaurants und Cafés ein schwerwiegender Verlust an Vielfalt und Attraktivität. 

Endometriose: Anne Janssen fordert besseres Versorgungsnetz für Frauen

Anne Janssen
MdB Anne Janssen sprach am Freitag mit Vertretern der „Endometriose Vereinigung“, die vor dem Paul-Löbe-Haus in Berlin ihrer Enttäuschung Luft machten. Foto: Büro Janssen

Friesland/Wangerland (30. 9. 2023) – Die für den Wahlkreis Friesland-Wilhelmshaven-Wittmund zuständige Bundestagsabgeordnete Anne Janssen (CDU) fordert ein besseres Versorgungsnetz für Frauen, die an „Endometriose“ erkrankt sind. Die Wittmunderin zeigte sich enttäuscht, dass die Ampel-Regierung einen entsprechenden Antrag der CDU/CSU-Fraktion abgelehnt hat. Ziel sei es, die chronische und nicht heilbare Krankheit, an der rund zwei Millionen Frauen leiden, besser verstehen, behandeln, erforschen und begleiten zu können.

„Für die Patientinnen, die oft eine jahrelange Leidensgeschichte voller Schmerzen, Hilflosigkeit und Abweisung hinter sich haben, ist das ein trauriges Signal“, sagt Anne Janssen, die mit einer Rede im Bundestag für den Antrag geworben hatte. „Aufgrund von Unwissenheit beträgt allein die Dauer bis zur Diagnose noch immer im Schnitt bis zu zehn Jahre, zudem fehlt es dann an einem passgenauen Netz der medizinischen Versorgung.“ Ohne niedrigschwelligen Zugang zu einer medizinischen Versorgung werde häufig operiert, ohne die nachfolgende Behandlung mitzudenken.

Die CDU/CSU-Fraktion hatte den Ausbau und die Stärkung von Endometriose-Zentren, eine bessere Vergütung für die Beratung, mehr Forschung und Wissensvermittlung in der ärztlichen Ausbildung sowie eine bessere Aufklärung über Symptome und Auswirkungen in der Bevölkerung gefordert.

„Auch ohne politische Mehrheit konnten wir aber bereits Verbesserungen für die Betroffenen ins Rollen bringen“, so Anne Janssen. So habe man sich in einem Gespräch mit dem Vorsitzenden des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA) und der „Endometriose-Vereinigung“ darauf verständigt, die Krankheit in die ambulante spezialfachärztliche Versorgung (ASV) aufzunehmen. Dies würde bedeuten: eine bessere Verzahnung von Ärztinnen und Ärzten in der ambulanten und stationären Versorgung sowie die Verbesserung einer individuellen Versorgung.