Hooksiel (19. 8. 2026) – Schon seit Tagen läuft der Schulunterricht wieder – und damit der Schulbusverkehr, der unter anderem Kinder aus Hooksiel in die weiter führenden Schulen nach Hohenkirchen oder Jever befördert. Auf Unverständnis stößt deshalb bei Hooksielern aus dem Bereich Schmidtshörn, dass die dortige Bushaltestelle in Fahrtrichtung Horumersiel alles andere als verkehrssicher ist.
Die Bushaltestelle in Schmidtshörn ist erheblich unterhölt. Gabriele Maschmann gehört zu den Anwohnern, die das überhaupt nicht in Ordnung finden. Zumal Schulkinder in die Löcher treten und sich verletzen könnten. Foto: hol
Die Betonbodenplatte der Haltestelle ist massiv unterhöhlt. Entweder wurde hier Erde durch Starkregenfälle weggespült oder Maulwürfe und Kaninchen haben ganze Arbeit geleistet. Jedenfalls ragen die Ränder der Erdlöcher über die Kanten der Betonplatten hinaus. „Ein unbedachter Schritt und es könnte sich jemand verletzten“, beklagt die Anwohnerin.
Bushaltestelle wird saniert
Dabei ist die Gefahrenstelle längst bekannt. Seit etlichen Tagen weist eine Bake auf die Löcher hin. Immerhin. Aber ein Bautrupp, der mit ein paar Schippen Sand das Problem an der Haltestelle an der Landesstraße 810 beheben könnte, war bislang nicht in Sicht. „In Ordnung ist das nicht“, so die Meinung der Hooksielerin und einiger ihrer Nachbarn.
Allerdings: Dass sich niemand um die Sanierung kümmert, ist so nicht richtig. Die Gemeinde Wangerland hat sich an die für die L 810 und auch für die Unterspülung an der Bushaltestelle Schmidtshörn 5 zuständige Straßenmeisterei des Landes gewandt. Die hoffnungsvolle Auskunft von dort: „Wir haben die Baustelle auf dem Schirm. Bis Donnerstagmittag wollten wir das erledigt haben.“
Horumersiel (14. 8. 2026) – Der Gehweg am Horumertief in Horumersiel wird aufgrund von Sanierungsarbeiten ab Montag, 17. August, bis voraussichtlich Freitag, 18. September, vollständig gesperrt. Darauf weist die Gemeinde Wangerland hin. Der 360 Meter Weg sei im Laufe der Jahre erheblich in Mitleidenschaft gezogen worden und erfülle nicht nicht mehr den verkehrssicherheits-technischen Anforderungen. Er müsse deshalb vollständig erneuert werden
Die Höhe der Investition beziffert die Gemeinde auf rund 145.000 Euro. Der Weg erhalte eine neue Pflasterdecke sowie eine durchgehende Böschungssicherung aus Winkelsteinen, die zudem für Stabilität und Sicherheit sorgen sollen.
Damit Fußgänger vom Ortskern auch während der Bauarbeiten sicher zur Störtebekerstraße und zurück gelangen können, werde eine Umleitung ausgeschildert.
Jever/Wangerland (12. 7. 2026) – Bis 2029 will das Land Niedersachsen rund 500 Millionen Euro in Straßen, Brücken und Radwege investieren. Das Geld für die Sanierung stamme neben Landesmitteln auch aus dem Sondervermögen des Bundes, so die CDU-Landtagsabgeordnete Katharina Jensen (Wangerland). Davon würden auch mehrere Straßen im Landkreis Friesland profitieren. „Geplant sind Sanierungen der L 815 zwischen Sande und Schortens (2026), Neuenburg und Zetel (2027) sowie Blauhand und Sande (2028).“
Die Landesstraße 812 zwischen Jever und Hohenkirchen, ebenfalls in sanierungsbedürftigem Zustand, werde aber nicht berücksichtigt, bedauert die Abgeordnete. „Bereits im Vorfeld der nun angekündigten großen Sanierungsvorhaben hatte ich deswegen eine entsprechende Anfrage an die Landesregierung gestellt, da ich mehrfach auf den Zustand der Strecke angesprochen wurde“, so Jensen. „Ich begrüße ausdrücklich, dass kräftig in unsere Verkehrsinfrastruktur investiert wird. Dennoch bedauere ich, dass die L 812 nicht dabei ist.“
Nach Einschätzung des Wirtschaftsministeriums liegen an der L 812 keine außergewöhnlichen witterungsbedingten Schäden vor. Lediglich in einem rund einen Kilometer langen Abschnitt der Ortsdurchfahrt Waddewarden werden punktuell zu sanierende Bereiche genannt.
Positiv sei aus Sicht der CDU-Abgeordneten auch, dass die Landesregierung für die Kreisstraße 87 zwischen Oldorf und Poggenburg eine Deckenerneuerung vorbereitet. Nach Angaben des Landes befindet sich dieser Abschnitt in einem deutlich schlechteren Zustand als die Landesstraße 812. Derzeit werde eine Ausschreibung für die Maßnahme vorbereitet.
Hooksiel (23. 4. 2026) – Die Erwartungen haben sich (leider) bestätigt. Das von der Gemeinde Wangerland unterstützte Bauvorhaben des SC Wangerland auf der Sportanlage in Hooksiel ist in der ersten Vergaberunde des Förderprogramms des Bundes für kommunale Sportstätten nicht berücksichtigt worden.
Zwei Projekte in der Region
Wie die SPD-Bundestagsabgeordnete Siemtje Möller am Mittwoch mitteilte, fließen in der ersten Förderrunde erhebliche Mittel nach Wilhelmshaven und Friesland. „Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat die Förderungen über 1,083 Mio. Euro für die Sanierung der Sportstätte Güterstraße in Wilhelmshaven sowie über 875.250 Euro für die Sanierung der Außensportanlage an der IGS Friesland Nord in Schortens beschlossen.“
Der Bund fördert in den kommenden vier Jahren mit einer Investitionssumme von insgesamt einer Milliarde Euro sanierungsbedürftige Sportanlagen. Im ersten Topf stehen 333 Millionen Euro zur Verfügung. Antragsteller sind Kommunen, die auf einen Zuschuss in Höhe von 45 Prozent der Gesamtkosten durch den Bund hoffen dürfen – unabhängig von weiteren Fördertöpfen.
Rat unterstützt SC Wangerland
Vor diesem Hintergrund hatte der Rat der Gemeinde Wangerland Anfang dieses Jahres das vom SC Wangerland vorgestellte Neubauprojekt eines barrierefreien Sanitärgebäudes mit Umkleide- und Aufenthaltsräumen zwischen Fußballplatz und Tennisanlage in Hooksiel einstimmig unterstützt. Der Neubau könnte das deutlich in die Jahre gekommene Stelzengebäude ersetzen, das derzeit auch von den Sportlern genutzt wird.
Dass nicht alle beantragten Projekte gefördert werden konnten, war zu erwarten. „Mit einer beantragten Gesamtfördersumme von über 7,5 Milliarden Euro war der Projektaufruf 23-fach überzeichnet“, so CDU-Bundestagsabgeordnete Anne Janssen. Vor diesem Hintergrund freue sie sich besonders, dass die Sanierung der IGS-Sporthalle unterstützt wird.
Markus Gellert, für den Sport zuständiger Abteilungsleiter im Rathaus in Hohenkirchen, beteuert in einer ersten Stellungnahme, dass die Gemeinde Wangerland alles tun werde, dass das Projekt in Hooksiel in der zweiten Förder-Tranche berücksichtigt wird.
Hooksiel (18. 4. 2026) – Hooksiel ist ein schöner Ort. Aber er hat auch eine ganze Reihe von Macken. Kleinere und größere. Die Arbeitsgruppe „Infrastruktur“ des Seebadevereins Hooksiel will dazu beitragen, dass die Probleme erkannt und Lösungen angegangen werden. „Damit der Ort, in dem wir leben, am Ende noch schöner wird“, sagt Frank Müller.
Stolz sind die Mitglieder der Infrastruktur-Arbeitsgruppe des Hooksieler Seebadevereins darauf, dass die Gemeinde Wangerland auf ihre Anregung hin den viel genutzten Gehweg vom Hallenbad in Richtung Deich saniert hat. Auf dem Bild (von links) Frank Müller, Christine Ulbrich, Nicole Kutscher, Stefan Mampilly, Volker Meyer und Barbara Köster. Foto: hol
Müller ist Lotse der im vergangenen Jahr gegründeten Gruppe, die sich in seinem Haus in der Hinrike-Lichtenfeld-Straße trifft. Zur Sitzung sind an diesem Abend Nicole Kutscher, Stefan Mampilly und Volker Meyer erschienen, allesamt wie Müller Neubürger, die im Neubaugebiet zwischen Hohe Weg und Bäderstraße ein neues Zuhause gefunden haben.
Mit Zwischenbilanz zufrieden
Zur Runde gehören zudem Barbara Köster, die seit 2019 in Hooksiel lebt, sowie Kira Zucher und Christine Ulbrich, die in Hooksiel bzw. in Hohenkirchen aufgewachsen sind. Barbara Köster sucht nach einem günstigen Raum, der von der Musikschule Friesland genutzt werden könnte. Kira Sucher möchte die Bedingungen für die Wassersportler in Hooksiel verbessern und Christina Ulbrich hält ein größeres Betreuungsangebot der Jugendpflege im Ort für dringend geboten – und einen neuen Basketballkorb auf dem Skaterplatz.
Im Zentrum der über dreistündigen Beratung steht eine Zwischenbilanz. Müller berichtet über einen Rundgang durch Hooksiel, zu dem der Seebadeverein kürzlich Bürgermeister Mario Szlezak und weitere Vertreter der Gemeinde eingeladen hatte. Dabei habe man sich etliche Ecken im Ort angesehen, an denen Handlungsbedarf besteht.
Tor zum Wangerland
„Insgesamt haben wir im Moment 17 Projekte auf dem Schirm“, so Müller. Einige Themen wie die Sanierung der Geländer am Sieltor oder die Erneuerung des marode Gehwegs vor dem Hallenbad zum Deich hätten sich dank der guten Zusammenarbeit mit der Gemeinde inzwischen bereits erledigt. Auf dem Rundgang seien verdreckte oder falsch positionierte Schilder, marode Fuß- und Radwege sowie einige unschöne Ecken thematisiert worden. Ein „Tor zum Wangerland“ am südlichen Ortseingang, würde sich Müller wünschen, vielleicht in Form eines an Land gesetzten Fischkutters. Und ein oder zwei Strandkörbe wären seiner Ansicht nach eine echte Bereicherung für die Fußgängerzone Lange Straße.
Aber der Seebadeverein will auch bei den großen Themen mitmischen, die für Hooksiel auf der Agenda stehen. Für die Aufwertung des Alten Hafens – von der Verbesserung der Wasserqualität über das Thema Barrierefreiheit bis hin zur Sanierung der Kaimauer und der Bebauung des ehemaligen Feuerwehrareals – hat der Verein eine weitere Arbeitsgruppe gebildet. Und auch für die Lösung des Dauerproblems „Parken“ will man eigene Ideen einbringen.
Kurzzeit-Parktaste fürs Fischbrötchen
Ziel müsse ein einheitliches Parksystem von Gemeinde und Wangerland Touristik GmbH (WTG) sein, so Müller. Damit könnten Gäste, die am Strand parken, ihr Parkticket auch für den Besuch in einem der Orte nutzen. Wünschenswert wären aus Sicht der selbst ernannten Infrastruktur-Experten auch eine Kurzzeit-Parktaste („Für das schnelle Fischbrötchen am Hafen“) und eine Regelung für freies Parken für Einheimische („Kann doch nicht sein, dass wir für einen Spaziergang an unserem eigenen Strand zahlen müssen …“). Es sei erfreulich, dass Gemeinde und WTG bereits eine Arbeitsgruppe gebildet hätten, um die Parkregeln an den Stränden und in der Gemeinde zu vereinheitlichen. Vielleicht könne man dort auch die Wünsche der Bürger einbringen?
Alter Hafen, Parkregelung, Ortsverschönerungen – alles Themen, die die Gemeinde Wangerland und deren politischen Gremien schon seit Jahren umtreiben. Woher nehmen gerade die Neubürger im Seebadeverein den Optimismus, hier schnell zu guten Lösungen zu kommen?
„Wir haben den Eindruck, dass viele Alt-Wangerländer die große wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus gar nicht so richtig einschätzen“, sagt Müller. Neubürger seien aber oft gerade wegen der Attraktivität der Orte zum Beispiel nach Hooksiel gezogen. Sie würden Verbesserungspotenziale erkennen, wo Einheimische vielleicht schon etwas „betriebsblind“ seien, wie es Bürgermeister Szlezak kürzlich einmal formuliert hat. Müller: „Am Ende wollen wir alle doch nur, dass Hooksiel noch schöner wird.“
Hooksiel (28. 2. 2026) – Die Deutsche Telekom hat für die kommende Woche Modernisierungsarbeiten am Mobilfunkmast in der Obernstraße in Hooksiel angekündigt. „Über den Zeitraum der Arbeiten kann es zu Beeinträchtigungen im Mobilfunknetz kommen“, verkündet das Unternehmen in einer Mitteilung an die Gemeinde Wangerland.
Geräte, die im WLan eingebucht seien, würden von den Arbeiten aber aller Wahrscheinlichkeit gar nichts merken. Die Telekom geht davon aus, dass die Arbeiten bis zum kommenden Freitag abgeschlossen werden können.
Wangerland (23. 9. 2023) – Die Glasfaser Nordwest startet mit dem Netzbau in Tettens. Künftig sollen über 200 weitere Haushalte und Unternehmen von einem Glasfaseranschluss profitieren. Damit würde die Zahl der Anschlüsse in der Gemeinde Wangerland auf mehr als 4500 steigen. „Mit diesem Projekt setzen wir einen weiteren entscheidenden Impuls für die digitale Zukunft unserer Gemeinde“, so Bürgermeister Mario Szlezak.
Carlos Andrade Facal (Nord Connect, links), Wangerland Bürgermeister Mario Szlezak (Mitte) und Florian Nierke (Glasfaser Nordwest) geben das Startsignal für den Glasfaserausbau in Tettens. Foto: Glasfaser Nordwest
Seit 2021 ist Glasfaser Nordwest, ein Gemeinschaftsunternehmen der Telekom und EWE, im Wangerland aktiv. Nachdem der Infrastrukturausbau in Horumersiel Süd (650), Horumersiel Nord (270), Hohenkirchen (850), Hooksiel Ost (700), Hooksiel West (800), Hooksiel Zentrum (550) abgeschlossen ist und sich die Ausbauprojekte in Wiarden (150) sowie Waddewarden (400) in der Schlussphase befinden, beginnt jetzt der Glasfaserausbau in Tettens.
Tettens geht ans Netz
Heute setzten Bürgermeister Szlezak, Florian Nierke, Kommunalmanager von Glasfaser Nordwest sowie Carlos Andrade Facal, Geschäftsführer der Nord Connect, den symbolischen ersten Spatenstich. Szlezak: „Ich freue mich außerordentlich, dass es nun auch in Tettens losgeht. Eine leistungsfähige digitale Infrastruktur ist heute genauso wichtig wie Wasser, Strom oder Verkehrsanbindungen.“ Nierke: „Unser Glasfasernetz schafft eine stabile, schnelle und zukunftssichere Infrastruktur.“
Der Ausbau erfolgt in drei Schritten: Verteilnetzausbau, Bau der Hausanschlüsse und abschließend die Montagearbeiten innerhalb der Immobilie. Im ersten Schritt werden unterirdisch Leerrohrverbände zu kleineren Netzverteilern geführt. Dabei wird an jeder Adresse eine Abzweigung des Leerrohrs auf die Grundstücksgrenze abgelegt. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass jedes Grundstück einen eigenen Anschluss erhält. Im nächsten Schritt können die Tiefbauarbeiten der Hausschlüsse auf privatem Grund durchgeführt werden.
Sechs Inernet-Anbieter
Sobald ein Interessent bei einem von sechs Vermarktungspartner einen Glasfaseranschluss eauftragt, startet der Prozess des Hausanschlussbaus von der Grundstücksgrenze bis in die Immobilie. Dabei wird das Glasfaserröhrchen unterirdisch bis in das Haus eingeführt. In Mehrfamilienhäusern werden die Glasfasern bis in die Wohnungen gelegt.
Im dritten und letzten Schritt erfolgen die Montagearbeiten im Haus. Die Glasfasern werden in die Leerrohre eingeblasen und die Glasfaserdose innerhalb der Immobilie installiert. Danach kann der Router des Telekommunikations-Anbieters angeschlossen und der Anschluss durch den Vermarktungspartner geschaltet werden.
Die Glasfaser Nordwest vertreibt keine eigenen Glasfaserprodukte an den Endkunden, sondern stellt sein Netz allen interessierten Telekommunikations-Anbietern zur Verfügung. Die Tettenser haben ab Oktober die Möglichkeit aus einer Palette von Produkttarifen von sechs Vermarktungspartnern der Glasfaser Nordwest zu wählen – darunter Telekom, EWE, 1&1, SIT Telekom, MK Netzdienste und Plusnet.
Hooksiel (22. 9. 2025) – Ein undichtes Wasserrohr hat heute den Betrieb der Grundschule und des Kindergartens Hooksiel betroffen. Wie der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) auf Anfrage von „Hooksiel-Life“ bestätigte, war an einer PVC-Trinkwasserleitung aus dem Jahr 1973 im Bereich des Kreuzhamm eine undichte Klebeverbindung entdeckt worden.
„Wir haben uns daraufhin mit der Schule in Verbindung gesetzt, um zu klären, wann der beste Zeitpunkt für eine Reparatur ist“, schildere ein OOWV-Sprecher. Da der Unterricht heute um 13.30 Uhr endete, sei man dann mit den Reparaturarbeiten angefangen. Der Kindergarten musste kurzzeitig ohne Wasser auskommen.
Neben der Schule und dem Kindergarten waren 14 Haushalte von den Arbeiten betroffen. „Sie alle wurden über die Unterbrechung der Trinkwasserversorgung informiert“, so der OOWV. Aufgrund der Reparatur könne es zu Trübungen im Wasser kommen. Diese sei aber ungefährlich und sollte im Laufe des Nachmittags wieder verschwinden, so der OOWV-Sprecher.
Hooksiel (17. 9. 2025) – Eine Wilhelmshavener Baufirma buddelt seit einigen Tagen entlang der Friesenstraße und der Nee Straat die Gehwege auf. Der Grund: Im Auftrag der EWE-Netz sollen neue Stromkabel verlegt werden.
Die Buddelarbeiten für einen neuen Netzanschluss im Gehwegbereich sollen Ende nächster Woche abgeschlossen sein. Foto: hol
Wie das Tochterunternehmen des Oldenburger Energieversorgers EWE gegenüber „Hooksiel-Life“ bestätigt, werde ein neuer Netzanschluss hergestellt. Damit soll die Voraussetzung geschaffen werden, auf dem Großparkplatz an der Nee Straat zwei Auto-Stromladestationen mit einer Leistung von 50 Kilowattstunden (kWh) in installieren. Die Schnelllader sollen Ende September in Betrieb gehen und die vorhandenen Ladestation ablösen. „Die Arbeiten auf dem Gehweg werden voraussichtlich bis Ende nächster Woche abgeschlossen sein“, teilt die EWE-Netz mit.
Unterdessen wurden im Auftrag der EWE die beiden Ladesäulen auf dem Parkplatz des Edeka-Supermarktes abgebaut. Wann dort die geplanten neuen Schnelllader installiert werden, ist allerdings noch offen.
Die Planung fürs Wangerland geht davon aus, dass der Anteil von Voll- oder Teil-Elektrofahrzeuge deutlich steigen wird. Im Gemeindegebiet gibt es derzeit sieben Normal-Ladepunkte mit einer Ladeleistung von je 22 kW (Kilowatt) und einer installierten Gesamtleistung von 154 kW. Standorte in Hooksiel sind aktuell der Parkplatz an der Nee Straat und die Apotheke.
Friesland/Wilhelmshaven/Ammerland (1. 9. 2025) – Einerseits hätte das Millionenprojekt schon fast fertig sein sollen. Andererseits wäre es fast in Vergessenheit geraten. Jetzt könnte wieder Schwung in den Bau der so genannten „A 20 – Küstenautobahn“ kommen.
Baubeginn wäre in Westerstede
Wie das niedersächsische Wirtschafts- und Verkehrsministerium heute mitteilt, ist der Planfeststellungsbeschluss für den ersten Bauabschnitt der „A 20“ jetzt bestandskräftig. Damit besteht Baurecht für den 13 Kilometer langen Abschnitt zwischen der A 28 (Oldenburg-Leer) bei Westerstede und der A 29 (Wilhelmshaven-Oldenburg) bei Jaderberg. Bauherrin ist die Autobahngesellschaft des Bundes (AdB).
Baubeginn der A 20 – Küstenautobahn wird in Westerstede sein. Baurecht besteht bis zur Anschlussstelle Jaderberg an der A 29. Grafik: Planer
„Mit der Bestandskraft des Planfeststellungsbeschlusses haben wir einen entscheidenden Schritt erreicht“, freut sich Niedersachsens Verkehrsminister Grant Hendrik Tonne (SPD). „Niedersachsen hat seine Hausaufgaben gemacht – jetzt liegt es am Bund, die Umsetzung dieses für den Nordwesten so wichtigen Infrastrukturprojekts schnell voranzutreiben.“
Bessere Anbindung für die Häfen
Die Hausaufgaben sind gemacht, aber auch das gehört zur Wahrheit: Die A-20-Planer mussten mehrfach nachsitzen, um das in den „vordringlichen Bedarf“ des Bundesverkehrswegeplans eingestufte Straßenprojekt anzuschieben. Schon seit gut 20 Jahren gibt es die Überlegungen, den Nordwesten Niedersachsens mit seinen Häfen über die allein auf niedersächsischem Gebiet 114 lange Küstenautobahn besser ans Autobahnnetz anzuschließen und die A 1 zu entlasten.
Die A 20 soll in sieben Abschnitten gebaut werden. Von Westerstede über Jaderberg geht es weiter zum Wesertunnel und von dort an Bremervörde vorbei in Richtung neuer Elbquerung bei Drochtersen. In Schleswig-Holstein ist die Anbindung quer durch die Kreise Steinburg und Segeberg an die vorhandene A 20 von Lübeck in Richtung Rostock geplant.
Klagen des BUND erfolgreich
Vor allem mit Blick auf den seinerzeit geplanten Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven machten sich die Kommunen, die Hafenwirtschaft und andere Interessengruppen in Wilhelmshaven und im Landkreis Friesland für den zügigen Bau der Küstenautobahn stark. Unter anderem wurde 2004 die Unterstützer-Initiative „Pro A 20“ gegründet. Von Umwelt- und Naturschützern stuften das Projekt als überflüssig und umweltschädlich ein. Der Bund solle das Geld lieber in den Ausbau der Bahn stecken.
Der Ausgangsbeschluss vom 16. April 2018 wurde durch den BUND Niedersachsen vor dem Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) beklagt. Die Straßenbauer passten ihre Pläne an die Vorgaben der europäischen Wasserrahmenrichtlinie an, unterlagen aber im Juli 2022 erneut vor dem BVerwG. Die Richter bemängelten zu erwartende Stickstoffeinträge in ein FFH-Gebiet im Bereich des Autobahndreiecks A 28/A 20.
Tempo 120 soll FFH-Gebiet schützen
Im Dezember 2023 wurde erneut ein überarbeiteter Planfeststellungsbeschluss erlassen, der zum Schutz des FFH-Gebietes eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 120 km/h vorsieht. Vor diesem Hintergrund habe der BUND seine Klage zurückgenommen, so das Ministerium. Damit bestehe jetzt für den Bau des 1. Planungsabschnittes der A 20 ein bestandskräftiges Baurecht.
Sollte der Bund die Autobahn-Verbindung tatsächlich bauen, müssen Autofahrer, die aus Wilhelmshaven und Friesland kommen, nicht mehr ganz bis Oldenburg fahren, um auf die A 28 in Richtung Leer und weiter in Richtung Ruhrgebiet zu gelangen. Schon derzeit kürzen viele Verkehrsteilnehmer diesen Bogen ab, indem sie über Land von der A 29 in Richtung Westerstede fahren.