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Alle Beiträge zum Thema “DGzRS”

Nach Mastbruch Katamaran sicher nach Hooksiel gebracht

Hooksiel (26. 9. 2026) – Die Überführungsfahrt eines Seglerpaares von Skandinavien nach Portugal endete am Freitagabend nördlich von Wangerooge. Aus ungeklärter Ursache brach der Mast des Kajüt-Katamarans. Die Seenotretter der Station Hooksiel der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) sowie Einsatzkräfte der Bundespolizei See kamen den Seglern zu Hilfe und schleppten das havarierte Boot in den Hafen von Hooksiel.

Am havarierten Katamaran (rechts) sind die „Johann Fidi“ sowie das Kontrollboot der „Bad Düben“ eingetroffen. Seenotretter und Polizisten kümmern sich gemeinsam um den gebrochenen Mast und das Segel. Foto: Die Seenotretter – DGzRS

Gegen 17.30 Uhr empfing die Seenotküstenfunkstelle Bremen Rescue Radio der DGzRS auf dem international einheitlichen UKW-Sprechfunk-Not- und -Anrufkanal 16 einen schwachen „Mayday“-Ruf – das Signal für unmittelbare Lebensgefahr. Der Funkspruch nannte weder den Namen eines Schiffes noch eine Position.

Manövrierunfähig in der Nordsee

Bald darauf meldete sich die Crew einer Segelyacht bei den Seenotrettern. Sie hatte das „Mayday“ in ihrer Nähe ebenfalls aufgefangen und machte einen havarierten Katamaran rund 16,5 Kilometer nördlich von Wangerooge aus. Das etwa zehn Meter lange Boot hatte Mastbruch erlitten und trieb manövrierunfähig mit zwei Menschen an Bord in der Nordsee.

Die Rettungsleitstelle See in Bremen alarmierte den in Hooksiel stationierten Seenotrettungskreuzer „Bernhard Gruben“ , der sofort auslief. Dessen Tochterboot „Johann Fidi“ befand sich zu dem Zeitpunkt bereits zu einer Kontrollfahrt auf See und lief dem Seenotrettungskreuzer voraus. Auch das Einsatzschiff der Bundespolizei „Bad Düben“ hatte über Funk von der Notlage erfahren und steuerte die Unglücksstelle an.

Skipper seekrank

Gegen 18.15 Uhr trafen die Einsatzkräfte bei dem havarierten Katamaran ein. Dessen Skipper war durch das unkontrollierte Schaukeln des Bootes auf den Wellen seekrank geworden. Mit dem Kontrollboot der „Bad Düben“ wurde der Mann an Bord des Einsatzschiffes gebracht und dort zwischenzeitlich medizinisch versorgt. Die Seenotretter stiegen gemeinsam mit Bundespolizisten auf den havarierten Katamaran über und trennten schließlich den gebrochenen Mast mitsamt Segel und Takelung ab, um den Havaristen in Schlepp nehmen zu können.

Während die „Bad Düben“ mit ihrem Kran zunächst Mast und Segel sicherte, nahm der Seenotrettungskreuzer den Katamaran in Schlepp. Die Segelpartnerin des Skippers blieb an Bord, um während der Schleppreise das Ruder zu bedienen. Gegen 22.45 Uhr traf der Schleppverband sicher im Hafen von Hooksiel ein. Wenige Zeit später folgte auch die „Bad Düben“, so dass das Seglerpaar wieder vereint war. Eine weitere medizinische Versorgung war nicht mehr notwendig.

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Seenotretter bergen Segelyacht aus Schifffahrtsweg

Wangerooge/Hooksiel (11. 9. 2026) – Seenotretter haben in der Nacht zu Donnerstag die Besatzung einer Segelyacht aus einer bedrohlichen Lage befreit. An Bord der Yacht, die nordwestlich von Wangerooge in einem Großschifffahrtsweg befand, war die komplette Elektrik ausgefallen und die Segel waren stark beschädigt.

Die Seenotretter der Freiwilligenstation Wangerooge haben am Donnerstag, 10. September 2026, ein Baggerschiff mit Maschinenschaden eingeschleppt. Dieses befand sich fast unmittelbar vor der Hafeneinfahrt der Nordseeinsel. Foto: DGzRS

Gegen 0.15 Uhr empfing die Seenotküstenfunkstelle Bremen Rescue Radio der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) einen schwachen „Mayday“-Ruf der Segelyacht, das Signal für unmittelbare Lebensgefahr. Die beiden Männer an Bord meldeten mit einem Handfunkgerät zerfetzte Segel sowie einen Ausfall fast aller Systeme an Bord, darunter auch die Positionsleuchten.

Aufgrund dessen hatten die Segler, ein Franzose und ein Belgier, rund zehn Kilometer nordwestlich von Wangerooge im Fahrwasser „Neue Weser“ die Orientierung verloren. Die in der Dunkelheit unsichtbare Segelyacht stellte nach Einschätzung der DGzRS in dem dicht befahrenen Schifffahrtsweg ein erhebliches Kollisionsrisiko dar

Segler nach Hooksiel gebracht

Die Rettungsleitstelle See der DGzRS in Bremen alarmierte die Stationen Hooksiel, Wangerooge und Helgoland. Als erstes trafen die Freiwilligen der Station Wangerooge mit dem Seenotrettungsboot „Fritz Thieme“ vor Ort ein, wenig später auch der Seenotrettungskreuzer „Bernhard Gruben“. Mittlerweile war es den beiden Männern gelungen, mit Navigationshilfe von Lotsen mit Motorkraft ein Stück in Richtung Süden zu fahren. Sie befanden sich jetzt zwischen den Tonnen 6 und 8 des Jadefahrwassers. Bei schwerem Seegang mit Wellen bis zu drei Metern lotsten die Seenotretter die rund zehn Meter lange Segelyacht weiter aus dem Schifffahrtsweg.

Nachdem die Kollisionsgefahr gebannt war, geleitet die „Bernhard Gruben“ die Segelyacht auf möglichst sicherem Kurs durch die schwere See. Gegen 7 Uhr traf der Verband mit den stark erschöpften Seglern im Hafen von Hooksiel ein.

Baggerschiff manövrierunfähig

Bei einem weiteren Einsatz am Donnerstag halfen die freiwilligen Seenotretter von Wangerooge einem manövrierunfähigem Baggerschiff. Das Schiff hatte vor der Hafeneinfahrt von Wangerooge Maschinenschaden erlitten. Es benötigte dringend Hilfe, um mit dem starken Ebbstrom nicht zu vertreiben und aufzulaufen.

Die nur zehn Meter lange „FritzThieme“ nahm das fast fünf Mal so lange Baggerschiff auf den Haken. Mit ihren 380 PS gelang es, die rund 550 Tonnen schwere „Anke“ in den Hafen zu schleppen und an die Pier zu legen.

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Shantys der Likedeeler unterstützen auch die Seenotretter

Wangerland (19. 7. 2026) – Der Shantychor Likedeeler ist fester Bestandteil des maritimen Kulturguts des Wangerlands. Ihre Verbundenheit zur christlichen Seefahrt unterstreichen die Sänger nicht nur durch ihre Lieder. Traditionell wirbt der Chor bei seinen Konzerten für die Arbeit der Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger.

Bei der Spendenübrgabe: Sabine Greiff und Hartwig Gerdes. Foto: privat

So animiert lassen sich die Konzertbesuchcer meist nicht lumpen und stecken den einen oder anderen Euro in die Sammelbüchsen. Hardwig Gerdes aus Waddewarden, Sprecher der in Horumersiel beheimateten Likedeeler, übergab jetzt ein prall gefülltes Spendenschiffchen an Sabrine Greiff, die sich vor Ort für die DGzRS engagiert. Die Hooksielerin: „Ein ganz großes Lob und ein dickes Dankeschön für die Unterstützung.“

Die Spende war kürzlich bei zwei Konzerten des Chores bei Auftritten in Horumersiel zusammengekommen. Aktuell treten die Likedeeler unter anderen im Rahmen der Konzertreihe „Live hinterm Deich“ in Horumersiel und Hooksiel auf. 

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Seenotretter bergen auf Grund gelaufenen Fischkutter

Hooksiel/Bremen (22. 6. 20269 – Ein Fischkutter ist in der Nacht zu Montag im Seegebiet Nordergründe zwischen Weser- und Elbmündung auf Grund gelaufen. Zudem meldete der Kapitän Rauchentwicklung im Maschinenraum. Die Seenotretter der Stationen Hooksiel, Deutsche Bucht/Helgoland und Horumersiel der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) befreiten die Fischer von der Untiefe und brachten Schiff und Besatzung sicher in den Hafen.

Der Hooksieler Seenotrettungskreuzer „Bernhard Gruben“ war maßgeblich an der Rettung des im Seegebiet Nordergründe in Not geratenen Fischkutters beteiligt. Foto: DGzRS

Rauch aus dem Maschinenraum

Gegen 23.55 Uhr rief die Besatzung des Kutters „Zenit“ über den internationalen UKW-Seefunk-Not- und Anrufkanal 16 die Rettungsleitstelle See der DGzRS, das Maritime Rescue Co-ordination Centre (MRCC) Bremen: Ihr etwa 15 Meter langes Fischereifahrzeug war im nördlichen Bereich der Nordergründe festgekommen – etwa 14 Seemeilen (rund 26 Kilometer) nordwestlich von Cuxhaven. Aus dem Maschinenraum drang Rauch. Die beiden Fischer an Bord waren unverletzt.

Umgehend alarmierte die Rettungsleitstelle See die Seenotrettungskreuzer „Hermann Marwede“ (Helgoland) und „Bernhard Gruben“ (Hooksiel). Beide liefen unverzüglich aus. Außerdem befanden sich das Zollschiff „Helgoland“ und der Fischkutter „Wangerland“ im Seegebiet und nahmen ebenfalls Kurs auf den Havaristen.

„Wangerland“ als erste vor Ort

Die „Wangerland“ erreichte gegen 0.45 Uhr die „Zenit“ und übergab eine Schleppleine. Der Wasserstand war jedoch zu niedrig, um den Havaristen zu befreien. Gegen 1.10 Uhr erreichte die „Hermann Marwede“ den Einsatzort und übernahm die Aufgabe des Einsatzleiters vor Ort. Wenig später traf die „Bernhard Gruben“ ein.

Nach einer ersten Erkundung stellten die Seenotretter weder weitere Rauchentwicklung noch einen Wassereinbruch fest. Die Besatzung der „Bernhard Gruben“ließ ihr Tochterboot „Johann Fidi“ zu Wasser. Die Seenotretter stellten eine eigene Leinenverbindung zum Havaristen her. Gegen 2 Uhr schleppten sie die „Zenit“ frei.

Schleppverband in rauer See

Auf der Reise zwischen Nordergründen und Weser geriet der Schleppverband in raue See: Bis zu zwei Meter hohe Wellen brachten den Fischkutter ins Rollen, das wegen des Maschinenschadens nicht vollständig eingefahrene Fanggeschirr begann, gegeneinander zu schlagen. Die „Bernhard Gruben“ steuerte nördlicheren Kurs, bis sie ruhigeres Fahrwasser erreichte.

Das Fanggeschirr erschwerte überdies das Festmachen im Hafen. Die Rettungsleitstelle See nahm deshalb gegen 6.10 Uhr die freiwilligen Seenotretter der Station Horumersiel in den Einsatz auf. Mit ihrem Seenotrettungsboot „Wolfgang Paul Lorenz“ und dem Tochterboot „Johann Fidi“ der „Bernhard Gruben“ bugsierten die Seenotretter den Havaristen sicher in den Hooksieler Hafen, wo er gegen 7.45 Uhr festmachte.

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Realitätsnahe Übung bringt Retter an ihre Grenzen

Wilhelmshaven/Wangerland (26. 4. 2026) – Mit einer realitätsnahen Großübung hat die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) von Donnerstag bis Samstag die Einsatzbereitschaft ihrer Besatzungen unter Beweis gestellt. Bei der „SAREx Wilhelmshaven 2026“ (Search and Rescue Exercise) trainierten rund 140 Seenotretter und weitere Einsatzkräfte die Rettung von Menschen aus Seenot unter anspruchsvollen Bedingungen.

Teil der Großübung SAREx 2026 auf der Jade: Retter übergeben einen „Verletzten“ auf einen Seenotrettungskreuzer. Foto: Die Seenotretter

Auf der Jade vor Wilhelmshaven spielte die DGzRS mehrere simulierte Notfallszenarien durch: Schwerverletzte auf havarierten Schiffen, vermisste Personen im Wasser und sinkende Boote stellten die Besatzungen vor komplexe Herausforderungen. Beteiligt waren sieben Seenotrettungskreuzer und -boote der DGzRS – darunter die Seenotrettungsboote „Peter Habig“ (Wilhelmshaven) und „Wolfgang Paul Lorenz“ (Horumersiel) – ,Rettungshubschrauber der Marineflieger und von NHC Northern Helicopter, Behördenschiffe wie die „WSP 5“ der Wasserschutzpolizei Niedersachsen sowie als Havaristendarsteller der Schlepper „Fairplay 34“ und die Barkasse „Seebär“.

„Schiffbrüchige“ geborgen

Die SAREx wurde außerdem unterstützt durch Verletztendarsteller. Im Hafen übernahm die Berufsfeuerwehr Wilhelmshaven die weitere Versorgung der „Schiffbrüchigen“ und brachte sie in ein am Stationsgebäude der DGzRS eigens errichtetes Zelt, fachlich als Patientenablage bezeichnet.

„Wir bringen unsere Besatzungen bei diesen Übungen bewusst an ihre Grenzen“, sage Jan Lutz, Leiter des Rettungsdienstes der DGzRS. „Denn nur so können wir sicherstellen, dass sie im Ernstfall bestmöglich vorbereitet sind. Wir danken allen beteiligten Partnern für das große Engagement, das uns diese realitätsnahen Übungen ermöglicht.“

Freiwillige Retter beeindruckt

„Glücklicherweise erleben wir selten Einsätze mit Schwerverletzten. Aber in dieser großen Übung mussten wir auch das bewältigen, zum Beispiel in einem engen Schiff entscheiden, wer zuerst Hilfe braucht. Das war so realistisch, dass wir völlig vergessen haben, dass es eine Übung war“, sagt Stephan von Wecheln, Vormann der DGzRS-Freiwilligenstation Wilhelmshaven. Sie war zum sechsten Mal Gastgeber einer SAREx.

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Großübung auf der Jade: Schiffbrüchige suchen, retten und bergen

Wilhelmshaven/Hooksiel (20. 4. 2026) – Schiffbrüchige suchen und retten, Verletzte versorgen und Havaristen schleppen: Das sind einige der Herausforderungen für die Seenotretter bei der „SAREx Wilhelmshaven 2026“. Die Abkürzung SAREx steht dabei für =Search and Rescue Exercise, Such- und Rettungsübung.

Trainingsszenarien wie am „Havaristen“ längsseits gehen erwarten die Seenotretter bei der Großübung „SAREx Wilhelmshaven“. In der Luft darüber ein NH90-Rettungshubschrauber der Deutschen Marine. Foto: DGzRS/Alexander Krüger

Ausrichter der Übung, die von Mittwoch bis Sonntag, 22. bis 26. April, auf der Jade stattfinden wird, ist die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS). Sieben Rettungseinheiten der DGzRS sowie einige externe Schiffe und Hubschrauber nehmen daran teil.

Während der Übung trainieren die Seenotretter vor allem die Koordinierung gemeinsamer Einsätze. Die genauen Szenarien werden den beteiligten Besatzungen erst mit der jeweiligen „Alarmierung“ mitgeteilt, um möglichst realistische Situationen zu erzeugen. Auch die medizinische Erstversorgung und der Verletztentransport sind Bestandteile der geplanten Trainings an den Kernübungstagen Donnerstag, Freitag und Samstag.

Am Donnerstag- und Freitagmorgen trainieren die Besatzungen im Wechsel wichtige Handgriffe und Fertigkeiten im Hafen an Bord und an Land, darunter die Übergabe Schiffbrüchiger von Schiff zu Schiff, die Rettung aus engen Schiffsinnenräumen, international einheitliche SAR-Einsatzverfahren wie Suchmuster und Führungsaufgaben sowie technische Navigation.

Die jahrzehntelange Erfahrung der Seenotretter zeigt: Ständiges Training ist entscheidend für den erfolgreichen Einsatz. Größere Übungen dieser Art fanden in den vergangenen Jahren auch in der Lübecker Bucht, in der Eckernförder Bucht, vor Büsum und im Greifswalder Bodden statt. Wilhelmshaven ist in diesem Jahr zum insgesamt sechsten Mal Gastgeber der SAREx.

An der „SAREx Wilhelmshaven 2026“ teilnehmen werden die Seenotrettungskreuzer „Hans Hackmann“, „Eugen“ (Station Norderney) und „Pider Lüng“ (List) sowie die Seenotrettungsboote „Peter Habig“ (Wilhelmshaven), „Wolfgang Paul Lorenz“ (Horumersiel), „Secretarius“ (Langeoog) und „Paul Nesse“ (Eiderdamm).

Außerdem werden das Zollschiff „Friesland“ sowie drei Rettungshubschrauber erwartet. Für realistische Szenarien stehen mehrere Schiffe als Havaristen-Darsteller zur Verfügung, darunter der Schlepper „Fairplay 34“ der Fairplay Towage Group.

Seenotretter erproben neuen Boots- und Kreuzertyp

Hooksiel/Bremen (16. 1. 2026) – Auf Nord- und Ostsee sind die Besatzungen der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) im Jahr 2025 mehr als 1700 Mal im Einsatz gewesen. Wie der Jahresbericht der Hilfsorganisation ausweist, haben die Seenotretter dabei nahezu 3400 Menschen geholfen.

TV-Moderatorin Laura Wontorra ist neue ehrenamtliche Botschafterin der Seenotretter auf Nord- und Ostsee. Neben ihr Felix Reder, Vormann der DGzRS-Station List. Foto: Die Seenotretter – DGzRS

Die Besatzungen der an der niedersächsischen Küste stationierten Seenotrettungskreuzer und
-boote – darunter die des in Hooksiel beheimateten Kreuzers „Bernhard Gruben“ und des Rettungsbootes „Wolfgang Paul Lorenz“ in Horumersiel – haben bei 476 (Vorjahr: 494) Einsatzfahrten 1186 (735) Menschen geholfen. Davon wurden 33 (13) Menschen aus Seenot gerettet und 67 (89) weitere aus Gefahrensituationen befreit.

Literarisches Denkmal

Die Seenotretter kamen Besatzungen von Fischereifahrzeugen ebenso zu Hilfe und wie Seeleuten von Handelsschiffen oder Passagieren von Fähren und Fahrgastschiffen. Auch etliche Wassersportler konnten sich auf die Hilfe der DGzRS-Besatzungen verlassen.

Großartige Unterstützung haben die Seenotretter in 2025 von ihrem Botschafter Klaus-Peter Wolf erhalten. Der Autor der Ostfriesland-Krimis habe auf ungezählten Lesungen und Bühnenveranstaltungen für die DGzRS geworben. Mit seinem neuen Roman „Ostfriesenerbe“ setzt er den Seenotrettern ein literarisches Denkmal. Neue ehrenamtliche Botschafterin der Seenotretter ab 2026 ist Fernsehmoderatorin und Sportjournalistin Laura Wontorra. 

Spenden und Erbschaften

Die DGzRS wurde 1865 gegründet. Bereits seit 1875 wiederum gibt es die Sammelschiffchen. Die Organisation finanziert sich ausnahmslos durch Spenden. Von den Einnahmen, darunter auch eine Reihe von zweckgebundenen Erbschaften, müssen die Seenotretter unter anderem fortlaufend ältere Seenotrettungskreuzer und -boote durch moderne Neubauten ersetzen. 

2025 nahmen zwei neue Seenotrettungsboote in der Ostsee ihren Dienst auf. Im Bau befinde sich zudem der Prototyp eines etwa 12,75 Meter langen neuen Seenotrettungsbootes. „Er soll im Laufe dieses Jahres abgeliefert und zunächst auf vielen Stationen ,auf Herz und Nieren‘ erprobt werden“, heißt es in dem Bericht. Über seine anschließende Stationierung sei noch nicht entschieden. 

Der Bau eines neuen Seenotrettungskreuzer-Typs mit Tochterboot wiederum steht kurz vor der Auftragsvergabe. 

Seenotretter sind im Hooksieler Außenhafen umgezogen

Hooksiel (27. 11. 2027)n – Das Bild im Hooksieler Außenhafen hat sich geändert. Seit wenigen Tagen hat der Seenotrettungskreuzer „Bernhard Gruben“ der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger ( DGzRS) einen neuen Liegeplatz. 

Die „Bernhard Gruben“ hat einen neuen Liegeplatz im Hooksieler Außenhafen. Foto: hol

Das Schiff liegt jetzt auf der Nordseite der Schleuse an einem Ponton, auf dem unter anderem ein Container der DGzRS platziert ist. Mit der Verlegung des Anlegers auf die andere Schleusenseite ist der Hafenbetreiber, die landeseigene NiedersachsenPorts (NPorts), einem langjährigen Wunsch der Seenotretter nachgekommen. Der Container beinhaltet unter anderem eine Werkstatt sowie einen kleinen Büro- und Aufenthaltsraum. 

„Das wird kleinere Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten unseres Seenotrettungskreuzers vor Ort durch unsere Besatzung erleichtern und ihre Raumverhältnisse an Land erheblich verbessern“, so ein Sprecher der Rettungsorganisation. NPorts hat für den neuen Ponton die Wasserfläche sowie Anschlüsse für Strom, Wasser und Internet zur Verfügung gestellt. 

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„Bernhard Gruben“ gleich zwei Mal im Einsatz

Hooksiel (26. 9. 2025) – Doppelter Einsatz für die Seenotretter der Station Hooksiel: Der Seenotrettungskreuzer „Bernhard Gruben“ der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) kam am Donnerstag einem erkrankten Seemann zu Hilfe. Die Seenotretter bargen den Mann von dem 132 Meter langen Baggerschiff „Nordsee“ ab und übergaben ihn im Hafen an einen Rettungswagen. Am heutigen Freitag war der Seenotrettungskreuzer erneut für eine Segelyacht mit Wassereinbruch im Einsatz.

Die „Bernhard Gruben“ mit der Segelyacht im Schlepp auf dem Weg nach Hooksiel. Foto: Die Seenotretter – DGzRS

Das auf Reede liegende Baggerschiff „Nordsee“ hatte sich gestern gegen 19.45 Uhr bei der Rettungsleitstelle See in Bremen, gemeldet. Der Zustand eines Besatzungsmitgliedes an Bord machte dringend eine medizinische Versorgung erforderlich.

Seemann mit Kran übergeben

Bereits eine gute halbe Stunde war die „Bernhard Gruben“ vor Ort. Der Seemann wurde bei rauer See mittels einer Trage über den Kran des Baggerschiffes übergeben. Kurz nach 21 Uhr übergaben sie den Patienten in Hooksiel an einen Rettungswagen.

Heute haben die Seenotretter eine Segelyacht mit Wassereinbruch sicher nach Hooksiel gebracht. Das ungefähr zehn Meter lange Boot war mit zwei Mann Besatzung an Bord auf dem Weg von Cuxhaven nach Bremen. Zunächst hatte sich der Skipper um 9.30 Uhr bei der Rettungsleitstelle See gemeldet. Zu diesem Zeitpunkt hatten die beiden Segler den Wassereinbruch bereits bemerkt, konnten aber noch mit einer Pumpe genügend Wasser abpumpen.

Segelyacht nach Hooksiel geschleppt

Kurz nach 10 Uhr meldeten sie sich erneut, da der Wassereinbruch stärker geworden war. Die Seenotretter liefen sofort aus. Gegen 11 Uhr war die „Bernhard Gruben“ vor Ort und nahm die .Segelyacht in Schlepp. In Hooksiel wurde das Boot direkt in eine Werft überführt. Zur Einsatzzeit herrschte Wind mit einer Stärke von fünf Beaufort und Seegang mit etwa 1,5 Metern.

Erfolgreicher Rettungseinsatz auf der Jade: Seglerpaar in Lebensgefahr

Hooksiel (20. 8. 2025) – Seenotretter der Stationen Hooksiel und Horumersiel der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) haben am Dienstagnachmittag einen Mann und eine Frau aus einer lebensgefährlichen Lage in der Jade befreit. Nach einem Ruderschaden waren sie mit ihrer Segelyacht in die gefährliche Brandungszone einer Sandbank geraten. 

In sicherem Fahrwasser: Das Tochterboot „Johann Didi“ der DGzRS bringt die havarierte Segelyacht nach Hooksiel. Foto: DGzRS – Die Seenotretter

Gegen 16 Uhr alarmierte der Skipper die Rettungsleitstelle See der DGzRS, das Maritime Rescue Co-ordination Centre (MRCC) Bremen: Vor der unbewohnten Insel Mellum war der Segler mit seiner Mitseglerin in eine ausweglose Situation geraten. Nach einem Ruderschaden waren sie mit ihrer Segelyacht etwa eine halbe Seemeile (rund einen Kilometer) nordöstlich des Leuchtturms Mellumplate in der gefährlichen Brandungszone einer Sandbank festgekommen. 

Boot Spielball der Wellen

Dort hatte sich bei auflaufendem Wasser und Nordwestwind mit bis zu bis zu 19 Stundenkilometern eine bis zu zwei Meter hohe See gebildet. Der Havarist war zum Spielball der Wellen geworden. Immer wieder schlugen diese hart gegen das etwa siebeneinhalb Meter lange Boot.

Umgehend alarmierte die Rettungsleitstelle die Stationen Horumersiel und Hooksiel. Kurz darauf liefen die freiwilligen Seenotretter mit dem Seenotrettungsboot „Wolfgang Paul Lorenz“ aus Horumersiel aus. An Bord befand sich auch ein Arzt, der kurzerhand von der Besatzung an Bord genommen worden war. Fast zeitgleich machten sich die Seenotretter aus Hooksiel auf den Weg – zunächst mit dem Tochterboot „Johann Fidi“, wenig später auch mit dem Seenotrettungskreuzer „Bernhard Gruben“.

Havarist schwer zu erreichen

In der aufgewühlten See gelang es den Rettungsleuten zunächst nicht, eine Leinenverbindung zum Havaristen herzustellen. Die Frau hatte einen Schock erlitten und reagierte panisch. „Die Todesangst war ihr deutlich anzumerken“, so die Retter. Dem Skipper setzte die lebensbedrohliche Lage körperlich ebenfalls stark zu. Der niedrige Wasserstand verhinderte zunächst selbst für die „Johann Fidi“ mit nur 80 Zentimetern Tiefgang die Annäherung aus westlicher Richtung. Die Rettungsleitstelle See zog deshalb den Rettungshubschrauber Christoph 26 der ADAC Luftrettung aus Sanderbusch hinzu.

Kurz darauf waren die Seenotretter jedoch aus östlicher Richtung erfolgreich, da dort mehr Wasser stand. Ein Besatzungsmitglied der „Johann Fidi“ war auf das Boot übergestiegen, um den Seglern beim Festmachen der Schleppleine zu helfen. Anschließend zog das Tochterboot die Yacht von der Sandbank. Der Rettungshubschrauber setzte einen Notarzt und einen Notfallsanitäter auf den Havaristen ab.

Frau stand unter Schock

In ruhigerem Fahrwasser ging die „Wolfgang Paul Lorenz“ an der Segelyacht längsseits. Sie übernahmen die Frau sowie die beiden medizinischen Einsatzkräfte des Hubschraubers. Außerdem stieg ein weiterer Rettungsmann auf den Havaristen über, um den Skipper ebenfalls zu unterstützen. Die „Bernhard Gruben“ übernahm Retter und Gerettete. Im Bordhospital des Seenotrettungskreuzers erhielt die leicht unterkühlte und sichtlich unter Schock stehende Frau eine umfassende medizinische Versorgung. 

Die „Wolfgng Paul Lorenz“ übernahm wenig später auch den leicht unterkühlten Skipper. Die Helfer kümmerten sich um den stark erschöpften Mann. Die „Johann Fidi“ schleppte die Yacht sicher in den Hafen von Hooksiel. Dort übergaben die Seenotretter die Seglerin und den Segler an den Rettungsdienst an Land.