Gipfelkreuz im Freizeitgelände

Gipfelkreuz in Hooksiel
Das Werk ist vollbracht: Das Gipfelkreuz am Dietrichsberg steht. Foto: hol

Hooksiel (29. 5. 2024) – Die Hooksieler Arbeitsgruppe steht vor dem Abschluss eines neuen Großprojektes. Heute haben die ehrenamtlichen Helfer um Bruno Bölts auf dem Dietrichsberg ein Gipfelkreuz errichtet – einen neuen touristischen Anziehungspunkt im Hooksieler Freizeitgelände.

Die Aktiven der Arbeitsgruppe kümmern sich um etliche Aufgaben im Ort. Sie halten unter anderem das Hafenareal sauber, pflegen die Bepflanzung am Vekehrskreisels und sind überall da zur Stelle, wo Hilfe Not tut, wenn es darum geht, Hooksiel noch attraktiver, liebens- oder lebenswerter zu machen.

Dietrich Gabbey Namensgeber

Schon seit längerer Zeit pflegt die Arbeitsgruppe auch den Dietrichsberg. Der Name des Hügels geht auf Alt-Bürgermeister Dietrich Gabbey zurück, der seinerzeit maßgeblichen Anteil daran hatte, dass Hooksiel im Rahmen der Aufspülung des Voslapper Grodens überhaupt ein attraktives Freizeitgelände bekommen hat. 

Erst kürzlich hatte die Gruppe das Grün auf dem „Berg“ zurückgeschnitten, um vom Gipfel einen freien Blick über das Hooksmeer und die Marina der Wangerland Touristik zu ermöglichen. Und jetzt ein Kreuz. Der Hooksieler Zimmerei-Betrieb Langenhorst hat das Holz gespendet und daraus ein stattliches, etwa 3,5 Meter hohes Gipfelkreuz gezimmert. „Immerhin“, so Bölts, „nimmt man die 15.500 Millimeter hinzu, die der Dietrichsberg an seiner höchsten Stelle misst, ist das schon eine ganz schöne Höhe – zumindest fürs Wangerland.“

Segen vom Pastor

Heute wurde das Kreuz montiert, auf den Berg getragen und neben der dortigen Sitzbank positioniert. Für die Standfestigkeit sorgen rund ein Kubikmeter Beton, der gestern als Fundament verarbeitet wurde. In den nächsten Tagen, wenn der Beton getrocknet ist, soll der neue Aussichtspunkt offiziell eingeweiht werden.

Klar ist, so Bölts, dass neben dem Kreuz ein Gipfelbuch ausliegen wird, in das Besucher ihren Namen eintragen können – so wie an an Gipfelkreuzen zum Beispiel in den Alpen. Und da ein Kreuz ein christliches Symbol ist, das den Auf- und Abstieg auf einen Berg schützen soll, wurde das Gipfelbuch bereits von Hooksiels Pastor Stefan Grünefeld gesegnet. Mit Recht. Gerade bei feuchter Witterung ist der schmale Weg hoch auf den Dietrichsberg extrem glitschig und alles andere als leicht zu meistern. 

Kreuz wire montiert
Christoph Langenhorst montiert das Gipfelkreuz am Fuße des Dietrchsbergs. Links im Bild: Heinrich Theilen aus der Hooksieler Arbeitsgruppe. Foto: hol

Klettern stärkt die Motorik der Kinder

Philipp Opitz spendet
Claudia Bruns (rechts) und Andrea Jansen bedankten sich beim Spender Philipp Opitz für das neue Klettergerät. Bei den Kindern kommt die Holzlandschaft sehr gut an. Foto: hol

Hooksiel (29.5.2024) – Die Krippe der Kindertagesstätte „Küstenkinder“ in Hooksiel hat eine neue Attraktion – ein hölzernes Klettergerät. Gespendet hat die aus mehreren Elementen bestehende Kletterlandschaft der selbstständige Versicherungsfachwirt Philipp Opitz. Opitz wohnt in Hooksiel und betreibt in Hohenkirchen das Büro der Öffentlichen Versicherung.

Kita-Leiterin Claudia Bruns bedanke sich bei der offiziellen Übergabe des Geräts beim Spender. „Wenn ich in unsere Krippe komme, ist das Klettergerät immer voll.“ Die Kletterelemente stehen in Innenräumen der Krippe. Sie können zu verschiedenen Strecken zusammengesteckt werden, so dass die Kinder daran ihre Motorik stärken und die Geschicklichkeit trainieren können. „Natürlich immer mit einer Erzieherin im Nahbereich“, versichert Krippen-Mitarbeiterin Andrea Jansen.

Hexen vertreiben Wintergeister: Bunter Maibaum begrüßt den Frühling

Hexen am Maibaum in Hooksiel
Die „Hexen“ aus dem Hooskieler Gruseleum tanzten um den Maibaum am Alten Hafen. Foto: hol

Hooksiel (1. 5. 2024) – Der Maibaum steht. Der 15 Meter lange, mit Grün und bunten Blüten geschmückte Fichtenstamm, an dem ein dickes Hooksiel-Schild montiert ist, wird in den nächsten Wochen den Hooksieler Hafen schmücken. 

Im Beisein von an die 300 Bürgern aus dem Ort und Urlaubsgästen wurde der Baum am späten Dienstag Nachmittag mit vereinten Kräften von Dorfgemeinschaft, Arbeitsgruppe, FCN Hooskiel, weiteren Vereinen und der Feuerwehr am Alten Hafen aufgestellt. Ein schwieriges Unterfangen, bei dem ein von der Zimmerei Langenhorst bereit gestellter Kran wertvolle Hilfestellung leistete.

Zuvor war der Baum in einem von der Feuerwehr abgesicherten Umzug vom ZOB zum Hafen transportiert worden. Zum Bedauern des Dorfgemeinschafts-Vorsitzenden Marco Knodel war es in diesem Jahr nicht gelungen, einen Spielmannszug für die Begleitung zu gewinnen. Für die Musik sorgte die Initiative „Weil wir Hooksieler snd“ (WWHS) um Julian Dreßel, der kurzerhand eine Musikbox organisierte hatte.

Auch am Hafen selbst spielten die Aktiven von WWHS eine wichtige Rolle. Sie übernahmen den Getränkeverkauf und bewachten den Maibaum über die Nacht hinweg. Viel passieren konnte ihnen dabei allerdings nicht. Die „Hexen“ aus dem Hooksieler Gruseleum hatten zuvor den Hafen von allen bösen Geistern befreit. 

Einmalige Chance für junge Leute

Hooksiel (25. 4. 2024) – Die auch für das Wangerland zuständigen Bundestagsabgeordneten werben für den deutsch-amerikanischen Jugendaustausch. Das „Parlamentarische Patenschafts-Programm“ gibt seit 1983 jedes Jahr Schülerinnen und Schülern sowie jungen Berufstätigen die Möglichkeit, mit einem Stipendium des Deutschen Bundestages ein Austauschjahr in den USA zu erleben. Im Gegenzug sind junge US-Amerikaner zu Gast in Deutschland. In den USA bietet der Kongress entsprechende Stipendien an.

Während die SPD-Abgeordnete Siemtje Möller (Varel) Celina Haake aus Wilhelmshaven viel Erfolg für ihren Aufenthalt in den USA wünschte, sucht CDU-Abgeordnete Anne Janßen (Wittmund) im Wahlkreis Friesland-Wilhelmshaven-Wittmund nach Gasteltern, die bereit sind, einen jungen Amerikaner aufzunehmen.

„Das Programm bietet für viele junge Menschen eine einmalige Chance, einen Teil ihrer schulischen Ausbildung in den USA zu absolvieren“, sagt Siemtje Möller. Sie ist Patin für Celina Haake, die derzeit die 10. Klasse der Cäcilienschule in Wilhelmshaven besucht und ab Sommer für ein Jahr in die USA gehen wird. Celina Haake: „Ich freue mich sehr auf die spannende Zeit in Amerika und diese unglaubliche Chance für ein Auslandsjahr.“ 

Auch Anne Janssen sieht in dem Stipendium eine einmalige Chance für junge Leute aus beiden Ländern. Die Bewerbungsphase für ein Vollstipendium in 2025/26 beginnt am 2. Mai. Zeitgleich werden auch schon deutsche Gasteltern für amerikanische Schüler gesucht. Die CDU-Abgeordnete ist aktuell Gastpatin für drei junge Menschen aus den USA. Die Schüler und Schülerinnen wohnen während ihres Austauschjahrs bei Gastfamilien und besuchen eine örtliche Schule. Anne Janssen: „Die Austauscherfahrung ist für beide Seiten ein unvergessliches Erlebnis.“

Gastfamilie können fast alle werden – ob Alleinerziehende, Patchwork- oder Regenbogen-Familien, ob Paare mit oder ohne Kinder, ob Großstadt oder Dorf. Wichtig, so Janssen, seien Humor, Neugier und Toleranz sowie die Bereitschaft, sich auf ein „Familienmitglied auf Zeit“ einzulassen. 50 neue US-Schülerinnen und Schüler reisen am 7. September 2024 an und bleiben für zehn Monate in Deutschland. Interessierte können sich an die Geschäftsstelle der durchführenden Organisation „Experiment“ in Bonn wenden, per Telefon 0228 95722-41 oder per E-Mail: gastfreundlich@experiment-ev.de.

Deutsche Jugendliche, die sich ab dem 2. Mai für das Programmjahr 2025/2026 für ein Stipendium in den USA bewerben möchten, können sich über Details im Internet unter www.bundestag.de/ppp informieren.

Tabulose Comedy im Zirkuszelt

Komische Nacht
Die „Komische Nacht“ gastiert beim Circus Axa in Schillig. Foto: WTG

Schillig (18. 4. 2024) – Es darf gelacht werden! Das Comedyformat „Komische Nacht“ gastiert nach der Premiere im vergangenen Jahr 2024 erneut im Wangerland. In der besonderen Atmosphäre des Circus Axo, direkt am Strand von Schillig, wollen am Freitag, dem 10. Mai, drei Künstlerinnen und Künstler einen Lachmarathon in die Manege tragen.

Der Engländer, Don Clarke, der seit über 30 Jahren in Deutschland lebt, nimmt die deutsche Sprache mit all ihren Eigenheiten aufs Korn, gepaart mit britischem Humor und Geschichten aus dem Leben. Christiane Olivier verrät, „Warum Männer, die auf schwäbisch kommen, gar nicht gehen“ und warum man manchmal beim Sex das Licht doch besser ausschalten sollte. Ihr Markenzeichen: Tabulos über Alltagsthemen spreche, alle interessieren. 

Mit frivolen Doppeldeutigkeiten, frechem Augenzwinkern und rauer Seemannskehle bewegt sich Dirk Langer, alias „Nagelritz“, zwischen Comedy, Kabarett und Chanson. Nagelritz wird als Moderator durch den Abend führen. 

Tickets (24 Euro mit Gästekarte, 26 Euro ohne Gästekarte) sind online erhältlich unter wangerland.de sowie in den Tourist-Informationen Horumersiel und Hooksiel. An der Abendkasse kosten Karten 30 Euro. Einlass ist 18.30 Uhr, Beginn der Vorstellung um 19.30 Uhr 

Lesung zugunsten von Seenotrettern

Wangerland/Jever (27. 3. 2024) – Der Schriftsteller und Hörfunkautor Mathijs Deen aus Amsterdam hat Romane, Kolumnen und einen großen Band Kurzgeschichten veröffentlicht. Im Lok-Kulturzentrum in Jever liest der Autor jetzt auf Einladung Rotary-Club Jever-Jeverland aus seinem gerade erst veröffentlichten dritten Band „Der Retter“. In dem spannenden Werk spielt der in Hooksiel stationierte Seenotrettungskreuzer „Bernhard Gruben“ eine wichtige Rolle.

Zum Inhalt: In einem komplizierten Einsatz der Seenotretter konnten bei einem lange zurückliegenden Schiffsunglück nördlich der holländischen Düneninsel Rottumerplate alle Besatzungsmitglieder gerettet werden – bis auf den Kapitän. Der deutsch-niederländische Kommissar Liewe Cupido muss nun herausfinden, ob die Leiche, die in Northumberland gefunden wurde, der verschollene Kapitän ist. In dem im mare-Verlag erschienenen Buch sind großartige Dialoge, trockener Witz und atmosphärische Erzählkunst garantiert. 

Der Erlös der Lesung spenden die Veranstaltern an die Seenotrettern der DGzRS-Ortsgruppe Horumersiel. Die Lesung von Mathijs Deen findet am Sonnabend, 13. April. Ab 20 Uhr im LOK- Kulturzentrum Jever, Moorweg 2, statt. Der Eintritt kostet 15 Euro. Karten gibt des online unter www.lok-jever.de, im „Leuchtfeuer“ in Horumersiel und an der Abendkasse. 

Kann sich die Gemeinde ein weiteres Feuerwehrgerätehaus leisten?

Wangerland/Hooksiel (22. 2. 2024) – Die Gemeinde Wangerland bereitet den Bau eines neuen Feuerwehrgerätehauses in Hohenkirchen vor. Ob und wann das Projekt realisiert werden kann, steht aber noch in den Sternen. Das im Investitionsplan mit 5,2 Millionen Euro veranschlagte Projekt dürfe auch Thema bei der Haushaltsklausur-Tagung sein, zu der sich die Mitglieder des Gemeinderates an diesem Wochenende mit der Verwaltung treffen.

Feuerwehrgerätehaus Hohenkirchen
Das Feuerwehrgerätehaus in Hohenkirchen soll durch einen Neubau ersetzt werden. Foto: hol

Im Ausschuss für Gemeindeentwicklung ging es jetzt zunächst um das Baurecht auf dem Grundstück im Gewerbegebiet Ecke Jeversche Straße/Im Gewerbegebiet, auf dem das neue Gerätehaus einst stehen soll. Nach den Plänen der Gemeinde soll darin auch Platz für die Polizeistation Wangerland geschaffen werden. Ob sich dafür im Gegenzug das Land Niedersachsen an den Baukosten beteiligt oder zumindest eine Miete für die genutzten Räume zahlt, ist aber noch ungeklärt. 

Klar hingegen scheint zu sein, dass es seitens des Landes keinen Förderzuschuss für den Neubau gibt. „Dafür sind wir nicht arm genug“, sagte Bürgermeister Mario Szlezak (SPD). Die Gemeinde Wangerland gelte im landesweiten Vergleich nicht als Bedarfsgemeinde. Anders noch als vor wenigen Jahren. Der kurz vor der Fertigstellung stehende Neubau des Feuerwehrhauses in Hooksiel wurde aus Hannover noch mit einer Million Euro gefördert.

Dass tatsächlich Handlungsbedarf für die größte der sieben freiwilligen Feuerwehren im Wangerland besteht, galt bislang als weitgehend unstrittig. Nach Einschätzung der Berufsgenossenschaft sei die Nutzung des derzeitigen, nach aktuellen Maßstäben zu kleinen Gerätehauses im Ortskern nicht mehr zulässig, sagte Szlezak. Die Nutzung werde lediglich noch geduldet.

Ratsherr Immo Müller (ZUW) forderte eine Überprüfung dieser Einschätzung von unabhängiger Seite. Angesichts der aktuellen Entwicklung der Baupreise befürchte er, dass die Kosten für den Neubau auf sieben Millionen Euro klettern könnten. Vielleicht gebe es auch die Möglichkeit, das alte Gebäude umzubauen. Auch die Sprecherin der Gruppe GfW, Alice Brandenburg-Bienek, meldete Zweifel an, ob die Gemeinde Wangerland sich das Millionenprojekt leisten könne, „wenn andererseits das Geld für ordentliche Toiletten in unseren Kindertagesstätten und Schulen fehlt“.

Bauamtsleiter Torsten Meuer, warb dafür, zunächst den Bebauungsplan für die Feuerwehrzentrale auf den Weg zu bringen. Größe und Standard des zweigeschossig geplanten Gebäudes könne man noch einmal überprüfen, bevor man den Neubau auf den Weg bringe. Er bezweifle aber, dass der Umbau des Altbaus tatsächlich günstiger werden würde. Die Ausschussmitglieder folgten der Empfehlung und brachten den Bebauungsplan auf den Weg.

Landwirte protestieren – Polizei erwartet massive Beeinträchtigungen

Friesland/Wangerland (6.1. 2024) – Die Polizei erwartet für den kommenden Montag, 8. Januar, im gesamten Nordwesten Verkehrsbeeinträchtigungen. Der Grund: Protestaktionen, zu denen der Deutsche Bauernverband (DBV), das das niedersächsische Landvolk und die „Vereinigung Land schafft Verbindung“ aufgerufen haben. Hinterrund sind die von der Bundesregierung angekündigten Kürzungen beziehungsweise Streichungen von Agrarsubventionen. 

Andere Wirtschaftsbranchen wie etwa Transportgewerbe und Gastronomie haben angekündigt, die Proteste unterstützen zu wollen. Auch die Wangerländer CDU-Landtagsabgeordnete Katharina Jensen will zusammen mit anderen CDU-Politkern am Montag mit friedlichem Protest „Flagge zeigen“. Es sei überhaupt nicht nachzuvollziehen, dass die Politik gerade jenen Wirtschaftssektor mit Subventionskürzungen bestrafen wolle, der alle Klimaziele einhalte. 

Die zunächst geplante völlige Streichung der KFZ-Steuer-Befreiung und der Agrardiesel-Subventionen hätte die Landwirtschaft mir rund einer Milliarden Euro belastet. „Die nun vorgeschlagene Salamitaktik, den Agrardiesel zeitversetzt abschaffen zu wollen, macht es nicht besser“, sagt Jensen. Der Zuschuss sei EU-weit einer der Geringsten. Seine Abschaffung sei weder heute noch in zwei Jahren akzeptabel, betont die Abgeordnete. Jensen ist überzeugt davon ist, dass das Zurückrudern der Bundesregierung schon ein Ergebnis der vereinten Proteste war. 

Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) aus Sande sieht in den neuen Vorschlägen der „Ampel“ einen guten Kompromiss. Es gebe viele Argumente gegen die ursprünglich geplanten Kürzungen. Er hoffe aber, dass Deutschland ein Land bleibe, in dem „am Ende das bessere Argument zählt“, sagte Lies auf dem Neujahrsempfang der Gemeinde Wangerland. Den Kompromiss für den Agrarsektor hätte man auch am Tisch klären können.

Auf Seiten der Polizei hofft man unterdessen, dass die Proteste am Montag friedlich bleiben. In vielen Kommunen seien ordnungsgemäß Veranstaltungen wie Kundgebungen, Schleichfahrten oder kurzfristige Straßensperren angemeldet worden. Die Bürger sollten sich auf Verzögerungen einstellen. 

Für die Region Friesland/Wilhelmshaven ist keine Großveranstaltung geplant. Dennoch wird auch hier die Polizei ihre Präsens verstärken. „Die Polizei wird die Versammlungen als auch jede sonstige bekannt werdende Protesthandlung begleiten und notwendige wie mögliche Maßnahmen treffen, um unzulässige Beeinträchtigungen zu verhindern“, kündigte die Polizeidirektion Oldenburg an.

Ein Befahren von Autobahnen mit Traktoren etwa sei nicht zulässig. Sofern es zu Straßenblockaden kommen sollte, hätten die Beteiligten verpflichtend eine Rettungsgasse freizuhalten.

„Friedlicher Protest ist zweifellos legitim“, unterstreicht Polizeipräsident Johann Kühme. Er mahnt bei der Wahl der Mittel aber zur Vernunft. Gleichzeitig warnt der Polizeipräsident davor, das Protestanliegen nicht von radikalen Kräften vereinnahmen zu lassen: „Schauen Sie genau hin, mit wem Sie da zusammen unterwegs sind und gemeinsam ihre Stimme erheben. Wenn auf Transparenten verfassungsfeindliche Symbolik zu sehen ist, bereitet nicht nur mir das Sorge, auch wenn es nur um Einzelfälle gehen mag.“

Minister hält Messergebnisse an der „Höegh Esperanza“ für seriös

Neujahrsempfang Wangerland
Künstlerin Marion Hinz überreichte ihr Werk an den neuen Eigentümer Heinz Thomßen. Bürgermeister Mario Szlezak (re.) und der Journalist Sebastian Urbanczyk (l.) vom „Jeverschen Wochenblatt“ hatten die Versteigerung initiiert. Wieland Rosenboom (vorn) sorgte als Auktionator für Stimmung. Foto: hol

Wangerland/Hooksiel (5. 1. 2024) – Bürgermeister Mario Szlezak (SPD) hat im Beisein von Landeswirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) die Forderung nach der Umrüstung des LNG-Fabrikschiffs „Höegh Esperanza“ auf ein Ultraschall-Antifouling-Verfahren bekräftigt. Die Chloreinträge in die Jade bei der Regasifizierung von Flüssigerdgas seien gegenüber den nachfolgenden Generationen nicht zu verantworten, sagte Szlezak beim Neujahrsempfang der Gemeinde Wangerland am Donnerstagabend in Horumersiel.

Der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) hatte kürzlich Messergebnisse veröffentlicht, wonach im vergangenen Jahr keine bzw. kaum Chloride oder Biozide im Gewässer festgestellt worden waren. Aus Sicht des Landes sowie des Betreibers Uniper gebe es deshalb keinen Grund zur Umrüstung des Schiffes, auch wenn die Übernahme der Kosten dafür vom Bund bereits bewilligt worden sind. 

Bürgermeister pocht auf Umrüstung von LNG-Frachter

Szlezak verteidigte hingegen unterstützt von der Wangerländer CDU-Landtagsabgeordneten Katharina Jensen die von der Gemeinde aufgestellten Forderungen. Die vor der Hafeneinfahrt von Hooksiel am LNG-Terminal Wilhelmshaven liegende „Höegh Esperanza“ sollte mit Blick auf die nötigen Gasimporte spätestens dann in einer Werft umgebaut werden, wenn das zweite LNG-Fabrikschiff in der Jade festgemacht hat. Die „Excelsior“ wird im zweiten Quartal erwartet.

Lies zeigte Verständnis für die „richtige Forderung“ der Wangerländer, warnte jedoch davor, die ökologische Situation unnötig zu dramatisieren. Man könnte nichts messen, was es nicht gibt. Es gebe keine Veranlassungen, die Messergebnisse des NLWKN in Zweifel zu ziehen. „Noch sind wir in Deutschland nicht so weit, dass man Messungen offizieller Behörden nicht glauben kann.“

Neujahresempfang Wangerland
Gut besucht war der Neujahrsempfang der Gemeinde Wangerland am Donnerstag. Foto: hol

Rund 300 Gäste verfolgten den Neujahrsempfang im Kursaal, an dem neben Bürgerinnen und Bürgern aus dem Wangerland auch die Bürgermeister und Bürgermeisterinnen der anderen friesischen Gemeinden, Wittmunds Bürgermeister Rolf Claußen, Frieslands Landrat Sven Ambrosy, Wilhelmshavens Oberbürgermeister Carsten Feist sowie aus dem Landtag – neben Jensen und Lies – die Abgeordnete Sina Beckmann (Grüne) aus Jever teilnahmen. Für musikalische Verschnaufpausen zwischen den zahlreichen Reden und Grußworten sorgte „Weltstar – Frank Sinatra“ – vertreten durch sein Oldenburger Double Jens Sörensen.

Wimmelbild für 1000 Euro versteigert

Abgerundet wurde der Abend durch die Versteigerung eines Bildes, das die Waddewarder Künstlerin Marion Hinz gemalt hat: Ein Wimmelbild mit Karikaturen der kommunalen Spitzen aus ganz Friesland. Neuer Eigentümer wurde Heinz Thomßen aus Grafschaft, der 1000 Euro für das Werk bot. Der Erlös soll zur Finanzierung des für 2025 geplanten nächsten Ehrenamtstages im Wangerland beitragen. Kurios: Thomßen übertrumpfte zuletzt ein Gemeinschaftsgebot von Landrat Ambrosy und acht Bürgermeistern, die zusammen 900 Euro gesetzt hatten. Sein Motiv: „Ich finde, man soll das Ehrenamt unterstützen.“ 

Bürgermeister und Landrat blickten auf dem Empfang auf das Jahr 2023 zurück und gaben einen kommunalpolitischen Ausblick auf 2024. Feierlich wurde es bei verschiedenen Auszeichnungen. Oberstleutnant Andre Knappe, Kommandeur des 1. Bataillons des Objektschutzregiments der Luftwaffe, überreiche Szlezak und dessen Stellvertreter im Amt, Peter Podein, Ehrennadeln des Bataillons, das seit 2006 über eine Partnerschaft mit der Gemeinde verbunden ist. Ursprünglich waren die Objektschützer in der Wangerland-Kaserne in Hohenkirchen stationiert.

Von der Gemeinde ausgezeichnet wurde die Wangerländerin Ines Bauer. Die junge Frau, die aktuell auf dem Weg zur Industriemeisterin Chemie ist, hat ihre Ausbildung zur Chemikantin beim PVC-Hersteller Vynova in Wilhelmshaven als deutschlandweit beste Auszubildende ihres Jahrgangs abgeschlossen. Ihr Motiv für den nicht gerade frauentypischen Berufsweg: „Ich wollte etwas Spannendes machen, was nicht jede macht.“

Bauer

Die Wangerländerin Ines Bauer (2. von links) wurde von der Deutschen Industrie- und Handelskammer als beste Auszubildende im Beruf der Chemikanten geehrt. Neben ihr bei der Ehrung Petra Tjardes von ihrem Arbeitgeber Vynova. Foto: DIHK

Neues Feuerwehrgerätehaus soll bis Anfang April fertig sein

Feuerwehrgerätehaus
Das neue Feuerwehrgerätehaus am Hohe Weg in Hooksiel soll Ende März/Anfang April fertig werden. Vorausgesetzt, das Wetter spielt mit. Foto: hol

Hooksiel (3. 1. 2024) – Wann die Freiwillige Feuerwehr Hooksiel von ihrem bisherigen Domizil zwischen dem Alten Hafen und der Lange Straße in den Neubau am Hohe Weg umziehen kann, steht noch nicht fest. Sven Bünting, von der Gemeinde Wangerland beauftragter Architekt vom 3ing Architektur- und Ingenieurbüro (Aurich): „Bei der derzeitigen Witterungslage wäre es nicht seriös, einen Termin für die Fertigstellung zu nennen.“

Die Feuerwehrangehörigen hatten lange auf eine Einweihungstermin noch im Jahr 2023 gehofft, dem Jahr des 100-jährigen Bestehens der Wehr. Dass daraus nichts werden würde, zeichnete sich aber bereits Mitte vergangenen Jahres ab. Aktuell wird die Einweihungsfeier für den Mai geplant. Ob das klappt, hängt auch vom Wetter ab.

„Im Januar sollen die Arbeiten im Bereich der Außenanlage beginnen“, sagt Bünting. Für den Fall, dass es „akzeptables Wetter“ gebe, seien dafür etwa zehn Wochen eingeplant. Unter anderem gehört zu den Außenarbeiten der Bau der direkten Zufahrt für die Einsatzfahrzeuge vom Hohe Weg zum Feuerwehrgerätehaus. Unter anderem muss dafür ein Stück des Straßengrabens verrohrt und ein Pflanzbeet beseitigt werden. Geplant ist zudem ein Waschplatz für Feuerwehrfahrzeuge.

„Wir peilen eine Fertigstellung zu Ende März/Anfang April an. Die Arbeiten im Innenbereich sind bis dahin längst abgeschlossen“, so Bünting. Dass es Lieferschwierigkeiten bei den großen Toren zur Feuerwehrhalle geben soll, weist der Architekt als Gerücht zurück. „Nein, es gibt keine Lieferschwierigkeiten mit den Sektionaltoren“, so Bünting. „Wir bauen empfindliche Bauteile immer so spät als möglich ein, damit diese nicht durch eine unsachgemäße Nutzung beschädigt werden.“