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Wangerlands Bürgermeister Mario Szlezak

Das Rennen um die Macht im Rathaus ist eröffnet

Wangerland (13. 1. 2026) – Am Sonntag, 13. September, sind alle wahlberechtigten Wangerländerinnen und Wangerland ab dem 16. Lebensjahr aufgefordert, eine Bürgermeisterin oder einen Bürgermeister zu wählen und die Zusammensetzung des künftigen Gemeinderates zu bestimmen. Für den ordnungsgemäßen Ablauf der Wahlen ist die vom Rat dazu bestimmte GemeindewahlleiterinBianca Siuts verantwortlich. Vertreten wird sie von Thomas Hayen.

Die Amtszeit von Bürgermeister Mario Szlezak endet Ende Oktober 2026. Der Sozialdemokrat war dann fünf Jahre im Amt. Die nächste Amtszeit wird nach Beschluss der Landesregierung acht Jahre betragen, also bis 2034 laufen. Wahlvorschläge können noch bis zum 20. Juli bei der Gemeindewahlleiterin eingereicht werden.

Neben dem Amtsinhaber haben Stand Januar drei weitere Bewerber ihren Hut in den Ring geworfen beziehungsweise sind von ihren Parteien oder Wählergemeinschaften als Kandidaten nominiert worden. Finalisierte Wahlprogramme liegen noch nicht vor. Auch Einzelpersonen können sich zur Wahl stellen, müssen für ihre Zulassung aber Unterstützer-Unterschriften beibringen. 

Gewählt ist die Kandidatin oder der Kandidat, der die absolute Mehrheit der Stimmen erhält. Sollte das beim ersten Wahlgang keiner der Bewerber schaffen, wird für Sonntag, 27. September, eine Stichwahl zwischen den beiden Bestplatzierten angesetzt.

Wangerlands Bürgermeister Mario Szlezak

Mario Szlezak (Foto), vor seinem Wechsel ins Rathaus als Industriemeister für einen Kranbaubetrieb tätig, hatte bereits im Sommer 2025 angekündigt, dass er eine zweite Amtszeit als hauptamtlicher Bürgermeister anstrebt. Im Januar 2026 wurde der 52-Jährige vom Ortsverein Wangerland seiner Partei offiziell als Kandidat der SPD nominiert.

In seiner Vorstellungsrede hat sich Szlezak unter anderem für starke Dorfgemeinschaften, gute Bildung und Betreuung, bezahlbares Wohnen, eine verlässliche Infrastruktur sowie eine nachhaltige Entwicklung von Tourismus und Wirtschaft ausgesprochen.

Im November 2025 hat die CDU Wangerland ihren Kandidaten benannt. Die Christdemokraten schicken den 24-jährigen Diplom-Finanzwirt Thies Fischer ins Rennen. Der gebürtige Wanderländer aus Middoge engagiert sich kommunalpolitisch unter anderem als Kreisvorsitzender der CDU im Landkreis Friesland.

Er will durch eine kluge Haushaltspolitik die finanziellen Spielräume der Gemeinde vergrößern und neue Gewerbegebiete ausweisen. Mit Blick auf die Insolvenz der gemeindeeigenen Wangerland Touristik GmbH fordert Fischer uneingeschränkte Transparenz bei der Aufklärung der Kostenexplosion beim Bau des Thalasso Meeres Spa (TMS). 

Die Wählergemeinschaft Pro Wangerland (WPW) setzt auf den Bauingenieur Bernd Abrahams (56). Abrahams (Foto), der in Hooksiel wohnt, arbeitet als Teamleiter bei der Hafengesellschaft NPorts.

Abrahams möchte unter anderem die Abläufe in der Verwaltung effektiver gestalten, die Finanzen konsolidieren und das Desaster um das TMS aufarbeiten. Seinen ersten Anlauf auf den Chefsessel im Rathaus hatte er bereits 2021 unternommen. Seinerzeit verlor er die Stichwahl gegen Mario Szlezak knapp. 

Als Einzelbewerber geht der Gastronom Christian Fuchs (46) ins Rennen. Der Betreiber eines Hotels im Wiardergroden bei Horumersiel stammt aus Baden-Württemberg. In der Gemeinde möchte er für ein neues Wir-Gefühl im Wangerland sorgen.

Unter anderem möchte Fuchs den öffentlichen Personennahverkehr stärken, bezahlbaren Wohnraum schaffen und den Dialog über die Nutzung von erneuerbaren Energien im Wangerland vorantreiben. Bislang engagierte er sich vornehmlich im Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga).