Projektarbeit für Artenvielfalt in Hooksiel

Schüler aus Sögel bauen Insektenhotel in Hooksiel
Schüler vom Gymnasium in Sögel bauen in Hooksiel ein Insektenhotel. Angeleitet wurden sie von Bernd Tscherney (4. v. l.). Ganz Rechts: Anke Müller von „Erde und Flut“, daneben Betreuerin Rieke Mai. Foto: hol

Hooksiel (2. 4. 2025) – Wie baut man ein Insektenhotel? Das ist eine der Herausforderungen, denen sich eine Gruppe von Gymnasiasten aus Sögel im Emsland in dieser Woche in Hooksiel und Tettens stellt. Dabei werden die jungen Leuten von der Lenkungsgruppe „Erde und Flut“ betreut.

An der Burgstraße, dem unbefestigten Weg vom Gewerbegebiet in Richtung Pakenser Kirche, stehen Balken und Bretter. Fünf junge Männer, Schüler des 10. Jahrgangs des Gymnasiums, werkeln mit Zollstock, Bohrer und Stichsäge. Was am Ende herauskommen soll, weiß der Hooksieler Bernd Tscherney, der die Gruppe beaufsichtigt und vor allem weiß, wie ein Insektenhotel am Ende aussehen muss, um einen Beitrag für Artenvielfalt und Naturschutz leisten zu können.

„Wie haben uns im Vorfeld Projekte im ökologischen, ökonomischen und sozialem Bereich ausgesucht und uns darauf vorbereitet“, schildert Schüler Jean-Luca Twele. Die Schule habe sich dann um Projektpartner bemüht. Ursprünglich bei der Wangerland Touristik GmbH, von wo das Thema über die Gemeinde zur Lenkungsgruppe „Erde und Flut“ gelangte, wie deren Sprecherin Anke Müller schildert. Die Hooksielerin hat den Aufenthalt der Gruppe und deren Betreuerin Rieke Mai dann zusammen mit einer Reihe von Unterstützern organisiert – von supergünstigen Quartieren über kostenlose Fahrräder bis zu Verpflegungspaketen.

Das Insektenhotel an der als Wander- und Radweg stark genutzten Burgstraße neben einer Reihe von Obstbäumen war das ersten Teilprojekt. Weiter ging es nach Tettens, wo die Gruppe ein Weidentipi bauen und bis Freitag auch noch ein Buswartehäuschen bemalen will. 

Hooksiel und das Wangerland werden die Jugendlichen am Ende sicher in guter Erinnerung behalten – zumindest wenn es mit der Heimfahrt besser klappt als mit der Anreise. „Der Zug hatte über drei Stunden Verspätung“, schildert Jean-Luca Twele. „Das war ziemlich katastrophal.“