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Helfer gesucht: Garten-Oase wächst Ehrenamtlichen über den Kopf

Hohenkirchen (23. 4. 2026) – In das Projekt ist über die Jahre viel Geld geflossen. Jetzt droht es zu scheitern. Die Ehrenamtlichen, die sich seit Jahren um den Gemeinschafts-Garten in Hohenkirchen kümmern, brauchen dringend Verstärkung. 

Hoffen auf weitere helfende Hände für die Pflege des ökologischen Gemeinschaftsgartens i Hohenkirchen: (von links, stehend) Dieter Moosen, Silke Niemeyer, Marion Hinz sowie (sitzend) Rita Schürholz, Ilsen Moosen und Hanna Faull. Fptp: ho

Marion Hinz, Ehrenamtsbeauftragte der Gemeinde Wangerland, versucht das Team um Hanna Faull, Rita Schürholz, Silke Niemeyer sowie Ilse und Dieter Molsen durch einen Hilferuf zu unterstützten. „Das ist ein wunderschönes Kleinod hier. Es wäre wirklich schade, wenn der Garten keinen Zukunft mehr hätte.“

Bunte Vielfalt braucht Pflege

Unkraut zupfen, hacken, säen, ernten. So ein bunter Garten, in dem biologisch einwandfrei ohne Giftspritze unter anderem Kartoffeln, Tomaten und Kürbisse angebaut, Zwiebeln, Schnittlauch und Beeren geerntet sowie Äpfel, Birnen und Quitten gepflückt werden wollen, macht sich nicht von allein. Hinzu kommt die Pflege der Wege, Einfassungen und Zäune, des Insektenhotels und der Rosenbüsche. Und auch der Wohncontainer, den der Bauhof der Gemeinde für die Ehrenamtlichen als Geräteschuppen und Pausenraum aufgestellt hat, will unterhalten werden. 

Die Belohnung für die Mühe: Ein Plätzchen in einer wunderschönen Öko-Oase in Jelliestede, zwischen Neubaugebiet und Reisemobil-Stellplatz. Nicht nur aufgrund des wunderschönen Seeblicks ein Ort zum Ausspannen. „Die Arbeit hier macht schon Spaß“, sagt Silke Niemeyer. „Aber es darf für den Einzelnen auch nicht zu viel werden.“

Als „internationaler Garten“ gegründet

Der rund 400 Quadratmeer große Kräutergarten ist vor rund zehn Jahren im Rahmen des Projektes „Erde und Flut“ angelegt worden. Damals als „Internationaler Garten“, erinnert sich Marion Hinz. In den ersten Jahre sei der Garten auch Treffpunkt von Einheimischen und Familien mit Migrationshintergrund gewesen. Als Labor für botanisches Wissen und Börse für Rezepte aller Art. Dann kam Corona. Eine besonders aktive ausländische Familie zog weg, die Ehrenamtlichen der ersten Stunde kamen in die Jahre …

Eine bunte Vielfalt aus Blumen, Kräutern und sonstigen Pflanzen erwartet Besucher im Gemeinschafts-Garten am Wangermeer. Angelegt worden ist das Kleinod vor rund zehn Jahren im Rahmen des Projektes „Erde und Flut“ , damals als „Internationaler Garten“. Foto: hol

Nutznießer sind unter anderem die Reisemobilisten, die in Hohenkirchen Halt machen. „Was kosten denn die schönen Erdbeeren?“ sei sie schon oft gefragt werden, sagt Hanna Faull. Aber verkaufen dürfen die Aktiven ihre Waren nicht. „Wir geben aber gern ab, gegen eine kleine Spende für das Projekt.“

Geld allein reicht nicht

Wie eine mit Firmennamen gut bestückte Schautafel zeigt, gab es in der Vergangenheit schon eine ganze Reihe von Unterstützern für den Gemeinschafts-Garten. Jetzt aber reicht Geld allein nicht mehr aus. Es werden Gartenfreunde aus dem gesamten Wangerland als ehrenamtliche Helfer gesucht. Das derzeitige Team trifft sich jeden Dienstag von 10 bis 12 Uhr in Jelliestede. „Wenn aber jemand lieber an einem anderen Tag arbeiten will, ist das auch in Ordnung“, sagte Silke Niemeyer. 

Die Kontaktaufnahme zu der Gruppe erfolgt am besten per Email über das Rathaus. Dort steht Marion Hinz unter m.hinz@wangerland.org als Ansprechpartnerin zur Verfügung.

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