Wilhelmshaven/Wangerland (8. 1. 2026) – Die Bundestagsabgeordnete Siemtje Möller hat politische Unterstützung für das in finanzielle Schieflage geratene Vynovo-Cheimiewerk vor den Toren Hooksiels angekündigt. Die SD-Politikerin besuchte die Vynova Wilhelmshaven GmbH, die im Dezember einen Insolvenzantrag gestellt hatte. Dabei tauschte sie sich im Gespräch mit Dr. Benno Krüger (Standortleiter), Petra Tjardes (Personal- und Communication Managerin) und Volker Neumann (Betriebsratsvorsitzender) über die aktuelle Lage aus.

„Vynova steht exemplarisch für viele chemische Unternehmen, die derzeit unter massiven Kosten- und Marktdruck geraten. Insbesondere in unserer Region müssen wir aber alles daransetzen, Unternehmen wie dieses zu unterstützen und Industriearbeitsplätze zu sichern“, sagte Möller. Die Menschen hier würden seit Jahren engagierte Arbeit unter schwierigen Marktbedingungen leisten. „Um so wichtiger ist es, dass die Politik an ihrer Seite steht.“
„Wir müssen jetzt die Weichen stellen“
Möller betonte, dass sie im aktuellen Verfahren auch Chancen für die Region, das Unternehmen und die Belegschaft sehe. Standortleiter Krüger: „Wir müssen jetzt die Weichen stellen für eine starke norddeutsche Chemieindustrie und den Erhalt wichtiger Wertschöpfungsketten. Unser Standort hier in Wilhelmshaven bietet zahlreiche Vorteile und Entwicklungspotenziale für weitere Ansiedlungen der Chemischen Industrie wie auch der Energiegewinnung.“ Gemeinsam müsse man jetzt alles daransetzen, diese Potenziale zu heben.
Belegschaft will kämpfen
Betriebsratsvorsitzender Volker Neumann wies eindringlich auf die Bedeutung der Industriearbeitsplätze für die Region hin. Bei Vynovo sind rund 365 Menschen beschäftigt. Zudem sichert das Unternehmen durch Aufträge zahlreiche weitere Arbeitsplätze in der Umgebung. „Die Belegschaft hat in den letzten Jahren viel einstecken müssen“, so Neumann. „Trotz aller Unsicherheiten stehen wir aber zusammen und wollen gemeinsam für unseren Standort kämpfen. Wir blicken optimistisch auf das Entwicklungspotenzial und setzen uns gemeinsam für den Erhalt unserer Arbeitsplätze ein.“












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