Drücken Sie „Enter“, um den Inhalte zu überspringen

Ademes rückt an die Spitze des Seebadevereins

Hooksiel (19. 3. 2026) – Der Seebadeverein Hooksiel hat einen neuen Vorsitzenden. Nachdem der vor einem Jahr gewählte Amtsinhaber Wolf Hegemann sich aus dem Vorstand zurückgezogen hat, ist sein bisheriger Stellvertreter Wolfgang Ademes in die Führungsfunktion aufgerückt. Dem vor über 110 Jahren gegründeten Verein gehören rund 300 Familien an.

Wolfgang Ademes (links) hat das Amt des 1. Vorsitzenden des Seebadevereins Hooksiel übernommen, nachdem sein Vorgänger Wolf Hegemann sich krankheitsbedingt aus dem Vorstand des Vereins zurückgezogen hat. Archiv-Foto: hol

Stellvertretender Vorsitzender ist künftig Uwe Gaudian. Zur neuen 2. stellvertretenden Vorsitzenden wählten die Mitglieder auf der Jahreshauptversammlung am Mittwoch im Haus des Gastes einstimmig Nicole Kutscher. Die Neu-Hooksielerin, die sich aus ihrem Urlaubsort per Video-Schalte vorstellte, hat sich schon bislang in Arbeitsgruppen des Vereins engagiert und zuletzt unter anderem die Aktion „Hooksiel putzt“ organisiert.

Satzung ohne Tourismus

Ohne Widerspruch stimmten die über 50 anwesenden Vereinsmitglieder einer umfassenden Satzungsänderung zu. Als Vereinszwecke werden darin Denkmalschutz, Heimatpflege und Ortsverschönerung genannt, aber nicht mehr Tourismus und Fremdenverkehr, für die der Verein einst gegründet worden ist. Die Überarbeitung der ohnehin nicht mehr zeitgemäßen Satzung sei auch notwendig geworden, so Ademes, damit der Verein als gemeinnützig anerkannt werden kann. Der neue Status soll ab dem 1. Januar 2027 gelten. 

Aus Sicht der Gemeinde Wangerland haben sich die Bemühungen, den denkmalgeschützten Leuchtturm „Roter Sand“ an den Außenhafen von Hooksiel zu versetzen, erledigt. Beim Seebadeverein hingegen hat man die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben. Foto: Eike Doyen

Bürgermeister Mario Szlezak würdige in einem Grußwort das beeindruckende Engagement im Seebadeverein, der im vergangenen Jahr ein Fülle von Veranstaltungen („Gäste- und Bürgersnak“) ausgerichtet und dabei – angesichts der guten Teilnehmerzahlen – offenbar die richtigen Themen angesprochen habe. Ausdrücklich dankte Szlezak Hegemann und Ademes für deren Einsatz für die angestrebte Verlegung des denkmalgeschützten Leuchtturms „Roter Sand“ aus der Wesermündung an den Hooksieler Außenhafen.

Investor für eine Markthalle

Leider seien die gemeinsamen Bemühungen von Gemeinde und Seebadeverein nicht erfolgreich gewesen, so Szlezak. Nach neuerlichen Gesprächen mit der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung und dem Verkehrsministerium werde die Gemeinde ihre Bemühungen jetzt einstellen. Der Standort am Außenhafen sei offenbar mit den geltenden schifffahrtsrechtlichen Bestimmungen nicht vereinbar. Für Ademes hingegen will noch nicht aufgeben. „So lange wir keine Absage bekommen haben, sind wir noch im Rennen.“

Mehr Hoffnung machte der Bürgermeister beim Thema Nachnutzung des ehemaligen Feuerwehrareals am Alten Hafen. Nachdem ein geplanter Hotelbau nicht zustande gekommen war, wünschen sich viele Vereinsmitglieder eine Markthalle mit unterschiedlichen Funktionen. Wie Szlezak sagte, gebe es für diese „charmante Idee“ inzwischen einen potenziellen Investor, mit dem bereits erste Gespräche geführt worden seien. Sollten sich dessen Pläne verfestigen, werde man das Projekt öffentlich vorstellen.

Unterstützung sagte der Bürgermeister dem Verein auch bei dessen Bemühungen zu, den häufig in Hooksiel vernehmbaren Lärm der auf Wilhelmshavener Grund liegenden Wurftaubenschießanlage einzudämmen. Er bemühe sich derzeit um ein Gespräch über das Thema mit Wilhelmshavens Oberbürgermeister Carsten Feist.

Kommentare sind deaktiviert.