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Parteien bereiten sich auf Landtagswahl im September 2027 vor

Friesland/Wangerland (15. 10. 2026) – Nach der Wahl ist vor der Wahl. Noch sind nicht alle Nachwehen der Kommunalwahl vom September verdaut, da schaut das Land schon auf den nächsten Wahltermin. Am Sonntag, 26. September, 20027 sind alle Niedersachsen ab 18 Jahren aufgefordert, einen neuen Landtag zu wählen.

Wahlkreis wird kleiner

Was gleich bleibt: Die Wahllokale werden auch dann von 8 bis 18 Uhr geöffnet habe. Was sich ändert, zumindest für den Raum Friesland, ist der Zuschnitt des Wahlkreises. So wird der aktuell Landtagswahlkreis Friesland/Jade um die Gemeinde Jade und die Stadt Varel verkleinert. Es entsteht ein neuer Wahlkreis Varel/Rastede. Zum Wahlkreis 71 „Friesland“ zählen dann nur noch die Städte Jever und Schortens sowie die Gemeinden Wangerland, Sande, Bockhorn, Zetel und Wangerooge.

Die Reform war notwendig geworden, damit die Wahlkreise insgesamt ein vergleichbare Zahl von Wählerstimmen abbilden. Eine zunächst ins Auge gefasst Zuordnung der Gemeinden Wangerland und Wangerooge zum Wahlkreis Wilhelmshaven war – auch aufgrund der Bedenken in den eher ländlich strukturieren Gemeinden – verworfen worden.

CDU setzt auf Jensen

Aktuell bereiten sich die Parteien und mögliche Kandidatinnen und Kandidaten auf die Nominierung von Bewerbern vor. Als erste hat sich die CDU festgelegt. Sie zieht mit der seit 2022 amtierende Landtagsabgeordneten Katharina Jensen (Wangerland) ins Rennen. Die 40-Jährige, die sich auch im Gemeinderat und im Kreistag engagiert, will auf Landesebene insbesondere ihre Arbeit in den Bereichen Landwirtschaft und Häfen fortsetzen. 

Bei der SPD gilt es als sicher, dass sich der aktuelle Ministerpräsident Olf Lies (Sande) erneut um ein Mandat im Landtag bewerben wird.

Sina Beckmann (Grüne) aus Jever hingegen, derzeit die dritte Stimme aus Friesland im Landtag, hat bereits angekündigt, nicht erneut kandidieren zu wollen.

SPD hatte 2022 die Nase vorn

Bei der Landtagswahl am 9. Oktober 2022 hat die SPD im Bereich der Gemeinde Wangerland mit 38,7 Prozent den größten Anteil der Zweitstimmen geholt. Es folgten die CDU (30,2 %), AfD (11,6 %), Grüne (9,1 %) und FDP (4,5 %). Bei der Wahl des Direktkandidaten aus dem Wahlkreis stimmten 44,6 Prozent für Olaf Lies (SPD), der damit vor Katharina Jensen (CDU) lag, die 36,1 Prozent der Wählerinnen und Wähler hinter sich vereinen konnte.