Jever/Wangerland (10. 10. 2026) – Sina Beckmanns Tage als Landtagsabgeordnete sind gezählt. Die Grünen-Politikerin aus Jever wird für die Landtagswahl 2027 nicht erneut kandidieren. Das hat die 45-Jährige, die dem Parlament seit 2022 angehört, jetzt mitgeteilt. „Ich möchte nicht einfach ein politisches Mandat verlängern, nur weil ich es bereits habe. Fünf weitere Jahre Landtag sind fünf Jahre Lebenszeit. Dafür muss man wirklich überzeugt sein, dass genau das der richtige Ort für die eigene Energie ist.“
Sina Beckmann kandidiert nicht erneut
Was nach dem Ende ihres Landtagsmandates kommt, habe sie noch nicht entschieden. Eine Rückkehr ins Unternehmertum könne sie sich ebenso vorstellen wie neue Projekte an der Schnittstelle von Wirtschaft, Innovation und Gesellschaft.

Auch ein späteres politisches Amt wolle sie nicht grundsätzlich ausschließen, so Sina Beckmann (Foto). „Ich habe mit Mitte vierzig noch keine Lust, meinen Lebenslauf zu verwalten. Ich möchte etwas Neues anfangen und aufbauen.
Beckmanns Weg in die Politik begann spät und verlief dann schnell. 2018 trat die Unternehmerin, die ein Laborunternehmen aufgebaut und im Bereich der Erneuerbaren Energien gearbeitet hat, den Grünen bei und übernahm noch im selben Jahr den Vorsitz des Kreisverbandes Friesland. 2021 kandidierte sie für den Bundestag und wurde in den Rat der Stadt Jever sowie den Kreistag Friesland gewählt. 2022 folgte der Einzug in den Landtag. Bis dahin war sie zudem Sprecherin der grünen Landesarbeitsgemeinschaft Wirtschaft und Finanzen.
KI-Grundsatzpapier
Im Landtag engagierte sich in der Finanzpolitik, kümmerte sich um Häfen und Schifffahrt und arbeitet als stellvertretende Vorsitzende im Tourismusausschuss. 2025 wechselte sie in den Petitionsausschuss. Inhaltlich setzte Beckmann zunehmend Schwerpunkte bei Startups, Innovation und Künstlicher Intelligenz. Zu den Arbeiten, die ihr besonders wichtig sind, gehören ihr umfangreicher Startup-Antrag und das KI-Grundsatzpapier der grünen Landtagsfraktion.
Weiter in Jever aktiv
Aus der Politik zieht sich Beckmann aber nicht komplett zurück. Sie wurde bei der Kommunalwahl in Jevers Stadtrat gewählt und wird dort den Vorsitz der grünen Ratsfraktion übernehmen. „Ich mag Kommunalpolitik, weil sie unmittelbar ist“, so Beckmann. „Man kennt die Menschen, über deren Anliegen man entscheidet. Man sieht die Straße, das Unternehmen oder den Platz in Jever, um den es gerade geht. Und irgendwann muss man gemeinsam eine Lösung finden. Das liegt mir.“







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