Wangerland (17. 1. 2026) – Spätestens ab Sommer 2027 wird sich der Mathematik-Unterricht an den Grundschulen in Niedersachen ändern. Man setzte damit den von der Kultusministerkonferenz 022 beschlossenen, bundesweit verbindlichen Bildungsstandard für das Fach Mathematik um, teilt das Kultusministerium in Hannover mit und betont: „Das schriftliche Dividieren wird nicht abgeschafft.“
Alle Schüler in Niedersachsen sollen das schriftliche Dividieren weiter erlernen. In der Grundschule solle es durch das Lernen von Teilschritten angebahnt und an der weiterführenden Schule endgültig gelernt werden, so das Ministerium. Die Division, „das komplexeste schriftliche Rechenverfahren“, bleibe fester Bestandteil des Unterrichts, wobei das halbschriftliche Dividieren im Mittelpunkt stehen werde.
Die CDU-Landtagsabgeordnete Katharina Jensen (Wangerland) kritisiert die Änderung. „Aus meiner Sicht sollte das schriftliche Dividieren als ein Weg zur Lösung in den Grundschulen unbedingt erhalten bleiben.“ Das Rechenverfahren erfordere das sichere Zusammenspiel mehrerer Teilschritte – Teilen, Multiplizieren und Subtrahieren. „Das sollten wir unseren Kindern auch weiterhin bereits an den Grundschulen zutrauen.“
Werde die schriftliche Division an den Grundschulen nicht mehr gelehrt, so befürchtet Jensen, würden zentrale Problemlösungs-Kompetenzen weniger geübt. „Dann entscheidet wieder das Elternhaus, wer mit dieser komplexen Rechenart zurechtkommt und wer sich dann in der weiterführenden Schule damit schwertut. Chancengleichheit sieht für mich anders aus.“






Kommentare sind deaktiviert.