Hooksiel (2. 1. 2026) – Schade. Die Veranstaltung hätte mehr Besucher verdient gehabt. Zum Ausklang der laufenden Ausstellung im Künstlerhaus Hooksiel hatte Herbert Witzel zu einer „Lied- und Lesebühne“ geladen. Zusammen mit seiner Frau Antje trug er selbst geschriebene „ruppige Rhythmen“ und „taffe Texte“ vor. Leider konnte Kunsthallen-Leiterin Renate Janßen-Niemann zu dem intellektuellen Schlussakkord der letzen Ausstellung der Saison „Wasser in den Ohren“ von Antje Witzel nur eine Handvoll Interessierte begrüßen.

Witzels leben und arbeiten in Babelsberg bei Berlin. In seinen Liedern nach Herbert Witzel seine Zuhörer unter anderem mit auf eine Tretbootfahrt auf der Spree, ließ im „Kinolied“ etliche Filmstars wieder lebendig werden und übermittelte eine Liebeserklärung an den Bezirk Neukölln. Aber auch der Aufenthalt in Hooksiel sei für das Paar sehr inspirierend gewesen, versicherte Witzel: „Hör ich moin, kann ich mich freun …“
Im Rahmen der Veranstaltung stellte das Paar ein Buch über den niederländischen Maler und Zeichner Vincent van Gogh vor – von Herbert Witzel selbst geschrieben, handschriftlich, gefalzt und gebunden. Eine Hommage an die Neugier. Ausdruck des Wunschs, künstlerisch keine schon ausgetretenen Pfade gehen zu wollen. Auch um den Preis, dass es auf neuen Wegen manchmal recht einsam sein kann.
Das Künstlerhaus in der Lange Straße ist am heutigen Freitag noch geöffnet. Danach geht es bis zum 13. Februar in die Winterpause.






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