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Nebelhörner trotz Radar wichtiger Sicherheitsfaktor

Hooksiel (11. 1. 2026) – Die einen nervt es. Für die anderen gehört das Tuten der Nebelhörner zum Leben an der Küste einfach dazu. Nebelhörner sollen bei schlechter Sicht das Befahren der Jade sicherer machen.

Die Beirteiber der Verladebrücken in der Jade sind verpflichtet, bei schlechter Sicht Nebelhörner in Betrieb zu nehmen. Archiv-Foto: hol

Erst immer wieder dichter Nebel. Dann das Schneetreiben. „Tut, tut, tut“ – und das über Stunden. Die tieftönigen Warnsignale von der Wasserseite sind auch im Ortskern von Hooksiel gut zu vernehmen. Die Frage einer Neu-Bürgerin: „Was soll das? Die Schiffe haben doch alle Radaranlagen?“

Nicht alle. Stephan Hellwig, Fachbereichsleiter Schifffahrt beim Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes (WSA) Weser-Jade-Nordsee, weist im Gespräch mit „Hooksiel-life“ darauf hin, dass auf der Jade selbst bei schlechter Sicht auch kleinere Boote und Sportschiffer unterwegs sind, die nicht unbedingt über Radaranlagen verfügen. Und auch für größere Schiffe seien die akustischen Signale ein zusätzlicher Sicherheitsfaktor.

Das WSA ist als Aufsichtsbehörde für die Nebelhörner verantwortlich, die auf den Verladebrücken in der Jade installiert sind – etwas an den LNG-Terminals, bei der HES-Brücke oder auch beim NWO-Anleger. Diese Alarmanlagen seien Teil der Genehmigungsbescheide für den Betrieb der Anlagen und müssten insofern von den Betreibern der Brücken vorgehalten werden. Ausgelöst werden sie meist über automatische Sichtweitenmmess-Sensoren. Anhand ihrer Tonfolge seien dann einzelne potenzielle Hindernisse in Fahrwassernähe identifizierbar.

Etwas anderes sei es, so Hellwig, wenn – wie zum Beispiel am Silvesterabend – Kapitäne von in der Jade liegenden Schiffen Signale abgeben. „Das hat weniger mit dem Thema Sicherheit zu tun. Aber zum Jahreswechsel ist das international Tradition.“ 

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