Hooksiel/Bremen (16. 1. 2026) – Auf Nord- und Ostsee sind die Besatzungen der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) im Jahr 2025 mehr als 1700 Mal im Einsatz gewesen. Wie der Jahresbericht der Hilfsorganisation ausweist, haben die Seenotretter dabei nahezu 3400 Menschen geholfen.

Die Besatzungen der an der niedersächsischen Küste stationierten Seenotrettungskreuzer und
-boote – darunter der in Hooksiel beheimatete Kreuzer „Bernhard Gruben“ und das Rettungsboot „Wolfgang Paul Lorenz“ in Horumersiel – haben bei 476 (Vorjahr: 494) Einsatzfahrten 1186 (735) Menschen geholfen. Davon wurden 33 (13) Menschen aus Seenot gerettet und 67 (89) weitere aus Gefahrensituationen befreit.
Literarisches Denkmal
Die Seenotretter kamen Besatzungen von Fischereifahrzeugen ebenso zu Hilfe und wie Seeleuten von Handelsschiffen oder Passagieren von Fähren und Fahrgastschiffen. Auch etliche Wassersportler konnten sich auf die Hilfe der DGzRS-Besatzungen verlassen.
Großartige Unterstützung haben die Seenotretter in 2025 von ihrem Botschafter Klaus-Peter Wolf erhalten. Der Autor der Ostfriesland-Krimis habe auf ungezählten Lesungen und Bühnenveranstaltungen für die DGzRS geworben. Mit seinem neuen Roman „Ostfriesenerbe“ setzt er den Seenotrettern ein literarisches Denkmal. Neue ehrenamtliche Botschafterin der Seenotretter ab 2026 ist Fernsehmoderatorin und Sportjournalistin Laura Wontorra.
Spenden und Erbschaften
Die DGzRS wurde 1865 gegründet. Bereits seit 1875 wiederum gibt es die Sammelschiffchen. Die Organisation finanziert sich ausnahmslos durch Spenden. Von den Einnahmen, darunter auch eine Reihe von zweckgebundenen Erbschaften, müssen die Seenotretter unter anderem fortlaufend ältere Seenotrettungskreuzer und -boote durch moderne Neubauten ersetzen.
2025 nahmen zwei neue Seenotrettungsboote in der Ostsee ihren Dienst auf. Im Bau befinde sich zudem der Prototyp eines etwa 12,75 Meter langen neuen Seenotrettungsbootes. „Er soll im Laufe dieses Jahres abgeliefert und zunächst auf vielen Stationen ,auf Herz und Nieren‘ erprobt werden“, heißt es in dem Bericht. Über seine anschließende Stationierung sei noch nicht entschieden.
Der Bau eines neuen Seenotrettungskreuzer-Typs mit Tochterboot wiederum steht kurz vor der Auftragsvergabe.









Kommentare sind deaktiviert.