Hooksiel/Wilhelmshaven (27. 3. 2026) – Das Milliarden-Projekt wird die Stromversorgung in Großbritannien und in Deutschland sicherer machen. Da sind sich die Experten einig. Derzeit erleben viele Hooksieler die begleitenden Bauarbeiten für den NeuConnect Interkonnektor hautnah mit.

Entlang der Landesstraße 810 zwischen Hooksiel und Sengwarden sind derzeit etliche (niederländische) Bagger dabei, in „Deutschland-Geschwindigkeit“ die Trasse für ein Erdkabel zu buddeln, das den Anlandepunkt des Seekabels – südlich des Hooksieler Außenhafens – mit der im Bau befindlichen, riesigen Konverterstation in Wilhelmshaven-Fedderwarden (direkt an der A 29) verbinden soll. Für die Dauer der Arbeiten sind entlang der L 810 (siehe Grafik von NeuConnect) zum Schutz der Baustellenzufahrten mehrere Tempo-50-Zonen eingerichtet worden. Vorsicht: Hier wird auch geblitzt!

Die neue Stromverbindung NeuConnect mit einer Kapazität von 1,4 Gigawatt (GW) soll 2028 in Betrieb gehen. Sie wird den direkten Stromaustausch zwischen Deutschland und Großbritannien ermöglichen. Überschüssiger Strom kann wechselseitig importiert oder exportiert werden.
Herzstück des Projektes ist die Hochspannungs-Gleichstromübertragung quer durch den Ärmelkanal. Das Seekabel ist rund 725 Kilometer lang. Deren Endpunkte sind Konverterstationen im britischen Isle of Grain und in Wilhelmshaven, in denen Gleichstrom in Wechselstrom umgewandelt werden kann.
Das mit einem Investitionsvolumen von rund 2,8 Milliarden Euro veranschlagte Projekt wird privat finanziert. Zu den Investoren zählen unter anderem Unternehmen wie Meridiam, Allianz, Kansai Electric Power und Tepco.









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