Wangerland/Horumersiel (10. 9. 2026) – Immer wieder fallen Straßenlaternen aus. Das Licht flackert oder ganze Straßenzüge bleiben komplett im Dunkeln. Die Suche nach der Ursache dafür gestaltet sich oft als aufwendig. Häufig sei es günstiger, so Torsten Meuer aus der technischen Bauverwaltung der Gemeinde Wangerland, einen Kabelstrang komplett zu erneuern als nach der eigentlichen Schadstelle zu suchen, um das Kabel gegebenenfalls reparieren zu können.

Die Hoffnung der Gemeindeverwaltung, das leidige Thema durch einen Dienstleistungsvertrag mit Fixkosten an einen externen Handwerksbetrieb auslagern zu können, haben sich zunächst zerschlagen. Wie Meuer vor dem Wegeausschuss sagte, habe eine entsprechende Ausschreibung aufgehoben werden müssen, da die Preise in den Angeboten deutlich höher lagen als von der Gemeinde erwartet.
Gemeinde hebt Ausschreibung auf
Die LED-Straßenlaternen selbst seien meist nicht die Ursache für Ausfälle. Häufig lägen diese im Bereich der Erdkabel. Eine Reihe von Kabeln für die Straßenbeleuchtung wurden zum Beispiel im Zuge der Verlegung von Glasfaserkabeln beschädigt. Vor diesem Hintergrund hatte die Gemeinde gezielt Unternehmen um Angebote gebeten, die sowohl Elektro- als auch Erdarbeiten anbieten. Aus Sicht der Gemeindeverwaltung ist die Suche nach der „Lösung aus einer Hand“ aufgrund der deutlich zu hohen Preisforderungen aber vorerst gescheitert.
In einer neuerlichen Ausschreibung wolle man jetzt wieder die reinen Elektro-Arbeiten vergeben. Für Erdarbeiten müssten dann separate Firmen gesucht werden. „Hier und da kann sicher auch mal der Bauhof der Gemeinde einspringen“, hofft Meuer.
Bordsteine absenken?
Komplexer als von dem einen oder anderen Kommunalpolitiker erhofft gestaltet sich auch ein anderes Projekt. Ein Bürger mit einem auf einen Rollstuhl angewiesenen Sohn hatte den Antrag gestellt, die Fußwege im Bereich von Übergängen in Horumersiel barrierefrei umzugestalten. Dafür müssten nach seiner Einschätzung 16 Bordsteine abgesenkt werden.
Mit dem Thema „Barrierefreies Horumersiel“ werden sich jetzt nach den Worten Meuer Studierende der Jade-Hochschule in Wilhelmshaven befassen. Das Projekt werde aber erst im Semester 2027 auf dem Lehrplan stehen. Die Hoffnung der Gemeinde: Die Studierenden erarbeiten ein Konzept, das Barrierefreiheit umfassend betrachtet.
Nicht nur aus der Sicht von Rollstuhlfahrern, sondern zum Beispiel auch aus der Sicht von Sehbehinderten. „Die Bordsteine, die wir sonst gegebenenfalls absenken würden, sind vielleicht genau die, die Sehbehinderte für ihre Orientierung brauchen“, so Meuer. Mit einem Konzept in der Hand könne die Gemeinde möglicherweise auch Fördergelder anzapfen. Denn, so der Baufachmann: „Allein für jede Absenkung eines Bordsteins muss man Kosten von 1000 Euro veranschlagen.“








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