Hooksiel (6. 9. 2026) – Der Kommunalwahlkampf kommt in seine Schlussphase. Am Sonntag, 13. September, wählen die Wangerländer ihren Bürgermeister für die kommenden acht Jahre sowie die den nächsten Gemeinderat, der ab November für fünf Jahre die Geschicke der Gemeinde lenken wird.

Im Fokus des Interesses steht vor allem die Bürgermeisterwahl. Wer sich noch nicht sicher ist, wen er wählen soll, kann sich die drei Bewerber – Marios Szlezak (SPD), Thies Fischer (CDU) und Bernd Abrahams (Pro Wangerland) – am kommenden Dienstag, 8. September, bei einer Podiumsdiskussion des Seebadevereins Hooksiel noch einmal anschauen. Beginn der Veranstaltung ist um 19 Uhr im Gästehaus.
Starke Stimme für Hooksiel
Fischer hatte sich mit zahlreichen Gemeinderats-Kandidaten bereits am Donnerstag in Hooksiel präsentiert. An der federführend von Björn Christiansen organisierten Veranstaltung in einer Lagerhalle im Gewerbegebiet nahmen über Hundert Bürger teil. Fischer verwies darauf, dass unter den Ratskandidaten der CDU acht Hooksieler vertreten sind. Die Wahl sei eine Chance, „Hooksiel eine starke Stimme im Rat zu geben“.
Im Fokus seiner Wahlkampfrede stand die Finanzlage der Gemeinde. Die Gemeinde steuere bei einem Haushaltsvolumen von rund 26 Millionen Euro auf einen Schuldenstand von 20 Millionen Euro zu. Falls es nicht gelinge, die Einnahmesituation zu verbessern, drohe die Gefahr, so der CDU-Politiker, dass mittelfristig die Eigenständigkeit der Gemeinde Wangerland in Frage gestellt werde.

Die Steuerhebesätze seien schon sehr hoch. Mehr Geld in die Gemeindekassen spülen sollen nach Ansicht des CDU-Politiker mehr Steuerzahler. Dafür müssten neue Gewerbegebiete ausgewiesen und Wohnraum geschaffen werden – insbesondere bezahlbarer Wohnraum für junge und alte Menschen.
Sorge um die Finanzen
Einsparmöglichkeiten in der Verwaltung sieht Fischer durch stärkere Zusammenarbeit mit anderen Städten und Gemeinden im Jeverland. Zudem müsse geprüft werden, inwieweit die Arbeit im Rathaus durch stärkere Digitalisierung effizienter gestaltet werden könne.
In der Verlagerung von notwendigen Investitionen – etwa die Grundschule Hohenkirchen und weitere Feuerwehrhäuser – auf private Investoren sieht Fischer kein Allheilmittel. „Wir als Gemeinde müssen dann dafür über Jahre Pacht zahlen, die den Haushalt ebenfalls belastet.“
Lockere Gesprächsrunde
Alle drei Kandidaten haben sich zudem am Freitagabend im Gästehaus den Fragen von rund 30 jungen Leuten unter 30 Jahren aus verschiedenen Dörfern im Wangerland gestellt. Zu dem neuen Veranstaltungsformat hatte die Initiative „Weil wird Hooksieler sind“ (WWHS) eingeladen. Nach einer Vorstellungsrunde konfrontierte Julian Dreßel die Politiker mit Schlagworten, zu denen die Bewerber spontan Stellung beziehen mussten.
Die Teilnehmenden konnten Fragen in eine Box werfen oder auch das persönliche Gespräch mit den Bewerbern suchen. WWHS-Sprecher Dreßel: „Ich würde es gut finden, wenn wir das Format mit dem gewählten Bürgermeister in den nächsten Jahren ausbauen könnten. Da wäre eine gute Gelegenheit, junge Leute für Kommunalpolitik zu interessieren.“






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