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Alle Beiträge zum Thema “Kommunalwahl”

Pro Wangerland hat noch Platz für kurzentschlossene Kandidaten

Wangerland (27. 5. 2026) – Die Wählergemeinschaft Pro-Wangerland (WPW) stellt am Donnerstag, 28. Mai, in einer nicht öffentlichen Versammlung ihre Kandidatenlisten für die Kommunalwahl auf. Beginn ist um 19 Uhr im kleinen Kursaal im Haus des Gastes in Horumersiel. Festgelegt werden sollen die Wahlvorschläge für die Listenplätze der Kandidatinnen und Kandidaten für den Gemeinderat und den Kreistag, deren Zusammensetzung am 13. September neu bestimmt wird.

Vorsitzender Dieter Schäfermeier bittet um rege Teilnahme der WPW-Mitglieder. „Es sind noch Listenplätze frei.“ Interessierte, die die Wählergemeinschaft im Rat oder im Kreistag vertreten möchten, könnten noch in der Veranstaltung ihre Bewerbung vortragen.

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Bei der Kommunalwahl geht Genauigkeit vor Schnelligkeit

Hooksiel/Wangerland (18. 5. 2026) – Freie und gleiche Wahlen sind die Basis einer Demokratie. Ebenso wichtig: Der formal korrekte Ablauf des Urnengangs. Alle potenziellen Wählerinnen und Wähler müssen erfasst, die Kandidaten nominiert und am Ende die Stimmen ordnungsgemäß gezählt werden. Gerade bei Kommunalwahlen in Niedersachsen ist das alles andere als trivial. Jeder Wähler hat dabei drei Stimmen, die er „kumulieren“ und „panaschieren“ kann. 

Gemeindewahlleiterin Bianca Situs und ihre Stellvertreter Thomas Hayen stehen im Rathaus an der Spitze des Teams, das die Kommunalwahl im September vorbereitet und durchführt. Foto: hol

Was das bedeutet, erläutert Bianca Siuts. Die Leiterin der Abteilung 1 („Zentrale Dienste“) im Rathaus ist vom Rat der Gemeinde Wangerland zur Gemeindewahlleiterin gewählt worden. Damit liegen Vorbereitung, Planung, Organisation und Durchführung der Kommunalwahl am 13. September in ihrer Verantwortung. „Üblicherweise ist das die Aufgabe des Hauptverwaltungsbeamten“, erläutert Bianca Siuts. „Aber unser Bürgermeister steht ja diesmal selbst zur Wahl. Da kann er natürlich nicht die Wahlleitung übernehmen.“

Viele gesetzliche Vorgaben

Bianca Siuts hat schon etliche Wahlen mit organisiert. Sie zählt zu den Urgesteinen in der Gemeindeverwaltung. Hier hat sie 1987 ihre Ausbildung begonnen und abgeschlossen, hat sich fortgebildet und war lange fürs Personalwesen in der Gemeindeverwaltung zuständig. Im vergangenen Jahr wurde sie zur Abteilungsleiterin gewählt. 

Die allermeisten Arbeiten bei der Vorbereitung der Kommunalwahl erledige „ihr Team“, zu dem auch ihr Stellvertreter Thomas Hayen zählt, so Siuts. Ihre wesentliche Aufgabe sei es, darauf zu achten, dass die gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden. Und davon gibt es jede Menge.

8261 Wahlberechtigte

Am 13. September bestimmen die Wählerinnen und Wähler über die Zusammensetzung des künftigen Gemeinderates und wählen den neuen Bürgermeister. Darüber hinaus werden auch ein neuer Landrat und die friesländischen Kreistagsabgeordneten gewählt. Stand heute gibt es im Gemeindegebiet 8261 Wahlberechtigte.

Wer darf eigentlich den Gemeinderat wählen? „Wahlberichtigt sind alle deutschen Bürgerinnen und Bürger sowie Staatsangehörige eines EU-Staates, wenn sie am Wahltag 16 Jahre alt sind und zuvor mindestens drei Monate lang ihren Wohnsitz im Wangerland hatten“, erläutert Bianca Siuts. Hört sich einfach an, will aber im Detail geprüft sein. Ein Problem: Ins Wählerverzeichnis der Gemeinde werden Neubürger nur dann eingetragen, wenn sie hier auch offiziell ihren Wohnsitz angemeldet haben. 

Kandidaten-Nominierungen

Derzeit laufen bei den Parteien und Wählergruppen die Kandidaten-Nominierungen an. Wahlvorschläge für das Amt des Bürgermeisters müssen bis zum 6. Juli, die für die Wahl zum Gemeinderat bis zum 20. Juli bei der Wahlleitung vorliegen. Warum müssen Bürgermeister-Kandidaten sich früher melden? „Bürgermeister sind Wahlbeamte. Bei den Bewerbern wird geprüft, ob sie für die freiheitlich-demokratische Grundordnung eintreten“, erläutert Bianca Siuts. Ihre Bitte an alle Parteien und Einzelkandidaten: „Bitte reichen Sie ihre Wahlvorschläge möglichst früh ein. Das erleichtert die Arbeit im Rathaus enorm.“

Jeder Wahlvorschlag fürs Bürgermeisteramt, der nicht von im Rat oder im Landtag vertretenen Parteien oder Gruppen kommt, muss zudem von 120 Wahlberechtigten aus dem Wangerland persönlich und handschriftlich unterschrieben sein. Und natürlich müssen diese Angaben kontrolliert werden. Dabei sei es hilfreich, so eine weitere Bitte der Wahlleitung, wenn die Formulare vollständig ausgefüllt und die Namen lesbar sind. 

24 Sitze im Gemeinderat

Parteien und Wählergruppen dürfen Kandidatenlisten mit bis zu 29 Bewerberinnen und Bewerbern einreichen. Aber auch Einzelbewerber können sich um einen der 24 Sitze im Gemeinderat bemühen. Dafür benötigen sie ebenfalls Unterstützer-Unterschriften, allerdings nur von 20 wahlberechtigten Wangerländern. Wählbar sind übrigens für den Rat alle über 18-Jährigen, die mindestens seit sechs Monaten einen Wohnsitz im Wangerland haben. Bürgermeister-Kandidaten hingegen können auch von außerhalb kommen.

Eine Herausforderung ist auch der Wahltag selbst. Auch er will gut vorbereitet sein. Froh ist Bianca Siuts, dass der Rat vor geraumer Zeit die Zahl der Wahlbezirke verringert hat. Das erleichtere die Besetzung der jeweils Wahlvorstände mit jeweils acht Wahlhelfern. Hooksiel ist einer der Wahlbezirke. Die weiteren: Hohenkirchen, Horumersiel-Altebrücke-Wiarden, Minsen-Friederikensiel, Neugarmssiel, Tettens-Oldorf-Wiefels und in Waddewarden. Hinzu kommen zwei Briefwahlbezirke.

Briefwahl liegt im Trend

Die Vorbereitung der Briefwahl ist ebenfalls anspruchsvoll. Bei der Gemeinde geht man davon aus, dass der Anteil der Briefwähler weiter steigen wird. Gaben bei der Kommunalwahl 2021 noch 21 Prozent der Wähler ihre Stimmen per Brief ab, könnten es im diesem Herbst bis zu 30 Prozent werden. Entsprechende Mengen an Papier und Umschlägen müssen geordert und Druckkapazitäten gesichert werden. 

Die Stimmzettel für die verschiedenen Wahlen werden übrigens unterschiedliche Farben haben. Der für die Bürgermeisterwahl ist weiß, der für den Gemeinderat hellgrüne und der für die Stichwahl hellblau. Zu einer Stichwahl am 27. September würde es aber nur dann kommen, wenn keiner der (bislang drei) Bewerber um das Bürgermeisteramt im ersten Wahlgang mehr als die Hälfe der gültigen Stimmen erhalten sollte. Die beiden Kandidaten mit den meisten Stimmen müssten sich dann erneut den Wählern stellen.

Konzentration erforderlich

Das Auszählen der Stimmen bei der Bürgermeisterwahl ist vergleichsweise einfach. Jeder Wähler hat hier nur eine Stimme. Anders als bei Gemeinderats- und Kreistagswahl. Hier können die Wählerinnen und Wähler auf den Stimmzetteln jeweils drei Stimmen verteilen – entweder indem sie alle ihre drei Stimmen der Kandidatenliste einer Partei oder einem einzelnen Kandidaten zuordnen (kumulieren) oder indem sie ihre drei Stimmen auf unterschiedliche Listen oder Kandidaten verteilen (panaschieren). 

„Gerade das Panaschieren erfordert beim Auszählen der Stimmen höchste Konzentration“, sagt Bianca Siuts. Auch deshalb weiß die Gemeindewahlleiterin schon heute, dass sie am Sonntag, den 13. September, einen langen Arbeitstag haben wird. „Ich gehen davon aus, dass es bis 23 Uhr, vielleicht auch bis 24 Uhr, dauern wird, bis die letzten Stimmen gezählt sind. Hier geht eben Genauigkeit vor Schnelligkeit.“ 

Anmerkung: Weitere Informationen zur anstehende Kommunalwahl in Gemeinde und Landkreis finden sich auf „Hooksiel-life“ unter dem Menüpunkt „Kommunalwahl 2026“

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Meppen und Fuchs kandidieren für die FDP

Wangerland (22. 5. 2026) – Die FDP Wangerland zieht mit zwei Kandidaten in den Kommunalwahlkampf. Wie Ratsherr Lübbo Meppen gegenüber „Hooksiel-Life“ bestätigte, habe man die Liste bereits bei der Gemeinde eingereicht. Neben Meppen bewirbt sich, wie schon 2021, Christian Fuchs um ein Mandat der Wählerinnen und Wähler.

Meppen (Waddewarden) gilt seit Jahren als Urgestein der Liberalen im Wangerland. Er zählt zu den führenden Köpfen in der Gruppe „Gemeinsam fürs Wangerland“ (GfW), zu der sich CDU, Grüne und FDP zusammengeschlossen haben. Fuchs (Wiardergroden) war vor wenigen Monaten ins politische Rampenlicht gerückt, als er seine Kandidatur als unabhängiger Bewerber für das Bürgermeisteramt angekündigt, wenig später aber wieder zurückgezogen hatte. 

Die Kommunalwahl ist für den 13. September angesetzt. Bei der Wahl 2021 kam die FDP auf 3,2 Prozent der Stimmen, was für einen Sitz im Gemeinderat reichte.

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Landratswahl: Vorstand der Grünen für Neuhaus

Friesland/Wangerland (8. 5. 2026) – Der Kreisvorstand von Bündnis 90/Die Grünen Friesland unterstützt die Empfehlung der grünen Kreistagsfraktion für die Landratswahl im September. Das Gremium hat sich einstimmig für Rolf Neuhaus (parteilos) als Kandidaten ausgesprochen. Die endgültige Entscheidung trifft die Mitgliederversammlung der Partei Ende Mai. Die SPD-Delegiertenkonferenz hat Neuhaus bereits zu ihrem Kandidaten erkoren. 

Der Kreisvorstand der Grünen unterstützt Rolf Neuhaus als Landrats-Kandidat. Mit ihm im Bild Martina Esser (li.) und Dr. Jutta Helmerichs. Foto Reiner Tammen

Die Grünen sehen in Neuhaus den Kandidaten mit der größten inhaltlichen Schnittmenge für eine zukunftsorientierte Entwicklung Frieslands. „Für uns war entscheidend, wer die besten Voraussetzungen mitbringt, um Klimaschutz, Natur- und Artenschutz, soziale Gerechtigkeit und eine nachhaltige Entwicklung des Landkreises verbindlich voranzubringen“, wird Kreisvorsitzende Dr. Jutta Helmerichs in einer Mitteilung zitiert. Neuhaus, der seit über 16 Jahren beim Landkreis beschäftigt ist, ist in als Dezernent in der Kreisverwaltung aktuell für die Bereiche Planung und Bauen, Klimaschutz, Umwelt, Straßenverkehr und Gebäudemanagement verantwortlich. 

Mit Blick auf die zukünftige Rolle des Landkreises sehen die Grünenn die Notwendigkeit, Klimaschutz strukturell zu verankern und zu verstetigen. „Klimaschutz und Klimafolgeanpassung müssen von punktuellen Projektmaßnahmen zur Regelaufgabe des Landkreises Friesland werden“, so Helmerichs und die Vorsitzende der Kreistagsfraktion Martina Esser.Der Kreisvorstand der Partei hatte vor dem Votum für Neuhaus auch mit Sibylle Raquet, Kandidatin von CDU/FDP, und Jan Ole Möller, Kandidat von „Die Partei“, gesprochen. 

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SPD startet in den Wahlkampf für die Kommunalwahl

Friesland/Wangerland (25. 4. 2026) – Die SPD-Friesland hat heute ihre Kandidatinnen und Kandidaten zur Kommunalwahl am 13. September aufgestellt. Auf den vier Listen der Wahlbereiche kandidieren insgesamt 52 Kandidatinnen und Kandidaten für den Kreistag. Nicht mehr dabei ist Ministerpräsident Olaf Lies (58) aus Sande, der mit Blick auf seine Aufgaben in Hannover auf einer Kandidatur für den Gemeinderat in Sande und den friesländischen Kreistag verzichtet.

Rolf Neuhaus (Mitte) soll nach dem Willen der SPD-Friesland nächster Landrat in Friesland werden. Eingerahmt wird er vom Ministerpräsidenten Olaf Lies, der Bundestagsabgeordneten Siemtje Möller, der SPD-Kreisvorsitzende Lena Gronewold und dem Kreistags-Ffraktionsvorsitzender Jannes Wiesner: Foto: Ole Mattausch

Kernthemen: Bildung und Infrastruktur

Neben der Verabschiedung der Listen stand im Kursaal in Horumersiel auch die Vorstellung des Wahlprogramms auf der Tagesordnung. Der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion Jannes Wiesner: „Als SPD wollen wir den Landkreis auch in den kommenden Jahren als stärkste Kraft führen.“ Die Kernthemen der Sozialdemokraten: „Gute Bildung und moderne Schulen, Investitionen in Straßen und Infrastruktur sowie die Förderung von Arbeitsplätzen und Wirtschaft.“

Neben den Listen mit den Kandidaten für die Kreistagswahl nominierten die Delegierten der SPD Rolf Neuhaus (49) zu ihrem Kandidaten für die Landratswahl.Sie folgen damit erwartungsgemäß der Empfehlung des Kreisvorstandes. Neuhaus (parteilos) erhielt 96 Prozent der Stimmen. Er soll Nachfolger von Landrat Sven Ambrosy werden, der sich nicht zur Wiederwahl stellte.

Rolf Neuhaus Landrats-Kandidat

In seiner Bewerbungsrede betonte Neuhaus seinen Gestaltungswillen und machte deutlich, dass sein Ziel sei, den Weg der positiven Entwicklung in Friesland fortzuschreiben. Neuhaus: „Die Entwicklung und Sicherung technischer und vor allem sozialer Infrastrukturen ist Kernaufgabe der nächsten Legislaturperiode. Sie ermöglichen wirtschaftliche Perspektiven für Unternehmen sowie individuelle Chancen und gleichberechtigte Teilhabe für Bürgerinnen und Bürger.“

Für die SPD-Kreisvorsitzende Lena Gronewold war die Konferenz mit 50 Delegierten aus neun SPD Ortsvereinen der offizielle Auftakt für den Kommunalwahl-Wahlkampf: „Mit Rolf Neuhaus haben wir einen ausgezeichneten, fachlich hoch versierten Kandidaten, bei dem wir sicher sind, dass er in die großen Fußstampfen, die Sven Ambrosy hinterlassen wird, treten kann. Wir gehen mit einem hervorragenden Team in die Kommunalwahl.“

Jannes Wiesner führt Liste an

Die Zusammensetzung des künftigen Kreistags wird in vier Wahlbereichen entschieden. Bürgerinnen und Bürger aus der Gemeinde Wangerland bestimmen über die Abgeordneten im Wahlbereich IV (Jever/Wangerland/Wangerooge) mit. Die SPD-Liste wird dort von Jannes Wiesner (Wangerland), Stefan Fischer (Jever) und Uwe Osterloh (Wangerooge) angeführten. Auf den weiteren Plätzen folgen Janina Furchert, Marianne Kaiser-Fuchs, Marianne Rasenack, Heinz Martin, Christina Haartje-Graalfs, Dieter Janßen, Frank Kourim, Finn Peemüller und Jan Kühnert. Die SPD-Spitzenkandidaten in den übrigen Wahlbereichen sind Siemtje Möller (WB Varel), Fred Gbrurrek (WB Bockhon/ Zetel) und Detlef Kasig (WB Schortens/Sande).

Anmerkung: Der Artikel wurde am Sonntag aktualisiert.

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Juristin aus Jever will Landrätin in Friesland werden

Friesland/Jever (7. 4. 2026) – CDU und FDP im Landkreis Friesland mit einer gemeinsam Kandidatin in das Rennen um das Landratsamt. Die Vorstände beider Parteien haben mit Sibylle Raquet eine Volljuristin für die Kandidatur vorgeschlagen. Die Jeveranerin soll nach der Kommunalwahl im September die Nachfolge von Landrat Sven Ambrosy (SPD) antreten. Über die endgültige Nominierung der 55-Jährigen entscheiden die Mitgliederversammlungen der Parteien.

Kandidatin von CDU und FDP

„Es wird Zeit für eine Frau an der Spitze unseres Landkreises“, erklären die Parteivorsitzenden Thies Fischer (CDU) und Hendrik Theemann (FDP). Beide zeigen sich überzeugt, mit Sibylle Raquet (Foto) eine fachlich starke und zugleich regional verwurzelte Bewerberin gefunden zu haben.

„Wir sind froh darüber, eine so versierte und kompetente Frau nominieren zu können“, wird CDU-Kreisvorsitzender Fischer in einer Pressemitteilung zitiert. Für die CDU sei früh klar gewesen, dass es eine Persönlichkeit aus der Region sein müsse, die künftig Verantwortung für den Landkreis Friesland übernehme. FDP-Kreisvorsitzender Theemann bezeichnet Raquet als „absolute Fachfrau“, die mit ihrem „scharfen Blick und einem schnellen Verstand die Kreisverwaltung auf ein neues Level heben kann“.

Erfahrung aus dem Stadtrat

Sibylle Raquet lebt in Jever und arbeitet seit 2019 in einer Kanzlei in der Marienstadt. Ihre beruflichen Schwerpunkte liegen im Familien- und Erbrecht. Geboren wurde sie in Bad Soden. Nach ihrem Studium war sie zunächst in Frankfurt tätig. Bereits dort sammelte sie politische Erfahrung als Referentin der FDP-Fraktion. Nach dem zweiten Staatsexamen praktizierte sie in eigener Kanzlei in Bad Homburg. Seit der Kommunalwahl 2021 gehört sie dem Stadtrat in Jever an. Raquet ist Mutter von zwei Töchtern.

Inhaltlich setzt die Juristin auf klare Führungsstrukturen und eine präsente Verwaltungsleitung. „Mir sind klare Strukturen und Abläufe wichtig. Gerade in Verwaltungen ist es entscheidend, dass jeder weiß, was von ihr oder ihm erwartet wird“, erklärt sie. Wer eine Verwaltung erfolgreich führen wolle, müsse an der Spitze nicht nur präsent sein, sondern auch Verantwortung übernehmen und vorangehen.

Zentralklinik, Wirtschaft und Tourismus

Zugleich wirbt Raquet für ein kooperatives Führungsverständnis. Sie betont die Bedeutung eines offenen und vorurteilsfreien Austauschs innerhalb der Verwaltung und mit der Politik. „Kreistag und Kreisverwaltung haben unterschiedliche Aufgaben und Zuständigkeiten. Das gilt es anzuerkennen und daraus eine neue Stärke der Gemeinsamkeit entstehen zu lassen“, sagt sie.

Als zentrale Herausforderungen für die kommenden Jahre nennt Raquet den geplanten Neubau einer Zentralklinik, die weitere Stärkung von Wirtschaft und Tourismus sowie die Rolle Frieslands beim Ausbau alternativer Energiequellen. Dabei komme es darauf an, einen fairen Ausgleich zwischen den Anforderungen der Energiewende und den berechtigten Interessen von Städten, Gemeinden und Landwirtschaft zu schaffen.

Ambrosy hatte angekündigt, bei der Kommunalwahl am 13. September nicht erneut kandidieren zu wollen. Als Bewerber für seine Nachfolger sind bislang Rolf Neuhaus (parteilos) und Jan Ole Möller (Die Partei) bekannt. Neuhaus wird wird von der SPD unterstützt.

„Wir brauchen bei der Suche nach den Gründen für die WTG-Insolvenz größtmögliche Transparenz“

Hooksiel (2. 4. 2026) – Manfred Meppen ist Hooksieler. Bis 2007 arbeitet der Pensionär bei de Gemeinde Wangerland. Seit 1999 war er Erster Gemeinderat und damit Vertreter des Bürgermeisters. Entsprechend liegen ihm die Geschicke der Gemeinde der Gemeindeverwaltung besonders am Herzen.

Hooksiel-Life: Moin, Herr Meppen. Sie haben Anfang Februar unter anderem auf „Hooksiel-life“ einen Leserbrief zur im Herbst anstehenden Kommunal-/Bürgermeisterwahl veröffentlicht. Wie waren die Reaktionen darauf?

Manfred Meppen: Ich von von zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern darauf angesprochen worden. In diesen Gesprächen wurden unterschiedliche Aspekte erörtert. 

HoL: Sie hatten unter anderem die Qualifikation der seinerzeit noch vier Bürgermeister-Kandidaten bemängelt. Warum eigentlich? Ist der Job des Bürgermisters in einer vergleichsweise kleinen Gemeinde wirklich so schwer?

Meppen: Die Gemeinde Wangerland ist mit ihrer 100-pozentigen Tochtergesellschaft WTG ein besonderer Akteur. Das wird deutlich, wenn man sich vor Augen führt, dass hier circa zwei Millionen Übernachtungen zu verzeichnen sind und die WTG zuletzt und 180 Mitarbeiter hatte.

Die Gemeinde wurde seit ihrer Gründung 1972 über nahezu fünf Jahrzehnte – bis zur Wahl von Bürgermeister Mario Szlezak im Jahr 2021 – durchgehend von Bürgermeistern und Allgemeinen Vertretern mit verwaltungsfachlicher Ausbildung geführt. Diese Beamten des gehobenen Dienstes verfügten in der Regel über einen Fachhochschulabschluss als Diplom-Verwaltungswirt (FH) mit ausgeprägten juristischen Ausbildungsanteilen.

Ich möchte meinen Aufruf, sich für das Bürgermeisteramt im Wangerland zu bewerben, ausdrücklich auch auf Juristen und Verwaltungsfachkräfte mit entsprechender Qualifikation – zum Beispiel Verwaltungslehrgang II – ausdehnen.

HoL: Okay, aber vom Gesetzgeber vorgeschrieben ist das nicht ….

Meppen: Nein, aber der Bürgermeister ist als Hauptverwaltungsbeamter das alleinige Exekutivorgan der Gemeinde und vertritt sie eigenverantwortlich nach außen. Er trägt die rechtliche Verantwortung für das Verwaltungshandeln und die Umsetzung der Beschlüsse der kommunalen Gremien. Der Bürgermeister leitet und beaufsichtigt die Verwaltung eigenverantwortlich. Dabei ist er rechtlich verpflichtet, rechtswidrigen Beschlüssen des Rates oder des Verwaltungsausschusses zu widersprechen und deren Umsetzung zu verhindern.

HoL: Das klingt gewaltig. In der Praxis hat ein Bürgermeister aber doch auch viele andere Aufgaben. Etwa als Repräsentant der Gemeinde oder im Umgang mit Parteien und Bürgern.

Meppen: Ja, natürlich. Aber ein Blick in die Region unterstreicht die Bedeutung fachlicher Qualifikation: Führungsfunktionen in Verwaltung und Kommunen werden nicht selten von Personen mit juristischer Ausbildung wahrgenommen. Etwa beim Landkreis Friesland oder in der Stadt Jever. Und auch die Besoldung spiegelt die Verantwortung wieder: Der Bürgermeister der Gemeinde Wangerland wird nach Besoldungsgruppe B1 vergütet, was in der Wertigkeit der Einstiegsbesoldung eines Richters (R1) entspricht.

HoL: Können sie nachvollziehen, dass Kandidaten, die keine Juristen sind, ihre Bewertung als Totschlag-Argument gegen sich selbst empfinden?

Meppen: Nein. Mir erscheint es durchaus sachgerecht, im Wahlkampf neben politischen Programmen auch das Rollenverständnis und die fachlichen Anforderungen an das Amt des Hauptverwaltungsbeamten offen zu thematisieren. Ich behaupt ja nicht, dass es einen unmittelbar ursächlichen Zusammenhang zwischen Qualifikation und konkreten Entwicklungen in der Gemeinde Wangerland gibt.

HoL: Nehmen wir ein Beispiel: Wäre es zur Insolvenz der gemeindeeigenen Wangerland Touristik GmbH im Sommer 2025 auch mit einem Juristen oder einem Verwaltungsprofi an Spitze der Gemeindeverwaltung gekommen?

Meppen: Das kann man so nicht beantworten. Das Ereignis selbst ist dramatisch. Neben den wirtschaftlichen Folgen für die Gemeinde Wangerland verdienen auch die persönlichen Auswirkungen auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der WTG sowie deren Familien besondere Beachtung. Schon deshalb erscheint mir eine umfassende und transparente Aufarbeitung der Ereignisse unerlässlich. 

HoL: Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen ja bereis aufgenommen.

Meppen: Unabhängig vom Ausgang möglicher strafrechtlicher Ermittlungen kann im Einzelfall auch eine zivilrechtliche Verantwortung in Betracht kommen, sofern entsprechende Pflichtverletzungen nachweisbar sind. Dies zu prüfen, wäre gegebenenfalls Aufgabe zukünftiger kommunaler Gremien. Darüber hinaus sollten auch solche organisatorischen und politischen Entscheidungen betrachtet werden, die sich im Nachhinein als problematisch erwiesen haben, ohne notwendigerweise rechtliche Konsequenzen nach sich zu ziehen.

HoL: Haben Sie den Eindruck, dass man bei der Gemeinde mit Nachdruck an der Aufklärung der Umstände und der Entscheidungen arbeitet, die zur Kostenexplosion beim Bau des Thalasso Meeres Spa und damit letztlich zur Insolvenz der WTG geführt haben? 

Meppen: Der Bürgermeister hat angekündigt, dass ein beauftragtes Gutachten „nach Ostern“ zunächst in vorläufiger Form vorgelegt werden soll. Die Ergebnisse sollen anschließend verwaltungsintern ausgewertet und zu einem späteren Zeitpunkt öffentlich dargestellt werden. Für eine glaubwürdige Aufarbeitung wird es meines Erachtens entscheidend darauf ankommen, größtmögliche Transparenz herzustellen. Dazu gehört auch eine Betrachtung der Rollen der kommunalen Gremien sowie der Kommunalaufsicht.

HoL: Aber was bringt das noch? Das Kind ist ja bereits in den Brunnen gefallen …

Meppen: Ja, aber nur durch eine umfassende, nachvollziehbare Aufarbeitung der WTG-Insolvenz können strukturelle Konsequenzen gezogen und vergleichbare Entwicklungen künftig vermieden werden. Das ist meiner Ansicht nach ein zentraler Prüfstein für Transparenz, Verantwortungsbewusstsein und Führungsqualität in der Gemeinde – auch im Hinblick auf die Kommunalwahl am 13. September 2026.


Hooksiel-Life: Neues Angebot zur Kommunalwahl 2026

Von Gerd Abeldt

Hooksiel (13. 1. 2025) – Ihre Netzzeitung „Hooksiel-life“ hat ein neues Angebot. Im Untermenü „Kommunalwahl 2026“ finden sie die wichtigsten Informationen zum Super-Wahltag 13. September 2026 aus Sicht des Wangerlandes. 

An diesem Sonntag im kommenden Herbst nämlich werden alle wahlberechtigten Wangerländerinnen und Wangerländer ab 16 Jahren aufgefordert sein, einen neuen Bürgermeister zu wählen und die Zusammensetzung des neuen Gemeinderates zu bestimmen. Darüber hinaus entscheiden die Wähler über den künftigen Kreistag des Landkreises Friesland und wählen einen Nachfolger für den scheidenden Landrat Sven Ambrosy.

Wenn Sie auf dem Weg dorthin einmal den Überblick verlieren sollten, schauen Sie einfach ins neue Untermenü. Hier sammeln wir, neben der aktuellen Berichterstattung, die wichtigsten Daten und Fakten zu den verschiedenen Wahlgängen, zu Kandidatinnen und Kandidaten, zu Parteien, Wählergruppen und Einzelbewerbern. Die Berichte dort werden in den nächsten Wochen und Monaten regelmäßig ergänzt und auf den jeweiligen Stand gebracht. 

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SPD Wangerland nominiert Bürgermeister Szlezak

Wangerland (9. 1. 2025) – Wangerlands Bürgermeister Mario Szlezak (SPD) genießt das Vertrauen seiner Partei. Mit „einem starken und geschlossenen Votum“ hat der SPD-Ortsverein Wangerland ihn erneut als ihren Bürgermeister-Kandidaten nominiert. Szlezak hatte bereits vor einigen Monaten verkündet, dass er sich bei der Kommunalwahl im September 2026 nach 2021 erneut um das Amt an der Spitze der Gemeinde bemühen werde. 

Die SPD Wangerland unterstützt einmütig die erneute Kandidatur von Bürgermeister Mario Szlezak (3. von links) bei der nächsten Kommunalwahl im September 2026. Foto: SPD

Auf der Mitgliederversammlung der Partei habe der Bürgermeister 100 Prozent der Stimmen erhalten, heißt es in einer Pressemitteilung der SPD. Das Ergebnis drücke Vertrauen, Rückhalt und gemeinsame Überzeugung aus.

Wahlprogramm vorgestellt

Szlezak habe in seiner Vorstellungsrede für ein Wangerland geworben, das zusammenhält, für eine Politik, die ehrlich mit Herausforderungen umgeht, und für Entscheidungen, die nicht laut, sondern richtig sind. Als Schwerpunkte seines Wahlprogramms habe er starke Dorfgemeinschaften, gute Bildung und Betreuung, bezahlbares Wohnen, eine verlässliche Infrastruktur sowie eine nachhaltige Entwicklung von Tourismus und Wirtschaft im Einklang mit den Menschen vor Ort genannt.

Lob für Bürgernähe

„Ich weiß, dass die vergangenen Jahre nicht leicht waren. Gerade deshalb ist mir dieses Votum so wichtig“, bedankte sich Szlezak für die Rückendeckung seiner Partei. „Es zeigt mir, dass Vertrauen gewachsen ist. Vertrauen, das aus Offenheit, aus Gesprächen und aus der Bereitschaft entsteht, Verantwortung zu übernehmen – auch dann, wenn es unbequem wird.“

Der SPD-Vorstand würdigte die klare Haltung und die bürgernahe Arbeitsweise von Szlezak. Die Vorstandsmitglieder Ina Janssen, Marianne Kaiser Fuchs und Viola Dorow: „Mario Szlezak hört zu, bleibt ansprechbar und steht auch in schwierigen Situationen zu seiner Verantwortung.“ 

SPD-Vorstand schlägt Neuhaus als künftigen Landrat vor

Friesland/Wangerland (9. 1. 2026) – Der Kreisvorstand der SPD im Landkreis Friesland hat in Rolf Neuhaus (48) einstimmig als Landratskandidaten nominiert. „Wir setzten auf Erfahrung, Kompetenz und kraftvolle inhaltliche Umsetzung“, so die Vorsitzende Lena Gronewold (Jever).

Neuhaus (Foto) ist parteilos und muss noch auf der Nominierungskonferenz der SPD Ende April gewählt werden, heißt es in einer heute verbreiteten Pressemitteilung. Sollte die Parteibasis dem Vorschlag ihres Vorstandes folgen, würde er bei der Kommunalwahl am 13. September 2026 antreten und für die Nachfolge von Amtsinhaber Sven Ambrosy (SPD) kandidieren. 

Erfahrung in der Kreisverwaltung

Neuhaus ist bereits seit über 16 Jahren beim Landkreis Friesland beschäftigt. In der Kreisverwaltung ist er für Planung und Infrastruktur (Planung und Bauen, Klimaschutz, Umwelt, Straßenverkehr und Gebäudemanagement) verantwortlich. Der Ingenieur hat nach dem Studium der Raumplanung in Dortmund in Nordrhein-Westfalen mehrere berufliche Stationen absolviert. Er war in einem Planungsbüro sowie in zwei Städten in der Stadtentwicklung und der Wirtschaftsförderung beschäftigt. Der Familienvater und Handballsportler ist fest verwurzelt in Friesland und freut sich nach eigenen Worten auf die anstehende Herausforderung und den Wahlkampf in seiner Heimat. 

„Rolf Neuhaus kennt die Verwaltung und den Landkreis wie seine Westentasche. Das wird helfen, um die anstehenden Herausforderungen zu bewältigen und begonnene Projekte zum Erfolg zu führen“, so Gronewolds Stellvertreter Sören Mandel (Varel). Auch der Fraktionsvorsitzende der SPD im Kreistag, Jannes Wiesner (Wangerland), zeigte sich zufrieden mit der Entscheidung: „Wir haben bisher immer gut mit Rolf Neuhaus zusammengearbeitet und ich bin überzeugt, dass wir in ihm einen erfahrenen und kompetenten Kandidaten gefunden haben, der die Herausforderungen der nächsten Jahre gemeinsam mit uns anpacken wird.“

Verlässlichkeit und Kompetenz

Die SPD frühzeitige Nominierung für die Nachfolge des scheidenden, langjährigen Landrats Ambrosy sei wichtig, so Gronewold, um den Menschen im Landkreis Sicherheit zu geben. Neuhaus haben bei den Genossen durch seine Erfahrung, Durchsetzungsstärke, Verlässlichkeit und Kompetenz gepunktet. Das sei gerade für langfristige und strategische Projekte wichtig.

Als Ziele habe Neuhaus unter anderem benannt, so schnell wie möglich alle Haushalte im Landkreis an die Breitband-Versorgung anzuschließen. Mit Hilfe einer klugen Raumordnung wolle er gemeinsam mit den Gemeinden die Daseinsvorsorge mit Schwerpunkt auf Bildungseinrichtungen und Gesundheitsvorsorge entwickeln. Ein neues Zentralklinikum solle dabei Ankerpunkt für eine zukunftsfähige medizinisch-pflegerische Infrastruktur auch in Varel und der friesischen Wehde werden. Voraus schauende Planung und verlässliche Rahmenbedingungen sollen der Wirtschaft helfen, Investitionen erleichtern und mit dazu beitragen, dass die Region von der Energiewende profitiert.