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Alle Beiträge zum Thema “Volksfest”

Sielortfete: Viele Besucher bringen Getränke selbst mit

Horumersiel (8. 6. 2026) – Trotz des wechselhaften Wetters war die Sielortfete in Horumersiel an allen Veranstaltungstagen gut besucht. Nach der offiziellen Eröffnung am Freitag tummelten sich auf dem Dorfplatz, auf der Festwiese auf dem Zentralparkplatz und entlang der Goldstraße zahlreiche Menschen, die der Musik lauschten, sich an den verschiedenen Ständen mit Leckereien und Getränken stärkten oder das Showprogramm auf der Bühne verfolgten.

Der „Shantychor Likedeeler“ unterhielt die Besucher der Sielortfete am Sonntagnachmittag. Foto: hol

Der „Bingo Bär“ Michael Thürnau vom NDR erhielt ebenso reichlich Beifall wie zum Beispiel der Spielmannszug Sillenstede, die Live-Bands „Sonic & Smoke“ und „Rinderhagen“ oder DJ Toddy. Am Samstag wurde bis 1 Uhr nachts gefeiert. Am Sonntag ging es mit bedächtigeren Tönen weiter. Nach dem ökumenischen Gottesdienst sangen der „Shantychor Likedeeler“ unter Leitung von Hardwig Gerdes und das Wangerländer Duo „De Platters“.

Abgerundet wurde das Programm unter anderem durch „Open Ships“ beim Küstenwachboot 19 der örtlichen Marinekameradschaft sowie beeindruckenden Ausstellungen und Vorführungen von Soldatinnen und Soldaten des Objektschutz-Regiments der Luftwaffe auf dem Festplatz. Eine wichtige Rolle im Showprogramm spielte auch CDU-Bürgermeister-Kandidat Theis Fischer. Er wurde im Rahmen der traditionellen Neptuntaufe unter dem Namen „Poseidon“ zum Wattkönig gekürt.

Traditionell präsentiert sich die Bundeswehr bei der Sielorfete. Zu Gast in Horumersiel war das Objektschutzregiment der Luftwaffe. Foto: hol

Frank Hensel aus dem Organisationsteam zeigte sich mit dem Zuspruch an Besuchern zufrieden – auch angesichts der Konkurrenz durch das Spiel der Fußball-Nationalmannschaft gegen die USA und das Tennis-Endspiels in Paris mit deutscher Beteiligung. Vergleichsweise schlecht seien allerdings die Umsätze der Gastronomen gewesen. Hensel: „Der Trend, dass sich immer mehr Gäste ihre Getränke selbst zur Sielortfete mitbringen, hält an. Das ist wenig erfreulich.“ 

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Knodel sicher: Herings- und Krabbentage haben Zukunft

Hooksiel (26. 5. 2026) – Die „Heringstage“ sind Geschichte. Es leben die „Krabbentage“. Die Dorfgemeinschaft Hooksiel bereitet sich nach der rundum gelungen Veranstaltung über die Pfingsttage auf das nächste große Fest vor. Die „Krabbentage“ werden von Freitag, 31. Juli, bis Sonntag, 2. August, gefeiert.

Drachenboot
Die „Hooksieler Drachenboot-Regatta“ findet am 1. August im Rahmen der „Hooksieler Krabbentage“ statt. Archiv-Foto: hol

„Die Zukunft der Herings- und der Krabbentage ist nicht in Gefahr“, versichert Marco Knodel. Er tritt damit Gerüchten entgegen, die nach der Absage des „FCN Hafenfestes“ für dieses Jahr offenbar im Umlauf sind. Bekanntlich hatte der Festausschuss des Hafenfestes nach einigen personellen Veränderungen beschlossen, sein Fest, das seit etlichen Jahren stets am dritten August-Wochenende stattfand, in 2026 ausfallen zu lassen. Der neu formierte Festausschuss hat sich aber fest vorgenommen, das „FCN Hafenfest“ für das nächste Jahr wieder auf die Beine zu stellen.

Ein fester Bestandteil des Hafenfestes, die „Hooksieler Drachenboot-Regatta“, findet auch in diesem Jahr statt. Die Wettfahrten auf dem Wasser im Alten Hafen werden jetzt im Rahmen der „Krabbentage“ am Samstag, 1. August, ab 12.30 Uhr ausgetragen.

Der Organisator der „Drachenboot-Regatta“, Jan-Eike Doyen, wirbt derzeit bereits um Mannschaften, die sich in eines der beiden vom Verein zur Verfügung gestellten Boote setzen wollen, um sich in Ausscheidungsrennen mit anderen Teams zu messen. Jede Mannschaft muss zwei Vorläufe bestreiten. Die dabei erzielten Zeiten qualifizieren für die Endläufe. 

Für die „Heringstage“ zieht Knodel eine durchweg positive Bilanz. Herrliches Wetter, Tausende Besucher, zufriedene Schausteller, tolle musikalische Darbietungen. „Schön ist es vor allem, wenn man bei der Organisation eines solchen Festes von vielen Seiten unterstützt wird.“ Neben privaten Sponsoren nennt Knodel dabei ausdrücklich auch die Gemeinde Wangerland und die Wangerland Touristik GmbH. 

Die Seenotretter der Freiwilligen-Station Horumersiel der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) zeigten im Rahmen der Heringstage verschiedene Übungen im Alten Hafen. Foto: DGzRS

Und noch ein Gerücht weist der Vorsitzende der Dorfgemeinschaft als haltlos zurück. Dass er persönlich im kommenden Jahr nicht wieder für den Vorsitz im Verein der Hooksieler Vereine kandidieren werde, habe nichts mit den Volksfesten zu tun. Knodel zeigt sich überzeugt: „Die Herings- und Krabbentage wird es auch in Zukunft geben.“

Heringstage: Tolle Partystimmung am Alten Hafen

Hooksiel (24. 4. 2026) – Dass Sascha Kränkel sich in Hooksiel wohl fühlt, das merkt man. Ohne jede Berührungsangst spielte der Frontmanm und Sänger der Partyband Hamburger Partyband „Hitfluencer“ am Samstagabende am Alten Hafen mit seinem Publikum. Mal von der Bühne herab, mal mitten im Publikum in seiner weißen Kapitäns-Uniform.

Sascha Kränkel von den „Hitfluencern“ mischte sich als Kapitän direkt unter das Publikum. Foto: hol

Das Ergebnis: Stimmung pur bei den zahlreichen Besuchern der Hooksieler Heringstage; darunter viele Urlauber, aber auch jede Mengen Menschen aus dem Ort und der Region. Bei zahlreichen der Coverhits aus der deutschen und der internationalen Musikgeschichte, die die vier Profimusiker gekonnt vortrugen, konnte das Publikum mitsingen. Gelegentlicher Konfetti-Regen vermittelte zusätzlich Konzertatmosphäre.

Wunderschönes Ambiente

Und das bei herrlichem Wetter, umrahmt vom wunderschönen Ambiente am Alten Hafen zwischen Fischkuttern, Packhäusern und Schaustellerbuden – alles kostenlos. Sieht man von dem Obolus einmal ab, der für Bier, Wein, Cocktail und die ein oder andere Leckerei zu entrichten war. 

Die Heringstage werden noch bis Pfingstmontag gefeiert. Schon ab Freitag nachmittag drängten sich Tausende Besucher durch die Lange Straße, vorbei an Kinderkarussells und Verkaufsbunden hin zum Alten Hafen, wo das Fest am Abend offiziell eröffnet worden war. Aber nicht, wie eigentlich erwartet, vom amtierenden Bürgermeister, der verhindert war.

Für Mario Szlezak sprangen kurzerhand die Kandidaten Thies Fischer (CDU) und Bernd Abrahams (Pro Wangerland) ein, die den SPD-Amtsinhaber bei der Kommunalwahl im Herbst beerben möchten. Sie widerstanden der Versuchung, die Bühne für Wahlkampfparolen zu nutzten. Die CDU spendierte zudem ein Fass Freibier.

Doppel-Auftritt für Janine Meyer

Am Samstagnachmittag zog die Schlagersängerin Janine Meyer das Publikum mit keinen Geschichten und zahlreichen Hits in ihren Bann. Die Varelerin, die am Montagnachmittag noch einmal in Hooksiel auftreten wird, war kurzfristig für die Band „Tonic Brothers“ eingesprungen, die krankheitsbedingt absagen musste. 

Gut besucht war auch der Gottesdienst am Sonntagmorgen, der von Pastorin Hanja Harke und dem Gospelchor „Free Voices“ gestaltet wurde. Für heute Nachmittag wird Gerrit Akkermann erwartet, bevor ab 20 Uhr die „Rock Shots“ erneut für Partystimmung sorgen sollen. 

Die Lange Straße verwandelt sich zu den Heringstagen zu einer bunten Flaniermeile. Foto: hol
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Campingplatz-Betreiber sponsert Hooksieler Heringstage

Hooksiel (19. 5. 2026) – Das Wetter wird laut Vorhersage von Meteorologen perfekt. Das Programm stimmt auch. Hooksiel darf sich auf die Heringstage freuen. Die werden in diesem Jahr wieder über vier Tage gefeiert. Von diesem Freitag bis Pfingstmontag. Die offizielle Eröffnung ist für Freitag, 22. Mai, 18 Uhr angesetzt. „Dazu gibt es auch Freibier“, verspricht Marco Knodel, Vorsitzender der Hooksieler Dorfgemeinschaft, die das Fest ausrichtet.

Heringstage Hooksiel
Gutes Wetter, gute Laune, tolle Stimmung. Über Pfingsten werden die Hooksieler Heringstage gefeiert. Archiv-Foto: hol

Schauplatz der Eröffnung und des größten Teils des Showprogramms ist der Alte Hafen. Genauer: Die „Überland-Camping-Bühne“. Die Überland-Gruppe, seit Anfang des Jahres Betreiberin des Nordsee Campingplatzes in Hooksiel, unterstützt die Heringstage mit einem erheblichen Betrag. Tobias Geisen, 2. Vorsitzender der Dorfgemeinschaft: „Wir bedanken uns natürlich bei allen Sponsoren ganz herzlich. Vor allem auch bei den zahlreichen Gewerbetreibenden, die unserer Tombola unterstützen.“

Tombola für guten Zweck

Die mit zahlreichen Gewinnen bestückte Tombola wird von Ehrenamtlichen aus der Dorfgemeinschaft betrieben. Die Erlöse flossen in der Vergangenheit in soziale Projekte im Ort. Froh sei man auch über einen Unterstützer, der die Kosten für einen Toilettenwagen übernimmt. Bekanntlich ist die öffentliche Toilettenanlage am Alten Hafen nach einer Vandalismus-Attacke vor einigen Wochen noch nicht wieder nutzbar.

Knodel und Geisen stellten zusammen mit den anderen Vorstandsmitgliedern das Programm der Heringstage vor. Kurz zusammengefasst: Es entspricht in etwa dem der vergangenen Jahre. Vom Alten Hafen bis zur Dorfmitte werden zahlreiche Schausteller ihre Buden aufstellen. Einige von ihnen sind erstmals in dem Sielort.

Programm auf der Showbühne

Getränke, Leckereien und sonstige Waren gibt es satt. Unter anderem verkauft die Jugendinitiative „Weil wir Hooksieler sind“ (WWHS) „Slush Ice“ und Kuchen. Dazu kommen verschiedene Angebote für Kinder. Auf der Bühne am Alten Hafen spielt am Freitag ab 18 Uhr Discjockey Ricky auf. Am Samstag tritt an gleicher Stelle ab 12 Uhr der Shantychor „Blaue Jungs“ aus Wilhelmshaven auf. Abgelöst wird der Chor um 15 Uhr von den „Tonic Brothers“. Als einen der musikalischen Höhepunkte kündigt Knodel für Samstagabend ab 20 Uhr die Hamburger Band „Hitfluencer“ an. 

Mayline Heidemann mit Hering
Wer mag, findet über Pfingsten sicherlich auch einen Hering – und sei es auf einem Fischbrötchen. Archiv-Foto: hol

Das Sonntagsprogamm startet um 10 Uhr mit einem Gottesdienst, den Diakon Frede Eils am Hafen halten wird. Für Stimmung von der Bühne sorgen danach ab 15 Uhr Gerrit Akkermann und ab 20 Uhr die Rock Shots. Am Pfingstmontag treten ab 12 Uhr noch einmal die „Blauen Jungs“ auf. Abgelöst werden sie um 15 Uhr von Janine Meyer. Die Schlager- und Popsängerin aus Varel gehört längst zu den Stammgästen bei den Volksfesten der Dorfgemeinschaft und hat sich in Hooksiel eine feste Fangemeinde erspielt.

Krabben und Seenotretter

Und was ist mit Heringen? Die kann man in den gastronomischen Betrieben und in Form von Fischbrötchen genießen. Am Alten Hafen werden nach den Worten von Niels Schröder zwei Krabbenkutter liegen und ihren frischen Fang anbieten. Freuen dürfen sich Besucher auch auf das Seenotrettungsboot „Wolfgang Paul Lorenz“ von der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger – ihr Besuch stehe aber unter dem Vorbehalt der Einsatzlage, so Schröder. Wegen eines Werftaufenthalts nicht kommen kann die „Lulu Meinders“. Damit entfallen die beliebten Rundfahrten mit dem Traditions- und Museumsschiff aus Neuharlingersiel durchs Hooksmeer.

Angesichts der Wetterprognosen rechnet man bei der Dorfgemeinschaft mit zahlreichen Besuchern aus der ganzen Region. Für Autos werden Parkplätze auf einer Wiese am südlichen Ortseingang (Sengwarder Anteil) eingerichtet. Im Ort selbst werde ein zusätzliche Parkplatz auf der Grünfläche neben dem Garten der Generationen geschaffen. Fahrradfahrer können ihre Räder auf der Fläche vor dem ehemaligen Feuerwehrgerätehaus an der Lange Straße abstellen.

Aufmerksame Wächter: Maibaum-Diebe hatten keinen Erfolg

Hooksiel (1. 5. 2026) – Die Walpurgisnacht ist vorbei und am Alten Hafen von Hooksiel steht der Maibaum – immer noch. Keine Selbstverständlichkeit. Der am Donnerstag unter großer Beteiligung der Hooksieler aufgestellte Baum hätte in der Nacht zum Freitag durchaus auch geklaut werden können.

Der Maibaum steht. Zahlreiche Bürger verfolgten am Donnerstagabend die Pflanzaktion auf dem Alten Hafen. Foto: Sascha Kemmann

Dass es dazu nicht gekommen ist, ist vor allem den jungen Leuten der Initiative „Weil wir Hooksieler sind“ (WWHS) und der Jugendabteilung der Ortsgruppe Wangerland der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) zu verdanken. Beide haben den Baum der Dorfgemeinschaft die ganze Nacht hindurch erfolgreich bewacht – und unter anderem eine Attacke von jungen Leuten aus Hohenkirchen abgewehrt.

Im Gegenzug blieb aber auch er „Raubzug“ der Hooksieler erfolglos. Zu später Stunde hat sich der Organisator des diesjährigen Maibaum-Festes Julian Dreßel mit Mitstreitern auf den Weg gemacht. Ihr Ziel: Wiefels. Doch auch dort waren die Baumwächter wachsam. „Nach zwei Spatenstichen wurde mir der Spaten aus der Hand geschlagen.“ 

Nach altem Brauch gilt ein Baum dann als „geklaut“, wenn es den potenziellen Dieben gelingt, drei Spatenstiche an ihm zu setzen. Der Baum muss dann später gegen viel (flüssiges) „Lösegeld wieder ausgelöst werden. Nach dem gescheiterten Anlauf von WWHS brauchte der Kran, den die Hooksieler schon vorsorglich für den Abtransport des Baumes organisiert hatten, nicht mehr anrücken.

Die eigentliche Maifeier verlief nach nach bewährter Regie. Treffpunkt am ZOB. Umzug mit Musik, Baum und vielen, vielen Menschen zum Alten Hafen, wo der bunt geschmückte Mast mit Unterstützung der Feuerwehr und der Firma Langenhorst in seine Hülse gesteckt wurde. Zum bunten Bild der Zeremonie trugen die ehrenamtlichen Hexen (Foto/Röder) aus dem „Gruseleum“ bei, die – typisch für die Walpurgisnacht – um den Baum tanzten und andere dazu animierten, es ihnen gleich zu tun.

Nachbarschaftstreffen am 1.Mai: Bereits zum dritten Mal stellen die Anwohner Hinrike-Lichterfeld- und Irma-Cornelßen-Straße einen Maibaum auf. Foto: hol

Gesitteter ging es heute im Neubaugebiet zwischen Hinrike-Lichterfeld-Straße und Irma-Cornelßen-Straße zu. Bereits zum dritten Mal feierten hier die Neubürger das Maifest – auch um sich noch besser kennen zu lernen und das Miteinander zu stärken. 

Ute und Wilfried Nowatzki dankten den zahlreichen Helfern, die im Vorfeld beim Aufstellen des Zeltes geholfen, den Baum geschmückt, Salate und andere Speisen zubereitet hatten. Warum wird der Maibaum hier erst am Feiertag selbst aufgestellt? „Wir wollen keine Konkurrenz-Veranstaltung zur Dorfgemeinschaft ausrichten“, sagt Ute Nowatzki. Und, noch ein Vorteil: Am 1. Mai darf ein Maibaum nicht mehr gestohlen werden.

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Große Volksfeste ohne Ehrenamt und Sponsoren nicht möglich

Hooksiel (24. 2. 2026) – Die Dorfgemeinschaft Hooksiel steht vor einem Umbruch. Auf der Jahreshauptversammlung der Dachorganisation der Hooksieler Vereine kündigten der Vorsitzende Marco Knodel, sein Stellvertreter Nils Schröder und Kassenwart Tobias Geisen an, bei den Neuwahlen im nächsten Jahr aus zeitlichen und persönlichen Gründen nicht mehr kandidierten zu wollen. Knodel: „Ich kündige den Schritt rechtzeitig an, damit mögliche Nachfolger sich darauf vorbereiten können.“

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Marco Knodel (Mitte), Vorsitzender der Dorfgemeinschaft Hooksiel, sein Stellvertreter Nils Schröder (rechts) und Kassenwart Tobias Geisen (nicht im Bild) wollen sich 2027 aus ihren Ämtern zurückziehen. Archiv-Bild: hol

Jahresplan für 2026 steht

Die Dorfgemeinschaft steht vor allem für die Organisation von großen Festen im Ort. Für 2026 plane man dasselbe Programm wie im Vorjahr: einen Ostermarkt, das Maibaum-Aufstellen, die jeweils mehrtägigen Herings- und Krabbentage sowie einen Weihnachtsmarkt. „Den Weihnachtsbaum für den Alten Hafen haben wir uns schon gesichert“, verriet Knodel im Rahmen der gut besuchten Versammlung im Awo-Heim. „Wir wollen nicht noch einmal so eine Zitterpartie erleben wie 2025.“

In 2025 seien die Feste sehr gut gelaufen, sagte Knodel. Für die Organisatoren werde die Aufgabe aber immer schwieriger. Knodel: „Ohne den Einsatz der zahlreichen ehrenamtlichen Helfer und ohne Sponsoren geht gar nichts.“ 

Wie Geisen ausführte, erwirtschafte die Dorfgemeinschaft in der Regel mit den Krabbentagen einen Gewinn, mit dem dann die anderen Feste mitfinanziert werden. Solle am Ende noch Geld übrig sein, werde das ins Dorf investiert. 

Dank an die Organisatoren

Als Gäste der Hauptversammlung bedankten sich Bürgermeister Mario Szlezak (SPD), der CDU-Bürgermeister-Kandidat Thies Fischer und der Geschäftsführer der Wangerland Touristik GmbH, Torsten Riedel, für das Engagement vor Ort. Die Organisation solcher Großveranstaltungen sei ohne die Dorfgemeinschaft und die in ihr zusammengeschlossenen Vereine nicht möglich. Riedel, der vor Jahren selbst Teil des Organisationsteam war: „Hoffentlich findet ihr jemanden, der die Feste weiter führt.“ Die WTG würde die Feste gern noch intensiver unterstützten. „Aber in der aktuellen Situation habe ich keinen Scheck dabei.“ Bekanntlich befindet sich die WTG in einer Insolvenz in Eigenregie.

Auch in die Jahr sollen aus Kürbissen geschnitzte Lampen zu Halloween die Hooksieler erfreuen. Archiv-Foto: hol

Der Dorfgemeinschaft angeschlossen ist die Initiative „Weil wir Hooksieler sind“. Wie deren Sprecher, Julian Dreßel, ankündigte, plane man man wieder eine groß angelegte Ostereiersuche. Im vergangenen Jahr hätten daran rund 500 Kinder teilgenommen. Deshalb soll das Suchgebiet auf sechs Stationen ausgeweitet werden, an denen Eier in sechs verschiedenen Farben versteckt werden. Kinder, die ein komplettes Sortiment finden, erhalten eine Belohnung. Versteckt würden zudem „goldene“ Eier, für die es von Sponsoren zur Verfügung gestellte Preise gibt. 

Ostereier und Kürbisse

Fest geplant sei auch wieder eine Kürbis-Aktion zu Halloween, kündigte Dreßel an. In 2025 habe man zusammen mir der Grundschule und dem Wiki-Wohnheim eine Tonne Kürbisse zu herbstlichen Grusel-Leuchten verarbeitet. 

Unklar ist noch, ob das dritte mehrtägige Volksfest, das traditionelle FCN Hafenfest, in diesem Jahr stattfindet. Wie Christian Doyen, Vorstandssprecher des SC Wangerland, sagte, hätten sich nach einem öffentlichen Appell zusätzliche Helfer fürs Orga-Team gemeldet. Im März werde die Entscheidung fallen, ob das nächste Hafenfest tatsächlich in diesem August oder erst wieder 2027 stattfinden kann. Doyen: „Aber das Fest hat Zukunft.“

Kinderfest und Herbstleuchten

Für den Verein „De Hooksieler“ verkündete Anke Müller die Termine für das große Kinderspielfest im Garten der Generationen (Dienstag, 21. Juli) und das „Herbstleuchten“ am Alten Hafen (Samstag, 10. Oktober). Bereits für Samstag, 14. März, lädt der Seebadeverein zur Teilnahme am „Frühjahrsputz“ ein. Treffpunkt ist um 13 Uhr am Awo-Heim. Bernd Tscherney plant für Himmelfahrt, 14. Mai, wieder einen Bücher- und Spieleflohmarkt im Awo-Heim zugunsten des Kinder- und Jugendhospiz Wilhelmshaven. Buch- und Spielespenden können bei ihm abgegeben werden.

Zum Abschluss der Veranstaltung sagte Frank Langenhorst, Betreiber der „Eventhalle“ im Gewerbegebiet, der Arbeitsgruppe Hooksiel eine Spende von 500 Euro sowie der DLRG und der Initiative „Weil wir Hooksieler sind“ jeweils 250 Euro zu. Das Geld ist der Überschuss des diesjährigen Handwerkerballs.

Halloween: Grusel-Brauchtum zwischen Nötigung und Kunst

Hooksiel (1. 11. 2025) – Reformation oder Halloween? Hätte man am Freitag einen Unwissenden gefragt, warum in Hooksiel Feiertag ist, die Antwort wäre vermutlich gespenstisch ausgefallen. Zur Erinnerung an Deutschlands größten Kirchenreformator Martin Luther nicht eine Veranstaltung, dafür aber Hunderte von Menschen in den Straßen, die sich als Geist, Vampir oder sonstiges Monster verkleidet hatten.

Am Altendeich trafen sich zahlreiche Halloween-Freunde, um das komplett verzierte Haus der Familie Debels zu bewundern. Foto: hol

Im „Gruseleum“ war es zur Freude der dortigen Hexen den ganzen Tag rappelvoll. Und durch die Straßen zogen ab dem späten Nachmittag Scharen von Kindern und Jugendlichen, die an den Haustüren von den Hooksielern oder auch in Geschäften und Gaststätten „Süßes oder Saures“ erpressten. 

Um bei der Wahrheit zu bleiben: Die meisten so Genötigten gaben ihre Süßigkeiten gern her. Eine ganze Reihe von Bürgern hatten ihre Häuser sogar entsprechend des von Irland über die USA nach Europa zurückgeschwappten, ursprünglich katholischen Brauchtums-Festes geschmückt. Je gruseliger, desto besser. Ein echter Hingucker war auch in diesem Jahr wieder das rundum geschmückte Spuk-Haus der Familie Debels am Altendeich. 

Zu Halloween gehören traditionell auch beleuchtete Kürbisfratzen. Davon hatte die Initiative Weil wir Hooksieler sind (WWHS) in der Lange Straße eine ganze Reihe aufgestellt. Aufgabe der vorbei ziehenden Kindergruppen war es, deren genaue Zahl, nämlich 36, zu bestimmen. Als Belohnung verteilten Julian Dreßel und seine Mitstreiter – natürlich – Süßes und Saures.

Die Kürbisse für Halloween ausgehöhlt und mit Fratzen versehen hatten die Bewohner des WiKi-Heimes und des Hooksieler Senioren-Wohnstifts. Kinder des Kindergartens und der Grundschule hatten zuvor schon den Ort zum „Herbstleuchten“ mit Kürbissen bestückt. Von sieben am Verkehrskreisel aufgestellten Kürbis-Gesichtern seien am nächsten Tag aber nur noch drei übrig gewesen. Weggehext? Eher nicht. „Aber wer klaut denn Kürbis-Gesichter?“, fragt sich Dreßel.

Die von der WiKi und Bewohnern des Wohnstifts geschnitzten Kürbisse verliehen der Lange Straße einen gespenstischen Flair. Foto: hol

Insgesamt habe die Initiative an die 500 Kilogramm Kürbis verarbeitet, die man eigens aus Langförden bei Vechta nach Hooksiel geholt habe. Unterstützt bei der Aktion wurde WWHS von den Vereinen „De Hooksieler“ und vom Förderverein Kunst- und Erlebnispfad Hooksiel. Irgendwie sind geschnitzte Kürbisse ja auch Kunst. Und irgendwie ist Halloween – Reformationstag hin oder her – inzwischen auch Tradition. Zumindest in Hooksiel. 

„Herbstleuchten“ zog Tausende an den Hooksieler Hafen

Hooksiel (12. 10. 2025) – Der Alte Hafen von Hooksiel ist ein Prachtstück. Das wurde am Samstag beim „Herbstleuchten“ wieder einmal offenkundig. Tausende Menschen strömten schon ab Mittag durch den Ort zum Hafen, wo sie von einer bunten Festmeile und stimmungsvoller Musik zunächst von „De Platters“ und später von der Gruppe „Beltane“ empfangen wurden. 

Faszination Licht: Beim Herstleuchten erstrahlte der Alte Hafen von Hooksiel in wunderbaren Farben. Foto: hol

Mit Einbruch der Dunkelheit am frühen Abend dann dazu bei trocknem Wetter die festliche Illumination. Die historischen Packhäuser in verschiedenen Farben angestrahlt, Fackeln entlang des Deiches, Feuershow an der Bühne und dazu beleuchtete Kürbisse an allen Ecken. Die Kameras klickten, klickten und klickten.

Cheforganisatorin Anke Müller war nach dem heutigen Abbau von Bühne und Verkaufszelten begeistert. „Es ist super, wie uns inzwischen zahlreiche Hooksieler Vereine beim Herbstleuchen unterstützen. Dann macht das ganze auch Spaß“, sagte die Vorsitzende der Interessengemeinschaft „De Hookielers“. Während der Veranstaltung gab es für die Macher aber auch stressige Phasen.

Der eine oder andere wurde von der großen Anziehungskraft des „Herbstleuchtens“ offenbar überrascht. Sämtliche Bratwürste waren bald ausverkauft, ebenso die Flammkuchen. Nutznießer davon dürften die Gaststätten im Ort gewesen sein, die bis in den späten Abend allesamt gut besucht waren. 

Aktivisten der Gruppe „Weil wir Hooksieler sind“ versorgen die Besucher des Herbsleuchtens mit Kartoffelpuffern. Foto: hol

Schon am Nachmittag hatte Gerd Kelterborn vom „Frieslandstern“ in Horum mit einer Friesen-Kutsche Kinder und Erwachsen durch den Ort gefahren. Kinder wurden geschminkt oder durften Zuckerwatte oder Kartoffelpuffer naschen. Zur Belohnung gab es einen Leuchtring als Kopfschmuck. „Natürlich waren das Lichterringe, die man mit neuen Batterien mehrfach nutzen kann“, versichert Anke Müller. „Wir wollen doch ein nachhaltiges Fest feiern.“ 

Zum „Herbstleuchten“ lagen auch viele Sportbootfahrer und Segler im Alten Hafen von Hooksiel. Foto: Carmen Müller

Um dabei zu sein, mussten einige Gäste aber recht weit laufen. In den Straßen im Ort waren auf Anordnung der Verkehrsbehörde Parkverbotsschilder aufgestellt worden. Aber beim Fest selbst wurden sie dann für den längeren Fußweg belohnt. Zum Vormerken: Das nächste „Herbstleuchten“ in Hooksiel findet am 10. Oktober 2026 statt.

Zum Abschied gab es Wunderkerzen und ein paar Tränen

Hooksiel (18. 8. 2025) – Der Abschied war hochemotional. Die Hamburger Band „Copyshop“ ist am Wochenende zum letzten Mal beim Hafenfest des FC Nordsee Hooksiel aufgetreten. Nach zwölf Auftritten in den vergangenen Jahren gehörten die Musiker schon fast zum festen Inventar der Veranstalter, für die Christian Doyen die Musiker offiziell verabschiedete.

Abschied mit Feuerwerk und Tränen: Die Band „Copyshop“ trat zum letzten Mal in Hooksiel auf. Foto: Funke

„Copyshop“ löst sich im Herbst offiziell auf. Eine weitere Verpflichtung der Formation nach Hooksiel ist mithin nicht möglich. Zum Abschied hatten die FCN-Macher vor der Bühne am Alten Hafen 250 Wunderkerzen verteilt, die als letztet Gruß entzündet wurden. Es sollen sogar ein paar Tränen geflossen sein.

Christian Doyen zog heute eine insgesamt positive Bilanz des Hafenfestes. Aufgrund des guten Wetters war der Festplatz durchweg gut gefüllt. Neben den musikalischen Einlagen kamen auch die sportlichen Vorführungen etwa von den Tänzern und den Kampfsportlern aus den Reihen des SC Wangerland sehr gut an. Die gute Zusammenarbeit im Sport Club Wangerland, zu dem seit Mitte des Jahres ja auch der FCN gehört, habe sich auch bei der Besetzung der Verkaufsbuden wie etwa von Bier, Bratwurst und Cocktails positiv bemerkbar gemacht. „Schön, dass sich Freiwillige aus den anderen Vereinen gefunden haben, um unsere Lücken zu schließen“, so Doyen.

Die „Adden Crazy Crew“ überquerte beim Drachenbootrennen-Finale als erstes Team de Ziellinie im Alten Hafen von Hooksiel. Foto: Doyen

Ein Höhepunkt der Veranstaltung war das traditionelle Drachenbootrennen, zu dem Organisator Jan-Eike Doyen zwölf Teams begrüßen konnte. Nach Ausscheidungsläufen gewann schließlich die „Adden Crazy Crew“ vor den „Quotenbrechern“ das Finale. Auf den Plätzen folgte der SC Wangerland, die Bugwelle Wilhelmshaven, „Die flott’n Krabben“ und die Awo-Nauten. 

Entspannte Stimmung bei Freibier und guter Musik

Hooksiel (16. 8. 2025) – Entspannte Stimmung, dazu gute Musik, eine leckere Bratwurst, Freibier und etwas Glück bei der Tombola – was braucht es mehr für einen schönen Abend? Auf dem „FCN Hafenfest“ waren am Freitagabend all diese Kriterien erfüllt. Noch bis Sonntagmittag feiert der Sportverein FC Nordsee Hooksiel am Alten Hafen mitten im Ort sein traditionelles Fest. 

Marina Doyen (links) und ihr Frauen-Team vom FCN Hooksiel verkaufen beim Hafenfest leckere Cocktails. Foto: hol

Markus Gellert, in der Gemeindeverwaltung zuständig für die Belange des Sports, hatte das Fest zusammen mit dem langjährigen FCN-Vorsitzenden Christian Doyen eröffnet. In seiner kleinen Ansprache unterstrich Gellert die Bedeutung des Sports und des Ehrenamtes für die Gemeinschaft. Beides werde die Gemeinde auch weiterhin nach Kräften unterstützten. 

Als wegweisend würdigte Gellert, selbst seit über 20 Jahren Vorsitzender eines Sportvereins in Wilhelmshaven, die Verschmelzung des FCN Hooksiel mit den Vereinen Rot-Weiß Tettens und Eintracht Wangerland zum neuen Großverein SC Wangerland, die derzeit vor der juristischen Finalisierung steht. Doyen, auch Mitglied im Vorstand des SC, verwies darauf, dass man sich vorgenommen habe, die Traditionen der Ursprungsvereine weiter zu pflegen. Also: Das FCN-Hafenfest soll es auch in Zukunft geben.

Die Besucher des Festes, darunter viele Einheimische, wird die Ankündigung gefreut haben. Bei optimaler Witterung lauschten die Besucher zunächst der Musik der „Ungesteckerten 3“. „DJ Brosda“ gelang es später, den Hafenplatz in eine gut gefüllte Tanzfläche zu verwandeln. Gleiches hat sich für Samstagabend die Hamburger Band „Copyshop“ vorgenommen. Spannend wird es bereits am Nachmittag. Dann starten die Drachenboot-Rennen. Zieleinlauf der verschiedenen Rennen ist jeweils im Alten Hafen.

Entspannte Atmosphäre am Alten Hafen bei guter Musik und vielen Leckereien. Noch bis Sonntag wird gefeiert. Foto: hol