Friesland (12. 7. 2026) – Um das Amt des Landrats des Landkreises Friesland bewerben sich vier Kandidatinnen und Kandidaten. Ob die Wählerinnen und Wähler am 13. September dann tatsächlich die Auswahl zwischen vier Bewerberinnen und Bewerbern haben werden, ist noch offen. Zumindest bis zum 21. Juli. Dann entscheidet der Kreiswahlausschuss über die Zulassung der eingereichten Wahlvorschläge.
Zur Wahl vorgeschlagen worden sind von der SPD Rolf Neuhaus, von der FDP Sibylle Raquet, von „Die Partei“ Ole Möller und von der AfD Martin Sichert. Rolf Neuhaus wird zudem von Bündnis 90/Die Grünen unterstützt, Sibylle Raquet von der CDU.
Wahlvorschläge für Mitglieder des künftigen Kreistages können übrigens noch bis zum 20. Juli eingereicht werden. Der Grund für die unterschiedlichen Fristen: Landrätinnen und Landräte sind, anders als „einfache“ KreistagsmitgliederWahlbeamte. Bei den Bewerbern um einen Posten als Hauptverwaltungsbeamter wird geprüft, ob sie für die freiheitlich-demokratische Grundordnung eintreten.
Gespannt sein darf man auf die Prüfung der AfD-Bewerber. Die AfD ist einerseits eine zugelassene Partei. Andererseits stuft der Verfassungsschutz des Landesverband Niedersachen als rechtsextrem ein.
So hat etwa die Stadtverwaltung in Wilhelmshaven bereits betätigt, dass man die Verfassungstreue des Oberbürgermeister-Kandidaten der AfD, dem Landtagsabgeordneten, Thorsten Moriße durch das Innenministerium überprüfen lassen werde. Ob der Landkreis Friesland ähnlich Zweifel gegen die AfD-Bundestagsabgeordneten Martin Sichert hegt, ist unklar. Eine Überprüfung könnte aber auch unabhängig von einem konkreten Verdachtsmoment erfolgen.





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