Von Theo Kruse und Dörte Salverius
Hooksiel (21. 9. 2026) – Er hat es wieder geschafft: Der Hooksieler Segler Wolfram Heibeck hat mit seiner Rennjacht „Black Maggy“ beim größten Einhand-Rennen der Welt in Svendborg (Dänemark) einen neuen Rekord aufgestellt. Er lief bei der Regatta „Rund Fünen“ nach 134 Seemeilen mit seinem Boot als erster durchs Ziel und unterbot seinen eigenen Rekord aus dem Jahr 2021 um 26 Minuten und 16 Sekunden. Der Rekordpreis, das „Silverrudder“, ging erneut an den Hooksieler. „Es war meine elfte Verteidigung, und bei diesem Rennen konnte ich meinen alten Rekord noch verbessern“, freute sich Heibeck.

Die größte Solo-Regatta war am Freitag in Svendborg gestartet worden. Gemeldet waren 443 Segelboote; an den Start gingen letztendlich 332 Schiffe mit Skippern aus 15 Nationen, wovon 258 im Rahmen des Zeitlimits den Kurs um die größte dänische Insel schafften.
Nach über 17 Stunden im Ziel
Aus dem Jaderevier nahmen sechs Regatta-Cracks teil; unter ihnen zum wiederholten Mal Wolfram Heibeck (Wassersportverein Hooksiel/SK Horumersiel). Er war bereits 2015 und 2021 in den jeweiligen Bootsklassen Sieger geworden. „Wolle“ segelte nach 17:10:34 Stunden als erster über die Ziellinie und wurde im Morgengrauen des Sonnabends begrüßt.
Am Vormittag des voran gegangenen Tages war vor Svendborg der Startschuss gefallen. Bei gutem Wind ging es zunächst durch den Großen Belt. „Im Norden der Insel war dann eine stramme Kreuz angesagt“, berichtete der Solosegler. Das hieß: Wendemanöver, dazu heftige Schauer, eine hackige See, starke Windböen mit bis zu 28 Knoten und wahnsinnige Winddreher, die immer wieder Wenden erforderten.“ Mit Dunkelwerden erreichte die „Black Maggy“ den Kleinen Belt. Danach folgte die für Heibeck anstrengendste Strecke. „Von Middelfart bis Horne Naes war reine Knüppelei.“ Um kurz vor 5 Uhr morgens erreichte er das Ziel.
Größte Einhand-Regatta der Welt
Gegründet im Jahr 2012 war die erste Auflage des inzwischen legendären Rennens mit 15 Einhand-Seglern gestartet. In den folgenden Jahren nahm die Zahl stetig zu. Inzwischen ist die Meldeliste auf 450 Boote begrenzt. Aktuell ist das „Silverrudder“ die größte internationale Einhand-Regatta der Welt. Die Wettfahrt gilt als Mutter der populär gewordenen Solo-Regatten und ist auch bei deutschen Solisten sehr beliebt. Der Rundkurs in der zeitlichen Nähe zum Herbstanfang stellt die Einhand-Segler vor besondere Herausforderungen.

Die Segelvereine an der Jade vermelden beachtliche Teilnehmerzahlen. Neben dem Favoriten Bootsbaumeister Wolfram Heibeck mit seinem Carbonracer „Black Maggy“ nahmen weitere fünf Soloseglerinnen und -segler aus dem Jaderevier teil.
Gute Platzierungen
In der Klasse der kleinen Kielboote ging Beke Katharina Eckert (Wilhelmshavener Segelclub) mit „Röde Orm“ erstmals an den Start und war damit eine von insgesamt nur fünf Frauen. Bei den mittelgroßen Jachten setzten sich „Arrabiata“ (Jochen Denkena, Sail Lollipop Regattaverein) auf Platz 15 und „Heartbeat2“ (Marlene Brudek, SLRV) auf Platz 17 gegen 105 Mitbewerber hervorragend durch. In der Klasse der großen Boote mit 71 Startern fuhr „Black Maggy“ einsam an die Spitze. „Njord“ (Matthias Müller, WSC) belegte den 41. Platz. Ulf Rosskamp (SLRV) verzichtete angesichts der Wetterprognosen mit seinem Trimaran „Tribelle“ auf den Start.






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