Hooksiel (26. 3. 2026) – Der Alten Hafen zählt zu den schönsten Plätzen in Hooksiel. Aber er hat auch eine Reihe von Problemen. Nicht nur, dass die Zukunft des ehemaligen Feuerwehrareals zwischen Lange Straße und Hafen noch ungeklärt ist. Das Hafenbecken und vor allem das Binnentief hinter dem Siel drohen zu verschlammen, Kai- und Hafenmauer müssten saniert, das schlecht begehbare Kopfsteinpflaster auf dem Hafenplatz ausgetauscht werden – zumindest wenn der Festplatz behindertengerecht werden soll.

Der Strauß an Handlungsfeldern am Alten Hafen war eines der Themen, mit der sich Vertreter des Seebadevereins Hooksiel und eine hochkarätige Delegation der Gemeinde Wangerland bei einem gut zweistündigen Rundgang durch das Dorf beschäftigen. Dazu hatte Bürgermeister Mario Szlezak Bauhofleiter Renke Oltmanns sowie den Leiter des Ordnungs- und Sozialamtes Markus Gellert mitgebracht. Sie wurden von Seiten des Seebadevereins von dessen Vorsitzenden Wolfgang Ademes, Vorstandsmitglied Thomas Leimkühler sowie dem Lotsen der „Arbeitsgruppe Infrastruktur“, Frank Müller, begleitet.
Schnelle Abhilfe zugesagt
Szlezak bewertet die Aktion im Anschluss gegenüber „Hooksiel-Life“ als sehr aufschlussreich. Es sei schon sinnvoll, wenn Bürger, gerade Neu-Bürger, auf tatsächliche oder vermeintliche Missstände hinweisen. „Wenn man mit den Themen seit Jahren zu tun hat, wird man ja auch ein Stückweit betriebsblind.“ Der Bürgermeister sagte schnelle Hilfe und Abhilfe dort zu, wo es möglich und geboten sei – und wo die Gemeinde auch tatsächlich zuständig ist.

Dazu gehört die Beschilderung. Viele Verkehrsschilder im Ort sind verdreckt, einige Hinweistafeln überflüssig und einige falsch montiert. So etwa die neuen Verkehrsschilder „Verkehrsberuhigter Bereich“ an den Eingängen zum Neubaugebiet zwischen Bäderstraße und Hohe Weg. Sie hängen zu hoch. Szlezak: „Das werden wir in Kürze ändern.“
Investitionen müssen geplant werden
Schwieriger zu beseitigen sind die Mängel etwa am Radweg an der Bäderstraße oder auf Fahrbahn und Gehweg an der Straße „An der Jaderennbahn“. Sanierungsarbeiten dort müssten geplant und auch finanziell machbar sein. Nach und nach abgebaut und gegebenenfalls durch Blumenkübel ersetzt werden sollen die Pflanzbeete an der Friesenstraße. Deren Betoneinfassungen sind zum Teil massiv beschädigt.


Gemeinsam begutachtet die Gruppe den in der vergangenen Woche vom Bauhof der Gemeinde sanierten Fußweg zwischen ehemaligem Hallenbad und zweiter Deichlinie. Offenkundigen Handlungsbedarf gibt es aber auf dem Deich selbst. Die Gehwegplatten sind verrutscht, teilweise stehen sie fast senkrecht. „Echte Gefahrenpunkte gehen wir natürlich sofort an“, versicherte Szlezak. Aber Grundsätzlich sei für die Unterhaltung des Weges auf dem Deich die Wangerland Touristik GmbH zuständig. Warum das die inzwischen insolvente Gemeinde-Tochter in der Vergangenheit nicht ordentlich gemacht habe, könne er nicht beurteilen.
Großbaustelle Alter Hafen
Wie der Bürgermeister versicherte, werde die Gemeinde jetzt auch die vielfältigen Aufgaben rund um den Alten Hafen angehen, auch wenn hier unterschiedlichste Institutionen und Behörden zuständig seien. Zumindest für Investitionen in den Bereichen „Denkmalschutz“ und „Behindertengerechtigkeit“ müsste es auch Fördermöglichkeiten geben. Dass es Schritt für Schritt voran gehen kann, zeigt die Absperrung am Sieltor. Nach einem entsprechenden Hinweis hatte hier der Bauhof ein marodes Teilstück innerhalb weniger Tage saniert und neu montiert. Frank Müller: „Es ist doch gut, wenn wir gemeinsam daran arbeiten, dass Hooksiel noch schöner wird.“






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