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Schneewehen sorgten für Chaos auf den Straßen

Wangerland (9. 1. 2025) – Meterhohe Schneewehen, chaotische Verhältnisse auf den Straßen, dazu ein eisiger Wind mit starken Böen. Das vom Wetterdienst angekündigte Winterwetter hat heute das Wangerland und weite Teile Frieslands und Wilhelmshavens lahm gelegt.

Trotz Schneetreibens bemühten sich heute eine ganze Reihe von Hooksielern, die Gehwege passierbar zu halten. Foto: hol

Im Laufe des Tages mussten eine ganz Reihe von Straßen für den Autoverkehr gesperrt werden. Zum Teil waren Wagen von der Straße abgekommen, zum Teil blieben sie im Schnee stecken und blockierten den Verkehr. Räumdienste, Feuerwehren und Landwirte waren den ganzen Tag über im Einsatz, um die bis zu drei Meter hohen Wehen zu beseitigen, Betroffenen zu helfen und Fahrerinnen und Fahrern mit besonders dringlichen Anliegen den Weg zu bahnen. Dazu gehörten unter anderem mobile Pflegedienste, aber auch die Molkereifahrzeuge, die Milch von den landwirtschaftlichen Betrieben abholten.

Etliche Straßen nicht passierbar

Im Gebiet der Gemeinde Wangerland waren eine ganz Reine von Straßen nicht mehr befahrbar. Bereits im Laufe des Vormittags war die Straße nach Mederns gesperrt worden. Besonders stark betroffen auch die Landesstraße 810 zwischen Hooksiel und Horumersiel. Zeitweise steckten hier nach Darstellung der Feuerwehren um die 20 Fahrzeuge fest. Ein generelles Fahrverbot gab es dennoch nicht. Bei entsprechenden Verlautbarungen in den sozialen Medien handelte es sich um so genannte Fake-News. 

Katastrophenalarm löste die Stadt Wilhelmshaven am Nachmittag für ihre Dörfer Sengwarden und Fedderwarden aus. Beide Dörfer waren nach massiven Schneeverwehungen zeitweise abgeschnitten. Nach Darstellung der Polizei waren insbesondere die Hooksieler Landstraße, die Roffhauser Landstraße sowie die Langewerther Landstraße nahezu unpassierbar. Gleiches galt im friesländischen Südkreis für die die Blauhander Straße von Sande kommend in Richtung Zetel sowie die Bockhorner Straße zwischen Steinhausen und Bockhorn. Allein auf der Blauhander Straße hatten sich nach Polizeiangaben am späten Nachmittag 15 Pkw sowie zusätzlich drei Lkw festgefahren.

Autobahn gesperrt

Auf der Autobahn 29 kam es kurz vor 18 Uhr in Fahrtrichtung Wilhelmshaven zwischen den Anschlussstellen Zetel und Sande zu einem Verkehrsunfall. Nach Angaben der Polizei war die Richtungsfahrbahn längere Zeit blockiert. Die Autobahn war vorübergehend voll gesperrt.

Nach dem Schnee kommt der Frost

Hinweise auf verletzte Personen oder größere Sachschäden gab es zunächst nicht. Etliche Geschäfte und Einrichtungen hatten auf die Wetterwarnungen reagiert, frühzeitig geschlossen oder gar nicht erst geöffnet. Die Schulen waren geschlossen. Wangerlands Bürgermeister Mario Szlezak dankte ausdrücklich den Bauhof-Mitarbeitern der Gemeinde und den ehrenamtlichen Helfern der Feuerwehren, die sich an Hilfseinsätzen beteiligten bzw. dafür in Bereitschaft standen.

Laut Wettervorhersage sollen Schneefall und starker Wind noch bis zum frühen Samstagmorgen anhalten. Danach kommt der Frost. Laut Vorhersage wird es in den nächsten Tagen merklich kälter. Für Sonntag sind fürs Wangerland Temperaturen von minus 11 Grad angekündigt. 

Warnung vom OOWV

Vor diesem Hintergrund appelliert der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) dringend an die Verbraucher, Wasserzähler, freiliegende Leitungen und Wasserhähne umgehend frostsicher zu machen. Die Leitungen müssen nach Möglichkeit entleert oder mit dem richtigen Dämmmaterial vor Frost gesichert werden. Neben Installationen in Gärten, Gartenhäusern und unbeheizten Kellern seien insbesondere leer stehende Wohnungen oder Ferienhäuser gefährdet. 

Die Trinkwasser-Versorgungsleitungen des OOWV seien trotz der extremen Kälte grundsätzlich nicht in Gefahr, da sie ausreichend tief in der Erde verlegt wurden. 

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