Friesland/Varel (10. 3. 2026) – Nach Missbrauch-Vorwürfen gegen den Chefarzt der Frauenklinik haben die „Friesland Klinken“ jetzt die Führungsposition neu besetzt. Wie das Krankenhaus heute mitteilte, ist der Leitende Oberarzt Dr. Christoph Messner mit der kommissarischen Leitung der Geburtshilfe und Gynäkologie im St. Johannes-Hospital in Varel betraut worden.
Staatsanwaltschaft ermittelt
Die Klinik-Leitung hatte den Chefarzt am vergangenen Freitag aufgrund klärungsbedürftiger Vorwürfe bis auf Weiteres freigestellt. Diese Entscheidung war in Abstimmung mit den Gremien des Krankenhauses getroffen worden, die im Vorfeld anonymisiert über den Sachverhalt informiert worden waren.
Die Staatsanwaltschaft Oldenburg ermittelt gegen den Beschuldigen wegen des Verdachts der sexuellen Nötigung. Der im Februar angezeigte Vorfall soll sich im vergangenen November zugetragen haben. Nach der Freistellung hatten sich die Mitarbeitenden in der betroffenen Abteilung in einem offenen Brief „vollumfänglich“ hinter ihren Chefarzt gestellt.
Es gilt die Unschuldsvermutung
Die Geschäftsführung der „Friesland Kliniken“ nennt mit Verweis auf die Unschuldsvermutung und die Persönlichkeitsrechte der Beteiligten keine Details zu den Vorgängen. Die Freistellung des Mitarbeiters bis zur Klärung noch offener Punkte sei in vergleichbaren Situation eine „übliche Vorgehensweise“.
Mit der Übernahme der Leitungsfunktion durch Dr. Messner sei die Patientenversorgung der Gynäkologie und Geburtshilfe weiterhin sichergestellt. Messner hatte bereits 2025 kommissarisch die Abteilung der Gynäkologie und Geburtshilfe geleitet. Aufgrund der kurzfristigen personellen Veränderung komme es aber zu Terminverschiebungen von geplanten Behandlungen. „Die Patientinnen und Patienten werden umgehend benachrichtigt“, versichert die Geschäftsleitung.






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