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Krankenhaus: 40 Hitze-Notfälle allein am Wochenende

Sanderbusch (29. 6. 2026) – Die hohen Temperaturen am Wochenende haben sich auch auf der Interdisziplinären Notaufnahme (INA) der Friesland Kliniken bemerkbar gemacht. „Wir hatten am Sonnabend und Sonntag etwa 40 hitzebedingte Fälle zu versorgen“, sagte Dr. Henning Fründt, Chefarzt der INA am Nordwest-Krankenhaus Sanderbusch. Dabei waren nahezu ausschließlich Patientinnen und Patienten ab 60 Jahren und älter betroffen.

Meist Herz-Kreislauf-Probleme

Damit war laut Angaben des Krankenhauses rund ein Viertel der insgesamt rund 160 Notfälle auf die hohen Temperaturen zurückzuführen. Insbesondere Herz-Kreislauf-Probleme mussten in diesem Zusammenhang behandelt werden. „Glücklicherweise konnte allen Betroffenen geholfen werden, so dass keine lebensbedrohlichen Situationen entstanden sind“, heißt es in einer Mitteilung. 

Das zusätzliche Aufkommen habe mit dem bestehenden Personalstamm bewältigt werden können. Die Zahl sonstiger Notfälle sei dabei geringer als im Durchschnitt gewesen. Offensichtlich habe die Hitze dazu geführt, dass viele Menschen weniger aktiv gewesen sind und somit auch eine geringere Zahl akuter Verletzungen und Erkrankungen in der stationären und akuten Versorgung aufgenommen werden musste. 

Klimaveränderungen berücksichtigen

Fründt betont, dass die hitzebedingten Notfälle angesichts der Klimaveränderung eine zunehmende Herausforderung darstellen. „Wir brauchen gerade angesichts der zunehmenden Temperaturen, aber auch angesichts der insgesamt steigenden Patientenzahlen in den Notaufnahmen perspektivisch einen Ausbau der Notfallkapazitäten.“ Dies sollte in der aktuellen Diskussion um die Sparpläne der Bundesregierung im Gesundheitsbereich stärker berücksichtigt werden. 

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