Hooksiel (21. 7. 2026) – Es kommt vor, dass Verkehrsteilnehmer nicht alle Vorschriften genau kennen. Aber es gibt auch unglücklich gestaltete Beschilderungen, irreführende Regelungen oder überflüssige Hinweise, die zu Verunsicherungen führen. Mit der Veröffentlichung der Artikelserien „Hooksiel sicher“ haben wir Sie, liebe Leserinnen und Leser von „Hooksiel-Life“, gebeten, uns solche Fälle zu nennen – wenn es sich denn in Hooksiel geben sollte.

Die meisten Hinweise, die uns erreichten, betreffen die Hauptzufahrt in den Ort über den Pakenser Altendeich und die Lange Straße. Seit über einem Jahr gilt hier Tempo 30. Im Herbst 2025 wurde die Straße offiziell als „Tempo-30-Zone“ ausgewiesen und entsprechend ausgeschildert.
Radfahrer gehören auf die Straße
Ein Problem: Nur die wenigsten Verkehrsteilnehmer halten sich an die Höchstgeschwindigkeit. Und das liegt nicht nur daran, dass der ein oder andere Urlauber die 30-Schilder übersehen hat. „Häufig sind es die Einheimischen, die hier gern 50 oder auch 60 km/h fahren“, schildert ein Anwohner. Sein Vorschlag: Gelegentliche Geschindigkeitskontrollen.


Gedrosselt würde das Tempo aber auch, wenn die Radfahrer – mit Ausnahme von Kindern – konsequent auf der Straße fahren würden. Das dürfen sie, machen es aber häufig nicht, weil der parallel verlaufende, sehr schmale und zum Teil holprige Gehweg mit dem Zusatzschild „Radfahrer frei“ ausgeschildert ist. Da nur die wenigsten Radler wissen, dass dieses Schild bedeutet, dass sie die gesamte Stracke nur Schrittgeschwindigkeiten fahren dürfen, wählen sie die vermeintlich sicherere Alternative zur Straße – zum Leidwesen von Kindern, Fußgängern, und Rollator-Nutzern. Die Empfehlung von „Hooksiel-life“: Die Zusatzschilder „Radfahrer frei“ abschrauben!
Verwirrende Botschaft
Schwerere Unfälle in der Lange Straße sind bislang nicht bekannt geworden. Auch nicht an der Einmündung Sielhamm. Hier gilt, wie generell in Tempo-30-Zonen, die Regel rechts vor links. Um die Verkehrsteilnehmer dafür zu sensibilisieren, steht vor der Einmündung ein Schild mit einem dicken Ausrufezeichen und dem Zusatz: „Vorfahrt geändert“.
Die Botschaft scheint sich nicht jedem zu erschließen. Geändert? Was war denn da vorher? Habe ich jetzt Vorfahrt oder nicht? – Bis dieser Überlegungsprozess beendet ist, haben viele Autofahrer die Einmündung Sielhamm längst passiert. Nur gut, dass viele Sielhammer selbst nicht an ihrer Vorfahrt glauben und im Zweifel lieber abwarten …. Die Empfehlung: Das vorhandene Schild durch eine Warnung ersetzen: „Achtung! Rechts vor links!“
Schilder überflüssig
Zu den überflüssigen Hinweisen im Bereich der Lange Straße gehören mit Sicherheit die Schilder, die am Übergang von der Tempo-30-Zone und der Tempo-20-Zone (Friesenstraße/Lange Straße) die jeweilige Zone aufheben. Das Hinweisschild für die nächste Zone steht fünf Meter weiter und würde ohnehin für Klarheit sorgen. Richtig schaden tut die doppelt gemoppelte Beschilderung nicht. Aber vielleicht, so vermutet Leserinnen, könne die Gemeinde die überflüssigen Schilder an anderen Stellen noch gebrauchen.






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