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Müller: Musterpläne könnten Feuerwehrhäuser günstiger machen

Wangerland (26. 10. 2026) – Eigentlich hatte er sich schon aus der Kommunalpolitik verabschiedet. Doch ein Bericht in der in Kassel erscheinenden Tageszeitung HNA (Hessische/Niedersächsische Allgemeine) hat den scheidenden Ratsherrn Immo Müller dazu veranlasst, noch einmal sein Wort an den zukünftigen Rat zu richten.

Müller (Foto), der 20 Jahre lang die Unabhängige Wählergemeinschaft Wangerland (UWG) im Gemeinderat vertreten hat, sieht sich durch eine Initiative des Landes Hessen zum Bau von Feuerwehrgerätehäusern bestätigt, die ausdrücklich vom Bund der Steuerzahler unterstützt wird.

Danach sollen Kommunen durch Musterbaupläne für Feuerwehrhäuser in Sachen Planung, Zeitbedarf und Finanzierung entlastet werden. Müller hatte mit Blick auf Feuerwehrprojekte im Wangerland mehrfach ein solches Vorgehen angeregt. „Leider erfolgte seitens der Gemeinde, der Feuerwehren oder des Städte- und Gemeindebundes keine Initiative.“ 

Niedersachsen lehnt Vorstoß ab

Ob die erfolgreich gewesen wären, steht auf einem anderen Blatt. Das niedersächsische Innenministerium hat es laut HNA-Bericht abgelehnt, der Initiative des Landes Hessen von Ende 2025 zu folgen. Das wiederum kritisiert der Steuerzahlerbund. „Statt zu bremsen sollte das Land hier lieber den Turbo einlegen: Denn solche Musterpläne ließen sich in modularer Weise sicher auch für Schulen, Kindertagesstätten, Polizei- und Verwaltungsgebäude erarbeiten“, wird Jan Vermöhlen, Vorstandsmitglied des Steuerzahlerbundes Niedersachsen und Bremen in dem Zeitungsbericht zitiert.

Leitfaden für Standardbauten

Der Leitfaden, den das Land Hessen seinen Kommunen für den Bau von Feuerwehrhäusern an die Hand gibt, enthält Musterplanungen, Raumprogramme und Empfehlungen zu Standortwahl, Abläufen und Ausstattung, um Kosten und Bürokratie zu reduzieren. Die Gemeinde Wangerland baut aktuell ein neues Feuerwehrhaus in Hohenkirchen, das als „Bunte Wache“ auch die Polizei beherbergen soll. Eher Standardbauten dürften in den Folgejahren für die Feuerwehren Tettens und Minsen erforderlich werden.

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