Hooksiel (30. 7. 2026) – Die einen freuen sich über gute Platzierungen und geglückte Wetten. Die anderen machen sich Sorgen um das Wohl der Tiere. Mit 3.300 Zuschauern ist am Mittwoch die Rennsaison 2026 des Hooksieler Rennvereins erfolgreich zu Ende gegangen. Trotz Temperaturen bis an die 30 Grad gab es weder bei Fahrerinnen und Fahrern noch bei den Pferden Ausfälle. Der Rettungsdienst musste lediglich einem Zuschauer helfen.

Auch der dritte Renntag lockte wieder zahlreiche Besucher auf die Jaderennbahn. Der Rennverein spricht von einem „gelungenen Abschluss einer insgesamt sehr erfolgreichen Saison“. Die Saison umfasste drei Renntage. Insgesamt, so der Rennverein, habe man 8.800 Zuschauer am Hooksieler Grasgeläuf am Deich begrüßen können.
Ronja Walter gewinnt Trabreiten
Erstmals zeichnete der Verein in diesem Jahr den erfolgreichsten Fahrer der Saison aus. Die Auszeichnung ging an Jochen Holzschuh, der sich mit seinen starken Leistungen den Titel des Seriensiegers 2026 sicherte. Am Mittwochabend gewann der der Profifahrer aus Dülmen mit unterschiedlichen Pferden alle sechs Trabrennen. In die Siegerliste der wettbaren Rennen eintragen konnte sich lediglich noch Ronja Walter beim Trabreiten.

Nicht bejubelt wurde der erfolgreiche Trabrennfahrer von der Gruppe von Tierschützern, die sich an allen drei Renntagen an der Bäderstraße zu einer Mahnwache eingefunden hatte. Ihre Botschaft konnte man auf Transparenten lesen: „Tiere sind keine Sportgeräte“ oder „Wetten ja, aber ohne Tiere“. Auslöser der Proteste ist nach den Worten von Tobias Thelemann ein Unfall auf der Trabrennbahn gewesen, bei dem 2023 ein Pferd tödlich verletzt wurde.
Rennverein dankt Sponsoren und Helfern
Der Hooksieler Rennverein zieht ein durchweg positives Fazit der diesjährigen Saison. An allen Renntagen habe eine hervorragende Stimmung geherrscht, die Rennen seien sportlich hochklassig besetzt gewesen und die Besucher hätten für eine besondere Atmosphäre auf der Jaderennbahn gesorgt. Zur guten Stimmung trug beim letzten Renntag auch ein Ponyrennen bei. Vereinsvorsitzender Immo Müller: „Der Verein bedankt sich bei allen Gästen, Sponsoren, Helfern sowie den Aktiven für die Unterstützung und freut sich bereits auf die Rennsaison 2027.“

Zumindest die Rennsaison 2027 dürfte noch nicht von den laufenden Bemühungen der landeseigenen Hafengesellschaft NPorts als Grundeigentümerin und der Gemeinde Wangerland betroffen sein, das Areal der Trabrennbahn künftig für touristische Zwecke nutzen zu wollen. Sollte sich ein Investor etwa für ein Hotel oder eine Freizeitanlage finden, müsste zunächst über ein Bauleitverfahren Baurecht für ein entsprechendes Projekt geschaffen werden. So ein Verfahren dauert in der Regel mindestens zwei Jahre.






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