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Seenotretter bergen auf Grund gelaufenen Fischkutter

Hooksiel/Bremen (22. 6. 20269 – Ein Fischkutter ist in der Nacht zu Montag im Seegebiet Nordergründe zwischen Weser- und Elbmündung auf Grund gelaufen. Zudem meldete der Kapitän Rauchentwicklung im Maschinenraum. Die Seenotretter der Stationen Hooksiel, Deutsche Bucht/Helgoland und Horumersiel der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) befreiten die Fischer von der Untiefe und brachten Schiff und Besatzung sicher in den Hafen.

Der Hooksieler Seenotrettungskreuzer „Bernhard Gruben“ war maßgeblich an der Rettung des im Seegebiet Nordergründe in Not geratenen Fischkutters beteiligt. Foto: DGzRS

Rauch aus dem Maschinenraum

Gegen 23.55 Uhr rief die Besatzung des Kutters „Zenit“ über den internationalen UKW-Seefunk-Not- und Anrufkanal 16 die Rettungsleitstelle See der DGzRS, das Maritime Rescue Co-ordination Centre (MRCC) Bremen: Ihr etwa 15 Meter langes Fischereifahrzeug war im nördlichen Bereich der Nordergründe festgekommen – etwa 14 Seemeilen (rund 26 Kilometer) nordwestlich von Cuxhaven. Aus dem Maschinenraum drang Rauch. Die beiden Fischer an Bord waren unverletzt.

Umgehend alarmierte die Rettungsleitstelle See die Seenotrettungskreuzer „Hermann Marwede“ (Helgoland) und „Bernhard Gruben“ (Hooksiel). Beide liefen unverzüglich aus. Außerdem befanden sich das Zollschiff „Helgoland“ und der Fischkutter „Wangerland“ im Seegebiet und nahmen ebenfalls Kurs auf den Havaristen.

„Wangerland“ als erste vor Ort

Die „Wangerland“ erreichte gegen 0.45 Uhr die „Zenit“ und übergab eine Schleppleine. Der Wasserstand war jedoch zu niedrig, um den Havaristen zu befreien. Gegen 1.10 Uhr erreichte die „Hermann Marwede“ den Einsatzort und übernahm die Aufgabe des Einsatzleiters vor Ort. Wenig später traf die „Bernhard Gruben“ ein.

Nach einer ersten Erkundung stellten die Seenotretter weder weitere Rauchentwicklung noch einen Wassereinbruch fest. Die Besatzung der „Bernhard Gruben“ließ ihr Tochterboot „Johann Fidi“ zu Wasser. Die Seenotretter stellten eine eigene Leinenverbindung zum Havaristen her. Gegen 2 Uhr schleppten sie die „Zenit“ frei.

Schleppverband in rauer See

Auf der Reise zwischen Nordergründen und Weser geriet der Schleppverband in raue See: Bis zu zwei Meter hohe Wellen brachten den Fischkutter ins Rollen, das wegen des Maschinenschadens nicht vollständig eingefahrene Fanggeschirr begann, gegeneinander zu schlagen. Die „Bernhard Gruben“ steuerte nördlicheren Kurs, bis sie ruhigeres Fahrwasser erreichte.

Das Fanggeschirr erschwerte überdies das Festmachen im Hafen. Die Rettungsleitstelle See nahm deshalb gegen 6.10 Uhr die freiwilligen Seenotretter der Station Horumersiel in den Einsatz auf. Mit ihrem Seenotrettungsboot „Wolfgang Paul Lorenz“ und dem Tochterboot „Johann Fidi“ der „Bernhard Gruben“ bugsierten die Seenotretter den Havaristen sicher in den Hooksieler Hafen, wo er gegen 7.45 Uhr festmachte.

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