Wangerland/Hooksiel (4. 6. 2026) – Die Gemeinde Wangerland soll von Wochenmarkt-Beschickern künftig nur noch eine Pauschale für den Stromverbrauch erheben. Die klassischen Standgebühren hingegen sollen entfallen. Diese Empfehlung gab der Landwirtschaftsausschuss des Gemeinderates auf seiner Sitzung am Mittwoch.

Die Gemeindeverwaltung hatte vorgeschlagen, die Gebühren ersatzlos zu streichen, um die Märkte attraktiver zu machen. Insbesondere die Standbetreiber in Hohenkirchen würden immer wieder über die Kosten klagen, erläuterte Abteilungsleiter Markus Gellert für die Verwaltung. Gerade für die Wintermonate, wenn die Zahl der Kunden sehr gering sei, könne man das nachvollziehen. Auf den eher von der Urlaubssaison geprägten Märkten in Hooksiel und Horumersiel spielt das Standgeld offenbar einen geringere Rolle.
Einnahmen von 4000 Euro im Jahr
Aktuell müssen Händler je Markttag und je laufenden Meter Frontlänge ihrer Verkaufsfläche 1,20 Euro bezahlen, mindestens aber 6 Euro. Für einen zehn Meter langen Stand werden also 12 Euro fällig. Die Gebühr, die über das ganze Jahr gesehen für die Gemeinde zu Einnahmen von etwa 4000 Euro führt, wird vor Ort erhoben. Mit der Einnahmewürde auch der Aufwand für das Erheben und das Verbuchen des Geldes entfallen, wobei, so betonte Gellert, die Posten der Marktvögte als wichtiges Bindeglied zu den Beschickern erhalten bleiben.
„Falsches Signal“ korrigiert
Nach den Vorstellung der Verwaltung wäre es ratsam, die Standgebühr komplett zu streichen, da es es immer schwieriger werde, Marktbeschicker auf den Wochenmärkten zu halten oder neue zu gewinnen. Dem überschaubaren Einnahmeverlust würde eine Belebung der Märkte gegenüberstehen, die ein „wichtiger Aspekt der Daseinsvorsorge“ seien. Der der Verwaltung sah dabei vor, den Beschickern auch die Stromversorgung etwa für Kühlaggregate kostenlos zur Verfügung zu stellen.
Ratsherr Immo Müller (UWW) wertete das als „falsches Signal“. Seinem Antrag, von Beschickern, die den Stromanschluss nutzen, zumindest eine Energiepauschale zu erheben, folge der Ausschuss einmütig. Abschließend entscheiden wird voraussichtlich der Gemeinderat auf seiner nächsten Sitzung am 30. Juni.








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