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Am Sonntag wählt das Wangerland seinen Bürgermeister

Wangerland/Hooksiel (22. 9. 2026) – Nach der Wahl ist vor der Wahl. Zumindest im Wangerland. Am kommenden Sonntag, 27. September, sind 8174 wahlberechtigte Frauen und Männer ab 16 Jahren aufgefordert, in einer Stichwahl zu entscheiden, wer der künftige Bürgermeister der Gemeinde wird.

Von den ursprünglich drei Bürgeermeister-Kandidaten fürs Wangerland sind bei der Stichwahl am kommenden Sonntag nur noch zwei dabei: Thies Fischer (links) und Mario Szlezak (Mitte). Rechts im Bild: Bernd Abrahams, der die Stichwahl knapp verpasst hat. Archiv-Foto: hol

Für die Stichwahl qualifiziert haben sich Thies Fischer (CDU) und Amtsinhaber Mario Szlezak (SPD). Beide hatten bei der Kommunalwahl am 13. September mehr Stimmen erhalten als der dritte Bewerber, Bernd Abrahams (Pro Wangerland) – aber nicht die absolute Mehrheit. Für Fischer hatten 2263 Wählerinnen und Wähler gestimmt, auf Szlezak entfielen 1655 Stimmen. Für die absolute Mehrheit wären bei 5272 abgegebenen Stimmen 2687 Stimmen erforderlich gewesen. Wie viele Stimmen bei der Stichwahl reichen, hängt von der Wahlbeteiligung ab.

Ergebnis gegen 19.30 Uhr

Der Sieger der Stichwahl, der nach Einschätzung des stellvertretenden Gemeindewahlleiters, Thomas Hayen, am Sonntag gegen 19.30 Uhr feststehen dürfte, wird acht Jahre lang an der Spitze der Gemeindeverwaltung stehen. Zudem hat der Bürgermeister qua Amt einen Sitz im Gemeinderat. Sollte Fischer, der bereits in den Rat gewählt wurde, Bürgermeister werden, würde für ihn ein weiteres CDU-Mitglied in das Kommunalparlament nachrücken: der Hooksieler Björn Christiansen.

Das Wahlprozedere gleicht dem im ersten Wahlgang. In den sechs Wahlbezirken im Gemeindegebiet ist am Sonntag jeweils von 8 bis 18 Uhr ein Wahllokal geöffnet. In Hooksiel können die Bürgerinnen und Bürger ihre Stimmen in der Turnhalle der Grundschule abgeben. Bei der Stichwahl hat jeder Bürger nur eine Stimme, was die Auszählung im Nachgang gegenüber der Gemeinderatswahl deutlich erleichtert.

Wahl im Rathaus möglich

Auch zur Stichwahl können Bürger ihre Stimme per Briefwahl abgeben. Nach dem Druck der Stimmzettel habe die Gemeinde bereits am vergangenen Mittwoch 2205 Briefwahl-Unterlagen an diejenigen verschickt, die bereits im Vorfeld der Kommunalwahl kund getan hatten, das sie auch zwei Wochen später ihre Stimme nicht in einem Wahllokal abgeben wollen oder können. Wählern, die jetzt noch kurzfristig feststellen, dass sie am Sonntag gar nicht vor Ort sind, rät Hayen, persönlich im Rathaus in Hohenkirchen vorbei zu kommen, um noch Briefwahl-Unterlagen zu beantragen und dann gegebenenfalls dort umgehend zu wählen.

Alle Wahlberechtigten haben zur Kommunalwahl Wahlbenachrichtigungs-Karten bekommen, die sie im Wahllokal vorzeigen sollen, um Stimmzettel ausgehändigt zu bekommen. Aber auch Wähler, die ihre Benachrichtigung nach der Gemeinderatswahl weggeworfen oder verlegt haben, können an der Stichwahl teilnehmen. Hayen: „Die Wähler müssen dann einfach ihren Personalausweis vorzeigen, damit überprüft werden kann, ob sie im Wählerverzeichnis stehen.“

Stimmabgabe ist geheim

Dass sich vor den Wahlkabinen erneut lange Schlangen bilden werden, wie bei der Wahl am 13. September, gilt als unwahrscheinlich. Der Stimmzettel ist überschaubar, ein Kreuz schnell gemacht. Sollte es dennoch dazu kommen, warnt Hayen davor, das Kreuz bereits im Warteraum zu setzten. „Die Kommunalwahlen sind geheim. Das bedeutet, dass die Stimmzettel nur in den Kabinen ausgefüllt werden dürfen – unabhängig davon, ob es dem Wähler egal ist, ob andere Wähler mitbekommen, wie er abstimmt.“

Stimmzettel, die mehr oder weniger öffentlich ausgefüllt wurden, dürfen die Wahlvorstände nicht annehmen. Vorgesehen sei für einen solchen Fall, so Hayen, dass der öffentlich ausgefüllte Stimmzettel vernichtet wird und der Wähler einen neuen bekommt, den er dann in der Wahlkabine auszufüllen hat.

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