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Grüne erinnern an Atom-Katastrophe von Tschernobyl

Friesland (22. 4. 2026) – In der Nacht des 26. April 1986 ereignete sich im Atomkraftwerk Tschernobyl der weltweit schwerste Unfall in der zivilen Nutzung der Atomenergie. Wissenschaftler gehen von über 90.000 Todesfällen durch strahlungsbedingten Krebs und weitere Spätfolgen aus.

Noch immer ist der havarierte Reaktor nicht beseitigt. Im Februar 2025 wurde die Schutzhülle von einer russischen Drohne schwer beschädigt. Im Dezember 2025 kam die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) zu dem Schluss: Die Hülle ist nicht mehr dicht. 

Für die Grünen gilt seit der Parteigründung vor fast fünfzig Jahren: „Atomkraft? Nein Danke.“ Als zentrale Veranstaltung „40 Jahre Tschernobyl“ ist in Friesland am Donnerstag, 23. April, ab 13 Uhr eine Informations- und Diskussionsveranstaltung auf dem Bockhorner Marktplatz geplant. 

Dabei soll es auch um die Stimmen gehen, die aktuell für Deutschland eine Rückkehr zur friedlichen Nutzung der Atomenergie fordern. Für die Grünen ist das keine Option. „Es gibt mehr als genug Gefahren und ungelöste Probleme, die gegen die Atomkraft sprechen: Reaktorunfälle, gefährliche Transporte, wachsende strahlende Müllberge, die Weiterverbreitung der Atombombentechnologie sowie die Gefahr terroristischer Anschläge“, sagte dazu die Kreisvorsitzender Grünen in Friesland, Dr. Jutta Helmerichs. Technisch und wirtschaftlich sei die Atomenergie weltweit ein Auslaufmodell. 

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