Drücken Sie „Enter“, um den Inhalte zu überspringen

Politik nach gewaltsamem Angriff auf Kandidaten schockiert

Schortens/Friesland (4. 3. 2026) – Nach einem mutmaßlichen gewaltsamen Angriff auf den CDU-Oberbürgermeister in der Stadt Schortens, Axel Homfeldt, haben heute Sprecher von SPD, Grünen und FDP ihre Solidarität mit dem Betroffenen zum Ausdruck gebracht. Der Vorfall sei ein „ernstes Signal über den Einzelfall hinaus“.

Stein in Autoscheibe geworfen

Am Sonntag gen 7.40 Uhr sollen Unbekannte mutwillig vor dem Wohnhaus des Kommunalpolitikers einen Stein in die Heckscheibe seines Autos geworfen haben. Zudem sei das Haus mit Eiern und Steinen beworfen worden. Homfeldt hatte die Vorfall am Sonntags selbst öffentlich gemacht. Die Polizei hat inzwischen die Ermittlungen aufgenommen. Hinweise von möglichen Zeugen werden unter Telefon 04461/74490 erbeten.

Heute meldeten sich Landrad Sven Ambrosy sowie der „Friesischen Ampel“ im Kreistag zu Wort. Gruppensprecher Jannes Wiesner (SPD): „Ich verurteile die gewaltsamen Angriffe gegen unseren Kollegen zutiefst und bin schockiert, welches Ausmaß Anfeindungen gegen Politiker auch in Friesland erreicht haben.“ Und, so der Wangerländer weiter: „Gewalt hat in der politischen Auseinandersetzung keinen Platz!“

Einschüchterungsversuch nicht hinnehmbar

Die Ampel stehe zu Homfeldt und dessen Familie. Martina Esser (Grüne): „Gerade im kommunalen Bereich engagieren sich viele Menschen ehrenamtlich, mit hohem zeitlichen Einsatz – auch zu Lasten der eigenen Familie. Es ist nicht hinnehmbar, wenn dieses Engagement mit Einschüchterungsversuchen beantwortet wird.“

Auch Gerhard Ratzel von der FDP warnte vor einer drohenden Verrohung in der Kommunalpolitik. „Wir müssen dem entschieden entgegentreten. Wer Verantwortung übernimmt, darf nicht Ziel von Angriffen werden. Hier sind alle demokratischen Kräfte gefordert, gemeinsam Haltung zu zeigen!“

„Wer sich politisch engagiert, Verantwortung übernehmen will und für ein Amt kandidiert, verdient Respekt – und darf kein Ziel von Angriffen und Einschüchterungen sein“, betonte Landrat Ambrosy (SPD). Politisches Engagement sei ein zentraler Bestandteil von Demokratie. Solche Taten träfen nicht nur die Betroffenen und ihr Umfeld, sie seien zugleich ein Angriff auf das demokratische Miteinander. „Unsere Demokratie lebt davon, dass wir unterschiedliche Ideen austauschen, verschiedene Meinungen aushalten und miteinander diskutieren – fair und ohne Gewalt. Diese Grenze wurde hier klar überschritten, was ich ausdrücklich verurteile.“

Anmerkung: Dieser Artikel wurde im Laufe des Tages aktualisiert

Kommentare sind deaktiviert.