Wangerland/Hooksiel (28. 2. 2026) – Traditionell werden in Friesland am Ostersamstag in der Abenddämmerung sogenannte „Brauchtumsfeuer“ entzündet, um das Osterfest zu feiern. Voraussetzung für diese Feuer ist, dass sie als öffentliche, für jede Person zugängliche und traditionell wiederkehrende Brauchtumsfeuer bei der zuständigen Stadt oder Gemeinde angemeldet werden. Die Kommunen nehmen Anzeigen bis zum 20. März in den Rathäusern entgegen.

Brauchtum steht im Fokus
„Wichtig ist bei den Osterfeuern, dass das Brauchtum im Fokus steht“, heißt es in einer Mitteilung des Landkreises Friesland. Die untere Abfallbehörde weist darauf hin, dass das Verbrennen von Gartenabfällen grundsätzlich verboten ist. Eine Ausnahme besteht nur für Brauchtumsfeuer, bei denen das gemeinsame Feiern eines Festes im Vordergrund steht.
Dabei dürfen ausschließlich getrocknete Äste und trockenes Strauchgut verbrannt werden. „Altreifen, Kunststoff, Sperrmüll, Öle und andere Abfälle gehören nicht ins Osterfeuer.“ Gleiches gelte für behandeltes oder beschichtetes Holz, zum Beispiel aus Zäunen. Da ein Brauchtumsfeuer bis etwa Mitternacht erloschen sein muss, dürfen auch keine dicken Stämme oder Wurzelstöcke verbrannt werden. Informationen zur richtigen Entsorgung von Gartenabfällen finden Interessierte unter www.friesland.de/gartenabfall.
Schutz von Tieren wichtig
Der Standort eines Brauchtumsfeuers sollte sorgsam ausgewählt werden. Neben dem Brandschutz und dem Schutz der Nachbarschaft vor Rauchbelästigung geht es hierbei auch um den Umwelt- und Naturschutz. So muss ausreichend Abstand zu Naturdenkmalen sowie zu Schutzgütern wie geschützten Landschaftsbestandteilen und Wallhecken eingehalten werden.
Um Tiere zu schützen und artenschutzrechtliche Verstöße zu vermeiden, sollte Baum- und Strauchschnitt frühestens sieben Tage vor dem Feuer angeliefert, großflächig verteilt und maximal 80 Zentimeter hoch gelagert werden. Am Tag des Abbrennens kann das Material dann zur Feuerstelle gebracht und aufgeschichtet werden. Andernfalls bestehe die Gefahr, dass kleine Tiere wie Amphibien, Hasen oder Igel das Material als Unterschlupf nutzen oder Vögel ihre Nester darin bauen und beim Abbrennen zu Schaden kommen.









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