Hooksiel (5. 4. 2026) – Lodernde Flammen überall. Um die 100 Brauchtumsfeuer wurden am Ostersamstag allein im Wangerland entzündet. Einige davon auch rund um Hooksiel.
Großer Auflauf beim Osterfeuer in Horumersiel. Die Veranstalter zählten über tausend Besucher. Foto: FE
Bei Osterfeuern handelt es sich grundsätzlich um öffentliche Veranstaltungen. Häufig feiern Familien mit ihren Freunden und Nachbarn das Ende des Winters. An einigen Orten wurden daraus auch größere Feste mit Musik, Leckereien vom Grill und warmen und kalten Getränken.
Reges Treiben auf dem Ostermarkt am Alten Hafen. Von oben im Uhrzeigersinn: Cindy Nickel verkauft Leckereien. Klaus-Dieter Langenscheidt lädt zu einer Runde im Kinderkarussell ein. Ida Ludwig verteilt mit Jana und Sophie Martens Überraschungstüten an Kinder. Und die Varelerin Gaby Janßen, erstmals mit ihrem „Socken-Shop“ in Hooksiel, berät ihre Kundschaft. Fotos: hol
Die Osterfeuer rundeten einen rundum schönen Tag ab. So spazierten bei strahlender Sonne und angenehmen Temperaturen tagsüber zahllose Kinder mit ihren Eltern quer durch Hooksiel – immer auf der Suche nach Plätzen, an denen die Jugendinitiative „Weil wir Hooksieler sind“ 1200 bunte Ostereier versteckt hatte. Oder, wie der als Osterhase verkleidete Nico Müller präziser formulierte: „Der Osterhase versteckt nichts, der verliert hier und da mal ein Ei.“
Den Kindern war das egal. Die meisten von ihnen wurden in den sechs Suchzonen im Ort fündig. Die Belohnung: Eine Tüte mit Süßigkeiten. Darüber hinaus gingen von örtlichen Gewerbetreibenden gespendete Gutscheine an die Finder einiger „goldener“ Eier.
Osterhase Nico Müller hab den Kindern kleine Tipps, wo er eine seiner Eier verloren haben könnte. Foto: hol
Rundum gute Stimmung auch am Alten Hafen. Kinderkarussell, Bälle werfen, ein Fischbrötchen oder eine Wurst vom Grill. Dazu ein regionales Kaltgetränk, nette Gespräche und ein Blick auf das Hafenambiente. Die von Klaus-Dieter Langenscheidt im Auftrag der Hooksieler Dorfgemeinschaft zusammengestellte Schaustellerrunde war ebenso zufrieden wie ihre Kunden. „Die meiste Schausteller hier sind Stammgäste in Hooksiel. Nach dem Frühlingsfest in Wilhelmshaven steht der Ostermarkt für sie fest im Kalender“, sagte Langenscheidt, der selbst das Karussell betreut.
Nach Irritationen darüber, ob die Beschicker bereits am Karfreitag ihre Buden öffnen durften oder nicht, ist eines klar: Der Markt ist noch bis Ostermontag geöffnet.
Wangerland/Hooksiel (28. 2. 2026) – Traditionell werden in Friesland am Ostersamstag in der Abenddämmerung sogenannte „Brauchtumsfeuer“ entzündet, um das Osterfest zu feiern. Voraussetzung für diese Feuer ist, dass sie als öffentliche, für jede Person zugängliche und traditionell wiederkehrende Brauchtumsfeuer bei der zuständigen Stadt oder Gemeinde angemeldet werden. Die Kommunen nehmen Anzeigen bis zum 20. März in den Rathäusern entgegen.
Osterfeuer müssen bei den Kommunen angemeldet werden. Die Frist läuft bis zum 20. März. Archiv-Foto: hol
Brauchtum steht im Fokus
„Wichtig ist bei den Osterfeuern, dass das Brauchtum im Fokus steht“, heißt es in einer Mitteilung des Landkreises Friesland. Die untere Abfallbehörde weist darauf hin, dass das Verbrennen von Gartenabfällen grundsätzlich verboten ist. Eine Ausnahme besteht nur für Brauchtumsfeuer, bei denen das gemeinsame Feiern eines Festes im Vordergrund steht.
Dabei dürfen ausschließlich getrocknete Äste und trockenes Strauchgut verbrannt werden. „Altreifen, Kunststoff, Sperrmüll, Öle und andere Abfälle gehören nicht ins Osterfeuer.“ Gleiches gelte für behandeltes oder beschichtetes Holz, zum Beispiel aus Zäunen. Da ein Brauchtumsfeuer bis etwa Mitternacht erloschen sein muss, dürfen auch keine dicken Stämme oder Wurzelstöcke verbrannt werden. Informationen zur richtigen Entsorgung von Gartenabfällen finden Interessierte unter www.friesland.de/gartenabfall.
Schutz von Tieren wichtig
Der Standort eines Brauchtumsfeuers sollte sorgsam ausgewählt werden. Neben dem Brandschutz und dem Schutz der Nachbarschaft vor Rauchbelästigung geht es hierbei auch um den Umwelt- und Naturschutz. So muss ausreichend Abstand zu Naturdenkmalen sowie zu Schutzgütern wie geschützten Landschaftsbestandteilen und Wallhecken eingehalten werden.
Um Tiere zu schützen und artenschutzrechtliche Verstöße zu vermeiden, sollte Baum- und Strauchschnitt frühestens sieben Tage vor dem Feuer angeliefert, großflächig verteilt und maximal 80 Zentimeter hoch gelagert werden. Am Tag des Abbrennens kann das Material dann zur Feuerstelle gebracht und aufgeschichtet werden. Andernfalls bestehe die Gefahr, dass kleine Tiere wie Amphibien, Hasen oder Igel das Material als Unterschlupf nutzen oder Vögel ihre Nester darin bauen und beim Abbrennen zu Schaden kommen.
Wangerland (13. 3.2025) – Traditionell werden in Friesland am Ostersamstag in der Abenddämmerung Brauchtumsfeuer entzündet, um das Osterfest zu feiern. Voraussetzung für diese Brauchtumsfeuer ist, dass diese vorab angemeldet und als öffentliche, für jede Person zugängliche Veranstaltung durchgeführt werden. Die Gemeinde Wangerland nimmt bis zum Donnerstag, 17. April, Anmeldungen entgegen.
Bei den Osterfeuern muss das Brauchtum im Fokus steht. Die untere Abfallbehörde des Landkreises Friesland weist drauf hin, dass das Verbrennen von Gartenabfällen in Niedersachsen grundsätzlich verboten ist. Eine Ausnahme gibt es für Brauchtumsfeuer, bei denen das gemeinsame Feiern eines (religiösen) Festes im Vordergrund steht. Hierbei dürfen getrocknete Äste (etwa Herbstschnitt) im Rahmen der Feier verbrannt werden.
Das Brauchtum darf nicht zur illegalen Abfallentsorgung genutzt werden. „Altreifen, Kunststoff, Sperrmüll, Öle und andere Abfälle gehören ordnungsgemäß entsorgt und nicht ins Osterfeuer“, betont der Landkreis. Gleiches gelte für behandeltes oder beschichtetes Holz, zum Beispiel aus Zäunen. Da ein Brauchtumsfeuer bis ca. Mitternacht erloschen sein muss, dürfen auch keine dicken Stämme, Wurzelstöcke usw. verbrannt werden.Informationen zur richtigen Entsorgung von Gartenabfällen finden Interessierte unter https://www.friesland.de/gartenabfall.
Der Standort für das Feuer sollte sorgsam ausgewählt werden. Neben dem Brandschutz und dem Schutz der Nachbarschaft vor Rauchbelästigung geht es hierbei auch um den Umweltschutz.
Um Tiere zu schützen und artenschutzrechtliche Verstöße zu vermeiden, sollte Baum- und Strauchschnitt erst sieben Tage vor dem Feuer angeliefert und großflächig verteilt werden. Am Tag des Abbrennens kann das Material dann zur Feuerstelle gebracht und aufgeschichtet werden.
Hooksiel/Horumersiel (20. 3. 2024) – Die Wangerländer Bürger pflegen ihr Brauchtum. Wohl deshalb sind allein bei der Gemeinde Wangerland bislang für Ostersonnabend, 30. März, 73 Osterfeuer angemeldet worden – größere und kleinere.
Schon bevor das Osterfeuer entzündet ist, kann man es sich auf der Hofstelle Warfen am Ostersonnabend bei Speis und Trank gemütlich machen. Archiv-Foto: hol
Hier und dort sieht man bereits die gesammelten Bäume, Äste und Zweige, die nach alter Tradition mit einbrechender Dunkelheit entzündet werden, um mit den Flammen den Winter endgültig zu vertreiben. Zum eigentlichen Feuerhaufen aufgeschichtet werden darf das Brennmaterial aber erst kurz bevor es entzündet wird. Nur so lässt sich verhindern, dass kleine Tiere im Feuer umkommen.
Osterfeuer sind als religiöse Brauchtumsfeier zwar grundsätzlich keine Privatfeste. Faktisch sind aber nur die wenigsten Veranstalter darauf eingerichtet, eine größere Zahl von Gästen zu empfangen oder gar zu bewirten.
Aber es gibt auch große Feuer mit Organisatoren, die sich über jeden Gast freuen. Etwa Henning Lange und Bert Albrecht, die am Ostersonnabend um 18 Uhr auf der Hofstelle Warfen (vom Südring kommend am Beginn der Pakenser Straße) einen großen Sträucherhaufen entzünden werden. Während sich Lange um das Feuer kümmert, ist Albrecht für alles andere zuständig: für Musik, Speis und Trank – sowie für die gute Stimmung.
Auf eine etwas andere Osterstimmung setzt Frank Hensel. Der Inhaber der Friesen-Event GmbH lädt für Ostersonnabend nach Horumersiel zur Veranstaltung „Kurgarten in Flammen“ ein. Beginn auch hier: 18 Uhr. Ein Osterfeuer im Kurgarten? Nein, das würde wohl kaum als Brauchtum durchgehen. Hensel wird neun Feuertonnen aufstellen. Dazu sollen Fackeln und Lichterketten für Osterstimmung sorgen. Abgerundet wird das Programm durch Getränke- und Grillstände, Livemusik und eine Kinderschmink-Aktion, bei der Hasenohren eine besondere Rolle spielen werden.
Osterfeuer haben im Wangerland Tradition. Foto: hol
Hooksiel (4. 4. 2023) – Tradition ist eine gute Voraussetzung für Begegnung. Beim „Tanz auf der Siloplatte“ in Warfen werden sich am Ostersonnabend Hooksieler Bürger und zahlreiche Urlaubsgäste treffen, Musik hören, ein Bierchen trinken und vielleicht auch tatsächlich tanzen.
Gastgeber für das 49. Osterfeuer in Hooksiel sind Bert Albrecht und der Landwirt Hennig Lange, auf dessen Hof am Ortsrand von Hooksiel in Verlängerung der Pakenser Straße das Feuer gegen 18 Uhr entzündet wird. Natürlich erst nachdem der riesige Grünschnitt-Haufen zuvor noch einmal ordentlich umgeschichtet wurde. Dadurch soll verhindert werden, dass es sich möglicherweise schon brütende Vögel in dem Geäst gemütlich gemacht haben.
Trotz Feinstaub-Belastung und Klimadebatte: Osterfeuer haben im Wangerland Tradition. Gut 70 Feuer werden am Sonnabend im Gemeindegebiet angezündet. Die meisten davon in privatem Rahmen. Landwirte verbrennen den Grünschnitt, der auf ihren Höfen angefallen ist.
Öffentliche Osterfeuer gibt es nur weniger. In diesem Jahr eines am Wangermeer in Hohenkirchen und eben das in Hooksiel-Warfen. Stimmung ist dabei garantiert, dank Discjockey und Vollverpflegung. Die großen öffentlichen Osterfeuer in dem Urlaubsort gehen bis auf das Jahr 1974 zurück, erinnert sich Bert Albrecht. Initiator des ersten Feuers auf dem damals noch unbebauten Batteriegelände (heute Standort des Gästehauses) war sein Vater Hans Albrecht.
Zwei Jahre zuvor war die Jugendfeuerwehr in Hooksiel gegründet worden. Bert Albrecht, selbst lange Leiter der Jugendfeuerwehr in Hooksiel, übernahm die Organisation des Traditionsfestes, das später nahe des Stelzengebäudes im Freizeitgelände gefeiert wurde. Zum Teil mit mehreren Tausend Besuchern.
Seit ein paar Jahren lodern die Flammen in Warfen. Die Feuerwehr hat sich aus der Organisation zurückgezogen. Bert Albrecht ist geblieben. „Der Standort Warfen liegt etwas dichter am Dorf“, sagte Albrecht. „Da kommen jetzt auch wieder mehr Hooksieler hin.“ Die Zeichen stehen nicht schlecht, dass das Fest nach dem Ende der Corona-Pandemie wieder so gut angenommen wird wie früher. Parken können Besucher auf dem Hof beziehungsweise an der Zufahrtsstraße. Am besten aber sie kommen zu Fuß oder mit dem Fahrrad.
Tipps vom Landkreis Friesland
Damit bei Osterfeuern keine Schäden und Gefahren für Mensch, Tier und Umwelt stehen, gerät der Landkreis Friesland: Das Abbrennen von (Garten-) Abfällen ist in Niedersachsen seit knapp zehn Jahren verboten. Aber Osterfeuer gelten als Brauchtumspflege. Daher sind sie erlaubt. Allerdings muss jedes Osterfeuer im Vorfeld bei der zuständigen Kommune angemeldet und als öffentlich zugängliche Veranstaltung durchgeführt werden.
Das Brauchtum darf nicht zur illegalen Müllentsorgung ausgenutzt werden. Altreifen, Kunststoff, Sperrmüll, Öle und andere Abfälle gehören ordnungsgemäß entsorgt und nicht ins Osterfeuer. Gleiches gilt für behandeltes oder beschichtetes Holz.
Das Brennmaterial darf erst am Ostersonnabend zu einem Haufen zentriert beziehungsweise das Material muss vollständig umgeschichtet werden, damit Wildtiere die Möglichkeit zur Flucht haben und Veranstalter ungeeignete Stoffe aussortieren können.
Der Standort für das Feuer ist so zu wählen, dass Sicherheitsabstände zu beispielsweise Hecken, Baum- und Strauchreihen sowie Gebäuden, öffentlichen Verkehrsflächen und Sicherheitsanlagen (etwa Stromleitungen) eingehalten werden.
Der Veranstalter ist für Brennmaterial, Kontrolle auf Abfälle bei den Vorbereitungen sowie ordnungsgemäßen Ablauf und ordnungsgemäße Beseitigung der Reste verantwortlich.
Weitere Hinweise geben die Ordnungsämter der Städte und Gemeinden. Eine Broschüre des Landkreises Friesland zum Thema Osterfeuer gibt es auf www.friesland.de/osterfeuer. Zudem sind viele Informationen und Termine unter dem Suchbegriff „Osterfeuer“ gesammelt, zu finden über die Suchzeile auf www.friesland.de