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Seenotretter bergen Segelyacht aus Schifffahrtsweg

Wangerooge/Hooksiel (11. 9. 2026) – Seenotretter haben in der Nacht zu Donnerstag die Besatzung einer Segelyacht aus einer bedrohlichen Lage befreit. An Bord der Yacht, die nordwestlich von Wangerooge in einem Großschifffahrtsweg befand, war die komplette Elektrik ausgefallen und die Segel waren stark beschädigt.

Die Seenotretter der Freiwilligenstation Wangerooge haben am Donnerstag, 10. September 2026, ein Baggerschiff mit Maschinenschaden eingeschleppt. Dieses befand sich fast unmittelbar vor der Hafeneinfahrt der Nordseeinsel. Foto: DGzRS

Gegen 0.15 Uhr empfing die Seenotküstenfunkstelle Bremen Rescue Radio der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) einen schwachen „Mayday“-Ruf der Segelyacht, das Signal für unmittelbare Lebensgefahr. Die beiden Männer an Bord meldeten mit einem Handfunkgerät zerfetzte Segel sowie einen Ausfall fast aller Systeme an Bord, darunter auch die Positionsleuchten.

Aufgrund dessen hatten die Segler, ein Franzose und ein Belgier, rund zehn Kilometer nordwestlich von Wangerooge im Fahrwasser „Neue Weser“ die Orientierung verloren. Die in der Dunkelheit unsichtbare Segelyacht stellte nach Einschätzung der DGzRS in dem dicht befahrenen Schifffahrtsweg ein erhebliches Kollisionsrisiko dar

Segler nach Hooksiel gebracht

Die Rettungsleitstelle See der DGzRS in Bremen alarmierte die Stationen Hooksiel, Wangerooge und Helgoland. Als erstes trafen die Freiwilligen der Station Wangerooge mit dem Seenotrettungsboot „Fritz Thieme“ vor Ort ein, wenig später auch der Seenotrettungskreuzer „Bernhard Gruben“. Mittlerweile war es den beiden Männern gelungen, mit Navigationshilfe von Lotsen mit Motorkraft ein Stück in Richtung Süden zu fahren. Sie befanden sich jetzt zwischen den Tonnen 6 und 8 des Jadefahrwassers. Bei schwerem Seegang mit Wellen bis zu drei Metern lotsten die Seenotretter die rund zehn Meter lange Segelyacht weiter aus dem Schifffahrtsweg.

Nachdem die Kollisionsgefahr gebannt war, geleitet die „Bernhard Gruben“ die Segelyacht auf möglichst sicherem Kurs durch die schwere See. Gegen 7 Uhr traf der Verband mit den stark erschöpften Seglern im Hafen von Hooksiel ein.

Baggerschiff manövrierunfähig

Bei einem weiteren Einsatz am Donnerstag halfen die freiwilligen Seenotretter von Wangerooge einem manövrierunfähigem Baggerschiff. Das Schiff hatte vor der Hafeneinfahrt von Wangerooge Maschinenschaden erlitten. Es benötigte dringend Hilfe, um mit dem starken Ebbstrom nicht zu vertreiben und aufzulaufen.

Die nur zehn Meter lange „FritzThieme“ nahm das fast fünf Mal so lange Baggerschiff auf den Haken. Mit ihren 380 PS gelang es, die rund 550 Tonnen schwere „Anke“ in den Hafen zu schleppen und an die Pier zu legen.

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