Wangerland/Hooksiel (12. 10. 2026) – Schlechtes Wetter bedeutete für Klaus-Dieter Wallat immer schon mehr als eine Antwort auf die Frage, welche Jacke zieht man sich an. Als Beschäftigter im Tief- und Straßenbau hing immer wieder sein Job davon ab, ob Außenarbeiten möglich sind. Häufig genug zogen die Unternehmer die Reißleine. Wallat und einige seiner Kollegen wurden zum Winter hin entlassen und erst zum Frühjahr wieder eingestellt.

„Auf dieses ewige Hin und Her hatte ich irgendwann keine Lust mehr“, sagt der 73-jährige Wangerländer heute. Vor 25 Jahren traf er eine Entscheidung, die er bis heute nicht bereut hat. Er machten sich als Alleinunternehmen für Garten- und Landschaftsbau selbstständig. Dokumentiert durch eine Ehrenurkunde der Industrie- und Handelskammer (IHK) Oldenburg.
Alles Handarbeit
Zusammen mit seiner inzwischen verstorbenen Lebensgefährtin baute Wallat einen Familienbetrieb auf, in dem er heute noch mit seinem Sohn Patrik Haartje, einem handwerklichen Tausendsasser, und seinem Enkel Leon täglich Aufträge vornehmlich von privaten Haushalten in der Region Wilhelmshaven/Friesland erledigt – soweit das Wetter und seine Gesundheit es zulassen.
Hier einen Graben aufreinigen, dort eine Garagenzufahrt pflastern und nächste Woche eine Mauer als Einfassung für ein Hochbeet im Garten setzten. Aktuell arbeitet das Team auf einem Anweisen in der Nähe von Hooksiel. Eine Terrasse samt Zuwegung wird neu gestaltet. Alles aus historischen Klinkern. „Da ist jeder Stein unterschiedlich“, schildert Wallat. „Das ist alles Handarbeit. Das kann nicht jeder.“
Dem Pferdesport verbunden
Mit Hooksiel verbindet Wallat vor allem auch der Pferdesport. Über viele Jahre stellte Wallat dem Reit- und Fahrverein Hooksiel in Neu Folkershausen gezüchtete Ponys zur Verfügung und fuhr auf dem Vereinsgelände mit seiner Kutsche. Hier lernten die Kinder reiten und fahren – und Klaus Wallert pflasterte selbstverständlich die Flächen am Reitstall.









Kommentare sind deaktiviert.