Wangerland (1. 7. 2026) – Die Rundinsel im Wangermeer in Hohenkirchen ist verkauft. Nach einem entsprechenden Grundsatzbeschluss im September vergangenen Jahres hat der Rat der Gemeinde Wangerland am Dienstag in nicht-öffentlicher Sitzung dem Verkauf des Einlands in dem künstlich geschaffenen See an die Abenteuer Insel GmbH des Unternehmers Dirk Boll zugestimmt.

Boll ist im Wangerland als einer der führenden Köpfe des „Wangerland Resort“ in Hohenkirchen bekannt. Seine Projektidee, die Insel zu einer nicht intensiv bebauten Abenteuer-Landschaft zu entwickeln, hatte die Ratsmehrheit überzeugt. Kritik gab es am Finanzierungsmodell. Das Angebot von Boll lag deutlich unter dem eines Mitbewerbers, der eine massive Bebauung der Insel geplant hatte. Zudem war zunächst eine Zahlung des Kaufpreise in etlichen Raten vorgesehen.
4,1 Mio. Euro für die Rundinsel
Die Nachverhandlungen zogen sich über Monate hin. „Im Ergebnis konnten wesentliche Verbesserungen gegenüber dem ursprünglichen Vertragsentwurf erzielt werden, so dass der Rat dem Kaufvertrag mit großer Mehrheit zugestimmt hat“, heißt es in einer Pressemitteilung der Gemeinde. Der Kaufpreis für die Rundinsel beträgt 4,1 Millionen Euro. Das entspreche einem aktuellen Wertgutachten. Im September hatte Boll noch 4.2 Millionen Euro geboten, sein Konkurrent gar 6 Millionen Euro.
Als „besonders erfreulich“ bewertet es die Gemeinde, dass die ursprünglich vorgesehene Ratenzahlung grundlegend überarbeitet worden sei. Der Zahlung soll jetzt in nur zwei Schritten erfolgen: „Mit dem Aufstellungsbeschluss des Bebauungsplanes wird eine erste Rate in Höhe von 250.000 Euro fällig“, so die Gemeinde. „Die verbleibende Kaufpreissumme in Höhe von 3,85 Millionen Euro wird mit Eintritt der Rechtskraft des Bebauungsplanes gezahlt.“ Dadurch erhalte die Gemeinde das Geld deutlich früher als ursprünglich vorgesehen. Das komme dem Eigenbetrieb Wangermeer der Gemeinde zugute.
Ergänzung zum „Wangerland Resort“
Die Abenteuerinsel GmbH will die Insel zu einer Erlebnis- und Abenteuerinsel entwickeln. Das Vorhaben soll die touristische Entwicklung des Standortes nachhaltig stärken und das Angebot des „Wangerland Resorts“ ergänzen. Vor Baubeginn muss jetzt allerdings die Bauleitplanung durch die Gremien der Gemeinde erfolgen.
In einer weiteren Entscheidung hat der Rat den Kauf einer rund zwei Hektar großen Fläche am Andelweg am Rand von Horumersiel beschlossen. Damit haben man einen wichtigen Meilenstein für die zukünftige Entwicklung Horumersiels gesetzt, heißt es von Seiten der Gemeinde. Die Fläche soll eine Neuordnung der Verkehrssituation und die städtebauliche Weiterentwicklung des Ortskerns ermöglichen.
Parkplatz am Rand von Horumersiel
„Ziel ist es, den ruhenden und fließenden Verkehr künftig stärker an den Ortsrand zu verlagern“, so die Gemeinde. Auf der erworbenen Fläche sollen zusätzliche Parkmöglichkeiten sowie ein Zentraler Omnibusbahnhof (ZOB) entstehen. Dadurch können Besucherinnen und Besucher den Ortskern bequem zu Fuß erreichen, während das Verkehrsaufkommen im Zentrum deutlich reduziert werden könne.
„Mit dieser Entscheidung schaffen wir die Grundlage, Horumersiel in den kommenden Jahren nachhaltig weiterzuentwickeln. Weniger Verkehr im Ortskern bedeutet mehr Aufenthaltsqualität für Gäste und Einheimische gleichermaßen“, so Bürgermeister Mario Szlezak. Durch die Verlagerung der Parkflächen eröffnen sich auch neue Möglichkeiten für die Gestaltung des heutigen Großparkplatzes im Ortszentrum. Dieser Bereich biete erhebliches Potenzial den Ortskern attraktiver zu gestalten, Freiräume neu zu ordnen und die Aufenthaltsqualität weiter zu steigern.
Ein weiterer Baustein dieser Entwicklung werde schon nach den Sommerferien gesetzt. Dann soll die Sanierung des Fuß- und Radweges entlang des Horumer Tiefs beginnen. Die Wegeverbindung zwischen dem zukünftigen Parkplatzbereich und der Ortsmitte werde als attraktive und sichere Verbindung ins Zentrum gestaltet.











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