Drücken Sie „Enter“, um den Inhalte zu überspringen

Beiträge veröffentlicht in “Tourismus”

Trotz „Wangerland Ressort“: Zahl der Übernachtungen rückläufig

Wangerland/Hooksiel (13. 8. 2026) – Das Statistische Bundesamt hat in diesen Tagen einen neuen Rekordwert bei den Übernachtungen von Gästen aus dem In- und Ausland in Deutschland verkündet. Die Zahl stieg in den ersten sechs Monaten 2026 im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 Prozent auf 223,8 Millionen.

Das tolle Ambiente im „Wangerland Ressort“ in Hohenkirchen dürfte maßgeblich dafür gesorgt haben, dass die Zahl der Hotelnutzer im Gemeindegebiet im Vergleich zum Vorjahr gestiegen ist. Archiv-Foto: hol

Der Anteil der Gäste, die davon im Wangerland übernachtet haben, dürfte eher zurückgegangen sein – auch welchen Gründen auch immer. Im von Wieland Rosenboom letztmalig geleiteten Tourismusausschuss der Gemeinde Wangerland stellten am Mittwochabend Torsten Riedel, Geschäftsführer der Wangerland Touristik GmbH (WTG), und sein für die Auswertung der Gästekarten-Verkaufs zuständiger Mitarbeiter Tim Schönfeld die Ankunfts- und Übernachtungszahlen für den Bereich der Gemeinde Wangerland bis zum 31. Juli vor.

Neustart auf Campingplatz

Bei einer durchschnittlichen Aufenthaltsdauer von 5,24 Tagen wurden bis dahin 795.952 Übernachtungen registriert, für die ein Gästebeitrag gezahlt wurde. Das entspricht einem Minus von 2,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Schönfeld machte dafür eine Reihe von verschiedenen Faktoren verantwortlich. So habe es im Juni einen Einbruch bei den Ankünften gegeben, weil nahezu alle Feiertage, und damit entsprechend Kurzurlaube, im Mai lagen.

Ein weiterer Grund: Nach dem Neustart des Campingplatzes Hooksiel unter dem privatem Betreiber „Überland“ habe dafür erst einmal die Werbung anlaufen müssen. Bei dem in diesem Jahr sehr frühen Beginn der Osterferien seien die Campingplätze ohnehin noch nicht am Start gewesen.Die Zahlen im Juli hingegen seien sehr gut gewesen. Und da Nordrhein-Westfalen noch Sommerferien habe, sei er auch für den August optimistisch.

49 Prozent mieten Ferienhäuser

Im Trend seien, so Schönfeld, die sehr kurzfristigen Reiseentscheidungen der Gäste. Hier sei für Vermieter eine gute Online-Buchbarkeit der Quartiere entscheidend. Über 49 Prozent der Urlauber im Wangerland beziehen eine Ferienwohnung, 22,8 Prozent buchen sich auf einem Campingplatz ein und 20 Prozent mieten ein Hotelzimmer.

Friesland-Therme
Ein Versuch, die „Friesland-Therme“ in Horumersiel zumindest für die Hauptsaison zu öffnen, ist an den hohen Kosten und am EU-Vergaberecht gescheitert. Archiv-Foto: hol

Während die Übernachtungen auf den Campingplätzen rückläufig waren (- 5 %), stieg die Zahl der Buchungen in Hotels (+ 9,5 %). Das dürfte maßgeblich darauf zurückzuführen sein, dass mit dem „Wangerland Ressort“ in Hohenkirchen seit Mitte 2025 ein neues Hotel am Start ist. Die Hotels in anderen Orten (Hooksiel: – 7,3 %; Horumersiel – 10,0 %) hatten – aus unterschiedlichen Gründen – Einbußen zu verzeichnen.

Wangerland Touristik Thalassa
– Werbeanzeige –

Ausgeglichener das Bild bei den Ferienwohnungen. Der Rückgang bei den Übernachtungen von durchschnittlich 5,2 Prozent spiegelt sich in Hooksiel (- 4,4%), Horumersiel (- 3 %) und Minsen (-23 %). Lediglich Hohenkirchen verbuchte ein Plus von 2,9 Prozent

Schülergruppen nicht erfasst

Schönfeld verwies darauf, dass die Statistik auch Effekte enthalte, die sich daraus ergeben, das neue Quartiere am Start sind. Es gebe aber auch Fälle, wo etablierte Unterkünfte dauerhaft oder für längere Zeit geschlossen sind. Erfasst würden ohnehin nur Personen, die Gästebeträge zahlen müssen. Die zahlreichen Schülergruppen, die außerhalb der Ferien im „Wangerland-Resort“ auf Klassenfahrt sind, würden zum Beispiel nicht erfasst.

Keine Zahlen gibt die Gästestatistik dazu her, wie viele Gäste dem Wangerland aufgrund der Insolvenz der WTG den Rücken gekehrt haben. Bekanntlich wurden aufgrund der finanziellen Schieflage des gemeindeeigenen Unternehmens unter anderem die Schwimmbäder in Horumersiel und Hooksiel geschlossen. Insbesondere die Hotels in Horumersiel führen darauf einen erheblichen Teil ihrer Buchungsausfälle zurück.

EU-Recht verhindert Bad-Öffnung

Mario Krar, Gastronom aus Horumersiel, wollte von der Gemeinde in diesem Zusammenhang wissen, warum einen Initiative gescheitert ist, das Bad „Friesland-Therme“ in Horumersiel zumindest für die Hauptsaison zu öffnen. Nach den Worten von Gemeindekämmerer Arthur Wichmann hätte der Betrieb für drei Monate über 300.000 Euro gekostet. Mit dem Geld hätte die Gemeinde einen privaten Badbetreiber bezuschussen müssen.

Da die Summe so hoch ist, hätte die Gemeinde den Auftrag aber erst nach einer europaweiten Ausschreibung vergeben können, so Wichmann. „Das Verfahren allein dauert mindestens 60 Tage. Das Bad hätte dann frühestens im Oktober geöffnet werden können. Dann ist die Saison vorbei.“

- Werbeanzeige -
– Werbeanzeige –

Baustopp bremst Anbau an Bäckerei am Strand von Schillig

Wangerland/Schillig (13. 8. 2026) – Die Eröffnung des Anbaus am Wikinger-Cafe am Strand von Schillig könnte sich noch hinziehen. Auf der Baustelle herrscht seit einigen Wochen Ruhe. Der Grund dafür wurde am Mittwochabend bekannt.

Baustopp am Strand von Schillig: Aktuell ruhen die Arbeiten am fast fertigen Anbau (links) an das Bäckereigebäude. Foto: hol .

Nach einer entsprechenden Frage eines Zuhörers sagte Ratsherr Dieter Schäfermeier (Pro Wangerland), dass es für das Projekt keine Baugenehmigung gebe. Deshalb seien die Arbeiten gestoppt worden. Dazu, wieso es bei dem Prestigeobjekt zu derartigen Schwierigkeiten kommen konnte, gab es keine Informationen. Auch der Landkreis Friesland als Baugenehmigungsbehörde hielt sich auf Anfrage von „Hooksiel-Life“ bedeckt. „Da es sich um ein privates Bauvorhaben handelt, ist der Landkreis nicht befugt, weitere Informationen zu veröffentlichen. Der Landkreis ist gegenüber dem Bauherrn bzw. Eigentümer zur Vertraulichkeit verpflichtet.“

Bauherr des Gebäudes, in dem eine Bäckerei und ein Eis- und Food-Café, jeweils mit Außenterrasse zum Strand, untergebracht sind, ist die Lorenz Bäcker Victobur GmbH (Aurich). Sie hatte das sehr gut angenommene Gebäude 2024 in Betrieb genommen. Anfang dieses Jahres sollte das Objekt um einen Anbau für 30 weitere Sitzplätze mit Blick aufs Meer erweitert werden.

Die Ursprungsinvestition erfolge in enger Absprache mit der Wangerland Touristik GmbH, die als Verpächter auftritt und für den gastronomischen Betrieb in einem Nebengebäude die Toiletten vorhält. Eine vor Tagen auf den Weg gebrachte Anfrage von „Hooksiel-Life“ bei dem Bäckerei-Unternehmen zu den aktuellen Problemen bliebt bislang unbeantwortet.

Werbeanzeige
– Werbeanzeige –

Fischer und Kommunen bitten Olaf Lies um Hilfe

Friesland/Wangerland (11. 8. 2026) – Frieslands Fischer hoffen auf die Unterstützung von Ministerpräsident Olaf Lies. In einem offenen Brief haben die Jadefischer an den SPD-Politiker aus Sande appelliert, sich für den Erhalt von Produktionsflächen und Fanggründen für die niedersächsischen Fischer einzusetzen – insbesondere im Jadebusen und im Wattenmeer vor der Gemeinde Wangerlrand.

Krabbenkutter vor der Küste des Wangerlandws gehören noch zum täglichen Bild. Künftig sollen weite Teile des Wattenmeeres für den Fischfang gesperrt werden. Für die Fischer aus Hooksiel und Horumersiel könnte das das Aus bedeuten. Archiv-Foto: Klaus Schreiber

Die aktuell vom Umweltministerium und vom Landwirtschaftsministerium, beide unter Führung von Bündnis 90/Die Grünen, vorliegenden Entwürfe für Fischerei-Ausschlussgebiete würden die Existenz der Fischereibetriebe im Landkreis Friesland gefährden und das Ende des traditionellen Krabbenfangs vor Ort bedeuten.

Gespräch mit Ministerpräsidenten

Auf den Einfluss des Ministerpräsidenten hoffen auch die Kommunen. Wie die Gemeinde Wangerland mitteilt, habe auf Initiative von Bürgermeister Mario Szlezak eine gemeinsame Videokonferenz mit Ministerpräsident Lies, Landrat Sven Ambrosy, Varels Bürgermeister Gerd-Christian Wagner sowie weiteren Vertreterinnen und Vertretern des Landkreises und der Staatskanzlei stattgefunden. Ausgangspunkt dabei seien die Sorgen der Fischereibetriebe aus Hooksiel und Horumersiel gewesen, deren traditionelle Fanggründe unmittelbar vor Hooksiel, Horumersiel und im Bereich Minsener Oog betroffen sind.

„Für mich war klar, dass wir diese Sorgen nicht einfach weiterreichen können. Wenn unsere Fischer deutlich machen, welche Folgen die geplanten Flächen für ihre Betriebe haben können, müssen wir dafür sorgen, dass ihre Situation auf Landesebene gehört und sorgfältig geprüft wird“, so Szlezak. Lies habe sich die Zeit genommen, die Anliegen aufzunehmen. Wangerland, Varel und der Landkreis hätten die besondere Situation der friesischen Küstenfischerei und die möglichen Auswirkungen der vorgesehenen Fischerei-Ausschlussgebiete ausführlich dargestellt. Der Ministerpräsident habe Unterstützung zugesagt, dass die friesischen Anliegen zumindest noch einmal geprüft werden. 

Fischerei auch touristisch von Bedeutung

Es gehe nicht darum, Naturschutz und Fischerei gegeneinander auszuspielen. „Wir wollen ein geschütztes und intaktes Wattenmeer“, so Szlezak. „Gleichzeitig müssen unsere Fischer auch künftig eine wirtschaftliche Perspektive haben.“ Ähnlich Wagner: „Die Küstenfischerei ist für unsere Region wirtschaftlich, touristisch und kulturell von großer Bedeutung. Deshalb ist es wichtig, dass wir die Interessen der Fischer aus Varel und dem Wangerland gemeinsam vertreten. Bei der weiteren Flächenplanung muss genau geprüft werden, welche Auswirkungen sie auf die Betriebe vor Ort hat.“ 

Rolf Neuhaus, Planungsdezernent beim Landkreis, machte darauf aufmerksam, dass die geplanten Fischerei-Ausschlussgebiete nicht isoliert betrachtet werden dürften. Die Küstenfischerei werde bereits durch bestehende und künftig hinzukommende Nutzungen wie Schutzgebiete, Leitungstrassen, Offshore-Nutzungen und weitere Flächenansprüche im Küstenraum eingeschränkt. Neuhaus: „Entscheidend ist die Summe aller bestehenden und geplanten Nutzungen im Küstenmeer. Erst diese Gesamtbetrachtung zeigt, welche Räume der Fischerei tatsächlich noch zur Verfügung stehen.“ 

Wangerland und Varel nicht gehört

Wangerland, Varel und der Landkreis sehen die Einbindung der unmittelbar betroffenen friesischen Kommunen in den „Fischereidialog“ kritisch. Zwar waren mit  mit Greetsiel, Neuharlingersiel und Wurster Nordseeküste drei Kommunen zum Dialog geladen. Die Bemühungen von Szlezak, ebenfalls dazukommen zu dürfen, waren jedoch mir dem Argument abgelehnt worden, man wolle eine arbeitsfähige Größe der Gesprächsrunde wahren.

Ein Bild, das bald der Vergangenheit angehören könnte: Krabbenkutter im Alten hafen von Hooksiel. Archiv-Foto: hol

Aus Sicht der Friesen wurden auch deshalb die Belange der konkret betroffenen friesischen Küstenkommunen nicht ausreichend abgebildet. Aus ihrer Sicht muss die bisherige Gebietskulisse im weiteren Verfahren noch einmal sorgfältig betrachtet werden. „Wir erwarten, dass diese Flächen noch einmal gemeinsam mit allen unmittelbar Betroffenen überprüft und diskutiert werden.“

Aus Sicht der Kommunen muss der weitere Dialog ergebnisoffen geführt werden. „Wenn sich aus den Gesprächen, den Erfahrungen der Fischer und der fachlichen Bewertung ergibt, dass bestimmte Flächen für die heimische Fischerei von besonderer Bedeutung sind oder alternative Gebietszuschnitte einen vergleichbaren naturschutzfachlichen Nutzen ermöglichen, muss es auch möglich sein, die bisher vorgesehenen Flächen zu verändern.“

Offener Brief der Fischer

Die Fischer würden über jahrzehntelange praktische Erfahrung mit ihren Fanggebieten, den Strömungsverhältnissen, den Beständen und den Veränderungen im Küstenmeer verfügen. Dieses Wissen müsse ebenso in die Abwägung einfließen wie die naturschutzfachlichen Erkenntnisse.

Ihre Sicht der Dinge haben Frieslands Fischer bereits in einem offenen Brief an Ministerpräsident Lies dargelegt. Auch sie fordern: „Die jetzigen Gebietsvorschläge müssen überarbeitet werden.“

Der Suchraum für die geplanten fischereifreien Zonen vor der Küste des Wangerlandes Ende 2025 (links, „Blaue Balje“) im Vergleich zum aktuellen Vorschlag aus dem Juni dieses Jahres. Da reicht das Gebiet bis zum Hooksieler Außenhafen.

Die Fischerei habe sich intensiv und produktiv an dem Dialog beteiligt und auch die Ausweisung von zehn Prozent des Wattenmeers als Fischerei-Ausschlussgebiete akzeptiert – obwohl bereits zahlreiche Gebiete durch andere Nutzungen weggefallen seien. Man habe auch einem Sperrgebiet im Jadebusen zugestimmt, für das freiwillig eine Muschelkultur aufgegeben werden muss. Ebenso der Sperrung der „Blauen Balje“, obwohl dort vier Saatbänke der Muschelfischer und wichtige Fanggebiete der ortsansässigen Fischer betroffen wären.

Auf Wunsch der Umweltverbände sei dann aber das Sperrgebiet entlang der gesamten Küste vor der Gemeinde Wangerland bis zum Hooksieler Außenhafen erweitert worden. Sollte dieser Vorschlag umgesetzt werden, bedeute das, dass „die Krabbenkutter von Horumersiel und Hooksiel aufgeben und abwandern müssen“, heißt es in dem Brief an Lies.

Aus ökologischer Sicht sinnlos?

Besonders beklagen die Fischer, dass es aus ihrer Sicht für die Erweiterung des Sperrgebietes „keinerlei ökologisch sinnvolle Begründung“ gibt. Die Hoffnung, dass sich in dem Sperrgebiet wieder Borstenwürmer („Sabellaria“ ) ansiedeln könnten, sei illusorisch. „Das hat schon im bisherigen Sperrgebiet vor dem Außenhafen Hooksiel nicht geklappt und wird auch nicht durch eine flächenmäßige Erweiterung erfolgen.“ Gründe dafür seien unter anderem Hafenbaggerungen und die Fahrbahnvertiefung.

Das Argument, das zusätzliche fischereifreie Gebiete letztlich auch der Fischerei selbst zugute kämen, weil sich dort der Bestand an Krabben und Muschel besser erholen könne, ist nach Überzeugung der Fischer „ökologischer Unsinn“. Belege dafür seien das letzte Rekordjahr der Krabbenfischerei und der diesjährige Massenbrutfall der Miesmuscheln. „In dem extremen Lebensraum Wattenmeer verfügen die ansässigen Arten über eine Massenreproduktion, um auch nach Eiswintern oder extremen Witterungsverhältnissen die Fortpflanzung zu sichern.“ 

Krabbenfang vor dem Aus

In ihrem Brief an den Ministerpräsidenten bitten die Jadefischer Olaf Lies darum, ihnen zumindest die nötige Zeit zu verschaffen, den Fischerei-Dialog gerecht und fachlich fundiert zu Ende zu führen. Andernfalls drohe ihm, dass sein Wahlkreis zukünftig fischereifrei sei und die dortigen Häfen keine Kutter mehr beherbergen.

Das Verfahren ist noch nicht abgeschlossen. Die endgültige Festlegung möglicher Fischerei-Ausschlussgebiete soll im Rahmen einer Novellierung des Gesetzes über den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer erfolgen. Dafür sind weitere formale Beteiligungsschritte vorgesehen.

Neue „Gulf-Golf“-Bahn bietet ganzjährig maritime Abenteuer

Hooksiel (11. 8. 2026) – Eine Strategie, ein gutes Auge, eine ruhige Hand und dann ein beherzter Schlag. Das sind die Erfolgsgaranten beim Golf. Von alledem konnten die prominenten Testspieler bei der offiziellen Eröffnung der Adventure-Golf-Anlage mit dem Namen „Gulf-Golf“ an der Hooksieler Wasserskianlage etwas bieten. Aber halt (noch) nicht alles zusammen.

Hans-Ott Vogt und Anja Seidl-Vogt (auf dem Kutter rechts) begrüßten zahlreiche Gäste zu Einweihung ihrer Adventure-Golf-Anlage. Neben ihnen (von links) Bürgermeister Mario Szlezak, Ministerpräsident Olaf Lies und Rolf Neuhaus vom Landkreis Friesland. Foto: hol

Auch Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies benötige den einen oder anderen Schlag mehr als gewünscht, um die maritim gestalteten Hindernisbahnen zu bewältigen und den Ball letztlich einzulochen. Aber nicht nur deshalb dürfte er dem Inhaber der Wasserskisanlage Hans-Ott Vogt und dessen Frau Anja Seidl-Vogt versprochen haben. „Ich komme am Wochenende wieder zum Familienausflug.“

Abschlag vom Deck eines Kutters

Die neue Adventure-Golf-Anlage ist allemal einen Besuch wert. Auf einer Fläche von 3500 Quadratmetern stellen 18, liebevoll gestaltete Bahnen die Spielerinnen und Spieler vor sportliche Herausforderungen. So sind die mit 2500 Quadratmetern Kunstrasen belegten Spielflächen länger als die von herkömmlichen Minigolf-Anlagen – und die individuell gestalteten Hindernisse stellen immer wieder neue Herausforderungen dar. Hier muss der Ball vom Deck eines elf Meter langen, zerbrochenen Fischkutters abgeschlagen werden, dort führt die Spielbahn unter einem Brücke hindurch. Wenige Meter weitere verschwindet der Ball in einem Leuchtturm.

Eine ruhige Hand und ein gutes Auge bewies Olaf Lies bei einer Proberunde auf der Golfbahn an der Wasserskianlage. Foto: hol

150 Tonnen Wasserbausteine, Möwen, Tampen, Seehunde, Fischernetze. Dazu ein gebrochener Deich und ein Kojer, der die Spieler beobachtet. „Gulf-Golf“ steht ganz im Zeichen des Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeeres. „Das ist fast schon ein kleiner außerschulischer Lernort“, sagte Wangerlands Bürgermeister Mario Szlezak, der die Anlage zusammen mit Olaf Lies und Rolf Neuhaus vom Landkreis Friesland eröffnete.

Tourismus schafft Mehrwert

Lies würdigte den unternehmerischen Mut der Familie Vogt und die Bedeutung von immer neuen Ideen für den Tourismus. Dabei seien die touristischen Angebote nicht nur für Urlauber attraktiv, sie erhöhten auch die Lebensqualität für die Menschen an der Küste. „Tourismus schafft für uns alle einen Mehrwert.“

Hans-Ott Vogt blickte in seiner Begrüßungsrede vor gut Hundert geladenen Gästen, darunter Landtagsabgeordnete, Ratsmitglieder und Behördenvertreter, am Montagnachmittag auf die 46-jährige Geschichte des Familienbetriebes zurück. Wasserskianlage, Aqua-Park, eine mehrfach erweiterte Gastronomie – und jetzt die Millionen-Investition in die Golfanlage, durch die in erster Linie die Saison verlängert werden soll. „Adventure-Golf kann bei fast jedem Wetter gespielt werden“, sagte Vogt. Durch die Investition, an der sich das Land Niedersachsen mit rund 400.000 Euro beteiligt hat, würden neue Arbeitsplätze geschaffen und vorhandene ganzjährig gesichert.

Noch Resstarbeiten

Die Anlage ist barrierefrei und ganzjährig nutzbar. Was noch aussteht, ist die ausführliche Beschilderung der 18 Bahnen sowie der Bau einer Flutlichtanlage und eines kleinen Betreuungsgebäudes, in dem unter anderem 250 Golfschläger und 450 Golfbälle ausgegeben werden sollen. „Dafür benötigen wir einen Bebauungsplan“, sagte Vogt. Daran, dass das nötige Baurecht zügig eingelocht werden wird, ließen die Festredner von Land, Landkreis und Gemeinde keinen Zweifel. Vogt: „Ich bin stolz und glücklich.“

Die ersten Schollenfilets erhielten 60 Wattwanderer

Hooksiel (5. 8. 2026) – Mehr Erlebnis-Gastronomie geht nicht. Bei herrlichem Wetter genossen zahllose Menschen am Badestrand von Hooksiel leckere, mitten im Watt gebratene Schollenfilets. Dabei brachte der Ansturm der vierstelligen Zahl an Kunden die Köche und Servicekräfte der Wangerländer Betriebe, die sich für die Aktion zu den „Seesternen“ zusammengeschlossen haben, heute sichtbar an ihre Grenzen.

Auf riesiges Interesse stieß heute das Schollenbraten am Strand von Hooksiel. Foto: hol

„Ich wollte mich bei ihnen recht herzlich bedanken“, sagt eine Urlauberin, die die Gastronomin Ute Eden vom „Friesland-Stern“ in Horum beim Tellerwaschen unterbricht. „Wir hatten von der Veranstaltung bisher nur gelesen. Aber das das so schön ist …“

Großer Andrang von Urlaubern

Ute Eden freut sich sichtbar über das Kompliment, das man an diesem Schollentag immer wieder hört. Zeit für ein Gespräche mit der Urlauberin hat sie aber nicht. Die Zeit drängt, die Teller wollen gespült werden. Nicht nur, weil noch eine lange Schlange von Fischfreunden an der Tellerausgabe steht.

Das Zeitfenster für das „Schollenbraten im Watt“ ist durch die Gezeiten begrenzt. Mit dem ablaufen Wasser hatten 30 bis 40 Mitarbeiter der Seesterne-Restaurants die Verkaufsstände im Watt aufgebaut. Dem zum Teil aufkommenden Wind zum Trotz lagen um 11 Uhr die ersten Schollenfilets in den Pfannen.

Das geduldige Warten im Watt wurde mit einem frisch gebratenen Schollenfilets belohnt. Foto Hol

Bis 13.30 Uhr ging es dann Schlag auf Schlag. „Als der erste Priel hinter uns voll Wasser gelaufen war, mussten wird den Verkauf abbrechen“, sagte Sven Klostermann vom „Schwarzen Bären“ in Hooksiel. Da waren bereits über 300 Kilogramm Schollenfilets vertilgt. „Die letzen acht verbliebenen Schollen haben dann unsere Mitarbeiter gegessen.“

Insgesamt dürfte das Schollenbraten in Höhe des Strandhauses 2 in diesem Jahr eine rundum gelungene Sache gewesen sein. Die vergleichbare Aktion am Strand von Schillig hatte vor wenigen Tagen witterungsbedingt noch an den Strand verlegt werden müssen. Aber: Scholle mit Kartoffelsalat und Apfelsahnesoße, dazu ein erfrischendes Kaltgetränk – für viele Urlauber ist das offenbar „Friesland-Urlaub pur“. Geduldig standen sie barfuß an, um im Anschluss das Menü auf Holzbänken am Strand zu genießen – und sich dann zu bedanken.

Geburtsstunde 2004

Die Gründung der „Seesterne“ geht auf die Initiative der Wangerland Touristik GmbH im Jahr 2004 zurück. Unter Federführung eines Gastronomieberaters suchten Vertreter von gut zehn Betrieben aus dem Jeverland ein Konzept für ein Angebot, das Kreativität und Erfahrung der jeweiligen Partner unter Beweis stellen sollte, ohne die jeweiligen Eigenarten zu verwässern.

Mit der Geburtsstunde der Gastronomie-Kooperation wurden Sprecher gewählt sowie ein Ehrenkodex, ein Logo und einige Direktiven entwickelt. Dazu gehört etwa die Überzeugung: „Zusammen sind wir Stärker“ und „Gemeinsame Aktionen und Öffentlichkeitsarbeit“. 

Grundlage für Kooperation von Gastronomen

Im Sommer 2004 wurde das „Erste Schollenbraten im Watt vor Schillig“ ins Leben gerufen. Nach unzähligen Meetings, Meinungsverschiedenheiten, jeder Menge Vorarbeit und Probeläufe war der Tag X gekommen. „Im Morgengrauen des 23. August 2004 wurden Kocher, frische Fischfilet, Pfannen, Deko, Stühle, Bänke, Getränke, . . . eben alles was man so braucht, um die geplanten 60 Wattwanderer zu verpflegen, ins Watt gekarrt“, heißt es in einer Chronik.

Die Aktion fand schnell überregional Anklang, war Gegenstand von Presse- und Fernsehberichterstattung. Der Grundstein für die Kooperation und viele weitere Aktivitäten war gelegt wie etwa für gemeinsame Messebesuche, Kartoffelfeste oder die Entwicklung einer gemeinsamen Fahrradkarte. Aber das sind andere Geschichten. 

Flotte Krabben lassen Drachen und Seeschnecken keine Chance

Hooksiel (2. 8. 2026) – „De flotten Krabben“ sind ganz schön schnell. Das mussten am Samstag die Konkurrenten beim Drachenbootrennen auf dem Hooksmeer zugeben. Mit der besten Zeit des Tages sicherte sich das Team aus Hooksiel um ihren Kapitän Axel Bendiks im Finallauf gegen die „Adden Crazy Crew“ aus dem Wangerland den Sieg.

Spannung pur auf dem Hooksmeer. zahlreiche Zuschauer und Anhänger der Teams verfolgten das Drachenbootrennen. Foto: hol

Hunderte von Schaulustigen verfolgen am Samstag vom Alten Hafen aus das von Jan-Eike Doyen organisierte Rennspektakel. Zehn zehnköpfige Teams (plus Steuermann) aus Friesland und Wilhelmshaven stellten sich der kraftraubenden Herausforderung. Nach jeweils zwei Vorläufen traten die Mannschaften in der Reihenfolge ihrer Zeiten zum Finale an.

Zahllose Zuschauer am Hafen

Platz drei sicherten sich mit dem Team „HKSL“ ebenfalls ein durchweg mit Hooksielern besetztes Boot, darunter viele Mitglieder der Jugendinitiative „Weil wir Hooksieler sind“ (WWHS). Hier zogen die „Windwächter“ aus Wilhelmshaven den Kürzeren. Auf den Plätzen folgten die „Wiefken Dragons“, die „Neue Jade Drachen“, „Joshuas Seeschnecken“, die „Awo-Nauten“, die „Küsten Pinkis“ und mit den „Jade Dragons“ ein Team der Jade Hochschule.

Festivalatmosphäre auf dem Hooksieler Hafenplatz. die „Rock Shots“ sorgten für gehörig Stimmung. Foto: hol

Das Drachenbootrennen, das traditionell Bestandteil der der „FCN Hafenfeste“ ist, gehörte in diesem Jahr zu den Hauptattraktionen der von der Dorfgemeinschaft organisierten „Hooksieler Krabbentage“. Bei optimalen äußeren Bedingungen besuchten Tausende am Wochenende die Festmeile zwischen dem Alten Hafen und der Ortsmitte. Die fliegenden Händler und die Gewerbetreibenden aus dem Ort entlang der Lange Straße und auf dem Hafenplatz hatten jede Menge zu tun und machten offenkundig gute Umsätze.

Festivalstimmung auf Hafenplatz

Im Mittelpunkt des Festes standen natürlich die Krabben. Im Hafen lagen gleich drei Krabbenkutter umringt von zahlreichen Sportbooten. Neben frischem Granat wurden zahlreiche Krabbengerichte angeboten. Hinzu kamen zahllose Gespräche über die Zukunft der Krabbenfischerei vor der wangerländischen Küste. 

Aber die Stimmung blieb trotz aller Sorgen bei Urlaubern und Einheimischen ausgelassen. Die Musiker auf der Showbühne am Hafen sorgten zum Teil für Festivalatmosphäre. Die „Rock Shots“ aus Wilhelmshaven etwa wurden am Freitag Abend bis in die Nacht hinein gefeiert. Ausklingen soll das Fest am späten Sonntagnachmittag mit etwas gesetzteren Klängen der Vareler Schlagersängerin Jasmine Meyer

Die lange Straße war über weite Teile des Wochenendes prall gefüllt mit Menschen. Foto: hol
Werbeanzeige
– Werbeanzeige –

Spielerische Einführung in sicheres Verhalten am und im Wasser

Hooksiel (25. 7. 2026) – Herrliches Wetter, weißer Sand, weites Watt. Der Hooksieler Badestrand zeigte sich am Freitagnachmittag von seiner schönsten Seite. Die größte Anziehungskraft im Rund hatte aber, zumindest auf Kinder, eine andere Attraktion: Eine Parcours mit Spielen und Geschicklichkeitsübungen im Rahmen des DLRG/Nivea Strandfestes. Am Auffälligsten dabei: eine große, blaue Hüpfburg. 

Kam bei den Kindern sehr gut an: Das Nivea-DLRG-Strandfest am Hooksieler Badestrand. Foto: hol

Bei dem Strandfest, das über den Sommer etliche Urlaubsorte an Nord- und Ostsee besucht, animiert eine großes Zahl von Teamern die Kinder dazu, sich verschiedenen Übungen und Herausforderungen zu stellen. Alle Stationen haben dabei etwas mit Wasser zu den, dem Hauptmetier der Lebensretter von der DLRG.

Hier geht es ums Wiederbeleben eines Ertrunkenen, dort ums Knüpfen von Seemannsknoten. An einigen Stationen sind Körperbeherrschung und Gleichgewichtsgefühl gefragt. Dazu gab es jede Mengen Informationen zur Arbeit der Hilfsorganisation und der großen Bedeutung des Schwimmtrainings für Kinder.

- Werbeanzeige -
– Werbeanzeige –

Köche laden ins Watt: Schollenbraten als Gourmeterlebnis

Schillig/Hooksiel (17. 7. 2026) – Ebbe und Flut kann man vorhersagen. Mit dem Wetter ist das schon ein wenig schwieriger. Aber noch die „Seesterne“ zuversichtlich, dass die geplanten Termine für das diesjährige Schollenbraten im Watt gehalten werden können. 

Ein echtes Erlebnis für Einheimische und Gäste: Das „Schollenbraten im Watt“ der Seesterne-Gastronomen. Foto: Seesterne

Am kommenden Montag, 20. Juli, bauen die Gastronomen ihre Stände am Strand von Schillig auf. Niedrigwasser ist für 11.38 Uhr vorhergesagt. Der Verkauf soll um 11 Uhr starten. Ähnlich ist das Zeitfester für die zweite Auflage des maritimen Speisefestes am Mittwoch, 5. August, am Strand von Hooksiel. Niedrigwasser um 11.36 Uhr, geplanter Verkaufsbeginn um 11 Uhr.

Abhängig von den Gezeiten

„Schollenbraten im Watt“ ist längst zu einer Marke fürs Wangerland geworden. Tausende Menschen, Einheimische und Gäste, sind in den vergangenen Jahren jeweils an die Strände und ins Watt gezogen, um sich mit dem frisch gebratenen Schollen plus Beilagen zu versorgen. Ein echtes Gourmeterlebnis. 

Für die Inhaber und die Köche der Seesterne-Restaurants, ein Zusammenschluss von Gastronomiebetrieben aus dem Wangerland, ist die Aktion Teil ihrer Qualitätsoffensive. Dabei ist ihr Aufwand erheblich:  Am frühen Morgen, bei ablaufendem Wasser, beginnen die Aufbauarbeiten. Mit schwerem Fahrzeug wird unter Mitwirkung der Wangerland-Touristik GmbH die notwendige Ausrüstung ins Watt transportiert und aufgebaut. 

Frische als Markenzeichen

Die Köche aus den Kooperationsbetrieben werden dann mit hochgekrempelten Kochhosen barfuss im Watt stehend frische Schollenfilets braten und dazu leckeren Kartoffelsalat und Apfelsahnesoße anbieten. „Noch frischer kann man wohl Fisch nicht zubereiten“, sind sich die Seesterne-Sprecher Mario Krar („Leuchtfeuer“) und Sven Klostermann („Zum Schwarzen Bären“) sicher. 

Zeitlich beschränkt wird die Veranstaltung durch die Gezeiten. Mit auflaufendem Wasser am Nachmittag müssen das letzte Schollenfilet gegessen, die Kochstellen, Zelte, Tische, Bänke und anderen Utensilien aus dem Watt verschwunden sein. 

Für den Fall, dass das Wetter wider Erwarten doch schlecht werden sollte, behalten sich die Veranstalter vor, die Veranstaltung abzusagen.

Finanzierung des Strandumbaus hängt am Kohlestrukturfonds

Hooksiel (15. 7. 2026) – Im Herbst dürfte Klarheit darüber bestehen, ob die Gemeinde Wangerland den geplanten Umbau des Badestrandes in Hooksiel auf den Weg bringen kann. Wie der Hochseile Ratsherr Dieter Schäfermeister (Pro Wangerland) am Montagabend vor der Männerrunde der ev.-luth. Kirchengemeinde Wangerland um Herbert Ulfers sagte, werde im September das Vergabegremium für die Mittel aus dem Kohlestrukturfonds tagen. Falls das Strandprojekt berücksichtig werden sollte, dürfe die Finanzierung des rund 16 Millionen Euro teuern Vorhabens gesichert sein.

Zusätzlichen Buhnen und eine kleinw Seebrücke sollen dabei helfen, den Sand am Hooksieler Badestrand dauerhaft zu sichern. Foto: hol

Der Hooksieler Badestrand verliert in Höhe des Strandhauses 1 seit Jahren an Tiefe. Durch den Abtrag durch Strömung und Sturmfluten habe sich allein seit 2012 die Tiefe des Strandes um rund 200 Meter verringert. Um den Strand dauerhaft zu sichern, soll nach den Worten von Schäfermeier ein massives, 680 Meter hohes Deckwerk gebaut werden.

Promenade auf dem Bollwerk

Das im Erdreich verankerte Bauwerk aus vergossenen Wasserbausteinen soll sich vom Standhaus 1 in einem Bogen um Strandhaus 2 herum erstrecken. Auf dem Bauwerk soll eine Promenade zum Flanieren einladen. Treppendurchlässe würden den Weg zum Wasser und zum Watt auch weiterhin barrierefrei ermöglichen.

Das Bollwerk gegen die Fluten könnte nach Überzeugung von Fachleuten den dahinter liegenden Sand schützen. Zwischen Deichverteidigungsweg und Deckwerk sollen 250.00 Kubikmeter Sand aus der Jade auf eine Höhe von 3,70 Meter aufgespült werden. Die geschützte Fläche könne dann für Gastronomie und Erholung sowie für Freizeit und Sport genutzt werden. Unter anderem soll eine Veranstaltungsbühne installiert werden.

Touristische Infrastruktur sichern

Aktuell laufen die Vorbereitungen für das Planfeststellungsverfahren, das vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) mit Unterstützung der Gemeinde Wangerland vorangetrieben wird. Dem liege die Überzeugung zugrunde, so Schäfermeier, dass der Strandumbau realisierbar ist und dass die neu geschaffene Infrastruktur den Tourismus in Hooksiel und der gesamten Region nützen würde.

„Allein an den Stränden in Hooksiel zählt die Wangerland Touristik rund 25.000 Auto im Jahr mit WHV-Kennzeichen“, sagte Schäfermeier. Damit sei der Nachweis erbracht, dass der Hooksieler Strand auch als Naherholungsgebiet von Wilhelmshavener Bürgern genutzt wird.

Der vom Bund mit 152 Millionen Euro gespeiste Kohlestrukturfonds soll Infrastruktur-Projekte ermöglichen, die die wirtschaftlichen Nachteile der Region ausgleichen, die durch den Ausstieg aus der Kohleverstromung entstehen. Die Gemeinde Wangerland selbst fehlt das Geld, das Vorhaben zu realisieren. Aktuell stünden lediglich 3,5 Millionen Euro aus der Tourismus-Förderung des Landes bereit, so Schäfermeier. „Ohne Mittel aus dem Strukturfonds hat sich das Thema für uns erledigt.“

Drachenkünstler erobern den Himmel über Schillig

Wangerland/Schillig (14. 7. 2026) – Drei Tage lang verwandelt sich der Himmel über der Nordsee in ein buntes Schauspiel aus Formen, Farben und fantasievollen Figuren. Der Grund: Von Freitag bi Sonntag, 17. bis 19. Juli, findet am Strand von Schillig das 19. Internationale Drachenfest statt. 

Ein Himmel voller Drachen. Darauf dürfen sich de Besucher des Internationalen Drachenfestes in Schillig freuen. Archiv-Foto: hol

Hunderte von Drachen steigen in die Luft und sorgen für ein beeindruckendes Erlebnis in maritimer Kulisse. Internationale und nationale Drachenkünstler präsentieren ihre aufwendig gestalteten Flugobjekte.

Ein Höhepunkt ist am Samstagabend die spektakuläre Nachtflugshow mit Feuereffekten, bei der leuchtende Drachen und Lichtelemente den Abendhimmel in Szene setzen. Darüber hinaus lädt ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm zum Mitmachen und Entdecken ein. Für Kinder gibt es unter anderem eine „Flightschool“, in der erste Flugversuche und kleine Tricks erlernt werden können, sowie die Möglichkeit, eigene Drachen zu gestalten und direkt vor Ort steigen zu lassen.

Neben dem farbenfrohen Treiben am Himmel bietet das Drachenfest ein vielfältiges Rahmenprogramm für Groß und Klein. Gastronomie- und Verkaufsstände sorgen für das leibliche Wohl und laden dazu ein, kulinarische Köstlichkeiten zu genießen oder in aller Ruhe durch das vielfältige Angebot an handgefertigten Produkten und Drachenaccessoires zu störbern.