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Alle Beiträge zum Thema “Horumersiel”

Öffentliches „Bürgergespräch“ zur Zukunft Horumersiels

Horumersiel (30. 4. 2026) – Die insolvente Wangerland Touristik GmbH (WTG) trennt sich von dem Großteil ihrer Immobilien, um sich wirtschaftlich neu aufstellen zu können. Aktuell wird unter anderem ein Investor für das das Grundstück „Zum Hafen 3“ in Horumersiel gesucht. Die Hoffnung: Es findet sich jemand, der in unmittelbarer Nachbarschaft zum neuen „Thalasso Meeres Spa“ ein Hotel bauen und den Gesundheitstempel gleich mit nutzen möchte.

Die WTG will sich von ihrem Grundstück in Horumersiel trennen. In unmittelbarer Nachbarschaft zum Thalassa Meeres Spa (weißes Gebäude rechts) könnte ein Hotel entstehen. Die Überlegungen lösten im Ort nicht nur Freune aus. Foto: hol

Um ein derartiges Projekt zu verwirklichen, müssten voraussichtlich die vorhandenen Gebäude wie der Verwaltungskomplex der WTG, das Haus des Gastes und der Kursaal abgerissen werden. Das hätte nach Ansicht eine Reihe von Horumersielern, ganz unabhängig von Größe und Architektur eines Neubaus, erhebliche Auswirkungen auf das Leben im Ort.

Der Handel, Handwerk und Gewerbeverein veranstaltet vor diesem Hintergrund zusammen mit dem Seebadeverein Horumersiel-Schillig ein „Bürgergespräch“, in dem es um die Zukunft Horumersiels gehen soll. Es wird am Dienstag, 12. Mai, ab 20 Uhr im Kursaal im Dorfgemeinschaftshaus stattfinden. Eingeladen sind alle Bürgerinnen und Bürger aus dem Ort sowie sonstige Interessierte.

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Sielortfete mit Udo, Abba und den Geissens

Zeigen sich zufriedne mit dem Verlauf der Sielortfeste: Mario Kran (links; und Frank Hensel. Foto: hol

Horumersiel (22. 6. 2025) – Super Wetter, gute Musik, tolle Stimmung – die Chef-Organisatoren der Sielortfete in Horumersiel, Frank Hensel und Mario Krar, waren zufrieden. Auf dem Dorfplatz tummelten sich am Samstag Abend mehrere Hundert Gäste und Einheimische und schwoften zur Musik der Hamburger Coverband „Das Fiasko“, die die Originale nicht nur musikalisch, sondern auch optisch interpretierten.

So traten unter anderem Udo Lindenberg, Abba, Marianne Rosenberg und sogar die Geissens auf der Showbühne auf. Illusion pur. Dem Publikum hat es ebenso gut gefallen wie die sonstigen Angebote des traditionellen Festes, das noch bis zum heutigen Sonntag gefeiert wird. Ein maritimer Höhepunkt: die Neptuntaufe mit Wieland Rosenboom in der Rolle des Meeresgottes. 

Die Band „Das Fiasko“ sorgte für Stimmung auf dem Dorfplatz in Horumersiel. Foto: hol

Gemeinde will mit Horumersielern über Zukunft des Bolzplatzes sprechen

Wangerland/Horumersiel (21. 2. 2024) – Der Ratssaal in Hohenkirchen war gut gefüllt. Wo sonst die Kommunalpolitiker meist unter sich diskutieren, verfolgten am Dienstagabend deutlich über zwanzig Interessierte den Verlauf der Sitzung des Ratsausschusses für Gemeindeentwicklung. Ein Grund: die Überlegungen zur Zukunft des Bolzplatzes in Horumersiel.

Die Gemeinde Wangerland ist dabei, das im vergangenen Jahr erstellte Gemeinde-Entwicklungskonzept (GEK) umzusetzen. Dafür müssen eine Fülle von zum Teil mehrere Jahrzehnte alte Bebauungspläne angepasst und der Flächennutzungsplan entsprechend geändert werden. Das erklärte Ziel: Baurecht und tatsächliche Nutzung sollen in Einklang gebracht werden. Unter anderem soll der Wildwuchs von Dauerwohnungen, Ferien- und Zweitwohnungen beordnet werden.

Freizeit-Kicker im Ausschuss

In diesem Zusammenhang wird auch der Bebauungsplan „Horumersiel-Nord“ angepackt. Im Bereich nördlich Horumer Tiefs/westlich Goldstraße soll ein Allgemeines Wohngebiet ausgewiesen werden. Soweit besteht Einigkeit. Mittendrin befindet sich allerdings ein Fußballplatz, der, so erläuterte Bürgermeister Mario Szlezak (SPD), zumindest theoretisch als Bauland für günstige Wohnungen, etwa für Mitarbeiter der örtlichen Gastronomie, geeignet wäre. Und da der Bebauungsplan ohnehin geändert werden soll, habe man den Bolzplatz gleich mit in die Planung aufgenommen, sagte Bauamtsleiter Torsten Meuer. „Es gibt aber noch keinen genauen Plan und schon gar keinen Investor für die Fläche“, beteuerte Szlezak. 

Mit dieser nach den Worten von Alice Brandenburg-Bienek (CDU) auch für Teile des Rates überraschenden Weichenstellung hat die Gemeindeverwaltung die aktuellen Nutzer des Platzes auf den Plan gerufen. Dabei handelt es sich zum einen um eine Gruppe von 20 bis 25 Altherren-Freizeitkicker, zum anderen werde der Platz, auf dem gelegentlich auch noch Kleinfeld-Fußball-Punktspiele stattfinden, auch von Familien und Urlaubsgästen für Sport, Spiel und Spaß genutzt, erläuterte der Horumersieler Friedo Gerdes dem Ausschuss. 

Treffpunkt für Einheimische

Die Fläche, einst Sportplatz des Horumersieler FC, sei wichtig für die dörfliche Struktur in Horumersiel, wo es inzwischen keine Post, keine Bank, keine Apotheke und nicht einmal mehr einen Friseur gebe. Gerdes: „Der Bolzplatz ist der Ort, wo man auch noch mal Einheimische trifft.“

Ausschuss-Vorsitzender Reiner Tammen (Grüne) beteuerte, dass dem Gemeinderat an einem konstruktiven Dialog mit den Horumersielern gelegen sei. Auf keinen Fall wolle man ein Bürgerbegehren heraufbeschwören. „Wir sollten gemeinsam sehen, was geht.“ 

Dem schlossen sich die Ausschuss-Mitglieder von GfW, SPD und ZUW an. Der Tagesordnungspunkt wurde einvernehmlich abgesetzt und vertagt. Zunächst soll jetzt vor Ort in Horumersiel ein Bürgergespräch stattfinden, auf dem die Gemeinde die geplanten Veränderungen für den Ort vorstellt. Dabei dürfte auch die Suche nach geeigneten Flächen für den Bau von günstigem Dauerwohnraum ein Thema werden.