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Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer besteht seit 40 Jahren

Wangerland/Wilhelmshaven (2. 1. 2026) – Der Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer feiert einen runden Geburtstag. Mit Jahresbeginn 1986 trat die entsprechende Verordnung zur Einrichtung des ersten Nationalparks im Land in Kraft.

Wattwanderung
Seit 40 Jahren Nationalpark und heute Weltnatdurerbe: Das Niedersächsische Wattenmeer. Archiv-Foto: Mira Hohmann

Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer: „Das Wattenmeer ist ein Schatz von internationaler Bedeutung, den es zu schützen und zu bewahren gilt. Mit dem Nationalpark schützen wir nicht nur seltene Tier- und Pflanzenarten, sondern erhalten auch eine einzigartige Naturlandschaft für Millionen Zugvögel.“ 

Festveranstaltung in Wilhelmshaven

Das 40-jährige Bestehen des Nationalparks soll unter dem Motto „Nationalpark wirkt“ im Laufe des Jahres vielfach gefeiert werden. Der offizielle Festakt ist für Freitag, 6. Februar in Wilhelmshaven mit Ministerpräsident Olaf Lies und Umweltminister Christian Meyer geplant. Öffentliche Geburtstagsfeiern mit verschiedenen Angeboten sollen am Wochenende 4. und 5. Juli von den 18 Nationalpark-Informationseinrichtungen am Wattenmeer veranstaltet werden. 

Meyer erinnert in einer Erklärung daran, das vor 40 Jahren die Gründung des Nationalparks hoch umstritten war. Aber, so der Minister: „Die Natur vor dem Deich entlang der gesamten niedersächsischen Küste umfassend unter Schutz zu stellen, hat sich zu einer besonderen Erfolgsgeschichte entwickelt. Davon profitieren Tiere, Pflanzen und Menschen gleichermaßen.“ Das heute als Unesco-Weltnaturerbe eingestufte Wattenmeer ziehe jährlich Millionen Besucherinnen und Besucher nach Niedersachsen. 

Große Herausforderungen

Gleichzeitig stehe das Wattenmeer vor großen Herausforderungen. „Die Folgen der Klimawandels, der steigende Meeresspiegel, das Verschwinden von Seegrasflächen, die Biodiversitätskrise, die Umweltverschmutzung etwa mit Plastikmüll, der steigende Schiffsverkehr gerade auch von Öl- und LNG-Gastankern aber auch die geplanten Gasförderungen am Rande des Nationalparks bedrohen eine einzigartige Natur“, so der Minister. „Hinzu kommt ein gestiegener Nutzungsdruck durch Schifffahrt, Infrastruktur, Trassen, Küstenschutz, Landschaftsverlust, Fischerei und Tourismus. Sie alle machen deutlich, wie wichtig ein starker Nationalpark gerade heute ist. Er ist ein Schutzschild für die Natur und ein Frühwarnsystem für ökologische Veränderungen.“

Modellregion für Nachhaltigkeit

Mit einer Fläche von rund 3.450 Quadratkilometern ist der Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer der zweitgrößte deutsche Nationalpark. Er bildet die Kernzone des Unesco-Biosphärenreservats Niedersächsisches Wattenmeer – einer Modellregion für nachhaltige Entwicklung – und ist Teil des länderübergreifenden Unesco-Weltnaturerbes Wattenmeer. Mit seinen tidebeeinflussten Wattflächen, Sandbänken, Stränden, Dünen und Salzwiesen ist es eine der hinsichtlich der Biomasse produktivsten Regionen der Erde. Rund 10.000 Pflanzen- und Tierarten leben hier, teilweise in millionenfacher Individuenzahl. Zudem ist es eines der wichtigsten Rastgebiete für Zugvögel weltweit mit jährlich zehn Millionen Zugvögeln, die hier Station machen.

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