Drücken Sie „Enter“, um den Inhalte zu überspringen

Strategie für Sicherheit, Innovation und Wertschöpfung

Friesland/Wilhelmshaven/Hannover (11.9. 2026) – Beim traditionellen Parlamentarischen Abend der Jade Wirtschaftsregion kamen in Hannover am Donnerstagabend über 250 Gäste aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft im Alten Rathaus zusammen. Zum siebten Mal versuchten die regionalen Partner, Zukunftsthemen der Küstenregion in die Landespolitik zu tragen. Zu Gast waren Ministerpräsident Olaf Lies sowie Mitgliedern des Landtages.

Wollen ihre Kooperation am Sicherheitsrat- und Innovationsstandort Jade Wirtschaftsraum stärken: (von links): Holger Saß (Jade Hochschule), Ministerpräsident Olaf Lies, Holger Heymann (Landrat Landkreis Wittmund), Tom Nietiedt (Präsident des AWV), Christoph Müller-Meinhard (Marineunterstützungskommando), Rainer Sacher (Leitender Direktor des Marinearsenals), und Prof. Dr. Frederic Stahl (Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz). Foto: AWV Jade e.V.

Den Höhepunkt des Abends bildete die Unterzeichnung einer gemeinsamen Erklärung zur Stärkung des maritimen Sicherheits- und Innovationsstandorts Jade Wirtschaftsregion. Mit der Vereinbarung bekennen sich die Partner dazu, die besonderen Stärken der Region künftig noch enger miteinander zu verknüpfen und daraus neue wirtschaftliche Perspektiven zu entwickeln.

Stärkung des Jade Wirtschaftsraumes

Im Mittelpunkt steht das Ziel, die einzigartige Kombination aus Deutschlands größter Bundeswehrregion mit Marine, Marinearsenal sowie den Standorten der Luftwaffe in Upjever und Wittmund, dem JadeWeserPort, dem „Energy Hub“ Port of Wilhelmshaven und der Jade Hochschule zu einer gemeinsamen Sicherheits-, Innovations- und Wertschöpfungsstrategie weiterzuentwickeln. Geplant ist unter anderem die Stärkung der Jade Hochschule sowie der Aufbau eines maritimen Sicherheits- und Innovationscampus auf Grundlage der vorgesehenen Landesinvestition in Höhe von 25 Millionen Euro.

Darüber hinaus soll mit dem „Wehrcluster Jade“ ein regionaler Unternehmens- und Projektverbund entstehen, der die Bedarfe von Marine und Bundeswehr mit den Kompetenzen der regionalen Wirtschaft zusammenführt. Ein weiterer Schwerpunkt der Erklärung ist die stärkere Einbindung der Jade Wirtschaftsregion in eine norddeutsche maritime Innovationsarchitektur. Dazu soll die Region als Marinearsenal-Standort und möglicher Satellit eines geplanten Innovationszentrums der Bundeswehr für maritime Systeme positioniert werden. 

Idealer Standort für Rechenzentren

Weite Themen des Parlamentarischen Abends waren die Chancen und Herausforderungen einer Region, die sich zu einem wichtigen Standort für Energiewirtschaft, Hafenlogistik und industrielle Entwicklung entwickelt hat. Wittmunds Landrat Holger Heymann: „Die Jade Wirtschaftsregion ist schon so weit – dahin muss sich die gesamte Bundesrepublik erst noch entwickeln.“ Präsident des Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbandes Jade (AWV), Tom Nietiedt, unterstrich die Bedeutung der Region für die Energiewende. Die vorhandene Infrastruktur und hohe Verfügbarkeit von Energie böten ideale Voraussetzungen für die Ansiedlung energieintensiver Unternehmen und die Nutzung überschüssiger Energiemengen.

In einem „landespolitischen Dialog“ diskutierte Moderator Christian Wilhelm Link mit Lies. Der Ministerpräsident in Sande zu Hause ist, bestätigte die Rolle der Jade Wirtschaftsregion als wichtiger Energiestandort: „Dank guter Infrastruktur und großer Flächenpotentiale ist die Region ist das Tor zur Welt und zur Energie.“ Lies vertrat die Ansicht, dass Rechenzentren dort entstehen müssten, wo die Voraussetzungen in Sachen Flächen, Anbindung und Energieverfügbarkeit gut sind. „Die Investoren, die Interesse haben, wollen wir gewinnen.“

Kommentare sind deaktiviert.