Wangerland (2. 11. 2026) – Kriege, Flüchtlingskrise, politische Umbrüche. „Die Welt ist unübersichtlicher geworden“, stellte Thomas Adomeit , Bischof der ev.-luth. Landeskirchen Oldenburg, am Samstag in seiner Predigt zum Reformationstag in der katholischen St.-Marien-Kirche in Schillig fest. Aber die Probleme dürften nicht das letzte Wort haben.

„Reset Hoffnung“ – so lautete das Motto es Reformationstages. Hoffnung war dann auch das Leitthema des gut besuchen Gottesdienstes, der von evangelischen und katholischen Geistlichen gemeinsam gestaltet und vom Organisten Axel Scholz musikalisch umrahmt wurde. Wie wichtig das Thema aktuell ist, wurde auch in der anschließenden, vom Diakon Fredo Eilts moderierten Gesprächsrunde in der ev.-luth. St.-Nikolai-Kirche deutlich, in der sich rund 80 Christen über Sorgen und Nöte von Gesellschaft und Kirche austauschten.
Nachdem der katholische Pfarrer Lars Bratke den Gottesdienst eröffnet hatte, unterstrich Pfarrer Andreas Bolten, Leiter des Pastoralen Raumes Wilhelmshaven, das es bei allen Unterschieden zwischen katholischer und evangelischer Kirche eine Fülle von Gemeinsamkeiten gebe. „Wir brauchen diesen Werte-Zusammenhalt in unserer Gesellschaft.“
Adomeit verwies darauf, dass in einer von Krisen und Umbrüchen geprägten Welt auch der Umgangston in der Gesellschaft rauer geworden sei. Das spüre auch Kirche. Die Mitgliederzahlen seien weiter rückläufig, so dass sich die Frage nach der Zukunft der Kirche stelle.
Aber es gebe im Leben – anders als auf einem Computer – keine Reset-Taste, die man drücken kann, um Vergangenes ungeschehen zu machen und Probleme zu lösen. „Aber die Probleme dürfen nicht das letzte Wort haben“, mahnte der Bischof. Für Christen gebe es die Hoffnung auf Gott. Die Probleme dürften nicht zum Maßstab allen Handelns werden, schon gar nicht, wann dadurch Menschen herabgewürdigt oder klein gemacht werden sollen. Adomeit: „Jeder Mensch ist kostbar!“






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